BWL - Band III - Unterweisung 74


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band III  - Unterweisungen 56 - 82 
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Unterweisung 74:
1. Es ist eine Gnadenstunde, in der Ich um eurer geistigen
Erhebung willen Meine Kundgebung unter den Menschen fühlbar
mache. Wenn ihr Mich hört, wendet ihr euch von der Welt ab, um
euch geistig zu sammeln.
2. Fühlt wahrhaft, dass ihr an Meinem Tische seid, in der
Erwartung, dass Ich das Brot austeile und euch den Wein reiche. Ihr
wisst, dass Ich in bildlichem Sinne zu euch spreche und euch an
Mein Wort der Zweiten Zeit erinnere; denn das Brot ist Mein Wort
und der Wein die göttliche Essenz, die in dem Worte ist.
3. Brot und Wein, Körper und Blut, Manna und Wasser, all dies
ist das Sinnbild der Worte, der Liebe und des Lebens gewesen,
welche die ewige Nahrung eures Geistes sind.
4. Das Manna der Wüste und das Wasser aus dem Felsen
versinnbildlichten zu ihrer Zeit das Brot und den Wein des Geistes;
es sind die gleichen Symbole, die Ich beim Abendmahl gebrauchte,
als Ich, von Meinen Jüngern umgeben, zu ihnen sprach: "Esset und
trinket, dies ist Mein Leib, und dies Mein Blut." Mit dieser
Belehrung eröffnete Ich für die Menschheit ein neues Zeitalter, das
der Liebe.
5. Heute versammeln sich neue Jünger um Mich, und die
Menschenscharen folgen wiederum Meinen Schritten. Aber die
Mittel, durch die Ich euch die göttlichen Lehren verständlich mache,
sind nicht mehr nur das Sinnbild oder das Gleichnis; es ist das
unmissverständliche Wort, das zu eurem Verstande mit einer
göttlichen Essenz spricht, die ihr nur mit dem Geiste wahrnehmen
könnt.
6. Denkt nach über diese Unterweisungen, Jünger, und ihr
werdet schließlich begreifen, dass die Zeit der Sinnbilder und
Symbole zu Ende geht, denn eure geistige Entwicklung und
gedankliche Entfaltung erlauben euch, die Wahrheit besser zu
verstehen.
7. Ich bin unter euch, obschon ihr Mich nicht mit euren Händen
berühren oder Mich mit euren sterblichen Augen sehen könnt. Ich
komme im Geiste, um zu euch zu sprechen und euch zu lehren, wie
ihr Mich in eurem Gebete suchen sollt.
8. Ich werde keine materielle Spur Meiner neuen Kundgebung
hinterlassen, so wie Ich auch keine in der Zweiten Zeit hinterließ,
obwohl Ich unter euch gelebt habe. Die Menschheit ist anfällig für
die Abgötterei und dafür, materielle Dinge zu weihen, um sie für
göttlich zu halten und sie zum Gegenstand ihrer Anbetung zu
machen. Was hätte die Menschheit angestellt, wenn sie Meinen
Körper, das Kreuz Meines Martyriums oder den Kelch jenes letzten
Mahles mit Meinen Jüngern hätte bewahren können? Doch alles
wurde ausgelöscht, damit nur Meine göttliche Essenz im Geiste der
Menschheit verbleiben sollte.
9. Auch in längst vergangenen Zeiten entfernte Ich aus den
Augen der Menschen sowohl die Gegenstände, die als Symbol
gedient hatten, als auch die Sendboten oder Wortverkünder. In der
Ersten Zeit, als Mose auf einem Berge war, entschwand er seinem
Volke, das ihn vergötterte. Elias, der Prophet des Feuers,
entschwand in einer "Wolke", die ihn von der Erde hinwegnahm.
Beide ließen wie Jesus in den Seelen nur die Spur ihrer Werke als
geistige Essenz zurück.
10. Jetzt bin Ich hier, in Erfüllung einer Meiner Verheißungen,
und vereinige alle Geschlechter in einem einzigen Volke, und
Menschen verschiedener Rassen in ein- und demselben Apostelamt.
