BWL - Band II - Unterweisung 46


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 46:
 
 1 Selig seid ihr, die ihr herbeigeeilt seid, als ihr den Liebesruf hörtet, der euch zum geistigen Festmahle lud, um die Speisen des ewigen Lebens zu genießen. Ich habe euch diese gebracht in Erfüllung des Versprechens, das Ich eurem Geiste durch Jesus gegeben habe.
2 Wenn Ich sehe, dass ihr auf dem Wege eurer Entwicklung ermattet, nahe Ich Mich euch, um euch mit Kraft zu erfüllen, und sage euch: "Geht Schritt für Schritt bis zum Ende des Lebensweges, mit der Hoffnung, das Verheißene Land zu erreichen. Dort werdet ihr die Belohnung für euren Glauben und eure Beharrlichkeit in jenem gesegneten und wahren Frieden finden, den euer Geist so sehr ersehnt."
3 O Volk, das Mein Wohlgefallen hat und das Ich Israel nannte, Kind des Lichtes und Jünger des Heiligen Geistes: Beachtet es nicht, falls euer Körper in Lumpen gehüllt ist oder eure Füße nackt sind — eure geistige Würde beruht nicht auf dem Materiellen. Prüft die Werke eures Lebens im Lichte eures Gewissens, damit ihr wisst, ob eure Seele rein von Sünde ist.
4 Wenn ihr angesichts des Zweifels und des Spottes eurer Brüder Schmerz empfindet, so bejaht ihn. Wisst ihr etwa, ob nicht ihr zu jener Zeit schreiend von Pilatus gefordert habt, dass er Mich kreuzige? Wisst ihr etwa, ob ihr nicht zu denen gehörtet, die Meine Apostel verfolgten und ihnen den Leidenskelch zu trinken gaben?
5 Bei dieser Frage verstummt ihr, doch Ich sage euch: "Vergebt, wenn ihr beleidigt werdet, macht aus Meinen Worten nicht zweischneidige Waffen, um eure Brüder zu verwunden. In dieser Zeit soll euer entwickelter Geist Gelassenheit erlangen; sie soll alle eure Werke, Worte und Gedanken leiten. Euer geistiges Alter ist nicht mehr das eines Kindes, und durch Meine Unterweisung habt ihr aufgehört, kleine Kinder zu sein, und seid zu Jüngern geworden.
Vollbringt eure Werke innerhalb Meiner Lehre, ohne diese zu verändern oder zu entweihen. Entfernt niemanden aus eurem Umgang, auch wenn ihr in einem eurer Brüder Flecken oder Fehler erblickt. Sagt nicht, dass es Unkraut ist, wenn jemand Meiner Lehre unvollkommene Vorstellungen beimischt oder schlechten Gebrauch von seinen Gaben macht. — Berichtigt ihn liebevoll und führt ihn mit Barmherzigkeit.
Nur in dem Falle, dass er sich in seinen bösen Neigungen versteift und euch verkennt, lasset ab von ihm, betet für ihn und überlasst die Sache Mir.
6 Ich bereite euch zu, damit ihr mit Meinem Lichte denen die Auferstehung bringt, die für das Leben der Gnade tot sind, und damit euer Gebet sie rettet und eure Werke ein heilsames Vorbild für eure Brüder sind. Meine Kinder, denkt an das, was ihr eurem Vater darbringen werdet, wenn ihr euch in Seiner Gegenwart befindet.
7 Es ist der Geist der Wahrheit, der zu euch spricht. Ihr habt den Baum an seiner Frucht erkannt, und diese Quelle an seinem klaren Wasser; darum folgt ihr dieser Spur. Aber es ist notwendig, dass ihr diese so große Liebe, die ihr für Mich fühlt, von jeder Selbstsucht, von jedem Zwist mit euren Nächsten reinigt, damit sie rein und des Vaters würdig ist.
8 Seid demütig, auch wenn ihr fühlt, dass der Schöpfer große Gaben in euer Wesen gelegt hat. Bedenkt, dass Ich niemandem eine Krone gebracht habe, um ihn zum König zu machen.
9 Menschenscharen, die ihr versammelt seid und Meinem Worte lauscht: Schon nähert sich der Tag, an dem ihr dieses Wort nicht mehr hören werdet und euch allein fühlt, obwohl Meine geistige Gegenwart bei euch ist. Dann wird ein neuer Zeitabschnitt beginnen, in welchem Ich euch an Körper und Seele reinigen werde, in welchem Ich die Gottesverehrung und die sich darauf beziehenden Bräuche dieses Volkes läutern werde, damit es dann in andere Provinzen und in andere Länder geht, um die gute Botschaft Meines Wortes hinzubringen und mit ihren Werken die Liebesunterweisungen Meiner Lehre zu bezeugen.
10 Ich habe vorausgesagt, dass nach dem Jahre 1950 die Scharen, die dieses Volk bilden, bereits versuchen werden, die Verbindung von Geist zu Geist zu erreichen, denn dann werde Ich euch Mein Wort nicht mehr über den menschlichen Verstand geben. Was werdet ihr dann mit Meinen Geboten und Meinen Lehrsätzen machen? Worin wird das Vorbild der Vergeistigung, des Gehorsams und des Glaubens bestehen, das ihr denen darbieten sollt, die noch in euren Kreis eintreten sollen? Was wird das Vorbild und der Samen sein, den ihr den kommenden Generationen hinterlasst?
11 Erkennt, dass jene Zeit schon nahe ist, und dass sie der Anfang der geistigen Verbindung (mit Gott) sein wird, das Ende der Herrschaft der Abgötterei und des religiösen Fanatismus.
12 Aus fernen Ländern werden Gruppen von Menschen zu dieser Nation kommen auf der Suche nach diesem Zeugnis. Ihr werdet sie mit der ganzen Liebe eures Herzens empfangen und ihnen das "Buch des Wahren Lebens" zeigen, das ihr aus den Unterweisungen gebildet habt, die Ich euch gegeben habe, ohne dabei zu vergessen, dass eure Werke und Empfindungen einen Bestandteil des Buches bilden müssen, das ihr vorstellt.
13 Nutzt die Jahre, die euch noch zur Belehrung und geistigen Wonne durch das Hören Meines Wortes verbleiben; gebt nicht Anlass, dass diese Zeit eine solche des Gerichts und der Beanstandungen ist. Lasst es nicht soweit kommen, dass ihr vom ersten Worte an, das euch der Sendbote Elias zu Beginn dieser Kundgabe brachte, bis zum letzten, das Ich euch gebe, (um eures Ungehorsams willen) mit Sühne und Schmerz bezahlt.
14 Um jede Entweihung zu vermeiden, werde Ich dieses "Arbeitsfeld" säubern und alle heimsuchen, die Ämter erhalten haben. Diese Reinigung werde Ich auf alle Bereiche eures Lebens ausdehnen, nicht nur auf den geistigen. Dieselben, die Mein Gesetz entweiht haben, sollen dafür sorgen, dass die Flecken abgewaschen werden, die sie ihm aufgedrückt haben.
15 Volk, Ich will, dass Mein Friede sich durch euren Geist, euren Blick und euer Lächeln kundtut. Ich will nicht, dass sich in einem vom Leiden abgezehrten Gesicht Verbitterung oder Friedlosigkeit widerspiegeln. Ihr seid ein Volk, das im Schmerze geboren wurde und das die Aufgabe hat, ihn zu besiegen; das sein Kreuz mit Aufopferung und Liebe trägt, seinen Nacken beugt und die Schwächen des Körpers überwindet. Leert euren Kelch mit Geduld, erkennt, dass Mein göttliches Wort euch zu jedem Zeitpunkt von euren Wunden heilt.
16 Wann wird dies Wort zur ganzen Menschheit kommen? Die Triller dieser "Nachtigallen"* sind nicht in die Ferne gedrungen, sie haben den süßen Klang Meiner Unterweisungen nicht zu den Luxushäusern der Großen oder zu den Wohnsitzen der Mächtigen gelangen lassen. Sie sind nicht zu den Schlachtfeldern gelangt, die mit dem Blute der Männer getränkt wurden, noch zu den Geistern, die damit beschäftigt sind, den neuen Turm von Babel zu errichten, oder die im neuen Sodom wohnen. Doch das Wort, das während der letzten Jahre Meiner Kundgabe über eure Lippen kommt, wird die Botschaft sein, die morgen alle eure Brüder erreichen soll; denn dazu reinige Ich euch in diesen Augenblicken und bereite euch vor.
* Ein poetischer Ausdruck für das göttliche Wort durch die Stimmträger
17 Zu euren Ohren sind nur die Klagen der Witwen und Waisen gelangt, zusammen mit den Kriegsgerüchten, den Nachrichten über große Nöte und Tragödien, die ihr noch nicht erlebt und erlitten habt.
18 Ihr habt durch Mich erfahren, dass ihr Kinder des Volkes Israel seid, und durch die Geschichte wisst ihr, dass dies Volk sich in den vergangenen Zeiten das "Volk Gottes", das Auserwählte, nannte, jenes, auf das sich alle Gnaden des Himmlischen Vaters ergossen. Heute will Ich, dass ihr wisst, dass jenes Volk, das Ich in dieser Zeit von neuem zur Erde gesandt habe, niemals mehr geliebt worden ist als die übrigen Völker, und wenn es viele Gnadenerweise von Mir empfing, es in der Absicht geschah, dass es diese mit den andern (Völkern) teilen sollte, damit es für alle seine Nächsten Licht, Weg, offenes Buch und Erlösung wäre.
19 Erfüllte dies Volk etwa seinen Auftrag in den vergangenen Zeiten? Erfüllt es etwa dies Gesetz der Liebe und Brüderlichkeit in der Gegenwart? — Wenn ihr die alte Geschichte dieses Volkes kennt, wird euch nicht unbekannt sein, dass auch auf ihm große Heimsuchungen, Nöte, Gefangenschaft, Hunger, Seuche und Erniedrigung lagen, wegen seiner Treulosigkeiten und seines Ungehorsams. Es war weder die Liebe, noch der Gehorsam gegenüber Meinem Gesetze, noch die Vergeistigung jenes Volkes, die ein Buch für die zukünftigen Generationen schrieben. Das Buch jenes Volkes ist mit dem Blut von Brüdern, von Propheten und Gerechten geschrieben, es ist durch Missgunst, Ungehorsam und Uneinigkeit befleckt und ist mit dem Blute des Sohnes Gottes gesiegelt.
20 Es ist notwendig, dass dies Volk all jene Schandflecken abwäscht und reinigt, dass es alle seine Vergehen aus dem Buch tilgt und an deren Stelle gute Werke einträgt, Handlungen, die seines Herrn würdig sind.
21 Ihr Jünger, schreibt in dieser Zeit nicht ein neues Buch voller Ungehorsamkeiten und Entweihungen, denn später hättet ihr nicht genug Tränen, um eure Schandflecken aus diesem Buche zu beseitigen. Schreibt eine neue Geschichte, aber sie soll aus sittlicher Erneuerung, aus Versöhnung, Brüderlichkeit, Gehorsam und Vergeistigung bestehen. Euer Bündnis (mit Gott) in dieser Zeit ist von eurem Gewissen geschrieben.
22 In den Jahren, in denen Ich euch weiterhin Meine Unterweisung zuteil werden lasse und welche dazu dienen, euch auf Meinen Weggang vorzubereiten, sollt ihr der Erfüllung (der Aufgabe) nachkommen, die Ich von euch verlange. Wisset, dass Ich nach dieser Zeit nicht will, dass die Menschen den Betrug kennenlernen, auch nicht eure jetzigen Unvollkommenheiten. Wenn diese Zeit gekommen ist, werden die Menschen Mein Wort durch die Schriften kennenlernen, die Ich Meinen "Goldfedern"* anvertraut habe. In dieses Buch werdet ihr euch vertiefen, wenn ihr Mein Werk studieren werdet, wenn ihr euch durch die Heimsuchungen verstört fühlt, oder wenn ihr Verlangen nach Trost habt.
* Dieser bildhafte Ausdruck bezog sich auf die Personen, welche die göttlichen Unterweisungen mitschrieben und sammelten.
23 Das Licht Meines Geistes ergießt sich in euren Verstand, damit ihr diejenigen zu führen versteht, die euren Schritten folgen werden.
24 Heute gebe Ich euch Meine Unterweisung wie in jener Zeit, in der Ich bei euch lebte und euch mit Meinem Vorbild zeigte, wie das Menschengeschlecht erlöst wird.
25 Die Menschheit, nicht zufrieden mit jener Lektion, verlangt in dieser Zeit noch immer, dass das unschuldige Blut ein weiteres Mal vergossen wird, aber der Göttliche Meister ist im Geiste gekommen, und jener Liebesbeweis wird sich nicht in der gleichen Form wiederholen. Heute spreche Ich zu euch durch den Verstand des Menschen und sende euch zahllose Strahlen Meines Lichtes, mit denen Ich euch Meine Weisheit gebe, damit ihr das Heil findet und euer Geist den Pfad der Liebe zu euren Brüdern einschlägt.
26 Ich habe gesehen, dass von Meiner Lehre der Liebe und Demut im Herzen vieler Völker nichts zurückgeblieben ist. Die einen haben sich gegen die andern erhoben, die Starken demütigen die Schwachen, und Meine geistigen Boten, denen Ich die Aufgabe anvertraut habe, den Regierenden Frieden und Eintracht zu inspirieren, sind mit Betrübnis in ihrem Geiste zu Mir zurückgekehrt, weil man nicht auf sie gehört hat und ihnen auch keinen Gehorsam leistete. Da habe ich zugelassen, dass die Menschheit ihren Kelch leert, damit dieser Schmerz sie erleuchte und sie veranlasse, auf den Weg ihrer (geistigen) Entwicklung zurückzukehren.
27 In dieser Stunde der Prüfung habt ihr Elias, der euch das Gebet und gute Handlungen eingibt, damit ihr dem Bösen entgegenwirkt. Ihr habt eure Himmlische Fürsprecherin, welche näher denn je über diese Menschheit wacht, die nicht auf ihre Ratschläge und Warnungen gehört hat. Und ihr habt Mich, euren Vater, unwandelbar in Meiner Liebe, der euch eine weitere Gelegenheit gibt, euch zu erneuern und euren Geist zu entfalten, damit ihr den Lohn erlangt, den Ich euch versprochen habe.
