BWL - Band V - Unterweisung 125


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 125:
1. Seht, hier bin Ich in eurer Welt und spreche zu euch durch
euer Gewissen, denn Ich bin euer Richter. Euch allen habe Ich eine
Aufgabe anvertraut, und heute komme Ich, um euch zu fragen, was
ihr aus derselben gemacht habt.
2. Nicht heimlich bin Ich in dieser Zeit gekommen. Seit den
ersten Zeiten wurde Meine geistige Kundgebung angekündigt.
Deshalb dürft ihr nicht überrascht sein.
3. Warum verblieb dann niemand wachend und erwartete Mein
Kommen? Wer säuberte sein Heim, damit Ich es betreten würde?
Wer wusch seine Hände, um das Brot auf dem Tisch aufzuteilen?
Wessen Herz war von Liebe erfüllt, um Mich zu empfangen?
Niemand. Und doch bin Ich hier und erfülle unter euch Meine
Verheißung.
4. Wenn Ich euch zeige, ein Versprechen zu halten, so begreift,
dass es nur recht und billig ist, dass ihr euch Mich darin zum Vorbild
nehmt und eure Aufgabe erfüllt. Geliebtes Volk, wenn ihr hört, dass
Ich euch Vorhaltungen mache, so erinnert euch, dass ihr keinen
Frieden gehabt habt — obwohl ihr den Auftrag erhalten habt, für
den Frieden der Welt zu beten —, weshalb ihr Mich gefragt habt:
"Herr, warum kommt der Friede nicht zu den Nationen, obwohl ich
wache und bete?" Doch Ich sage euch: Weil es nicht genügt zu
beten, sondern es sind auch verdienstvolle Werke dafür notwendig.
5. Schon die Propheten gaben ihr Blut, um euch die Wahrheit zu
verkünden. Ich war bereits als Mensch auf der Erde, um unter euch
eine vollkommene Passion zu durchleben. Auch die Apostel und die
Märtyrer gaben ihr Leben aus Liebe zur Menschheit hin. Jetzt ist es
Zeit, dass ihr euer Kreuz auf euch nehmt und eure Mission erfüllt,
damit ihr das Kommen des Friedens erlebt.
6. Volk, öffne dein Herz und erwache aus dem tiefen Schlaf, der
dich übermannt hat. Kämpfe und zweifle nicht, denn wenn du die
Wüste, die du durchquerst, für endlos hältst, so sage Ich dir, dass
inmitten derselben, wenn die Sonne am stärksten brennend heiß auf
eure Gesichter fällt, eine Wolke erscheinen wird, deren Gegenwart
euren Herzen das Gefühl geben wird, dass Ich euch sehr nahe bin.
7. Ihr sagt mir aus tiefstem Herzensgrund, dass ihr weder
Meiner Gnade noch Meines Friedens würdig seid. Doch weshalb
seid ihr nicht würdig? Ich habe euch die ganze Natur zur Verfügung
gestellt, damit ihr Mir besser dienen könnt, habe euch mit Gaben
und Segnungen überschüttet, damit euer Leben angenehmer ist und
aus euren Herzen eine Hymne der Liebe zu Mir aufsteigt.
8. Heute musste Ich euch sagen: Macht euer Leben einfach,
damit ihr Zeit habt, um an eure Mitmenschen zu denken. Nur so
könnt ihr eurer Seele die Gelegenheit bieten, sich von dem
Materialismus frei zu machen, der sie umgibt, und die Aufgabe zu
erfüllen, ihren Herrn in ihrem Nächsten zu lieben und Ihm zu
dienen.
9. Kämpft, Meine Kinder, für die Sache des Friedens und der
Brüderlichkeit, doch meint nicht, den Sieg nahe zu sehen, dieser ist
noch ferne. Seid nicht selbstsicher, denn die Feinde lauern euch auf,
und wenn sie geistig auch keine Macht haben, so haltet doch ihr sie
für mächtig und für unbesiegbar.
10. Warum richte Ich dich, Volk? — Weil Ich nicht will, dass in
euren Herzen heimliche Verfehlungen und Irrtümer existieren, denn
Ich werde euch zu jenen bringen, die von euch Meine Botschaft
empfangen sollen, und Ich will nicht, dass sie etwas an euch auszusetzen
haben, denn so würdet ihr eurem Meister keine Ehre machen.
11. Was würde aus euch werden, wenn Ich euch eure Unvollkommenheiten
verheimlichte? Würdet ihr euch in eurem Lebenswandel
verbessern, wenn eure Verfehlungen keine schmerzhaften
Folgen hätten?
