BWL - Band V - Unterweisung 116


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 116:
1. Ihr seid das Volk, in das Ich ein weiteres Mal Mein
Wohlgefallen gelegt habe, denn immer, wenn der Schmerz sehr
heftig bei euch war, habt ihr eure Augen zu Mir erhoben und Mich
gerufen.
2. Dies ist eine Zeit der Prüfungen; aber Mein Wort hat als
göttlicher Balsam Trost und Hoffnung in eure Drangsal gebracht.
Doch Ich frage euch: Warum weint ihr, hungert ihr, seid ihr krank
und bedürftig? Warum habt ihr geschlafen? Warum hattet ihr aus
eurem Herzen Meine Worte des Lebens getilgt, welche die Nahrung
für eure Seele sind?
3. Ihr wart nicht vorbereitet, als euch Meine Gegenwart
überraschte, aber wenigstens konntet ihr Mich fühlen, als euch
bewusst wurde, dass Meine Stimme euch rief, um euch eine neue
Offenbarung zu geben.
4. Im Verlangen zu Mir zu kommen, nutzte es euch viel, dass ihr
arm an materiellen Gütern wart. Aber nicht, weil ihr freiwillig auf
sie verzichtet habt, um nach Vergeistigung zu streben, sondern weil
Meine fürsorgliche Liebe euch von den verführerischen und
überflüssigen Reichtümern absonderte, damit ihr frei wäret, wenn
Ich an die Türen eurer Herzen pochen würde.
5. Als ihr zum ersten Mal herbeikamt, um das Wort zu
vernehmen, interessierte euch der geistige Zweck Meiner Kundgebung
nur wenig oder gar nicht. Das, was euer Herz ersehnte und
worum es Mich bat, waren nur irdische Güter, an denen ihr große
Bedürftigkeit fühltet. Doch hernach wurde euch bewusst, dass die
Gaben, die euer Meister reichlich austeilte, geistiger Art waren, und
schließlich habt ihr begriffen, dass die Güter der Erde niemals den
Wert jener Gaben haben würden.
6. Als dies Licht in eurem Verstande aufleuchtete, habt ihr das
Elend der großen Nationen verstanden, das Leid derer, welche —
obwohl sie reich sind und Herren in der Welt — nur dem äußeren
Schein nach alles besitzen. Ihr habt die Falschheit des Glanzes, der
Lüge, der Pracht und des Lebensgenusses entdeckt.
7. Ihr habt die Unfähigkeit der Religionen erlebt, die Menschheit
zu vereinen und zu erneuern, und auf Schritt und Tritt wart ihr
Zeugen ihrer Uneinigkeit.
8. Als ihr ein so stark gestörtes Gleichgewicht und solche
Verwirrung unter den Menschen saht, sind eurem Herzen Gefühle
des Dankes gegenüber dem Vater entsprungen, denn als ihr Ihn in
dieser Zeit hörtet, habt ihr in Seinem Worte einen sicheren Hafen für
eure Seele gefunden.
9. Doch ebenso, wie ihr euch all dieser Wahrheiten bewusst
geworden seid, ist es notwendig, dass ihr euch auch der Verantwortung
bewusst werdet, die ihr gegenüber euren Mitmenschen
habt, denn ihr müsst folgendes begreifen: Habe Ich den Frieden,
dessen ihr euch erfreut, und das Licht, das euer Dasein erhellt, nur
gebracht, um diesem Volke zu helfen? Nein, Meine Zuhörer, Meine
Gnadengaben sind nur als eine Erstlingsfrucht oder als ein Vorschuß
von dem auf euch niedergegangen, was Ich später der Menschheit
geben werde. Erkennt, warum Ich euch sage, dass ihr in Erwartung
der Heimatlosen wachen sollt, die auf der Suche nach Schatten und
einem Zufluchtsort herbeikommen werden. Wären eure Herzen
nicht erfreut, wenn die Menschen, die aus anderen Völkern kommen
werden, in eurer Mitte ein Beispiel von Nächstenliebe, von Geistigkeit
und Frieden fänden?
