BWL - Band III - Unterweisung 81


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band III  - Unterweisungen 56 - 82 
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 3

Unterweisung 81:
1. Ihr kommt an diesem Tag herbei, um des neuen Bundes zu
gedenken, den ihr mit eurem Vater geschlossen habt. In dieser
Gerichtszeit ist Mein Geist unter euch gegenwärtig, um die ersten
Rechenschaftsberichte über eure Arbeit, über eure Werke zu
verlangen, und euch zu fragen, was ihr seit dem Augenblick getan
habt, an dem ihr Mir versprochen habt, Mein Gesetz zu erfüllen:
einander zu lieben.
2. Unter dieser Schar hier befinden sich die "Ersten", denen Ich
die Verantwortung für die "Felder" und die "Arbeiter" anvertraute,
denen Ich das kristallklare Wasser der Brüderlichkeit übergab, damit
sie mit ihm die "Bäume" bewässern sollten.
3. Wirft euch euer Gewissen nichts vor? Hat sich euer Mund nur
geöffnet, um zu beraten, zu lehren und zu leiten? Oder hat er
drauflos geredet, vergleichbar einem zweischneidigen Schwert, das
zur Rechten und zur Linken verletzt? Seid ihr auf dem geistigen
Pfade gegangen und habt Spuren der Einigkeit, des Friedens und des
guten Willens hinterlassen, oder habt ihr ihm schlechte Beispiele
aufgeprägt?
4. Wenn Mein Wort gelegentlich streng wird, dann nur, weil Ich
nicht will, dass es im Schoße Meines Volkes Lüge, Laster oder
Betrug gibt. Wenn der, der eine Gemeinde leitet, schlechte Beispiele
gibt, werden die, die ihm folgen, auf Hindernisse stoßen. In dieser
Gerichtszeit werde Ich euch zu jedem Zeitpunkt die Frucht eurer
Saat vor Augen führen. Fordert nicht Meine Gerechtigkeit heraus,
erinnert euch zuvor daran, dass Ich vor allem ein unversiegbarer
Quell der Güte bin.
5. Ich kann euch nicht als kleine Kinder betrachten, denen man
alle Unvollkommenheiten nachsieht; denn euer Geist, als er in
dieser Zeit mit Meiner Göttlichkeit einen Bund geschlossen hat,
hatte zuvor schon einen großen Teil des Weges zurückgelegt. Wer in
der Ersten Zeit ein Schüler Meines Gesetzes war, in der Zweiten ein
Jünger des Lehrwortes Jesu, muss im jetzigen Entwicklungsabschnitt
dem Meister ähnlich werden.
6. Ich vertraue eurer Pflege die gute, angenehme und süße
Frucht an, welche Leben gibt, damit sie euch den Gegensatz zu dem
bitteren Geschmack und den Verheerungen spüren lässt, welche die
Frucht vom Baume des Bösen unter den Menschen verursacht hat.
7. Ich sehe die Erde und die Gewässer mit Menschenblut
befleckt, sehe die Menschen einander missachten, als ob sie Wesen
verschiedener Gattung wären, und einander töten ohne Mitgefühl
oder Mitleid. Dieser Baum des ehrgeizigen Machtstrebens und des
Hasses ist von den Menschen großgezogen worden, und seine
Früchte haben die Völker der Erde vergiftet. Lasst nicht zu, dass
dieser Same in eure Mitte eindringt.
8. Heute könnte sich die Stimme Jesu nicht erheben und sagen:
"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", denn euer
Geist trägt das Wissen um Meine Liebeslehre in sich.
9. Elias öffnete das Tor zu einem neuen Zeitalter, er bereitete die
Wege des Herrn. Er hat euch zugerüstet, damit ihr die Erstlingsfrüchte
Meiner Offenbarung und Meiner Unterweisung empfinget.
Ergründet Meine Lehren und bezeugt sie durch eure Werke.
10. In dieser Zeit ist das Sechste Siegel gelöst, sein Licht
verbreitet sich über den Erdkreis, damit die Männer und Frauen, die
Meine Stimme hören, rechtzeitig erwachen und sich zum Kampfe
erheben.
