BWL - Band III - Unterweisung 75


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band III  - Unterweisungen 56 - 82 
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Unterweisung 75:
1. Ihr erkennt, dass jetzt eine günstige Zeit ist, euch in Meine
Jünger zu verwandeln. Ihr begreift, dass dieser Weg euch zur
vollkommenen Heimat führen wird, die ihr nicht kennt, von der ihr
aber wisst, dass sie existiert und dass sie euch erwartet. Die Augen
eures Körpers werden niemals sehen können, was nur euer Geist
erblicken darf. Aber es bleiben für sie unendlich viele Wunder, um
sich daran zu erfreuen, und wenn ihr sie bewundert, ruft ihr aus:
"Herr, wie groß ist Deine Macht, wie wunderbar Deine Schöpfung,
wie unermesslich Deine Liebe!" — Wahrlich, Ich sage euch: Bleibt
nicht in den Grenzen dessen stehen, was ihr mit euren sterblichen
Augen zu erblicken vermögt, denn jenseits all dessen ist ein
vollkommenes und ewiges Leben.
2. Versucht nicht, euch vorzustellen, wie das Göttliche Vaterhaus
sein wird. Wartet, bis euer Geist es kennenlernt, wenn er zu
ihm gelangt, indem er durch seine eigenen Verdienste aufwärtssteigt.
Wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet euch nicht enttäuscht fühlen,
denn es ist die göttliche Überraschung, die als Belohnung für jedes
Kind Gottes aufgespart ist.
3. Dies irdische Leben ist vergänglich und dient euch als Stufe,
um aufwärtszusteigen, und als (läuternder) Schmelztiegel, um das
wahre Leben zu erreichen. Die Lehre, die Ich euch offenbare, wird
euch den Weg zeigen, damit ihr durch dies Leben zum Licht und
zum Frieden gelangt und euch von den materiellen Fesseln befreit,
die euch der Welt untertan machen. Wer schon hier seinen Geist
durch seine Werke der Liebe an seinen Brüdern für jenen Übergang
vorbereitet, wird sich bei seinem Eingehen in das Geistige Gefilde
in seinem wahren Zuhause fühlen, in seinem wahren Vaterland; er
ist kein Fremder darin. Wer jedoch diese unendliche Sphäre
unvorbereitet betritt, wird sich als Ausländer in einem fremden
Lande fühlen müssen. — Manche glauben nicht an jenes Leben,
andere glauben daran, aber sie fürchten es; doch gibt es auch solche,
die es wegen ihrer zahllosen Leiden heiß herbeisehnen. Diesen
Letzteren sage Ich: Verlangt nicht danach, in das Geistige Leben
einzugehen, nur weil ihr glaubt, in ihm die Befreiung von euren
Leiden zu finden; denn Ich verspreche euch etwas mehr als das in
jenem Dasein. Harret aus, ertragt euren Schmerz, betet und
meditiert, und der Abstand, der euch von Mir trennt, wird sich
verkürzen. Euer Weinen in dieser Welt ist nicht ewig, Ich habe euch
nicht geschaffen, um euch eine schwere Qual aufzuerlegen. Begreift,
dass jeder Schmerz eine Ursache hat, dass diese Ursache irgendeine
Unvollkommenheit von euch ist. Trinkt darum den Inhalt dieses
Kelches, der euch viele Lehren offenbaren wird. Denkt über all dies
nach, bevor Meine Stimme euch ins Jenseits abberuft.
4. So spreche Ich zur ganzen Menschheit. Doch Meinen Jüngern
sage Ich: Ihr sollt meine tapferen Soldaten sein, jene, die eine Spur
der Liebe hinter sich lassen und den Frieden, die Brüderlichkeit und
guten Willen als Banner mit sich führen. Ergründet Meine
Unterweisung, damit ihr nicht durch so viele Theorien und Lehren
verwirrt werdet, die es heute in der Welt gibt. Doch wenn sich
schließlich doch jemand beirren lässt, ist es ein Zeichen dafür, dass
er Mein Wort nicht verstanden hat. Darum sage Ich euch: Forscht
kritisch in Meinem Wort, wenn ihr wollt, doch lasst nicht zu, dass
der Wind es mit sich fortträgt. Bewahrt es in euren Herzen, erinnert
euch desselben in eurer Einsamkeit, und wiederholt es im Frieden
der freien Natur, dann werdet ihr Meine Gegenwart, Meine Liebe
und meine Barmherzigkeit aufs neue fühlen.
