BWL - Band II - Unterweisung 51


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 51:
1. Jünger, mit welcher Freude und Zärtlichkeit empfängt Mich
heute euer Herz! Der Grund dafür ist, dass zuvor eure Geistige
Mutter unter euch war und euch in ihr göttliches Wesen einhüllte.
2. Welche Freude wird in eurem Geiste sein, wenn er einmal
außerhalb der Materie, die ihn gefangen hält, in den Regionen des
Friedens lebt und immerdar die Stimme der Himmlischen Mutter
wie einen göttlichen Gesang hören kann.
3. Der Glaube und die Liebe zu eurer Geistigen Mutter ist ein
Same, den Ich euch anvertraue, damit ihr ihn in den Herzen eurer
Brüder pflegt. Alle, die durch Meine Barmherzigkeit das Zeichen an
ihrer Stirne empfangen haben, werden vorangehen und den Weg
erhellen. Vor langer Zeit gebot Ich eben diesen Geistern, als Symbol
des Bündnisses und der Reinigung die Türen ihrer Häuser mit dem
Blut eines Lammes zu kennzeichnen. Ich allein weiß, warum Ich
euch zu allen Zeiten gekennzeichnet habe, Ich allein kenne eure
Bestimmung und euren Sühneweg, und darum sucht euch immerzu
Meine Gerechtigkeit heim, damit ihr dem Bösen fernbleibt.
4. Als Meine Stimme in dieser Zeit wie der Schall einer
läutenden Glocke ertönte, habt ihr augenblicklich erkannt, Wer da
rief, und habt euch aufgemacht, um Mich zu hören und Mir später
nachfolgen zu können. — Keiner von euch fühle sich als König oder
Herr wegen der Gaben, die er von Mir empfangen hat, oder wegen
der Würde, mit der er bekleidet worden ist. Seid die Demütigsten
und doch auch die Eifrigsten (in der Beachtung) Meines Gesetzes.
5. Dies ist die Zeit eures geistigen Tätigseins, in der euch die
Erfahrung helfen wird, die ihr auf dem Entwicklungsweg gesammelt
habt. Immer, wenn ihr auf der Erde gewesen seid, habt ihr
Annehmlichkeiten und Vergnügungen gesucht, und wenn ihr im
Jenseits lebtet, habt ihr euch auf ein beschauliches Leben
beschränkt. Erst jetzt begreift ihr allmählich den Zweck eures
Daseins und das eigentliche Wesen eurer geistigen Aufgabe.
6. Täglich öffnen die Menschen neue Furchen für das sittliche
Verderben, und gerade dort müsst ihr diesen Samen hineinlegen,
Arbeiter Jesu, damit das Beispiel eurer guten Werke die Wahrheit
Meiner Lehre bezeugt und eure Brüder von ihrem "Materialismus" befreit.
Lasst euer Leben immer auf dem rechten Weg hingleiten. Wenn
dann der Tod eurem Geiste die Tore zur Ewigkeit öffnet, können
eure Brüder sagen: "Seht, das war ein Gerechter!" Und wenn ihr in
Meine Gegenwart kommt, kann der Vater zu euch sagen: "Kommt,
ihr sollt ewig bei Mir leben!"
7. Elias, welcher der Geistige Hirte der Dritten Zeit ist, ist
derjenige, dem die Geister als Schafe der Hürde des Herrn
anvertraut wurden. Er ist es, der die Hundertvierundvierzigtausend
sammeln wird, die Ich mit dem Zeichen Meiner Göttlichkeit
kennzeichne, und wenn sie gezeichnet worden sind, wird Meine
Gerechtigkeit über die Erde hereinbrechen. Heute entzündet Elias in
jedem Geiste ein Licht, damit in der Stunde der Prüfung niemand verlorengeht.
8. Volk, Mein Lichtstrahl wird durch Meine Stimmträger zum
Wort, um euch Meine Lehre zu erläutern. Dies Wort hat eure Herzen
berührt, es hat euch den Weg gewiesen, der zur Glückseligkeit führt
und die Last eures Kreuzes leichter macht. Stärkt euch an Meinem
Worte, damit ihr euren Prüfungen mutig standhaltet und es mit
Liebe und Sanftmut in die Tat umsetzt. Fürchtet nicht die losen
Zungen der Menschen — vergesst nicht, dass ihr sehr geprüft werden müsst.