28 Wenn außerhalb eurer Nation eure Brüder sich erbarmungslos verwunden und töten, den Frieden zerstören, die schwachen Völker vernichten und auf ihrem Wege Schrecken, Elend und Trauer säen, so sollt ihr, die Ich zubereitet habe und denen Ich seit langer Zeit diese Geschehnisse angekündigt habe, wachen und beten. Sendet Gedanken des Friedens aus; euer Herz soll Liebe und Barmherzigkeit unter euren Brüdern verbreiten. Lasst Meine Unterweisung zur Tat werden, auf diese Weise werdet ihr dem Bösen entgegenwirken.
29 Ich habe euch unter den großen Menschenmassen, die diese Menschheit bilden, ausgewählt, um euch Meine Lehre, Meinen Willen kundzutun, und Ich habe jeden Geist dazu aufgefordert, sich auf dem Wege der Erfüllung (Meiner Gebote) zu vervollkommnen. Aber ihr seid mehr verantwortlich, weil ihr die Erfüllung aller Meiner Worte miterlebt habt.
30 Die Elemente und Kräfte der Natur werden losgebunden sein, um alles zu reinigen und wiederherzustellen, was durch den Menschen auf der Erde befleckt und entweiht worden ist.
31 Die Kinder in dieser Zeit sind erschüttert angesichts des Chaos, das sie aus nächster Nähe erleben, und ihr unschuldiges Herz erhebt sich zu Mir, um Mich um Licht für die Regierenden und um die richtige Führung bei ihren Entscheidungen zu bitten. Auch legen sie bei Mir Fürsprache für die Völker ein, die unter dem Joche anderer, stärkerer gelitten haben, und bitten Mich, dass sie wieder frei werden. Ihre Tugenden der Liebe und Gerechtigkeit sind lebendig in ihnen, und ihr Klageruf verlangt nach Frieden und gutem Willen unter den Menschen. Ich empfange ihr Gebet und lasse es als Balsam über die Nöte dieser kriegführenden Nationen kommen.
32 Ihr Kinderseelen, weicht nicht ab vom Wege der Ergebung, des Gehorsams und der guten Gefühle. Lasst euch nicht anstecken, flieht vor dem Einfluss des Bösen. Vertraut Mir und lasst Mein Licht euch leiten und den Weg eurer Entwicklung erhellen.
33 Euch, die ihr Erwachsene seid, betrachte Ich auch als Kinder, und Ich bewerte eure Werke. Nehmt das Licht Meiner Unterweisung auf und vertraut Mir eure Sorgen an. Seid stark angesichts des Schmerzes und ergebt euch in euer Los. In eurem Gebet legt ihr Mir eure leidenden Brüder ans Herz, und Ich nehme eure Fürsprache an. Euch wie allen Meinen Kindern lasse Ich Meine Liebe gleichermaßen zuteil werden. Ich empfange euer Gebet, und durch euch segne Ich alle Meine Kinder, sowohl die, die Mich lieben und an dieses Wort glauben, als auch die, die zweifeln und Mich noch leugnen. Euer Herz, das früher gefühllos wie ein Fels war, habe Ich angerührt, und es beginnt aus ihm Wasser der Liebe und der Vergebung für die Menschen zu quellen. Das ist es, was Ich immer von euch gefordert habe: Es ist das ewige Gesetz ohne Anfang und Ende, das Gesetz der Liebe, der Barmherzigkeit, das bis heute vom Menschengeschlecht nicht ausgeübt worden ist.
34 Heute nähert ihr euch Mir im Verlangen nach dem Worte, das die Leiden auslöscht, das euer von schweren Stürmen gepeitschtes Herz liebkost. Ich gebe euch Wärme, wie es die liebevolle Lerche mit ihren Jungen macht, da Ich gesehen habe, dass in viele Herzen der Winter eingezogen ist: die einen zittern vor Kälte, andere sind gestorben. Meine Gegenwart gibt euch Stärke in den Prüfungen. Ich will nicht, dass euer Glaube erlischt.
35 Nur der Glaube wird euch in dieser Zeit des Schmerzes eine Stütze sein, wenn ihr für eure Brüder Vorbild sein wollt und mit euren Werken Zeugnis ablegen wollt von Meinem Worte. Seid stark, rüstet euch zu, lebt wachsam und lasset das zur Tat werden, was Meine Lehre euch lehrt, damit euch geglaubt wird. Ich will euch durch Meine Unterweisung stark und erleuchtet sehen, sodass ihr die verlorene Zeit wiedereinholt.
36 Wenn Ihr Mich liebt, wird sich eurer Herz ändern: ihr werdet euch voll Leben fühlen, voll Eifer, für euren geistigen Aufstieg zu kämpfen. Ihr werdet Meine wahren Jünger sein, und wenn euch die Widrigkeiten des Lebens treffen, werdet ihr euch nicht von Mir abkehren und Mir auch nicht die Prüfungen bei eurer Sühneleistung vorwerfen. Ihr werdet mit der Erfüllung (eures Auftrages) einverstanden sein, weil ihr wisst, dass die Seele sich in diesen Prüfungen läutert und vervollkommnet.
37 Nützt die Zeit aus, in der ihr Meinen Unterricht erhaltet, denn nach diesem Zeitabschnitt werdet ihr Meine Unterweisung nicht mehr in dieser Art haben. Doch wartet auch, bis Ich euch sage: "Dies ist die Anzahl Herzen, die ihr in eure Obhut nehmen sollt". Dies sind die Grenzen, die Ich euch ziehe; nicht Grenzen im Lieben oder Vergeben, sondern Grenzen in eurer Arbeit. Denn — selbst wenn ihr Mir eine karge Ernte darbringt — wenn sie mit Liebe gepflegt worden ist, wird es Mir genügen, und Ich werde euch annehmen und eure Arbeit segnen.
Ihr sollt darüber wachen, dass eure Schritte sich nicht vom Pfade des Guten entfernen, und dass das Licht, das Ich euch gegeben habe, wie ein Leuchtturm ist, der den Weg jedes Geistes erhellt. Es wird alle Zweifel zerstreuen und euch bei euren Handlungen das Gefühl der Sicherheit geben. Doch wenn ihr den (rechten) Weg verlasst, wird es euch immer auffordern, zur Erfüllung eures Auftrags zurückzukehren.
38 Anderen von Meinen Kindern sage Ich: Seid nicht ungeduldig, bittet Mich nicht um ein Amt, ohne zuvor die Verantwortung dafür zu verstehen. Geht nicht in Eile, denn ihr werdet bald müde werden, und der Überdruss wird euch dann einschlafen lassen, um (erst wieder) in einem andern Zeitabschnitt zu erwachen. Die Lebensreise ist lang und der Weg holprig; ihr müsst Schritt für Schritt vorwärtsgehen, ohne euch aufzuhalten. Wenn ihr die Anreize der Materie überwindet und fähig seid, euren Geist zu erheben, werdet ihr auf höheren Ebenen leben, von wo aus ihr das Geistige Leben, das euch erwartet, mit größter Klarheit schauen könnt.
39 Begreift Meine Liebe, bedenkt, dass Ich nicht wie der reiche Geizhals bin, der alles für sich will. Alles, was Mein ist, ist auch euer, weil ihr Meine sehr geliebten Kinder seid.
40 Ihr seid die Generationen, die in dieser Zeit dazu auserwählt wurden, Meine Kundgebungen zu empfangen. Auf euch habe Ich Meine Gnaden und Segnungen ausgegossen, denn Ich will nicht, dass ihr zur Erde zurückkehrt, um vergangene Verfehlungen zu sühnen. Ich will euch nach der Erfüllung eurer Aufgabe den Frieden Meines Reiches genießen lassen.
41 Ihr sagt Mir, dass die Erde ein Ort der Leiden und Qualen ist; doch Ich sage euch, dass ihr aus ihr (erst) eine Welt des Unglücks und des Zwistes gemacht habt infolge fehlender Erfüllung (eures Auftrags). Ich habe euch die Ergebung und den Gehorsam gelehrt und euch immer das Gute angeraten. Ich habe euch gesagt, dass ihr Frieden säen sollt, damit ihr Frieden erntet, dass ihr den neuen Generationen den Weg bereiten sollt, und ihnen von eurem Samen gebt, damit ihr ihn bei ihnen erblühen und fruchtbringen seht.
42 Ich habe euch Gaben gewährt, die euch Mir näherbringen. Ich habe erlaubt, dass ihr über eure Welt hinausschaut und Zeugnis ablegt von Meinen Unterweisungen in der Dritten Zeit. Niemand wird das Offenbarwerden dieser Geistesgaben verhindern können, ebenso wie niemand Meine euch gewährte Barmherzigkeit an sich reißen kann. Nur der Geist wird euch begreifen lassen, wie groß die Gnaden sind, die Ich euch gewährt habe. Läutert euch und arbeitet, damit ihr bald bei Mir seid und ihr die Befriedigung habt, Meine Gebote verstanden und befolgt zu haben.
43 Gebt heute, in der Zeit der Wiedergutmachung, denen den Frieden zurück, die ihr in ihrem Glauben "getötet" habt; heilt die, die ihr mit eurem Worte verwundet habt; bezahlt eure Schuld, lasst auf eure Brüder die Wohltat eurer Liebe überfließen, und ihr werdet Mein Gesetz erfüllen.
44 Der Mensch hat — als er sich von der Erfüllung Meines Gesetzes abwandte — verschiedene Ideen, Theorien, Religionen und Doktrinen geschaffen, welche die Menschheit spalten und verwirren und den Geist an die Materie binden und ihn hindern, sich frei zu erheben. Doch das Licht Meines Heiligen Geistes erleuchtet alle Menschen und zeigt ihnen den Weg des wahren Lebens, auf dem es nur einen Führer gibt, welcher das Gewissen ist.
45 Wenn die großen Seuchen ausbrechen und die Wissenschaftler wegen ihres Mangels an Liebe und innerer Anteilnahme die Leidenden nicht zu heilen vermögen, werden die "Arbeiter", die Jünger in Erscheinung treten und mit Liebe ihre Aufgabe erfüllen, ihre Brüder zu heilen und zu trösten. Und die Geistige Welt, die sich mit ihnen verbindet, wird der vom Schmerz gebeugten Menschheit ihre Wohltaten zuteil werden lassen. Wachet und betet, denn wenn Ich euch derzeit Meine Unterweisung mittels des Verstandes gebe, werden morgen nur diejenigen, die sich zurüsten, Meine Inspiration empfangen und mit Mir von Geist zu Geist Zwiesprache halten.
46 Die "Goldfedern" sollen Meine Unterweisung für die kommenden Generationen niederschreiben, denn Mein Wort soll nicht verlorengehen; es wird wie ein Schatz sein, den ihr über die Zeiten hin bewahren werdet. Doch Ich sage euch, dass der, welcher den göttlichen Sinn auf dem Grunde Meines Wortes findet, derjenige sein wird, der Meinem Vorbild mit größter Beharrlichkeit und Festigkeit nachfolgt. Wer an dieses Wort glaubt, ist wie jemand, der eine brennende Fackel trägt, um seinen Weg zu beleuchten, ohne durch falsche Theorien oder schön-klingende Worte verwirrt zu werden. Denn er wird dann das Geheimnis entdeckt haben, wie man die Wahrheit findet, er wird dann die unermessliche Liebe begriffen haben, die Ich zu euch hege, und er wird spüren, dass Ich bei allen Meinen Kindern bin und ihnen Mut zur Fortsetzung des "Tagewerks" einflöße.
47 Ihr habt Stürmen und Unwettern standgehalten, die eure "Kleider" in Fetzen davongetragen haben, aber ihr habt euch im Gebete erhoben und eure Bitte war, dass Meine Barmherzigkeit verhindere, dass eure Lampe verlöscht, und ihr habt den Meister bereit gefunden, euch zu Hilfe zu kommen.
48 Der Weg ist leidvoll, und in dieser Welt erntet man nicht die Früchte der Saat; aber wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit der Prüfungen und des Gerichtes ist ein wenig Frieden im Geiste und ein Stück trockenen Brotes auf eurem Tische mehr wert als schöne Kleider oder üppige Speisen und selbst als die Throne der Herren der Erde. Ich, der Ich in jene Herzen eindringe, sage euch, dass sie wie Gräber sind und dass auf ihren Lippen Bitterkeit liegt.
49 Auf diesem Wege der Demut gibt es Freuden, Befriedigungen und Schätze von großem Wert für den Geist. Wohl dem, der sie zu würdigen weiß.
50 Unter euch befinden sich jene, die angeekelt von den Vergnügungen der Welt herbeikamen, zu denen sie nicht mehr zurückkehren werden. Aber manche fühlen sich noch immer von den falschen Freuden angezogen, die sie verschaffen. Doch wenn ein schlechter Freund sie auf den bösen Weg einlädt und in diesem Augenblick sich ein Kranker an sie wendet und um einen Tropfen "Balsam" bittet, so kämpfen der Geist und die Materie innerlich miteinander, die Gefühle der Liebe und Barmherzigkeit zu ihren Brüdern siegen, und sie entfernen sich von dem, der sie versuchte, um an das Lager dessen zu treten, der in seiner Not das Rettungsboot für jenen "Arbeiter" gewesen ist. Wie groß war die Wonne und der Friede, die dieses Herz erfahren hat, als es den Kranken gesund sah! Da hat es sich im Gebete erhoben und Mir gesagt: Dank, Meister, dass Du mir die Kraft gegeben hast, in der Prüfung zu siegen.
51 Seht, wie euch die segnen, die durch eure Vermittlung gesund geworden sind; seht, wie viel Freude in dem ist, der durch eure Hilfe das Bett verlassen hat. Hört die Worte der Dankbarkeit jener Verirrten, die ihr auf den Weg des Guten zurückgebracht habt. Wie sehr hat sich euer Herz bei der Erfüllung eurer Aufgabe erquickt! Doch wehe jenen, die diese Freuden nicht begreifen!