5. Welche werden Meister in Meiner Lehre werden? —
Begreift, dass ihr nicht nur mit dem Wort, sondern auch mit den
Werken lehren müsst, denn sie werden das erste sein, was ihr der
Welt zeigen sollt. Die Menschheit ist der Worte müde. Ist es etwa
ein Opfer, das Gesetz zu erfüllen, das euer Herr euch gelehrt hat?
Seinerzeit sagte Ich euch: "Liebet einander, so wie Ich euch geliebt
habe." Und Elias hat euch jetzt gesagt: "Nächstenliebe und
nochmals Nächstenliebe für eure Brüder, dann werdet ihr Meinen
Vater in all Seiner Herrlichkeit schauen."
6. Ihr bildet ein Volk oder vielmehr eine Gemeinschaft geistiger
Wesen, in deren Mitte Ich Mich jetzt und zu allen Zeiten offenbart
habe.
7. Der Messias, den die Propheten ankündigten und auf den die
Patriarchen hofften, der Meister, welcher der Welt Sein Wort und
Sein Leben gab und versprach, dass Er wiederkäme, ist derselbe, der
heute in der Niedrigkeit dieses Volkes erschienen ist, unsichtbar
dem materiellen Auge, aber voll Herrlichkeit und Majestät vor
eurem Geiste. Ich bin nicht gekommen, euch zu verletzen, indem
Ich euch wegen der Art und Weise, in der ihr Mich einst behandelt
habt, Vorhaltungen mache. Konnte Gott etwa das Los nicht
vorauswissen, das Ihn erwartete, als Er Mensch wurde? Wahrlich,
Ich sage euch, der Vater legte sich jenes Opfer aus Liebe zu euch
freiwillig auf. Er wusste, schon bevor Er kam, dass Ihn das Kreuz
erwartete, Er wusste auch, dass Sein Opfer euch die vollkommene
Lehre der reinsten Liebe geben und euch den Weg zeigen würde, auf
dem ihr die Vergebung eurer Sünden erreichen werdet.
8. Begreift, dass Ich der treue Wächter bin, der über allen wacht,
sowohl über den Gerechten, als auch über den Sündern. Wie der
Dieb, der die Nacht erwartet, um die Schlafenden zu überraschen, so
dringe Ich in euer Herz ein. Von dort nehme Ich nur Schmerz mit
Mir und lasse euch dafür als Beweis Meiner Gegenwart Meinen
Frieden zurück. Lernt Mich fühlen in den Geschehnissen eures
materiellen Lebens. Fühlt Mich, wenn ihr euch um den Tisch setzt,
um euer Brot zu essen. Wahrlich, Ich sage euch, in diesem
Augenblick bin Ich gegenwärtig. Esst in Frieden, dann werde Ich es
sein, der euer Brot austeilt — Brot der Eintracht, des Friedens und
des Segens.
9. Wie sehr leidet der Göttliche Geist, wenn Er in den Familien
Zwietracht, Übelwollen und das Fehlen von Nächstenliebe antrifft!
Wenn ihr zum Weg der Liebe zurückkehrt, werdet ihr sogleich den
Frieden Meiner Gegenwart spüren.
10. Meine Unterweisungen sind sehr ausführlich, damit ihr
etwas davon in euch aufnehmt. Wenn jene, die ihr Ausländer nennt,
zu dieser Nation kommen und sie von dieser Offenbarung erfahren,
werden sie Mich neugierig fragen: "Herr, warum liebst du dies Volk
so sehr und hast es durch Deine Unterweisungen bevorzugt ?"