9. Es ist notwendig, dass die Menschheit sich von neuem gegen
Mich erhebt, es ist notwendig, dass die Menschen Mein Werk
auskundschaften. Nur so werden sie imstande sein, die Wahrheit und
das gerechte Gesetz zu entdecken, nur so werden sie Meine
Gegenwart finden und Meine Weisheit und Liebe klar erkennen können.
10. In diesem Kampfe müsst ihr eine sehr wichtige Aufgabe
erfüllen. Doch haltet euch nicht für die Besitzer Meines Gesetzes,
denn das Gesetz bin Ich, und ihr seid nur seine Ausleger.
11. Seid glücklich bei dem Gedanken, dass ihr keine prächtigen
Tempel besitzt, die jemand zerstören kann; denn ihr könnt eure
Zusammenkünfte sowohl in einer schlichten Kammer, als auch in
einem Tale oder auf einem Berg abhalten. Wo Meine Kinder sich
versammeln und Mich rufen, da werde Ich bei ihnen sein. Auch sage
Ich euch, dass es keine menschliche Macht geben wird, die dies
Wort aufhält, das ohne Unterbrechung bis zu dem Tage (zu euch)
kommen wird, der durch Meinen Willen festgesetzt ist. Und wenn
die Menschen die Lippen Meiner Jünger vor dieser Zeit zum
Schweigen brächten oder sie töten würden, so würden ihre toten
Körper schreien!
12. Die Prophetien, die Ich euch in Meinem Wort gegeben habe,
werden sich treulich erfüllen. Denn Ich habe euch nicht betrogen,
habe euch nicht Steine statt Brot oder Schlangen statt Fische
gegeben. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
13. In der Zweiten Zeit gab Ich euch nur Kunde von dem Reich,
aus dem Ich kam und zu dem ihr eingehen müsst. Jetzt komme ich,
um euch viele Schönheiten dieses göttlichen Vaterhauses zu
offenbaren. Dieses neue Leben ist der Beginn des Friedensreiches,
das Ich euch versprochen habe.
14. Meine Spur ist seit der Ersten Zeit deutlich sichtbar.
Wandelt auf ihr, geht voran, ohne euer Kreuz im Stich zu lassen,
denn ohne dasselbe könnt ihr nicht erkannt werden.
15. Was die Menschen zerstört haben, werde Ich wiederaufbauen.
16. Dringt in das Licht und den geistigen Sinn des Sechsten
Siegels ein, des Buches, in welchem eure Bestimmung niedergeschrieben ist.
17. Ich gebe euch belehrende Worte des Trostes, andere zur
Unterweisung, wieder andere zur Wachsamkeit, und einige auch zur
Zurüstung, damit euch nichts in eurem Reisesack fehlt.
18. Wie viele der Prophezeiungen Meiner Propheten gehen
bereits in Erfüllung! Joel sagte: "Ich werde Meinen Geist auf alles
Fleisch ausgießen." Der Apostel Johannes sah diese Zeit in seinen
prophetischen Gesichten, und Mein Wort wird weiterhin bis in
Ewigkeit in Erfüllung gehen.
19. Das Göttliche Wort findet Widerhall im Herzen dieses
Volkes. Ihr habt die Wohnung vorbereitet, und hier bin Ich bei euch.
Das Buch des Wahren Lebens liegt aufgeschlagen vor euch, und
jedes Mal, wenn ihr es studiert, empfangt ihr eine neue Belehrung.
Doch jene, die in ihrer Teilnahmslosigkeit tief schlafen, sollen nicht
bis zum Jahr 1950 warten, nicht warten, bis Meine laut tönende
Glocke Meinen Abschied ankündigt, und sich erst zu dieser Stunde
aufmachen wollen, Mich zu hören. Ihr wisst, dass Mein Wort und
das Meiner Geistigen Welt nach jenem Jahr, das Ich euch angezeigt
habe, nicht mehr zu hören sein wird.
20. Ich habe euch befreit, und Mein Blut war das Symbol der
Liebe, die Ich zu euch habe. Ich will nicht, dass ihr zur Sünde, zur
Finsternis zurückkehrt.
21. Eine weltweite Heimsuchung naht, und Ich will, dass Mein
Volk vorbereitet ist, damit es inmitten des Unwetters der Leuchtturm
der Hoffnung ist, der den Weg der Schiffbrüchigen erhellt. Wahrlich,
wahrlich, drei Viertel der Erde werden heimgesucht werden, sie
wird der Schmerz reinigen. Höre auf Mich, Volk, denn du musst
diese Worte allen deinen Brüdern bringen.