10. Dies wird eure Aufgabe sein, nachdem Ich aufgehört habe,
euch Meine Unterweisung zu geben. Und ebenso, wie Elias im
Geiste Mein Vorläufer war, so wird dies Volk Mein Nachfolger sein,
das mit seinem Leben, seinen Worten und seinen Werken das beste
Zeugnis davon ablegt, dass Ich unter euch gewesen bin.
11. Groß wird eure Genugtuung sein, wenn ihr versteht, eure
Mitmenschen liebevoll aufzunehmen und ihnen etwas von dem
vielen zu geben, das Ich euch anvertraut habe. Doch denkt daran,
dass euer Schmerz noch größer sein wird, wenn die Menschen an
die Tore eurer Stadt pochen würden und deren Bewohner schliefen
oder mit der Ausübung unnützer Dinge beschäftigt wären.
12. Seid nicht zu selbstsicher in eurem Handeln, denn die
Versuchungen lauern euch auf, und es kann leicht geschehen, dass
derjenige, welcher bereits auf dem Pfade der Vergeistigung
fortgeschritten war, durch das Fehlen eines wahrhaftigen und hohen
Ideals wieder auf die Wege des Vergnügens, zum egoistischen
Materialismus, zu einem hoffärtigen Leben zurückkehren möchte.
13. Ich sage euch dies, damit ihr wachsam lebt. Doch denkt
nicht, dass Mein Gesetz quält oder versklavt. Zwar ist der Schritt
von der Finsternis ins Licht, vom Bösen zum Guten, vom Niederen
zum Hohen häufig leidvoll für den Menschen. Doch wenn es ihm
dann gelingt, sicheren Schrittes auf Meinen Wegen zu wandeln, ist
alles, was ihm auf seiner Lebensreise begegnet, Frieden, denn für
den Geist bedeutet die Ausübung der Tugend keinerlei Opfer.
14. Wer von euch könnte Mir sagen, dass Ich ihn nicht dazu
aufgefordert habe, auf dem Pfade der Tugend zu wandeln? Seht, Ich
will Mich nicht mit den Wohltaten brüsten, die Ich euch gewährt
habe, aber Ich bitte euch doch, Mir zu sagen, ob Ich nicht an euch
und euren Familien Wunder vollbracht habe, ob Ich nicht allein
aufgrund eures Gebets oder eurer Tränen die Kranken geheilt habe,
ob Ich euch nicht vom Tode befreit habe, als ihr euch bereits am
Rande des Abgrunds befandet. Wie hätte Ich unterlassen können,
dies an euch zu tun, da Ich weiß, dass ihr viel Glauben und Kraft
brauchen werdet, um Meinen Weg zu gehen?
15. Ich habe euch Mein Licht gebracht, damit ihr euch an seiner
Betrachtung erbaut. Ich habe es nicht getan, um eure Augen zu
blenden, noch um eure Seele zu verletzen.
16. Geht den Weg mit Gelassenheit und Bedacht, damit er euch
weder kürzer erscheint, als er in Wirklichkeit ist, noch allzu weit. Ihr
sollt nur daran denken, dass die Prüfungen im Leben der Weg sind,
um den Frieden in der Ewigkeit zu erreichen, von der ihr aufgrund
eures Geistes ein Teil seid. Geht auf diesem Weg in Frieden, mit
dem wirklichen Ideal der Vervollkommnung, und ihr werdet ihn
niemals lästig oder beschwerlich empfinden. Es wird für euch wie
eine jener Wanderungen sein, bei denen man einen schönen Weg vor
sich sieht, eine liebliche Landschaft, und wo man möchte, dass es
nie zu Ende geht.
17. Wenn Ich euch alles in diesem Leben gegeben hätte, würdet
ihr kein Verlangen mehr haben, eine weitere Stufe höher zu steigen.
