BWL - Band IV - Unterweisung 110


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IV - Unterweisung 83 - 110 
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Unterweisung 110:
1. Jünger, Elias hat euch vorbereitet und in eurem Geiste
Erhebung und Frieden hinterlassen. Wahrlich, Ich sage euch, ihr
wisst nicht, wer Elias ist, noch wer er war, noch wer er sein wird.
Doch der Augenblick wird kommen, in welchem ihr ihn schaut und
sagt: "Herr, wir vermochten bis heute nicht zu erkennen, wer der
Hirte war.
2. Ich spreche nun ein weiteres Mal in der Sprache der Liebe,
die Ich euch gelehrt habe, damit ihr die vollkommene Verbindung
mit eurem Vater erreicht. Nicht eure Körperhülle ist es, die Meine
göttliche Gegenwart fühlt; denn nicht eure Augen sind es, die Mich
sehen, noch eure Ohren, die Mich vernehmen, noch eure Lippen, die
zu Mir sprechen. Eure körperlichen Sinne nehmen Meine
Kundgebung durch einen menschlichen Körper wahr, doch die
Essenz des Wortes, das der Stimmträger ausspricht, ist der göttliche
Anteil, den euer Geist aufnimmt.
3. Ihr seid Soldaten in der langwierigen Schlacht dieses Lebens,
und ihr alle werdet zu dem Lande gelangen, das ihr sucht. Welche
Freude wird es für euren Vater und auch für euren Geist sein, wenn
ihr zum verheißenen Reiche gelangt, nachdem ihr so viele
wechselvolle Geschicke durchlebt und so viele Schlachten
überstanden habt! Es wird dann sein, wenn sich der Geist
schließlich gegenüber dem Fleische durchsetzt und sein Licht durch
dieses hindurch offenbaren kann. Der Körper wird dann nicht länger
das Hindernis, das Verderben und der Versucher der Seele sein.
4. Meine Gekennzeichneten werden auf Erden erkannt werden.
Auch wenn eure Hände sich verschließen sollten, um ihre Gaben zu
verbergen, werden sie dort entdeckt werden; auch wenn ihr
schweigen solltet, wird Meine Lehre auf euren Lippen die Menschen
überraschen, und selbst wenn ihr bestrebt sein solltet, das Zeichen
zu verbergen, mit dem Ich euch gekennzeichnet habe, wird es Licht
ausstrahlen und euch erkennbar machen. Doch wozu euch
verbergen? Etwa, weil ihr euch noch schwach und ungeschickt
fühlt? Ich werde euch weiterhin lehren, bis ihr stark seid, voller
Glauben und Liebe für Meine Sache. Dann werdet ihr nichts mehr
fürchten.
5. Die Vorstellung der Menschen über das Geistige hat sich
gewandelt, Mein Licht hat sie begreifen lassen, dass der Geist frei
ist, zu glauben. Ich lege niemandem ein bestimmtes Glaubensbekenntnis
auf, noch nötige Ich irgendjemanden, Mich zu lieben.
6. Die mit dem Tau Meiner Gnade vorbereiteten Felder werden
günstige Voraussetzungen dafür bieten, dass ihr diesen Samen
anbaut. Die Ketten des religiösen Fanatismus werden in dieser Zeit
zerrissen werden, und das abgöttische Unwesen wird verschwinden.
Der Geist wird nicht länger Sklave sein und wird sich erheben, um
Mich auf dem Wege der Wahrheit zu suchen. Die Entwicklung und
die Erkenntnis, die der Geist im Leben angesammelt hat, ermöglicht
ihm heute, die Mission auszuführen, die Ich ihm angewiesen habe.
7. Es ist Wahrheit, dass ihr nicht erst in dieser Zeit auf die Welt
gekommen seid. Ihr seid geistig dasselbe Volk, das Ich zu allen
Zeiten gelehrt habe, das von Zeitalter zu Zeitalter reinkarniert ist,
weil es in einem einzigen Erdendasein nicht die große Mission hätte
erfüllen können, die seine Bestimmung ist. Manchmal reicht ein
Leben kaum aus, um einen Samen zu säen, und es fehlt die Zeit, ihn
zu pflegen, und noch weniger reicht sie, ihn erblühen zu sehen.