22. Ihr sollt in euren Herzen die Selbstsucht, die es enthalten
könnte, töten und der Nächstenliebe Raum geben. Ist es etwa
möglich, dass ihr Liebe predigt, ohne sie zu empfinden? Bevor ihr
diese Maske der Heuchelei auf euer Gesicht setzen solltet, werde
Ich euch lehren und euch prüfen, bis Ich bewirke, dass die
Aufrichtigkeit in euren Herzen geboren wird.
23. Der Tag Meines Abschieds wird kommen, und wer sich
vorzubereiten verstanden hat, wird sich geistig zur Rechten des
Herrn stehen fühlen. Doch wahrlich, Ich sage euch, die Zahl der
Ungehorsamen, jener, die den verbotenen Kreis überschreiten, wird
groß sein. Dies werden jene sein, die, obwohl sie Mir oft zugehört
haben, den Unterricht weder zu nutzen noch zu verstehen wussten,
und in ihrer Unwissenheit werden sie den Vater bitten, dass Er noch
eine Zeitlang bei ihnen sei, obschon Ich ihnen viele Male gesagt
habe: "Mein Wort ist das eines Königs und wird niemals zurückgenommen";
und: "Eher würden Himmel und Erde vergehen, oder
das Königsgestirn würde zu strahlen aufhören, als dass ein einziges
Meiner Worte nicht in Erfüllung ginge." Darum sage Ich euch, dass
es Mein Wille war, euch von den ersten Tagen Meiner Kundgabe an
das Ende dieser Manifestation anzukündigen, damit ihr alle es
wüsstet und vorbereitet wäret.
24. Elias kündigte dem Volke Meine bevorstehende Ankunft an,
und ebenso bezeichnete er durch den Mund von Roque Rojas das
Jahr 1950 als das Meines Abschieds, das heißt das Ende des Zeitraums
für die Kundgabe durch den menschlichen Verstand.
25. Zum jetzigen Zeitpunkt sage Ich euch, dass Mein Unterricht
weit vorausgeht und dass ihr im Begriff seid, zurückzubleiben.
Wenn ihr euch am Tage der Heimsuchung nicht schwach fühlen
wollt, müsst ihr euch beeilen und euch anstrengen, um mit Meinen
Lektionen Schritt zu halten. Nur so werdet ihr euch stark genug
fühlen, um in den folgenden Zeitabschnitt einzutreten, in den der
Zwiesprache von Geist zu Geist.
26. Ich habe euch die Gegenwart der Geistigen Welt offenbart,
damit ihr die Nähe eurer Brüder fühlt und ihre weisen Ratschläge
annehmt. Sie sind gekommen, um euch Vergeistigung zu bringen.
Warum wolltet ihr sie alle Augenblicke zum Materiellen herabzerren?*
Das wird euch zwar nicht gelingen, aber ihr verursacht
ihnen Leiden.
* Dies bedeutet, sie nicht mit materiellen, geldlichen oder
geschäftlichen Dingen zu belasten.
27. Diese Geister leben in Harmonie mit Meiner Göttlichkeit,
ihr seid die Toten, die sie auferwecken wollen. Meine Stimme wird
euch beständig sagen: Rüstet euch zu! Denn wenn es nicht so
geschehen würde, falls ihr euch nicht bewusst werden solltet, dass
ihr in einer Zeit der Gefahren und Fallstricke lebt, werdet ihr vor
euren Augen die falschen Christi, die falschen Elias' und die
falschen "Lichtgeister" aufkommen sehen.
28. Wollt ihr, dass es die Welt, die Menschen oder der Schmerz
ist, die euch von euren Fehlern freimachen? Erinnert euch, dass Ich
euch gesagt habe: "Der Baum wird an seiner Frucht erkannt", was
so zu verstehen ist, dass ihr nach euren Werken beurteilt werdet.
Gesegnet seien jene, die mit Ergebung und Gehorsam ihr Kreuz auf
sich nehmen. Doch immer wird es unter Meinen Aposteln den
verräterischen, selbstsüchtigen und falschen Jünger geben, der,
wenn er könnte,' Mich von neuem dem Opfertod überantworten
würde — wenngleich es nicht notwendig ist, dass Ich in einem
materiellen Körper bin, um Mich kreuzigen oder Mein Gesicht
bespeien lassen zu können.
