BWL - Band IV - Unterweisung 86


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IV - Unterweisung 83 - 110 
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Unterweisung 86:
1. Liebst du Mich wirklich, Volk? Glaubt ihr, dass ihr euch
wahrhaft in Meiner Gegenwart befindet? Dann zeigt Mir eure Reue
durch den aufrichtigen Vorsatz zur Besserung. Ich will in euren
Herzen leben, damit ihr später von Geist zu Geist mit Mir
Zwiesprache halten könnt.
2. Wenn ihr auf eurem Lebenswege in vermehrtem Maße
Schwierigkeiten begegnet, fasst ihr sie als ein Hindernis für euren
geistigen Fortschritt auf und sagt es Mir auch so, ohne zu begreifen,
dass ein Weg ohne Prüfungen ein Weg wäre, auf dem ihr keine
Gelegenheit hättet, Verdienste zu erwerben, um die Wiedergutmachung
eurer Fehler zu erreichen.
3. Wenn euch die Strahlen der Sonne versengt haben, so kommt
herbei, um unter dem Schatten dieses göttlichen Baumes auszuruhen,
damit ihr eure Kräfte wiedergewinnt und Mut fasst. Hier
werde Ich euch die Macht der Liebe offenbaren, welche erlöst,
läutert und Frieden schenkt. Die Liebe bringt euch einander näher
und nähert euch dem Schöpfer, sodass ihr mit der universellen
Harmonie eins werdet.
4. Denkt an die Glückseligkeit, die euer Geist erleben wird,
wenn er in seinem Innern die Stimme seines Vaters hört, an
welchem Ort er sich auch befindet. Damit beweise Ich euch, dass
Ich nur darauf warte, Meine Herrlichkeiten einem jeden zu zeigen,
der mit der aus der Liebe geborenen Demut sich naht, um Mich zu
befragen oder zu bitten. Dieser wird in Mir leben, und Ich werde in
ihm leben.
5. Manchmal überlegt ihr, ob es überhaupt möglich ist, dass der
Geist Gottes in euch wohnt. Dazu sage Ich euch, dass es genügt,
wenn ihr beobachtet, wie eurem Körper nicht einen Augenblick lang
die Luft fehlt, die er einatmet, um leben zu können. Ebenso, in
derselben Weise dringt Mein Geist in euer Wesen ein, damit ihr das
Licht und die Kraft des Vaters besitzt, welche das ewige Leben sind.
6. Ich bin hier und tue Mich kund und spreche durch euren
Mund. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass Ich in euch bin, und
ist auch eine Lehre für jene, die daran zweifeln, dass es Mein Geist
ist, der sich auf diese Weise kundtut.
7. In der Zweiten Zeit sagte Ich den Pharisäern, die sich darüber
empörten, dass Ich die Kranken am Sabbat heilte: "Der Herr ist
Herrscher über die Zeit, und nicht die Zeit über Ihn; daher kann Er
die Zeit so verwenden, wie es Ihm gefällt." Entsprechend sage Ich in
der heutigen Zeit denen, die nicht an Meine Kundgabe mittels des
menschlichen Verstandesorgans glauben: "Ich bin der Herr des
Menschen, und nicht dieser der Herr des Herrn; daher verwende Ich
ihn so, wie es Mein Wille ist."
8. Zuweilen ist es nötig, dass ihr das verliert, was ihr besitzt,
damit ihr seinen Wert erkennt. Ich sage euch dies, weil viele
zweifeln werden, während Ich euch Meine Kundgabe durch
Menschenmund zuteil werden lasse. Doch wenn diese Stimme
einmal verstummt ist, und die Herzen Hunger nach dieser göttlichen
Essenz zu fühlen beginnen, werden sie erkennen, dass diese Unterweisungen
tatsächlich nicht von Menschen kamen, sondern dass
euch das Licht des Vaters erleuchtete.
9. Schon jetzt warne Ich euch, damit ihr vorbereitet seid; denn
um dieser Unterweisungen willen werden viele Betrügereien
begehen, indem sie sich Meine Stimmträger nennen, während Ich
bereits aufgehört haben werde, Mich euch durch das menschliche
Verstandesorgan kundzutun.
