BWL - Band 5 - Unterweisung 119


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 119:
1. Es war Mein Wille, dass die Menschheit die Geschichte des
Volkes Israel kennt, denn Ich gebrauchte dies Volk als Werkzeug für
Meine Belehrungen und unterwarf es großen Prüfungen, damit es
für alle Generationen wie ein offenes Buch wäre.
2. Jene zwölf Stämme verkörperten die Menschheit aller Zeiten.
Aber derzeit ist die Ähnlichkeit noch größer zwischen jenem Volke,
als es in fremdem Lande gefangen war, und der derzeitigen Welt, die
Sklave der Sünde und des Materialismus ist, welches die Kräfte
sind, die die Macht des neuen Pharao verkörpern.
3. Wenn in jener Zeit die Barmherzigkeit Jehovas sein Volk
befreite, indem sie ihm einen Weg durch die Wüste bahnte und es
nach Kanaan führte, so komme Ich heute als Licht der Gerechtigkeit
und der Liebe, um alle Völker der Erde aus ihrer Gefangenschaft zu
befreien, und sie zum "Gelobten Lande" zu führen. Jetzt werde Ich
eure Seelen in Mein Reich des Lichtes und des Friedens führen, und
ebenso werde Ich ein neues Manna auf die Seelen herabkommen
lassen, welches auf ihrer langen Wanderschaft Nahrung des Ewigen
Lebens sein wird.
4. Einen neuen Bund werde Ich mit den Menschen schließen,
doch dieser wird nicht mit Symbolen sein, in ihm wird Mein Geist
gegenwärtig sein.
5. In Meinem Volk wird wiederum das Ideal des Guten und das
Verlangen nach Vereinigung mit allen Völkern der Welt erwachen,
so, wie sich jene zwölf Stämme vereinigten, als sie die weite Wüste
durchquerten, beseelt von dem gleichen Ideal.
6. Die Auseinandersetzung wird groß sein, und auf dem Wege
werden Hindernisse, Feinde und Versuchungen auftauchen. Doch
aus diesem Prozess werden die Soldaten voller Stählung und die
Apostel erfüllt von Nächstenliebe und Glauben hervorgehen.
Während des ganzen Lebensweges, aber vor allem in den kritischen
Zeiten der Prüfung, werde Ich die Menschenscharen ermutigen und
ihren Glauben durch Meine Wundertaten stärken. Wenn dann die
Menschen den Frieden erreicht haben und in Harmonie leben, werde
Ich bewirken, dass sie schon auf dieser Erde die süßen Früchte des
Reiches des Lichtes und des Friedens zu genießen beginnen — als
ein Vorgeschmack der Wonnen, welche die Seelen später erleben
werden, wenn sie in der geistigen Heimat wohnen.
7. Die Früchte, welche die Seele schon hier erntet, werden ein
Ausgleich für die Opfer, Mühen und Entbehrungen sein, die euer
Herz erlitten hat. Später, wenn dies Volk als eine unermessliche
Schar an die Pforten Meines Reiches klopft, werde Ich sie freudig
begrüßen und ihnen sagen: Kommt herein, kommt zu Mir und lasst
den Staub des Weges und die Müdigkeit hinter euch. Hier ist die
Stadt des Friedens, geschmückt und in Erwartung ihrer neuen
Bewohner.
8. Das Volk, furchtsam angesichts der Gegenwart seines Vaters,
wird glauben, dass die Stunde seines Gerichtes gekommen ist. Dann
werde Ich ihnen sagen: Fürchtet euch nicht, tretet ein in Mein Haus,
welches das eure ist. Die Wüste hat euch bereits geläutert und
würdig gemacht, zu Mir zu kommen.
9. Volk, da du so viel Verderbnis unter den Menschen erblickst,
von ihrem Hass und ihren Kriegen weißt sowie das leidvolle
Resultat der materialistischen Lehren kennst, hast du gedacht, dass
diese Menschheit, um zu erreichen, sich zu erneuern und sich zu
Meinem Gesetze zu bekehren, zuvor schwere Heimsuchungen zu
ertragen hat, und dass viel Zeit verstreichen wird, bis die Menschen
sich endlich lieben werden entsprechend Meiner Unterweisung.
10. Ich sage euch, wenngleich es zutrifft, dass diese Welt sehr
große Prüfungen erwarten, so werden doch die Tage des Schmerzes
verkürzt, denn die Bitterkeit der Menschen wird so groß sein; dass
dieselbe bewirken wird, dass die Menschen erwachen, ihre Augen
zu Mir aufheben und auf die Stimme ihres Gewissens hören, das von
ihnen die Erfüllung Meines Gesetzes fordern wird.