29. Ich will, dass ihr alle gehorsam seid, will keinen sehen, der
diese harten Worte verdient; denn wenn eure Brüder euch nach Mir
fragen, sollt ihr euch nicht verbergen, noch ihnen gegenüber
leugnen, Mir zugehört zu haben. Denn niemand soll Mir im
Augenblick der Prüfung den Rücken kehren, keiner soll sein Erbe
verheimlichen.
30. Ausführlich ist Mein Unterricht bei jeder Meiner
Lehransprachen; denn Ich will in eurem Herzen ein geistiges
Heiligtum errichten, in dem Ich wohne, und einen Ort des Friedens
für eure Brüder.
31. Nutzt diese Zeit, in der Mein Wort durch den Stimmträger
euren Geist liebkost. Öffnet euer Herz und bewahrt in ihm dies
Buch, denn der Augenblick wird kommen, in dem ihr aus eurer
tiefen Lethargie erwacht und auf der Suche nach Licht euch zu ihm
wendet.
32. Ich spreche von Meinem Kreuz der Liebe herab zu euch.
Doch jetzt ist es nicht Blut, das aus Meinem Körper fließt, sondern
Licht, das in Strahlen hervorbricht, die auf die Menschen
herabfallen. Ich habe euch die Gabe des Wortes und das Licht der
Inspiration gegeben. Aus eurem Munde wird die Erklärung des
Geheimnisses der Sieben Siegel kommen, damit die Menschheit
Meine Wahrheit kennt. Dies Wort, das Ich euch gebe, wird die
dunkle Binde von den Augen der Menschen wegnehmen. Alles
Unkraut wird ausgerissen werden, und an seiner Stelle wird der gute
Same gesät werden.
33. Ihr geht auf Spuren von Blut, von Laster und von Sünde und
verwünscht jene, die sie hinterließen, ohne dass ihr wisst, ob diese
Spuren nicht diejenigen sind, die ihr in einem früheren Leben
zurückgelassen habt. Fühlt euch daher nicht frei von Verantwortung
in dieser Zeit. Dann werdet ihr zur Einsicht kommen, dass Meine
Gerechtigkeit, so hart und unerbittlich sie euch erscheinen mag, nur
Liebe enthält.
Einen Schatz an Weisheit habe Ich in dieser Zeit durch Meine
Stimmträger ausgeschüttet; doch erst nach Meinem Weggang 1950
werdet ihr diesem Worte seinen vollen Wert beimessen, wenn Meine
Nachtigallen für diese göttlichen Gesänge verstummt sind.
34. Mein Wort ist das eines Königs, Mein Wille ist ein einziger,
und wenn jener Zeitpunkt gekommen ist, wird nichts und niemand
die Anordnung Meiner Gebote und Ratschlüsse ändern.
Manche sagen, dass 1950 noch fern ist und dass noch Zeit ist,
um sich des freien Willens zu erfreuen, dass später noch Zeit sein
wird, sich zu bekehren und Mein Gesetz zu erfüllen. Wie armselig
und unwissend erweist sich, wer so denkt und fühlt! Wer weiß die
Tage, die er noch auf Erden zu leben hat? Wer ist Herr darüber, sein
Dasein nach seinem Willen zu verlängern?
35. Niemand wünsche sich, dass seine Seele zu einem elenden
Überbleibsel wird, wenn sein Erdenkleid aufhört zu existieren; und
macht aus eurer Seele auch nicht einen leidenden Schatten, der von
Tür zu Tür und von Herz zu Herz um ein Almosen von Licht bettelt,
obwohl Mein Geist Ströme davon auf sie ergoss.
36. Hört zu, Neuankömmlinge: der Meister will, dass — wenn
dies Wort nicht mehr vernommen wird — ihr die geistigen Meister
eurer Kinder sein könnt, der neuen Generationen, die Ich euch
anvertraue. Ihr sollt Vergeistigung und Sittlichkeit lehren, dann wird
eure Saat in Meiner Kornkammer aufgenommen werden.
37. Die heuchlerischen Pharisäer der Zweiten Zeit kreuzten auf
Schritt und Tritt Meinen Weg, in der Hoffnung, einen Makel in
Meinem Werk, eine Lüge in Meinen Worten zu entdecken, und
konnten dies niemals finden.