11. Ich vermache der Menschheit ein weiteres Testament voll
Licht und Klarheit. Seht, wie der religiöse Fanatismus bei einigen
Meiner Kinder seinen höchsten Grad erreicht hat, während bei
andern der Materialismus und der Mangel an Glauben ihre Seele zur
Beute genommen haben. Groß und blutig ist der Kampf, der beide
erwartet, bis das Licht wiederum unter den Menschen erstrahlt und
sie den wahren Frieden empfinden lässt, welcher der Liebe der einen
für die andern entspringt.
12. Angesichts eines wahren Chaos von Leidenschaften und
Weltanschauungen wird das Volk als Zeuge und Überbringer Meiner
neuen Unterweisungen an die Öffentlichkeit treten müssen. Um
Glauben zu finden wird es notwendig sein, dass es sich vorbereitet
und sich mit Demut, Gehorsam, Vergeistigung, Stärke und
Barmherzigkeit bekleidet.
13. Fürchtet nicht den Sturm, geliebte Jünger, denn Ich werde
mit euch im Boot sein, und wenn ihr Glauben an Mich habt, werdet
ihr nicht verderben. Ihr sollt voll Glauben kämpfen und bedenken,
dass ebenso, wie ihr die Beglückung habt, Mein Wort zu erhalten,
alle eure Brüder es zu kennen verdienen, denn es gibt schon viele,
die es erwarten.
14. Sagt nicht, Meine Lehre sei schwer in die Tat umzusetzen,
oder dass sie euch harte Entbehrungen auferlegt. Wer Mir mit Liebe
nachfolgt, spürt die Last seines Kreuzes nicht.
15. Dies ist Mein Wort, prägt es eurem Geiste ein, denn bald
werdet ihr darauf angewiesen sein.
16. Das Läuten der wohltönenden Glocke hat euch aufgeweckt,
ihr Schall hat in eurem Geiste Widerhall gefunden, und da habt ihr
euch erinnert, dass dies ein Tag der Gnade ist, an dem der Meister
bei euch erscheint. Schnell seid ihr aufgestanden, mit dem Verlangen,
dies göttliche Wort zu hören, welches für euren Geist Leben
ist und euer Herz mit Zuversicht erfüllt.
17. Fürwahr, Mein Wort enthüllt euch den Weg, den die Stürme
des Lebens euch verdeckt haben. Begreift, dass Ich euch so nahe
bin, wie Ich es allen Menschen bin; Mein Licht ist bei allen. — In
dieser Zeit werden viele Seelen dem Weg des Lichtes folgen und
sich nicht länger verirren. Ihr wäret überrascht, wenn ihr sehen
würdet, dass die Hartherzigen und Halsstarrigen diejenigen sind, die
sich am schnellsten bereitfinden, Meiner Spur zu folgen. Doch der
Grund dafür ist, dass Ich jedem die notwendige Zeit gegeben habe,
um zum Lichte des geistigen Lebens zu erwachen.
18. Wie viele in der Sünde Verhärtete sind in dieser Zeit
herbeigekommen, Mein Wort zu hören, und haben, noch bevor
Meine Lehransprache beendet war, unter Tränen zu Mir gesagt: "Du
bist es, Meister!" Dies geschah, weil Mein reines, gütiges und
überzeugendes Wort zum Herzen jener Menschen sprach. Und Ich
sage euch, dass der, der einmal Meine Gegenwart empfunden hat,
nicht fähig sein wird, sich mit falschen Vorspiegelungen zu
betrügen. — Ihr, die ihr Mich in dieser Zeit gehört habt, rüstet euch
zu, damit ihr von Mir Zeugnis zu geben versteht, denn ihr müsst
Meine Lehre so darlegen, wie Ich sie euch offenbart habe, und nicht
nach eurem Gutdünken oder Willen.
19. So, wie ihr auf eurem Lebensweg einen Freund hattet, der
euch die gute Nachricht brachte, so soll die ganze Menschheit, die
in einer Welt der Mühsale verschmachtet, gleichfalls den Hinweis
erhalten, dass der Herr gegenwärtig ist, und soll Mich hören.
