BWL - Band III - Unterweisung 63


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band III  - Unterweisungen 56 - 82 
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Unterweisung 63:
1. Warum erschrickt euer Herz vor Furcht, wenn ihr Mein Wort
als Richter hört? Ach, wenn ihr doch immer Furcht hättet, aber nicht
vor Strafe, sondern vor Scham, Mich zu verletzen und euch zu
beflecken. Wie viel Gutes würdet ihr für eure Seele erreichen!
2. Ich habe euch gesagt, dass ihr euch Meiner Gegenwart in
dieser Offenbarungsform würdig machen sollt, dass ihr nicht die
Tore Meiner Barmherzigkeit verschließen sollt.
3. Ich bin vollkommen und erwarte von euch Vollkommenheit.
Nur auf diese Weise werdet ihr zum Gipfel des Berges gelangen.
Dafür gebe Ich euch die Zeit, das Licht und die Kraft.
4. An diesem Tage, den die Menschen dem Gedenken jener
widmen, die ins Jenseits abgeschieden sind, und den sie
fälschlicherweise "Tag der Toten" nennen, gewähre Ich euch, dass
jene Wesen mit euch in Verbindung treten, damit sie euch einen
Beweis geben, dass sie leben. Sie werden euch sagen, dass ebenso,
wie ihr geistige Missionen erhalten habt, die ihr auf Erden zu
erfüllen habt, auch sie schwierige Aufträge im Geistigen Tale
erfüllen.
5. Weint nicht um diese Wesen, belastet sie nicht mit euren
materiellen Anliegen, lasst es ihnen gegenüber nicht an Achtung
fehlen. Lasst sie mit euch in Verbindung treten, empfangt in euren
Herzen ihre Botschaft und ihren guten Rat, und lasst sie dann in
Frieden zu der Welt ziehen, in der sie leben und von wo aus sie über
euch wachen. Diese Gnade, sie zu hören, wird bald vorübergehen.
Danach werdet ihr ihre Gegenwart nur in euren Herzen fühlen.
6. Während Ich euch vereine — nicht nur mit allen, die auf der
Erde wohnen, sondern auch mit denen, die in andern Welten leben
— spüren viele der Nationen Meine Gegenwart nicht, weil sie in
ihre Kriege verstrickt sind. Aber ohne es zu wissen, erfüllen sie
Mein Wort der Zweiten Zeit, in welchem Ich euch ankündigte, dass
Ich wiederkehren würde, wenn diese Ereignisse in der Menschheit
einträfen.
7. Geht ans Werk, ergründet dies Wort mit Eifer. Was würde aus
euch, wenn ihr es nicht mehr hören könntet, wenn diese Münder vor
der festgesetzten Zeit verstummten? Was für eine Unterweisung
würdet ihr denen geben, die noch kommen werden, da ich euch
noch nicht alle Meine Offenbarungen gegeben habe?
8. Bleibt beharrlich in eurer Erneuerung, wachet, betet und
lernt. Hört Mir zu, soviel ihr wollt, doch gewöhnt euch nicht an
Meine Gegenwart. Sucht Mich immer als Vater und als Meister,
fordert niemals Meine Gerechtigkeit heraus.
9. Seht, wie ihr durch dieses bisschen Glauben, das ihr gehabt
habt, viele Wunder erlangt habt, wie das jetzige, durch welches ihr
die Stimme derer hören werdet, die auf der Welt eure Angehörigen
waren.
10. Es werden nicht die Gräber sein, die sich öffnen, um jene
hervorkommen zu lassen, die sich regungslos in ihnen befinden; es
werden die Tore der Geistigen Welt sein, die jene hindurchlassen,
die sich voll Licht und Leben einstellen, um euch ihr Weiterleben
wissen zu lassen.
11. Wenn eines jener Wesen noch menschliche Neigungen oder
Verlangen nach Irdischem äußern sollte, so habt Erbarmen mit ihm
und gebt ihm durch euer Gebet das Licht. Denkt daran, dass ihr
einander beistehen sollt.
12. So geht ihr Schritt für Schritt auf dem Wege voran, der auf
den Gipfel des Berges hinaufführt, wohin ihr gelangen werdet, wenn
ihr Reinheit und Vollkommenheit in der Seele habt.
13. Begreift, dass ihr Christus als Meister habt, dass euch Mein
durch diese Menschenlippen gegebenes Wort vereint hat, und dass
dies Wort das Buch der Liebe und der Weisheit ist. Ich gebe euch
jedes Mal eine neue Lektion zur Erquickung eurer Seele. Heute fühlt
ihr Wonne, wenn ihr Mir zuhört, morgen werdet ihr Freude
empfinden, wenn ihr Meine Unterweisung in die Tat umsetzt. Ich
habe gesagt, dass die Menschen zu euch kommen werden im
Verlangen nach diesem Lichte, und es ist erforderlich, dass sie es in
euren Worten, in euren Werken und in eurem Leben finden.
14. Ich habe den Tisch gedeckt und euch zu Meinem Festmahle
geladen; aber Ich sage euch, später sollt ihr es sein, die den Tisch
decken, um dann eure Brüder zu empfangen und somit bis in alle
Ewigkeit dies Fest der Brüderlichkeit und der Liebe fortzusetzen. In
dieser Dritten Zeit soll euer Geist seine Bestimmung erfüllen, eure
Brüder zu lehren und alles mit ihnen zu teilen, was er von Meiner
Barmherzigkeit empfangen hat. Es werden nicht materielle Güter
sein — da ihr solche entbehrt — es werden geistige Güter sein, mit
denen ihr überhäuft seid.