38. In der heutigen Zeit werdet ihr ausgeforscht werden wie
Jesus; doch da ihr nicht die Stärke und die Weisheit des Meisters
besitzt, will Ich, dass ihr wenigstens auf dem wahren Weg seid.
Nach allem, was Ich zu euch gesprochen habe, und der Zeit, die Ich
euch gewährt habe, müsste euer Gebet nahezu vergeistigt sein. Aber
noch habt ihr die Welt nicht überwunden, noch hat sich der Geist
gegenüber der Materie nicht durchgesetzt.
39. In der Zweiten Zeit suchte Ich Jünger an den Ufern des
Galiläischen Meeres, und als Ich diejenigen fand, die Mir folgen
sollten, sagte Ich zu ihnen: "Kommt!", und sie folgten Mir. Sie
ließen alles zurück, um Mir nachzufolgen. — Den Menschenmengen,
die an Mein Wort glaubten, sagte Ich: "Wer Mich anhören
will, verteile seine Güter unter die Notleidenden und folge Mir. Ich
lehre den Weg, der in Mein Reich führt." Jene Jünger, die später zu
Aposteln der Liebe und der Wahrheit geworden waren, die Christus
predigte, verstanden es, die geistigen und moralischen Grundfesten
der Völker jener Zeit zu erschüttern. Mit Liebe und mit Blut
besiegelten sie ihr Werk der Ergebung gegenüber dem Vater. Aus
jenen Scharen, die Mir zuhörten, und aus jenen Völkern, die später
Meine Jünger hörten, gingen die Meiner Lehre Treuen, die Märtyrer hervor.
40. Heute verlange Ich nicht euer Leben, noch euer Blut, denn
es ist eine andere Zeit, in der ihr heute lebt. Dennoch — könntet ihr
nicht etwas Ähnliches tun wie das, was jene in Liebe, in Selbstverleugnung
und im Glauben taten?
41. Mancher sagt Mir: "Vater, ich bin bereit, Mein Leben für
Dich hinzugeben"; doch Ich antworte euch: "Nein, Mein Sohn, gib
dein Leben nicht hin, ohne zu wissen wofür. Erhalte es lieber, damit
du deinen Brüdern nützlich bist, und wenn du deine Mission
vollendet hast, dann übergib es Mir in Demut."
42. Heute sagt ihr: "Herr, wir leben nicht vom Brot allein.
Komm zu uns und gib uns Dein Wort."
43. Inmitten der Wechselfälle eures Lebens erinnert ihr euch an
Mich. Ihr seid "das starke Volk", doch in den Augenblicken
schwersten Leidens besinnt ihr euch auf den Gekreuzigten, um Ihn
um Kraft zu bitten.
44. Ihr seid stark genug gewesen, um Mich zu suchen und mir
zu folgen, und eure Intuition hat euch zu Mir geführt, obwohl die
Menschen alles daran setzten, das Licht des (wahren) Weges, Mein
Versprechen wiederzukommen, Meine Prophetien der Zweiten Zeit
und die Offenbarung Meines Apostels Johannes zu verbergen.
45. Trotz allem habt ihr es verstanden, euch von der Abgötterei
und vom Fanatismus zu trennen und den Glauben eures Geistes zu
verteidigen. Und als ihr hörtet, dass Christus zurückgekommen war
und dass Er derzeit die Menschen lehrte, seid ihr dem Ruf gefolgt
und erkanntet an der Einfachheit der Form, in der Er sich kundgab,
an der Bescheidenheit des Ortes und an der Schlichtheit derer, die
Ihm folgten, dass es der Meister war. Wenn man euch gesagt hätte,
dass Er sich in den Palästen der Menschen kundgäbe, hättet ihr es
nicht geglaubt; denn die Erinnerung an die Demut des Rabbis aus
Galiläa ist noch nicht aus eurem Geiste verschwunden. Auch hättet
ihr es nicht begreifen können, wenn Er erneut in einem Menschen
inkarniert gewesen wäre. Doch als ihr Ihn in geistiger Form zur Welt
kommen saht, fühltet ihr, dass dies Licht vom Heiligen Geist
ausging, und zwar, weil ihr wisst, dass Ich nicht zweimal in der
gleichen Form komme.
Jünger, verschließt eure Ohren gegenüber dem Gerede und den
Meinungen, welche die Menschen sich von euch bilden; bedenkt,
dass sie einfältig sind. Doch seid immer gewappnet, dass sie nicht
das Licht eures Glaubens auslöschen.