10. In der Zeit Meiner Kundgabe hat niemand geschwiegen,
noch wird Meine Stimme schweigen; doch wenn nach dieser Zeit
jemand behauptet, dass er den Göttlichen Strahl Meines Lichtes
empfängt, obwohl er weiß, dass er dem Vater damit nicht gehorsam
ist und seinen Bruder betrügt, so wird er immer befürchten müssen,
dass ihn Meine Gerechtigkeit ereilt, oder wird jederzeit gewärtig
sein müssen, dass ihn die menschliche Justiz erfasst.
11. Ich will von euch Gehorsam, Ich will, dass ihr ein durch
seinen Glauben und seine Vergeistigung starkes Volk bildet; denn
ebenso, wie Ich die Generationen, die von Jakob abstammten, sich
vervielfachen ließ — trotz der großen Nöte, die jenes Volk
heimsuchten — so werde Ich auch bewirken, dass ihr, die ihr im
Geiste jenen Samen in euch tragt, in euren Kämpfen durchhaltet,
damit euer Volk sich noch einmal mehrt wie die Sterne am Himmel
und wie der Sand am Meer.
12. Ich habe euch wissen lassen, dass ihr geistig ein Teil jenes
Volkes Israel seid, damit ihr eine umfassendere Kenntnis von eurer
Bestimmung habt. Aber Ich habe euch zugleich empfohlen, dass ihr
die diesbezüglichen Prophetien nicht öffentlich verkündet, bis die
Menschheit sie von sich aus entdeckt. Denn da auf Erden noch das
israelitische Volk existiert, der Jude nach dem Fleische, wird er euch
diesen Namen abstreiten und ihn euch nicht zugestehen, obwohl
dies kein triftiger Grund für einen Streit ist. Sie wissen noch nichts
von euch, ihr hingegen wisst vieles von ihnen. Ich habe euch
offenbart, dass dies Volk, das auf Erden umherirrt und ohne Frieden
im Geiste ist, Schritt für Schritt und ohne es zu wissen sich auf den
Gekreuzigten zubewegt, den es als seinen Herrn erkennen und den
es um Vergebung bitten wird wegen seiner so großen Undankbarkeit
und Hartherzigkeit angesichts Seiner Liebe.
13. Mein Körper wurde vom Kreuze abgenommen, aber für
jene, die Mich Jahrhunderte hindurch verneint haben, bleibe Ich
darangenagelt, und Ich warte weiterhin auf den Augenblick ihres
Erwachens und ihrer Reue, um ihnen all das zu geben, was Ich
ihnen entgegenbrachte und sie nicht empfangen wollten.
14. Es ist Gerichtszeit, die Zeit, um Schulden zu begleichen. Ich
habe keine Gerechten auf der Welt gesucht, denn diese Suche wäre
vergeblich. Ich suche die, die sich verirrt haben, und erhelle ihren
Pfad, damit sie zum Weg des Guten zurückkehren.
15. Ich spreche ausführlich zu eurem Geist, doch das Volk sagt
Mir: "Herr, nicht nur unser Geist benötigt Dich; sieh her, unser
Leben ist ein schweres Kreuz." Doch Ich sage euch: Seid glücklich
darüber, dass ihr auf diesem Fleckchen Erde lebt, wohin keine
Zerstörung, kein Krieg, Hunger und Tod gelangt sind. Ihr wisst
Meine Barmherzigkeit nicht zu schätzen, und statt Mir täglich für
Meine Wohltaten zu danken, haltet ihr euch für notleidend und
beklagt euch immerzu bei Mir.
16. Begreift eure Aufgabe auf Erden und erfasst das Wunder,
Zeugen gewesen zu sein, wie im Schoße dieses Volkes der Quell der
Vergeistigung entsprang.
17. Ich, Christus, bin Das Wort des Vaters und das Licht eures
Gewissens, denn das Licht Gottes, das in Jesus voller Liebe überströmte,
ist in euren Herzen.
18. Kommt unter die Flügel der Göttlichen Lerche, wo die
Wärme vorhanden ist, die ewiges Leben denen gibt, die sich vor
Kälte sterben fühlen. Wahrlich, Ich sage euch, in den Herzen der
Menschen ist Kälte, weil die Liebe von ihnen gewichen ist. Es ist
wie in jenen Heimen, wo die geheiligte Flamme der Zuneigung
erloschen ist, sei es zwischen Ehegatten, zwischen Eltern und
Kindern oder zwischen Geschwistern. Ihre Körper sind einander
nahe, aber ihre Seelen sind einander fern. Wie groß ist ihre Leere,
wie tief ihre Einsamkeit, und welche Kälte im Innern jener Heime!