8. In vielen Meiner Unterweisungen erwähne Ich das Volk
Israel, weil es ein Werkzeug Meiner Göttlichkeit war, um
Lehrbeispiele zu geben und zur Menschheit zu sprechen. Ich ließ
ihm Meine Liebe und Meine Gnadenerweise vollauf zuteil werden,
aber auch die schweren Heimsuchungen Meiner Gerechtigkeit. Um
ihm Meine Unterweisung zu geben, bediente Ich Mich sowohl
seiner Liebe, als auch seiner Schwachheit und seines Unglaubens;
Könige, Priester, Zöllner und selbst die ungebildetsten Menschen
waren Werkzeuge für Meine Lektionen und Lehrbeispiele. Doch
seht — während in der heutigen Zeit die einen in verschiedenen
Ländern zu einem neuen Leben erstanden sind und erkannt haben,
dass das Gelobte Land nicht Kanaan ist, sondern Mein Reich, leben
die andern, die nur das Blut jenes Volkes geerbt haben, noch immer
ihren Traditionen verhaftet und an die materielle Auslegung
gebunden, die ihre Vorfahren den göttlichen Lehren gaben.
9. Bei Meiner neuen Manifestation habe Ich alles geändert: die
Orte und die Mittel zur Kundgabe, um die Unwissenheit, den Irrtum
und die falsche Auslegung zu beseitigen, die man Meinen früheren
Offenbarungen gegeben hat. So wie die Sonne im Osten aufgeht und
ihr sie mittags auf dem höchsten Punkte seht, um hernach zu
beobachten, wie sie im Westen untergeht, so ist das Licht Meines
Geistes im Laufe der Zeit vom Osten nach dem Westen
weitergezogen, damit ihr Meine Herrlichkeit und Meine Macht nicht
auf bestimmte Orte, Menschen oder Rassen begrenzt.
10. Heute wohnt ihr vorübergehend in einem neuen Land, das
ihr gleichfalls durch eine göttliche Verheißung gefunden habt, damit
es, wenn auch vorübergehend, euer Erbe sei. Erfüllt von lieblicher
Schönheit war dieses Land heranentwickelt worden, aber andere
Völker haben euer Leben bitter und hart gemacht. Dennoch wird
dieses Volk niemals Taten der Rache begehen, sondern nur solche
der Vergebung für seine Mitmenschen. Auch Judäa war eine Beute
der Ausländer, bis sie es in Ruinen und Trümmer verwandelten.
11. Der Schmerz ist eure Feuerprobe gewesen, in ihr wurde euer
Geist gestählt, denn morgen muss er der Menschheit die Früchte
seiner Entwicklung und seiner Erfahrung weitergeben. Der Krieg ist
nicht bis zu euch vorgedrungen — welche neuen Lehren könntet ihr
auch aus ihm ziehen? Welche Stählung könnte er denen geben, die
bereits im Leide stark geworden sind?
12. Eure Aufgabe ist eine andere: Nach 1950 sollt ihr euch als
Propheten aufmachen, eure Lippen sollen unter Meiner Inspiration
sprechen, und ihr sollt Wundertaten vollbringen. Zu jener Zeit sollt
ihr nicht mehr erwarten, dass Mein Wort wie jetzt von den Lippen
der Stimmträger kommt. Doch wenn ihr euch im Gebet zurüstet,
wird all das, was ihr dem Anschein nach vergessen hattet, aus euren
Herzen empordringen, weil Ich durch euer Gewissen weiterhin zu
euch sprechen werde.
13. Ihr werdet überrascht erleben, wie Menschen aus
unterschiedlichen Religionsgemeinschaften euch nachfolgen und
bekennen werden, dass Jener, den ihr unter euch hattet, der Meister
war. Sie werden wie Nikodemus sein, der unter vier Augen mit Jesus
sprach, den er als den Sohn Gottes erkannte, den er als seinen
Meister liebte und bitter beweinte, als er Ihn mit dem Kreuz der
Ungerechtigkeit und der Undankbarkeit auf den Schultern aus
Jerusalem gehen sah. In diesem Augenblick sagte Mir sein Geist
unter Tränen: "Meister, Ich werde Dir nachfolgen". Und er folgte
Mir auch nach.