20. Was würde aus euch, wenn Ich in Meiner Barmherzigkeit
nicht die Tage eurer Trübsal verkürzen würde? Ihr wäret schon alle
zugrunde gegangen. In dieser Zeit bin Ich auf der Suche nach den
Sündern, um ihnen eine Aufgabe in Meinem göttlichen Werk zu
geben und ihnen zu sagen, dass Meine Liebe sie niemals
ausgeschlossen hat. Welche Befriedigung und Freude wird einst in
jenen Seelen sein, wenn sie durch die Ausübung der Nächstenliebe
den geistigen Aufstieg erreicht haben. — In der Unendlichkeit
existiert eine Liebe, welche die des Vaters ist, die keinen anderen
Wunsch hat als den eurer Rettung und dass ihr den ewigen Frieden
erreicht.
21. Seit 1866 öffnete Ich erneut den Born Meiner Liebe, der
sich als Trost und Offenbarung auf euch ergossen hat. Ich habe nicht
den Tag Meines Abschieds abgewartet, um euch erst dann zu sagen,
dass ihr darangehen sollt, Meine Unterweisungen in die Tat umzusetzen;
sondern vom ersten Augenblick an, an dem ihr sie
vernommen habt, habe Ich euch gesagt: "Übt Barmherzigkeit aus,
bringt Trost dem Kranken, sprecht von Meiner neuen Offenbarung,
bringt den Bedürftigen und den Verirrten herbei." Und zwar deshalb,
weil Ich nicht wollte, dass ihr zu theoretisierenden Jüngern werdet,
die wunderbar von Meinem Werke sprechen und die nicht fähig
sind, ihren Arm auszustrecken, um den Kranken zu berühren und
seinen Schmerz zu lindern. War euer Herz nicht von Wonne erfüllt,
als der Todkranke durch eure Fürsorge und eure Gebete zum Leben
zurückgekehrt ist und ihr hörtet, dass seine Lippen euch segneten?
22. Die Zeit ist sehr nahe, in der diese Meine Kinder euch Mein
Wort nicht mehr übermitteln. Ich werde weggehen, und der Meister
wird euch nicht länger diese Unterweisung geben. Ich will, dass bis
dahin das Verlangen nach tätiger Nächstenliebe in euren Herzen sich
geläutert hat und die Vergeistigung in euer Leben Eingang gefunden
hat. Elias, euer geistiger Hirte, kündigte euch Mein Kommen an und
sagte euch auch den Tag Meines Scheidens voraus.
23. Mein Wort, das einfach und bescheiden in seiner Form ist,
ist tief in seinem Gehalt, und so wird es sein bis zum letzten Tag.
Bittet Mich nicht, dass Ich mit gewählten Worten zu euch spreche,
denn euer Geist braucht sie nicht, um Meine Unterweisung zu
verstehen.
24. Ich kenne die, welche Meine Lehre Meinem Willen gemäß
in die Tat umsetzen, und die, die sich von ihrem Wesenskern
entfernen. Nichts ist Meiner Weisheit verborgen, und wahrlich, Ich
sage euch, wenn ihr zu Mir gelangen wollt, so kommt auf der
Himmelsleiter der Liebe, der Barmherzigkeit, der Gerechtigkeit und
der Demut.
25. Strebt nicht danach, dieses geistige Werk in ein materielles
Werk umzuwandeln, in der Hoffnung, seine Früchte hier auf Erden
zu erblicken. Zweifelt nicht am Sieg Meiner Lehre, habt Glauben an
sie, und ihr werdet die Ebenen in Berge und die Wüsten in grüne
Auen verwandeln können. Bedenkt, dass in der Zweiten Zeit, als
Jesus am Kreuze starb, verlassen von Seinen Jüngern außer von
Johannes, diese dachten, dass alles zu Ende wäre. Trotzdem begann
später in den Herzen der göttliche Same zu keimen, der nicht
sterben konnte, weil er beständig durch das Blut der Märtyrer
bewässert wurde — das Blut, welches Liebe und Glauben war.