19. Wenn Ich euch manchmal sage, dass Ich euch zitternd vor
Kälte zu Mir kommen sehe, so deshalb, weil Ich sehe, dass ihr von
der Welt nur Gleichgültigkeit gegenüber eurem Schmerz erfahren
habt, weil ihr nur Selbstsucht und Undank erlebt habt.
20. Wie einsam fühlt sich der auf Erden, der leidet, wie
verlassen der Kranke! Wie erbost sind die Menschen über den, der
fällt, und wie bitter ist das Brot, das man den Armen übrig lässt!
Fühlt, wie die Wärme der Ausstrahlung, die Ich auf euch richte,
selbst in das Verborgenste eures Herzens dringt. Bringt sie den
Menschen, den Betrübten und den Kranken. Die Armen werden
dann ihre Gedanken zum Schöpfer des Lebens erheben, um Ihm zu
sagen: "Herr, wir sind nicht mehr verlassen in diesem Tal; es gibt so
manchen, der um unsertwillen Tränen vergießt, der uns aufsucht,
uns tröstet und uns seine Hand entgegenstreckt."
21. Auch in dieser Zeit sage Ich euch: "Bittet, so wird euch
gegeben"; doch füge Ich jetzt noch hinzu: Lernet zu geben, denn
man wird euch bitten.
22. Im Innersten eines jeden Geschöpfes gibt es eine Saite der
Liebe, die, wenn sie berührt wird, schwingt. Man muss sie auf dem
Wege der Zärtlichkeit und der Nächstenliebe erreichen, damit sie
erwacht und das Herz etwas von dem fühlen lässt, was Gott für
jedes Seiner Kinder fühlt: Liebe.
23. Welche werden die Meister sein, die bei jedem Menschen
den Weg zu entdecken verstehen, der zu dieser Saite führt, welche
die Menschen heute so tief verbergen?
24. Lernet von Mir, Jünger, erkennt, wie Mein schlichtes und
einfaches Wort euer Wesen bewegt hat. Der Grund dafür ist, dass
sein Wesenskern die göttliche Liebe enthält, welche Wärme und
Leben ist für das Herz und für den Geist.
25. Heute, da der Meister bei euch ist, sehet in Ihm den Vater
aller Wesen. Nennt Mich nicht mehr Jesus von Nazareth, noch
Rabbi aus Galiläa, noch König der Juden; denn Ich entstamme
keinem Volk oder Ort auf Erden, Ich komme nicht als Mensch, Ich
komme im Geiste, und Meine Natur ist göttlich.
26. Wie viel wurde gesprochen und geschrieben über Mein
Dasein auf Erden, aber wie selten sind die Menschen über das
Materielle hinausgelangt. Die Menschen sind nur niedergekniet, um
die Orte und Objekte zu verehren, die auf Meine Schritte in der Welt
hindeuten, anstatt die göttliche Essenz Meiner Worte oder Meiner
Werke zu suchen. Doch wie ein leuchtendes Morgenrot ist eine neue
Zeit für die Menschheit angebrochen, in welcher euer Geist in der
Helligkeit des Mittags das erkennen wird, was für ihn zuvor ein in
undurchdringliche Finsternis gehülltes Geheimnis war.
27. An diesem Tage bringen die Menschen ihren Verstand für
einige Augenblicke zur Ruhe und erheben ihren Geist zu Mir im
Gedenken an die gesegnete Nacht, in welcher der Erlöser zur Welt
kam. Einige fühlen den Frieden Meines Geistes, weil Frieden in
ihren Herzen ist, andere fühlen Trauer, weil sie an ihre Kindheit
denken und an die geliebten Wesen, die aus dieser Welt entschwunden
sind. Manche versenken sich in geistige Betrachtung
und ins Gebet, so wie es auch andere gibt, welche die echte Freude
des Geistes durch weltliche Vergnügungen und Feste entweihen.
28. Doch Ich frage die Armen, die Notleidenden der Erde:
Warum weint ihr? Erinnert ihr euch nicht, dass die einfachen Hirten
von Bethlehem die ersten waren, die das Angesicht ihres Herrn im
Gesichte jenes Kindes schauten?
29. Trocknet eure Tränen, erhebet euer Angesicht und schaut
das Licht Meiner Gegenwart in diesem gesegneten Worte, das
gleichfalls von einfachen Leuten vernommen wurde, als es sich zum
ersten Male in dieser Zeit hören ließ. Feiert diese Nacht mit Wonne
und gedenkt jener, in der Ich zu euch kam, um euch für alle
Ewigkeit Mein Licht zu bringen.