12. Seht, wie viel Leid es unter den Menschen gibt. Dies ist die
Frucht ihrer Aussaat. Ich spreche zu ihnen durch das Gewissen, um
sie zur Reue und zur Besserung zu bewegen. Doch ihre Herzen sind
für Meine Stimme taub geworden.
13. Ihr Männer, die ihr die Geschicke eurer Völker lenkt: Seid
ihr des Blutes und der (zerstörten) Menschenleben noch nicht
überdrüssig? Hört ihr nicht die Stimme des Gewissens oder der
Vernunft? Ihr seid stolz und anmaßend, aber Meine Gerechtigkeit
wird euren Hochmut niederwerfen.
14. Ihr seid hochfahrend, weil ihr mit eurer Wissenschaft den
neuen Turm von Babel errichtet habt, von dem aus ihr Meine Macht
herausfordert, indem ihr den Völkern sagt, dass euer Wissen die
göttlichen Offenbarungen übertrifft. Dadurch habt ihr das Gesetz des
Vaters mit Füßen getreten und habt das Wort Jesu verfälscht, weil
ihr befürchtet, dass die Wahrheit bekannt wird und ihr dadurch die
Herrlichkeit und die Macht der Welt verliert.
15. Ich habe zugelassen, dass euer Turm höher wird und dass
eure Wissenschaft wächst; doch Ich frage euch: Wer hat euch das
Recht gegeben, über das Leben eurer Nächsten zu verfügen? Wer
hat euch erlaubt, ihr Blut zu vergießen? Und wer schließlich darf in
das Schicksal seiner eigenen Geschwister eingreifen, ohne dabei
gegen das Recht zu verstoßen?
16. Menschheit, Tochter des Lichtes, öffne deine Augen,
erkenne, dass du bereits im Zeitalter des Geistes lebst!
17. Warum habt ihr Meiner vergessen und habt eure Macht mit
der Meinen messen wollen? Ich sage euch, dass ich mein Zepter in
seine Hand legen werde an dem Tage, an dem ein Gelehrter mit
seiner Wissenschaft ein Wesen schafft, das euch ähnlich ist und es
mit Geist ausstattet und ihm ein Gewissen gibt. Doch eure Ernte
wird vorerst eine andere sein.
18. Auf Leichen und Trümmern wird die Wissenschaft ihr Reich
errichten, das sehr kurz sein wird, damit dann das Reich der
Gerechtigkeit, des Friedens und der Liebe erstellt wird. Ich werde
kommen und die suchen, die im Kampf gefallen sind, jene, die den
Weg verloren haben, denen man einen anderen Pfad gewiesen hat.
Ich werde sie suchen, um sie zum wahren Leben zu erheben, ohne
Ansehen der Person, und werde Meinen Kuss der Liebe sowohl auf
die reine Stirn als auch auf die befleckte drücken.
19. Der Vater spricht zu euch, Jener, der niemanden hat, vor
dem er sich verneigt, um zu beten. Doch wahrlich, Ich sage euch,
wenn es über Mir jemand Größeres gäbe, würde Ich Mich vor ihm
verbeugen, denn in Meinem Geiste wohnt die Demut. Seht, wie ihr,
obwohl ihr Meine kleinen Geschöpfe seid, Mich dazu veranlasst
herniederzukommen, um zu euch zu sprechen, euch anzuhören und
euch zu trösten, anstatt dass ihr darum ringt, zu Mir aufzusteigen.
20. Meine Geheimkammer hat sich für euch aufgetan, und es
naht die Zeit, in der ihr die Wahrheit lieben und das fiktive und leere
Leben, das ihr geschaffen habt, fliehen werdet. Der Glanz der
materialistischen Epoche wird bald seinen Niedergang erleben und
in sein Endstadium eintreten. Heute erfasst ihr erst wenig von dem,
was Ich euch sage, doch bald werden es alle verstehen.
21. Wie sollte euer Leben nicht vom Materiellen beherrscht
werden, wenn ihr selbst das Göttliche nur durch das Materielle begreift
und nur an das glaubt, was ihr durch eure Sinne wahrnehmt?
22. Schlecht haben Mich auf Erden jene vertreten, die Mich zu
kennen behaupten, und das ist der Grund dafür, dass viele Mir den
Rücken gekehrt haben. Jene, die sich Atheisten nennen, werde Ich
nicht deshalb zur Rechenschaft ziehen, weil sie Mich aus ihren
Herzen verbannt haben, sondern jene, welche die Wahrheit
verfälschten und einen Gott vor Augen führten, den viele nicht
annehmen konnten.