11. Der Weg ist ein einziger, ihr kennt ihn bereits. Ihr sollt ihm
folgen, damit ihr niemals von ihm abirrt. Es ist eben jener Weg, den
Ich euch vorzeichnete, seit ihr aus Mir hervorgegangen seid. In der
gegenwärtigen Zeit habe Ich euch gewährt, in Versammlungsstätten
zusammenzukommen, um Meine Liebeslehren zu vernehmen, und
damit ihr in ihnen die Menge der Bedürftigen empfangt, die Tag für
Tag an eure Tür klopfen werden, welche die Meine ist.
12. Wie sollt ihr euch an jedem neuen Tage innerlich einstellen,
um die Bedürftigen zu empfangen? Mit absoluter Demut, nicht mit
Krone und Zepter der Eitelkeit.
13. Wenn dies Volk sich einmal geistig vereinigt hat, werde Ich
auf dem ganzen Erdkreis davon Kunde geben.
14. Ich vertraue euch einen Teil Meines Werkes an, welches
weißer als die Schneeflocke und reiner als das Wasser eurer Quellen
ist. Ich will, dass ihr es so erhaltet bis zum Ende des Entwicklungsweges.
15. Als ob eine Glocke im Innern eures Herzens geläutet hätte,
so habt ihr euch heute erinnert, dass ein Tag der Gnade ist, ein Tag,
an dem der Meister herabkommt, um mit Seinen Jüngern zu
sprechen. Mein Geist erscheint unter euch und öffnet sich wie ein
Buch voller Weisheit. Euer Geist zeigt sich vor Mir wie eine blanke
Seite, und darauf schreibe Ich Meine Unterweisung.
16. Das Licht Meines Geistes, das auf alle Materie und jeden
Geist ausgegossen ist in Erfüllung einer Verheißung der ersten
Zeiten, senkt sich auf das Verstandesvermögen dieser Erwählten,
genannt Stimmträger, um euch die Göttliche Unterweisung
vernehmbar zu machen.
17. Die einen nehmen Meine Kundgebung voller Glauben auf,
andere fühlen, während sie Mir zuhören, dass der Zweifel sich ihres
Herzens bemächtigt hat. Doch Ich tadle sie nicht, denn der Zweifel
wird sie dazu veranlassen, sich in das Studium Meiner Lehre zu
vertiefen, und dadurch werden sie schließlich auch zum Glauben
finden.
18. Ein neues Leben erwartet die Menschen. Nicht etwa, dass
die Natur sich verwandelt, der Grund ist, dass die Menschheit,
während sie sich mittels dieser Unterweisung vergeistigt, alles mit
den Augen der Liebe, des Glaubens und der Barmherzigkeit
betrachten wird, das heißt, dass der Mensch das Leben mittels des
Geistes sehen wird. Wenn ihr heute das, was euch umgibt, erblickt,
fühlt und urteilt ihr mit einem auf das Materielle ausgerichteten
Verstand und einem selbstsüchtigen Herzen. Dieses Leben muss
euch als ein Tränental erscheinen, als eine Welt der Sünden und
zuweilen sogar als ein Ort der Strafe. Eure Augen entdecken keine
Schönheiten, der Geist findet keinen Platz für sich, noch Nahrung
oder Anregung. Doch wenn ihr den Geist sich aufschwingen lasst
und er das, was euch umgibt und euch einhüllt, aus der Höhe
betrachtet, werdet ihr euch vor eurem Vater beugen müssen und
bekennen, dass ihr taub, blind und unempfindsam für seine göttliche
Gegenwart gewesen seid, die sich in allem geistig oder materiell
Existierenden offenbart.
19. Dann wird die Bitterkeit von euch abfallen, und ihr werdet
die Güte erkennen, die allem Geschaffenen entströmt, denn alles ist
Frucht des Göttlichen Baumes.