14. Wohl denen, die sich in dieser Zeit ebenso entscheiden, ohne
Furcht vor den Menschen, denn in ihnen wird Mein Licht sein.
15. Woran denkt ihr, Meine Kinder? Ich weiß es: ihr denkt
daran, dass der Vater euch soeben ein neues Jahr anvertraut hat,
damit es euch in ihm gelingt, einen Schritt vorwärts zu tun — ein
Jahr, das manchmal nicht zu enden scheint und das doch für den
Geist nur wie eine Sekunde in der Ewigkeit ist.
16. Ein Jahr ist nun vergangen, und es hat seine Spur in den
Menschen hinterlassen. Als ihr Mein Richter-Wort vernahmt, ist
euer Geist erwacht, und durch euer Gedächtnis zog die Erinnerung
an eure Werke, Worte und Gedanken, an all eure Leiden und
Freuden, an alles, was ihr erreicht habt, und an das, was ihr nicht
erreichen konntet. Als ihr eure Selbstprüfung im Lichte eures
Gewissens beendet hattet, habt ihr eurem Schöpfer für alles gedankt,
was ihr von Ihm empfangen habt.
17. Der Mensch und die ganze Schöpfung haben Mir ihren
Tribut und ihre Opfergabe dargebracht. Seid gesegnet!
18. Als ob sich alle Geschöpfe in diesem Augenblick ein
Stelldichein gäben, um sich in einer Huldigung für den Vater zu
vereinen, so sehe Ich alle Welten und alle Wesen vor Meinem Blicke
vereint. Ich sehe selbst die kleinsten für Mich vollbrachten Werke,
höre die Stimme Meiner Geschöpfe, wenn sie Mich anrufen, und
den Lobgesang derer, die Mich preisen.
19. In allem Geschaffenen ist Leben und Empfindsamkeit
vorhanden. Wahrlich, Ich sage euch, selbst die Felsen spüren die
göttliche Berührung. Alle Geschöpfe erquicken sich an sich selbst,
was so ist, als ob sie an Meiner Göttlichkeit Erquickung fänden.
20. Das Königsgestirn ist das Abbild eines Vaters, der seinen
Kindern sein Leben, seine Energie, seine Wärme und sein Licht
schenkt.
21. Die Erde ist wie eine Mutter, deren Schoß eine
unerschöpfliche Quelle von Zärtlichkeiten ist. Bei ihr gibt es den
Mantel, der den Verwaisten schützt, den Busen, der nährt, und die
warme und bequeme Herberge für ihre Kinder. Ihr verborgener
Schatz hat den Menschen seine großen Geheimnisse offenbart, und
auf ihrem Antlitz hat sich immerdar Keuschheit und Schönheit
widergespiegelt.
22. Das Jahr, das nun vergangen ist, war voller Prüfungen — ein
Jahr, in welchem sich die Göttliche Gerechtigkeit bei jedem
menschlichen Geschöpfe fühlbar machte. Wer leerte nicht den Kelch
der Bitternis?
23. Wie viele geliebte Wesen verließen diese Erde, um ins
Jenseits zu enteilen, weil das Geistige Leben sie rief. Die Herzen
vergossen schließlich kristallklares Wasser, und auf den Schläfen der
Alten zeigten sich viele weiße Haare. Dennoch gab es auch Freuden:
neue Kinder kamen auf die Welt mit ihrer Botschaft der Unschuld,
Kranke gewannen ihre Gesundheit zurück, und manche unter euch,
die verlassen worden waren, sahen den geliebten Angehörigen
zurückkehren.
24. Ihr hört Mir mit Freude im Geiste zu und bittet Mich, dass
Ich den Schleier des Geheimnisses lüfte, der das neue Jahr verhüllt,
das euch wie ein Weg erscheint, den ihr zurücklegen müsst. Doch
Ich sage euch: Tut in der Zukunft, was ihr in der Vergangenheit
getan habt. Hört Mich heute, da die Essenz Meines Wortes sich noch
auf euch ergießt ähnlich dem Blute des Erlösers, das sich einst in
jede Seele ergoss.