11. Meine Gerechtigkeit wird alles Böse, das auf dieser Welt
existiert, ausrotten. Zuvor werde Ich alles erforschen: Religions-
gemeinschaften, Wissenschaften und gesellschaftliche Einrichtungen,
und dann wird die Sichel der Göttlichen Gerechtigkeit
darüber hingehen, das Unkraut abschneiden und den Weizen übrig
lassen. Jeden guten Samen, den Ich im Herzen der Menschen finde,
werde Ich erhalten, damit er weiterhin in den Seelen der Menschen
keimt.
12. Es gibt ganze Völker und Nationen, die Meinen Samen aus
ihren Herzen hinausgeworfen haben; andere, die Meine wichtigsten
Lehren vergessen haben; wieder andere, die weder wachen noch
beten. Dennoch, und trotz der Unfruchtbarkeit, in der sie leben —
diese Völker werden bald in fruchtbare Felder verwandelt sein, weil
Meine Barmherzigkeit auf ihre Herzen einwirken wird.
13. Es ist erforderlich, die "Ackergeräte" vorzubereiten, die
"Kornkammer" mit dem geistigen Samen zu füllen, den Ich euch
gebracht habe, und dass ihr durch die Geistesgaben, die Ich euch
anvertraut habe, die Stunde erkennt, in der ihr euren Ruheplatz
verlassen müsst, um zur Aussaat aufzubrechen. Ihr sollt wachen und
beten, damit jener gesegnete Tagesanbruch euch nicht in Unwissenheit
schlafend, im Materialismus oder in der Sünde überrascht; denn
dann würdet ihr nicht die rechte Stunde erkennen, um auf die
"Felder" hinauszugehen, und wenn ihr aufbrechen möchtet, hättet
ihr keine Kräfte mehr für den Kampf.
14. Wenn ihr Glauben an Mein Wort habt, so bereitet euch
schon jetzt durch das Gebet vor, damit ihr die Felder für die Saat
günstig vorfindet. Falls ihr diese Arbeit nicht beenden solltet,
werden eure Kinder den Liebessamen, den Ich euch übergeben habe,
an sich nehmen und Meine Aufträge zu Ende führen.
15. Gesegnet seien die Arbeiter, welche beauftragt sind, die
Äcker fruchtbar zu machen und zu bebauen, denn sie werden den
Tau Meiner Gnade auf die Felder herniederkommen sehen, welches
der beständige Segen des Vaters für die Bemühungen der Kinder
und eine Liebkosung für alle sein wird, die zum Glauben und zum
Leben auferstehen.
16. Schon vor langer Zeit wurde euch gesagt, dass der Zeitpunkt
kommen würde, an dem der Mensch alle Offenbarungen ver-
gangener Zeiten verstehen würde, und Ich sage euch, dass diese Zeit
bereits begonnen hat, und dass euer Geist in ihr durch Inspiration
Mein Licht empfängt.
17. Christus kam zur Welt und bahnte euch einen Weg, indem
Er euch mit Seinem Leben, mit Seinen Werken und Seinen Worten
die vollkommene Art und Weise lehrte, das Gesetz zu erfüllen.
Schon bevor Er auf der Welt erscheinen sollte, wurde Er von den
Propheten angekündigt, damit das Volk Ihn erwarten und erkennen
könnte, sobald es Ihn vor Augen hätte.
18. In Abraham und seinem Sohn Isaak gab Ich euch ein
Gleichnis, was der Opfertod des Erlösers darstellen würde, als Ich
die Liebe, die Abraham Mir entgegenbrachte, auf die Probe stellte,
indem Ich ihn aufforderte, dass er mit eigener Hand seinen Sohn,
seinen vielgeliebten Isaak, opfern solle. Bei rechter Betrachtung
werdet ihr in jenem Akt eine Ähnlichkeit dessen erkennen, was
später die Opferung des Eingeborenen Sohnes Gottes bedeutete, um
der Rettung der Welt willen.