23. Alles, was gerecht, gesund und gut ist, enthält die Wahrheit,
die Ich zu allen Zeiten verkündet habe.
24. Die Stunde ist gekommen, in der ihr die Wahrheit wieder
lieben sollt, das heißt, in der ihr wieder das Gerechte und Gute
erkennen sollt. Da ihr aus Mir geboren seid, müsst ihr dahin
gelangen, nach dem Hohen, dem Ewigen und dem Reinen zu
trachten.
25. Ich habe niemanden gefangengehalten, niemanden habe Ich
gezwungen, den Weg zu verlassen, den er erwählt hat. Wer zu
forschen begehrte, dem habe Ich es erlaubt, wer sich zu vergnügen
wünschte, dem habe Ich es gestattet; doch ihnen allen habe Ich Mein
Gesetz, das alleinige, vor Augen geführt, damit sie nicht vom Pfade
abirren.
26. Das, was am Ende des Weges sein wird, dem die Mensch-
heit heute irrtümlicherweise folgt und was der Mensch finden wird,
wenn er an das Ziel gelangt, wird Überdruss, Erschöpfung, Enttäuschung
und Schmerz sein. Wird sich der menschliche Geist mit
einer Ernte wie dieser abfinden können, und soll dies die Frucht
sein, die er seinem Vater in der Ewigkeit überreicht? Nein, Volk, der
Menschengeist wird angesichts der Folgen seiner Werke erwachen,
und in jener Stunde wird er sein eigener Richter sein, um sich dann
nach diesem Gericht voller Kraft zu erheben und sein Leben zu
erneuern und wiederaufzubauen; dabei nutzt er seine Erfahrung und
widmet sich der Aufgabe, zu lieben und nur die Wahrheit zu suchen.
Dann wird er den Pfad gefunden haben, auf dem er Meine Stimme
vernehmen wird, die ihm sagt: Sei willkommen, o geduldiges und
kluges Israel, du bist nun in der Dritten Zeit zum Lande des Friedens
gelangt.
27. Ich habe euch gesucht und sage euch: Lasst die Seele sich
erheben und Mich schauen. Ich bin derselbe; die Zeit geht nicht über
Mich hinweg. Ich bin der Meister, der an vielen Orten und auf
vielen Wegen Judäas zu euch vom ewigen Reiche der Wahrheit
sprach. Ihr hingegen habt euch gewandelt. Der Egoismus und die
Schlechtigkeit der Welt haben eure Herzen vergiftet, und ihr fühlt
euch manchmal Meiner Gegenwart unwürdig. Ich bin gekommen,
weil Ich euch liebe, und Ich will, dass ihr euren Lebenswandel
bessert und um euren geistigen Fortschritt kämpft.
28. Vergeudet nicht die Zeit, die Ich euch gewähre. Wachet und
betet, und Ich werde euch sagen, wie ihr arbeiten sollt. Liebt, und
ihr werdet Freude haben, schafft Frieden, und ihr werdet fühlen,
dass das Leben auf Erden ein Abbild der ewigen Heimat ist.
29. Denkt daran, dass Ich nicht gekommen bin, um euch
materielle Reichtümer zu geben, sondern um euch aufzufordern, ein
geistiges Leben der Entsagungen und der Demut zu führen. Und
wiederum sage Ich euch: "Wer Mir nachfolgen will, nehme sein
Kreuz auf sich und folge Mir nach." Dies Kreuz wird nicht schwer
sein, wenn ihr es mit Geduld und Mut zu tragen versteht, und Ich
versichere euch, dass ihr nicht mehr ohne es leben könnt, dergestalt,
dass, wenn euch seine süße Last abgenommen würde, ihr Mich
bitten würdet, sie euch wieder aufzubürden, selbst wenn ihr sie
größer als zuvor spüren würdet. Der Grund dafür ist, dass ihr die
Wichtigkeit des Auftrags, den Ich euch erteilt habe, verstanden habt,
und dass das Kreuz eure Rettung darstellt.
30. Da Ich alles Geschaffene auf Erden zur Erquickung des
Menschen gestaltet habe, so gebraucht es immer zu eurem Wohle.
Vergesst jedoch nicht, dass es in euch eine Stimme gibt, die euch auf
die Grenzen hinweist, innerhalb derer ihr von all dem Gebrauch
machen dürft, was euch die Natur bietet, und dieser inneren Stimme
sollt ihr gehorchen. So, wie ihr für euren Körper um ein Heim, für
Schutz, Unterhalt und Befriedigung bestrebt seid, um euer Dasein
angenehmer zu machen, so sollt ihr auch der Seele das gewähren,
was sie für ihr Wohlbefinden und ihre Aufwärtsentwicklung
benötigt. Wenn sie sich von höheren Regionen angezogen fühlt, wo
sich ihr wahres Zuhause befindet, so lasst sie sich emporschwingen.
