BWL - Band III - Unterweisung 60


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band III  - Unterweisungen 56 - 82 
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Unterweisung 60
1. Kommt an Meinen Tisch, um das Brot Meiner Unterweisung zu essen.
2. Du wirst nun "Das Wort" hören, o Volk!
3. Ich sehe euren Eifer, Mir nachzufolgen. Es war für euch
unwichtig, dass euer Herz durch eure Angehörigen verwundet ist; es
ist zerrissen. Doch das Gewand eures Geistes sehe Ich unversehrt;
denn die Bosheit des Menschen kann nicht bis dahin gelangen.
4. Selig, die um Meiner Sache willen verspottet und verwundet
werden und trotzdem mit Sanftmut und Liebe ihr Kreuz auf sich
nehmen, denn sie werden Wunder der Umwandlung an ihren Brüdern erleben.
5. Nicht alle, die die Schar bilden, die mir zuhört, haben
Glauben. Ich entdecke unter ihnen die neuen Pharisäer, die sich
verbergen und vergeblich versuchen, in der Wahrheit Betrug zu finden.
6. Ich bin gekommen, um euch zu lehren, eure Seele zu
erheben, damit ihr den Wesenskern dieses Wortes entdeckt, welcher
über jeder menschlichen Unvollkommenheit steht.
7. Ich werde die geistige Essenz, die von diesem Worte ausgeht,
das Ich euch gebe, über alle Völker der Erde verbreiten, denn es ist
der Same der Vereinigung. Diese Lehre wird die Menschheit zum
Nachdenken über viele (geistige) Anschauungen bringen und sie
diese begreifen lassen.
8. Die zerrissenen Bande werden vereinigt werden, und die
Unterschiede der Rassen werden aufgrund der Vergeistigung
verschwinden. Denn es wird nur eine einzige Verehrung für den
alleinigen und wahren Gott geben.
9. So werdet ihr auf der Erde eine einzige Familie zu bilden
beginnen, und Ich werde euch eine große, unendliche Fackel
hinterlassen, die den geistigen Weg aller Meiner Kinder erhellt.
10. Meine durchbohrte Seite lässt noch immer einen Strom von
Wasser hervorbrechen, welches Erlösung und heilender Balsam für euch ist.
11. Ich ebne die Wege, damit der Ausländer zu dieser Nation
kommt und Mein Wort durch diese Kundgabe hört.
12. Wenn Ich euch in der Zweiten Zeit sagte: "Wer den Sohn
kennt, kennt den Vater", so sage Ich euch heute, da Ich zu euch als
Heiliger Geist spreche: Ich bin Christus, und Ich bin der Vater, denn
Das Wort, das in Christus sprach, war das Wort Gottes, welches das
gleiche ist, das ihr heute empfangt.
13. Es war notwendig, dass Ich zu euch mittels Symbolen, im
Sinnbild und im Gleichnis sprach, damit ihr die Lehren der Vergeistigung
begreifen lernt, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe.
14. Doch die Stunde ist gekommen, in der ihr jede äußerliche
Kulthandlung aus eurer Gottesverehrung entfernt und Mich mit dem Geiste sucht.
15. Begreift, dass Ich nicht zu dem materiellen Hause komme,
in das eure Körper eintreten. Ich komme zu der Heimstatt, die Mir
eure Gedanken bereiten.
16. Erfreut euch heute an Meinem Wort. Wenn das Jahr 1950
kommt, wird euch Mein Geist nicht verlassen, denn er ist in euch
und in allem Geschaffenen. Doch ihr werdet Mich nicht mehr in
dieser Form hören. Wenn Ich geistig kam, um Mich der Menschheit
kundzutun, sollt ihr euch hernach geistig zu Mir erheben.
17. Ihr kommt furchtsam vor den Meister, um Mich zu fragen:
"Herr, wird unsere Saat in Deinen Augen wohlgefällig sein?" —
Darauf antworte Ich euch: Wenn ihr mit Liebe gesprochen habt,
wenn ihr dem Kranken Barmherzigkeit erwiesen habt, wenn ihr
Beleidigungen vergeben habt, so seid ihr eurem Vater wohlgefällig gewesen.
18. Sät guten Samen, damit ihr gute Früchte erntet. Wenn ihr
Liebe sät und auf der Welt Enttäuschungen erntet, so verliert nicht
den Glauben und überlasst eure Sache Mir, denn Ich bin es, dem ihr
dient und von dem ihr den Lohn empfangen werdet.
