Entstehung und Umkehr des Bösen im Menschen



Aus dem Buch des wahren Lebens
Band II – Anmerkungen
Anmerkung 7
Es ist sehr weitgehend die Meinung vorhanden, dass der
"Teufel" oder Satan die Ursache des Bösen ist, bzw. das Böse
schlechthin ist. Bekannt sind die volkstümlichen Ausdrücke wie:
"Dieser Mensch trägt den Teufel in sich" oder "Der Teufel bringt die
ganze Welt in Verwirrung und hetzt die Menschen gegeneinander
auf". Man stellt sich dabei ein mächtiges Geistwesen vor und bringt
dasselbe in Verbindung mit Luzifer, dem mächtigen ersten
Lichtgeist. Wer dieser Meinung ist, unterstellt Gott, dass Er das
Böse in dem Geist Luzifer geschaffen hat. Aber schon unsere
Vernunft und unsere Vorstellung über die Gerechtigkeit Gottes
sträuben sich dagegen, anzunehmen, dass das Höchste Wesen, der
Geist der Liebe, Weisheit und Macht, etwas so Widersinniges
geschaffen hat. Das Böse kann nicht von Gott kommen. Wenn es
einen Geist gäbe, der geschaffen wurde, um uns zum Bösen zu
verführen, bedeutete dies die Verneinung der Barmherzigkeit Gottes.
Jedoch das Böse existiert und kann nicht abgeleugnet werden.
Und wenn es existiert, muß es eine Ursache haben, und es drängt
sich die Frage auf: Was ist das Böse? — Es ist die verkehrte
Anwendung unseres freien Willens, die Ablehnung der Göttlichen
Führung und Ordnung, die Verneinung des Guten. Somit hat das
Böse bald nach der geistigen Urschöpfung seinen Anfang
genommen, als sich ein Teil der Geistwesen unter Anführung
Luzifers gegen den Willen Gottes wandte. Luzifer gab damit den
Anstoß zur Entwicklung des Bösen und er wurde gleichzeitig das
erste Opfer seiner bösen Handlung, als er aus der Gemeinschaft mit
Gott ausgestoßen wurde, was schwerwiegende Folgen nach sich
zog. Luzifer ist also nicht die Ursache des Bösen, und man kann ihn
für das Böse, das heute die Welt beherrscht, nicht als Urheber
verantwortlich machen.
Gott hat in unseren Geist Seine Tugenden gelegt, und Er
ermahnt uns durch die Stimme des Gewissens, ihnen zu folgen.
Jesus hat uns durch Seine Lehre und Sein Vorbild gezeigt, wie wir
unser Leben gestalten sollen.
E r lehrte uns die Liebe — w i r hassen uns.
E r lebte uns die Demut vor — w i r sind hochmütig und eitel.
E r lehrte uns einander zu vergeben — w i r sind nachtragend und rachsüchtig.
Er ermahnte uns zum Frieden — w i r führen Kriege.
E r lehrte uns die Vergeistigung — wir jagen nur dem Materiellen nach.
Durch die falsche Ausübung unseres freien
Willens tun wir das Gegenteil von Gottes Willen.
Niedere Leidenschaften und Begierden des Körpers, Hochmut, Eitelkeit,
Eigenliebe, d.h. die Unvollkommenheiten des Menschen:
Dies sind die Ursachen des Bösen. In dem Maße, wie sich die Menschheit
vermehrte, vermehrten sich auch die Unvollkommenheiten. Diese
strahlen verderbliche Gedanken, Vorstellungen und Gefühle aus und
verhängnisvoller Kreis:
Das Böse geht vom Menschen aus, entwickelt sich zu einer unsichtbaren, unheilvollen
Macht, die wieder auf die Menschen zurückfällt und sie versklavt.
Der Einfluß dieser Macht ist so gewaltig, dass die Menschen schließlich
glauben, dass es sich um ein großes Geistwesen handeln muß. —
In einigen Religionen hat man deshalb eine eigene Gottheit des
Bösen erschaffen, und die Menschen betrachten sich als unschuldige
Opfer eines launischen, bösen Gottes.
Aber auch in den christlichen Religionen besteht weithin die
Meinung, dass der Teufel der Urheber allen Übels ist. Man hat alte
symbolische Darstellungen des Bösen, wie z.B. den Teufel als
scheußliche, schwarze Figur mit Hörnern und Schwanz, wörtlich
aufgefasst. Man will gegen bessere Erkenntnis diesen Glauben —
oder richtiger gesagt Aberglauben — nicht aufgeben, weil die
Ausrede bequemer ist, dass der Teufel in der Menschheit das Böse
verursacht, als anzuerkennen, dass unsere eigenen Unvollkommenheiten
die eigentlichen Ursachen des Bösen sind. Es wurde
im Vorausgehenden schon gesagt, dass die bösen Gedanken die
Menschen beeinflussen. Zum besseren Verständnis sei noch
erwähnt, dass die besagten bösen Ausstrahlungen der Menschen von
den zahllosen finsteren Seelen, die ruhelos über die Erde in der
Nähe der Menschen umherirren, aufgenommen und verstärkt gegen
die Menschen eingesetzt werden. Wir dürfen aber dabei nicht den
Aberglauben haben, dass es sich um "Teufelsgeister" handelt;
vielmehr sind es bedauernswerte Seelen, die vorübergehend verwirrt
sind, die aber zu gegebener Zeit ihre Befreiung und Erlösung
erleben werden.
Gibt es keine Möglichkeit, um dem verhängnisvollen Einfluß
des Bösen zu entkommen? Es gibt sie, und Gott hat uns auch die
Waffen genannt, um gegen das Böse anzukämpfen. Es sind geistige
Waffen: Das Gebet, die intime Zwiesprache mit dem Himmlischen
Vater. Die geistige Meditation, wodurch innere Erkenntnis erlangt
wird. Die Erfüllung Seines Gesetzes. Der Glaube an Seine Offenbarungen.
Die Ausübung der Liebe. Wer diese Waffen benutzt, kann
nicht nur die Einflüsse des Bösen abwehren, sondern seine eigenen
Gedanken und Gefühle des Guten, der Liebe und des Friedens
bekämpfen wirkungsvoll das Böse und helfen den unglücklichen
Seelen aus der Versklavung herauszukommen.

Eigene Anmerkung:
Als Beispiel nenne ich den harten Ackerboden, den die ersten Menschen ohne
Hilfsmittel auflockern mussten, um säen und ernten zu können.
Das war harte Arbeit und sie gerieten dabei in Stress. Dies löste in ihnen negative Gedanken aus und sie verfluchten Gott oder den Ackerboden.
Solche Gedanken verursachen im Herzen des Menschen eine Verdichtung des Geistes, eine Manifestation von etwas negativem, was als die Entstehung des Bösen im Menschen gesehen werden muß.
Wenn es dem Menschen nicht gelingt, diese Verdichtung rückgängig zu machen, in dem er sie transformiert, d.h. darüber nachsinnt in seinem Herzen und dabei Zwiesprache mit dem himmlischen Vater hält in der Absicht, seinen Fehler rückgängig zu machen, dann gerät diese dichte Schwingung in Umlauf und verbreitet und vermehrt sich immer mehr.
Der Mensch ist auf die Erde gesandt worden, immer wieder, in vielen Inkarnationen, mit der Aufgabe, die dichten Schwingungen rückgängig zu machen durch Meditation, Transformation und Zwiesprache mit Gott. Das ist der einzige Weg, um den ursprünglichen, reinen Zustand des Geistes und der lichten Schwingung wieder zu erreichen. 
 

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