25. Ein Jahr ging vorüber, Volk, doch der Krieg fand in ihm kein
Ende. Die Menschen versöhnten sich nicht, die mächtigen Führer
gaben sich nicht die Hand zum Zeichen des Friedens. In eben
diesem Augenblick, in welchem ihr euch geistig an der
Gemeinschaft mit Meinem Göttlichen Geiste erquickt, werden
Leben vernichtet, mehrt sich die Zahl der Waisen und Witwen, und
Blut fließt weiterhin auf die Erde und tränkt sie, das Blut von
Menschen, welches Mein Blut ist.
26. Ich werde den Menschen aufs neue den Frieden ans Herz
legen und ihnen noch etwas Zeit gewähren, damit sie dies höchste
Gut des Geistes erreichen. Doch wenn sie diese Gelegenheit nicht
nutzen, werden sich ihre Leiden und Bitternisse vergrößern.
27. Ziehet ihr den Frieden herbei durch eure Erneuerung, durch
Gebet und Ausübung Meiner Lehre. Tut Werke, die sowohl eures
Geistes würdig sind, als auch des Meinen. Es ist an der Zeit, dass ihr
euch etwas höher einschätzt, dass ihr dem, was Ich in den Menschen
gelegt habe, seinen wahren Wert beimeßt: dem Geist.
28. Wenn ihr die wahre Erkenntnis eures Wertes erlangt, so
werdet nicht eingebildet. Erkennt, dass ihr nur einfache Sterbliche
seid, dass ihr Boten und Werkzeuge Meiner göttlichen Ratschlüsse
seid.29. Niemand ist aus Zufall geboren worden, niemand ist aufs
Geradewohl erschaffen worden. Versteht Mich, und ihr werdet
erkennen, dass niemand auf seinem Lebensweg frei ist, dass es ein
Gesetz gibt, das alle Geschicke leitet und regiert.
30. Lasst uns miteinander sprechen, Meine Kinder; sprecht mit
dem Meister! Ich will euch keine Vorhaltungen machen, sondern
euch segnen, und so, wie Ich Meine Lehransprache begann, will Ich
sie auch unter euch beenden: indem Ich euch liebkose.
31. Erzählt Mir in der Stille eure Leiden, vertraut Mir eure
Sehnsüchte an. Obwohl Ich alles weiß, will Ich, dass ihr nach und
nach lernt, euer eigenes Gebet zu formulieren, bis ihr soweit seid,
die vollkommene Zwiesprache eures Geistes mit dem Vater
auszuüben.
32. Ihr Alten, ihr Jünglinge und Jungfrauen, ihr Kinder und
Eltern: Bittet, so wird euch gegeben. Ich bin der Born der
Gerechtigkeit und Liebe und werde euch euren Lebensweg von
Meinem Lichte erhellt vor Augen führen.
33. Um was bittet ihr Mich für die Erde, die euch beherbergt?
Was fühlt ihr für alle Geschöpfe des Vaters? Lebt in Harmonie mit
allen Wesen, denn in Wahrheit seid ihr alle Brüder und Schwestern
vor Mir. Segnet alles Geschaffene, und ihr werdet Mich segnen.
34. Ich sehe, dass ihr die Zukunft fürchtet, weil der Schatten des
Krieges und der Widerhall seines Getöses bis zu euch gelangt, weil
die Bedrohung durch Hunger, Seuchen und Verheerung überall
lauert. Doch was könnt ihr fürchten, wenn ihr in eurer Seele Mein
Licht habt? Habe Ich euch nicht "Soldaten Meiner Sache" genannt?
Überlasst die Furcht denen, die keinen Glauben haben, denen, die
Mich leugnen.
35. Viele Heimsuchungen werden die Menschheit treffen, doch
durch diese wird sie Mein Wort und Mein Werk erkennen.
36. Ich will, dass euer Herz empfindsam bleibt für den Schmerz,
den Bedürftigen, den Hungernden, den Kranken, dass es gleichsam
die Schwelle zum Neuen Jerusalem ist, wo sich das Volk Gottes
versammelt, welches die Menschheit ist.
37. Das Sechste Siegel ist gelöst, und bei ihm habt ihr Mein
Wort durch das menschliche Verstandesorgan vernommen, welches
unter euch Gesetz, Offenbarung und Prophetie gewesen ist. Ich
gewähre euch noch sieben Jahre, in denen ihr Mich in dieser Form
hört — sieben Jahre, in denen die Geistige Welt noch ihre
Botschaften durch das Gehirn der dafür Erwählten senden wird, und
von diesen Jahren werdet ihr dem Vater am letzten Tag des Jahres
1950 Rechenschaft geben müssen, welcher für euch ein Gerichtstag
sein wird, wenn ihr Mich dann zum letzten Mal vom Berge des
Neuen Zion zu euch sprechen hört.