Aber das, was ihr in diesem Dasein nicht erreicht habt, erstrebt ihr
in einem anderen, und was ihr in jenem nicht erreicht, verheißt euch
ein anderes, höheres, und so geht es bis in alle Ewigkeit schrittweise
weiter auf dem endlosen Entwicklungsweg der Seele.
18. Wenn ihr Mein Wort hört, erscheint es euch unmöglich, dass
eure Seele fähig sein soll, eine so große Vollkommenheit zu
erreichen; doch Ich sage euch, dass ihr nur deshalb die hohe
Bestimmung der Seele in Zweifel zieht, weil ihr nur das betrachtet,
was ihr mit euren materiellen Augen seht: Armseligkeit, Unwissenheit,
Bosheit. Aber dies kommt nur daher, weil die Seele bei den
einen krank ist, bei anderen ist sie gelähmt; andere sind blind und
manche geistig tot. Und angesichts eines solchen geistigen Elends
müsst ihr an der Bestimmung zweifeln, welche die Ewigkeit für
euch bereithält. So lebt ihr in dieser Zeit der Liebe für die Welt und
den Materialismus. Doch schon ist das Licht Meiner Wahrheit zu
euch gelangt und hat die Finsternis der Nacht einer Zeit vertrieben,
welche bereits vergangen ist, und hat mit seiner Morgenröte das
Kommen eines Zeitalters angekündigt, in welchem die Seele die
Erleuchtung empfangen wird durch Meine Unterweisung.
19. Dies Licht wird euch von der Unwissenheit, von der Lüge
freimachen. Wie viel Unwahrheit, wie viel Verfälschung und Betrug
werden von seiner Helle für immer aufgedeckt werden. Weh denen,
die das Gesetz verfälscht haben. Weh denen, die die Wahrheit
verheimlicht oder verfälscht haben. Sie können sich nicht vorstellen,
wie ihr Gericht sein wird.
20. Mein Wort ermahnt die Welt zur Besinnung, damit aus ihr
die Reue geboren werden kann und aus dieser die Erneuerung. Aber
ebenso, wie das durch diese Stimmträger gegebene Wort euch
erweckt und innerlich bewegt, so haben sich auch in anderen
Ländern, in anderen Gegenden, auf anderen Wegen Abgesandte von
Mir aufgemacht, um das Volk aufmerken zu lassen, es an die
Lauterkeit Meines Gesetzes und an die Wahrheit Meiner Lehre zu
erinnern. Sie haben sich im Lichte Meiner Inspiration zubereitet,
und obwohl sie Spott und Verachtung erfahren, gehen sie Schritt für
Schritt in der Erfüllung ihrer Aufgabe voran. Ich sage euch, dass Ich
ihnen ihren Lohn aufbewahre und der Augenblick kommen wird, an
dem auch sie das kennenlernen werden, was ihr jetzt empfangt.
21. Nicht alle, die auf Straßen und Gassen umhergehen und von
den Ereignissen vergangener Zeiten sprechen und Prophetien
auslegen oder Offenbarungen erläutern, sind Meine Sendboten; denn
viele haben jene Botschaften aus Eitelkeit, aus Verbitterung oder aus
menschlichem Eigennutz missbraucht, um zu beleidigen und zu
richten, um zu demütigen oder zu verletzen, und sogar um zu töten.
22. Es ist notwendig, dass dies Licht, das so liebevoll in eure
Herzen gelangt ist, sich von einem Punkt der Erde zum anderen
ausbreitet, damit die Menschen sich daran erinnern, dass Christus
nicht verletzt, nicht demütigt und noch weniger den Tod bringt.
Denn Er ist Leben, Brot, Gesundheit, Trost, und all dessen ist die
Menschheit heute bedürftig.