Damit eure Tugend geglaubt wird und euer Wort Macht hat, zu
überzeugen und zu bekehren, müsst ihr auf dem Weg des Guten
bleiben. Wenn ihr fühlt, dass Meine Liebe euch vom Weg des Bösen
entfernt hat und euch auf den Weg der Erneuerung gestellt hat, so tut
dort feste Schritte und kehrt nicht mehr zu dem Orte zurück, aus
dem ihr errettet worden seid. Wenn ihr euch dann aufmacht, um
Erneuerung, Besserung und Beharrlichkeit im Guten zu predigen,
werdet ihr das Herz des Sünders leicht gewinnen und bewegen
können. Wenn ihr euer Herz und eure Lippen in den Augenblicken
zu läutern versteht, in denen ihr eure Worte an das harte Herz eures
Bruders richtet, wenn ihr in diesen Augenblicken eure Gedanken
voller Vertrauen zu Mir erhebt, werde Ich es sein, der durch eure
Vermittlung spricht und mit Seinem Wort die verborgensten Fasern
jenes Herzens anrührt und es so Meine Gegenwart fühlen lässt.
15. Begreift, dass ihr euch seelisch und körperlich wandeln
müsst, dass viele eurer Bräuche und Überlieferungen — ein Erbe
eurer Vorfahren — aus eurem Leben verschwinden müssen, um der
Vergeistigung Platz zu machen.
16. Seht diese Menschheit, wie sie sich in einen Abgrund stürzt,
während ihr noch immer in einem tiefen Schlaf befangen seid, in
welchem ihr nur eure Ruhe sucht und euch nicht um das kümmert,
was andern geschieht. Ich sage euch nochmals, dass ihr euch nicht
mehr mit Unnötigem, mit Schädlichem befassen sollt, damit ihr
diese Augenblicke besser dazu verwendet, Werke der Barmherzigkeit
zu tun, Meinen Liebessamen in die Seelen eurer Brüder
zu sähen.
17. Dies ist die Zeit, welche Meine Propheten sahen und
ankündigten, dies ist die Zeit, die Ich euch in Meinem Worte voraussagte.
Erkennt, wie eine nach der andern jener Prophetien nun in
Erfüllung gehen. Mein Königswort weicht niemals zurück, noch
widerspricht es sich, noch verneint es sich selbst. Auch mittels
dieser menschlichen Sprachrohre habe Ich euch viele Prophezeiungen
gegeben, die ihr eine nach der andern habt in Erfüllung
gehen sehen. Ich sage euch dies, weil das Jahr 1950 näherrückt und
ihr danach Mein Wort nicht mehr durch das menschliche
Verstandesorgan hören werdet.
18. Ich spreche zu euch mit gütigen Worten voller Liebe, um
euch zu überzeugen, dass ihr euch für diesen großen Tag vorbereiten
müsst. Wohl denen, die darauf vertrauen, dass Mein Wort
unwandelbar ist, und die sich für diese Zeit zurüsten, denn sie
werden nicht bestürzt sein, dass diese Form Meiner Kundgabe
endet.
19. Hört Meine Stimme, noch könnt ihr euch einige Jahre an ihr
erquicken. Sie ist das Hohe Lied, das im Himmel ertönt und dessen
Widerhall auf der Erde vernommen wird. Wenn dieses Lied nicht
mehr durch den Mund Meiner Stimmträger zu hören ist, werde Ich
bewirken, dass ihr es fortan im Verborgensten eures Herzens
vernehmt, wenn ihr euch geistig mit Mir verbindet. Wahrlich, Ich
sage euch, es ist nur noch eine kurze Zeitspanne bis dahin, dass
diese Voraussagen in Erfüllung gehen. Doch sage Ich euch auch,
dass der Mensch seinen Willen nicht über den Meinen wird stellen
können, indem er versucht, Meine Kundgabe unter euch zu
verlängern. Seid wachsam, denn viele werden sich anschicken, ihre
Brüder zu täuschen. Ihr sollt weiterhin die Sünder in Meine
Gegenwart bringen, jene, die sich durch Diebstahl, durch Ehebruch
oder ein Verbrechen befleckt haben — nicht, um sie vor dem Herrn
anzuklagen, sondern damit ihnen vergeben wird und sie von ihrer
Finsternis und ihren Schandflecken befreit werden.
20. Ihr sollt auch weiterhin die Kranken salben mit Liebe und in
Meinem Namen, mit ebenso großem oder größerem Vertrauen und
Glauben als dem, den ihr jetzt besitzt, damit Ich auch in Zukunft
Wunder unter euch tue. Dies wird die Saat sein, die Ich
entgegennehme und in Meinen Kornkammern aufbewahre.
21. Welche eurer Taten ist wohl vollkommen gewesen? Euer
Gewissen sagt euch, dass ihr bis heute keine einzige vollbracht habt.
22. Denkt daran, dass nur das, was vollkommen ist, zu Mir
gelangt. Darum wird euer Geist nur dann in Mein Reich eingehen,
wenn er die Vollkommenheit erreicht hat. Ihr seid ohne Erfahrung
aus Mir hervorgegangen, doch werdet ihr mit dem Gewände eurer
Verdienste und Tugenden geschmückt zu Mir zurückkehren
müssen*.
* Das Gewand des Geistes, das mit unseren Verdiensten und Tugenden
geschmückt sein muss, ist unsere Seele; denn der Geist kann nur zum
Herzen Gottes zurückkehren mit dem Gewand seiner geläuterten
Seele.
23. Volk, hebe dein Antlitz empor und beschaue den Himmel.
Wenn ihr fühlt, dass Ich als Richter komme, erbebt ihr und beugt
euren Nacken. Begreift, dass die Zeit Meiner geistigen Zwiesprache
mit dem Menschen gekommen ist, wie es geschrieben steht.
24. Stimmträger dieses Volkes, die ihr die Werkzeuge seid,
durch die Ich zur Menschheit spreche, hört auf Mein Wort, das euch
sagt: Ihr seid die Quelle, Mein Wort ist das kristallklare Wasser.
Lasst es überströmen, doch bewahrt seine Reinheit.