52 Dies Wort, das Ich euch durch Vermittlung des Menschen gebe, ist keine menschliche Theorie. Der Kern dieser Kundgebung ist eine göttliche Offenbarung.
53 Mein Geist muss die Schwellen eurer Unwissenheit überschreiten, um euch das ewige Leben zu enthüllen, da ihr, solange ihr inkarniert seid, mit all eurer Inspiration und Erhebung das nicht zu erfassen vermögt, was euer ist, was jedoch als Mein Geheimnis auf euch wartet.
54 Dies ist die dritte Offenbarung, das Dritte Testament; deshalb seid ihr Trinitarier. Jeder, der in dieser Zeit das geistige Zeichen an seiner Stirne empfangen hat, war schon zuvor in den zwei vorhergegangenen Perioden bei Mir.
55 Ich habe euch ausgesandt, um einen großen Kampf unter der Menschheit zu bestehen. Darum zeigt ihr Mir häufig eure in den Schlachten des Lebens zerfetzten "Kleider"*. Doch ihr wisst gut, dass euer liebevoller Meister euch eure Leiden und Wunden heilt, so wie ihr in Meinem Namen den Schmerz eurer kranken Brüder heilt.
* Dies ist ein bildhafter Ausdruck für das "Gewand des Geistes", die Seele, welche durch die Bosheit und Undankbarkeit der Menschen, wegen der Ablehnung und Bekämpfung der Lehre Christi verwundet, enttäuscht, betrübt und niedergedrückt ist.
56 Ich segne eure durchwachten Nächte, den Trost und die Liebkosung, die ihr dem Leidenden gegeben habt, die Tränen, die ihr um den vergossen habt, der auf der Welt leidet; und alles, was ihr eingebracht habt, nehme Ich entgegen. Vergesst nicht, dass das, was ihr an euren Nächsten tut, ihr an eurem Vater und für euch selbst tut. Auf Meinen Feldern geht kein einziges Saatkorn verloren.
57 Wenn das Wort, das Ich euch zu Gehör bringe, und alles, was Ich euch lehre, vollkommen ist, so deshalb, weil euer Geist vollkommen ist, insofern als er aus Mir hervorging. Seht, wie er — durch das Gewissen erleuchtet — die guten Taten billigt und keine Unvollkommenheiten annimmt.
58 Wer von euch kann etwa beweisen, dass er vor diesem Leben nicht existiert hat? Welche von denen, die absolut sicher sind, dass sie eine erneute Inkarnation durchleben, können wohl beweisen, dass ihre Rechnung mit dem Vater beglichen ist und dass sie noch Verdienste auf ihrer "Haben"-Seite besitzen?
59 Niemand kennt die Stufe der Vollkommenheit, auf der er sich befindet. Darum kämpft, liebt und bleibt beharrlich bis ans Ende.
60 Für einige wird das "Tagewerk" im Körper noch lang sein, andere werden es bald im Geiste fortsetzen müssen. Wahrlich, Ich sage euch: Es ist sehr schön, im Geiste zu wirken, wenn man auf Erden erfüllt hat. Doch glaubt nicht — weil ihr eure Aufgabe in der Welt erfüllt — dass ihr das Ziel der Vollkommenheit erreicht habt. Die Stufenleiter der geistigen Vervollkommnung ist sehr hoch und um zu ihrer Spitze zu gelangen, müsst ihr sieben Stufen durchlaufen.
61 Betet, damit ihr in den Heimsuchungen stark seid. In diesem Jahr wird sich der Schmerz außerordentlich fühlbar machen in den Herzen der Menschen, denn wieder einmal wird die bittere Frucht der Wissenschaft und des menschlichen Machtstrebens große Volksmassen vergiften und töten.
62 Alles Befleckte wird rein werden, und jedes Unkraut wird mit der Wurzel ausgerissen werden. Eben jener, die heute auf Abwegen sind, werde Ich Mich zu bedienen wissen, um Meine Göttliche Gerechtigkeit auszuüben, und dieses "Tal", das bis jetzt ein Tränental gewesen ist, wird eines von Blut sein, denn dieses wird in Strömen auf der Erde fließen.
63 Ich gab dem Menschen den freien Willen; doch wenn dieser in seiner Verblendung so weit gehen sollte, Mir deshalb Vorwürfe zu machen, werde Ich ihm sagen, dass Ich ihm auch Willenskraft und Verstand gab. Zugleich offenbarte Ich ihm Mein Gesetz, welches der Weg ist, um nicht zu straucheln oder sich zu verirren, und entzündete in ihm das Licht des Gewissens, welches das innere Leuchtfeuer ist, das den Weg der Seele erhellt und ihn zum ewigen Leben führt.
64 Warum gibt es die Sünde, überwiegt das Böse und brechen Kriege aus?: Weil der Mensch nicht auf die Stimme des Gewissens hört und schlechten Gebrauch von seinem freien Willen macht.
65 Die Menschen werden ans Ende ihres eigenen Weges gelangen und auf demselben zurückkehren, wobei sie die Früchte all dessen ernten werden, was sie säten — die einzige Verfahrensweise, durch die in den Herzen Reue aufsteigt. Denn wer seine Verfehlungen nicht erkennt, kann nichts tun, um seine Irrtümer zu berichtigen.
66 Eine neue Welt ist in Vorbereitung, die neuen Generationen werden bald kommen; doch zuvor müssen die hungrigen Wölfe beseitigt werden, damit sie die Schafe nicht zur Beute nehmen.
67 Ihr seid als Soldaten des Friedens ausgesandt. Schreckt nicht vor dem Kampfe zurück, lasst euch nicht von den Vertretern der Sekten und Konfessionen beeindrucken. In all eurer Bescheidenheit seid ihr nicht weniger als sie.
68 Auf dem Wege der Vervollkommnung, auf dieser unendlichen Stufenleiter, hat es immer Wesen gegeben, die vorne gehen, und andere, die hinten gehen. Doch alle werden zur gleichen Heimstatt gelangen, denn in der Sphäre Meiner Göttlichkeit gibt es keine Rangordnungen, sondern nur Kinder, alle sehr geliebt von Meinem Geiste. Ich bin in allen, Ich verberge Mich ebenso im Herzen des Mächtigen wie in dem des Bettlers. Darum sage Ich euch: Wenn ihr einen Bedürftigen an eure Türen kommen seht, so verweigert ihm nicht eure liebevolle Hilfe, denn es wird euer Vater sein, der an euer Herz pocht.
69 Mich dürstet nach eurer Liebe, o vielgeliebte Kinder!
70 Meine Kundgabe in dieser Zeit ist ein weiterer Beweis dafür, dass Ich euch Meine Liebe schenke. Doch bereitet eure Herzen, denn diese Kundgabe wird bald vorüber sein, und Ich sage euch noch einmal, dass Ich am letzten Tag des Jahres 1950 zum letzten Mal zu euch sprechen werde. Denn nach diesem Tage sollt ihr Mich auf geistige Weise im Unendlichen suchen, und wenn ihr zubereitet seid, werdet ihr Meine Stimme in Form von Inspiration vernehmen — nun ohne die Unvollkommenheiten des menschlichen Stimmträgers.
71 Bete, Volk, denn in den Augenblicken deines Gebetes beruhigt sich das Kriegsgeschehen, die Herzen ruhen aus, die Mütter finden Trost und die Kinder Zuflucht.
72 Weh denen, die sich nicht vorzubereiten verstanden, denn sie werden sich auf der Erde wie Waisen fühlen!
73 Große geistige Ereignisse wird man auf der Welt erleben; in den Nationen werden Propheten in Erscheinung treten, der Inhalt der Sieben Siegel wird allen bekannt werden, das Licht des Sechsten Siegels wird als dasjenige erkannt werden, das in dieser Zeit scheint; denn in dieser Offenbarung werden sich alle Menschen vereinigen und alle Glaubensbekenntnisse und Geschlechter der Erde verschmelzen.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band II - Unterweisung 44


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 44:
 1 Mit Liebe empfange Ich den verlorenen Sohn, der lange Zeit abwesend war und der heute auf der Suche nach Frieden und Trost für sein Herz herbeikommt. Einige Meiner Kinder nähern sich Mir auf der Suche nach ihrem Erbe, andere sind (davon) noch weit entfernt, aber bei allen ist der Geist aufmerksam und hofft, dass meine Stimme ihm sagt: Hier bin Ich.
2 Sie haben Meine Worte der Zweiten Zeit nicht vergessen, und wenngleich ihr Fleisch schwach ist, ist der Geist stark; er glaubt und vertraut Meiner Verheißung, als Tröstergeist wiederzukommen.
3 Ihr, die ihr Mir heute zuhört, erinnert euch der Finsternis, die ihr durchquert habt, der Wechselhaftigkeit des Weges, den ihr zurückgelegt habt, um zu Mir zu gelangen. Ihr befindet euch am Ufer eines Flusses, unter dem Schatten eines Baumes, und hört diese Stimme, auf die ihr lange Zeit gewartet habt. Doch trotz allem Licht, das ihr besitzt, seid ihr noch nicht zum Gipfel des Berges gelangt, und seid auch nicht auf dem Höhepunkt der Vollkommenheit. Ihr seid nur vor euren Meister gelangt, der im Geiste kommt, und als ihr Mich hörtet, wurdet ihr zu Schülern und danach zu Jüngern Meiner neuen Unterweisung. Wenn ihr von Mir lernt, werdet ihr stark werden, und obschon ihr arm seid auf der Erde, werdet ihr die Reichtümer des Geistes besitzen.
4 Die Nachricht von Meinem Wort wird in kurzer Zeit die Grenzen eurer Nation überschreiten, die Wissenschaftler und die, welche die heiligen Schriften studieren, werden sich anschicken, Meine Kundgebung zu leugnen; doch Ich werde Zeichen geben und Wunder tun durch Meine Auserwählten und dadurch die Menschen in große Erregung versetzen.
In alle Nationen verstreut gibt es Menschen von hohem Geist, Propheten Meiner Trinitarisch-Marianischen Geisteslehre, denen Ich ein Schwert des Lichtes gegeben habe, um jede falsche Theorie und Glaubenslehre zu bekämpfen, damit nur jene überdauern, welche die Liebe und die Wahrheit zur Grundlage haben.
5 Zu allen Zeiten habe Ich tugendhafte Geister zur Erde gesandt, damit sie euch lehren und euch mit ihren Werken ein Vorbild geben, wie ihr leben müsst, um zu Mir zu gelangen. Berater, Diener Meines Gesetzes, Gesetzgeber und Führer: Sie haben euch eure Pflichten gezeigt, haben euch gesagt, dass sich eure Aufgabe nicht nur auf die Liebe zu eurer Familie beschränkt, sondern dass ihr über diese Grenzen hinaus eure Mitmenschen lieben und ihnen helfen sollt. Auch haben sie euch gelehrt, dass nach diesen Prüfungen im Leben euch das Geistige Leben erwartet, wo ihr die Früchte eurer Saat auf Erden ernten werdet.
6 Ich habe Geister zugerüstet und sie Mensch werden lassen, nachdem Ich sie mit Weisheit und Macht ausgestattet hatte; und als ihr Körper entwickelt war und sie im Vollbesitze ihrer Fähigkeiten waren, hat sich ihr Geist stark und groß erwiesen. Dies sind die Wissenschaftler, die Seelsorger und Regierenden; doch sind es wenige, die ihren Auftrag erfüllt, ihre Gaben entwickelt und mit festem Glauben gearbeitet haben. Die meisten sind eitel geworden oder haben schlechten Gebrauch von ihren Fähigkeiten gemacht, und sie haben den Geist der Menschen nicht genährt, sie verstanden nicht zu führen, noch den Schmerz ihrer Brüder zu lindern.
7 Als Ich daher in dieser Zeit Meine Herde verirrt und ohne Führer auf der Erde sah, bin Ich als der gute Hirte gekommen, um euch Meine lautere und reine Lehre zu geben. Ich habe euch die Gebote Meiner Lehre gegeben, damit ihr in Frieden lebt und Mein Gesetz erfüllt und auf dem Wege eurer geistigen Entwicklung aufwärtssteigt, indem ihr dem Beispiel folgt, das Ich euch mit Meinen Werken der Liebe gab.
8 Wo sind die Nachfolger Meiner demütigen Apostel, die der Bosheit der Menschen zum Opfer fielen? Worin bestehen die Wohltaten, die die Wissenschaft der Menschheit erwiesen hat? — Es gibt viele, die behaupten, weise zu sein, und die nicht lieben, noch die Liebe lehren. Weisheit bedeutet Licht, und Licht ist Liebe und Verstehen der göttlichen und menschlichen Gesetze.
9 In der Zweiten Zeit wurde Ich Mensch aus Liebe zur Menschheit. Jener Körper war das Werk Meines Geistes, und wie sehr haben die Wissenschaftler dieses Geheimnis erörtert, das zu Meinen innersten Ratschlüssen gehört! Wahrlich, Ich sage euch, die göttlichen Werke können von der menschlichen Wissenschaft nicht beurteilt werden.
10 Der Geist, der Jesus belebte, war Mein eigener, euer Gott, der Mensch wurde, um unter euch zu wohnen und sich anschauen zu lassen, weil dies notwendig war. Ich fühlte als Mensch alle menschlichen Leiden. Die Wissenschaftler, die das Wesen des Menschen studiert hatten, kamen zu Mir und entdeckten, dass sie von Meiner Lehre nichts verstanden. Große und Kleine, Tugendhafte und Sündige, Unschuldige und Schuldige empfingen die Essenz Meines Wortes, und sie alle würdigte Ich Meiner Gegenwart. Doch obschon viele berufen wurden, waren es nur wenige Auserwählte, und noch weniger, die bei Mir blieben.