Haltet sie nicht gefangen, denn sie sucht Mich, um sich zu nähren
und zu stärken. Ich sage euch: Jedes Mal, wenn ihr zulasst, dass sie
sich in dieser Weise befreit, wird sie glücklich in ihre Körperhülle
zurückkehren.
31. Auf diese Weise werdet ihr euch zubereiten, die Gesetze des
Geistes und jene zu erfüllen, die das Leben auf Erden regieren.
32. Ich versorge alle Wesen, und wenn Ich euch gesagt habe:
"Die Vögel säen nicht und ernten nicht, noch spinnen sie, und doch
werden sie mit so viel Liebe genährt und bekleidet" — warum
zweifelt dann ihr an Meiner Macht, die ihr die bevorzugten Kinder
seid? Inmitten des Kampfes für den täglichen Unterhalt sollt ihr
nicht vergessen, dass es einen Vater gibt, der um euch besorgt ist
und der euch niemals zugrunde gehen lassen wird. Auch sage Ich
euch, dass, wenn ihr Meine Gebote befolgen würdet, euer Lebenskampf
weniger leidvoll wäre, denn dann wäre eurerseits nicht so
viel Mühe nötig, um euer Leben zu fristen, und in der Stunde eurer
Prüfungen würdet ihr Wunder erleben.
33. In der Ersten Zeit durchlebte das Volk Israel große Mühsale,
und als Moses die Verzweiflung sah, die sich der Volksmenge aus
Mangel an Brot bemächtigte, sagte er ihnen: Betet, der Herr wird so
gütig sein, Seinem Volke Nahrung zu senden. Moses betete und
harrte mit Geduld und Zuversicht des göttlichen Willens. Und als
Antwort und Belohnung für den Glauben jenes Mannes fiel das
Manna herab, um die Bedürfnisse des Volkes zu befriedigen. Damit
machte Ich deutlich, dass Ich ihr Gebet vernommen habe und dass
Ich mit ihm war.
34. Jetzt habe Ich Meinem Volke gesagt, dass nochmals
Heimsuchungen über es kommen werden, dass der Schmerz unter
den Menschen groß sein wird, und dass das Brot nicht ausreichen
wird, um die Menschen zu ernähren; dass die heute noch fruchtbare
Erde für einige Zeit unfruchtbar werden wird, und dass ihr überall
Schmerz, Hunger und Korruption mit ansehen werdet. Elendszüge
von Männern und Frauen werden von Tür zu Tür gehen und um eine
Liebesgabe flehen. Sehr bitter wird der Kelch sein, doch wenn ihr zu
beten wüsstet, wird auf eurem Tische Brot sein, und ihr werdet Trost
für euch und eure Mitmenschen haben.
35. Mit Gebet und Liebestätigkeit werdet ihr die Geister des
Guten anziehen, die euch beschützen werden. Wenn ihr Mich euch
sehr nahe fühlen wollt, müsst ihr euch seelisch erneuern, dann
werde Ich an eurem Tische den Ehrenplatz einnehmen. Es wird euch
nicht am Notwendigen mangeln, und ihr werdet dafür sorgen, dass
eure Mitmenschen an derselben Gnade teilhaben.
36. Habt ihr etwa nicht genügend Liebe, um eure Nächsten in
der Stunde der Prüfung zu beschützen? So, wie Ich zu euch
gekommen bin, sollt ihr zu euren Mitmenschen gehen und an ihnen
das tun, was Ich an euch getan habe. Ein weiteres Mal sage Ich
euch, dass durch eine kleine Anzahl von Arbeitern, die sich mit
wahrer Lauterkeit aufmacht, um Meine Lehre zu verbreiten, Mein
Werk bekannt werden wird und im Herzen derer verankert bleiben
wird, die später in allen Nationen Meine Wegbereiter sein werden.
37. In euch hat die Wissenschaft keine Wurzeln geschlagen. Ich
sehe, dass ihr demütigen Sinnes seid, und darum habe Ich euch
erwählt. Ich habe euch Mein Wort gegeben, damit ihr die wahre
Wissenschaft zu eigen habt, denn die Kenntnisse, die die Menschen
haben, können das Übel, das die Menschheit quält, nicht heilen.