25. Auf dies Volk werden Meine Weisungen herabkommen,
damit Meine Wahrheit verankert bleibt. Von euch werden die
getreuen Niederschriften ausgehen, die sich später in die Herzen der
Menschen aller Rassen prägen sollen. Unter euch befinden sich die
Jünger, die die Schriften vereinen und ordnen werden.
26. Mein himmlisches Konzert wird auf Erden vernommen,
damit die Voraussagen der Propheten und das Wort Jesu in Erfüllung
gehen. Schon vor langer Zeit sprach Joel zu euch von einer Zeit, in
welcher die Söhne und die Töchter Israels weissagen und Gesichte
und Träume haben würden, und dass Mein Geist auf alles Fleisch
ausgegossen würde. Wahrlich, Ich sage euch, jetzt ist die angekündigte
Zeit.
27. Hier ist Mein Geist, der sich durch euch kundtut, die
Geistige Welt, die durch euren Mund spricht. Hier sind Männer und
Frauen aller Lebensalter, die mit ihrem Blick in das Geistige
eindringen, und andere, die in ihren Träumen Ankündigungen und
Offenbarungen empfangen.
28. Dies ist die Zeit, in der Meine geistigen Heerscharen sich
der Welt nähern, um diejenigen aufzurichten, die Mir nachfolgen
werden, und um die Giftpflanze und das Unkraut der Sünde zu
zerstören.
29. Ihr Seher, betrachtet Mich! Ihr wollt irgendeine Gestalt
entdecken und findet sie nicht. Ihr seht nur die Helligkeit Meines
Lichts, denn dies bin Ich: Das Licht.
30. Ich lasse euch beim Lichte des Sechsten Siegels wachen.
Ihm entspringt die Gabe des Wortes, aus ihm erhebt sich dies
Konzert, das ihr in eurem Herzen hört und das euren Geist erbeben
lässt; denn Ich bin der Herr. Vor euch ist das Lamm, das Das Sechste
Siegel löst, um euch den Weg zu zeigen. Denn das Lamm ist
Christus, und Christus ist der Weg.
31. Jeder achte den Platz, der den andern zugewiesen ist, und
habe Achtung vor sich selbst.
32. Betet, tut Buße! — Wenn ihr Heuchler seid, so seid jetzt
aufrichtig; wenn ihr unklug seid, so seid jetzt besonnen; wenn ihr im
Dunklen lebt, so erhebt euch zum Licht; wenn ihr keine göttlichen
Inspirationen habt, so hört Mir zu, und ihr werdet von Licht erfüllt
werden. Der zu euch spricht, ist Ursprung und Urgrund alles
Geschaffenen, und Er sagt euch: Nehmt das Liebeskreuz Jesu auf
euch und kommt zu Mir!
33. Heute hat euch Mein Kommen überrascht, weil ihr nicht
darauf vorbereitet wart; das ist der Grund für den Zweifel von
einigen. Wenn jemand seine Frage zum Unendlichen erhoben und
gefragt hat, ob diese Kundgebung Wahrheit ist, hat er mitten in
Meiner Lehrrede sofort eine weise und liebevolle Antwort erhalten,
die eine Flamme des Lichts in seinem Herzen entzündet hat.
34. Wer Glauben hat, fühlt niemals Ermüdung oder Überdruss,
Mich zu hören. Er kann jedes Mal Täler überqueren und über Berge
steigen, um Mein Wort zu vernehmen, wenn Ich Mich kundtue.
35. Wer erkannt hat, wie das Wasser beschaffen ist, das seinen
Durst löscht, und das Brot, das seinen Hunger stillt, tauscht sie für
keine Sache, und nichts hält ihn davon ab, sie zu finden. Wer die
Beglückung fühlt, dem Göttlichen Meister zuzuhören, und die
Wonne, für kurze Zeit in das Ewige einzudringen, bedauert nicht,
dass er während dieser Augenblicke die Vergnügungen der Welt
hinter sich lässt.
36. Jünger, es hat Augenblicke gegeben, in denen Mein Wort,
voll gerechten Vorwurfes, euch bitter erschienen ist, und zwar, weil
ihr es nicht zu begreifen vermochtet. Denn wahrlich, Ich sage euch,
Ich komme nicht, um die Bitterkeit zu vermehren, die ihr auf Erden
erleidet.
37. Meine göttliche Unterweisung hat euch von den unsicheren
Wegen, den falschen Freuden und dem Laster abgebracht. Dafür hat
sie bewirkt, dass ihr die Freude kennt und Gefallen daran habt, das
Gute zu tun.
38. Ich werde euch nicht ohne Erbe lassen, wenn Mein Wort
nicht mehr durch diese Übermittler zu hören ist, denn Ich will euch
erhalten, damit ihr vor den neuen Generationen die Wahrheit Meiner
Liebeslehren bezeugt, und damit ihr Ratgeber eurer Brüder seid.
39. Nicht alle werden in dieser Zeit das Wort kennenlernen, das
Ich euch durch das menschliche Verstandesorgan gab, weil für sie
noch nicht der Zeitpunkt ihres Erwachens gekommen ist. Sie
werden gerufen, doch nicht auserwählt werden. Aber morgen, wenn
sie dann bereit sind, Mir zu folgen, werden sie noch einmal gerufen
werden, und dann werden sie gewiss zu den Auserwählten zählen.
40. Gleich einer tönenden Glocke erwecken nun die Elemente
der Natur die Menschheit, die schläft, und rufen sie auf, zu beten
und sich zu besinnen. Jene, die diese Stimme nicht verstehen, sind
im Irrtum befangen oder taub für geistige Botschaften. Heute
schreiben sie diese Ereignisse noch bloßen Naturerscheinungen zu.
Doch der Augenblick wird kommen, in welchem die Geistlichen der
Konfessionen und die Menschen der Wissenschaft und der Macht
sich voll Furcht fragen werden: Ist es tatsächlich die Gerechtigkeit
des Herrn, die an unsere Türen pocht? Ist jetzt die Zeit Seiner
Gegenwart unter uns?