11 Ich verteidigte die Sünder. Erinnert ihr euch nicht an die Ehebrecherin? Als sie zu Mir gebracht wurde, von der Volksmenge verfolgt und verdammt, kamen die Pharisäer und fragten Mich: "Was sollen wir mit ihr machen?" — Die Priester erwarteten, dass Ich sagen würde: "Lasst die Gerechtigkeit walten", um dann zu erwidern: "Wie kommt es, dass du die Liebe predigst und erlaubst, dass diese Sünderin bestraft wird?" Und wenn Ich gesagt hätte: "Lasst sie frei", hätten sie geantwortet: "In den Gesetzen Moses, die du — deinen Worten nach — bestätigst, gibt es eine Vorschrift, die besagt: "Jede Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde, soll gesteinigt werden."
Da Ich ihre Absicht erkannte, antwortete Ich nicht auf ihre Worte, beugte Mich nieder und schrieb in den Staub der Erde die Sünden jener, die (sie) verurteilten. Von neuem fragten sie Mich, was sie mit jener Frau tun sollten, und Ich antwortete ihnen: "Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein." Da erkannten sie ihre Verfehlungen und entfernten sich, wobei sie ihre Gesichter bedeckten. Keiner war rein, und da sie sich von Mir bis auf den Grund ihres Herzens durchschaut fühlten, klagten sie jene Frau nicht mehr an; denn sie alle hatten gesündigt. Doch die Frau und mit ihr andere, die gleichfalls die Ehe gebrochen hatten, bereuten und sündigten nicht mehr. Ich sage euch, es ist leichter, einen Sünder durch Liebe zu bekehren als durch Strenge.
12 Meine Lehre wurde in das Gewissen geschrieben, und sie kann nicht ausgelöscht werden, weil ihr Wesensgehalt unsterblich ist wie der Geist, den ihr besitzt.
13 Ihr, die ihr Mich jetzt hört — lernet, und lehret die, die in andern Nationen leben. Erinnert sie an Meine Worte der Zweiten Zeit, bis Meine Botschaft dieser Dritten Zeit zu ihnen kommt.
14 Ich will, dass ihr dafür sorgt, dass Mein Wort zu andern Ländern gelangt, bevor deren Bewohner sich anschicken, über Meine neue Kundgebung zu sprechen, und dass, wenn ihr euch begegnet, ihr euch nicht verkennt, sondern dass ihr Zeugnis ablegt und sie Meine Worte und Werke bestätigen, in Erfüllung Meines Gebotes, das euch sagt: "Liebet einander."
15 Ich habe euch zu Meinen Unterweisungen "herbeigelockt", um euch zu lehren und von der Sünde zu befreien. Wenn eure Verfehlungen auch groß sind — größer ist Meine Vergebung. Lebt, sammelt Erfahrung, erkennt Mein Gesetz auf diesem Weg der Prüfungen und Unbeständigkeiten, und wenn ihr euch durch das Gewissen führen lasst, werdet ihr weder gegen Mein Gesetz, noch gegen die Gesetze der Welt verstoßen. Doch wenn ihr Fehler begeht, sollt ihr sie bereuen und eure Vergehen bereinigen; und wenn ihr dann ans Ende der Reise kommt, wird es weder Schmerz noch Gewissensbisse geben — ihr werdet im Frieden sein.
16 In dieser Dritten Zeit wird das Buch des Meisters von neuem vor den Jüngern aufgeschlagen, um sie die Lektionen des wahren Lebens zu lehren. Während euer Körper sich der Stille und der Sammlung hingibt, erhebt sich euer Geist, um sich an Meinem Worte zu erquicken. Er kommt zu Meinem Tisch, um sich von dem einzigen Brote zu nähren, das ihm Leben schenkt.
17 Für jeden, der sich in diesen Augenblicken (geistig) zu erheben versteht, verschwindet der Körper, durch den Mein Wort übertragen wird, und er nimmt es aus dem göttlichen Quell direkt in seinen Geist auf. Ihr erkennt, dass seit dem Augenblick, in dem ihr Mich zum ersten Mal gehört habt, ein Licht in eurem Verstande strahlt. Es ist das Licht Meiner Weisheit, das euren Weg zu erhellen beginnt, obschon Ich euch sagen muss, dass die, die Mich hören und Meine Unterweisung nicht ergründen, noch im Finstern wandeln. Das Licht ihrer Seele ist noch immer erloschen.
18 Es ist Mein Wille, zwölftausend Kinder von jedem Stamme zu kennzeichnen. Doch wahrlich, Ich sage euch, nicht nur die Gezeichneten werden Mein Licht besitzen; jeder, der Meine Unterweisung befolgt, wird "Kind des Lichtes" genannt werden.
19 Posaunt nicht aus, dass ihr Meine Jünger seid, beweist es mit Werken der Barmherzigkeit. Manch einer verkündet öffentlich, dass er zu Meinen Auserwählten gehört. Doch Ich prüfe ihn, indem Ich Mich im Herzen seines eigenen Feindes verberge, dem er, statt zu vergeben, den Schlag zurückgegeben hat — ein Schlag, der mehr als die Wange seines Bruders, der Mein Antlitz getroffen hat. In jenem Augenblick habe Ich durch sein Gewissen zu ihm gesprochen, und er, der sich damit brüstete, Mein Jünger zu sein, hat Mir mit einer schwachen Reue gesagt: "Vergib mir, Meister." Als er sich dann wieder für geläutert und Meiner Vergebung würdig hielt, hat er seinen Weg wiederaufgenommen.
Da habe Ich gesehen, wie eine Jungfrau zu ihm kam, deren Herz und deren Jugend wie eine duftende Rose ist. Sie sagt zu ihm: "Ich komme zu dir voll Vertrauen in deine Tugend, um dich um einen Rat zu bitten, der in meinem Leben wie ein Schild gegen die Anfechtungen sein soll." Doch jener, seine Aufgabe und Meine Lehren vergessend, lässt sich von den niederen Instinkten beherrschen und schaut das Mädchen mit unreiner Absicht an. In diesem Augenblick mache Ich Mich bei dem schlechten Jünger bemerkbar, indem Ich ihm sage: "Ist dies etwa das, was Ich dich gelehrt habe?" Der Ertappte hat Mir geantwortet: "Herr, nichts bleibt dir verborgen." Beschämt hat er sein Tagewerk fortgesetzt, während Meine Stimme ihn unversöhnlich fragt, sooft er damit prahlt, Meinem Vorbild zu folgen: "Bist du Mein Apostel?"
Darauf habe Ich zugelassen, dass er Hunger litt, und alsbald habe Ich Mich im Herzen eines reichen Kranken verborgen, der, obwohl er die Truhen voll Gold hat, nicht die Gesundheit besitzt, um es zu genießen. Als dieser erfährt, dass sich in seiner Gegend einer Meiner Jünger aufhält, macht er sich auf den Weg zu ihm und sagt ihm: "Ich weiß, dass du mir die Gesundheit zurückgeben kannst, und darum habe ich dich aufgesucht. Ich bin reich, doch all mein Reichtum hat mir nicht dazu verholfen, ein Heilmittel für meine Krankheit zu finden."
In das Herz des Apostels dringen finstere Gedanken ein, als er jenes Geständnis hört, und er sagt zu dem Kranken: "Ich werde meine Hand auf dein Haupt legen, und während ich den Namen meines Herrn ausspreche, werde ich dir die Gesundheit zurückgeben; doch diese Gnade wirst du großzügig vergelten müssen." Der reiche Patient antwortet ihm: "Nimm meine Festkleider, meine Truhen, mein Haus, nimm alles, aber heile mich!" Und der Kranke wurde gesund, denn sein Glaube und sein Schmerz waren so groß, dass der Meister Erbarmen mit ihm hatte.
Voll Jubel übergab der Patient jenem Manne, von dem er glaubte, dass er ihn geheilt hatte, alles, was er besaß, während der schlechte Apostel zu sich sprach: "Jetzt bin ich nicht mehr arm; denn da ich gekämpft und mich abgemüht habe, ist es gerecht, dass ich meine Belohnung empfange." Doch siehe, in diesem Augenblick ertönte Meine unerbittliche Stimme in seinem Gewissen und sagte ihm aufs neue: "Ist etwa dies Meine Lehre? Erinnerst du dich, dass Jesus, als Er auf der Welt war, Bezahlung für Seine Liebe genommen hätte? — Er, der sich Kronen aufsetzen und alle Schätze besitzen konnte, als Er durch bloßes Berühren heilte und mit Seinem Rufe Tote auferweckte?"
20 Ein Kampf entbrannte im Herzen jenes Jüngers, und er sagte zu seinem Meister: "Warum bist Du so unnachgiebig bei Deinen Jüngern? Warum lässt Du uns nicht etwas in dieser Welt besitzen?"
Doch der Meister antwortete ihm mit gütiger Stimme: "Weil ihr im Augenblick eurer Erwählung versprochen habt, auf die menschlichen Nichtigkeiten im Tausch gegen einen wahren Schatz zu verzichten."
21 Der Jünger erwidert noch immer: "Schwer ist der Weg, sehr lange das Tagewerk, wir arbeiten viel und bringen auf Erden keine Ernte ein. Du willst, dass wir die Menschen sehr lieben, obschon sie uns nicht lieben."
Als der Meister ihn so lästern hörte, sagte er ihm: "Es ist gut, Kind, wandle nach deinem Willen, erlange, was du so eifrig erstrebst." Und jener Mensch, der von sich sagte, dass er Mein Diener sei, der ausposaunte, dass er Mein Apostel ist, und der nicht auf die Stimme des Gewissens hörte, hat sich auf den Weg gemacht und fand auf ihm eine Menge Kranke, die er herbeirief, um ihnen zu sagen, dass er der Besitzer des Heilbalsams sei, welcher alle Übel heilt; aber er sagt ihnen auch: "Ich bin bedürftig, was könnt ihr mir für das, was ich euch gewähre, geben?"
Jene, die arm sind, sagen ihm, dass sie nichts haben, dass sie aber bereit sind, unter Überwindung ihrer Leiden zu arbeiten, um das Nötige für seine Bezahlung zu beschaffen. — Dieser Handel erscheint jenem Menschen gut, der den Kranken die Hände aufzulegen beginnt, wobei er gleichzeitig aus deren Händen die Bezahlung entgegennimmt, die von mal zu mal größer wird. Er "salbte" die Kranken, aber sie wurden nicht gesund, im Gegenteil, sie wurden noch elender. Er versuchte ihnen Mut zu machen, doch sie verfielen immer mehr. Als der Apostel dann sah, dass die Leute das Vertrauen zu ihm verloren hatten, verschwand er heimlich aus ihrer Mitte, wobei er ein Vermögen an Geld mitnahm und sie in Angst zurückließ.
22 Schon fern von jenen, wandte er sich dem Wohnsitz eines Reichen zu, zu dem er sprach: "Herr, ich kann euch Dienste erweisen, ich verstehe zu arbeiten, ich habe den Wunsch, dass ihr mich in eurem prächtigen Wohnsitze beschäftigt. Ich kann euch trösten, wenn ihr traurig seid, kann eure Interessen wahrnehmen, wenn ihr euch müde fühlt."
"Wer bist du?" fragte ihn der Reiche, worauf der Apostel antwortete: "Ich bin der Besitzer eines Gesetzes, einer Lehre, die so machtvoll und überzeugend ist, dass, wenn eure Untergebenen sich einmal gegen euch auflehnen sollten, es genügen wird, dass ich zu ihnen spreche, um sie wieder zum Gehorsam zu bringen."
23 Jener Reiche wurde von diesen Worten beeindruckt, er glaubte an diesen Mann und sagte ihm: "Deine Worte offenbaren Größe, und wenn du sie erfüllst, wie du sagst, werde ich sie immer für wahr halten." Darauf gab der Reiche jenem Manne eine Stelle und überreichte ihm die Schlüssel seines Palastes. Dieser gewann durch Schmeichelei das Herz seines Dienstherrn; doch da er seinen Herrn aus seinem Herzen verstoßen hatte und nicht auf die Stimme seines Gewissens hörte, verursachte er bald einen Wandel im Leben jenes Herrschaftshauses: er demütigte die kleinen Leute, erhöhte die, die ihm schmeichelten, sorgte dafür, dass die besten Diener das Haus verließen, und verschwendete hinter dem Rücken des Herrn dessen Reichtümer bei Festlichkeiten.
Doch der Tag kam, an welchem dem Herrn jenes Besitztums die Augen für die Wirklichkeit aufgingen, und überzeugt von der Falschheit dessen, auf den er sein ganzes Vertrauen gesetzt hatte, als er ihn Worte von großer Macht und Weisheit aussprechen hörte, rief er ihn zu sich, um ihm entrüstet zu sagen: "Ist dies die Lehre, die du verbreitest? Beweist du so die Macht, die du zu haben behauptest?" Und unverzüglich ließ er ihn in ein Verließ bringen, um ihn später zum Galgen zu verurteilen. Dort im Gefängnis begriff jener nicht, wie ein Jünger des Göttlichen Meisters in Gefangenschaft kommen konnte, und noch weniger, dass er zum Tode verurteilt würde. Er konnte nicht glauben, dass diese Prüfungen der Weckruf waren, die ihn zur Reue riefen, um ihn wieder auf den (rechten) Weg zu bringen. Da richtete er eine inständige Bitte an den reichen Herrn, den er betrogen hatte, und versprach ihm, niemanden mehr zu bereden oder zu täuschen und der Reiche, davon überzeugt, ließ ihn ziehen.
24 Als jener Mann nun frei war, fühlte er das Verlangen, neue Wege kennenzulernen, und nachdem er sie gefunden hatte, stürzte er sich auf sie. Von neuem überhörte er den Ruf seines Gewissens, gab sich wie nie zuvor den Vergnügungen hin, wobei seine Lippen zum Lästermaul wurden. Sein Körper erkrankte, und sein Herz verfiel in den tiefsten Ekel. Von Stufe zu Stufe war er allmählich gesunken, bis er willenlos in die Tiefe eines Abgrunds (der Verkommenheit) stürzte.