26. Ich sage euch, in dieser Zeit muss Mein göttlicher Same mit
Werken der Barmherzigkeit, mit Tränen der Reue und der
Versöhnung bewässert werden.
27. In dieser Zeit habe ich euch aus einer neuen Knechtschaft
befreit: den Versuchungen, den Vergnügungen, den Lastern, die wie
der tyrannische und grausame Pharao sind, der euch in Ketten
geschlagen hat. Morgen wird die Menschheit diese neue Befreiung
feiern — nicht mit Festlichkeiten oder mit Traditionen, sondern
durch die geistige Liebe des einen zum andern.
28. Die Tieropfer, die ihr auf dem Altar Jehovas darbrachtet,
wurden von Ihm angenommen. Doch es war nicht die beste Form,
um euren Geist zum Herrn zu erheben. Da kam Ich als Jesus zu
euch, um euch das göttliche Gebot zu lehren, das euch sagt: Liebet
einander. Jetzt sage Ich euch, dass die Lehren, die Ich euch in der
Zweiten Zeit durch die Werke Jesu kundgab, das eine mal verändert
und das andere mal schlecht ausgelegt worden sind. Darum bin Ich
gekommen, wie Ich es euch ankündigte, um Meine Wahrheit zu
erhellen. Mein Opfer damals verhinderte viele Tieropfer, und Ich
lehrte euch eine vollkommenere Verehrung Gottes. Meine neue
Offenbarung in dieser Zeit wird bewirken, dass die Menschheit
begreift, dass ihr die symbolischen Kultformen nicht verwenden
dürft, ohne zuvor ihre Bedeutung zu ergründen, da sie nur eine
sinnbildliche Darstellung Meiner Lehren sind.
29. Bevor Ich von einem Herzen empfunden werde, erscheint
Elias bei ihm, um ihm zu sagen, dass es seine Sünden bereuen soll,
weil der Herr sich naht. dasselbe tat er in der Zweiten Zeit durch den
Täufer, als dieser gebot, sie sollten Buße tun und sich läutern, weil
das Himmelreich näherkam.
30. Meine Vaterliebe gelangt in diesem Augenblick zum Geist
und Herzen der vielen Menschen, die Mich hören. Dies ist die
angekündigte Zeit, in welcher der Geist der Wahrheit zu den
Menschen herabkommt. Hört seine Stimme in der Unendlichkeit,
erkennt ihn im Unsichtbaren, fühlt ihn in eurem Herzen. Meine
Liebe und Meine Inspiration helfen eurem Geist, aufwärts zu steigen
und Meine Unterweisungen zu empfangen.
31. Die Menschen legten Mein Gesetz schlecht aus und
verfälschten Meine Lehren. Darum gieße Ich in dieser Zeit Mein
Licht auf jeden Geist und auf jeden Verstand, damit ihr die Lektion,
die Ich euch durch das Leben gegeben habe, begreifen lernt. Diese
Welt, die eine Heimstatt von unvollkommenen Wesen gewesen ist,
von Seelen in der Sühne, wird eine Stätte des Lichtes und der
Vergeistigung sein. Heute reinigt Meine Gerechtigkeit die Felder
und reißt das Unkraut mit der Wurzel aus, um es durch das Feuer
der Sühne und der Liebe zu vernichten.
32. Die brudermörderischen Kriege, seit alter Zeit voraus
verkündet, lassen euch Tag für Tag erbeben. Die Berichte darüber
beunruhigen euch, und seine Folgen lassen euch Tränen vergießen.
Diese Menschen, die durch ihr Machtstreben und ihren Hass die
Kriege verursachen, sind Meine Kinder, die Mich an Altären suchen
und Mich in Tabernakeln anbeten, ohne sich bewusst zu machen,
dass sie Mir statt einer Gabe der Liebe das Blut ihrer Opfer
darbringen. Ach, blinde Menschen, die sich in ihrem Hochmut
unumschränkt herrschend fühlen und dabei vergessen, dass sie sehr
klein sind gegenüber Meiner Göttlichkeit! — Die menschliche
Eitelkeit ist an ihre Grenze gelangt, und es ist nötig, dass Ich sie
Meine Gegenwart und Meine Macht fühlen lasse. Es ist nicht
erforderlich, dass Ich Meine ganze Allmacht gebrauche, um euch
Meine Größe zu beweisen. Ein schwacher Stoß oder ein leichter
Hauch der Naturgewalten genügen Mir, um dem törichten und eitlen
Menschen seine Kleinheit zu beweisen.