30. Ich segne euer Heim und euer Brot und sage euch: Ich
werde an eurem Tische sein und neben Mir Maria, eure zärtliche
Geistige Mutter.
31. Sorgt dafür, dass eure Seele sich mit dem weißen Gewand
der Tugend bekleidet, auch wenn ihr euren Körper in bescheidener
Weise bedeckt. Das, was wirklich von Bedeutung ist im Menschen
und was von ihm auf einen untersten Platz zurückgesetzt wurde,
wird in diesem Zeitalter wiederauferstehen, das von den Menschen
"die Zeit des Geistes" genannt werden wird.
32. Seht, wie die verirrten Schafe sich auf den Ruf des Hirten
hin versammeln, um im Gehege des Friedens zu leben.
33. Die Stämme jenes Volkes, das die Gebote Jehovas in der
Ersten Zeit hörte, sind dem Anschein nach vom Angesicht der Erde
verschwunden. Wer vermöchte unter jenen Geistern, die jetzt über
den ganzen Erdkreis verstreut und in Männern und Frauen verschiedener
Rassen reinkarniert sind, diejenigen zu erkennen oder zu
entdecken, die in früheren Inkarnationen mit ihm durch Blutsbande
verbunden waren? Nur Mein vorhersehender, durchdringender und
gerechtigkeitsliebender Blick vermag das zu entdecken, was heute
den Menschen versagt ist.
34. Hier bin Ich und spreche durch das Verstandesorgan von
Menschen, die nicht einmal ihre Bestimmung kennen, geschweige
denn die der andern. Ich weiß, dass viele sich über diese Worte
lustig machen, weil sie sie der Einbildung oder der Phantasie
Meiner Stimmträger zuschreiben, durch die Ich spreche. Doch
wahrlich, Ich sage euch, diese vermaterialisierte Menschheit wird
diesem schlichten, von Menschenmunde gesprochenen Wort noch
Gerechtigkeit widerfahren lassen.
35. Die ersten Furchen wurden schon früher gezogen, der Same
ist in ihren Schoß gefallen. Heute sind es nur einige wenige, die
wissen, dass Ich bei euch gewesen bin; aber morgen wird es die
Welt wissen, und wenn sie ergründet, was während Meines
Kommens, Meines Hierseins und Meines Scheidens in dieser Zeit
geschah, wird sie bekennen, dass Ich nicht heimlich kam, noch im
Stillen, und dass Ich vom Osten bis zum Westen der Welt Beweise
und Zeichen gab, durch die Ich Meine neue Offenbarung bezeugte
und so eine Verheißung erfüllte, die der Menschheit schon im
Altertum gegeben wurde.
36. An diesem Tag der Gnade ist euer Herz voll Fröhlichkeit,
weil Meine Gegenwart wiederum unter euch ist. Wenn ihr Mein
göttliches Lehrwort zu hören beginnt, fühlt ihr euch befleckt und
unwürdig, Mein Wort zu hören; doch wenn die Unterweisung zu
Ende ist, fühlt ihr euch rein. Dies kommt daher, dass Mein Wort,
welches ein Strom der Gnade ist, einen jeden reinigt und läutert, der
in seine Wasserfluten eintaucht.
37. Ihr seid das Volk, das — indem es Mich immer wieder hört
— zur Erneuerung und hernach zur Vergeistigung gelangen soll.
Diese und keine andere Zeit ist es, in der ihr diese Läuterung
erreichen sollt, denn ohne sie könntet ihr keine würdigen Träger
Meines Gesetzes oder Sendboten dieses Wortes sein.
38. Erkennt, dass es nicht genügt zu sagen: "Ich gehöre zu den
vom Herrn Gekennzeichneten", sondern dass es nötig ist, die
Geistesgaben zur Anwendung zu bringen, die euch anvertraut
worden sind, indem ihr mit euren Werken der Liebe die Wahrheit
Meiner Lehre bezeugt.
39. Unter diesem Volke sind diejenigen, die erkennen, dass
Meine Gegenwart unter euch eine Himmlische Gnade gewesen ist,
ein weiterer Beweis der Göttlichen Liebe für die, die sündigen und
leiden. Dem Herzensgrunde derer, die diese Gnade auf solche Art
empfinden, entspringen in geistiger Weise die Psalmen, die sich in
die Unendlichkeit erheben, um Mir Dank zu sagen, weil Ich zu euch
gekommen bin.