38. Ich schreibe diese Worte in euer Herz und in euer Gewissen,
denn Ich will, dass sie für euch unvergesslich sind.
39. Vergesst nicht, was ihr vom Göttlichen Meister vernommen
habt — auch nicht das, was ihr von Maria, der Universellen Mutter,
vernommen habt, und was ihr von Elias, dem Sendboten der Dritten
Zeit, gehört habt, welcher euch gleich einem Hirten in der Hürde
Meiner Liebe versammelte.
40. Vieler Gnadenerweise habt ihr euch erfreut; doch sie werden
enden, weil die Zeit gekommen ist, dass ihr Meinem Gesetze getreu
in Lauterkeit wirkt.
41. Sucht keinerlei persönliche Vorteile, wenn ihr Mir dient.
Dient Mir aus Liebe, ohne an die Vergütung oder an den Lohn zu
denken, der euch erwartet. Denkt an die, die leiden, an die, die zu
Fall gekommen sind, an die, die das Licht nicht schauen noch den
Weg erkennen, und gebt ihnen Meine Unterweisung mit liebevollem
Herzen. Führt sie zu Mir und seid nicht besorgt, wenn diese vor
euch ans Ziel gelangen. Seid der "Letzte", eingedenk eurer Aufgabe,
denn Ich werde auf euch zu warten wissen, da ihr alle zu Mir
gelangen werdet.
42. Volk, Ich gewähre dir ein neues Jahr, um zu kämpfen. Über
den Krieg, die Zerstörung und den Tod wird sich das Blau des
Himmels wie ein Mantel des Friedens breiten. Ich werde das Antlitz
der Erde mit Blumen schmücken, es werden linde Lüfte wehen, die
wie eine Liebesgabe sein werden. Der Schoß der Mütter aller
Lebewesen wird fruchtbar sein, und ihr Überfluss wird euch zugute
kommen. Ich erleuchte die menschliche Intelligenz, damit sie in der
Natur neue Entwicklungsmöglichkeiten entdeckt zum Wohle Meiner
Kinder. Ich segne die Meere, damit die Wesen, die in seinem Schoße
leben, sich vermehren und die Menschen nicht Hunger leiden nach
dem Kriege. Ich bahne neue Wege, damit die verschiedenen Rassen
sich kennenlernen und sich umarmen.
43. Der Frühling soll zu euch als ein Geschenk des Friedens und
der Hoffnung, der Versöhnung und der Vergebung unter den
Menschen kommen.
44. Der Sommer wird mit dem Feuer seiner Sonne manche
Gegenden und Wüsten ausdörren, wo die Menschen bei deren
Durchquerung niedersinken und Jehova um Erbarmen anflehen
werden. Jene, die Mich vergessen hatten, werden sich wieder an
Mich erinnern. Und die Wissenschaftler werden angesichts dieser
Erscheinungen ratlos sein, aber auf dem Grunde ihres Herzens
werden sie Meine Stimme vernehmen, die ihnen sagt, dass sie ihr
Tun und Denken läutern sollen, um den Weg der Weisheit zu
betreten.
45. Der Herbst wird Mir die Ernte derer darbringen, die das

Land bestellen, und diese Ernte wird reichlich sein, denn einige
Nationen werden zum Frieden zurückkehren und wieder die
Arbeitsgeräte ergreifen.
46. Es wird Segen auf der Saat ruhen, denn die Kinder und die
Frauen werden das Land in Abwesenheit der Männer bebauen. Die
Hände, die die Waffen niederlegen und den Pflug ergreifen, werden
gesegnet sein, und auch jene werden es sein, welche Feinde waren
und sich hernach als Brüder umarmen, denn das Brot des Himmels
wird herniederfallen wie das Manna in der Wüste.
47. Der Winter wird kommen, und sein Schnee wird das
Sinnbild der Läuterung sein.