33. Wie damals das Goldene Kalb abgeschafft wurde, so wird in
dieser Zeit die Anbetung des Reichtums verschwinden. Und ebenso,
wie die Händler aus dem Tempel vertrieben wurden, so werden jetzt
jene heimgesucht werden, die unter Ausnutzung der Schwäche und
der Unwissenheit aus dem Schmerz ihrer Mitmenschen Gewinn
ziehen.
34. Die Menschen haben einen Kampf mit ihrem Herrn
begonnen; doch überall, wohin sie sich auch wenden, erleben sie,
wie Ich ihnen den Weg für ihre Übeltaten versperre. Aber die,
welche in diesem Kampfe nicht auf die Stimme ihres Gewissens
hören, finden den Tod und das Gericht, und danach die Sühnung.
35. O Jünger, die ihr Mich hört — erforscht die Offenbarung des
Sechsten Siegels! Dort werdet ihr alles entdecken, was ihr heute
seht, hört und erlebt. Doch wenn ihr Glauben an Mein Wort habt, so
ergründet es und bewahrt es in euren Herzen. Denn schon ist das
Jahr 1950 sehr nahe, mit dessen Ende ihr Meine Stimme nicht mehr
in dieser Form hören werdet.
36. Ein Wirbelwind hüllt diese Menschheit ein. Doch wahrlich,
Ich sage euch, Mein Wort wird eure Verwirrung nicht vermehren. Es
ist Licht, das eurem Geist die Richtung weist und eure Einsicht
erhellt, um euch in eurer geistigen Entwicklung beizustehen.
37. Ich bin von neuem bei euch und erinnere euch an eure
Liebesmission unter der Menschheit. Währenddessen geht Elias
überall hin auf der Suche nach verirrten Schafen, um sie auf seinen
Schultern zum Gehege zu bringen, damit sie dort die Liebe ihres
Schöpfers finden.
38. Erinnert euch, dass Ich der Weg bin, der den einlädt, der ihn
vergessen hat. Ich verbreite Mein Wort unter euch, damit ihr morgen
mit euren Werken der Liebe Zeugnis von ihm ablegt. Viele werden
die einfachen Häuser aufsuchen, in denen Ich Mich offenbarte, und
euch an die Zeiten erinnern, in denen Ich durch den Stimmträger zu
euch sprach, damit ihr ihnen die Art und Weise erklärt, in der Ich
Mich kundtat, sowie die Liebestaten und Wunder, die Ich unter euch
tat. Nur die Erinnerung wird unter diesen Dächern bleiben, denn
Mein Wort und sein Widerhall werden in euren Herzen aufbewahrt
bleiben. — Ich bereite derzeit die Jugend zu, damit diese später
diejenigen empfängt, die Mein Wort nicht gehört haben und die im
Verlangen nach liebevoller Hilfe herbeikommen. Wie viele werden
weinen, weil sie Mich nicht gehört haben! Doch sage Ich euch auch:
Wie viele von denen, die Mich hörten, werden weinen, weil sie sich
nicht zugerüstet haben, und wenn sie gewahr werden, dass Mein
Wort sich nicht mehr kundgibt, werden sie begreifen, dass sie die
Liebesgabe des Vaters nicht genutzt haben, um Seine Göttliche
Lehre zu lernen, Seine Unterweisungen von unendlicher
Barmherzigkeit und Liebe. Sie werden ihren Blick auf den Platz
richten, auf den der Wortträger sich niedersetzte, um das Göttliche
Wort wiederzugeben, und werden nur die Leere sehen.