40. Das Volk Gottes ist verstreut unter verschiedenen Völkern
und Nationen. Ich habe es gesucht, um es zu vereinen; doch Ich traf
es an, wie es sich den Vergnügungen der Welt hingab, taub für
Meine Stimme, ohne Empfinden für Meine Gegenwart, ohne sich an
Mein Versprechen, wiederzukommen, zu erinnern. Einen Teil dieses
Volkes fand Ich in diesem Erdenwinkel hier, und da Ich sah, dass ihr
Geist Mich erwartete, dass ihr Herz im Leid gestählt und fähig war,
Meine Gegenwart zu fühlen, sandte Ich ihnen Elias, um sie
vorzubereiten, damit sie Meine neuen Jünger würden.
41. Wenn dies Volk an Zahl wächst und groß und stark sein wird
durch seine Vergeistigung, wird es in das Neue Jerusalem eingehen,
die blendendweiße Geistige Stadt, unsichtbar für materielle Augen,
deren Tore der Liebe aufgetan sein werden, um den langen Pilgerzügen
Zutritt zu gewähren, die im Verlangen nach ihr herbeikommen
werden.
42. Der blendend weiße Glanz dieser Heimstatt entspringt der
geistigen Harmonie derer, die Mein Gesetz erfüllen, und jeder, der
auf diesem Wege in den Schoß dieser Geschwisterschar eingeht,
wird dadurch ein Kind des Volkes Gottes sein.
43. Nicht alle hören Mir hier zu, die in dieser Zeit Geistesgaben
empfangen haben. Seht, wie viele leere Plätze es am Tische gibt,
weil viele Meiner kleinen Kinder, nachdem sie eine Wohltat
empfangen haben, sich entfernten und die Verantwortlichkeiten und
Aufträge mieden. Ach, wenn sie hier auf Erden noch die Gelübde
wüßten, die jeder Geist Mir gab, bevor er zur Erde kam!
44. Bevor das Leid sie wiederum zusammenbrechen lässt und
das Elend sie erneut zu Ausgestoßenen macht — sucht sie auf, sagt
ihnen, dass Meine Liebe noch immer auf sie wartet, aber dass sie,
um nicht leiden zu müssen, zum Vater zurückkehren müssen, bevor
sie das Letzte verprassen, was ihnen von ihrem Erbe übrig ist.
45. Kommt, kommt, sagt euch der Meister, auf Meinem Wege
ist der wahre Friede; Ich bin das Heil und das Leben.
46. Liebet und verherrlicht den Vater, der herniederkommt, euch
in eurem irdischen Leben zu überraschen, und der in euer Herz
einzudringen weiß.
47. Nachdem ihr Mein Wort als Vater und als Meister gehört
habt, sollt ihr an diesem Tage auch das des Richters haben. Ich
werde von euch Rechenschaft fordern über alles, was Ich euch für
die Erfüllung eurer Aufgabe gegeben habe.
48. Ihr habt das Licht, das euch führt, die Tugenden und die
Fähigkeiten. Ich habe über euch gewacht und euch auf den Weg
gestellt, auf dem ihr zu Mir gelangen könnt. Jetzt, nach einer Zeit, in
der Ich euch geprüft habe, frage Ich euch: Was ist euer Tribut und
welches eure Erkenntnis? Habt ihr verstanden, was ihr für Mich
bedeutet? Dann bereitet euch zu, hört auf die Stimme eures
Gewissens und antwortet auf Meine Fragen.
49. Wollt ihr, dass Ich das Kreuz der Unvollkommenheiten der
Welt auf Meinen Schultern trage und dass Ich eure Pflichten
übernehme, um das zu erfüllen, was allein euch zu tun zukommt?
Ich vermache euch derzeit das Dritte Testament, und ihr habt nicht
einmal die beiden ersten verstanden. Wenn ihr in dieser Zeit
zubereitet gewesen wäret, wäre es nicht notwendig gewesen, dass
Mein Wort materiell hörbar wird, denn Ich würde dann geistig
sprechen, und ihr würdet Mir mit eurer Liebe antworten.