23. Volk, Ich habe mit euch gesprochen. Denkt an Meine Worte,
richtet euch nach deren Hilfe, betrachtet das Leben und alles, was
euch umgibt, mit diesem Licht, das Ich euch gebe, damit, wenn ihr
Mich ein weiteres Mal hört, Ich euch für die Durchführung eurer
Mission bewusster und besser vorbereitet antreffe.
24. Ich habe zu allen Zeiten in Sinnbildern zu euch gesprochen,
doch nun seid ihr am Beginn einer neuen Epoche, in welcher Ich in
klarer Weise zu euch sprechen werde, denn nun könnt ihr Mich
verstehen.
25. Alles in der Schöpfung spricht zu euch von Gott und vom
ewigen Leben, alles, was euch umgibt und im Leben geschieht, ist
gleichsam ein Ebenbild des Geistigen. Doch ihr habt euch nicht mit
den Werken begnügt, die Ich geschaffen habe und mittels derer Ich
zu euch spreche, euch Offenbarungen gebe und euch belehre. Jedes
Volk, jede Religionsgemeinschaft oder Sekte schafft sich Bildnisse,
Symbole, Kultformen und Plastiken für die Darstellung des Göttlichen.
Ihr habt dies für notwendig gehalten, und Ich habe es euch
erlaubt, o Menschheit. Doch jetzt, da euer Geist erleuchteter,
entwickelter ist als in früheren Zeiten, kann er das Leben klar
erkennen und begreifen. Ich werde allen diese Botschaft senden,
damit sie zum Lichte erwachen und der Wahrheit voll ins Angesicht
schauen.
26. Die Geistesgaben, welche verwelkt waren durch die
Vernachlässigung, in welcher der Mensch sie gehalten hat, werden
den Tau Meiner Liebe auf sich niederfallen fühlen, und wenn dann
die Menschen erneut ihre Gedanken in Reinheit zu Mir erheben,
werden sie schauen, was sie zuvor nicht gesehen haben. Sie werden
die Stimme des Vaters vernehmen, die auf vielerlei Art und Weise zu
ihnen sprechen wird, und sie werden auf Schritt und Tritt Seine
Gegenwart fühlen.
27. Dann werden sie damit aufhören, religiöse Symbole und
Kultformen zu schaffen, denn da sie das strahlende Antlitz des
Vaters in der ganzen Schöpfung erblicken, werden sie nicht mehr
das Bedürfnis nach diesen Objekten fühlen, denen sie besondere
Fähigkeiten zuschreiben, um an sie zu glauben, als ob sie das Abbild
des Vaters wären.
28. Euch Jünger, die ihr dies Wort in Meinen Unterweisungen
vernommen habt, frage Ich: Warum habt ihr geglaubt, es nötig zu
haben, für euren Gottesdienst Symbole schaffen zu müssen, obwohl
ihr Mich vor Augen hattet, Mich hörtet und fühltet?
29. Falls ihr auf diese Frage antwortet, dass ihr nur das
respektiert, was euch die Vorgänger vermachten, so sage Ich euch,
dass diese, überwältigt von dem Lichte Meiner Offenbarung, das mit
Sinnbildern erfassten, was die Vergeistigung ist.
30. Dies Volk hat eine große geistige Mission zu erfüllen
inmitten dieser Menschheit, die vom grenzenlosesten Materialismus
bedroht ist, welcher anwächst und vorwärtsschreitet als ein neues
Heidentum, als ein neuer und größter Kult mit der Materie, der Welt
und ihren Leidenschaften.
31. Und angesichts dieser Prüfungen — wollt ihr da noch
immer Erinnerungen an abgöttische Kulte beibehalten? Ist dies das
Vorbild von Vergeistigung, das ihr geben sollt, und sind dies die
Waffen, die ihr schmiedet, um damit zu kämpfen?
32. Lasst Mein Wort in eurem Herzen keimen, damit ihr euch
bald aufmachen könnt, Meine Lehre mit euren Werken zu bezeugen.