41. Ich sage euch, die Halsstarrigkeit des Menschen ist groß!
Noch immer beugt er sich nicht dem Schmerz und lehnt sich gegen
Meine Gerechtigkeit auf, die ihn heimsucht. Doch wenn er seinen
Nacken beugt, wird das ganze Menschengeschlecht in einer einzigen
Hürde vereinigt werden.
42. Euch sage Ich: Auf was wartet ihr, um die Gute Botschaft
weiterzugeben? Wollt ihr etwa auf Trümmern weissagen? Ich sage
und offenbare euch alles, damit ihr jederzeit eine weise Antwort auf
jede Frage habt, die euch eure Brüder stellen. Bedenkt, dass ihr mit
schwerwiegenden Argumenten angegriffen werdet, die denjenigen
mit Furcht erfüllen, der nicht vorbereitet ist.
43. Prägt euch Mein Wort ein und vergesst nicht die großen
Wunder, die Ich euch gewährt habe, damit jeder von euch ein
lebendes Zeugnis Meiner Wahrheit ist. Dann wird der, der euch
ausforscht und in Meinem Wort herumstöbert, erkennen, dass es in
nichts dem widerspricht, was Ich euch in den vergangenen Zeiten
gesagt und prophezeit habe. Der Kampf wird groß sein, so groß,
dass einige, die Meine Jünger gewesen sind, von Furcht erfüllt
werden und Mich verleugnen, indem sie behaupten, dass sie Mich
nie gehört haben. Diejenigen, die Meinen Geboten treu bleiben und
sich dem Kampfe stellen, werde Ich mit einem Mantel bedecken,
unter dem sie sich verteidigen werden, und sie werden jede kritische
Situation unversehrt überstehen. Wer diesen Samen schlecht sät oder
wer die Reinheit dieses Werkes befleckt, dem wird zu jeder Stunde
Gericht, Verfolgung der Menschen und Ruhelosigkeit zuteil.
Jedermann soll den Baum, den er großgezogen hat, am Geschmack
seiner Frucht erkennen.
44. Ich halte für die Zeit des geistigen Kampfes Meines Volkes
große Wunder bereit — Wunder und Werke, welche Gelehrte und
Wissenschaftler in Erstaunen setzen werden. Niemals werde Ich
euch euren eigenen Kräften überlassen. Lasst euch nicht verunsichern,
wenn die Menschen euch verspotten; vergesst nicht, dass
sich in der Zweiten Zeit die Menge auch über euren Meister lustig
machte.
45. Während viele noch immer Meine Ankunft erwarten, ist
bereits Mein Abschied sehr nahe. Doch wahrlich, Ich sage euch, der
Heilige Geist wird von nun an jeden Verstand und jeden Geist
immerdar erleuchten, denn ihr seid bereits auf dem Höhepunkt der
Zeiten.
46. Von jedermann empfange Ich ein Geschenk: Die Kinder
bieten Mir ihre Unschuld dar, die Jungfrauen Ihren Wohlgeruch (der
Reinheit), die Mütter ihre Tränen, die Väter ihr Kreuz, die Greise
ihre Müdigkeit. Doch Meine Liebe belebt euren Glauben, Ich hüte
diese Leuchte, damit ihre Flamme niemals erlischt.
47. In dieser Zeit kam Ich nicht als Mensch auf die Erde herab,
um von den Augen eures Körpers gesehen zu werden. Jene Zeit ist
vorbei. Jetzt ist die Zeit, in der ihr Verdienste erwerben müsst für
euer Heil. Sucht Mich im Unsichtbaren, und ihr werdet Mich bald
finden. Sucht Mich als Vater, als Meister, und so werdet ihr Mich
haben. Sucht Mich nicht als Diener, wenngleich Ich euch in
Wahrheit sage, dass Ich euch immer gedient habe. Meine Dienste
erwarten kein Entgelt; aber wenn ihr Meine Wohltaten in
irgendeiner Weise entgelten möchtet, sage Ich euch nur, dass ihr
einander lieben sollt. Denn wenn ihr also tut, wird Mein Werk
gekrönt werden.
48. Wundert euch nicht, dass — obwohl Ich der Herr alles
Geschaffenen bin — Ich unter euch erscheine und um Liebe bitte.
Ich bin der Gott der Sanftmut und der Demut. Ich prahle nicht mit
Meiner Größe, vielmehr verberge Ich Meine Vollkommenheit und
Meine Pracht, um eurem Herzen näherzukommen. Wenn ihr Mich in
all Meiner Herrlichkeit schauen würdet — wie sehr würdet ihr über
eure Verfehlungen weinen!
49. Seht, hier ist der Weg, geht auf ihm, und ihr werdet euch
retten. Wahrlich, Ich sage euch, es ist nicht nötig, Mich in dieser
Zeit gehört zu haben, um das Heil zu gewinnen. Jeder, der im Leben
Mein göttliches Gesetz der Liebe ausübt und der jene am Schöpfer
inspirierte Liebe in Nächstenliebe verwandelt, ist gerettet. Er gibt
Zeugnis von Mir in seinem Leben und in seinen Werken.
50. Ihr vernehmt den Heiligen Geist, doch nicht einen Geist, der
verschieden ist von dem, der zu euch als Christus oder als Jehova
gesprochen hat. Es ist der gleiche, der einzige, der existiert, der sich
jedoch in jedem der drei Zeitalter in verschiedener Weise kundgetan
hat.