Jenes Licht, jene Wissenschaft, auf die der Mensch so stolz ist,
bekehrt keine Herzen, noch rettet sie Seelen.
38. Mein Wort, das derzeit überreichlich durch die Stimmträger
fließt, werdet ihr nach 1950 nicht mehr in dieser Form hören. Nur
jene, die sich mit wahrer Zurüstung geistig erheben, werden Meine
Inspiration empfangen, und wenn sie in Meinem Namen sprechen,
werden sie Glauben finden. Seelische Erneuerung und Vergeistigung
ist es, was eure Mission verlangt, um Wunder vollbringen zu
können. Immer, wenn Ich euch als Werkzeug gebraucht habe, um
einen Kranken zu heilen, habe Ich eure Zurüstung in Betracht
gezogen. Ihr braucht euch nicht immer zu sehr anstrengen, um eure
Mitmenschen von dieser Wahrheit zu überzeugen, denn ihr werdet
finden, dass viele vom ersten Augenblick an Glauben fühlen, und
andere werden in Demut bekennen, dass es die göttliche Kraft
Meines Wortes war, die sie geheilt hat.
39. Ihr müsst euch im Innersten eures Herzens konzentrieren
und in der Vereinigung eurer Gedanken einen einzigen Geist bilden,
damit euer Gebet gleich kristallklaren Wassers zu Füßen dieses
jungen Bäumchens herabfällt, das ihr großzieht. Der Strauch wird
dann zu einem mächtigen Baum werden und euch reichlich Früchte
geben, mit denen ihr euch in den Zeiten der Prüfungen ernähren
könnt.
40. Seid nicht besorgt, weil ihr Mich nicht mit Gepränge und
Prunk oder großartigen Zeremonien empfangen könnt. Eure Demut
und Einfachheit sind das beste Umfeld, das ihr für Meine
Kundgebung bereitstellen könnt. Ich will Seelen haben, denn sie
sind es, die Ich suche; für sie kam Ich zu einer anderen Zeit zur Welt
hernieder, und für sie gab Ich Mein Blut.
41. Ich war es, der damals den Ort und die Stunde für Meine
Ankunft als Mensch anzeigte. Ich bestimmte auch den Ort und die
Zeit, in der Ich in der Dritten Zeit zu den Menschen kommen würde.
Alles wurde mit vollkommener Gerechtigkeit und Weisheit vorbereitet.
Ein neues Land sollte Zeuge Meines neuen Kommens sein.
Der Westen sollte mit dem Glanz Meiner Gegenwart erleuchtet
werden. Höret: Vor langer Zeit lebte im Norden eures Landes
(Mexiko) ein großer Volksstamm, aus dem ein von Meinem Lichte
inspirierter Prophet hervorging. Er brach auf und führte jenes Volk
zu einem schönen Land, wo er eine Stadt gründen sollte. Angesichts
der angenehmen Verheißung machten sich jene Stämme auf den
Weg in der Hoffnung, sich jener Gnade würdig zu erweisen. Sie
durchzogen Urwälder, überquerten Wüsten und erstiegen Berge.
Nichts hielt sie auf, und wenn sie auf ihrem Wege auf Hindernisse
stießen, half ihnen der Glaube, sie zu überwinden, bis sie — wie die
Israeliten der Ersten Zeit — zu dem verheißenen Ort kamen, der ein
Abbild Kanaans war, das Gelobte Land der Israeliten, das Land, wo
Milch und Honig floss.
42. Erkennt, dass kein Blatt vom Baum sich ohne Meinen
Willen bewegt und nichts Meinen göttlichen Ratschlüssen und
Plänen fremd ist.
43. Jener Volksstamm, inspiriert vom Glauben an eine
Verheißung, die sich erfüllt hatte, erbaute seine Stadt, und in ihr
brachte er seinem Gott seine primitive Verehrung dar; er baute seine
Heime und verlieh seinem Reich einen Glanz, der in seiner
Herrlichkeit jenem Salomons glich. Jenes Land war, den Verheißungen
entsprechend, ein Land des Wohlstandes und Glückes.
Der Mann war stark, die Frau war anmutig und zärtlich, und beide
waren schön. Doch es kam die Zeit, in der dieses Volk den Namen
und das Werk Christi, Seines Herrn, kennenlernen sollte; die Gute
Botschaft gelangte zu ihm aus dem Munde fremder Männer, die von
der anderen Seite des Ozeans kamen und die sie in ihren Träumen
bereits gesehen hatten. Sehr groß war die Mission derer, die das
Licht Meiner Lehre in diese Länder brachten. Doch wahrlich, Ich
sage euch, dass nur sehr wenige das Gesetz der Liebe, der
Barmherzigkeit und Menschlichkeit zu erfüllen wussten, welches
Meine Lehren empfahlen; denn in ihrer Mehrheit ließen sich jene
Männer von der Habgier beherrschen, vergaßen dabei jedes Prinzip
der Brüderlichkeit, vergossen in Strömen unschuldiges Blut, um sich
all dessen zu bemächtigen, was ihre Augen erblickten.