46. Ich offenbare euch das Geheimnis, damit ihr niemals vom
Weg des wahren Lebens abirrt, da es in dieser Zeit niemanden auf
der Welt gibt, der euch auf dem Weg der Wahrheit zu führen vermag.
Das Geheimnis besteht darin, euch vom Gewissen leiten zu lassen,
denn in ihm bin Ich.
47. Alle Menschen und alle Völker haben Führer; doch wenn
Ich sie fragen würde: "Wohin seid ihr geführt worden?", würden Mir
alle sagen: "In den Schmerz, in den Abgrund und in die Zerstörung."
48. Ich gebe euch eine ausführliche Erklärung darüber, wie der
Weg ist, der zu Mir führt, indem Ich euch lehre, auf der Erde in
Reinheit zu leben, damit eure geistige Anbetung wohlgefällig und
lauter ist. Ich sage euch, dass ihr (wirkliche) Menschen sein sollt,
damit ihr Spiritualisten seid, welche ihre Verpflichtung gegenüber
dem "Kaiser" erfüllen und die auch ihre Pflichten gegen ihren Gott
zu erfüllen verstehen.
49. Das menschliche Leben hat Gesetze, die ihr erfüllen müsst,
um mit ihm in Harmonie zu sein; die Natur verlangt von euch ihren
Tribut. Gebt jedem Gesetz die Erfüllung, die ihm zukommt; doch
irrt euch niemals dabei, indem ihr Mir den Tribut darbringt, welcher
der Welt gebührt, und gebt ihr nicht die Opfergabe, die für Mich
sein müsste. Begreift: Wer beide Gesetze erfüllt — sowohl das
geistige als auch das materielle — verherrlicht Mich und wird zu
Mir gelangen.
50. Daher beschränkt sich Meine Unterweisung nicht nur auf
den Geist, sondern sie bezieht sich auch auf das menschliche Leben,
auf die Moral, die der Mensch in ihm haben muss. Denn wenn ihr
euch in diese Unterweisungen vertieft, werdet ihr sehen, dass das
Leben ein einziges ist und Der Weg ebenfalls ein einziger.
Wundert euch nicht, dass Ich euch sage, dass ihr den Familien
Würde verleihen sollt, dass ihr eure Eltern lieben, die Gatten sich
lieben sollen, dass der Mann in der Frau nicht eine Dienerin,
sondern seine würdige Gefährtin sehen soll, dass die Frau im Manne
ihre Schutzwehr, ihren Schild erblicken soll, dass die Eltern der
Welt gesunde Kinder bescheren sollen, die sie auf den Weg des
Guten führen.
51. Seid auch nicht erstaunt, so Ich euch sage: Wenn der
"Kaiser" (d. h. der Staat) von euch den Tribut von eurer Arbeit
fordert, so kommt dem nach, denn es ist gleichfalls ein Gesetz, das
auf dem Menschen lastet. Ergreift die Arbeitswerkzeuge und
entreißt der Erde ihre Schätze und ihre Früchte der Liebe.
52. Sucht euren Fortschritt innerhalb des menschlichen Lebens,
doch lasst euch niemals von übermäßigem Ehrgeiz beherrschen;
denn dann werdet ihr eure Freiheit verlieren, und der Materialismus
wird euch versklaven.
53. Legt in jede eurer Handlungen das, was euch euer Gewissen
anzeigt, damit sie Gerechtigkeit beinhalten. Achtet die, die euch
regieren, folgt ihren Aufrufen und wirkt mit ihnen zum Wohle aller.
Respektiert die religiösen Überzeugungen eurer Brüder, und wenn
ihr ihre Kirchen betretet, so entblößt eure Häupter in aufrichtiger
Andacht, da ihr wisst, dass Ich bei jeder Gottesverehrung gegenwärtig
bin. Verleugnet die Welt nicht, um Mir nachzufolgen, und
trennt euch auch nicht von Mir unter dem Vorwand, dass ihr
Pflichten in der Welt habt. Lernt, beide Gesetze in ein einziges zu
verschmelzen.
54. Ich befreie eure Seele nur vom Unnützen, vom Falschen,
damit sie sich in den harten Prüfungen des irdischen Lebens über
jedes Elend, jede Knechtschaft oder Erniedrigung zu erheben
vermag. Hört Meine Stimme, die euch sagt: Es gibt niemanden auf
der Erde, der Macht über euren Geist besitzt.