51. In der Ersten Zeit offenbarte sich euer Gott auf dem Sinai,
und die Eigenschaft Seines Wesens, die Er euch darbot, war die
Seiner Gerechtigkeit und Seines Gesetzes. In der Zweiten Zeit
sprach derselbe Gott zu euch in Christus und offenbarte euch eine
Seite Seines Wesens, die ihr nicht begriffen hattet: die Liebe. Und in
der jetzigen Zeitepoche, welches die Dritte Zeit ist, spricht Mein
Heiliger Geist aus der Unendlichkeit zu euch; Er tritt aus dem
Geistigen mit eurem Geiste in Verbindung und zeigt euch so eine
weitere Eigenschaft Seines Wesens, die Seiner Weisheit, welche
Licht ist für die ganze Menschheit. Warum Geheimnisse sehen, wo
es keine gibt? Das Mysterium der Dreieinigkeit ist aufgeklärt.
52. Was bewog Mich dazu, euch zu erschaffen? — Meine Liebe.
Denn bevor Ich euch erschuf, liebte Ich euch schon in Mir. Der Herr
liebte die, die Seine Kinder werden sollten, doch wollte Er sich auch
von ihnen geliebt fühlen. Für die Kinder gestaltete Ich die Natur, die
Naturkräfte, die Welten oder Heimstätten, damit ihr des materiellen
Lebens teilhaftig sein könntet und so einen Weg der Vervollkommnung
und der Aufwärtsentwicklung beginnen könntet. Ich gab
den Seelen einen materiellen Körper, durch den sie ihre Empfindungen
und ihre Fähigkeiten zum Ausdruck bringen könnten, vom
Gewissen geleitet.
53. Dem so beschaffenen und beschenkten Menschen gewährte
Ich den freien Willen, in sein Inneres legte Ich das Blatt Meines
Gesetzes und Meiner Gerechtigkeit und stellte ihn an den Anfang
des Entwicklungsweges.
54. Ohne dies innere Gesetz hätte Mich der Mensch niemals
erkannt, verstanden und geliebt. Doch das Gewissen, welches das
Leuchtfeuer gewesen ist, das den Weg erhellt, und die Stimme, die
das Gute anrät, hat euch die Offenbarungen des Vaters begreifen
lassen; und nun seid ihr in der Gegenwart angelangt, in der der
inkarnierte Geist sich frei offenbaren und sich gegenüber dem
Unnützen und dem Materiellen durchsetzen soll.
55. Warum musste Ich bei drei Anlässen zu euch
herabkommen? Weil ihr auf der schweren Lebensreise gestürzt seid
und Ich kommen musste, um euch aus dem Staub der Erde
aufzurichten — weil ihr mit vollem Bewusstsein vom Wege
abweicht. Doch wenn ihr euch dann zugrunde richtet und weint, sagt
ihr Mir: "Vater, warum strafst Du mich?" Warum sagt ihr, dass Ich
euch bestraft habe? Bedenkt, dass — während ihr lästert — das
Leben, mit dem Ich euch umgeben habe, euch weiterhin seine
Wohltaten schenkt. Lernt zu leben, dann werdet ihr nicht straucheln:
dies lehrt euch Mein Gesetz. Erwartet nicht von den Lehren der
Menschen den Frieden oder das wahre Leben.
56. Mein Gericht wird zu allen kommen. Wenn der Zeitpunkt
dafür gekommen ist, werde Ich die "Diener Meines Gesetzes" und
die Männer, die Dogmen bilden, fragen: "Was ist deine Ernte ?" Und
die einen wie die andern werden Mir nur Eitelkeit, Feindseligkeiten
und ihre mangelnde Liebe zu den Menschen vorweisen.
57. Vor allen andern werde Ich die Hüter Meines Gesetzes
richten, denn dieses ist Mein Testament der Liebe und Weisheit für
alle Meine Kinder, denn von ihm geht die Erlösung der Menschen
aus. Weh denen, die diese Unterweisungen in ihrem Verstand
verborgen halten, denn dieser wird eine Höhle der Finsternis sein —
oder in ihrem Herzen, denn es wird nur eine Höhle der Selbstsucht
sein!58. Seid zugerüstet und begreift Mich! Wer das Licht des
Heiligen Geistes in sich hat, ströme Licht aus auf alle (geistig)
Bedürftigen.
59. Wenn jemand fühlt, dass Mein Wort ihn verletzt, kommt
dies daher, weil es wie ein Schwert ist. Aber die Wunden, die es
schlägt, sind solche der Liebe. Morgen werdet ihr begreifen, dass
Mein Wort immer gerecht ist.
60. Ich werde die Familienväter rufen und sie fragen: "O Väter
der Menschen, was habt ihr mit euren Kindern gemacht ?" Ich
werde die Lehrer der Menschheit richten, unter denen die Philo-
sophen, die Theologen und Wissenschaftler sein werden, und auch
sie werde Ich fragen, wie der Same beschaffen war, den sie in das
Herz und in den Verstand ihrer eigenen Brüder gelegt haben. Ich
werde sie fragen, im Dienste welcher Sache sie die Gaben
einsetzten, die Ich ihnen anvertraute.
61. In Meine Gegenwart werden die Regierenden der Völker,
Nationen und Königreiche kommen, und Ich werde sie fragen, auf
welchen Weg sie die menschlichen Geschicke gelenkt haben und
was sie mit ihren Völkern gemacht haben. Ich werde von ihnen
Rechenschaft fordern über das Brot ihrer Brüder, über die Arbeit
und den Tagelohn, und wenn sie in ihren Herzen nur Habgier und
Eitelkeit und in ihrer Hand Reichtümer darbieten, während ihre
Völker vor Hunger umkommen — wie groß wird dann ihre
Verantwortung sein!
62. Auch die Ärzte werden gerufen werden. Sie werde Ich
fragen, was sie mit dem Geheimnis der Gesundheit gemacht haben,
das Ich ihnen enthüllte, und mit dem Heilbalsam, den Ich ihnen
anvertraute. Ich werde sie fragen, ob sie in Wahrheit den fremden
Schmerz gefühlt haben, ob sie sich bis zum ärmlichsten Lager
herabgebeugt haben, um den, der leidet, mit Liebe zu heilen. Was
werden Mir jene antworten, die Pracht, Wohlleben und Luxus
erreicht haben mit dem Schmerz ihrer Mitmenschen, einem
Schmerz, den sie nicht immer zu lindern verstanden? Alle werden
sich in ihren Herzen Fragen stellen, und sie werden Mir im Lichte
ihres Gewissens antworten müssen.