19. Abraham war die Vertretung Gottes, und Isaak das Abbild
Jesu. In jenem Augenblick dachte der Patriarch, dass, wenn der Herr
das Leben seines Sohnes von ihm forderte, dies geschah, damit das
Blut des Unschuldigen die Verfehlungen des Volkes abwaschen
sollte, und obwohl er den, der Fleisch von seinem Fleische war,
zutiefst liebte, war der Gehorsam in ihm gegenüber Gott sowie das
Erbarmen und die Liebe zu seinem Volke stärker als das Leben
seines geliebten Sohnes. — Der gehorsame Abraham war eben
dabei, den tödlichen Stoß gegen seinen Sohn zu führen; im
Augenblick, da er von Schmerz überwältigt, den Arm erhob, um ihn
zu opfern, hielt ihn Meine Macht zurück und gebot ihm, ein Lamm
statt seines Sohnes zu opfern, damit jenes Symbol als Zeugnis von
Liebe und Gehorsam bestehen bliebe.
20. Jahrhunderte später verlangte die Menschheit von Mir den
Opfertod Jesu, Meines geliebten Sohnes, und Ich musste Ihn euch
ausliefern, damit Sein Beispiel von Sanftmut, besiegelt von Seinem
Opfertod und Seinem Blut, unauslöschlich im Bewusstsein der
Menschheit niedergeschrieben bliebe.
21. Wenn im Falle Isaaks ein Lamm ihn ersetzte, um sein Leben
zu retten, so gab es im Falle Jesu niemanden, der Ihn hätte ersetzen
können, da Er wusste, dass es notwendig war, dass Sein Blut
vergossen wurde, damit der Sinn und das Licht jenes Opfers den
Geist, das Herz und den Verstand der Menschen erleuchten würden,
die ohne Geistigkeit waren. Daher wird Jesus auch "das Lamm
Gottes" genannt. — Das Gesetz sagt euch: "Du sollst nicht töten",
doch Christus zeigte euch in Seiner Lehre der Liebe die erhabene
Lektion, zu sterben, um die anderen zu retten.
22. Selig, wer stirbt, um denen Leben zu geben, die dasselbe
benötigen, denn er wird ewig leben.
23. Sehet, wie die Zeit gekommen ist, in der ihr die geistige
Essenz erfassen könnt, die in Meinen früheren Offenbarungen
enthalten ist, jene, die die Menschheit nur in materieller Weise
deutet, ohne zu versuchen, sich in sie zu versenken, um ihren
geistigen Sinngehalt zu entdecken.
24. Ich stelle euch an den Anfang des Weges der Ergründung,
damit ihr hernach zum Kern Meiner Belehrungen gelangen könnt.
Wenn Ich euch alles vollständig erhellt vortragen würde, würde sich
euer Geist nicht anstrengen, um Meinem Worte auf den Grund zu
gehen.
25. Ich erinnere euch daran, wie jene Menschenmenge damals
— in der Zweiten Zeit, blutdürstig schließlich Jesus am Kreuz
hängen sah, und neben ihm im Todeskampf die beiden anderen
Verurteilten — hörte, dass Er zum Vater sprach: "Herr vergib ihnen,
denn sie wissen nicht, was sie tun." Alle Anwesenden hörten es,
doch sie verstanden jene Worte nicht, und es musste Zeit vergehen,
damit die Menschen begreifen sollten, dass jenes langsam auf die
Erde herabtropfende Blut das Sinnbild der Göttlichen Liebe und der
höchsten Vergebung war, welche wie ein unendlicher Mantel
herabsinkt, um alle Menschen zu bedecken.
26. Viele Jahrhunderte sind inzwischen vergangen, doch die
Menschheit dieser Zeit — die beim Gedenken an den Opfertod Jesu
weint und sich über die Grausamkeit jener entsetzt, die Ihn aufs
Blutgerüst brachten — ist die gleiche, die Tag für Tag Tausende von
Mitmenschen opfert.
27. Wenn Christus in dieser Zeit als Mensch zur Erde zurückkäme,
würde Er nicht mehr wie auf Golgatha sagen: "Vater vergib
ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", denn jetzt empfangt ihr in
Fülle das Licht des Gewissens, und die Seelen haben sich weit
entwickelt. Wer weiß nicht, dass Ich der Geber des Lebens bin, dass
darum niemand das seines Mitmenschen wegnehmen kann? Wenn
der Mensch das Dasein nicht geben kann, ist er auch nicht dazu
berechtigt, das zu nehmen, was er nicht zurückgeben kann.