Er wusste nicht, wie viel Zeit er dort verbrachte, doch als er erwachte, fragte er: "Wo bin ich? Wo ist mein Erbe? Ich spreche zu meinem Vater, und Er antwortet mir nicht; ich bin krank und niedergeschlagen, und Er kommt mir nicht zu Hilfe; ich bitte um ein Wort des Trostes, der Ermutigung, und Er kommt nicht in mein Herz. Wo ist nun jene Unterweisung und jener Heilbalsam, den Er mir gab und mit dem ich mich von so großem Kummer befreien könnte? Ich will meine Wunden schließen, doch sie bluten noch mehr. Ich will meinem Herzen Frieden geben, doch es ängstigt sich noch mehr. Wer bin ich? Ist es etwa Betrug, was der Vater mir gab?" Und er weinte herzzerreißend.
25 Menschen aller Gesellschaftsschichten gingen an ihm vorüber und sahen ihn gleichgültig an, niemand hörte ihn an, niemand machte sich Gedanken über ihn oder blieb stehen, niemand fühlte seinen Schmerz. Da schien es ihm, als ob ihn tiefe Finsternis umhüllte, und als er vermeinte, so großes Leid nicht mehr ertragen zu können, und er fühlte, dass sein Geist im Begriffe war, seinen unreinen Körper zu verlassen, vernahm er eine gütige Stimme, die ihm bekannt war und die ihm sagte: "Hier bin Ich; Ich bin bis dahin herabgekommen, wohin du gesunken bist, um dir zu helfen."
Als jener Mann die gütige Stimme seines Vaters, voll Vergebung und Zärtlichkeit, hörte, vermochte er der Last seiner Gewissensbisse nicht mehr standzuhalten und sprach zu seinem Herrn: "Komm nicht in meine Nähe, steige nicht in diesen Abgrund herab und betrete nicht diese Lasterhöhle, denn hier ist Finsternis und Morast. Zerreiße Dein Gewand nicht an den Disteln, lass mich hier, da ich mich selbst dazu verdammt habe."
26 Der Sohn weinte, und durch seine Tränen hindurch erkannte er, wie gerecht sein Vater war. Der Vater schaute nicht auf die Unreinheiten des Sohnes, noch auf die Finsternis, die ihn umgab, oder auf den Morast, in welchem er sich befand. Er sah nur, dass er Sein vielgeliebter Sohn war, den er fragte: "Warum ist es soweit mit dir gekommen?" Und der Sohn antwortete Ihm: "Weil ich annahm, dass Du mir nicht so nahe bist, und ich auch nicht glauben wollte, dass die Stimme meines Gewissens die Deine war. Heile mich nicht, heute begreife ich, dass ich die Gesundheit nicht verdiene. Vergib mir nicht, ich verdiene Deine Vergebung nicht. Lass mich in diesem Abgrund leiden, lass mich meine Vergehen sühnen."
Da der Vater sah, dass der Sohn endlich das Ausmaß seiner Verfehlungen erkannt hatte, ließ Er ihn nicht länger leiden und erlaubte, dass es in diesem Wesen Licht wurde, dass jene Tränen die Schandflecken abwuschen, und dann drückte der Vater auf jene gebeugte Stirne einen Kuss des Friedens; Er hob den schwachen und besiegten Körper auf und drückte ihn mit unendlicher Liebe an sich.
27 Als jenes Herz die zarte Liebe seines Vaters fühlte, machte es sich bereit, Ihm für immer nachzufolgen und ihn immerdar zu lieben. Da gewahrte er, dass das Licht, das der Herr auf seine Stirne gelegt hatte*, von neuem erglänzte; denn die Gaben, die Gott gewährte, entzieht Er Seinen Kindern niemals. Was ihnen jedoch Seine Gnade vorenthält, sind ihre Verstöße gegen Mein Gesetz.
So machte sich jener Geist auf, den Lebensweg neu zu beginnen, aber mit größerem Licht — dem seiner schmerzlichen Erfahrung. Die Stimme des Gewissens wurde von ihm mit Klarheit vernommen.
* Bei den Unterweisungen wurden von Zeit zu Zeit Personen berufen, die zu den 144 000 Auserwählten gehörten. Dabei legte der Herr dem Betreffenden in symbolischer Form Sein Licht auf die Stirne.
28 Wer von denen, die Tag für Tag Meinen Unterricht empfangen haben, mag wohl wünschen, die Wege des Leidens zurückzulegen? Erkennt, dass ihr diese Wege bereits gegangen seid, dass euer Geist schon durch große Prüfungen ging, dank deren ihr Mir heute mit Entschiedenheit nachfolgen könnt.
29 Ich habe euch ausgesandt, um euren Samen zu vervielfältigen, und dafür habe Ich euch mit Meinem Lichte an eurer Stirne gezeichnet, damit, wenn ihr zugerüstet seid, ihr euch auf die Wege (der Welt) verstreut, wo die Menschen euch erwarten. Die Türen der Heime werden sich öffnen, um euch willkommen zu heißen, und die Herzen werden euch mit Jubel empfangen.
30 Dort werden die Kranken sein, die auf ihre Genesung hoffen.
31 Ich, der Göttliche Heiland, werde durch Meine treuen Jünger zu allen kommen. Doch nicht wie in der Zweiten Zeit: heute werde Ich — im Herzen Meiner Sendboten verborgen — zu den Menschen kommen, indem Ich durch ihren Mund spreche und Meine Inspiration in ihren Verstand einströmen lasse. So werde Ich durch die Werke der Liebe und Barmherzigkeit Meiner Jünger zu den Kranken, zu den Notleidenden und zu den nach Frieden des Geistes und des Körpers Dürstenden kommen.
32 Wohl den Nationen, die ihre Wege nicht versperren und ihre Tore Meinen Boten öffnen; denn wahrlich, Ich sage euch, jene Nation wird gerettet werden.
33 Während dieses Kampfes werden die einen früher berufen und auserwählt werden als die anderen; doch für alle wird diese Stunde kommen, und alle werden die Erfüllung (ihres Auftrags) unter den Menschen erleben. Die einen werden ihre Arbeit früher beginnen und beenden, die andern werden später kommen; aber zuletzt, wenn ihr an die Grenzen der Vollkommenheit stoßt, wird es weder Große noch Kleine geben, ihr alle werdet gleich sein in der Liebe des Vaters und Seiner vollkommenen Familie angehören.
34 Allen habe Ich bei ihrem Lebensbeginn* die gleichen Gaben geschenkt; doch während einige durch die Entwicklung ihrer Tugend emporzustreben und groß zu werden verstanden, sind andere stehengeblieben, und wieder andere sind auf Abwege geraten.
* Bei der geistigen Erschaffung
35 Ich habe unter alle Meine Kinder gleich große Gaben verteilt, weshalb ihr nicht urteilen dürft, dass den einen mehr gegeben wurde als den andern, auch nicht, dass ein Auftrag größer ist als der andere. In Meiner vollkommenen Weisheit und Gerechtigkeit und in Kenntnis der Schuld jedes Meiner Kinder habe Ich ihnen je nachdem, was ihnen nottat, gegeben.
36 Ich gebe euch diese Erklärungen, damit ihr ergeben seid, denn ihr wisst nichts von eurer Bestimmung, von eurer Vergangenheit und eurer Sühnelast.
37 Wenn ihr Meine Kinder, durch die Ich Mich kundtue, für sehr begnadet haltet und sogar ihre Gabe gewünscht habt, so sage Ich euch hierzu, dass es wirklich eine übergroße Gnade ist, ebenso, wie es auch die geistige Verpflichtung ist, die sie gegenüber dem Vater haben, und ihre Verantwortung kennt keine Grenzen.
38 Jeder nehme mit Liebe sein Kreuz auf sich; doch strebt nicht nach Vergnügungen, Ehrungen oder Belohnungen, denn ihr werdet nur Schmerz ernten.
39 Erinnert euch, dass Ich euch mit Meiner Liebe heilte, dass Ich euch von euren Schandflecken reinigte und eure Wunden schloss. Denkt daran, dass Ich die Bitterkeit von euren Lippen nahm, euch der schmutzigen und zerlumpten Kleidung entledigte, die ihr trugt, um sie durch andere — weiß wie Schneeflocken — zu ersetzen. Ihr wart die Verachtetsten und seid es nun nicht mehr. Ihr seid ohne Erbe gekommen, und heute wisst ihr, dass ihr eine Gabe besitzt. Fordert nicht mehr den Schmerz heraus, werdet nicht wieder Parias, kehrt nicht mehr zu den Sündern zurück und haltet euch auch nicht für unantastbar, dadurch, dass ihr vergeben könnt, wenn ihr gekränkt werdet.
40 Wie oft habt ihr mir versprochen, euren Brüdern zu vergeben, ganz gleich, in welcher Art sie euch beleidigen. Ihr habt Mich um Kraft gebeten, um erfüllen zu können, und Ich habe sie euch gegeben. Doch wie selten habt ihr eure Gelöbnisse erfüllt.
41 Die, welche versucht haben, Vergebung zu gewähren, teile Ich in drei Gruppen ein: Die erste wird von jenen gebildet, die, wenn sie eine Beleidigung empfangen haben, sich nicht zu beherrschen wussten und, Meine Unterweisung vergessend, sich von finsteren Gefühlen hinreißen ließen und sich gerächt haben, indem sie Schlag um Schlag zurückgaben. Diese Gruppe ist die von der Versuchung besiegte, ist Sklave ihrer Leidenschaften.
42 Die zweite Gruppe besteht aus denen, die, nachdem sie beleidigt worden sind, sich an Mein Vorbild erinnern, ihre Lippen verschließen und ihre Regungen zurückhalten, um Mir danach zu sagen: "Herr, man hat mich beleidigt, aber statt mich zu rächen, habe ich vergeben." Doch Ich, der Ich in die Herzen eindringe, habe bei jenem den Wunsch entdeckt, dass Ich ihn rächen soll, indem Ich Meine Gerechtigkeit auf seinen Bruder entlade.
Diese Gruppe steht noch mitten im Kampf.
43 Die dritte Gruppe, die kleinste, besteht aus denen, die Jesus zum Vorbild nehmen, und die, wenn sie beleidigt worden sind, sich voll Mitleid mit ihren Brüdern zum Vater erheben und Mir sagen: "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Sie haben mich verletzt; doch (in Wirklichkeit) haben sie nicht mich, sondern sich selbst verletzt. Darum erbitte ich für sie Deine Barmherzigkeit und dass du mir gewährst, ihnen nur Gutes zu vergelten." Dies ist die Gruppe, die überwunden hat.
44 Euer Gewissen, das von euch vollkommene Werke fordert und erwartet, wird euch nicht in Ruhe lassen, bis ihr an euren Brüdern wahre Vergebung auszuüben versteht.
45 Warum solltet ihr jene hassen, die euch beleidigen, wenn sie nur Stufen sind, damit ihr zu Mir gelangt? Wenn ihr vergebt, werdet ihr Verdienste erwerben, und wenn ihr im Himmelreich seid, werdet ihr auf der Erde diejenigen erkennen, die euch bei eurem geistigen Aufstieg behilflich waren. Dann werdet ihr den Vater bitten, dass auch sie die Mittel finden, um sich zu retten und zu ihrem Herrn zu kommen, und eure Fürsprache wird sie diese Gnade erlangen lassen.
46 Versucht auch nicht, die verborgenen Gefühle eurer Nächsten aufzudecken, denn in jedem Wesen existiert ein Geheimnis, das nur Ich kennen darf. Doch wenn ihr das entdecken solltet, was — da es nur eurem Bruder gehört — für euch heilig sein soll, so macht es nicht bekannt, zerreißt nicht diesen Schleier, macht ihn lieber dichter.
47 Wie oft habe Ich die Menschen in das Herz ihres Bruders eindringen sehen, bis sie seine moralische oder geistige Blöße entdeckt haben, um sich daran zu ergötzen und es sogleich bekanntzumachen. Keiner von denen, die so die Vertraulichkeit eines Mitmenschen entweiht haben, soll sich wundern, wenn ihn jemand auf seinem Lebensweg bloßstellt und verspottet. Er soll dann nicht sagen, dass es die Elle der Gerechtigkeit ist, die ihn misst; denn es wird die Elle der Ungerechtigkeit sein, mit der er seine Brüder gemessen hat.
48 Achtet die andern, bedeckt mit eurem Mantel der Barmherzigkeit die Bloßgestellten und verteidigt den Schwachen gegenüber der Klatschsucht der Menschen.
49 Jünger, Ich verbiete euch nicht, in den Büchern zu studieren, die euch das Gute lehren; doch wenn ihr diese nicht finden solltet — hier habt ihr Meine Unterweisung, die in all ihrer Schlichtheit und Bescheidenheit mehr Weisheit enthält als alle Bücher. Prägt sie euch daher im Innersten eures Herzens ein, ergründet sie, damit sie es sei, die euch bei allen euren Werken leitet.
50 Die, welche durch die mancherlei Prüfungen des Lebens weinend unter den Schatten dieses Baumes gekommen sind, haben den Trost und die Stärkung Meiner Liebe gefunden.
51 Selig, wer Meinem Worte in der Dritten Zeit lauscht, denn er wird nicht irregehen. Im Augenblick seines (körperlichen) Todes wird sein Geist zum ewigen Leben auferstehen und wird den Weg, der ihn jenseits dieses Lebens erwartet, sicher beschreiten.
52 Selig, wer sein Leid mit Geduld trägt, denn gerade in seiner Sanftmut wird er die Kraft finden, um auf seinem Entwicklungswege weiterhin sein Kreuz zu tragen.
53 Gesegnet sei, wer die Erniedrigung mit Demut erträgt und denen zu vergeben vermag, die ihn beleidigt haben, denn Ich werde ihn rechtfertigen. Doch wehe denen, die die Handlungen ihrer Brüder richten, denn sie werden ihrerseits gerichtet werden!
54 Gesegnet sei, wer das erste Gebot des Gesetzes erfüllt und Mich über alles Erschaffene liebt.
55 Gesegnet sei, wer Mich seine gerechte oder ungerechte Sache richten lässt.
56 Meine Lehre erneuert euch, stärkt euren Geist, damit, wenn eure Lippen sich öffnen, um Meine Lehren zu wiederholen, sie sich für Lästerung oder Fluch verschließen.
57 In dieser Zeit bin Ich gekommen, um von neuem den Samen zu bewässern, den Ich in der Zweiten Zeit in euer Herz gelegt habe.