39. Die Jahre fliehen schnell dahin, sie sind wie Augenblicke;
bald werdet ihr Mich nicht mehr hören, weshalb Ich euch sage:
Lasst Mich euch heilen, euch liebkosen und trösten und euch Meine
Unterweisung geben. Ich kam, um euch zugerüstet zurückzulassen;
doch wenn ihr schwach sein solltet im Glauben und im Wollen, dann
werdet ihr krank werden, und wer in der Welt wird zu euch sprechen
können, euch unterweisen und heilen können, wie Ich es tat?
40. Wenn ich euch sagen würde, dass ich Mich immer direkt mit
eurem Geiste verbinden wollte, indem ich Meine Stimme in eurem
Herzen vernehmbar mache, so würdet ihr mir nicht glauben. Aber
nur eure Erdgebundenheit und euer Zweifel waren der Grund,
weshalb der Herr sich durch bestimmte Verstandesorgane kundtat,
die Er durch Seine Liebe zubereitete, damit ihr Mich auf diese
Weise hören könntet und beim Studium Meiner Unterweisung die
Größe meiner Barmherzigkeit zu begreifen vermöchtet.
41. Wenn Ich euch sagen würde, dass eure Seele sich während
des Schlafes eures Körpers zuweilen loslöst und sich den Schwellen
des Jenseits nähert und Mich sucht, würdet ihr es bezweifeln. Doch
es hat euch an Zurüstung und Glauben gefehlt, um jene Augenblicke
geistig nutzen zu können, und Ich musste Seher und Propheten
erwecken, damit sie euch helfen und euch vom Morgen sprechen,
euch wach rütteln und euch ermahnen, dass ihr wachet und betet.
42. Glaubst du, Mein Volk, dass dieser Mensch, durch den Ich
Mich kundtue, derjenige ist, der euch das Wort gibt? Nein, Meine
Kinder, es ist euer Meister. — Glaubt ihr, dass der Geist Gottes sich
in dem Wortträger befindet, während er spricht? Auch dies trifft
nicht zu. — Ich habe euch gesagt, dass ein Strahl Meines Lichtes
genügt, um sein Verstandesorgan zu erleuchten und zu inspirieren,
wobei Ich auf seine Lippen einen unerschöpflichen Strom von
Worten voll bedeutender Lehren lege, als Beweis für den Ungläubigen.
Hört Mir während dieser Zeit aufmerksam zu, damit ihr
für die kommenden Prüfungszeiten stark seid.
43. Bevor ihr Meine geistige Gegenwart empfangt, habt ihr zu
eurer Himmlischen Mutter gebetet, um sie zu bitten, dass sie euch
helfe, Mir in euren Herzen ein Heiligtum zu bereiten. Dafür segne
Ich euch, Meine Jünger. Höret Mein Wort, welches der Weg ist, der
zum Vollkommenen, zum Ewigen führt.
44. Ihr fragt Mich: Wie sind die göttlichen Heimstätten und das
Leben der vollkommenen Wesen? Wahrlich, Ich sage euch, fragt
nicht, was ihr derzeit nicht verstehen könntet. Handelt nach Meinen
Gesetzen, dieses Tun wird euch Schritt für Schritt höherbringen auf
der Stufenleiter zur Vollkommenheit, von der aus ihr werdet sehen,
bewundern und erkennen können, wie Vieles der Vater für das Glück
Seiner Kinder in Bereitschaft hält.
45. Obschon euer Geist Bewohner des Geistigen Gefildes
gewesen ist, hat er sehr wenig gesehen und weiß beinahe nichts von
jenem Leben. Wie wollt ihr von hier aus die Schwellen dessen, was
ihr Seligkeit oder Himmel nennt, betrachten?
46. Die Augen eures Körpers waren bestenfalls in der Lage, die
nächsten Sterne zu betrachten; eure Wissenschaft hat euch nicht viel
weiter gebracht, und euer Geist, der die Entfernungen aufheben und
dem Menschen das Unsichtbare enthüllen könnte, da er in sich und
außer sich das geistige Wissen, das um ihn ist, erfühlt, lässt sich
vom Materialismus der Welt mit fortreißen, verschmilzt mit seinem
Körper, und statt aufwärtszusteigen, erniedrigt er sich, und anstatt zu
bewundern, zweifelt er.