20. Das Leid, das heute die Menschheit erduldet, kommt vom
schlechten Gebrauch ihres freien Willens und durch ihren
Ungehorsam gegenüber Meinem Gesetz. Ihre letzten Früchte
werden so bitter sein, dass sie dieselben weit von sich schleudern
wird, und dies wird ihr die Augen für das Licht und das Herz für die
Reue öffnen.
21. Macht den Körper gefügig und folgsam, damit er nicht ein
Hindernis für euren Geist ist. Unterwerft ihn, bis ihr aus ihm das
beste Werkzeug und den besten Mitarbeiter bei eurer geistigen
Aufgabe gemacht habt. Lasst zu, dass das Licht, welches das
Sechste Siegel ausstrahlt, sowohl der Geist, als auch das Fleisch
betrachtet, denn ihr wisst ja, dass dies Licht sich auf alles Sein
ergießt.
22. Begreift Meine Unterweisungen, und ihr werdet Meine
guten Jünger sein, die — wenn die Stunde gekommen ist — ihre
Brüder aufsuchen und die Offenbarung der Sieben Siegel darlegen
sollen. Haltet eure Schritte nicht auf, weil ihr denkt, dass ihr wegen
der Werke eures Fleisches Meiner Gnade nicht würdig seid. Ich habe
euch schon gesagt, dass ihr den rasenden Lauf dieses widerspenstigen
und schwachen Geschöpfes aufhalten sollt, das euch auf
Erden anvertraut worden ist, und dass ihr in diesem Kampfe
Verdienste erwerbt, um Meine Gnade zu erlangen.
23. Jetzt ist nicht die Stunde, dass ihr euch traurig oder
beschämt fühlt wegen eurer Vergangenheit. Denkt nur daran, dass
ihr eure Seele läutern müsst. Jetzt ist der Zeitpunkt da, dass ihr euch
als die Glücklichsten auf Erden fühlen sollt, weil ihr das Göttliche
Konzert Meines Wortes vernehmt. Ja, Volk, Mein Lichtstrahl wird
zur Inspiration und zum menschlichen Worte, damit ihr in dieser
Form Meine Gegenwart habt. Hört auf, an eure Vergangenheit zu
denken, und denkt stattdessen an eure Zukunft.
24. Bereitet eure Waffen der Liebe vor, um mit den
menschlichen Ideen und Theorien zu kämpfen. Stärkt euer Herz im
Glauben, damit ihr euch nicht klein, unwissend und schwach fühlt
gegenüber denen, die ihr Gebildete und Gelehrte nennt; denn sie
mögen etwas von Wissenschaft und von Religion verstehen, aber
von Meinen neuen Offenbarungen wissen sie nichts.
25. Wenn Ich eure Erneuerung gefordert habe, geschah es, damit
der Verstand und das Herz, sobald sie rein sind, Mein Göttliches
Licht widerspiegeln können.
26. Ich habe gesehen, wie viele von euch Mein Wort durchforscht
und gerichtet haben; doch Ich habe euch deshalb nicht
getadelt, weil Ich weiß, dass morgen unter denen, die Mich richten,
die glühenden Jünger erstehen werden. Später werdet ihr auf eurem
Wege lehren und werdet verspottet werden. Erinnert euch dann an
die Unterweisung des Meisters, und statt euren Brüdern ihren
Zweifel und ihren Spott übelzunehmen, sollt ihr ihnen vergeben, im
Bewusstsein, dass unter ihnen jene sind, die ihr Urteil bereuen
werden und zum Glauben kommen.
27. Niemand fühle sich dazu gezwungen, Mein Soldat zu sein.
Folgt Mir, sobald euer Wille fest ist und eure Liebe euch antreibt,
Meine Unterweisungen in die Tat umzusetzen. Die Zeit wird
vergehen, und dann werdet ihr alles begreifen und würdigen, was
euch der Herr in dieser Dritten Zeit gewährte, und ihr werdet dann
Schmerz darüber empfinden, dass ihr nicht verständig und gehorsam
wart, solange Ich euch Mein Wort gab. Aber Ich gewähre euch
einige weitere kurze Zeitabschnitte, damit ihr eure Fehler wiedergutmacht
und die Zeit einholt, die ihr verloren habt.