58 Von den ersten Zeiten an habe Ich die Form gesucht, in der Ich Mich den Menschen hörbar und verständlich machen konnte. Darum habe Ich Gerechte und Propheten in diese Welt gesandt, damit sie mit ihren Worten und Werken Sendboten Meines Willens und Meiner Gebote seien.
59 In der Ersten Zeit schloss Ich mit Abraham aufgrund seines Gehorsams gegenüber Meinem Befehl einen Liebesbund und belohnte seine Standhaftigkeit, seinen Eifer und seine Treue, indem Ich seine Nachkommenschaft segnete und vervielfachte. Um seinen Gehorsam und seinen Glauben zu erproben, forderte Ich von ihm das Leben seines Sohnes Isaak, den er so sehr liebte, und mit der Ergebung der großen Geister war er bereit, ihn zu opfern. Doch Ich hielt ihn zurück, da er in seinem Herzen seinen Gehorsam bereits bewiesen hatte, und dieser genügte Mir.
60 Isaak war der Vater von Jakob, dem es gegeben war, den Weg der Vervollkommnung des Geistes zu schauen, symbolisiert in einer Stufenleiter, die auf der Erde stand und sich im Unendlichen verlor, und auf welcher Geister in Gestalt von Engeln auf- und niederstiegen.
61 Diese drei Patriarchen bilden den Stamm des Volkes Israel, dem zwölf Äste und eine unendliche Zahl von Blättern entsprossen; doch seine Frucht ist noch immer nicht ausgereift.
62 Das Volk Israel empfing das Gesetz, als es sich auf seiner Pilgerschaft am Fuße des Berges Sinai befand. Mose, sein Führer, empfing die Gesetzestafeln und die (göttliche) Inspiration. Die Durchquerung der Wüste geschah, um die Herzen zu läutern, um sie zu vergeistigen, und um in ihnen den Glauben an den unsichtbaren Gott zu entzünden.
Als das Volk zum Verheißenen Lande kam und von ihm Besitz nahm, hatte es den Glauben an seinen Herrn tief in seinen Geist eingeprägt, und es übte eine schlichte, aber erhabene Gottesverehrung aus, an der sein Herz erstarkt war. Doch siehe, die Kinder der Kinder blieben nicht beharrlich im Glauben und in der Vergeistigung, und als andere — heidnische — Volksstämme ihren Götzendienst und Aberglauben im Schoße des Volkes Israel einführten, entzweiten sie es geistig und irdisch. Daraufhin traten die Propheten auf, die die Volksmengen ermahnten und ihnen wegen ihrer Untreue und ihrer Sünde Mein Gericht an ihnen ankündigten; doch die Propheten wurden verlacht und einige wurden getötet.
63 Ich sage euch dies, weil ihr geistig in Wahrheit Same jener ersten Patriarchen und die "Schafe" Moses seid; doch sage Ich euch auch, dass ihr zu den Früchten gehört, die in dieser Zeit Reife erlangen und der Menschheit Leben und Würze geben sollen.
64 Christus begoss damals den Baum des Lebens mit Seinem Blut, und heute kommt Er, um ihn mit Seinem göttlichen Worte erneut zu bewässern, damit die Früchte der Liebe und Barmherzigkeit aller seiner Kinder reif werden.
65 In dieser Zeit komme Ich, um jeden Fanatismus und Götzendienst eurer Herzen zu bekämpfen, denn die Vergeistigung lässt keine Vermaterialisierung zu. Wer Meine geistige Lehre mit Fanatismus ausübt, tut nicht Meinen Willen, noch hat er Meine Unterweisung richtig ausgelegt.
66 Warum vermaterialisieren die Menschen noch in dieser Zeit die Verehrung Meiner Göttlichkeit, obwohl Ich seit der Ersten Zeit im ersten Gebot Meines Gesetzes verbot, dass man Mich in Figuren und Bildern verehre, die von Menschenhand gemacht sind?
67 Mein Wort in dieser Zeit wird wie ein zweischneidiges Schwert kämpfen, um aus dem menschlichen Herzen alle Irrtümer zu beseitigen, damit es sich frei von Unwissenheit zu Meiner Göttlichkeit erhebe und die Verbindung von Geist zu Geist erreiche.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band II - Unterweisung 45


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 2

Unterweisung 45:
 1 Das Licht Meines Geistes fällt auf euch herab. Ich komme, um euch den Schatz des Friedens zu geben und euch mit dem Festgewand der Demut zu bekleiden. Wenn die Menschheit euer Gewand in Fetzen reißen möchte, so lasst sie es tun, denn diese Fetzen werden ihr dazu dienen, ihre Blöße zu bedecken.
2 Unter diesen Scharen hier sind jene, die — ohne Mich gesehen zu haben — Mir glauben, Mich lieben und Mir nachfolgen. Wohl ihnen, denn sie werden im Verheißenen Lande sein.
3 An diesem Tage gedenkt ihr der Auferstehung eures Meisters, und wahrlich, Ich sage euch, viele von euch werden durch das Licht Meines Wortes zum Leben der Gnade auferstehen.
4 Nur als Mensch wurde Ich geboren und starb Ich; denn als Gott hatte Ich weder einen Anfang, noch werde Ich ein Ende haben. Jesus wurde aus der Reinheit der Liebe geboren, die der Vater zur Menschheit hat, indem Er im Schoße einer keuschen Jungfrau, die im voraus vom Schöpfer dazu auserwählt war, menschliche Gestalt annahm.
5 Die Worte und Werke Jesu waren der Weg, den Er euch vorzeichnete, der Pfad, der euch ins Himmelreich führen wird. Durch den Körper Jesu fühlte Christus alle Schmerzen und Ängste der Welt, erlebte Er den Todeskampf, und Er war gewillt, im Geiste in die Höhlen der Finsternis einzudringen, wo Ihn die Geistwesen ebenfalls erwarteten. Aber Ich sage euch, der Schmerz Jesu in der erhabenen Stunde Seines Todeskampfes am Kreuze wurde von niemandem verstanden. Es gab einen Augenblick, in welchem Er sich allein zwischen Himmel und Erde fühlte, gepeitscht von den entfesselten Elementen und von seinen Jüngern verlassen. Da geschah es, dass er ausrief: "Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?" — Die Menschen verstießen Ihn aus ihrer Mitte, und Sein Geist verließ Ihn.
6 Aufgrund Meiner Macht hätte Jesus gegenüber körperlichem Schmerz unempfindlich sein können; doch Ich kam nicht, um euch hinsichtlich Meiner menschlichen Natur zu täuschen. Mein Schmerz war beispiellos, Mein Tod war wirklich, und Mein Blut wahrhaftiges Blut.
7 Während der Körper des Meisters im Grabe lag, erleuchtete der Göttliche Geist die Stätten, wo Ihn Gerechte und Sünder erwarteten, damit Seine Barmherzigkeit sie in eine neue Zeit führen würde. Denn das Blut des Lammes bahnte nicht nur den Wesen dieser Welt den Weg ihrer geistigen Entwicklung, sondern auch denen des Geistigen Tales.
Nachdem an allen jene Liebesmission erfüllt war, verschmolz der Körper Christi mit dem Göttlichen Geiste in der gleichen Weise, wie er menschliche Gestalt angenommen hatte.
8 Da der Körper Jesu nicht aus der "Erde"* hervorgegangen war — warum hätte er ihr Tribut zollen sollen wie alle Menschen?
Er hatte euch gesagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."
* D.h. nach den Naturgesetzen der Erde entstanden
9 Beim Hören Meiner Unterweisung erwacht euer Geist zu neuem Leben, weil er das Brot des ewigen Lebens gegessen hat, welches Mein Wort ist. Stärkt euch mit Meiner Lehre, denn der Zeitpunkt nähert sich, an dem die Menschen sich wie hungrige Wölfe auf euch stürzen, um euch zu richten, und es ist nicht Mein Wille, dass ihr euren Glauben und euren Frieden in den Händen eurer Verfolger lasst.
10 Nützet die Zeit, solange Meine Kundgebung in dieser Form noch bei euch ist; denn wenn ihr heute eure Lampen nicht entzünden solltet, werdet ihr euch morgen nach dieser Zeit der Unterweisungen und Gnadenerweise zurücksehnen und weinen im Verlangen, Mein Wort noch einmal zu hören. Viele werden sagen: "Meister, was würde ich dafür geben, um durch jene, die ich so sehr als unvollkommen verurteilte, noch einmal eine Deiner Lehransprachen zu hören."
11 Nutzt Meine Unterweisung wirklich — jetzt, da Ich sie euch durch Vermittlung dieser Meiner Kinder zuteil werden lasse, die Ich erwählt und zubereitet habe. Ich habe über ihre Lippen Worte der Weisheit und Liebe fließen lassen. In Ergebung haben sie sich von der Welt abgewandt, und euretwegen trinken sie einen Leidenskelch, da sie wissen, dass sie das Werkzeug des Vaters sind für Seine Verbindung mit euch.
12 Auch wenn ihr, um Mein Wort in dieser Zeit zu hören, zu diesen bescheidenen Versammlungsstätten eilt, könnt ihr doch euer Gebet an dem Orte emporsenden, an dem ihr euch (gerade) befindet: Sei es im stillen Kämmerlein, oder dort, wo ihr das tägliche Brot verdient, unterwegs, im Tal oder am Ufer eines Flusses — überall vernehme ich eure Bitten.
13 Lernt, euer Herz zu reinigen und euren Geist zu Mir zu erheben, damit ihr die geistige Gemeinschaft (mit Mir) empfangt. Vergesst nicht, dass ihr Mich im Innersten eures Wesens in euch tragt. Erhebt euch zu Mir, damit, wenn der letzte Augenblick von 1950 kommt, euer Geist nicht von Schrecken erfüllt ist und spricht: "Meister, du hast Dich von uns abgewandt." Wahrlich, Ich sage euch, wer sich zurüstet, wird sich von jenem Augenblick an von Geist zu Geist mit Meiner Göttlichkeit verbinden.
14 Wenn ihr von den vielen Unterweisungen, die Ich euch gegeben habe, eine einzige genutzt hättet, und die Lehre derselben das Gesetz wäre, das alle Handlungen eures Lebens lenkt — wahrlich, Ich sage euch, es wäre nicht mehr nötig, dass Ich unter euch bin; denn in dem, was ihr bis heute gehört habt, ist Meine ganze Lehre enthalten.
15 Ein weiteres Mal übergebe Ich euch Mein Wort, damit euer Geist fühlt, dass er sich beim Festmahle des ewigen Lebens befindet. Erquickt euch wie Mein Apostel Johannes bei der Betrachtung der Offenbarungen der jenseitigen Welt.
16 In dieser Zeit wird aller Unglaube unter euch verschwinden, denn Ich werde euch als eine Leuchte des Glaubens zurücklassen, die unter den Menschen angezündet ist.
17 Jedes Mal, wenn Ich Mich bei euch einstelle, und während Ich euch Mein Wort zuteilwerden lasse, weicht euer Schmerz, weil euer Geist Meine Gegenwart empfindet und sich an Meiner Liebe erquickt.
18 Nicht nur die, die an diesen Versammlungsorten zusammenkommen, hören Mir zu, sondern es sind auch große Legionen von Geistwesen bei dieser Kundgebung anwesend und empfangen Mein Licht. Unter diesen Scharen sind jene, die auf Erden eure Eltern, eure Gefährten, eure Kinder waren. Alle sind dabei, auf der Leiter der Entwicklung aufwärtszusteigen.
19 Euer Herz wird von Freude erfüllt, wenn ihr Mich so sprechen hört, und ihr fühlt, dass es die Herrlichkeit des Vaters selbst ist, die sich in diesen Augenblicken öffnet, um ihre Gnade auf jedes Geschöpf des Herrn zu ergießen.
20 Das Licht Meiner Liebe, das den Entwicklungsweg aller Meiner Kinder erhellt hat, bewirkte bei einigen Wissenschaftlern die Verwirrung ihrer Vorstellungen, als sie daraufstießen, dass der Ursprung der Schöpfung nicht so ist, wie sie ihn sich vorgestellt hatten. Doch Ich werde zu ihnen von der "Bergeshöhe" aus sprechen, und die Gewalt Meiner Stimme wird durch die Elemente die Erde erzittern lassen und ihnen die Wahrheit zeigen.
21 Volk, wenn du in die Gemeinschaft mit Meiner Göttlichkeit kommen willst, so schaue nicht auf diese Stimmträger, durch die Ich Mich kundtue, wie auf höhere Wesen. Studiere und ergründe Mein Wort, dann wirst du dich wie in Meinem Heiligtum fühlen und dich am geistigen Sinn Meiner Lehre erfreuen. So werdet ihr stark werden, um Zeugnis dafür abzulegen, dass dies die Dritte Zeit ist und dass Ich Mich in ihr den Menschen als Heiliger Geist offenbart habe.
22 Ich wähle derzeit unter der Menschheit Meine neuen Jünger aus, wobei Ich den Männern sage: "Erneuert euch", und den Frauen: "Sündigt nicht mehr". Euch alle hat Meine Vergebung geläutert, damit ihr ein neues Leben beginnt.
23 Ihr, die ihr viel Bitteres gekostet habt — trinket nun Milch und Honig aus diesem Kelch der Liebe, den Ich euch darreiche.
24 Freut euch, dass ihr dies geistige Gut besitzt. Grämt euch nicht allzu sehr wegen des Unterhalts des Körpers, denkt daran, dass Ich euch gesagt habe: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das von Gott kommt."
25 Euch alle fand Ich verirrt, und Ich habe euch den Weg gezeigt, indem Ich euch sagte: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, folgt Mir bis ans Ende."
26 Ich habe niemanden gezwungen, Mir nachzufolgen, und Ich drohe niemandem, wenn er es nicht tut. Gewiss gibt es das Gesetz der Sühne — die jeder sich selbst verursacht — damit seine Seele sich entwickelt und ihre Läuterung und ihr Licht erlangt. Doch die Hölle ewigen Feuers gibt es nicht, wie es auch keine Strafe Gottes gibt. Legt das, was euch in vergangenen Zeiten durch Sinnbilder gesagt wurde, nicht falsch aus.