28. Menschen, meint ihr, Mein Gesetz zu erfüllen, nur weil ihr
sagt, dass ihr Religion habt und ihr den äußerlichen Gottesdienst
einhaltet? Im Gesetz wurde euch gesagt: "Du sollst nicht töten",
doch ihr verletzt dies Gebot, da ihr auf dem Altar eurer Sünde das
Blut eurer Mitmenschen in Strömen vergießt.
29. Israeliten und Christen bekriegen und töten sich gegenseitig
— gab Ich nicht beiden ein- und dasselbe Gesetz?
30. Die Sühne dafür wird blutig und leidvoll sein, denn die
Leben, welche die Menschen hinweggerafft haben, und das Blut, das
sie vergossen haben, schreien nach Gerechtigkeit. Wehe denen, die
getötet haben, und noch mehr denen, die zu töten geraten oder
befohlen haben!
31. Schritt für Schritt gehen die Völker dem Tal (des Todes)
entgegen, wo sie sich versammeln, um gerichtet zu werden.
32. Doch noch immer wagen jene Männer Meinen Namen
auszusprechen, die Krieg führen und deren Hände mit dem Blut
ihrer Mitmenschen befleckt sind. Sind dies etwa die Blüten oder
Früchte der Lehre, die Ich euch gelehrt habe? Habt ihr nicht von
Jesus gelernt, wie Er vergab, wie Er den segnete, der Ihn verletzte,
und wie Er noch im Sterben Seinen Henkern Leben schenkte?
33. Die Menschen haben an Meinem Worte gezweifelt und den
Glauben vernachlässigt; deshalb haben sie alles in ihr Vertrauen auf
die Gewalt gesetzt. Da habe Ich zugelassen, dass sie selbst ihren
Irrtum einsehen, indem sie die Frucht ihrer Werke ernten, denn nur
so werden sie ihre Augen öffnen, um die Wahrheit zu begreifen.
34. Auf diesem Tische der Liebe gibt es Speisen, die euch nicht
einmal die Könige auf Erden anbieten könnten: Es sind das Brot des
Himmels, nach welchem die Armen verlangen, und der Wein, den
die Parias der Welt trinken. Esset und trinket, doch seid niemals
stolz darauf, diese Güter zu besitzen, denn dann würdet ihr unter
euren dürftigen Kleidern die Eitelkeit verbergen, und Ich will, dass
ihr an Geist und Herzen demütig seid. Nehmt euch ein Beispiel an
denen, die, obwohl sie einen königlichen Mantel auf ihren Schultern
tragen, in ihren Herzen auch verstehen, demütig zu sein. Das Brot
und Mein Wein sind für alle, denn euch alle sehe ich geistig
bedürftig. Im Anbeginn beschenkte Ich euch alle mit Meiner Gnade,
welche göttlicher Same ist. Seit damals seid ihr eurer Bestimmung
entsprechend auf verschiedenen Wegen gegangen, und auf diesen
Wegen hat jeder gemäß seiner Aussaat geerntet — die einen Früchte
im Überfluss, die anderen haben nur Schmerz und Elend geerntet.
Während die einen nur kurz auf der Erde gelebt haben, weil sie das
notwendige Licht erlangt haben, um aufzusteigen, haben die
anderen, obwohl sie lange im Tal der Tränen lebten, nicht einmal
das Wissen erlangt, wer sie sind, noch wohin sie gehen. Ich habe
Erbarmen mit diesen Seelen, die ohne Ziel umherirren, weshalb Ich
ihre Schritte aufhalte, um ihnen den Weg zu zeigen, der zum
"Gelobten Land" führt.
35. Das Licht Meines Geistes dringt in jedes Herz, selbst wenn
dieses verschlossen bleibt. Ähnlich verhält es sich mit dem Licht des
Königlichen Gestirns, das anscheinend nicht in euer Schlafzimmer
dringt, wenn es verschlossen ist; trotzdem gelangen dessen
unsichtbare Strahlen in sein Inneres und geben dem Raum eine
lebendige Atmosphäre. Ihr sollt nicht warten, dass Mein Licht in
euer Inneres dringt, obwohl die Türen eurer Seelen verschlossen
sind. Wie schön wird es sein, euch mit eurem inneren vorbereiteten
Tempel anzutreffen, um die Gnade Meiner fürsorgenden Liebe zu
empfangen. Lasst Mich euch heilen und stärken, und danach werde
Ich euch zu Meinen Arbeitern und Jüngern machen.