33. Wenn Ich Mich euch nicht mehr kundtue, weil dieser
Zeitabschnitt zu Ende gegangen ist, so irrt nicht vom Wege ab,
unterlasst nicht, Mich in euren Trübsalen zu suchen, vertraut
weiterhin Meiner Unterweisung.
34. Ich bin das enge Tor, durch das ihr gehen müsst, und Maria
die Leiter, auf der ihr emporsteigen werdet in Liebe und Gehorsam
zu eurer Mutter. Wenn ihr Mir glaubt und Mich verehrt, werdet ihr
keinen Fallstricken begegnen und den Weg verkürzen.
35. Ihr befindet euch in der Zeit des Kampfes des Guten gegen
das Böse. Ihr seid gerufen worden, um in dieser Schlacht, die bereits
begonnen hat, mit Mir zu wirken. Ich habe euch gelehrt, wie ihr
kämpfen sollt, um die Finsternis zu vertreiben und in jede Seele
Licht zu bringen. Mein Wort hat euch geleitet, damit ihr wachend
und betend lebt, damit ihr euch nicht von falschen Lichtern
verführen lasst, noch trügerischen Stimmen Gehör schenkt.
36. Wenn diese Zeit einst vergangen ist und ihr Meine
Kundgabe als weit entfernt betrachtet, und ihr in Erfüllung Meiner
Weisungen euren Nachkommen diese Frohbotschaft überliefert,
werdet ihr euch nach diesen Zeiten zurücksehnen und werdet euch
glücklich fühlen, dazu auserwählt gewesen zu sein, Meine Göttliche
Kundgebung mitzuerleben. Doch bereits zu jenem Zeitpunkt soll
alles, was ihr dieser Lehre an Unlauterem beigemischt habt,
verschwunden sein, und Mein Wort soll aus eurem Geiste kristallklar
und rein hervorbrechen und nur Licht und Wahrheit offenbaren.
37. Wenn ihr von euren Mitmenschen befragt werdet, sprecht,
ohne etwas von dem zu verschweigen, was Mein Werk enthält, und
erinnert in ihrer Gegenwart an den Meister in jeder Seiner
Unterweisungen.
38. Ich mache euch verantwortlich für die Generationen, die,
von euch abstammend, noch kommen werden. Denkt daran, dass
Mein Wort dieser Zeit nicht nur für einige wenige Generationen
gegeben worden ist, sondern für alle, die auf euch folgen werden,
und dass diese sich mit größerer Vergeistigung zurüsten müssen, um
den Gipfel zu erreichen, den Ich den Menschen als Ziel bezeichnet
habe.
39. Ich segne die, welche dem aufwärtsführenden Weg folgen
und im Laufe der Zeit eine größere Erhebung erreichen beim
Studium Meines Werkes, und die sich anschicken, Meine Stimme in
ihrem Geiste zu hören, sobald diese Zeit Meiner Kundgabe durch
das Verstandesorgan des Menschen vorüber ist. Wohl denen, die
Meinem Werke Glauben schenken und es durch ihre Vergeistigung
zu ehren wissen.
40. Wie viele eurer Mitmenschen könnt ihr durch eure Gebete
erretten? Diese Welt ist am Rande eines Abgrundes, und Ich sende
euch zu ihr, damit ihr ihren Sturz verhindert. Haltet die Jugend in
ihrem rasanten Lauf auf, der zur Zerstörung ihrer Moral führt;
läutert ihre Seelen, damit sie die Grundlagen für ein rechtschaffenes
und tugendhaftes Leben bilden.
41. Durchwandert die Wege der Welt und tragt als Maßstab
eures Lebens die Wahrheit Meiner Unterweisungen mit euch. Doch
achtet das Land, das ihr betretet, dann werden die von euch
zurückgelegten Pfade vorbereitet sein, und es wird ein Bündnis
zwischen den Nationen geben, und ihr werdet aus dieser Erde ein
Heim machen, in welchem ihr alle die Wärme des Himmlischen
Vaters fühlt und euch untereinander als Geschwister erkennt.