63. Wenn ich euch offenbart habe, dass ihr ein Teil Israels seid,
so denkt nicht, dass Ich euch mehr liebe als andere Volksgruppen.
Warum sollte Ich euch mehr lieben als andere, da ihr doch alle
Meine Kinder seid?
64. Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Menschen an dem Gesetz
festgehalten hätten, an das sie das Gewissen in ihrem Innern
mahnte, wäre es nicht notwendig gewesen, euch Führer oder
Propheten zu senden, noch wäre es nötig gewesen, dass euer Herr zu
euch herabkam und dass Ich sogar in der Ersten Zeit Mein Gesetz in
einen Stein meißeln musste, und dass Ich Mensch werden und als
Mensch an einem Kreuze sterben musste in der Zweiten Zeit.
65. Wenn Ich ein Volk heranbildete und es mit Gnadengaben
überhäufte, geschah dies nicht, damit es sich erhöhe und die andern
erniedrige, sondern damit es ein Beispiel der Ergebung gegenüber
dem wahren Gott und ein Vorbild der Brüderlichkeit unter den
Menschen wäre.
66. Ich erwählte dies Volk, damit es ein Werkzeug Meines
Willens auf Erden sei und ein Überbringer Meiner Offenbarungen,
damit es alle einlade, in Meinem Gesetze zu leben, und so die ganze
Menschheit schließlich ein einziges Volk des Herrn bilde.
67. Dies Volk hat viel gelitten — obwohl es das Auserwählte
gewesen ist — weil es glaubte, dass das Erbe nur für es selbst da sei,
dass sein Gott nicht auch für die Heiden Gott sein könne, weil es die
übrigen Völker als Fremdlinge betrachtete und sie nicht teilhaben
ließ an dem, was der Vater ihnen anvertraut hatte. Ich habe es nur
darum eine Zeitlang von den andern Völkern abgesondert, damit es
nicht von der Schlechtigkeit und dem Materialismus angesteckt
werden sollte. Aber als es sich in seiner Selbstsucht abkapselte und
groß und stark zu sein glaubte, bewies Ich ihm, dass seine Macht
und seine Größe trügerisch waren, und Ich ließ zu, dass andere
Nationen es überfielen und in die Knechtschaft führten. Könige,
Pharaonen und Cäsaren waren seine Herren, obwohl Ich ihnen
angeboten hatte, ihr Herr zu sein.
Der Vater in Seiner unendlichen Liebe offenbarte sich aufs neue
Seinem Volke, um ihm die Freiheit zu geben und es an seine
Mission zu erinnern — und in der heutigen Zeit komme Ich, um ihm
Meine Lehren der Liebe zu geben; doch nur Mein Blick kann unter
der Menschheit die Kinder Israels entdecken, die Ich herbeirufe und
sammle, damit sie das Licht des Heiligen Geistes empfangen.
68. Ich habe Mich vor eurem Geiste offenbart, denn die Zeit, in
der Ich durch die Natur und mittels materieller Manifestationen, die
ihr Wunder nanntet, zu euch gesprochen habe, ist längst vergangen.
Heute könnt ihr Mich bereits in eurem Geiste empfinden, ebenso
wie im Innersten eures Herzens.
69. In dieser Zeit ist nicht Palästina Zeuge Meiner Offenbarung
gewesen; denn es ist nicht ein bestimmter Ort, den Ich suche,
sondern euer Geist. Ich suche das "Volk Israel nach dem Geist",
nicht nach dem Blut, das Volk, das den geistigen Samen besitzt, den
es über die Zeiten hindurch meine Barmherzigkeit empfangen hat.
70. Bereite dich, Volk, nütze die Zeit, denn diese Zeit ist Licht.
Das Jahr 1950 kommt näher, und Ich will nicht, dass ihr euch als
Waisen fühlt, wenn Ich Mein Wort zurückziehe. Wahrlich, Ich sage
euch, jene, die sich zurüsten, werden Mich dann näher fühlen, sie
werden große Inspirationen haben, werden Kranke durch bloßes
Gebet heilen und werden mit ihrer Gabe des Wortes überraschen.
71. Ihr sollt diese Zusammenkünfte beibehalten, denn Ich werde
in ihnen große Offenbarungen geben. Die Gabe des geistigen
Gesichts wird sich entfalten, und durch eure Lippen werde Ich zu
Gelehrten und Wissenschaftlern sprechen. Diese Voraussage soll von
denen, die die Aufgabe haben, Mein Wort aufzuzeichnen,
niedergeschrieben werden.
72. Männer und Frauen, die ihr dies Wort vernehmt: Glaubt ihr
an Mein Kommen unter Euch? Glaubt ihr an Meine Kundgabe
durch das Verstandesorgan des Menschen? Bei den einen antwortet
der brennende Glaube: "Ja, Meister, ich glaube an Deine
Gegenwart." Bei den andern antwortet ihr Schweigen, das kündet:
"Wer weiß?"
73. Der Meister sagte euch: Prüft nicht nur Mich. Dringt ins
Innere eures Herzens ein und erkennt, was aus ihm hervorgegangen
ist. Wenn ihm Worte der Liebe und Wahrheit entsprungen sind,
könnt ihr befriedigt sein; wenn es Trost für andere gespendet hat,
könnt ihr sagen, dass aus eurer Quelle kristallklares Wasser
hervorgesprudelt ist. — Wenn ihr auf einer hohen Stufe der
Vollkommenheit stündet, hätte Meine Kundgebung unter euch keine
Daseinsberechtigung. Aber wenn euer Gewissen euch viele Unvollkommenheiten
vorwirft, warum fragt ihr Mich dann, wozu Ich
gekommen bin? Ihr müsst wissen, dass Ich auf der Suche nach eurer
Seele gekommen bin, welche die Bestimmung hat, sich auf dem von
Meiner Vaterliebe vorgezeichneten Weg zu vervollkommnen, damit
sie ihre Läuterung erreicht und das Glück erlangt, das jedes Wesen
im Innersten ersehnt. Ich komme, um ihr zu zeigen, auf welche
Weise sie Verdienste erwirbt, um dies Ziel zu erreichen.