Darauf werde Ich ihnen antworten: "Ich liebe es ebenso wie euch
und die ganze Menschheit. Doch nicht alle hätten Mich in der Form,
in der Ich Mich kundgab, verstandene — Ihr sollt sie nicht als
Ausländer betrachten, sollt sie an euren Tisch setzen und mit ihnen
sprechen; denn unter jenen Herzen sind jene, die Mein Wort zu
andern Völkern bringen werden. Sie werden auf ihrem Wege
aussäen und als gute Soldaten kämpfen. Doch wenn einmal der
Kampf vorüber ist und der Friede wie ein göttlicher Regenbogen am
Firmament erscheint, wird ein geistiger Lobgesang aus allen Meinen
Kindern hervorbrechen, die an verschiedenen Punkten der Erde
waren und doch vereint im Gebet und im Kampf. Dieser Lobgesang
wird jener sein, der lautet: "Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede
auf Erden den Menschen guten Willens."
11. Heute seid ihr noch wie Kinder, die die Liebe ihres Vaters
brauchen. Darum überhäufe Ich euch mit Meinen Liebkosungen,
denn Ich bin euer Vater. Ich dringe in euer Herz und weiß alles, was
ihr in ihm bergt. Niemand kann Geheimnisse vor Mir haben, denn
Ich wohne in euch selbst.
12. Als ihr noch kaum begonnen habt, dies Wort zu hören, war
die Flamme eures Glaubens schwach, sein Licht gering. Doch in
dem Maße, wie ihr Meine Unterweisung nach und nach verstanden
habt, hat sich das Licht eures Glaubens in eine lodernde Fackel
verwandelt.
13. Wahrlich, ich sage euch, nur mit Glauben und mit dem
unerschütterlichen Verlangen, Mein Gesetz zu erfüllen, werdet ihr
diese Wüste durchqueren können wie das Starke Israel der Ersten
Zeit.
14. Weicht nicht zurück vor den Prüfungen des Lebens und
schlagt Meine Unterweisungen nicht in den Wind, denn sie formen
eure Seele.
15. Die Starken werden jene sein, die das beste Zeugnis von
Meiner Kundgebung und Meiner Wahrheit ablegen. Die Schwachen
werden eine Möglichkeit suchen, wie sie Vortäuschen können, dass
sie ihren Auftrag erfüllen, während sie in Wirklichkeit mit ihren
Werken nicht die Liebe und Barmherzigkeit Meiner Lehre bezeugen.
16. Noch sind einige Jahre übrig, in denen ihr weiterhin diese
Unterweisungen hören könnt, damit ihr gebührend vorbereitet seid,
um Meine Lehren weiterzugeben, wenn Mein (gesprochenes) Wort
einmal zu Ende ist.
17. Schon jetzt sage Ich euch, dass ihr nicht mehr als
irgendjemand seid, dass der Glaube, den ihr genährt habt, nämlich
ein Volk von bevorzugten Wesen zu sein, ein Irrtum ist; denn der
Schöpfer in Seiner vollkommenen Liebe für alle Seine Geschöpfe
bevorzugt niemanden. Ich sage euch dies, weil ihr morgen euren
Brüdern die Lehre darlegen sollt, die Ich euch in dieser Zeit
gebracht habe, und Ich nicht will, dass ihr bei den Nachkommenden
als höhere Wesen erscheint, noch soll es den Anschein haben, dass
die Verdienste euch würdig machten, die einzigen zu sein, die Mein
Wort hörten.
18. Ihr sollt verstehende, demütige, schlichte, edelmütige und
barmherzige Brüder sein.
19. Ihr sollt stark, aber nicht anmaßend sein, damit ihr die
Schwachen nicht erniedrigt. Wenn ihr große Kenntnisse über Meine
Lehre besitzt, so sollt ihr euch doch niemals mit eurem Wissen
brüsten, damit sich eure Brüder neben euch nicht minderwertig
fühlen.
20. Ihr sollt euch bewusst sein, dass alles, was ihr in euren
Herzen angesammelt habt, euch nicht gegeben wurde, damit ihr es
hortet, sondern damit ihr Meine Wahrheit euren Brüdern bekannt
macht, von denen jedem Arbeiter von Mir eine Anzahl zugeteilt ist.