50. Wenn Meine Richterstimme sich in euch fühlbar macht,
sucht ihr Zuflucht und Trost bei eurer Mutter. Dann legt die gütige
und liebevolle Stimme Marias Fürbitte ein und steht euch in der
Prüfung bei. Sie, bei der eure Werke, Gebete und Bitten nicht
unbeachtet bleiben, berät euch, und sie erbittet vom Vater eine neue
Gelegenheit, damit das Kind auf den guten Weg zurückkehrt, sich
erneuert und heil sei. Ihre Güte bedeckt euch wie ein Mantel.
51. Auch Elias erscheint vor Mir, wie ein Leuchtfeuer, dessen
Licht die Menschheit leitet. Seine Stimme voller Gerechtigkeit
erschüttert die Herzen und lässt sie Reue empfinden. Er gelobt Mir,
über der Reinheit der Quelle zu wachen, welche Mein Werk ist,
damit alle, die sich ihr nahen, dort ihren Durst nach Gerechtigkeit
und Liebe stillen. Der Stab, den Ich bereitgestellt habe, damit der
Mensch sich auf ihn stütze, ist Elias, der unermüdliche Hirte, der
euch zu Mir führt und leitet und euch zu Meinem Schoße gelangen
lassen wird, wenn ihr euch vervollkommnet habt.
52. Jede Zeitspanne, die Ich euch gebe, jede Reinkarnation, ist
eine weitere Stufe, die der Geist erreicht, wobei er jedes Mal mehr
Licht erwirbt.
53. Bedenkt, mit welcher Liebe Ich euch mit Gaben
überschüttet habe, und mit welcher Weisheit Ich euch Anweisungen
gegeben und euch inspiriert habe, damit ihr es erreicht, ein
hochstehendes und würdiges Dasein auf Erden zu schaffen, um nach
Beendigung eurer Arbeit den Samen zu ernten, und der Vater ihn in
Seine Kornkammer trägt.
54. Geliebtes Volk, könntest du Meine Unterweisung
missachten und zurückfallen, nachdem Ich in dieser Zeit zu euch
gesprochen habe und euch Meinen Willen bekannt gemacht habe?
Lasst Mein Wort nicht zu etwas Alltäglichem für euch werden, und
nur weil Ich euch vergebe, dürft ihr nicht erneut sündigen oder zu
wachen und zu beten unterlassen.
55. Ich reiße nunmehr das Unkraut mit der Wurzel aus. Wenn
ihr inmitten dieser weltweiten Reinigung Seelenfrieden haben wollt
für euch und für die, die um euch sind, so wirkt für den Frieden,
indem ihr eure Mitmenschen liebt.
56. Die Seuchen und die entfesselten Naturgewalten werden
weiterhin die Menschheit läutern, und alle werden große Beweise
und Zeugnisse Meiner neuen Kundgebung in dieser Zeit haben.
Diejenigen, die ihre ersten Schritte voll Eifer und Liebe tun, werden
große Wunder erreichen und werden Erste sein, und jene, die heute
Erste sind und geistig träge werden, werden Letzte sein.
57. Gebt nicht der Zeit die Schuld an eurem Unglück oder
eurem Schmerz; bedenkt, dass wenn die Menschheit sich nicht von
Meinem Gesetze hat leiten lassen, noch ihren Frieden erarbeitet hat,
es nur natürlich ist, dass sie die bittere Frucht erntet, die sie gehegt
und gepflegt hat.
58. Ich gebe euch neue Kräfte, denn Ich sehe euch ermattet.
Jeder, der unter den Schatten dieses Lebensbaumes tritt, wird
gestärkt werden.
59. Der Vater hilft euch, denn Er will unter euch Jünger finden,
nicht schwache Kinder, die über die Zeiten hin Kleinkinder bleiben.
Arbeitet an euch und erneuert euch, damit ihr Meine Barmherzigkeit
verdient. In dieser Zeit wird Meine Gerechtigkeit die neuen Sodoms
und Gomorrhas auslöschen, damit ihre Sünde nicht andere Nationen
ansteckt. Wahrlich, Ich sage euch, durch das Gewissen habe Ich
Meine Stimme zu allen Menschen gelangen lassen, weshalb ihr
begreifen könnt, dass wenn die Welt in Finsternis gehüllt ist, der
Grund dafür nicht der ist, dass Ich ihr Mein Licht verweigert hätte.