19. Ich habe euch gelehrt, in der Welt zu säen, um im Himmel zu ernten.
20. Sucht euren Lohn nicht auf der Erde und vergesst nicht, dass
Mein Reich nicht von dieser Welt ist.
21. In dieser Zeit sind die Naturgewalten entfesselt, um Meine
Auserwählten zu reinigen und sie zuzurüsten, um Mein Wort zu predigen.
22. Meine Inspiration erleuchtet die, die Mich gesucht haben,
die dazu bestimmt sind, Meine Jünger zu sein. Die Stimme Elias' ist
wie eine läutende Glocke, welche die Geister erweckt und Meine
Gegenwart verkündet.
23. Das Werk, das Ich euch darbiete, ist die Arche, in der jene
gerettet werden sollen, die sie betreten; denn zu der Zeit, da ihr die
letzte dieser Botschaften empfangt, werden die Elemente entfesselt
sein und die Menschen peitschen. Auch ihr werdet geprüft werden,
und dann werde Ich den Glauben und das Vertrauen erkennen, das
ihr in Mich gesetzt habt. Ihr werdet ausgeforscht werden, und viele
eurer Brüder, die aus Unwissenheit schlecht über euch geurteilt
haben, werden sich euch anschließen, wenn sie Meine Lehre
kennenlernen. Nicht nur der Mensch wird in dieser Zeit Meine
Unterweisung erhalten, auch die Geister, die im Geistigen Tale
leben, werden auf eine höhere Stufe erhoben werden.
24. Geliebte Jünger, wacht mit Eifer über Meinem Werk, befolgt
Meine Anweisungen, und ihr werdet damit von Mir Zeugnis
ablegen. Maria, eure liebevolle Mutter, kommt gleichfalls zu euch
herab und erfüllt euch mit Gnade, lehrt euch die vollkommene Liebe
und verwandelt euer Herz in eine Quelle der Barmherzigkeit, damit
ihr große Werke der Liebe unter euren Brüdern vollbringt und die
Wahrheit erkennt. Sie ist Meine Mitarbeiterin, und neben Meinem
Wort als Meister und als Richter gibt es ihr Wort als Mutter und als
Fürsprecherin. Liebe sie, Volk, und rufe ihren Namen an. Wahrlich,
Ich sage euch, Maria wacht über euch und steht euch bei, nicht nur
in diesen Tagen der Prüfung, sondern ewiglich.
25. Ich mache Mein Volk für diese Kundgebungen der Liebe
verantwortlich, die Ich ihm übergebe. Jeder, der von Mir gelernt hat,
bereite sich vor und lehre die "Letzten" Meine Wahrheit.
26. Viele nach Meinem göttlichen Worte Hungernde und
Dürstende werden zu euch kommen und an Meiner Unterweisung
ihr Verlangen nach Wissen stillen. Ich werde euch vom Jenseits aus
betrachten, und jedes gute Werk, das ihr zugunsten eurer Brüder tut,
wird gesegnet und seine Früchte vervielfacht werden. Dagegen wird
jeder Verstoß gegen Mein Gesetz oder eine Verfälschung desselben
gerichtet und durch Meine vollkommene Gerechtigkeit geahndet werden.
27. Glaubt und handelt ohne Fanatismus. Erhebt euch und stellt
euch auf eine Stufe, von der aus ihr alle eure Brüder ohne Berücksichtigung
der Glaubensbekenntnisse oder Lehren unterweisen
könnt. Zögert nicht, einem Bedürftigen Gutes zu tun, nur weil er
eine zurückgebliebene oder unvollkommene Gottesverehrung ausübt.
Vielmehr soll euer selbstloses Werk sein Herz erobern. Schließt
euch nicht in Gruppen ab und schränkt damit nicht euer Tätigkeitsfeld
ein. Seid ein Licht für jeden Geist und ein Balsam in jeder Trübsal.
28. Ihr seid wie der Wanderer, der sich im Schatten eines
Baumes niederlässt, um auszuruhen, und hernach seinen Weg
fortsetzt. Wenn euch der Durst quält — hier in Meiner Unterweisung
ist ein Quell kristallklaren Wassers. Wenn eure Kräfte erschöpft sind
— ruht euch aus. Wenn Traurigkeit euer Herz umfängt, so wartet,
und ihr werdet das Singen der Nachtigall hören, das euch die
Wechselfälle des Lebens vergessen lassen wird. Doch wenn ihr
Hunger bekommt, so brecht die reife Frucht vom Baume und esst.