27 Heute hört ihr Mir zu, und jeder erkennt seinen Auftrag, während Elias als unermüdlicher Diener des Herrn die 144.000 neuen Jünger sammelt, 12.000 Kinder von jedem Stamm dieses Volkes, damit sie an ihrer Stirne das Zeichen empfangen, das sie als Trinitarisch-Marianische Spiritualisten kennzeichnet.
28 Wenn ihr euch auf dem Lebensweg erschöpft fühlt, so kommt zu Mir und ruht euch aus, während ihr diesem Worte lauscht, denn noch bin Ich bei euch.
29 Dies Wort ist das Brot, das Ich euch zum Munde führe. Sein geistiger Sinn ist das kristallklare Wasser, das euch hilft, eure Seele von all ihren Befleckungen zu reinigen.
30 Ihr habt Angst, dass euch die Stürme von diesem Pfad hinwegreißen und ihr wiederum schwach werdet gegenüber den Leidenschaften des Fleisches. Ihr fürchtet das Gerede der Leute, ihre Urteile, ihr fürchtet die Welt, die euch mit ihren vielfachen Versuchungen von Mir entfernt.
31 Da ihr Mein Wort nicht verstanden habt, glaubt ihr, dass Ich von euch verlange, dass ihr alles Materielle aufgebt und darauf verzichtet, während Ich euch lehre, dass ihr dem Geiste das geben sollt, was ihm zukommt, und der Materie, was ihr angehört. Solange ihr im "Tränental" seid, werdet ihr die Vollkommenheit nicht erreichen. Doch müsst ihr euch zurüsten in der Liebe und Barmherzigkeit, die ihr unter euren Brüdern verbreitet, um zum Geistigen Tale zu gelangen und die Frucht eurer Saat zu ernten.
32 Das Geheimnis, das Ich euch offenbare, ist Mein eigener Geist, der sich jenseits der Jakobsleiter befindet. Ich bin nicht auf der "Leiter", denn Ich bin vollkommen. Auf ihr sind nur die Wesen, die der Vollkommenheit entgegengehen. — Wer kann das Gefühl haben, dass Meine Lehre für seinen Geist wie eine schwere Last ist? Wenn ihr ihr Gewicht mit dem eines Kreuzes vergleicht, werdet ihr begreifen, dass Ich jetzt euer Helfer bin*.
* Siehe Anmerkung 8 im Anhang
33 Wer kann sich von Mir entfernen, da Ich überall bin? Manche versuchen, sich aus Meiner Gegenwart zu entfernen, um heimlich die Saat zu säen, die Ich ihnen anvertraut habe, und die Ernte für sich einzubringen; doch Ich beschere euch die fruchtbaren Felder. Wer sich zu entfernen versucht, wird in die Wüste gehen müssen. — Wann hat man erlebt, dass im weißglühenden Sand irgendein Same keimt? Dort werden sie nicht dem Festmahle beiwohnen, das ihr bei Mir genießt, noch werden sie in ihrer Einsamkeit dem Trillern der Vögel lauschen, die euch mit ihrem Gesang entzückt haben.
34 Wer in seinem Herzen den Wunsch verspürt hat, das Kreuz im Stich zu lassen, hat weder seine Aufgabe noch seine Bestimmung erahnt.
35 Wie viele von euch bekennen sich vor Mir schuldig und sündig und gehören (doch) zu denen, die Mich lieben! Wie viele posaunen aus, dass sie Mich lieben, und haben nicht einmal Glauben an Mich! Sie glauben, wenn sie Wohltaten empfangen; doch wenn sie eine Prüfung trifft, leugnen sie Mich!
36 Diese Dritte Zeit ist eine Einladung für euren Geist gewesen, ein Ruf, damit ihr die Gnade besitzt, zu denen zu gehören, welche die göttliche Frucht der Drei Zeiten entgegennehmen.
37 Als die Menschheit sich auf der höchsten Höhe der Verderbtheit befand, kam das Licht Meines Geistes herab, — umgewandelt in Worte, die für den Menschen verständlich sind — um ihn zu retten. Sie zeigen ihm den Weg seiner Sühne, helfen ihm, dieselbe zu erfüllen, und lassen ihn die Belohnung begreifen, die ihn erwartet.
38 Euch, die ihr Mich hört, sage Ich: Tragt nicht schmutzigen Staub an euren "Sandalen", sucht Mich, Ich bin eure Rettung. Ich bin das Boot, das euch aus dem Schiffbruch errettete, euch aus dem wütenden Meer der Sünde forttrug, um euch ins Land der Verheißung zu bringen.
39 Warum seid ihr auf eurem Lebensweg dem Schmerz begegnet? Warum haben sich eure Füße an den Kieselsteinen des Weges wundgestoßen? Warum quält euch der Durst wie ermattete Wanderer? Darum, weil ihr früher denselben Pfad zurücklegtet und den Weg nicht gesäubert habt für die, die nach euch kamen, weil ihr nicht wusstet, dass ihr dort noch einmal hindurchgehen müsstet. Doch wenn ihr nie den Durst eines Dürstenden gelöscht habt — wie könnt ihr dann erwarten, dass jemand den euren löscht?
40 Ich allein lindere den Durst eures Geistes nach Liebe und Frieden. Mein Wort ist kristallklares Wasser, das unter euch ausgegossen wird. Genießt es, wenn ihr es trinkt, ladet eure Brüder dazu ein, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet schließlich die Einigkeit und den Frieden in den Seelen erleben.
41 Wenn Mich in der Zweiten Zeit eure Augen gesehen haben, weil Ich als Mensch kam, so komme Ich heute im Geiste. Wenn Mich eure körperlichen Augen nicht gesehen haben — die Empfindsamkeit
eures Geistes hat Mich gewiss gespürt, weil Ich euch Meine Gegenwart fühlbar mache. Wer von denen, die Mich hören, hat Mich nicht an dem beschleunigten Klopfen seines Herzens gefühlt? Wer von euch ist nicht erbebt bei Meinem Worte, das wie ein durchdringender Blick ist, der mit seinem Lichte euren Geist erreicht?
42 Ich spreche als Meister zu euch, nicht als Richter. Sucht Mich nicht als Richter, denn statt Urteilssprüchen will Ich Trost und Leben unter euch verbreiten.
43 Ich habe euch eure Augen geöffnet, damit ihr gewahr werdet, dass Mein Gesetz auf der Erde befleckt wird, jedoch nicht, damit ihr den richtet, der es verletzt. Lernt Mein Gesetz kennen, damit ihr euch nicht vom Wege verirrt, wenn die Menschen es euch verheimlichen, und damit ihr den zu führen versteht, der im Finstern wandelt.
44 Ihr seid nicht (auf die Welt) gekommen, um irgendjemanden zu demütigen. In Wahrheit sage Ich euch: Bevor dies geschieht, wäre es für euch besser, nicht von Meinem Werke zu sprechen, oder dass der Tod euer Leben abschneidet.
45 Volk, du weißt nicht, was Ich für dich bereithalte. Glaube nicht, dass das, was du bis heute gehört hast, alles ist, was Ich dir zu sagen habe; Ich werde dir noch große Lehren offenbaren; sehr große Gaben werden sich in euch entfalten.
46 Meine Unterweisung kommt euch zu Hilfe, damit es euch gelingt, euch von Geist zu Geist mit eurem Vater zu verbinden, denn darin liegt euer Heil. Öffnet euer Herz, damit ihr in ihm den Schatz Meines Wortes bewahrt, bis der Augenblick kommt, an dem ihr es euren Brüdern offenbaren müsst. Denn dies ist das Wort, das den Sünder umwandelt und den Kranken heilt.
47 Die Spur, die Ich euch in dieser Zeit zurücklasse, ist nicht von Blut, sondern von Licht. Kommt zu Mir, Jünger, und erholt euch von euren Leiden. Lindert mit Meinem Worte euren Hunger und Durst nach Liebe und Frieden, damit — wenn Ich euch mit geistigen Gütern überhäuft habe — ihr wie die Jungfrauen Meines Gleichnisses seid: mit brennenden Lampen wachend in Erwartung des keuschen Gemahls, damit ihr ihn empfangen könnt, wenn er an eure Türe klopft.
48 Wer Mein Wort in seinem Herzen bewahrt und daran glaubt, wird Frieden und Glück haben auf den Wegen der Welt und wird seinen geistigen Aufstieg auf dem Pfade erreichen, der in Mein Reich führt.
49 Mit Liebe übergebe Ich euch Mein Wort, um euch das wahre Leben zu schenken und um euch zu lehren, das gleiche unter den Menschen zu tun, wo es so viele für den Glauben Tote gibt. Alles, was ihr in Meinem Namen tut, werdet ihr bei euren Brüdern sich verwirklichen sehen. Doch wenn ihr auf eurem Wege statt zu segnen über eure Nächsten lästert oder sie richtet — wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet euch selbst verurteilen; denn mit der Elle, mit der ihr meßt, werdet ihr gemessen werden.
50 Wenn ihr Mich verletzt habt, so bittet Mich um Vergebung. Wenn euer Bruder euch verletzte, so vergebt ihm, vielleicht weiß er nicht, was er getan hat. Wenn ihr dagegen immer noch verletzt, obwohl ihr durch die Unterweisungen, die ihr empfangt, so viel Licht besitzt, so könnt ihr nicht sagen, dass ihr unschuldig seid.
Wenn ihr Kränkungen verursachen solltet, wärt ihr härter als der Fels; denn Ich lehre euch, damit ihr zu euren Brüdern edelmütig seid.
51 Studiert Mein Wort, damit euch der Tod nicht unvorbereitet überrascht und die Finsternis eurem Geiste nicht den Weg zu seiner Entwicklung verhüllt. Meine Unterweisung ist das einzige Buch, das vom ersten bis zum letzten Wort Wahrheit enthält. Dies Buch habe Ich von neuem vor euch aufgeschlagen in dieser Zeit, um euch zum ewigen Leben zu erwecken und euch in Meinem Liebesgehege zu vereinigen; denn Ich sehe euch verirrt wie Schafe ohne Hirten.
52 Hier ist die Stimme Dessen, der die Geister ruft, um sie von den Mühsalen der Welt zu befreien. Einige Meiner Kinder erkannten die Stimme, andere nicht, weil ihr vom Materialismus dieser Zeit verblendeter Geist sie nicht wiedererkannte. Doch Ich, der Hirte, der Ich in der Hürde Meiner Liebe — welches Mein Reich ist — die neunundneunzig Schafe habe, kam auf der Suche nach dem Verirrten herab zur Erde.
53 Wie lange habt ihr euch von bitteren Früchten genährt, die euch die Süße der Frucht des wahren Lebens vergessen ließen, und erst, als ihr Mein Wort vernahmt, habt ihr wieder erfahren, was die wahre Nahrung des Geistes ist.
54 Früher habt ihr euch aufgemacht und den Weg zu eurem geistigen Aufstieg vergebens gesucht, weil ihr durch den Schmerz über eure Sünden niedergedrückt wart. Heute habe Ich euch vereinigt, habe euch vermehrt und euch eure Gaben erkennen lassen. Doch wahrlich, Ich sage euch: Ehe ihr aufgrund dieser Gnade in Eitelkeit fallt und ihr den Sünder richten wollt, oder den zu demütigen versucht, der gefehlt hat — erinnert euch und denkt über die Lehre nach, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab, als das ehebrecherische Weib vor Mich gebracht wurde; erinnert euch an das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner und an das des guten Samariters. Der geistige Sinn jener Lehren ist ewig gültig. Heute, morgen und für alle Zeit könnt ihr sie in eurem Leben in Anwendung bringen. Es sind Gleichnisse, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab, zuweilen am Ufer eines Flusses, ein andermal in der Wüste oder auf einem Berg; es war die Göttliche Botschaft, die Ich euch in Jesus brachte, bevor die Menschen Mich ergriffen, um Mich zu verurteilen und in Jerusalem zu kreuzigen.
55 Es war Mein Wille, dass Mein Wort in euren Herzen lebt, damit ihm Barmherzigkeit und Liebe entströmt und ihr euch auf den Weg macht, um die Kranken zu heilen, ohne ein Entgelt zu erwarten, weil ihr das Gute aus Liebe zu euren Brüdern tut.
56 Nennt euch nicht Spiritualisten, wenn ihr in eurem Herzen Abscheu vor den Kranken empfindet oder Ekel, wenn ihr Körper in Lumpen gehüllt ist. Ihr werdet nicht Meine Jünger sein, solange ihr euch von den Sündern absondert, aus Angst, dass euer Herz angesteckt wird.
57 Siehe, hier ist Mein neues Wort, das ihr mit dem vereinen sollt, das Ich euch in vergangenen Zeiten gab. Über den Verstand verschiedener Vermittler habe Ich es euch in dieser Zeit gegeben, damit ihr darin die Bestätigung habt, dass das, was durch einen Mund gesagt wurde, durch alle gesagt wurde.
58 Rüstet euch zu, Männer und Frauen, denn unter euch befinden sich jene, durch die Ich euch Mein Wort geben werde.
59 Hier ist der Gemahl, der an die Türen der Jungfrauen klopfte, und da diese ihn erwarteten, öffneten sie ihm, hießen ihn eintreten, und in ihrem Hause fand ein Fest statt.
60 Einige von euch haben sich an den Tisch der Liebe gesetzt, um das Brot Meines Wortes zu essen und den Wein zu trinken, welcher die göttliche Essenz Meines Wortes ist. Wie viele von euch waren auch in der Zweiten Zeit bei Mir und haben Mir zugehört. Andere sahen in den Provinzen Meine Apostel, die den Samen des Glaubens an Christus in die Herzen säten und den Menschen Wahrheitsbeweise erbrachten, indem sie Kranke heilten, Aussätzige rein machten und den Betrübten Trost spendeten. Doch die, welche zu jener Zeit nicht am Mahle teilnahmen, werden heute essen, und die nicht auf der Welt waren, werden es heute sein.