47. Manchmal, wenn ihr die Wunder der Schöpfung bestaunt,
ruft ihr überwältigt aus: "Herr, wie groß ist Deine Macht!", ohne
euch bewusst zu sein, dass alles, was euch umgibt, nichts als ein
schwacher Abglanz dessen ist, was das Ewige Leben ist.
48. Zwar will Ich mit Meinem Worte euer Interesse für das
Geistige Leben wecken; doch begreift, was Ich euch sage: Um jenes
Leben zu erreichen, müsst ihr durch die Entwicklung eures Geistes
zu ihm gelangen, und nicht nur durch die eures Verstandes. Die
Intelligenz, das Herz, die Gefühle und alle eure Fähigkeiten müssen
sich mit dem Geiste vereinen, dann werdet ihr die notwendige
Höherentwicklung erreichen, um die Herrlichkeit eures Vaters
schauen zu können. Aber wenn der Geist sich der Fähigkeit des
Verstandes anvertraut und sich diesem hingibt, dann wird sein
Erkenntnisvermögen begrenzt sein, wie es alles Menschliche ist.
49. Der Himmel ist nicht ein bestimmter Ort im Universum,
Meine Herrlichkeit ist überall, im Geistigen und im Materiellen.
Sagt ihr nicht, dass Gott im Himmel, auf Erden und an jedem Orte
ist? Begreift also, was ihr sagt, damit ihr versteht, dass dort, wo Gott
ist, auch Seine Herrlichkeit sein muss.
50. Ich will, dass ihr in diesem unendlichen Vaterhause wohnt,
dass ihr in einen Zustand geistiger Erhebung kommt, so dass ihr
überall im Universum, wo ihr euch auch befindet, die Seligkeit des
Göttlichen fühlt, dass ihr euch des Ewigen Lebens erfreut und die
Gegenwart des Schöpfers erlebt. Diese Bergeshöhe haben nur die
erreicht, die Mich zum Vorbild genommen haben und die Liebe als
Weg.
51. Wer diese Lehre versteht, muss erkennen, dass diese Welt
nur ein kleiner Aufenthaltsort ist, welcher den Geist augenblicklich
festhält, um ihm grundlegende Lehren zu offenbaren. Seit den ersten
Zeiten brennt eine Fackel des Glaubens, um mit ihrem geistigen
Lichte den Weg der Menschen zu erhellen. Aber wie wenige haben
sich nach ihm ausgerichtet! Wie wenige haben auf dem Wege
ausgeharrt, und wie viele mussten, als sie an jenen Scheideweg
kamen, wo sie der Tod anhält, vor dem Geistigen erscheinen, als ob
sie Fremdlinge wären, ohne die Wege, die Gesetze und die Pflichten
der Geistigen Welt zu kennen, welche die wahre Heimat des Geistes
ist! Wie ungerecht seid ihr zu euch selbst gewesen!
52. Heute erläutere Ich euch Meine Lehren, damit Ihr umkehrt
und im Bewusstsein des Zieles, das ihr verfolgt, den Weg zum
wahren Leben einschlagt. Und wenn dann der Tod kommt, um euch
vom Fleische zu befreien, kann eure Seele sich erheben und zur
Geistigen Welt gelangen, ohne dass sie Verwirrung überfällt, was
etwas Schlimmeres ist als der Tod. Wenn ihr all dies wisst, werdet
ihr in der Überzeugung leben können, dass ihr nur Durchreisende
auf der Erde seid, kleine Kinder, die diese Schule durchlaufen
mussten. Verwünscht nicht eure Leibeshülle, so widerspenstig und
rebellisch sie auch ist, und verabscheut es auch nicht, das Leben
dieser Welt ertragen zu müssen, das ihr als ein trügerisches Paradies
voller Versuchungen und Abgründe betrachtet habt. Denn dies
Fleisch, das ihr als Hilfsmittel habt, um auf dieser Erde zu leben,
wird kein Hindernis für eure geistige Aufwärtsentwicklung sein oder
für eine tugendhafte Lebensführung, wenn ihr imstande seid, seine
Schwächen, Leidenschaften und Nöte zu beherrschen, um in euren
Herzen nur den Samen der Vergeistigung keimen zu lassen. Dann
hält diese Erde und die Natur, die den Menschen umgibt, neue
Lektionen und auch Geheimnisse bereit, welche die zukünftigen
Generationen kennenlernen werden.