29. Hier ist der Meister und spricht in einfachen Gleichnissen zu
euch, damit ihr Meine Lehre versteht.
30. Ich will nicht, dass ihr auf dem Wege stehenbleibt, und auch
nicht, dass ihr morgen stumm bleibt, wenn die Menschen euch nach
dem fragen, was ihr von Mir gehört habt. Es ist nicht Mein Wille,
dass ihr Mir nach 1950 verzweifelt Vorwürfe macht, weil Ich Mich
von euch entfernt habe.
31. Erkennt, mit welcher Sanftmut und Beständigkeit Ich Mich
eingefunden habe, um euch Mein Wort zu geben und euch zu lehren,
Meine göttlichen Worte Silbe für Silbe weiterzugeben.
32. Jünger, Ich fordere nicht von euch, dass ihr in euren Werken
und Worten Vollkommenheit erreicht. Aber Ich verlange von euch
die ganze Reinheit, Hilfsbereitschaft und Aufrichtigkeit, deren ihr fähig seid.
33. Bewahrt Meine Wesensart in eurem Herzen, damit, wenn ihr
sprecht, eure Worte von ihr durchdrungen sind und das Herz eurer
Brüder bewegen. Wenn euer Wort nicht diese Eigenschaft an sich
hat, wird euch nicht geglaubt werden und man wird euch allein in
der Wüste predigen lassen, der Wind wird jene Worte davontragen,
und ihr werdet nichts gesät haben. Welcher Ansporn wird den bei
seinem Tagewerk aufrechterhalten, der so arbeitet? Er wird in
Mutlosigkeit versinken müssen.
34. Schon jetzt sage Ich euch, dass ihr euch für den Kampf mit
Kraft, mit Mut erfüllen müsst. Denn erwartet nicht, dass in eurem
Kleinmut und in den Augenblicken der Bitterkeit euch immer
jemand tröstet.
35. Doch wenn ihr euch schon heute vorzubereiten versteht,
werdet ihr euch nie verlassen fühlen und werdet auch nicht das
Gefühl haben, dass Ich nicht bei euch bin, obwohl ihr Mein Wort
nicht mehr hört. Wenn ihr Mich sucht und liebt, werdet ihr Meine
Gegenwart spüren, wo immer ihr seid, und in dem Augenblick, da
ihr sie benötigt.
36. Sucht Mich immer und auf die beste Art und Weise, die
euch möglich ist, dann werdet ihr in Mir den Vater, den Meister und
den Freund finden.
37. Niemals habe Ich Meine Barmherzigkeit dem verweigert,
der nach ihr verlangt hat, auch wenn er "mit Aussatz bedeckt"
herbeigekommen ist. Niemandem habe Ich verboten, das Brot von
Meinem Tische zu nehmen.
38. So rüste Ich euch zu; denn von euren Lippen soll Mein Wort
kommen, und es soll Trost, Prophetie, Balsam und Schutzwehr in
den Heimsuchungen der Menschheit sein.
39. Seht die Leidensspur, die der Krieg hinterlässt, und doch
wollen die Menschen nicht aus ihrer geistigen Trägheit erwachen.
Aber bald werden auf der Welt Ereignisse eintreten, die die
Menschheit erschüttern und sie dazu bringen, die Wegrichtung zu ändern.
40. Die Naturgewalten werden nach Gerechtigkeit rufen, und
wenn sie entfesselt sind, werden sie bewirken, dass Teile der
Erdoberfläche verschwinden und zu Meer werden, und dass Meere
verschwinden und an ihrer Stelle Land auftaucht.
41. Die Vulkane werden ausbrechen, um die Zeit des Gerichts
zu verkünden, und die ganze Natur wird in heftige Bewegung
geraten und erschüttert werden. Betet, damit ihr euch wie gute
Jünger verhaltet, denn dies wird die passende Zeit sein, in der sich
die Trinitarisch-Marianische Geistlehre in den Herzen ausbreitet.
42. Voll Jubel kommt ihr heute zu Mir, um "Hosianna" zu
singen, weil ihr Meine Stimme und Mein Wort in den drei Zeitaltern
vernommen habt, und weil ihr erkennt, dass Ich der eine Gott bin,
der sich der Menschheit in den Drei Zeiten offenbart hat.
43. Ihr seht kein Geheimnis in Meiner Dreieinigkeit, weil es in
Wahrheit keines gibt. Ich bin ein einziger Gott, der sich in drei
Zeitabschnitten offenbart hat. Die Menschen sind es, die beim
Vertiefen in ihre Anschauungen und Wissenschaften in Verwirrung geraten.