21. Wozu euch auf Schritt und Tritt wiederholen, dass alles, was
ihr Gutes tut, zum Wohle eurer Seele sein wird?
22. Hegt nicht selbstsüchtige Wünsche, indem ihr nur an euer
Seelenheil und eure Belohnung denkt; denn eure Enttäuschung wird
sehr schmerzlich sein, wenn ihr euch im Geistigen einfindet, weil
ihr entdecken werdet, dass ihr euch in Wirklichkeit keinen Lohn
erarbeitet habt.
23. Damit ihr besser versteht, was Ich euch sagen will, gebe Ich
euch das folgende Beispiel: Es gibt und hat immer Männer und
Frauen gegeben, die es sich angelegen sein ließen, wohltätige Werke
unter ihren Brüdern zu tun, und die dennoch, wenn sie zu Mir
kamen, Mir keine Verdienste für ihre geistige Glückseligkeit
vorweisen konnten. Was war der Grund dafür? Könnt ihr euch
vorstellen, dass sie Opfer einer Ungerechtigkeit von Seiten ihres
Vaters gewesen sind? Die Antwort ist einfach, Jünger: Sie konnten
nicht Gutes für sich ernten, weil ihre Werke nicht aufrichtig waren.
Denn wenn sie ihre Hand ausstreckten, um etwas zu geben, taten sie
es nie aus einem wahren Gefühl der Barmherzigkeit heraus
gegenüber dem, der leidet, sondern indem sie an sich selbst dachten,
an ihr Seelenheil, an ihre Belohnung. Die einen bewog der
Eigennutz dazu, andere die Eitelkeit, und dies ist keine wahre
Barmherzigkeit, denn sie war weder empfunden noch selbstlos. Ich
sage euch, dass der, der keine Aufrichtigkeit und Liebe in sich hat,
nicht die Wahrheit sät und sich auch keinen Lohn erwirbt.
24. Die augenscheinliche Wohltätigkeit kann euch auf Erden
manche Befriedigungen verschaffen, die der Bewunderung entspringen,
die ihr erregt, und der Schmeichelei, die ihr empfangt;
aber das Scheinbare gelangt nicht in Mein Reich, dorthin gelangt
nur das Wahrhaftige. Dort werdet ihr alle hinkommen, ohne die
geringste Befleckung oder Unlauterkeit verbergen zu können. Denn
bevor ihr vor Gott erscheinen könnt, werdet ihr die Galamäntel,
Kronen, Insignien, Titel und alles, was der Welt angehört, abgelegt
haben, um vor dem höchsten Richter als einfache Seelen zu
erscheinen, die vor dem Schöpfer Rechenschaft ablegen über die
Aufgabe, die ihnen anvertraut wurde.
25. Begreift, dass ihr das Volk seid, das seit der Ersten Zeit auf
Wanderschaft ist. Vereint euch jetzt in einem einzigen Willen, dann
werdet ihr Meine Wunder erleben und sagen können: Gott hat uns
vergeben, der Herr überströmt uns mit Seiner Liebe.
26. Einige von euch kommen im Erdenkleid eines Kindes
hierher, andere in dem eines Jünglings oder einer Jungfrau, und
wieder andere in Greisengestalt. In diesen Körperhüllen kann nur
Mein Blick euch entdecken.
Ich allein kenne die Last, die jeder trägt, und die Sühne, die er
erfüllt. Die Disteln, die sich euch in die Füße gebohrt haben, sehe
nur Ich, und es ist Meine Liebe, die sie entfernt, um dann eure
Wunden zu heilen.