28. Während die Welt euch mittels eures Körpers anzieht, ruft
euch Meine Stimme in die Geistigen Sphären, die ihr rein von jedem
Schandflecken und von Licht erfüllt betreten sollt. Dort wird Meine
Stimme im Gewissen ertönen und euch sagen, ob ihr eure Aufgabe
auf Erden erfüllt habt und ob ihr schon eine weitere Stufe auf der
Leiter zur geistigen Vollkommenheit aufwärtssteigen könnt.
29. An dem Tag, den ihr heute der Erholung widmet, komme
Ich herab, um Mich an euch zu erfreuen. Es ist der Augenblick, an
dem ihr besser erkennt, dass ihr nicht nur vom Brot leben könnt,
sondern dass Ihr Meines Wortes bedürft, das eure geistige Nahrung
ist. Viele von euch kommen, um Mich zu hören, doch ihr glaubt
nicht alle an Meine Gegenwart. Manche würden es vorziehen, Mich
zu sehen, statt Mich durch diese Verstandesorgane zu hören, oder
wenigstens Meine Stimme im Unendlichen, im Geistigen Raum zu
vernehmen. Doch wie wollt ihr Mich geistig schauen und
vernehmen, wenn ihr ganz und gar an die körperlichen Sinne
gebunden seid? Darum sollt ihr an euch arbeiten, damit ihr jene
hohe geistige Schwingung erreicht, von der Ich euch durch das
Verstandesorgan des Menschen Kenntnis gebe. Nach dieser Zeit
Meiner Kundgabe in dieser Form sollt ihr in der Lage sein, Meine
Eingebung oder Inspiration von Geist zu Geist zu empfangen. Dies
wird die vollkommene Geistverbindung sein.
30. Euch erstaunen die Fortschritte der Wissenschaft. Begreift,
dass ihr vor einigen Jahrhunderten noch nicht geglaubt hättet, was
der Mensch heute durch die Entwicklung des Geistes und die
Beharrlichkeit seiner materiellen Natur verwirklicht hat.
31. Warum solltet ihr euch nicht geistig entwickeln, wenn ihr
beharrlich seid? Wieso erhebt ihr den Anspruch, dass euch neue
Lehren offenbart werden, wenn ihr die vergangenen noch nicht
verstanden habt?
32. Die an Mein Dasein Glaubenden und die Nicht-Gläubigen
aller Zeiten hätten Mich heute lieber für menschliche Augen
sichtbar betrachtet, in irgendeiner Gestalt materialisiert. Doch
warum müsst ihr Mir eine Gestalt zuschreiben, obwohl Ich eine
solche als Geist nicht habe? Ich bin sowohl für die Augen eures
Körpers, als auch für die eures Geistes sichtbar und berührbar, aber
es ist dafür nötig, dass ihr zu sehen versteht. Es ist ungerecht, dass
ihr sagt, dass Gott sich vor euren Blicken verbirgt — wenn ihr sagt,
dass Ich egoistisch bin, weil Ich Mich nicht von denen hören oder
sehen lasse, die Ich Kinder Meiner Göttlichkeit nenne. Ich bin
immer bereit, Mich sehen zu lassen, aber da ihr euch gegenüber dem
Geistigen für blind haltet, obwohl alles in eurer Reichweite liegt,
vermögt ihr es nicht zu sehen und werdet ihr euch Meiner
Gegenwart nicht bewusst, obwohl ihr Mich berührt.
33. In jedem Zeitalter musste ein Gottgesandter kommen, um
die Menschen zu lehren, ihren Herrn zu suchen, zu beten, Ihm
Verehrung darzubringen, Ihn zu fühlen, zu schauen, zu hören und zu
deuten. In dieser Zeit ist Elias gekommen, den Weg zu bereiten,
damit der menschliche Geist die Gegenwart und die Offenbarung
des Heiligen Geistes empfangen könnte.