42. Ich habe gelitten, als Ich die Undankbarkeit Meiner
Geschöpfe sah; doch wenn diese Mich als Vater verleugnet haben,
so habe Ich niemals geleugnet, dass ihr Meine Kinder seid, auch
wenn manche befleckt sind. Ich habe große Nationen gesehen, die
sich von Mir abgewandt und sich nur ihrem materiellen Leben, ihren
Problemen hingegeben haben, ohne irgend etwas von Mir zu
erwarten. Doch bald wird die Zeit des Erwachens kommen, und
angefangen von den Kindern bis zu den Greisen werden sie ihr
Leben dem Studium und der Ausübung Meiner Unterweisung
widmen. Die Alten werden voller Güte sprechen und mit dem Lichte
ihrer Erfahrung den Weg weisen. Die Kinder werden die Welt durch
die Entfaltung ihrer Geistesgaben und durch die Hingabe an Mein
Werk überraschen.
43. Geliebtes Volk, ziehe heute aus Meiner Lehre die höchste
Moral für euer Leben. Wenn ihr wünscht, dass die Welt an diese
Offenbarung glaubt, so gebt durch euer Leben das größte Zeugnis
für Meine Wahrheit. Ich habe euch gesagt, dass ihr die reinen
Spiegel sein sollt, ein Volk, das ein Beispiel von Glauben, Gehorsam
und Reinheit zu geben versteht.
44. Sorgt dafür, dass unter euch die Lauterkeit und das Gute
Macht gewinnt, und damit werdet ihr jene korrigieren, die ohne
ehrliche Absichten in eure Reihen eingedrungen sind.
45. Ihr, die ihr die Wahrheit und die Vollkommenheit Meiner
Lehre begriffen habt, habt die Pflicht, mit euren guten Werken all
dem Bösen entgegenzuwirken, das jene diesem Werk antun, die
seinen Endzweck nicht erfasst haben.
46. Erkennet, wie sich die böse Saat unter euch vermehrt hat,
bis sie beinahe den wahren Samen überwuchert hat. Die Lüge, der
Aberglaube, die Heuchelei, die Gewinnsucht, schlechte Einflüsse,
Fanatismus und all die Unreinheiten sind das Unkraut gewesen, das
sich unter diesem Volke verbreitet hat, das Ich frei von jedem Makel
sehen möchte, um es als Abgesandte von Mir zu anderen Völkern
und Nationen zu senden.
47. Diese Säuberungsaufgabe vertraue Ich jenen an, die das
Wahre, das Reine lieben. Es ist ein Werk von großer Beharrlichkeit.
Doch wie groß wird das Glück dieses Volkes sein, wenn es dann
erlebt, dass sein Licht schließlich die Finsternis aufgelöst hat. Dann
erst werde Ich euch als Boten dieser Frohbotschaft betrachten und
euch in die Welt senden, um gegen das Reich des Bösen zu
kämpfen, indem ihr seiner Macht durch die Erneuerung eurer
Mitmenschen entgegenwirkt. .
48. Bedenkt, mit wie viel Liebe und göttlicher Geduld Ich euch
gelehrt und berichtigt habe, indem Ich euch sagte, dass ihr es
zulassen sollt, dass Ich euch auf eure Irrtümer und Fehler hinweise
und euch zur Vollkommenheit führe. Doch ach wie viele sind derer,
die für diese Worte taub bleiben und in ihrer Trägheit, in ihrer
Herzenshärte kostbare Augenblicke der Zurüstung verstreichen
lassen, ohne an die Prüfungen glauben zu wollen, die auf sie
zukommen.