61 Ich bin dabei, von neuem Meine Jünger auszuwählen. Erinnert euch, dass Ich in der Zweiten Zeit den zwölf Aposteln, die Ich nach Meiner Barmherzigkeit erwählt hatte, die Füße wusch und einen Kuss der Liebe auf sie drückte, damit ihr begreifen solltet: Wenn dies der Herr tat — was solltet dann erst ihr an euren Brüdern tun?
62 Voll Demut komme Ich, um euch zu trösten und zu erretten, damit — wenn ihr euch an die Erfüllung eures Auftrags macht, den Menschen den Weg zu zeigen — ihr eine Spur der Sanftmut auf dem Weg zurücklasst. Wer seine "Füße" nicht gewaschen hat, bevor er das Tagewerk beginnt — welche Spur von Reinheit wird er hinterlassen können?
63 Hier ist Das Lamm, das sich freiwillig opferte, damit Sein Blut als Symbol des Lebens in allen Seinen Kindern sei und seine Spur den geistigen Entwicklungsweg der Menschen vorzeichnete.
64 Ich sehe unter euch diejenigen, die Mir nachfolgen werden, jedoch auch jene, die Tränen vergießen müssen und die große Gelöbnisse ablegen, um Mir dann später den Rücken zu kehren. Noch bin Ich unter euch; nützet die Augenblicke, denn bald werde Ich euch zurücklassen und von der Unendlichkeit aus die Erfüllung derer betrachten, die dieses Erbe empfingen. Jeder, der sein Herz läutert, um Mein Wort weiterzugeben, wird stark sein durch seine Reinheit, Barmherzigkeit, Liebe und Demut. Doch der, der sich erhöht und Mein Werk verrät, wird gegenüber den Versuchungen schwach sein.
65 Eure Nation hat ihre Tore geöffnet, durch welche große Menschenscharen aus verschiedenen Nationen herbeigekommen sind; denn Ich habe euch gesagt, dass es in dieser Zeit nicht zwölf Erwählte sein werden, sondern zwölftausend von jedem der zwölf Stämme — hundertvierundvierzigtausend, die der Menschheit Mein Wort bringen werden. Die einen befinden sich im Geistigen Tal, die andern in der Materie. Die, welche im Jenseits leben und diese Unterweisung nicht kennengelernt haben, werde Ich
wieder ins Fleisch kommen lassen, um sie alle auf der Erde zu versammeln. Diese werden es sein, die aus Liebe zu ihren Brüdern das Opferkreuz tragen und den Kelch der Bitterkeit trinken werden.
66 Heute esst ihr das Brot und trinkt den Wein des Himmelreiches durch den geistigen Sinn Meiner Unterweisung, während die Menschheit diese Lehre weiterhin mit dem Brot und Wein der Erde darstellt.
67 Schart euch um Mich, damit ihr euch gegenseitig schützt und euch stark fühlt, denn die Wölfe lauern euch auf, und die Pharisäer, die sich unter den Menschenscharen verbergen, sind diejenigen von gestern. Noch können sie Mich nicht erkennen, weil sich ihre Sinne verwirrt haben. Es sind die Heuchler, die ihre Sünden hinter einer vorgetäuschten Reinheit verbergen.
68 Wachet und betet, denn sie werden die ersten sein, die euch sagen, dass Ich der falsche Christus bin. Die einen werden euch auf die Prophetien der Ersten Zeit hinweisen, und die andern auf die der Zweiten Zeit, um euch zu beweisen zu suchen, dass dieser als falsch vorausgesagt war. Sie werden euch sagen, dass ihr euch durch diese Kundgebungen nicht betören lassen sollt. Wahrlich, Ich sage euch: Hütet euch vor ihnen und vor denen, die nur Mein Wort (in Anspruch) genommen haben und keine Macht besitzen, um Werke zu tun, die durch ihre Wahrheit überzeugen.
69 Prüfet ihr euch vor eurem Gewissen und fragt euch, ob die Kranken gesund geworden sind, ob ihr Frieden empfunden habt, wenn ihr Mir zugehört habt, ob ihr euch angeregt fühltet, das Gute zu tun und euch untereinander zu lieben, ob ihr euch erneuert habt? — "Ja", hat euch euer Gewissen geantwortet.
70 Erinnert euch und durchlebt die vergangenen Zeiten. Hier ist der Tisch, auf dem die Speisen stehen, die das ewige Leben geben. Aufs neue sage Ich euch, dass Mein Körper und Mein Blut heute durch Mein eigenes Wort vertreten sind. Ein Krümel von diesem Brot genügt, um einem Geiste das ewige Leben zu geben. Die Kranken, die von diesem Brote kosten, werden die Gesundheit erlangen, und wer diesen Wein mit Erhebung des Geistes und mit Ehrfurcht vor Meiner Lehre trinkt, wird für immer den Frieden empfangen.
71 Wer sich in der erhabenen Stunde des menschlichen Todes an Mein Wort erinnert, in dessen Geiste werden die Gaben und Gnaden sein, die in ihm (meinem Worte) sind, damit er auf seinem Hingang das Licht Meines Heiligen Geistes schaue.
72 Die geheimen Gedanken des Vaters wurden für Arme und Demütige offenbart. Wer von diesem Weine trinkt, wird fühlen, dass sich sein Geist stärkt; wer seine Lippen verschließt, um ihn aus Furcht vor dem Tode nicht zu trinken, in dem wird der Tod sein, und nur Meine Liebe wird ihn auferwecken können. Doch dann, wenn es Mein Wille ist, werde Ich zu ihm kommen, um ihm zu sagen: "Warum hast du nicht von Meinem Weine getrunken? Stehe auf, Ich bin Jener, der durch Menschenmund sprach, und derselbe (ist es), der dich heute zum Leben der Gnade auferweckt. Wer außer Mir hat Vollmacht, die Toten zum Leben zu erwecken?"
73 Während Ich euch Meine Unterweisung gebe, betrachte Ich das Herz eines jeden der Anwesenden. Einige übergeben Mir ihr Herz, das sich von Meinem Worte genährt hat, bis es seinen Hunger nach Liebe und Trost gestillt hatte. Andere denken an die Art und Weise, wie sie dieses Werk zerstören können, weil sie nicht daran glauben und sie beunruhigt sind wegen der großen Menschenmengen mit inbrünstigen Herzen, die sich in diesen Versammlungsstätten zusammendrängen, um Mein Wort zu hören.
74 Esset von diesem Brote, in ihm ist das ewige Leben. Trinket den Wein, sein Geistgehalt ist der göttliche Wohlgeschmack, den Mein Wort besitzt.
75 Vergesst nicht die Werke, die Ich an euch getan habe, damit ihr sie auch an euren Brüdern tut. Wie Ich euch geliebt habe, so liebet eure Nächsten. Setzt die Notleidenden an euren Tisch und gebt ihnen an ihm den besten Platz.
76 In jedem Meiner Worte* ist eine Fülle an Offenbarungen enthalten, damit ihr euch in sein Studium vertieft; denn der Augenblick Meines Abschieds kommt näher, an dem ihr euch einsam fühlen werdet. Ihr werdet wie Schafe unter Wölfen zurückbleiben, doch Ich werde euch trösten. Dann wird eure Mission beginnen, und die einen werden in die Wohnungen (ihrer näheren Umgebung) gehen, andere in die Provinzen, und einige weitere in andere Nationen. Ihr sollt gute Arbeiter auf Meinen Feldern sein und unermüdlich Meinen Samen des Friedens und der Liebe säen. Doch wird es nicht nötig sein, dass ihr doppelte Vorratstaschen für die Reise mitnehmt — Ich werde für euch sorgen. Ihr sollt weder die Unbilden der Witterung, noch die der Elemente fürchten, Meine Gegenwart ist in allem Geschaffenen.
* Der Begriff "Wort" bedeutet hier nicht das einzelne Wort, sondern ist Inbegriff der Darlegung eines göttlichen Gedankens durch menschliche Worte.
77 Ich werde euch zu den Häusern führen, wo jene wohnen, die euren Glauben teilen werden. Sie werden euch mit Freuden empfangen, und dort sollt ihr noch weitere berufen, um euch zum Gebet zu versammeln und ihnen Meine Botschaft zu bringen. Diese "Letzten" werden zu "Ersten" werden und sich als neue Apostel aufmachen, um zu säen, wie ihr sie gelehrt habt.
78 Sehr ausgedehnt sind Meine Felder, und sehr spärlich sind noch die Sämänner; doch es ist Mein Wille, dass in der Zeit, in der Ich euch Meine Unterweisung noch in dieser Form gebe, die Hundertvierundvierzigtausend gezeichnet werden. Denn jene werden es sein, durch deren Vermittlung Ich Mich der Menschheit in dieser Zeit kundtun werde, und von jedem, der von Mir Zeugnis ablegt, werde Ich auch Zeugnis ablegen, ebenso wie jeder, der Mich verrät, vor Meinem Gericht wird erscheinen müssen.
79 Siehe, ihr alle habt vom Lamme gegessen; dennoch sehe Ich unter euch den, der Mich verraten wird. Nicht in diesem Augenblick, noch in dieser Nacht, sondern wenn er, von den Versuchungen der Welt verführt, die glänzenden Geldstücke für die Preisgabe seiner Brüder annimmt. Da niemand weiß, wer es sein könnte, fragt ihr in euren Herzen: "Meister, wer ist es?" — Ich sage euch nur: "Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallet."
80 Es gibt auch einen, der Mich in dieser Zeit verleugnet, und es wird bald sein; noch in dieser Nacht wird jemand leugnen, wo er gewesen ist und wem er zugehört hat. — Niemand verleugne Mich aus Furcht vor der Welt, denn sein Schmerz wird sehr groß sein.
81 Einst ging Jesus in den Olivengarten, um zu beten, denn Sein Opfergang rückte näher. Heute sage Ich euch: Betet und ruft euch jenes Vorbild ins Gedächtnis zurück, damit ihr im Herrn Stärke findet. Denn wahrlich, Ich sage euch, der Kelch, den Ich in jener Nacht trank, war sehr bitter; aber auch der, den Mir diese Menschheit heute aufs neue reicht — wie bitter ist er! In ihm sind alle Tränen, das Blut und der Schmerz der Menschen.
82 Deshalb, o geliebte Jünger, lehre Ich euch, zu beten, um auf die großen Heimsuchungen gefasst zu sein. Niemals jedoch wird die Sünde aller Menschen auf einem einzigen lasten. Nur Christus trug auf Seinen Schultern die Sünde der ganzen Menschheit, von Adam bis zum letzten.
83 Diejenigen, die sich innerlich über diese Kundgebungen lustig machen, sind jene, die Mir ins Gesicht spien, und die, die Mich jetzt richten, sind diejenigen, die Mich in jener Zweiten Zeit geißelten. Die Sünde und die Finsternis dieser Menschheit sind der Kerker, in welchem Ich alle Martern empfange.
84 Bereitet euch vor, denn die Scharen von Ungläubigen und die Legionen von verwirrten Geistern werden euch verfolgen. Doch dann werde Ich ihnen sagen: Lasst ab von Meinen Jüngern, sie sind nicht schuldig.
85 Wachet und betet, lebet in Frieden, und ihr werdet Meine Stärke in eurem Geiste haben, denn ihr nährt euch von dem Brote des ewigen Lebens.
86 Die Stunde ist gekommen, in der ihr euch an Christus, den Göttlichen Meister, in Seinen letzten Augenblicken am Kreuze erinnert, an jene Stunden der Finsternis auf der Welt, in denen Meine Gegenwart die Geister erleuchtete, die Mich erwarteten.
87 Auf einem neuen Golgatha hat Mich die Menschheit in dieser Dritten Zeit erhöht, und von Meinem Kreuze herab betrachte Ich euch, o Menschen. Das Licht Meines Geistes fällt auf die Menschen herab, wie in jener Zeit, als sich Mein Blut Tropfen für Tropfen auf die Menschheit ergoss. Meine Göttlichen Leiden sind wie Wunden, die angesichts der Undankbarkeit und der Sünden der Menschen aufbrechen. Doch heute wird aus ihnen Wasser der Gnade quellen, damit die Blinden sehen und die Bösen erlöst werden. Wenn ihr einen Baum verletzt, wird ihm Lebenssaft entquellen: Ich bin der Baum des wahren Lebens, der euch Leben schenkt, wenn ihr ihn zu zerstören sucht.
88 Wer wird Mir in dieser Zeit Mein Kreuz tragen helfen? — Ihr, Jünger! Und wer über seine Sünden weint und sie bereut und sich erneuert, der wird im Gedächtnis der Menschheit bleiben wie jene Sünderin, die Meine Füße mit ihren Tränen benetzte und sie mit ihren Haaren trocknete.
89 Gesegnet sind, die in ihrem Herzen den Schmerz ihres Herrn, Seinen Durst nach Liebe empfinden, denn Ich werde sie in der jenseitigen Welt Mich in all Meiner Herrlichkeit schauen lassen.
90 Während auf der Erde der Tod, den die Menschen Jesus bereiteten, Ihn von den Armen Seiner liebevollen Mutter trennte, sind heute in der Ewigkeit Mutter und Sohn in der göttlichen Liebe vereint. Denn ihr müsst wissen, dass — wenn Christus das Wort Gottes ist, Maria die mütterliche Zärtlichkeit Gottes ist, und von der Unendlichkeit aus, nahe dem Kreuze, das ihr Mir von neuem bereitet habt, breitet sie liebevoll ihren Mantel aus, um euch zu decken, und richtet sie ihren mütterlichen Blick voll Vergebung auf euch.
91 Vergesst diese Kundgebungen nicht, und wenn das Jahr 1950 vorüber ist, so versammelt euch, um euch diese Unterweisungen wieder ins Gedächtnis zu rufen. Dann werden eure Augen von Tränen überfließen, aus Traurigkeit und zugleich vor Freude — aus Traurigkeit, weil ihr euch an die Zeit erinnern werdet, in der ihr Meinem Worte gelauscht habt, und vor Freude, weil ihr endlich in die Zeit der Verbindung von Geist zu Geist eingetreten seid.
Mein Friede sei mit euch!

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