53. Nicht mehr der Schmerz des Meisters wird die Menschen
bessern, noch die Kriege, die den Hochmut der Völker heimsuchen,
noch das Elend, welches das Herz der Menschen läutert. Andere, bis
jetzt unbekannte Lektionen werden die Menschen jener Zeiten
erhalten, die Ich euch heute ankündige.
54. Segnet euren Schmerz, wischt eure Tränen nicht im Zorn ab,
segnet euer Brot, so dürftig es auch ist. Denn so überaus langanhaltend
euch eure Trübsal hier auf der Welt auch erscheinen mag
— wenn ihr einst im Geistigen Leben seid, werdet ihr das Gefühl
haben, als ob es eine Minute gewesen wäre, und ihr werdet all das
Gute erkennen, das sie euch erwies.
55. Der Himmel ist der Zustand der Vollkommenheit. Ich habe
ihn euch als eine unermesslich große und blendendweiße Stadt
versinnbildlicht, die ihr durch euren Mut, durch euren Glauben und
durch euren unerschütterlichen Willen einnehmen sollt. Seid
Soldaten dieser Sache! Vereinigt euch alle, die ihr bereits dieses
hohe Ziel vor Augen habt, schreitet unbeirrt voran und gewinnt
Schlachten im Leben, bis ihr es geschafft habt, dass jene Stadt sich
denen ergibt, die sie mit ihrer Liebe eroberten. Diese Stadt ist eure
Heimstätte, dieses Heim ist das Universum ohne Ende, wo der
Schöpfer mit Seinen Kindern wohnt.
56. Tragt Mein Wort in euren Herzen und erinnert euch in der
Einsamkeit eures Kämmerleins oder im Frieden der Natur an
dasselbe und ergründet es. Seid Meine guten Jünger.
57. Euch, die ihr die Gnade gehabt habt, Mich in dieser Form zu
hören, sage Ich: Bewahrt Mein Wort, studiert es, setzt es in die Tat
um in eurem Leben, denn bald wird es nicht mehr zu hören sein. Ich
will, wenn dies geschieht, dass ihr als Meister zurückbleibt, fest
gegründet in Meiner Lehre, und nicht als verwirrte Jünger oder als
Kinder, die sich verwaist fühlen.
58. Heute könnt ihr noch die Menschen herbeirufen, damit sie
Meine Kundgebung hören; morgen, wenn 1950 vorüber ist, werden
sie nur noch die Stimme Meiner Jünger und Zeugen vernehmen.
59. Zweifelt nicht an den Menschen, so hartnäckig und
fanatisch ihr sie auch in ihrer Religionsausübung erleben mögt. Jede
Seele befindet sich im Entwicklungszustand, und für jede ist der
rechte Zeitpunkt gekommen, um diese Offenbarungen zu
empfangen.
60. Jünger, begreift eure Aufgabe und nehmt sie an mit jener
Liebe und jenem Gehorsam, mit dem Jesus Seine Bestimmung
annahm. Betet, wachet, trinkt den Leidenskelch mit Geduld und
tragt euer Kreuz mit Liebe. Segnet alles innerlich und vergebt
denen, die euch verletzt haben, von Herzen und durch die Tat.
61. Selig, die Mir unter Tränen sagen: "Meister, ich lege meinen
Schmerz in Deine Hände, Dein Wille geschehe an mir." Mein Wille
ist, dass ihr Meinen Frieden habt, o geduldiges und armes Volk, aber
vergesst für einige Augenblicke eure Leiden und bittet für die Welt,
betet für die Nationen. Liebet einander!
Mein Friede sei mit Euch!

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