74. Wahrlich, Ich sage euch, die Seelen der Gerechten, die nahe
bei Gott wohnen, verdienten sich mit ihren eigenen Werken das
Recht, jenen Platz einzunehmen — nicht, weil Ich ihnen diesen
gegeben habe. Ich wies ihnen nur den Weg und zeigte ihnen am
Ende desselben eine hohe Belohnung.
75. Gesegnet seien, die zu Mir sagen: "Herr, Du bist der Weg,
das Licht, das ihn erhellt, und die Kraft für den Wanderer. Du bist
die Stimme, die die Wegrichtung angibt und uns auf der Lebensreise
neubelebt; und Du bist auch die Belohnung für den, der zum Ziele
gelangte — Ja, Meine Kinder, Ich bin das Leben und die
Auferstehung von den Toten.
76. Es genügt, zu wissen — wie Ich es euch in Meinem Wort
gesagt habe — dass die Reinkarnation der Seele Wahrheit ist, und
schon entzündet sich in euren Herzen ein Licht, und ihr bewundert
Meine liebevolle Gerechtigkeit noch mehr. Vergleicht die Theorien
und verschiedenen Deutungen, welche die Konfessionen diesen
Lehren gegeben haben, und entscheidet euch für jene, die am
meisten Gerechtigkeit enthält und am meisten Vernunft besitzt.
Doch wahrlich, Ich sage euch, dies ist eine der Offenbarungen, die
den Geist in dieser Zeit am meisten erregen wird, in welcher die
innere Erkenntnis über diese große Wahrheit erwacht.
77. Wenn Mich die Menschen wiederum verurteilen, weil Ich
der Welt die Wahrheit sage, können sie es tun; Ich werde zulassen,
dass sie Mich verurteilen. Doch wenn sie Mich ergreifen und
festnehmen wollen, werden sie es nicht können, denn Ich bin im
Geiste und bin für sie unberührbar und unsichtbar.
78. Ihr seid beim Wunder dieses Wortes zum wahren Leben
auferstanden. Ihr lebt nicht mehr gleichgültig dahin und sündigt
auch nicht mehr, wie jene tun, die Mich nicht gehört haben; denn
dann würdet ihr auf die Ebene der (geistig) Toten herabsinken. —
Ich allein kann und darf so zu euch sprechen.
79. In der Zweiten Zeit kündigte Ich meinen Aposteln Meine
neue Offenbarung an, und als sie Mich fragten, welche Zeichen jene
Zeit anzeigen würden, kündigte Ich ihnen eines nach dem andern an,
wie auch die Beweise, die Ich ihnen geben würde. Die Vorzeichen
sind bis zum letzten erschienen, sie verkündeten, dass dies die von
Jesus vorausgesagte Zeit ist, und nun frage Ich euch: Wenn diese
geistige Kundgebung*, an der Ich euch teilhaben lasse, nicht
Wahrheit wäre — warum ist dann Christus nicht (in der von den
Gläubigen erwarteten Form) erschienen, obwohl die Zeichen
eintrafen? Oder glaubt ihr, dass der Versucher auch Macht über die
ganze Schöpfung und über die Naturgewalten hat, um euch zu
betrügen?
* Diese Kundgebung oder Manifestation bedeutet nach den Worten
des Herrn die Erfüllung der Verheißung von seiner Wiederkunft, die
geistig ist.
80. Ich habe euch einst gewarnt, damit ihr nicht der Verführung
falscher Propheten, falscher Christusse und falscher Erlöser erliegt.
Doch heute sage Ich euch, dass der inkarnierte Geist aufgrund seiner
Entwicklung, seiner Erkenntnis und Erfahrung soweit erwacht ist,
dass es nicht leicht ist, ihm Finsternis als Licht anzubieten, so viel
Blendwerk diese auch zur Verfügung hat. Darum habe Ich euch
gesagt: Bevor ihr euch diesem Weg mit blindem Glauben überlasst,
prüft nach, soviel ihr wollt! Erkennt, dass dies Wort für alle gegeben
worden ist, und dass Ich Mir nie einen Teil davon nur für bestimmte
Menschen aufgespart habe. Macht euch bewusst, dass es in diesem
Werke keine Bücher gibt, in denen Ich irgendeine Lehre vor euch
geheimzuhalten suche. Doch habe Ich euch in jener Zweiten Zeit
durch den Mund Meines Apostels Johannes auch gesagt: "So
jemand Meine Stimme hört und die Tür auftut, werde Ich bei ihm
einkehren und das Mahl mit ihm teilen und er mit Mir." Ebenso
lehrte Ich euch das Gleichnis von den Jungfrauen, damit ihr es euch
in dieser Zeit vergegenwärtigtet.
81. Elias, der zuerst kommen musste, um den Weg des Herrn zu
bereiten, gab sich zum ersten Mal 1866 durch das menschliche
Verstandesorgan kund. Wollt ihr nicht ein wenig Zeit darauf
verwenden, die Zeichen und Ereignisse zu erforschen, die auf allen
Gebieten eintraten und mit dem Zeitpunkt jener Kundgebung
zusammenfielen? Von neuem werden es die Gelehrten sein, die die
Sterne studieren und die in der Antike Magier genannt wurden, die
bezeugen werden, dass der Himmel Zeichen gegeben hat, welche
göttliche Rufe sind.