27. Ich will, dass Mein Wort, das ihr bis 1950 empfangen
werdet, euch alle vereint, und dass es nicht der Schmerz ist. Aber
solange ihr sagt: "An so einem Ort ist es nicht Wahrheit, was
übergeben wird", werdet ihr in euren Herzen den Samen der
Spaltung und der Zwietracht hegen. Euer Hochmut und eure
Eitelkeit geben euch das Gefühl, den andern (Bruderschaften)
überlegen und die Ersten zu sein; doch auf diese Weise nehmt ihr
euch nicht den Göttlichen Meister zum Vorbild. Das Wort, das mit
dem Vater eins ist, wurde aus Liebe zu den Sündern Mensch, doch
ihr seid nicht imstande, euren Hochmut, euer falsches Selbstgefühl
von euch zu weisen, um eure Brüder zu lieben, wie Ich es euch
gelehrt habe.
28. Um Mich diesem Volke kundzutun, musste Ich Meine
Stimme materiell hörbar machen, indem Ich Mich eines
menschlichen Stimmträgers bediene, der nicht einmal reinen
Verstandes und Herzens ist. Ihr richtet die Handlungen eurer Brüder,
und wenn ihr diese unvollkommen findet, lehnt ihr sie ab und
distanziert euch von ihnen. Doch Ich frage euch: Ist das die Lehre,
die Ich euch gegeben habe? Wie zu einem neuen Lazarus habe Ich
zu diesem Volke gesagt: "Stehe auf und wandle!" Doch das Leben,
das Ich ihm gegeben habe, ist dafür da, dass es dasselbe der Liebe
und dem Dienst an seinen Nächsten weiht. Aber ihr habt nicht die
Sanftmut des Lammes nachzuleben versucht, ihr seid halsstarrig,
hartherzig, und darum gibt es Kämpfe und Spaltung in eurer Mitte,
womit ihr es den Völkern gleichtut, die sich im Krieg befinden.
Erinnert euch, dass Ich euch gesagt habe: Richtet nicht euren
Bruder, denn euer Gott und Herr wird zur rechten Zeit kommen, um
euch zu richten. Eifert nicht den schlechten Beispielen der
Menschen nach, handelt wie euer Meister. Ihr habt ein vollkommenes
Vorbild, das euch auf eurem Entwicklungswege hin zur
Verheißenen Stadt zur Lehre dienen soll, wo euch die Liebe eures
Vaters erwartet.
29. Wollt ihr, dass unter euch jene Propheten der Ersten Zeit
auftreten, die euch unter Wehgeschrei auf Straßen und Plätzen
verwarnten, damit ihr Buße tun und eure Verfehlungen bereuen
solltet? Wahrlich, Ich sage euch, ihr würdet sie für verrückt halten
und ihnen nicht glauben! Trotzdem werden sich einige erheben und
zu den Menschenmengen vor den Toren der Kirchen und Andachtsstätten
sprechen, wo die Menschen zusammenkommen, um Mir
Anbetung darzubringen, und sie werden das Falsche der Götzenbilder
aufdecken und die Anbetung verkünden, die Gott von Seinen
Kindern will.
30. Hier unter euch ist jeder Stimmträger, jedes geistige
Werkzeug oder jeder Seher ein Prophet gewesen. Ihre Stimmen, zu
einer einzigen vereint, haben sich erhoben, um dies Volk den Weg
(des Heils) durch das Gebet, die Ausübung der Barmherzigkeit und
die Verehrung Gottes mittels eurer Werke der Liebe an euren
Brüdern zu lehren. Wie kommt es, dass ihr zuweilen vom Wege
abirrt, obwohl dieser mit Blut der Göttlichen Liebe markiert ist? Ist
es möglich, dass ihr ihn mit den Wegen verwechselt, welche die
Menschen mit Blut von Brudermorden gezeichnet haben?
31. Euer Gewissen weiß, wie viel Grund Ich habe, so zu euch zu
sprechen. Doch euer Herz widersetzt sich und glaubt, dass Ich mit
übermäßiger Härte zu euch spreche. Dann fragt ihr Mich voll Reue
und unter Tränen, ob ihr etwa zu denen gehört, die diesen Weg
befleckt zurücklassen oder die das Herz ihrer Brüder mit Schmerz
erfüllen? Ich sage euch, dass ihr euch nicht verirren werdet, denn
Mein Weg ist klar und leuchtend, und wer seine Augen öffnet und
ihn sucht, wird ihn bald finden.