34. Damit die Stimme und die Schritte Elias"s in einer durch
ihren Materialismus für jede geistige Offenbarung tauben Welt
vernommen und empfunden würden, bereitete Ich einen Mann zu,
welcher beim Erlangen der Lebensreife das Licht jenes großen
Geistes durch sich kundgeben ließ, der ihn inspirierte, der
wunderbare Werke durch seine Vermittlung vollbrachte und die
Menschheit durch sein Licht für das Kommen einer neuen Zeit
vorbereitete. Elias musste den Weg bahnen, auf dem es viele
Dornen, viel Unkraut und auch Felsbrocken gab. Es waren der
religiöse Fanatismus, die Unwissenheit, die Verfolgung jeder
Inspiration, die als neuartig angesehen wurde. Doch Elias inspirierte
Gesetze, bereitete Herzen und säte einen Samen, der die Entfaltung
einer göttlichen Offenbarung und die geistige Erfüllung eines Volkes
förderte, welches im verborgensten Winkel der Welt die angezeigte
Zeit erwartete, um sich an die Durchführung seiner Aufgabe zu
machen.
35. Jener Mann, der von Mir erwählt wurde, damit er der
Stimmträger Elias"s sei, hieß Roque Rojas. Er gab der Welt 1866
bekannt, dass sich ein neues Zeitalter für die Menschheit auftat,
welches von demselben Gesetz regiert würde, das der Herr in den
Drei Zeitepochen offenbart hat, in welchen Ich euch immer gesagt
habe: Liebet einander!
36. Nur wenige vermochten die Gegenwart des Gottgesandten
wirklich zu empfinden. Ein weiteres Mal war er die Stimme, die in
der Wüste rief, und aufs neue bereitete er das Herz der Menschen für
das bevorstehende Kommen des Herrn. So löste sich das Sechste
Siegel, ließ seinen Inhalt schauen und ergoss sich als ein Strom von
Gerechtigkeit und Licht über die Menschheit. So wurden viele
Verheißungen und Prophetien erfüllt.
37. Elias erleuchtete wie Jesus und Mose die Augen eures
Geistes, damit ihr den Vater schauen solltet. Mose lehrte euch: "Du
sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Jesus sagte euch:
"Liebet einander!" Elias gebot euch, mehr und mehr Barmherzigkeit
mit euren Brüdern zu haben, und fügte sogleich hinzu: "und ihr
werdet Meinen Vater in all Seiner Herrlichkeit schauen."
38. Es ist "Das Wort", das in dieser Zeit zu euch spricht. Ich bin
nicht Mensch geworden, dennoch könnt ihr Ähnlichkeit zwischen
Meiner früheren Manifestation und dieser entdecken: So wie die
Wiege Jesu ärmlich war und Sein Tod auf dem Kreuz der Sünde der
Welt geschah, ebenso kann der Ort, an dem heute das Licht der
Dritten Zeit geboren wurde, nicht ärmlicher und bescheidener sein,
und das Kreuz, von dem aus Ich euch Mein letztes Wort geben
werde, wird der Mensch selbst sein, durch den Ich Mich kundtue.
39. Durch diesen Mittler, durch den Ich zu euch spreche, habe
Ich gleichfalls Spott, Geißelung, Zweifel, Verwundung empfangen.
So war es Mein Wille, denn Mein Kreuz seid jetzt ihr.
40. Heute sage Ich euch: Da sich eure Augen dem Licht geöffnet
haben, so erkennt, wie eure Welt, ihre Wissenschaft, ihre Moral und
ihre Religionsgemeinschaften sich dem Ende ihres Daseins nähern.
Von alledem wird nur die Seele überleben, die sich auf den
Trümmern ihres vergangenen Lebens zu einem neuen geistigen
Zeitalter erheben wird.