36. Viele von euch, die derzeit nichts im Leben sind, da ihr
selbst in euren Familien die letzten seid, werden sich bald an
Meinem Tische sitzen sehen. Ihr, die ihr verschmäht und aus dem
Kreis eurer Angehörigen vertrieben wurdet, werdet morgen von
eben denen anerkannt werden, die euch verkannt hatten.
37. Wollt ihr eure Herzen empfindsam machen oder besänftigen?
Dann geht diesen Weg, welcher jener der Demut, der
geistigen Erhebung und der Nächstenliebe ist. Bringt Heilung den
Kranken, besucht die Schmerzenslager, tröstet die Leidenden und
achtet jene, die dies Kreuz schon vor euch auf sich genommen
haben. Nehmt euch die zum Vorbild, die des Nachts wachen und
Mein Werk studieren, und auch jene, die ihren Mitmenschen
Liebesdienste erweisen, obwohl sie einen Leidenskelch trinken.
38. So spreche Ich zu denen, welche die ersten Worte der
geistigen Sprache auszusprechen beginnen, zu den Neulingen,
welche Ich die Grundregeln des Gesetzes und den Endzweck
Meines Werkes lehre. In ihm werdet ihr lernen, dass, wenn ihr von
Geist zu Geist betet und eure Mitmenschen liebt, ihr nicht nur
Kranke heilen, sondern auch Tote auferwecken werdet.
39. In dieser bescheidenen Gegend, in der Ich Mich derzeit
kundtue, habe Ich euch offenbart, dass die Dritte Zeit im Jahre 1866
ihren Anfang nahm und dass diese Kundgabe im Jahre 1950 enden
wird, wenn schon viele Meiner Kinder Mich gehört haben.
Wahrlich, Ich sage euch, dass die Lippen, die euch Meine Unterweisung
gegeben haben, nicht aus eigenem Willen gesprochen
haben, sondern unter einer göttlichen Inspiration.
40. Geliebte Arbeiter dieser Felder, umarmt eure Aufgabe mit
wirklicher Liebe, bestellt Meine Felder, indem ihr Furchen zieht, in
die ihr das göttliche Saatkorn legt. Erkennt den Samen, damit ihr
nur diesen sät, denn in seiner Frucht wird die Aufwärtsentwicklung
und das Licht eurer Seele begründet sein. Haltet ihr es für gerecht,
dass ihr beim Übergang in die geistige Welt euch selbst bedauern
müsst, nur wegen eures mangelnden Eifers bei der Aufgabe, die
euch dazu veranlasste, die Erde zu bewohnen?
41. Vergesst nicht, dass Ich euch immer wieder sage, dass ihr
den Weizen auf Meinen Feldern aussäen sollt, denn jene Felder, auf
denen Unkraut und Disteln gewachsen sind, werden von der Sichel
der Göttlichen Gerechtigkeit abgeschnitten werden.
42. Das Gleiche sagte Ich den Jüngern und den Menschenscharen
in der Zweiten Zeit: "Wahrlich, Ich sage euch, jeder Baum,
der nicht von der Hand Meines Himmlischen Vaters gepflanzt
worden ist, wird mit der Wurzel ausgerissen werden."
43. Betet, Arbeiter, tut es demütig vor eurem Vater und sorgt
dafür, dass eure Aussaat Meinem Blicke wohlgefällig ist. Säubert
eure Felder unermüdlich, sucht das Licht, um Irrtümer aufzuklären,
bis auf ihnen nur der Weizen Frucht trägt.
44. Es ist ein reiner Samen, den ihr empfangen habt, aber eure
Kleingläubigkeit ließ euch jene Lauterkeit nicht erkennen, und ohne
euch bewusst zu sein, habt ihr ihn mit anderen Samen vermischt, die
nicht von Mir stammen.
45. Ich habe euch gesagt: Erkennt das Saatkorn, damit ihr eine
um die andere eurer Aussaaten säubert und von den Lippen eurer
Kinder, wenn sie anfangen, auf dem Weg des Herrn zu gehen, nur
Wahrheit kommt. Ich sehe jene, die sich bemühen, auf den Grund
dieser Lehre vorzudringen, aber sich bis heute nicht vom Einfluss
fremder Lehren, Religionen und Dogmen zu befreien vermochten.
46. Volk, hilf Meinen Stimmträgern mit deinen Gebeten, bilde
deine Propheten aus und stärke sie. Vergiss nicht, dass Ich euch
gegen Ende Meiner Kundgabe viele Lehren offenbaren werde, die
Ich für euch aufbewahrt habe, um dies Vermächtnis mit einer
goldenen Brosche abzuschließen.