32. Ich werde Mein Wort beenden, und später werden Menschen
aus fernen Ländern kommen, um euch zu fragen, ob es wahr ist,
dass Gott zu euch gekommen ist und als Meister zu euch gesprochen
hat. Was werdet ihr dann antworten, und was wird euer Zeugnis
sein?
33. Schon seit langem klopfe Ich an eure Herzenstür, und darum
sagte Ich, dass Ich euch nahe bin; doch ihr habt Mir die Türen nicht
geöffnet, damit Ich eintrete, um in eurem Innern zu wohnen. Ich bin
draußen geblieben und habe weiterhin geduldig angeklopft.
34. Einer der schwersten Charakterfehler ist der der Heuchelei.
Sprecht nicht lautstark von Liebe, solange ihr nicht fähig seid, Mich
in euren Mitmenschen zu lieben. Wie viele von denen, die den Kuss
des Judas verurteilt haben, wollen nicht erkennen, dass sie ihrem
Bruder den Kuss vorgetäuschter Brüderlichkeit gegeben haben und
sie ihn hintenherum verraten haben! Wie viele von denen, die sagen,
dass sie den Notleidenden dienen, sehe Ich gegen Geld Licht,
Wahrheit, Wohltätigkeit bringen. — Warum habt ihr, wenn euch
jemand mit seinen Fragen eingeschüchtert hat, wie Petrus in seinen
Augenblicken der Schwachheit gehandelt, Mich verleugnet und
versichert, dass ihr Mich nicht einmal gekannt habt? Warum fürchtet
ihr die "menschliche Gerechtigkeit" und fürchtet nicht die Meine?
Doch wahrlich, Ich sage euch, zwischen die Göttliche Gerechtigkeit
und eure Sünden stellt sich die Fürsprache Marias, eurer
Himmlischen Mutter, die immer für euch bittet.
35. Ich lehre euch, die Menschenscharen zu führen, obwohl Ich
euch schon in der Zweiten Zeit gezeigt habe, wie sie zu führen sind,
ohne dass sie müde werden — nämlich, indem man sie durch die
Freundlichkeit Meines Wortes neu belebt, sie in der Wüste nährt und
Wunder tut, um den Glauben in ihren Herzen zu entzünden.
36. Ich habe euch gesagt, dass mit dem Jahr 1950 Meine
Kundgabe enden wird, die Ich durch die Verstandesorgane der
Stimmträger bei euch gehabt habe. Doch ebenso sage Ich euch, dass,
bevor Ich sie beende, es Stimmträger geben wird, deren Verstandesorgane
Ich wegen ihrer Unreinheit und mangelnden Vergeistigung
vor der angezeigten Zeit verschließen werde. Doch dies wird
geschehen, damit sie niemanden mit Lehren verwirren, die nicht
Meine Wahrheit enthalten.
37. Mein Licht erleuchtet, doch es blendet und verwirrt nicht.
Ich bin die Wahrheit. Ergründet dies Wort, dann wird euch diese
Offenbarung und euer Gewissen sagen, ob es euch das wahre Leben
lehrt.
38. Erinnert euch, dass es zwei Zeitalter sind, die diese
Menschheit bisher durchlebt hat: Das erste, welches durch das Licht
der Erkenntnis über das Göttliche Gesetz erleuchtet war; das zweite,
das gestärkt war durch die Lehren der Göttlichen Liebe, die Ich euch
in Jesus gab. Schon beginnt eine neue Zeit ihre Strahlen über die
Menschen auszubreiten, und dennoch säen und ernten diese noch
immer den Samen des Bösen, vernichten sie sich gegenseitig, tun sie
sich Schaden an und kämpft Bruder gegen Bruder bis zum Tode.