60. Wenn eure Augen die Zerstörung der Nationen sehen und ihr
deren Unglück kennenlernt, wird euer Herz sich von Schmerz und
Trauer niedergedrückt fühlen; doch wenn jene, die heute an Meinem
Worte gezweifelt haben, Meine Prophetien erfüllt sehen, werden sie
gleichfalls weinen, weil sie ungläubig gewesen sind. Ihr werdet
dann erleben, wie die "Letzten" euch ein Beispiel an Glauben,
Vertrauen und Gehorsam geben werden.
61. Bereitet euch für dieses Jahr vor, das Heimsuchungen und
wunderbare Geschehnisse in der ganzen Welt mit sich bringen wird
— Wunder, von denen Ich viele unter euch vollbringen werde.
62. Tragt die gute Unterweisung in die Heime, zusammen mit
dem Vorbild eurer Erneuerung, eurer Tugend und eures Friedens,
damit, wenn die Ausländerscharen eure Nation aufsuchen, sie ein an
Herz und Geist zubereitetes Volk sehen können. Bedenkt: Wenn dies
nicht geschieht, müsstet ihr es beklagen, dass sie euch im Schlafe
überrascht haben.
63. Scheut euch nicht, an die Türen eures Bruders zu klopfen,
wenn ihr versucht, ihn aus einer Gefahr zu erretten, ihn in einer
Trübsal zu trösten oder in einer schwierigen Lage zu beraten.
Handelt wie Jesus, der Pilger, der einmal, zweimal und dreimal an
die Türen der Herzen pocht. Ich habe Licht in euren Blick gelegt
und habe euch versprochen, Worte der Wahrheit auf eure Lippen zu
legen, wenn ihr sprechen müsst. Ringt darum, den Frieden und das
Licht zu bewahren, sowohl in euch, als auch in eurem Heim, damit
ihr nicht den schlechten Einflüssen Zugang gewährt, die von den
Seelen der Finsternis ausgehen, welche die Menschheit umgeben.
Geht immerdar auf den Wegen Meines Gesetzes, damit ihr euren
Weg erhellt seht und ihr die Schwierigkeiten und Krankheiten
besiegen könnt, die euch auf eurem Wege begegnen wie Stolpersteine,
welche euch auf eurer Lebensreise aufhalten.
64. Bessert euer Leben, erhebt euren Geist, wartet nicht, bis der
letzte anlangt und, wenn er die Größe Meiner Lehre und Meiner
Offenbarung begreift, euch sagt: "Was habt ihr in all den Jahren
göttlicher Unterweisung getan?", und ihr dann schweigen müsst.
Wahrlich, Ich sage euch, auch wenn ihr es bezweifelt, ihr seid von
Mir in den Drei Zeiten erwählt worden. Unter euch sind jene, die
Ich in Wahrheit Erstgeborene nennen kann.
65. Heute, da Ich euch traurig sehe, frage Ich euch: Warum sehe
Ich nicht Freude in euren Herzen? Seid ihr etwa ermattet von den
Prüfungen und den Wechselfällen des Lebens? Hat euch die Unruhe
erschöpft, die euch der Krieg unter den Nationen verursacht? Seid
ihr es auch müde geworden, zu wachen und zu beten? Volk, du bist
nicht dazu verurteilt, zu sterben. Ich habe euch gesagt, dass ihr leben
werdet, Ich habe euch Geistesgaben gegeben und euch die Zeit
gewährt, um eure Mission zu erfüllen. Ihr habt gesehen, dass das
Buch, in welchem euer Gewissen alle eure Handlungen aufschreibt,
nicht rein ist, und dies macht euch traurig, weil ihr euch für
undankbar haltet. Ihr durchlebt in eurer Erinnerung noch einmal die
Tage und Monate, die vergangen sind, und erinnert euch an Meine
Wohltaten, eine nach der andern. Ihr fürchtet die Zukunft, ihr
fürchtet den Glauben an euch selbst zu verlieren, ihr fürchtet, Mir
weiterhin nicht zu gehorchen und eure Aufgabe nicht erfüllen zu
können. Doch Ich will euren Weg mit Licht erfüllen, um euren
Glauben und eure Hoffnung zu beleben, damit ihr einen entscheidenden
Schritt auf dem Wege zu geistigem Fortschritt macht.
Vereinigt eure Herzen in einem einzigen, geliebtes Volk.
66. Ich werde bewirken, dass die Fahnen der Nationen, die im
Krieg zerstört wurden, alle vereint werden, bis sie ein Banner des
Friedens bilden. Ich spreche in dieser Weise, weil Ich der Gott des
Friedens bin, ein Vater, welcher Freude im Herzen Seiner Kinder
will.