44. Die Eroberer stürzten die Götzenbilder jenes Volkes und
verursachten dadurch, dass dieses gegen den Gott lästerte, den jene
ihnen mit so viel Ungerechtigkeit und so viel Grausamkeit offenbarten.
Konnten jene Götzenanbeter durch solche unmenschlichen
Taten hindurch Christus erkennen, den Gott der Liebe, Jenen, der
niemandem das Leben nimmt, sondern lieber das Seine hingibt, um
gerade jenen zu retten, der ihn verletzt hat? — Jene Stämme
gerieten in die Sklaverei und unter die Herrschaft des Stärkeren, so,
wie in der Ersten Zeit Israel unter das Joch der Pharaonen und
Cäsaren geraten war. Es waren Zeiten des Schmerzes, der Bitterkeit
und der Tränen, die über jenes Volk kamen, und als dann sein
Wehklagen im Himmel widerhallte, zog es die Liebe Marias auf
sich, der huldvollen Mutter des Universums, gleich einem Mantel
von unendlicher Güte.
45. Aufgrund seiner Empfindsamkeit war dies Volk dazu
bestimmt, Maria zu verehren; denn als es diese göttliche Wahrheit
erkannte und liebte, fand es die geistige Himmelsleiter, welche die
Seelen zu Mir führt.
46. Und wer ist dies Volk? — Es ist das eure, das nach seinen
Kämpfen und seinem langen Entwicklungsweg die Ankunft der
Dritten Zeit mit Meiner Wiederkunft erlebt hat.
47. Es ist Mein lebendiges Wort, das ihr derzeit vernehmt, damit
ihr mit ihm jeden Fanatismus und jeden Götzenkult zerstört, mit
dem ihr Meinen Namen umgeben haben könntet. Ich lehre euch eine
Gottesverehrung, durch welche ihr Mich von Geist zu Geist suchen
könnt. Sehr groß und stark im Geist wird dies Volk sein, wenn es die
Verehrung Gottes lebt und ausübt, die Ich es lehre. Dann wird es die
Lüge abschaffen können und die Botschaft der Vergeistigung und
des Lichtes, die die Nationen erwarten, in andere Länder tragen.
48. Dies Volk wird für jenen Kampf vorbereitet sein, in
welchem Meine Gerechtigkeit die große Schlacht der Ideologien,
Glaubensbekenntnisse und Doktrinen leitet. Alle werden erstaunt
sein, wenn sie inmitten des Wirbelsturmes eine ruhige und sichere
Stimme vernehmen, welche diejenige Meiner Jünger sein wird, die
ihre Mission geistiger Brüderlichkeit erfüllen.
49. Begreift einstweilen, dass, solange die Menschen nicht
völlige Vergeistigung erreichen, sie materielle Kirchen nötig haben
werden und vor ihre Augen Skulpturen oder Bilder stellen müssen,
die ihnen Meine Gegenwart fühlbar machen sollen.
50. Den Grad der Vergeistigung oder des Materialismus der
Menschen könnt ihr an der Art ihrer religiösen Verehrung bemessen.
Der Materialist sucht Mich in den Dingen der Erde, und wenn er
Mich nicht entsprechend seiner Wünsche zu Gesicht bekommt, stellt
er Mich auf irgendeine Weise dar, um das Gefühl zu haben, dass er
Mich vor sich hat.
51. Wer Mich als Geist begreift, fühlt Mich in sich, außerhalb
von sich und in allem, was ihn umgibt, weil er zu Meinem eigenen
Tempel geworden ist.
52. Von Zeit zu Zeit habe Ich euch immer fortgeschrittenere
Offenbarungen gemacht, die die Menschen nicht zu erfassen
vermochten, weil sie immer mehr und mehr Vergötterung um sich
herum geschaffen haben. In jener Zweiten Zeit sagte Ich Meinen
Jüngern: "Seht ihr, wie groß, majestätisch und prunkvoll der Tempel
Jerusalems ist? Und doch wird von ihm kein Stein auf dem anderen
bleiben." Mein Wort ging in Erfüllung, denn Ich löschte mit Meiner
Lehre alle Vergötterung und Entweihung aus, die in ihm geschahen.