44. Das Buch der Unterweisung liegt offen vor euch, doch es ist
der Meister, der die Lektion auswählt. Alsdann fühlt ihr, dass ihr von
Neulingen zu Jüngern werdet, gemäß der Liebe, dem Glauben und
dem Willen, den ihr einsetzt, wenn ihr Mir zuhört.
45. Manche haben Mich nicht verstanden, obwohl sie Mich
hören und an Meine Gegenwart glauben. Andere, die die Größe
Meiner Offenbarung erkennen, haben sich nicht zur Erneuerung und
zur Erfüllung ihrer Aufgabe aufgerafft. Wieder andere möchten
Meine Unterweisung unter den Menschen verbreiten, aber sie
fürchten die Menschheit und fühlen, dass ihre Lippen verstummen.
Und es gibt auch solche, die Mir gesagt haben: "Meister, lass mich
die Freuden der Welt genießen, und wenn ich ihrer einmal
überdrüssig bin, werde ich zu Dir kommen." — O ihr Unwissenden,
die ihr so zu eurem Herrn sprecht, ohne zu bedenken, dass ihr den
letzten Tag eures Lebens nicht kennt! Doch wenn ihr ihn dann
kommen seht, werdet ihr mit dem Tode, dem Unbesiegbaren,
kämpfen. Aber eure Seele wird sich vom Fleische lösen und wird
dann die Stimme ihres Gewissens hören, die ihr sagt, dass sie sich
ohne gute Werke, mit leeren Händen in Meiner Gegenwart befindet,
und die ihr vor Augen führt, dass sie die Gelegenheit, ihrem Vater
näherzukommen, versäumt hat.
46. Ich wähle nun unter den Menschen jene aus, die Mir voll
Glauben und Standhaftigkeit folgen sollen, damit sie nach dem
Vorbild ihres Herrn das Gesetz über die ganze Welt verbreiten. Ihr
wisst, dass Ich niemanden bevorzuge, aber dass ihr nicht alle soweit
seid, um auserwählt zu werden.
47. Von den ersten Zeiten der Menschheit an habe Ich Mich
derer bedient, die sich zugerüstet haben, derer, die Meine Belehrung
ergründet haben, um durch ihre Vermittlung den anderen Meine
Botschaften und Mein Gesetz zu übergeben.
48. Als Ich zu Abraham sprach, vernahm er Mein Wort, und
durch den Glauben sah er seinen Herrn. Jene Stimme sagte dem
Patriarchen: "Ich sehe, dass du gerecht bist auf Erden, und Ich
mache mit dir einen Bund. Es ist Mein Wille, zahlreiche
Geschlechter aus dir hervorgehen zu lassen, die ein Volk bilden
werden, das Mich erkennen und lieben soll, und in ihm werden alle
Nationen der Erde gesegnet werden."
49. Ich gab Abraham einen Sohn, den er Isaak nannte und den er
innig liebte, und um seinen Glauben und Gehorsam auf die Probe zu
stellen, forderte ich ihn auf, ihn zu opfern. Abraham erbebte in
seinem Fleische und in seiner Seele; doch da er erkannte, dass es ein
göttlicher Befehl war, den er empfing, bat er in seinem Gebet nur
um Kraft, um jenen höchsten Auftrag zu vollbringen, und machte
sich bereit zur Opferung seines Sohnes.
50. Dies genügte Mir, und als der Arm Abrahams sich erhob, um
zuzustoßen, hielt Ich seine Hand zurück, gab ihm das Leben des
geliebten Sohnes zurück und gab ihm Meinen Friedenskuss. Nur
einer Meiner Auserwählten konnte jene Prüfung bestehen; darum
wählte ich ihn aus, damit sein Beispiel für die Menschen seiner Zeit
und späterer Zeiten niedergeschrieben bleibe.
51. Hernach sandte euch Jehova Sein Wort, Mensch geworden
in Jesus, den ihr der Prüfung unterworfen und dessen Leben ihr von
Mir verlangt habt, um glauben zu können. Und Meine unendliche
und für euch unbegreifliche Liebe überantwortete Ihn euch wie ein
sanftmütiges Lamm, damit ihr durch die Annahme Seines Blutes
zum ewigen Leben auferstündet. Nun könnt ihr wohl Meine Liebe
zu euch, den Sündern, ermessen.