55. Ich muss so zu euch sprechen, um die schlechten
Auslegungen zu zerstören, die man Meiner Lehre gegeben hat.
Heute tue Ich es durch diese Menschen, durch die Ich Mich
kundgebe, die nicht gerecht sind und die Ich dennoch — wie es
Mein Wille gewesen ist — erwählt habe.
56. Sie wissen: Je größer ihre Zurüstung und ihre Reinheit ist,
desto größer ist die Inspiration, die in ihren Verstand gelangt. Dies
ist der Grund für die Erneuerung und Besserung dieser Meiner
Kinder, die früher sündigten und die heute darum ringen, sich
würdig zu machen, Mein Wort kundzutun.
57. Wenn ihr Vollkommenheit suchen wollt, werdet ihr sie nicht
in den Stimmträgern finden. Sucht sie im geistigen Sinn Meines
Wortes, dort werdet ihr Meine Gegenwart finden.
58. Volk, lerne Barmherzigkeit zu üben in all ihren verschiedenen
Formen. Doch macht eure Werke nicht bekannt, weil ihr
Bewunderung oder Lob sucht; denn dieser Lohn ist gering, und ihr
verliert so die große Belohnung, die Ich für euch bereithalte.
59. Ich sage euch nicht nur, dass ihr eure Seele reinigen sollt,
sondern auch, dass ihr euren Körper kräftigen sollt, damit die neuen
Generationen, die aus euch hervorgehen, gesund sind, und ihre
Seelen ihren schwierigen Auftrag erfüllen können.
60. Betet, aber euer Gebet soll kurz sein, damit ihr die übrige
Zeit zur Ausübung des Gesetzes verwendet. Nur fünf Minuten des
Gebets verlange Ich von euch; aber in ihnen sollt ihr euch Mir
hingeben, damit ihr Meine Stimme in eurem Gewissen vernehmt.
Wahrlich, Ich sage euch, ihr seid nicht alle wachend und betend;
denn Mein scharfer Blick ist in euer Herz gedrungen, wohin oftmals
nicht einmal ihr selbst eindringen könnt, und hat alles entdeckt, was
ihr in ihm verbergt.
61. Dies ist die Zeit des Gerichts für die Menschheit. Mensch
für Mensch, Volk für Volk und Nation für Nation werden durch
Meine Göttlichkeit gerichtet. Trotzdem haben die Menschen dies
nicht bemerkt, noch wissen sie, in welcher Zeit sie leben. Daher bin
Ich im Geiste gekommen und habe Meinen Strahl auf den
menschlichen Verstand herabgesandt, und durch seine Vermittlung
habe Ich euch offenbart, Wer zu euch spricht, welche Zeit es ist, in
der ihr lebt, und was eure Aufgabe ist.
62. Ich habe den Inhalt Meiner drei Testamente in das Herz
dieses Volkes gelegt, und obwohl ihr wisst, dass ihr die Wahrheit
und das Gesetz besitzt, verkennt ihr euch noch immer untereinander.
Dies geschieht, weil der Einfluss des Krieges, der über den Nationen
schwebt, auch euch befallen hat.
63. Es spricht zu euch der einzige Gott, der existiert, den ihr
Jehova nanntet, als Er euch Seine Macht zeigte und euch auf dem
Berge Sinai das Gesetz offenbarte; den ihr Jesus genannt habt, denn
in Ihm war Mein Wort; und den ihr heute Heiliger Geist nennt, weil
Ich der Geist der Wahrheit bin.
64. Wie kommt es, dass ihr drei Gottheiten gesehen habt, wo
nur Eine existiert? Ihr alle seid Kinder dieses Gottes. Warum
versteht ihr euch hier auf der Erde nicht als Brüder zu lieben, die ihr
seid? Ihr wisst, dass Menschen durch Menschen getötet werden,
dass das Blut in Strömen fließt, doch der Schmerz, der die Erde
überflutet, erschüttert eure Herzen nicht.
Ich habe euch gesagt: Betet, und wenn ihr meine Gebote erfüllt,
braucht ihr die Kriege, den Hunger, die Seuche oder die unbekannten
Krankheiten nicht zu fürchten. Doch wenn ihr frei von
diesen Plagen seid, so deshalb, damit ihr für eure Nächsten betet
und für sie Sorge tragt. Zweifelt nicht an der Macht des Gebetes,
denn es ist die größte Waffe des Geistes.