Ich versprach, ihn in "drei Tagen" wieder aufzubauen, was gerade
jetzt in dieser "Dritten Zeit" in Erfüllung geht, in der Ich im Herzen
der Menschen den neuen Tempel, das neue Heiligtum errichte, das
auf dem lautersten Grund der Seele der Menschen aufgebaut wird.
53. Erkennt Meine Barmherzigkeit als Vater, wenn ihr seht —
sobald der Altar einer Abgötterei einstürzt —, wie bereits Mein Wort
euch erwartet und ein neues Licht euren Weg erhellt, um euch nicht
in die Finsternis stürzen zu lassen.
54. Wundert euch nicht, noch entrüstet euch, wenn Ich euch
sage, dass aller Glanz, die Macht und der Prunk eurer Religionen
verschwinden müssen, und dass — wenn dies geschieht — bereits
der geistige Tisch gedeckt sein wird, an dem die nach Liebe und
Wahrheit hungernden Menschenscharen sich nähren werden.
55. Viele Menschen werden — wenn sie diese Worte hören —
bestreiten, dass es die Meinen sind. Doch dann werde Ich sie fragen,
warum sie sich entrüsten und was sie eigentlich verteidigen? Ihr
Leben? Das verteidige Ich. Mein Gesetz? Darüber wache ebenfalls
Ich.
56. Habt keine Furcht, denn niemand wird durch Verteidigung
Meiner Sache sterben; nur das Böse wird sterben, denn das Gute,
die Wahrheit und die Gerechtigkeit werden ewig währen.
57. Volk, was für eine Stimme ist es, die ihr auf dem Grunde
eures Herzens hört, auf welche Wege führt sie euch, und weshalb
verlangt ihr nach ihr? Ich weiß, warum ihr Mir nachfolgt: Weil ihr
wisst, dass die Stimme, die ihr vernehmt, die eures Gottes ist, den
ihr im Laufe der Zeiten und eurer Entwicklung unter vielerlei
Formen gesucht habt.
58. Ihr alle wisst, dass diese Stimme, die bis auf den Grund
eures Wesens dringt, diejenige eures Vaters ist, denn Er behandelt
euch wie Kinder, wie kleine Kinder mit vollkommener Liebe.
59. Ich zeige Mich euch als ein liebevoller Vater, als ein
demütiger Meister, niemals gleichgültig gegenüber euren Leiden
und immer nachsichtig, und barmherzig gegenüber euren Unvollkommenheiten,
denn ihr werdet in Meinen Augen immer kleine
Kinder sein.
60. Ich muss euch richten, wenn Ich sehe, wie die Geschöpfe,
die mit so viel Liebe gestaltet und für das ewige Leben bestimmt
wurden, auf Erden hartnäckig den Tod suchen, ohne sich um das
geistige Leben zu kümmern, noch den Wunsch zu haben, die Vollkommenheiten
kennenzulernen, die jenes Dasein für euch bereithält.
61. Studiert Mein Wort, damit ihr versteht, dass in ihm Mein
Gesetz ist und dass es daher das Wort eines Königs ist, das niemals
zurückgenommen wird. Ebenso wenig dürft ihr auf dem Wege
zurückweichen, wenn ihr bedenkt, dass ihr in eurem Geiste Mein
Wort tragt, welches Gesetz ist, und dass euer Körper eurem Geiste
untergeordnet ist. Hört daher mehr auf die Stimme des Gewissens,
in der Ich gegenwärtig bin, und nicht auf die Stimme des Fleisches.
62. Mein göttliches Wort senkt sich auf die Seele nieder, und ihr
fühlt euch voll geistiger Kraft. Wenn dies Wort jedoch falsch wäre,
würde sich eure Seele niemals befriedigt fühlen, nachdem sie es
vernommen hat, noch würdet ihr aufs neue Zusammenkommen, um
es mit dem Verlangen zu erwarten, mit dem ihr es jetzt tut.
63. Ich bin die Morgenröte, die eine neue Zeit für die Menschen
angebahnt hat, in der ihr Geist den Weg erhellt sehen wird, der zu
Mir führt. Wisst ihr etwa, auf welcher Stufe der Leiter zur Vollkommenheit
ihr euch befindet? Wisst ihr etwa, ob ihr geistig hoch
steht, oder ob ihr ins Reich des Bösen versunken seid? Wahrlich, Ich
sage euch, niemand von euch könnte diese Frage befriedigend
beantworten.