52. Heute suche Ich euch aufs neue. Aber ich schreibe das
Gesetz nicht in Stein, und inkarniere Mein Wort auch nicht in einem
Menschen. Mein Heiliger Geist kommt, um durch den Verstand des
von Mir inspirierten Menschen zu sprechen, um euch vorzubereiten,
damit ihr hernach direkt von Geist zu Geist mit Meiner Göttlichkeit
in Verbindung tretet.
53. Es ist der Geist Elias', der die Tore zu diesem Zeitalter
öffnete, in welchem Ich euch die neuen Unterweisungen offenbart
habe, die auf der sechsten Seite des Buches der Sieben Siegel, des
Buches des Lebens enthalten sind, dessen Licht selbst den letzten
Winkel der Welt erleuchten wird.
54. Ihr gehört geistig zum Geschlechte Abrahams, zu dem Volk,
in dem über die Zeiten hin alle Prophetien und Verheißungen in
Erfüllung gingen, die Ich euch durch die Patriarchen gab.
55. Jetzt vertraue Ich euch ein neues Testament an, das wie eine
Arche ist, damit sich die Menschheit in ihr rette.
56. Arbeitet, sät, aber tut es innerhalb Meines Gesetzes. Wenn
Ich euch gesagt habe: Mein Wille ist der eure, und euer Wille ist der
Meine, so kann Ich euch dies wiederholen, aber immer nur dann,
wenn eure Absichten erlaubt sind. Bedenkt, dass von euch nichts
Unlauteres hätte ausgehen dürfen, da ihr gerecht und rein aus dem
Schoße Gottes hervorgegangen seid. Ich gab euch die Erde, erfüllt
mit Segnungen, damit sie die Menschen als vorübergehende Heimstätte gebrauchten.
57. Wenn Ich Mich zu allen Zeiten den Menschen kundgetan
habe — warum haben sie dann das Bedürfnis, mit ihren eigenen
Händen Mein Bildnis herzustellen, um Mich in ihm anzubeten?
58. Volk, deine Sühne in dieser Zeit hat darin bestanden, im
Morast ein Kleinod von unschätzbarem Wert zu suchen. Inwiefern? :
Weil ihr auf der Erde, die ihr bewohnt und die ihr in einen
stinkenden Pfuhl verwandelt habt, in vergangenen Zeiten euer Erbe
verloren habt. Ihr seid ohne dasselbe in Meine Gegenwart
gekommen, und Ich musste euch aussenden, es zu suchen, damit ihr
es Mir bei der Rückkehr zu Mir vorweisen würdet. Dies Juwel ist
die Gesamtheit der Tugenden. Tut das Gute, und je mehr ihr es
ausübt, desto stärker werden die Lichtstrahlen sein, die es spendet.
59. Gebt nicht Mir die Schuld, dass Ich in Zeiten des Schmerzes
und der Trübsal gekommen bin, um euch zu lehren, denn Ich habe
den Schmerz nicht geschaffen.
60. Seid Meine guten Arbeiter, dann werde Ich euch in die
Provinzen senden, um diese Lehre zu verkünden. Lehrt dann nichts
Unnützes, und vermischt auch nicht den wahren Glauben an das
Geistige mit abergläubischen Vorstellungen. Wenn ihr solche Ideen
Meinem Werke beimengen würdet, wäre es viel besser für euch, zu verstummen.
61. Sprecht von Meiner Wahrheit, und Ich werde euch mit
Meiner Inspiration belohnen, wie Ich die geistige Erwecktheit dieses
Volkes und Meiner Stimmträger belohnt habe, indem Ich Mein Wort
immer reicher strömen ließ.
62. Fühlt Meine göttliche Gegenwart unter euch. Es ist Mein
Wille gewesen, Mein Volk an diesem Tage zu überraschen.
63. Heute frage Ich euch: Was habt ihr mit dem Werk gemacht,
das Ich euch anvertraut habe? Was habt ihr mit Meinen Unterweisungen
gemacht, und wie habt ihr euren Brüdern Meine
Botschaft weitergegeben? — Du schweigst bei Meinen Fragen,
Volk, denn du weißt, dass eben diese Fragen euch bereits euer
Gewissen gestellt hat.
64. Ihr fühlt euch als kleine Kinder gegenüber dem Meister und
weint schweigend. Ich vergebe euch und gewähre euch eine weitere
Zeitspanne, damit ihr in ihr endlich zu wahren Jüngern werdet.
65. Ihr wisst gut, dass es euch nicht an Unterweisung gefehlt
hat, dass Ich euch auf eurem Wege viele Anreize gegeben habe,
damit ihr auf dem Pfade weitergeht. Zwar zeige Ich Mich als
Richter, aber zuvor lasse Ich euch Meine Vaterliebe fühlen.