41. Alle Zeichen, die als Ankündigung Meiner neuen Offenbarung
unter euch vorausgesagt waren, sind bereits in Erfüllung
gegangen. Wird die Welt auf weitere Manifestationen warten, und
daher weiterhin Mein Kommen erwarten? Wird sie tun, was das
jüdische Volk tat, das die Prophetien über das Kommen des Messias
besaß, die Erfüllung derselben miterlebte, in seiner Mitte den
Heiland empfing und ihn nicht erkannte und ihn noch immer
erwartet? Diese Erfahrung ist zu schwer und leidvoll für diese
Menschheit, als dass sie sich noch immer auf ihren Materialismus
versteifen könnte. Da die Vorzeichen und die Heimsuchungen in
Erfüllung gegangen sind und Ich weder in der Synagoge noch in
irgendeiner Kirche erschienen bin — ahnt da die Welt nicht, dass
Ich Mich gegenwärtig an irgendeinem Ort offenbaren muss, da Ich
nicht gegen Mein Wort verstoßen kann?
42. Jünger, haltet an Meiner Unterweisung fest, damit ihr
morgen Zeugnis von Mir ablegt.
43. Fürchtet nicht das Elend, es ist nur vorübergehend, und in
ihm sollt ihr beten und die Geduld Hiobs zum Vorbild nehmen. Der
Überfluss wird zurückkehren, und dann werdet ihr nicht genug
Worte haben, um Mir Dank zu sagen.
44. Wenn euch einmal Krankheit niederdrückt, o gesegnete
Kranke, so verzweifelt nicht; euer Geist ist nicht krank. Erhebt euch
im Gebet zu Mir, und euer Glaube und eure Vergeistigung werden
euch die Gesundheit des Körpers zurückgeben. Betet in der Form,
die Ich euch gelehrt habe: geistig.
45. Begreift, dass ihr das Licht eures Meisters habt. Jesus ist
auch fernerhin das vollkommene Vorbild, dem ihr nacheifern sollt.
Weder vor noch nach Ihm könnt ihr in der Welt ein gleiches Vorbild
finden.
46. Jesus, der Christus, ist das klarste Lehrbeispiel gewesen, das
Ich euch auf der Welt gab, um euch zu zeigen, wie groß die Liebe
und die Weisheit des Vaters ist. Jesus war die lebende Botschaft, die
der Schöpfer auf die Erde sandte, damit ihr die hohen Eigenschaften
Dessen erkennen solltet, der euch erschuf. Die Menschen sahen in
Jehova einen zürnenden und unversöhnlichen Gott, einen
schrecklichen und rachsüchtigen Richter; doch durch Jesus befreite
Ich euch aus eurem Irrtum.
47. Seht im Meister die Mensch gewordene Göttliche Liebe. Er
richtete alle eure Werke durch Sein Leben der Demut, des Opfers
und der Barmherzigkeit, doch statt euch mit dem Tode zu bestrafen,
bot Er euch Sein Blut an, um euch das wahre Leben erkennen zu
lassen, das der Liebe. Jene göttliche Botschaft erleuchtete das Leben
der Menschheit, und das Wort, das der Göttliche Meister den
Menschen übergab, wurde zum Ursprung von Religionsgemeinschaften
und Sekten, mittels derer die Menschen Mich
gesucht haben und noch immer suchen. Doch wahrlich, Ich sage
euch, sie haben den Inhalt dieser Botschaft noch nicht verstanden.
Die Menschheit gelangt zwar zu der Auffassung, dass die Liebe
Gottes zu Seinen Kindern unbegrenzt ist, da Er in Jesus aus Liebe zu
den Menschen starb. Sie ist sogar innerlich bewegt von den Leiden
Jesu vor Seinen Richtern und Henkern, erkennt nach und nach auch
in dem Sohn den Vater, aber den geistigen Gehalt, die Tragweite all
dessen, was der Herr den Menschen durch jene Offenbarung sagen
wollte, die in einer Jungfrau begann und in der "Wolke" von
Bethanien endete, ist bis heute nicht richtig gedeutet worden.
48. Ich musste auf derselben "Wolke" wiederkommen, in der
sich "Das Wort" zum Vater erhob, um euch die Erklärung zu geben
und den wahren Gehalt all dessen aufzuzeigen, was euch mit der
Geburt, dem Leben, den Werken und dem Tode Jesu offenbart
wurde.