64. Denkt nicht, dass eure Seele, während sie inkarniert ist und
auf Erden lebt, sich darauf beschränken muss, das materielle Dasein
zu leben. Nein, ihr alle sollt wissen, dass ihr bereits von eurem
irdischen Aufenthalt aus geistig in den Regionen des Lichtes
wohnen könnt, wo das Reich ist, das ihr einst ewig bewohnen
werdet.
65. Die Seele behauptet sich auf der Erde nur durch einen
schwachen Stützpunkt, welches der Körper ist, der ihr dazu dient,
auf der Welt zu leben und die Belehrungen oder Prüfungen zu
empfangen, die der Vater ihr zu ihrem Wohle sendet. So lange und
leidvoll die Sühnezeit auf der Welt auch sein mag, niemals sollt ihr
sie als ein Gefängnis betrachten. Niemand ist zum Tode verurteilt
worden, im Gegenteil, Ich sage euch, dass ihr alle dazu bestimmt
seid zu leben. Jedes Geschöpf empfing bei seinem Lebensanfang
vom Schöpfer einen Kuss, welcher ein Gegenmittel gegen das Böse
und ein Panzer gegen Hinterhalte war.
66. Ich bin der Grund für eure Existenz, erkennt daher, dass euer
Ursprung im Guten ist. Falls eure Vergangenheit auf Erden unlauter,
sündhaft oder in irgendeiner Weise außerhalb Meines Gesetzes
gewesen ist, so lasst nun euer Gewissen glänzen, erhebt euch zu
einem neuen Leben, und lasst den Weg hinter euch, auf dem der
Missbrauch irdischer Vergnügen zu dem Ergebnis führte, dass ihr
unter den Einfluss des Lasters und des Schmerzes fielet. Sucht in
dem Vorbild, das Ich euch durch Jesus gab, den lichtvollen Weg für
eure Seele; denn Meine Schritte auf Erden, Meine Werke und Mein
Wort waren die vollkommene Lehre und das Gleichnis des Ewigen
Lebens, das Ich dem Menschengeiste als Erbe vermachte.
67. Ihr seid mit Meinem Heilbalsam und mit Meiner Vergebung
gesalbt. Erkennt Mich, o Kindlein, denn die Kenntnis, die ihr von
Mir habt, ist noch sehr gering. Was Ich euch in einer Unterweisung
sage, ist nicht alles, was Ich euch zu offenbaren habe. Kommt
unermüdlich zu Mir, und das Buch des Lebens wird vor euren
Augen aufgeschlagen werden.
68. Ihr habt bereits das Erste Testament empfangen, Mein
Gesetz und Meine Gegenwart in der Zeit Moses'. Auch habt ihr in
der Zweiten Zeit das Zweite Testament erhalten, den Menschen von
Christus vermacht durch Sein Göttliches Wort. Jetzt empfangt ihr
direkt aus Meinem Geiste das Dritte Testament, damit ihr mit der
Vereinigung der drei Offenbarungen zu den großen Jüngern der
Dritten Zeit werden könnt.
69. Volk, während du Mir zuhörst, gerätst du in Verzückung und
schaust Meine Gegenwart in einem geistigen Gesicht. Es sind nicht
eure Sinne, die Mich in jenem Gesicht schauen, noch ist es eine
Vortäuschung eurer Einbildungskraft: Es ist der Glaube, mit dem ihr
Mir zuhört, es ist eure Vergeistigung und Erhebung in diesem
Augenblick. Hier spürt ihr Meinen Frieden; aber wie nahe von euch
sind jene, die Schmerz verursachen. Es sind die Machthungrigen,
die, um zu triumphieren, nicht zögern, ihre Mitmenschen zu töten.
Macht euch für den Kampf bereit, damit diese bald erfahren, dass
sie nicht auf hohe Positionen aus sein sollen, die auf falschen
Fundamenten ruhen, denn die göttliche Gerechtigkeit zerstört alles,
was nichtig ist.
70. Kranke, kommt zu Mir, Ich will euch heilen. Der Hungrige
soll wissen, dass Ich ihn erwarte. Der Mörder, durch dessen Adern
Hass strömt, komme zu Mir, denn Ich werde seine finstere Verwirrung
in Licht verwandeln und seine Verbitterung in
Wohlbefinden. Kommt alle, Mich zu hören und eure Seele zu
bereiten, denn nach 1950 wird der Glanz der Herrschaft des Lichtes
seinen Anfang nehmen. Heute seid ihr kaum ein Same, morgen
werdet ihr Pflanzen sein, und schließlich werdet ihr Früchte der
Liebe tragen.
Mein Friede sei mit euch!

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