39. Jahrhunderte und aber Jahrhunderte sind vorübergegangen,
und noch immer werden die Menschen nicht müde, so viel Böses zu
säen und zu ernten, auch sind sie es nicht leid geworden, zu
verursachen, dass so viele Tränen fließen, noch sind sie es müde
geworden, die Erde mit menschlichem Blut zu tränken. Bis zu
welchem Grad von Bitterkeit wollen sie den Schmerzenskelch
leeren, dass er sie auf ihrer unaufhaltsamen Bahn anhalte, und sie
zum wahren Weg zurückkehren? Euer Vater will nicht, dass ihr die
Hefen trinkt, die noch auf dem Grunde jenes Kelches übrig sind.
Dennoch ist es das, was ihr mit eurem Stolz und eurem Hass
erstrebt.
40. Geliebtes Volk, denke daran, dass die Menschen nach
Frieden hungern. Warum bereitet ihr euch nicht vor, damit ihr ihnen
mit euren Werken der Liebe die Gute Botschaft bringt, sie zum
Glauben aufrichtet und zum wahren Leben? Warum ihnen nicht eine
brüderliche Hand reichen, hochherzig und aufrichtig, und sie zur
Besinnung und zum Gebet aufrufen?
41. Ihr werdet bestimmt auf den Hochmut der Wissenschaftler
stoßen, die glauben, alles zu wissen und zu beherrschen, die
glauben, das Geheimnis der Unendlichkeit entdeckt zu haben. Aber
mit welcher Weisheit und Gerechtigkeit werde Ich sie heimsuchen,
und dies wird der Zeitpunkt sein, an dem dies Volk, das schon von
Meiner Lehre zu zeugen versteht, vom Geiste sprechen soll, vom
ewigen Leben und von der Kenntnis der geistigen Zwiesprache mit
Gott. Seine Stimme soll zu den Nationen der Erde gelangen, und
jenes Zeugnis soll wie ein keimfähiger Same sein, der auf
fruchtbares Erdreich fällt.
42. Die Menschen werden ihre geistigen Augen dem Lichte
öffnen. Doch wahrlich, Ich sage euch, bevor dies geschieht, werden
sie noch viele Heimsuchungen durch die Natur erhalten müssen,
durch welche die Menschheit bestürzt und erschüttert wird.
43. Wenn all dies geschehen ist, wird die unerbittliche
Gerechtigkeit Gottes in Erscheinung treten und so großer
Entweihung und so maßlosem Hochmut ein Ende setzen.
44. Wenn die harte Prüfung vorüber ist, werden viele von denen,
die Mich vergessen hatten, sich auf das Gebet besinnen, und viele,
die glaubten, dass — um die Geheimnisse der Natur zu entdecken
und zu erkennen — es unerlässlich wäre, auf jede geistige
Glaubensvorstellung und auf jede Verehrung gegenüber Gott zu
verzichten, werden ihren Irrtum einsehen. Mein Licht wird sie
überströmen und ihnen das eingeben, was ihre armselige Intelligenz
niemals entdeckt hätte.
45. Die Wissenschaftler sind sehr undankbar gewesen, denn sie
haben Den vergessen, der all das geschaffen hat, worauf sie heute so
stolz sind in der Meinung, dass sie es entdeckt haben.
46. Dumm und töricht sind sie gleichfalls gewesen, denn sie
waren von Stolz und Überlegenheitsgefühl erfüllt, weil sie glaubten,
in die Erkenntnis der Schöpfung eingedrungen zu sein, obwohl sie
diese nur oberflächlich kennen.
47. In den geheimen Ratschluß Gottes dringt niemand ein, es sei
denn, dass Er es für gut hält, Seinen Kindern etwas von seinem
Inhalt zu offenbaren. Dies soll euch begreiflich machen, dass — wer
das zu wissen verlangt, was der Herr in Seinem verborgenen
Weisheitsborn hütet — es auf dem Wege der Demut, der Liebe und
der Vergeistigung suchen muss.
48. Die höchste Erkenntnis ist nicht den Menschen mit hochentwickeltem
Verstand, sondern den Menschen mit hoher
Geistesreife vorbehalten.
49. Es würde genügen, wenn ihr, die Zeugen und Hörer dieses
Wortes, diese Lehre bekannt machen würdet, über die die Menschen
nicht nachgedacht haben, und sogleich würden sie, erleuchtet von
ihrem Geiste, Meine Wahrheit in euren Worten erahnen.