82. Euch, denen das Glück zuteil wurde, Mich zu hören, sage
Ich: Ich habe an eure Tür geklopft, und ihr habt Mir geöffnet. Ich
habe mit euch gespeist und ihr mit Mir. Ihr saht den Glanz des
Blitzes und hörtet den Donner des Feuerstrahls, und hier bin Ich.
83. Sehet das Sechste Siegel, das gelöst ist und vor euren Augen
offenliegt. Wer hat es gelöst? Wer löste die fünf vorhergehenden? Es
war nicht Mose, nicht Elias, noch irgendein Patriarch. Ich war es,
der Messias, Das Wort, das Opferlamm, denn jenes Buch der
Weisheit ist der Weg und das Leben, und Ich habe euch gesagt, dass
Ich der Weg, die Wahrheit und das Leben bin.
84. Ich sandte Elias, damit er der Welt verkünde, dass das
Sechste Siegel sehr bald gelöst würde, und vom Lichte des Heiligen
Geistes überströmt kam er zu den Menschen herab als Wegbereiter
Meines Kommens in der Dritten Zeit. Ihr wisst schon, wie sich Elias
kundgab, wie sich der Meister offenbart hat, wie viel Er euch
gegeben und euch gelehrt hat. Ich sage euch jetzt nur, dass ihr diese
Lehre in all ihrer Reinheit bewahren sollt, dass ihr euch auf die
Erneuerung und die Vergeistigung zubewegen sollt, damit Mein
Kommen im Geiste geglaubt und Mein Wort mit Achtung und Liebe
gehört wird.
85. Sprecht immer die Wahrheit, und ihr werdet als Jünger des
Heiligen Geistes erkannt werden, denn nicht einmal die
Schneeflocken haben die Reinheit Meines Wortes. Der Widerschein
der Sonne auf dem Schnee der Berge schmerzt eure Augen; doch
das göttliche Licht schmerzt den Geist nicht, noch blendet es ihn.
86. Hört auf Mich, Ich bin Christus, das Wort des Vaters. Ich
komme nicht, um irgendetwas aufzuheben, was seit den ersten
Zeiten offenbart worden ist. Mein Gesetz ist das gleiche, es ist das
Gesetz der Liebe. Die Formen können sich ändern, aber nicht der
Inhalt. Darum habe Ich euch gesagt, dass ihr nicht deshalb, weil ihr
Mein Wort durch Vermittlung menschlicher Wesen vernehmt, es in
Zweifel ziehen sollt.
87. Seht, hier zeigt sich aufs neue Der Weg vor euren Blicken.
Beginnt, eure Seele zu erheben, sagt euch selbst mit innerlichster
Befriedigung, dass ihr Meine Jünger seid. Wer sind die Jünger des
Göttlichen Meisters? Jene, die ihre Nächsten lieben, die Meine
Lehre der Vergebung, der Barmherzigkeit und der Selbstlosigkeit
ausüben.
88. Kleine Kinder seid ihr alle während des Lebens, und alle
befinden sich unter dem Mantel Meiner Vorsehung.
89. Wer in seinem Gebet zu Mir spricht: "Vater, Dein Wille
geschehe an mir", und, wenn ihn eine Prüfung überfällt, ausruft:
"Herr, warum suchst Du mich in solcher Weise heim?" der ist noch
kein Jünger, sondern kaum ein Kinderschüler, denn er hat den
Unterricht nicht begriffen. Wenn ihr danach trachtet, Meine Jünger
zu sein, schaut auf das Leben Jesu, eures Meisters auf Erden,
erkennt Seinen Gehorsam und Seine Ergebung gegenüber dem Vater
von Seiner Kindheit an. Er kam zur Welt, um den Willen Seines
Vaters zu tun, und durchlebte Erniedrigung, Verleumdungen,
Undankbarkeiten, Verachtung, Schmerz und Opferung, ohne von
dem durch den Ewigen vorgezeichneten Wege abzuweichen.
90. Was werdet ihr bezüglich eures Lebenswandels antworten,
wenn ihr einst in die Gegenwart des Herrn kommt? Früher wusstet
ihr, dass jeder für sich selbst Rechenschaft geben muss. Jetzt habt
ihr erfahren, dass von jedem von euch eine Anzahl Seelen abhängig
ist, für die ihr euch ebenfalls verantworten müsst. Seht, darin besteht
die Bedeutung eures Vorbilds im Leben, damit ihr morgen nicht statt
einer süßen und angenehmen Frucht Bitterkeiten ernten müsst.
Vergesst nicht, dass aus jenen Wesen, die Ich euch anvertraute, die
neuen Generationen hervorgehen werden, die den Spiritualismus auf
der Erde zum Erblühen bringen sollen. Jene gesegneten Generationen
sind eine göttliche Verheißung für die Menschheit. Ihr habt
die Pflicht, ihnen den Weg und die Heimstätte zu bereiten und sie in
einer Atmosphäre der Geistigkeit und der Liebe willkommen zu
heißen.
91. Werdet ihr sie erkennen können, wenn sie ankommen?
Müsst ihr dann nicht wach sein? Spürt die Welt etwa dies Geschehen?
— Zuvor müsst ihr eure warnende Stimme erheben, damit
alle die Dornen entfernen, die sie auf dem Weg gelassen haben, und
ebenso die Unreinheiten, damit ihre Kinder sich weder verletzen
noch verunreinigen, wenn sie zur Erde kommen.
92. Einigkeit verlange Ich von dir, Volk, damit Mein göttlicher
Same in deinem Schoße aufkeimt. Ich will nicht, dass ihr unter
Tränen zu Mir kommt wegen eurer Verstöße gegen Mein Gesetz,
oder dass ihr die vergeudete Zeit beklagt. Nichts würde euer Weinen
in jenen Augenblicken wiedergutmachen.
93. Ich habe zu euch in dieser Zeit gesprochen, als ob ihr reine
und unbefleckte Geschöpfe wäret, um euch durch die Liebe
umzuwandeln.
Mein Friede sei mit euch! 

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