65. Die törichte Hand des Menschen hat die Tore geöffnet,
welche die Kräfte und Elemente der Reinigung zurückhielten, die
über die Menschheit gekommen sind.
66. Nationen der Erde, ihr trinkt einen sehr bitteren Kelch und
fühlt den Schmerz bis in die tiefste Tiefe eurer Herzen, da ihr es so
gewollt habt. Trinkt in Geduld, damit ihr aus dieser Erfahrung Licht
und Nutzen für euren Geist ziehen könnt, wenn ihr euch auf die
Suche nach dem wahren Weg macht, auf dem ihr zu den Ruinen des
Tempels gelangen werdet, den ihr in euch selbst zerstört habt und
den ihr wiederaufbauen müsst, damit in ihm Meine Stimme zu euch
spricht und ihr wieder Mein Gesetz besitzt.
67. Bete und erwirb dir Verdienste, Volk, denn der Krieg
umlauert eure Nation. Eure geistige Mission wartet auf euch. Lasst
nicht zu, dass Hunger, Krankheit und Tod bei euch Einzug halten.
Wenn eurem Glauben Stärke fehlen sollte, werdet ihr euch vor
Verzweiflung die Haare raufen müssen, wenn ihr erlebt, wie eure
Brüder sich töten, eure Kinder Hunger leiden. Das Wasser, das ihr
trinkt, wird bitter sein, eure Berge und eure Täler werden
austrocknen, die Bäume werden keine Früchte tragen, und dies
Land, das von vielen wegen seiner Reichtümer und seines
Überflusses als Land der Verheißung betrachtet wird, wird dem
Ausländer, der sich ihm auf der Suche nach Freiheit oder Brot naht,
nichts anzubieten haben.
68. Wahrlich, ich sage euch, während Mein verborgener
Weisheitsschatz voll Offenbarungen und Barmherzigkeit nur auf die
Stunde wartet, in der die Menschheit ihren Blick dem Vater
zuwendet und sich lauter und demütig zeigt, um sie mit allem zu
überschütten, was Ich für sie bereithalte, habt ihr immerzu Meine
Gerechtigkeit herausgefordert, und in dieser Zeit habe Ich eure
Herausforderung angenommen.
Ich komme in kriegerischer Absicht, Meine Macht ist groß,
Meine Heere sind zahlreich, und Meine Waffen sind unüberwindlich.
Zuletzt werde Ich siegen; doch ich werde Mich nicht über
Toten (siegreich) erheben, sondern vor Lebenden. Niemanden werde
Ich erniedrigen, alle werden ihr Antlitz emporrichten, um Meinen
Namen zu preisen. Darum will Ich unter dir, Meinem Volke,
Einigkeit, Barmherzigkeit, Achtung und Liebe eines "Arbeiters"
zum andern und einer Gemeinschaft zu den andern sehen.
69. Ich gewähre euch diese Zeit, damit ihr in euren Herzen die
Abgötterei, den Fanatismus, alles Unnütze und Schlechte zerstört,
das in euren Gewohnheiten und eurer Gottesverehrung vorhanden
ist. Fühlt das göttliche Wort, wie es auf die Menschheit herabkommt,
doch inmitten Meiner Gerechtigkeit fühlt Meinen Frieden.
70. O Tal der Tränen und des Blutes, in welchem die Menschen
ihren Thron errichten, um sich selbst anzubeten und danach mit
ihren Händen ihr eigenes Grab zu schaufeln! Ich komme, um sie von
der Sünde und vom Tode zu befreien; denn sie haben sich gebunden
und versklavt. Wahrlich, Ich sage euch, diese Welt gehört nicht mehr
diesen Menschen, deshalb stößt sie dieselben alle Augenblicke von
sich.71. Die Erde, welche die Menschen wie eine aufopferungsvolle
und duldsame Mutter beherbergt hat, wird ihnen von jetzt an auf
Schritt und Tritt den Weg weisen, der nicht in ihren Schoß, sondern
zum Höchsten führt, wo eine andere Mutter, die Himmlische Mutter,
die Ankunft ihrer Kinder erwartet, um sie in ihren Mantel zu hüllen,
welcher eine ewige Verheißung der Seligkeit ist.
Mein Friede sei mit euch!

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