48. Alles ist vorbereitet. Wachet und betet, Arbeiter. Ich segne
auch die Hände, welche Kranke pflegten, die Lippen, welche Mein
Wort mit Liebe aussprachen, die Augen, welche den Schlaf
besiegten und am Kopfende des Todkranken wachten, das Herz, das
für den Leidenden schlug, denn sie sind die Werkzeuge des Geistes,
der sich im Gebet für die Menschen zu erheben vermag.
49. Ich will eure Herzen dazu bringen, einem neuen Leben
entgegenzuschlagen, denn Ich finde sie tot für den Glauben, die
Hoffnung und die Liebe.
50. Ich bin der einzige Richter, der die Seelen richten kann, und
dennoch betrachte Ich euch nicht als Angeklagte, sondern als Kinder
und Jünger.
51. Lasst Mich als Vater unter euch sein. Meßt dem Worte, das
Ich euch gebe, den ihm gebührenden Wert bei, oder wollt ihr Mich
etwa als Richter bei euch haben? Wollt ihr, dass Ich Meine
Gerechtigkeit nicht nur im Worte, sondern auch in eurem Leben
fühlbar mache, damit ihr erwacht und Mir glaubt?
52. Ihr habt den Samen, den Ich euch derzeit anvertraue, nicht
immer gut ausgesät, und seht, ihr habt deshalb nicht die Ernte
eingebracht, die ihr erwartet habt. Doch gebt deshalb nicht den
Kampf auf, begreift, dass wenn dieser auch manchmal Ursache
eurer Tränen ist, auch dies zutrifft, dass in dieser Pflichterfüllung der
Friede eurer Seele begründet ist.
53. Ich will dies Volk nicht auf den Wegen der Erde weinen und
sich über die Unebenheiten des Weges beklagen sehen.
54. Zu allen Zeiten habe Ich euch auf den Weg gestellt, der zu
jener Heimstatt führt, wo Ich euch erwarte. Fürchtet nicht, ihre Türe
verschlossen zu finden. Nur der gelangt zu ihr, der den ganzen Weg
zurückgelegt hat.
55. Ihr zeigt Mir euer Herz, und Ich sammle aus ihm wie aus
einer Kornkammer den guten Samen ein und lasse den wertlosen
zurück, damit ihr ihn vernichtet.
56. Ihr sollt euch nicht mehr von unvollkommenen oder
unlauteren Kulthandlungen nähren: Ihr seid jetzt in der Dritten Zeit.
Wer Meine Lehre so ausübt, wie Ich sie euch gebe, wird Meinen
Willen tun, und wer den Willen des Vaters tut, wird das Heil finden.
57. Ich habe euch zu allen Zeiten große Beweise Meiner Liebe
gegeben. Ich habe euch Gelegenheiten beschert, zu Mir zu kommen.
Doch ihr habt Mir nie gehorcht und habt den Schmerz der Welt mit
ihren vergänglichen Freuden der Erfüllung Meines Gesetzes
vorgezogen, welches euch den wahren Frieden gibt.
58. Wenn Ich nur als Richter zu euch käme, würde Ich euch
erschrecken; doch zwischen Meine Gerechtigkeit und den
Menschen stellt sich immer das Kreuz, und so kommen von Mir
immer nur Worte der Liebe und Vergebung.
59. Wie sehr habe Ich euch auf dieser Welt geholfen, damit ihr
nicht bereuen müsst, wenn ihr als Geistwesen vor den Richter tretet!
60. Ihr seid dieselben, die mit Moses die Wüste durchquert
haben, dieselben, die Jesus durch Judäa nachfolgten, und noch in
dieser Zeit verlangt ihr Wunder, um zu glauben, oder erbittet ihr die
Güter der Erde, als ob ihr den Endzweck eures Geschickes nicht
kennen würdet.
61. Lasst diese Kundgebung nicht zu etwas Alltäglichem
werden, denn ihr werdet dann die Ehrfurcht und den Glauben
verlieren, die ihr derselben gegenüber haben sollt. Denn welchen
Nutzen könnt ihr von ihr haben, wenn euer Geist abwesend ist und
euer Verstand zerstreut?
62. In Meiner Gottheit lebt die fürbittende Liebe; es ist Maria.
Wie viele Herzen, die dem Glauben verschlossen geblieben waren,
haben sich durch sie der Reue und der Liebe geöffnet! Ihre
mütterliche Wesenheit ist in der ganzen Schöpfung gegenwärtig, sie
wird von allen empfunden, und dennoch leugnen sie manche
sehenden Auges.