49. Der Geist der Wahrheit, der damals von Christus Verheißene,
ist diese Göttliche Kundgebung, welche die Finsternis
erhellt und die Geheimnisse erklärt hat, die der Verstand oder das
Herz der Menschen nicht zu durchdringen vermochte.
50. Mein Gesetz ist immer dasselbe, es ist das eine Mal nicht
weniger tief als ein andermal. Euer Geist ist es, der zuweilen das
Licht des Herrn besser widerspiegelt als ein anderes Mal. Dies ist
abhängig von der Entwicklung, die euer Geist erreicht hat.
51. Heute sage Ich euch: Das geistige Festmahl erwartet euch,
setzt euch zu Tische und esst von der Speise. Die Brotvermehrung
habe Ich euch auch in dieser Zeit gewährt, denn Tausende und
Abertausende lauschen derzeit Meinem Worte in vielen Provinzen.
52. Ich vermache euch ein Erbe, ohne dass eure Sünde ein
Grund wäre, euch für unwürdig zu halten. Die Pforten Meines
Reiches bleiben offen in Erwartung derer, die hernach ankommen
werden. Da habt ihr Meine Barmherzigkeit vor Augen, von der ihr
nicht erwartet habt, dass sie soweit gehen würde, mit euch in
Verbindung zu treten.
53. Jetzt, da in der Welt Mangel an Liebe ist — fühlt die reine
Liebe eures Meisters, damit ihr von all euren Wunden genest.
54. Wenn euer Herz voll eitlem Samen, Unkraut und Disteln zu
Mir kommt, werde Ich ihm vergeben, es läutern und zum Erblühen
bringen. Ich erwarte nur, dass ihr aufwärts strebt, dann werde Ich
euch alles offenbaren, was Ich für euren Geist noch in Bereitschaft
halte. Doch wenn ihr dann Besitzer dessen seid, was Ich euch
verspreche, sollt ihr keine Katakomben aufsuchen, um euch vor den
Blicken der Menschen zu verbergen; im Gegenteil, ihr sollt in das
Licht des Tages hinaustreten und in jener Helligkeit diese Wahrheit
offenbaren. Öffnet euer Herz, euren Verstand und euer Gehör, damit
ihr Meine Lehren in eure Seele dringen lasst.
55. Auf welche Zeit wartet ihr, um von Mir zu lernen? Wartet
ihr, bis das Jahr 1950 kommt, um aus eurem Schlummer zu
erwachen? Nein, Mein Volk, denn dann werdet ihr Mein Wort nicht
mehr vernehmen. Es ist notwendig, dass ihr zu der absoluten
Überzeugung gelangt, dass ihr auf die Welt gekommen seid, um
euren Brüdern zu dienen.
56. Ihr blickt einander an und erkennt, dass Ich aus Sündern, aus
Unwissenden eine Gemeinschaft gebildet habe, und ihr fürchtet, in
den Prüfungen nicht bestehen zu können. Doch Ich weiß, was Ich
tue; eure Sache ist es allein, zu glauben, zu vertrauen und folgsam
zu sein. Der Tag wird kommen, an dem ihr Mir den Samen
darbringt, den Ich von euch gefordert habe.
57. Volk, bereite dich vor, lass zu, dass neue Menschenscharen
zu euch kommen. Unter ihnen werden jene kommen, die Meine
Liebe erwählen wird, damit Ich durch ihre Vermittlung Mein Wort
verkünde; denn ihr wisst sehr wohl, dass nicht euer Verstand sie
auswählen kann. Nur Ich kenne die Bestimmung und die Gaben
eines jeden.
58. Reinigt euer Denken, richtet es empor, damit ihr euch in
diesem Augenblick mit den reinen Geistern vereinigt, die in Meiner
Nähe leben. Sendet ein Gebet empor, das von der Liebe zu Gott
inspiriert ist, selbst von eurem Schmerz oder von der Reue für die
begangenen Verfehlungen, wie auch vom Dank für die empfangenen
Güter. Dies wird euren Geist dem Vater näherbringen.