47. Nach der Zeit dieser Kundgabe wird Mein Licht euch
helfen, das zu begreifen, was ihr vernommen habt, wodurch ihr das
Wesentliche und Wahre vom Überflüssigen trennen könnt, das heißt
von dem, was materiell ist.
48. Ich werde dies Volk, Zeuge Meines Wortes, inspirieren,
damit es Meine Unterweisungen gründlich studiert und es den tiefen
Sinn versteht von dem, was Ich ihm sagte und was die Essenz
Meiner Lehre ist.
49. Wenn ihr die Etappe der Vorbereitung durchlaufen habt und
zugerüstet seid zu lehren, werde Ich euch den Weg bahnen, und
dann werdet ihr euch nicht mehr vor den unsichtbaren Gefahren und
Dornen oder den tückischen Fallstricken und Drohungen
einschüchtern lassen, denen ihr begegnen werdet, denn dann wird
alles für eure Aussaat vorbereitet sein.
50. Alles werde Ich dann angeordnet haben, und Mein Licht
wird auf euch herabkommen, wie der Tau in der Stille der Nächte
auf die Täler niedergeht. Liebe ist, was ihr säen sollt. Wie wollt ihr,
dass die Völker Friedensverträge schließen, wenn in ihren Herzen
keine Liebe existiert?
51. Ich sagte euch, dass der Friede bei den Menschen guten
Willens sein würde, doch bei keinem Volk der Erde finde Ich diesen
guten Willen.
52. Darum ist es notwendig, dass ein Volk ersteht, das nicht
nach den Schätzen der Welt strebt, sondern das die tätige
Nächstenliebe, das Gebet, die Tugend und den Glauben lehrt. Dies
Volk werde Ich das Meine nennen, und die Menschen werden es als
das Volk Gottes erkennen. Von der Moral seiner Menschen, seinen
guten Sitten, dem tugendsamen Leben, das sie führen, wird der
Friede hervorgehen, welcher den Menschen Wohlergehen beschert,
ohne dass sie vergessen, dass der vollkommene Friede, jener, der als
einziger den Geist mit Glückseligkeit erfüllt, nur zu dem herniederkommt,
der mit wahrer Liebe nach ihm verlangt.
53. Wann werdet ihr den Frieden des Geistes erlangen, wenn ihr
nicht einmal den Frieden des Herzens erlangt habt? — Ich sage
euch, solange nicht die letzte brudermörderische Waffe zerstört ist,
wird es keinen Frieden unter den Menschen geben. Brudermörderische
Waffen sind all jene, mit denen die Menschen einander
das Leben nehmen, die Moral zerstören, sich der Freiheit, der
Gesundheit, des Seelenfriedens berauben oder den Glauben
vernichten.
54. Die Grenze so vieler Schlechtigkeiten ist nahezu erreicht,
sie müssen aufhören. Darum hat sich Meine Stimme im Tiefsten der
Seelen vernehmen lassen und hat die Menschen aller Völker dazu
aufgerufen, die Waffen der Zerstörung und des Todes niederzulegen,
damit sie im Feuer Meiner Gerechtigkeit verzehrt werden.
55. Dann werde Ich geistig sprechen, und Meine Stimme wird
im Gewissen aller Meiner Kinder gehört werden.
56. Wenn die stolzen und unvernünftigen Menschen
nachdächten und beteten, würden sie sich bewusst werden, wohin
sie ihre Schritte lenken, und sie würden innehalten. Doch sie können
keine völlige Klarheit in ihrem Geiste gewinnen, weil sie der Hass
und Ehrgeiz blind macht.
57. Betet alle, die ihr zum Volk des Friedens gehören wollt. All
jene, die ihren Mitmenschen eine brüderliche Hand entgegenstrecken
möchten, um sie zu retten — nahet euch dem Lichte.
58. Der Same des Bösen, über die ganze Erde verstreut, trägt
Früchte wie nie zuvor. Doch Ich muss euch auch sagen, dass der
gute Same gleichfalls an verschiedenen Punkten des Planeten
emporsprießt.
59. Bereitet euch geistig, alle, die ihr fühlt, dass in euren Herzen
dieser göttliche Same zu keimen beginnt, damit, wann immer ihr auf
euren Wegen anderen Sämännern begegnet, ihr sie erkennen und ihr
euch in Meinem Gesetze vereinen könnt.
Mein Friede sei mit euch!

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