63. Ihr sollt die unermüdlichen Sämänner Meiner Offenbarungen
sein, damit die Welt zur Besinnung kommt und Aufwärtsentwicklung
und Licht erlangt.
64. Vor Meinem Abschied werde Ich die Wege bahnen, die ihr
gehen sollt. Ihr wisst nicht, was Ich für die letzten Jahre Meiner
Kundgebung beschlossen habe. Ich bereite euch vor, denn große
Prüfungen werden in jenen Tagen kommen. Ich werde unter euch
jede Verfälschung, die ihr Meiner Lehre zugefügt habt, beseitigen,
damit ihr Mein Werk in seiner ganzen Lauterkeit erkennt.
65. Wache, Volk, denn nach Meinem Abschied werden manche
auftreten und euch glauben machen, dass Ich Mich weiterhin durch
das menschliche Verstandesorgan kundgebe. Ich mache euch
wachsam und bereite euer Herz, damit es — da es Mein Wesen und
den Geschmack dieser Frucht kennt — sich nicht von den Betrügern
verführen lässt. Doch wenn ihr euch nicht auf diese Zeiten
vorbereitet und ihr das verliert, was Ich euch übergeben habe — wie
wollt ihr dann die Wahrheit von der Lüge unterscheiden?
66. Nehmt keine schädlichen Einflüsse in euch auf, welche die
Kenntnisse und das Licht, die Ich euch gegeben habe, ihrer Kraft
berauben können; denn dann würdet ihr euch in dieselbe üble Lage
verstrickt sehen wie jene, die Mich verraten werden. Tag für Tag
muss Ich euch warnen, damit ihr wachsam lebt und nicht wankend
werdet. Viele von euch werden über Meinen Weggang weinen und
keinen Trost finden. Ihr werdet euch nach der Zeit zurücksehnen, in
der Ich Mich durch das menschliche Verstandesorgan kundtat. Doch
in den Augenblicken, in denen ihr betet, werde Ich euch erleuchten
und euch an all die Gnade und die Gaben erinnern, die Ich in euch
gelegt habe, damit ihr euch nicht allein und verlassen fühlt, sondern
in Erkenntnis dessen, dass Ich Meinen Jüngern nahe bin, euch mit
eurem Erbe aufmacht und durch Liebeswerke an euren
Mitmenschen Verdienste erwerbt.
67. Nutzt diese Zeit der Unterweisungen. Bedenkt, dass in eurer
Nation Frieden herrscht, während andere Völker sich zerfleischen.
Ihr müsst begreifen, dass ihr in eurem Volk eine Atmosphäre von
Frieden schaffen müsst, damit jeder Ausländer, der zu euch kommt,
in eurer Mitte ausruhen und Trost finden kann und er sich bei seiner
Rückkehr von guten Gedanken erleuchtet und edlen Vorsätzen
beseelt fühlt.
68. Nun sollen aus den Nationen Menschen hervorgehen, die
stark sind im Guten und voller Licht. Sie sollen all jenen ihre
Irrtümer und ihre Fehler erkennbar machen, die mit einer großen
Mission zur Welt gekommen sind und diese verfehlt haben.
69. Auch ist der Zeitpunkt nahe, in welchem Epidemien in den
Nationen ausbrechen und Bevölkerungsteile vernichten.
70. An diesem Tage frage Ich euch: Wenn Ich euch in jene
Länder senden würde und euch sagte: Überquert die Meere und
betretet die Städte des Schmerzes und der Trostlosigkeit — würdet
ihr es tun, Meine Kinder?
71. Jenseits des Todes erwartet alle das Leben; aber wer sind
jene, die hingehen und einen Tropfen Balsam und ein Wort des
Lichtes denen bringen, die noch in diesem Leben zur Wahrheit
auferstehen können? Dies sollen Meine Jünger sein.
72. Viele Menschen werden die Geheimnisse Meiner Manifestationen
schon in dieser Welt aufgeklärt sehen, doch andere werden in
die Geistige Welt eingehen müssen, um die Wahrheit zu schauen.
Mein Friede sei mit euch!

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