66. Volk, wenn Ich den Nationen den Frieden geben würde um
eurer Erneuerung und Besserung willen — würdet ihr diese
Bedingung freudig annehmen und euch anstrengen, sie zu erfüllen?
— Überlegt euch das, was Ich euch sage, Jünger!
67. Ich komme voll Liebe und Sanftmut, damit ihr lernt, euch zu
lieben, und damit ihr demütig werdet. Ich bin das Vorbild und das
Buch. Hört Christus von neuem, denn Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
68. Nicht nur Ich habe Mich kundgetan, auch Maria, eure
liebevollste Mutter, und Elias, euer Geistiger Hirte, damit ihr
begreift, dass dies der letzte Zeitabschnitt ist, in welchem Gott sich
mittels des menschlichen Verstandes körperlich wahrnehmbar
macht, um vom Menschen gesehen, gehört und empfunden zu werden.
69. Wenn ihr, die ihr dies Wort gehört habt, es mit Liebe
umfangt und es bekanntmacht, wie Ich es euch gelehrt habe —
wahrlich, Ich sage euch, eure Saat wird bis in die siebte Generation
fortwirken. Doch wenn ihr keinen Gehorsam zeigt und keine
Barmherzigkeit habt, wird der Schmerz sich in euren Kindern und in
ihren Nachkommen fühlbar machen.
70. Viel werdet ihr im Schoße eurer Gemeinschaft zu arbeiten
haben; aber damit eure Verdienste angerechnet werden, müsst ihr
euch im Denken und im Wollen vereinen, müsst ihr euch wie
Geschwister lieben und müsst bereit sein, euch eure Beleidigungen
zu vergeben. Dann werdet ihr die Ketten gesprengt haben, die euch
an den Materialismus, an die Eigenliebe und den Egoismus binden,
und ihr werdet für die andern zu leben und zu leiden beginnen.
71. Elias ist bei euch, und sein Licht erleuchtet euch, damit ihr
in eurem Herzen das Heiligtum vollendet, so wie er euch auch den
Mut gab, eure Götzen von ihrem Sockel zu stoßen. Der Strahl Elias'
ist immer gekommen, um die Abgötterei, den Aberglauben, die
Unwissenheit auszurotten, und hat bewirkt, dass die Menschen die
Macht des Gottes der Wahrheit anerkennen.
72. Volk, suche in dieser Zeit der Drangsale deine Zuflucht
unter dem Friedensmantel Marias und bete für alle Menschen,
sowohl für jene, die sie als Göttliche Mutter anerkennen, als auch
für die, die sie nicht anerkennen.
73. Seht, wie der Krieg sich ausbreitet wie Öl auf dem Wasser.
Das Unkraut wird mit der Wurzel ausgerissen werden, damit die
Erde von neuem rein ist.
74. Wachet und betet für den Frieden eurer Nation und bewahrt
Mein Wort in euren Herzen, denn noch seid ihr in der Zeit, in der ihr
es hören könnt. Doch bald wird diese Zeit vorüber sein.
75. Ich empfange das Gebet dieses Volkes, das seine Bitten auch
zur Himmelskönigin emporsendet, die euch ihre Liebkosung zuteil
werden lässt und in eurem Herzen eine geistige Blume niederlegt.
76. Gesegnet seien, die Meinen Spuren folgen. Ihr hört Meine
Stimme, die Ich euch aus der Vollkommenheit zusende, eine
Stimme, die im ganzen Universum in vielerlei Formen vernommen wird.
77. Niemand kann sich vor dem Blick des Schöpfers verbergen,
da Er allgegenwärtig ist. Ich folge euch, wohin ihr auch geht, wie
euer eigener Schatten. Kein Gedanke kann Meiner Göttlichkeit
entgehen, und es gibt kein Werk, das Mir verborgen oder unbekannt
geblieben ist. Ich bin sowohl bei den gerechten Geistern, die hohe
Heimstätten bewohnen, als auch bei jenen, deren seelische Verwirrung
sie Welten der Finsternis schaffen und bewohnen ließ.
78. Ich bin bei allen. Für die einen bin Ich der Erwartete, für die
andern bin Ich der (von ihnen) Verfolgte. Der Heilige Geist zieht
nun den dunklen Schleier weg, der euch bedeckte, damit jedes Auge
sich an diesem Lichte erquicken kann. Ich bin das Ewige Leben, das
auf der Suche nach den "Toten" ist, um sie aufzuerwecken.