49. Eines Tages wird die Welt sich vornehmen, dies Volk zu
richten und zu erforschen, und nur der; der "gewacht" hat, wird
dann bestehen. Doch wer Mein Werk für egoistische und schädliche
Zwecke benutzt hat, wird die Justiz der Erde auf sich fallen sehen,
und dann wird er zu spät beklagen, dass er sich sein eigenes Reich,
seinen Thron von Schmeicheleien und Annehmlichkeiten innerhalb
Meines eigenen geistigen Werkes schaffen wollte, welches ein Werk
der Liebe, der Demut und der Entsagung ist.
50. Ich sage euch allen noch einmal: "Wachet und betet", und
wenn ihr wirklich an Mein Wort glaubt, so verschiebt es nicht auf
morgen, dasselbe zu befolgen, denn morgen könnte es zu spät sein.
51. Siehe, Volk, die Erde ist bereits zu klein geworden, um so
viel menschliches Leid zu fassen. Früher erschien dieser Planet dem
Menschen als ein "Tal" ohne Ende, jetzt hat er es erobert und
bevölkert.
52. Ich gab dem Menschen diese Welt zur Heimstätte und sagte
ihm: "Wachset und mehret euch und füllet die Erde", und tatsächlich
hat er die Erde gefüllt, doch er hat es mit Sünde und Leid getan.
53. Diese Welt, die das Heim einer einzigen Familie sein sollte,
die die ganze Menschheit umfasst, ist Zankapfel und Anlass zu
unsinnigem Machtstreben, zu Verrat und Krieg. Dies Leben, das
zum Studium, zur geistigen Betrachtung und für das Bemühen
genutzt werden sollte, das ewige Leben zu erlangen, indem man die
Prüfungen und die Lektionen zum Wohle des Geistes nutzt, wird
vom Menschen falsch aufgefasst, so dass er sein Herz von Groll,
Verbitterung, Materialismus und Unzufriedenheit vergiften lässt.
54. Die Menschen vergessen die Sprache, mit der das Gewissen
zu ihnen spricht, sie verlieren den Glauben und lassen die Gaben
ihres Geistes erlöschen, so dass die einen sich dem Materialismus
hingeben, während andere über dies Dasein schimpfen und ein
unendliches Verlangen als Vorwand anführen, um von dieser Welt zu
fliehen und in ein anderes Land einzugehen.
55. Diese frage Ich: Besitzt ihr bereits die notwendige
Geistigkeit, um bessere Welten zu bewohnen? Habt ihr euch keine
Gedanken darüber gemacht, dass, wenn ihr nicht reif seid — selbst
wenn ihr die beste der geistigen Heimstätten betreten könntet —, ihr
nicht den Wert jenes Lebens zu schätzen, noch seinen Frieden völlig
zu genießen vermöchtet?
56. Wahrlich, Ich sage euch: Das Verdienst dieses Lebens, das
ihr heute habt, besteht darin, dass der Geist alle Wechselfälle des
Lebens und bestehenden Nöte zu überwinden versteht; und dies ist
nicht alles, sondern außerdem, dass ihr damit einverstanden seid,
sollt ihr in eurem Geiste das Glück erfahren, das daraus erwächst,
euren Mitmenschen nützlich zu sein in einer Welt, in der so große
Bedürfnisse herrschen.
57. An dem Tage, an welchem die Seele die Vollkommenheit
erreicht hat, die erforderlich ist, um sich in Meinem Himmelreich zu
fühlen, wird für sie der Ort oder die Welt, die sie bewohnt, oder ob
sie inkarniert ist oder nicht, ohne Bedeutung sein. Sie wird in sich
das Himmelreich tragen und sich dessen Gnade bei allen und jeder
der Missionen erfreuen, zu deren Erfüllung ihr Vater sie aussenden
wird.
58. Denkt darüber nach und werdet euch nun bewusst, dass dies
Erdental ein ausgedehntes Land ist, das günstige Gelegenheiten
dafür bietet, in ihm die notwendigen Verdienste zu erwerben, um
jene Heimstätten zu erobern, die euer Geist ersehnt.
Mein Friede sei mit euch!

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