50. Ich brauche Menschen guten Willens, mutige und treue
Menschen, die für fremden Schmerz empfindsam sind und eifrig in
der Erfüllung Meines Gesetzes, damit sie als Meine Sendboten
Grenzen überschreiten, Länder durchqueren und die Kenntnis dieser
Göttlichen Botschaft verbreiten — Menschen, die den Grund für die
Heimsuchungen, für Meine Gerechtigkeit, die Kriege, die Zerstörung
und den Schmerz erklären; die außerdem den sicheren Weg
zeigen, Frieden und Gesundheit zu finden, sei es die der Seele oder
die des Körpers.
51. Aus diesem Volke sollen die Herolde, die Propheten Meines
neuen Wortes hervorgehen, die Arbeiter und Sämänner dieser Lehre
der Liebe und Vergeistigung, weshalb es unter euch Läuterung und
Gericht geben muss.
52. Jene Offenbarung Meines Geistes, die in der Zweiten Zeit
von Mir verheißen wurde, ist die, welche du gegenwärtig miterlebst,
Volk. Bedenke, dass ihr Ende schon nahe ist. Nutzt jede Meiner
Unterweisungen, denn nach 1950 werden sie nicht mehr in dieser
Form zu hören sein. Die Stunde ist festgesetzt, und Mein Wille ist
unwiderruflich. Wenn Ich Mein Wort nicht hielte, wäre Ich nicht
mehr euer Vater, denn Ich würde auf die Ebene herabsteigen, in der
jene Menschen sich bewegen, die sich heute in einem Vorhaben
bestärken und sich morgen selbst verraten.
53. In den Ratschlüssen Gottes kann es keine Änderung geben,
denn da Er die Zukunft kennt, kann Er sich nicht irren.
54. Gott hat alles vorhergesehen von Anbeginn, mit höchster
Gerechtigkeit und Vollkommenheit.
55. Begreift das, was Ich euch sage, damit auch ihr beständig
sein könnt in euren Werken, wie es euch euer Meister gelehrt hat.
56. Ich spreche zu euch von der strahlenden Lichtwolke aus,
welche Meine Jünger der Zweiten Zeit in Bethanien schauten und
welche jetzt die Seher geschaut haben. Wahrlich, Ich sage euch,
nicht einmal jene, die Mich zwischen Wolken scheiden sahen,
verstanden die Bedeutung jener Manifestation. Auch nicht die, die
Mich in dieser Zeit im Geiste herabkommen sahen, begriffen den
Sinn jener "Wolke", bis Mein Wort euch alles erklärte und Meine
geistigen Boten es euch begreiflich machten mit ihrem
ausführlichen und klaren Wort. — Auch bei den Jüngern der
Zweiten Zeit war in den Augenblicken, da sie der Himmelfahrt ihres
Meisters zusahen, ohne sie zu fassen, ein geistiges Wesen gegenwärtig,
das ihnen darlegte, dass die Welt diesen Jesus, den sie
zwischen Wolken aufwärtsschweben sahen, in derselben Weise
herabkommen sehen würde, das heißt im Geiste, in einer neuen Zeit.
57. Diese derzeitige Kundgebung ist die Erfüllung jenes
Versprechens, o Volk. Falls einem Meiner Kinder die Art, in der Ich
gekommen bin, allzu unscheinbar erscheint, so kommt dies daher,
weil er sich geistig nicht zu erheben vermochte, um das strahlende
Licht schauen zu können, mit welchem Mein Geist die neue Zeit
erhellt.
58. Auch in der Zweiten Zeit fühlten sich viele Menschen
enttäuscht, die von dem Kommen des verheißenen Messias
träumten, als sie die schlichte äußere Erscheinung Christi sahen, und
darum verneinten sie Mich. Sie vermochten nicht durch die äußere
Armut Jesu hindurch die Gegenwart des Himmelreiches, des
Reiches des Lichtes und der Wahrheit zu entdecken.
Mein Friede sei mit euch!

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