79. Erhebt euch geistig in eurem Gebet in der Art, dass ihr zu
den Schwellen der Ewigkeit gelangen könnt, wo die Zeit nicht
vergeht und wo alles Friede und Seligkeit ist; denn dort werdet ihr
euch am wahren Leben sättigen.
80. Bedenkt, dass für jeden unerbittlich der Augenblick
kommen wird, in dem er für immer in jene Welt eingeht. Warum
versteift ihr euch dann darauf, in dieser Welt hier zu leben? Wie
klein ist euer Glaube und eure Hoffnung auf das Geistige Leben,
wenn ihr euch so sehr an die Erde klammert, und wenn Ich sehe,
dass ihr auf ihr jene Wiedersehen möchtet, die eure Angehörigen
waren und die heute im Geistigen leben, in besseren Welten als
dieser. Warum wollt ihr, dass sie von neuem zum Tränental
kommen, um zu weinen und euer bitteres Brot zu essen, obwohl sie
von dort aus, wo sie wohnen, bereits den Abglanz des Verheißenen
Landes erblicken können?
81. Ihr fühlt, dass sich die Gerechtigkeit des Vaters im ganzen
Universum offenbart. Doch Ich sage euch, dass ihr Meine
Gerechtigkeit nicht mit Bestrafung im gewöhnlichen Sinne
verwechseln dürft. Die heutige Zeit hat euch unvorbereitet
überrascht, weil ihr die Zeiten und eure Gaben ungenutzt ließet, und
aus diesem Grunde fühlt ihr euch gezüchtigt.
82. Jünger, erwachet und erkennet die Zeit, in der ihr lebt. Ich
sage euch: Ebenso, wie niemand Meine Gerechtigkeit aufzuhalten
vermag, ebenso wenig kann jemand die Tore zum Jenseits
verschließen, die euch Meine Barmherzigkeit aufgetan hat.
Niemand wird verhindern können, dass von jenen Welten
Botschaften des Lichtes, der Hoffnung und der Weisheit zu den Menschen gelangen.
83. Ich bin der einzige Eigentümer jenes Reiches, und sein
Schlüssel liegt in Meiner Lehre. Begreift daher all die Gnade, die
Ich euch, den demütigen Spiritualisten, zuteil werden ließ. Denn
keine Glaubensgemeinschaft oder Konfession dieser Zeit hat die
Kundgabe des Göttlichen Wortes oder die Gegenwart der geistigen
Lichtwesen, die durch Meinen Willen gesandt sind.
84. Lasst die großen Konfessionen oder Sekten diese
Unterweisungen verkennen, lasst sie diese Kundgabe ablehnen und
euch verurteilen. Der Grund dafür ist, dass sie vergessen haben, oder
nicht verstehen wollen, dass Christus den Schlüssel zu allen
Geheimnissen des Geistes besitzt. Nun werdet ihr erleben, wie viele
derer, die Mir nachzufolgen behaupten, in Wirklichkeit jene sein
werden, die Mich verfolgen. Doch Mein Wort wird in Erfüllung gehen müssen.
85. Dies ist die Dritte Zeit, in der Christus "auf der Wolke" zur
Welt kommt, voller Majestät und umgeben von geistigen Lichtwesen,
um die Menschen zu befreien und zu erlösen. Allen habe Ich
Zeichen Meiner Gegenwart gegeben, an jede Türe habe ich geklopft.
Doch obwohl sie Meine Schritte vernahmen, haben sie Mich
geleugnet. Nur ihr seid es gewesen, die Demütigen, die in ihrem
Geiste den Samen des Volkes Gottes tragen, die an Mich geglaubt
haben; ihr habt Mich empfunden und in euren Herzen aufgenommen.
86. Niemand hat diese Kundgebungen hemmen oder euren Weg
aufhalten können, denn die Wahrheit ist Licht und ein unbesiegbares Schwert.
87. Heute wisst ihr, dass Mein Kommen in dieser Zeit nicht
geschah, um euch mit den Schätzen der Welt zu überschütten.
Dennoch habt ihr, als einen weiteren Beweis Meiner Gegenwart
unter euch, Meine fürsorgende Liebe spürbar erlebt — sei es, dass
ihr die verlorene Gesundheit zurückgewonnen habt, sei es, dass sich
die Tore zur Arbeit öffneten oder dass ihr Meine Manifestationen in
so vielerlei Formen empfangen habt, wie Ich sie euch zuteil werden
ließ.88. Euch allen werde Ich Beweise Meiner Gegenwart geben,
sowohl im Geistigen, als auch im Materiellen.