59. Alles, was euch umgibt, zielt darauf ab, euch zu läutern,
doch nicht alle haben es so aufgefasst. Lasst den Schmerz, den ihr
aus eurem Kelch der Bitterkeit trinkt, nicht unfruchtbar sein. Aus
dem Schmerz könnt ihr Licht gewinnen, welches Weisheit,
Sanftmut, Stärke und Empfindsamkeit ist.
60. Fürchtet nicht, dass ihr bei der Ankunft in der Geistigen
Welt an das denken müsst, was ihr auf Erden gesündigt habt. Wenn
ihr euch vom Schmerz reinwaschen lasst und die Reue aus eurem
Herzen hervorbricht, wenn ihr darum ringt, eure Verfehlungen
wiedergutzumachen, werdet ihr würdig und rein in Meine Gegenwart
gelangen, und niemand, nicht einmal euer Gewissen wird es
wagen, eure vergangenen Unvollkommenheiten zu erwähnen.
61. In der vollkommenen Heimat gibt es für jeden Geist einen
Ort, welcher in der Zeit oder in der Ewigkeit die Ankunft seines
Besitzers erwartet. Auf der Stufenleiter der Liebe, der Barmherzigkeit,
des Glaubens und der Verdienste werdet ihr einer nach
dem andern in Mein Reich gelangen.
62. Zeigt vor euren Kindern gute Beispiele, die ihnen als Stab
auf ihrem Wege dienen, um ihren Aufstieg zu Mir fortzusetzen.
Haltet sie nicht für geistig unbedeutend, weil ihr sie dem Körper
nach als Kinder seht. Beobachtet sie, und ihr werdet erkennen, dass
ihre Fähigkeiten entwickelter als die euren sind. Sie sollen Meine
Unterweisungen durch euch lernen, doch hernach werden sie euch
lehren, sie zu ergründen.
63. Ihr, die ihr heute Jugendliche seid, werdet, wenn ihr ins
Greisenalter gelangt, durch die neuen Generationen von Spiritualisten
viele Wunder erlebt haben.
64. Ich sage den Familienvätern, dass sie ebenso, wie sie sich
um die materielle Zukunft ihrer Kinder sorgen, sich auch um die
geistige Zukunft kümmern sollen, aufgrund der Mission, die sie in
dieser Hinsicht auf die Welt mitgebracht haben.
65. Bedenkt, dass diese Wesen, bevor sie ins Fleisch kamen,
bereits für euch gebetet haben; sie haben euch beschützt und sind
euch in eurem Lebenskampfe beigestanden. Jetzt kommt es euch zu,
sie bei den ersten Schritten zu unterstützen, die sie mittels des
schwachen Fleisches nach und nach auf Erden tun.
66. Kommt zu Mir, Jünger. Hier ist der Friede, nicht dessen
Vortäuschung, welche die Welt euch gibt, sondern jener, der
Meinem Geiste entströmt. Erfüllt euer Herz mit ihm, damit ihr Mich
vernehmen und verstehen könnt und Meine Unterweisung hernach
in die Tat umsetzt.
67. Eine bestimmte Anzahl von Herzen ist jedem Meiner
Arbeiter zugewiesen. Es ist das Land, das jeder von ihnen zu
bearbeiten hat, damit es Früchte trägt und er Mir am Ende eine
reiche Ernte vorweisen kann.
68. Niemand wäre fähig, einen Tempel zu errichten wie den,
den Ich in eurem Geiste aufbaue. Die Liebe des Universellen
Schöpfers errichtet dies Heiligtum mit unendlicher Geduld. Dieser
Tempel wird unzerstörbar sein, und während die von Menschenhand
gemachten Tempel Stein für Stein unter dem Einfluss der Zeit und
der Stürme zerfallen, wird dieser unerschütterlich fortbestehen, denn
seine Fundamente werden in eurem Geiste verankert sein, und seine
Türme werden das Reich der Himmel berühren.
Mein Friede sei mit euch!

Beliebte Posts aus diesem Blog

BWL - Band IV - Unterweisung 109

BWL - Band 6 - Unterweisung 161