67. Ich will euch als Meine Jünger sehen, denen Ich Meine
Weisheit offenbaren kann, indem Ich euch die Zukunft wissen lasse;
aber Ich sehe euch nachdenklich an diesem Tage, denn ihr habt die
Wahrheit Meines Wortes und die Erfüllung Meiner Prophetien
erfahren, die Ich durch diese Stimmträger gegeben habe. Heute habt
ihr Meine göttliche Belehrung vernommen und seid erschüttert, weil
ihr wisst, dass jede Meiner Unterweisungen eine Prophetie und ein
Gesetz ist. Ich sage euch all dies, weil ihr viel eher voll Wonne sein
solltet, denn es gibt keine Religionsgemeinschaft oder Sekte, die
wie ihr sagen könnte, dass sie Mein göttliches, lebendiges und
unmittelbares Wort hat, oder welche sagen könnte, dass der Herr
sich ihnen kundtut. Ihr, die ihr die einzigen seid, die versichern
können, dass Christus sich diesem Volke kundtut und offenbart,
zeigt Mir eure Herzen trotzdem vom Schmerz gebeugt und von der
Reue darüber, dass ihr Meine Gebote nicht erfüllt. Dies hindert euch
daran, eure Stimme zu erheben, um Meine Gegenwart unter der
Menschheit zu bezeugen, und zwar weil euer Gewissen euch Mein
Gericht fühlen lässt, jenes Gericht, welches das ganze Universum
umfaßt und in dieser Zeit jedes Geschöpf erreicht.
68. Mit Meinem Liebeswort beweise Ich euch den Wert, den
euer Geist für Mich hat. Es gibt nichts in der materiellen Schöpfung,
das größer ist als euer Geist — weder das Königsgestirn mit seinem
Licht, noch die Erde mit all ihren Wundern, noch irgendein anderes
Geschöpf ist größer als der Geist, den Ich euch gegeben habe, denn
er ist ein göttlicher Funke, ist eine Flamme, die aus dem Göttlichen
Geist hervorgegangen ist. Außer Gott besitzen nur die Geister
geistige Intelligenz, Gewissen, Wille und Willensfreiheit. Über den
Instinkt und die Neigungen des Fleisches erhebt sich ein Licht,
welches eure Seele ist, und über dies Licht ein Führer, ein Buch und
ein Richter, welches das Gewissen ist.
69. Alle Geschöpfe geben Mir einen Tribut, aber nicht aus
Glauben oder aus Liebe, sondern aufgrund des Gesetzes; euer Geist
dagegen bringt Mir Tribut aus Liebe dar. Wenn er niederkniet und
Mich anbetet, geschieht es aus Glauben und durch das Licht seines
Gewissens. Die Zeit, die Räume, die Naturkräfte, die Sterne, die
Naturwesen, die Pflanzen, alle befolgen treulich die Bestimmung,
die von Mir festgelegt ist. Doch wenn Ich euch fragen würde, was
ihr mit Meinen geistigen und materiellen Gesetzen gemacht habt —
ihr Menschen, die ihr die Völker der Erde regiert, und ihr
Menschen, die ihr die Menschheit auf dem Wege des Geistes führt,
so würdet ihr Mir in der Mehrheit das Blut eurer Opfer und viele
dunkle Taten vorweisen müssen.
70. Ihr Regierenden: Was habt ihr mit den Nationen gemacht?
Ich sehe nur Schmerz und Elend. Ihr Reichen: Wie kann euch euer
Brot schmecken und wie könnt ihr euren Reichtum genießen,
obwohl ihr wisst, dass viele Hunger leiden? Ihr werdet zu Sklaven
eurer Macht werden, euer Brot wird bitter sein, und ihr werdet
keinen Frieden haben. Dies ist euer Werk, dies ist der Same, den ihr
gesät habt.
71. Damit diese Welt wieder zur Vernunft kommt, ist es
notwendig, dass der Schmerz sehr groß ist. Ich sende euch Mein
Licht, damit ihr euch gegenseitig anerkennt und Achtung vor dem
Leben eures Mitmenschen empfindet. Lasst die brudermörderischen
Waffen hinter euch und kehrt zurück zum Vater eures Geistes, den
ihr seit langer Zeit nicht mehr in Seinem Heiligtum besucht habt.
Mein Friede sei mit euch!

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