89. Religionen und Konfessionen der Welt: Öffnet eure Tore
und kommt in Strömen zu Mir! Männer der Macht: Macht euch auf
und prüft Mein Werk! Männer, Frauen, sucht Mich, habt Erbarmen
mit euch! Wenn dies Volk nicht bereit sein sollte, euch zu
empfangen, so werde Ich euch empfangen, werde Ich euch heilen
und euch das Brot Meines Wortes geben.
90. Menschheit, bete, Ich erwarte dich, um dir das Geheimnis
der Dritten Zeit zu offenbaren.
91. Erwartet ihr Seligkeit auf der Welt? Ihr wisst gut, dass diese
Erde, statt Milch und Honig zu spenden, nach dem Willen des
Menschen Tränen und Tod beschert.
92. Bereitet euch vor, denn eure Hände werden es sein, die
euren Götzenkult zerstören sollen, wenn ihr einmal mit ganzer Liebe
die geistige Verehrung Gottes ausübt.
93. Wache, Volk, denn der Kampf rückt näher und der
Widersacher naht. Es wird nicht der Pharao der Ersten Zeit sein oder
der Cäsar der Zweiten. Was euch in die Knechtschaft zurückzuführen
sucht — aus Furcht vor eurer Entfaltung und eurem
Erkenntnislicht — wird die Finsternis aller Zeitalter sein, die euch
einhüllt und bedroht. Dafür habe Ich euch das Schwert des Lichtes
gegeben, damit ihr kämpft. In diesem Lichte wird Glaube, Weisheit
und Nächstenliebe sein.
94. Die Vergebung wird eine der Tugenden sein, die vor Meiner
Gerechtigkeit größtes Verdienst haben werden. Ich sage euch noch
einmal: "Liebet einander."
95. Meine Liebe wird alle Menschen und alle Welten zu einer
Einheit verschmelzen. Vor Mir werden die Unterschiede der Rassen,
Sprachen und Stämme verschwinden, und selbst die Unterschiede,
die in der seelischen Entwicklung bestehen.
96. Zwischen Gott als Richter und dem Menschen gibt es eine
vermittelnde Stufe, welches Maria ist, die liebevollste Mutter, in
deren Liebe sich die Geister reinwaschen und läutern, um dann vor
ihren Herrn zu treten.
97. Auch wenn der Ungehorsam Adams, das Verbrechen Kains
und die Verwirrung Babels noch auf der Menschheit lasten — Ich
werde euch Gelegenheit geben, euch von jenen Flecken zu befreien.
98. Ich biete euch diese Quelle kristallklaren und reinen
Wassers an, damit ihr an ihr euren Durst löschen und euch von
jedem Schmutze reinigen könnt. Aber wachet über der Quelle, denn
es werden Menschen auftreten, die euch mit falschen spirituellen
Lehren betören wollen und euch sagen werden, dass sie Gott und
Maria lieben. Seid auf der Hut, denn damit wollen sie euch von der
Hürde (des Herrn) trennen. Es werden jene erscheinen, die Meine
Lehre mit menschlichen Lehren vermischen. Lebt wachsam! Denn
schon naht die Stunde, in der Ich euch zum Gericht rufe. Dann wird
Meine Gegenwart wie der Donner im Gewitter sein und Mein Licht
wie der Blitz, der im Osten entsteht und im Westen erlischt. Dann
werde Ich die hundertvierundvierzigtausend von Mir Gekenn-
zeichneten herbeirufen, damit sie vor Meiner Gerechtigkeit ihre
Ernte übergeben. Die einen werden in der Materie und die andern
im Geistigen sein.
99. Jene, die mir 1866 folgten, werden bei diesem Gerichte
gegenwärtig sein, damit sie sich für ihre erste Saat gleichfalls
verantworten. Bevor der Friede kommt, wird das Gericht sein. Ihr
werdet Starke gegen Starke sich erheben sehen; doch bei diesen
Kämpfen wird ihre Kraft und ihr Hochmut ermatten. Dann wird die
Erde im Blut von Sündern und auch von Unschuldigen gebadet
worden sein. Doch wenn jene Heimsuchungen vorüber sind, wird
der Friede zu den Nationen kommen, denn die Menschen werden als
einzigen Starken und Gerechten Gott anerkennen.
Mein Friede sei mit euch!

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