BWL - Band V - Unterweisung 121


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 121:
1. Erfüllt ist Mein Versprechen, zu euch zurückzukehren. Wie
ein Dieb bin Ich auf Fußspitzen in euer Schlafgemach eingedrungen
und habe euch aus eurem Schlafe aufgeweckt. Wer beim Öffnen
seiner Augen Mich erblickt und gebeten hat, dass Ich ihm helfe, sich
zu erheben, der hat Meine Kraft in seinem Geiste und in seinem
Körper verspürt und ist schnell aufgestanden. Ich zeige euch erneut
den schmalen Weg Meines Gesetzes — ein Weg, den ihr alle
zurücklegen müsst.
2. Wohl denen, die sich vorbereitet haben, Meinen Geist zu
empfangen, denn aus ihrem inneren Heiligtum werden die Gebete
für den Frieden der Völker der Erde hervorbrechen. Später werden
sie ihre Mitmenschen lehren, in dieser Weise zu beten, damit es
ihnen durch diese Verbindung gelingt, Meine Stimme zu vernehmen,
die sich beim Sprechen durch Inspiration bekunden wird, bei
Beratung durch Intuition und beim "Salben" (Heilen) durch die
Gabe der Heilung. Heute teilt sich Mein Licht durch die Stimmträger
mit, morgen werde Ich Mich direkt mit dem Geiste eines
jeden verbinden, der sich innerlich bereitet.
3. Viele sagen Mir: Herr, wann wirst Du mir Gaben schenken
wie Meinen Mitmenschen? — Doch Ich sage euch: Ihr alle seid
beschenkt, ihr alle tragt euer Erbe bei euch, auch wenn ihr es noch
nicht kennt. Diese Geistesgaben werdet ihr in dem Maße zutage
treten sehen, in dem ihr in Meine Lehre eindringt. Wenn ihr dann
Meine Diener seid, werde Ich jedem seine Aufträge und seine
Mission zeigen.
4. Ihr habt in dieser Zeit eine bescheidene Versammlungsstätte
bereitet, um Mich zu empfangen, und Ich habe euch mit Meiner
Gegenwart erfreut. Mein Wort ist voller Güte und Licht gekommen,
um euch zum Leben zu erheben, damit ihr in ihm den Platz
einnehmt, der euch zukommt.
5. Fürchtet nicht jene, die Mein Kommen ablehnen oder
leugnen. Ihr sollt mit Feinfühligkeit handeln und Geduld mit ihnen
haben. Meine Gerechtigkeit wird es sein, die sie heimsucht.
Wahrlich, Ich sage euch, jene, die Mich am meisten verneint und
verfolgt haben, werden hernach die sein, die Mir in nächster Nähe
nachfolgen. Erinnert euch an Saulus, den Verfolger Meiner Lehre,
der dann zu Meinem Jünger wurde. Jene Bekehrte werden sich euch
morgen anschließen. Doch wenn ihr wirklich Glauben finden wollt,
so werdet nicht ungehalten, wenn sie euch sagen, dass ihr bei einem
falschen Gott oder einem falschen Meister seid. Auch sollt ihr euch
nicht scheuen zu sagen, dass Christus bei euch gewesen ist. Ich
bereite euch auf alles Kommende vor. Seid tapfer, und Ich werde
euch in verschiedene Gegenden senden, wo Ich Mein Wort erfüllen
werde, das euch sagt, dass durch einen von euch ein Landstrich
Frieden und Heil erlangt, denn sein Herz wird wie das eines Hirten
sein, der seine Schafe liebt und behütet. Obendrein wird die Liebe,
die er zu seinen Mitmenschen hat, und die Opfer, die er für sie
bringt, nicht unfruchtbar sein.
6. Niemand vergesse diese Worte, denn wer derzeit noch
unbekannt unter den Menschen lebt, wird morgen einen schwierigen
Auftrag unter der Menschheit vollbringen.
7. Ich sende Meinen Frieden zu eurer Nation. Nehmt ihn auf in
eurem Geiste und lasst ihn zu anderen Nationen gelangen. Ich segne
sie alle. Betet, damit der Friede im Herzen aller Menschen sei.
8. Ich warte auf das Erwachen der Menschheit, damit sie sich
daran erinnert, dass Ich existiere; sie hat all ihre Werke vor Meinen
Augen ausgeführt, doch jetzt naht die Stunde, in der Meine
Gerechtigkeit dem Bösen ein Ende setzt. Hört Meine Unterweisungen
und enthaltet euch schlechter Taten. Reinigt euren
Körper und eure Seele, denn wenn Ich als Vater unendlich liebevoll
bin, bin Ich als Richter unerbittlich.
9. Die Völker der Erde haben niemals des geistigen Lichtes
ermangelt. Wahrlich, Ich sage euch, nicht nur dies Volk hat
Propheten und Sendboten gehabt, sondern allen habe Ich Boten
gesandt, um sie zu erwecken. Aufgrund des Lichtes und der
Wahrheit ihrer Lehren wie der Ähnlichkeit mit dem, was Ich euch
offenbart habe, könnt ihr ihre Worte beurteilen. Die einen lebten vor
dem Kommen des Messias, die anderen wirkten nach Meinem
Dasein als Mensch, aber alle haben den Menschen eine geistige
Botschaft gebracht.
10. Jene Lehren haben — ebenso wie die Meine —
Entweihungen erfahren, denn wenn man nicht ihre Essenz verändert
hat, hat man sie verstümmelt, oder sie wurden den nach Wahrheit
hungernden Menschen verheimlicht.
11. Eine einzige Wahrheit und eine einzige Moral ist es, die den
Menschen offenbart wurde durch Sendboten, Propheten und Diener.
Warum haben die Völker dann unterschiedliche Vorstellungen von
der Wahrheit, der Moral und dem Leben?
12. Diese Wahrheit, die zu allen Zeiten von der Menschheit
verfälscht wurde, wird wieder hergestellt, und ihr Licht wird mit
solcher Macht erstrahlen, dass es für die Menschen den Anschein
haben wird, als ob es etwas Neues wäre, obwohl es das gleiche
Licht ist, das immerdar den Entwicklungsweg der Kinder Meiner
Göttlichkeit erleuchtet hat.
13. Viele sind derer, die gestorben sind, weil sie die Wahrheit
gesagt haben, viele auch derer, die Folterungen unterworfen wurden,
weil sie nicht die Stimme zum Schweigen bringen wollten, die in
ihnen sprach.
14. Denkt nicht, dass der Himmel nur die gesandt hat, die zu
euch vom Geiste, von Liebe, von Moral gesprochen haben; nein, er
hat auch jene gesandt, die euch gute Früchte der Wissenschaft
beschert haben, jene Kenntnisse, welche Licht in das Leben der
Menschen bringen, welche ihre Lasten erleichtern und ihre Nöte
lindern. Sie alle sind Meine Gesandten gewesen.
15. Es gibt auch andere, die zwar keine Lehren geistiger Moral
oder wissenschaftliche Entdeckungen bringen, die jedoch die
Botschaft mit sich führen, welche lehrt, die Schönheiten der
Schöpfung zu fühlen und zu bewundern. Es sind Botschafter von
Mir, die die Aufgabe haben, Frohsinn und Balsam den Herzen derer
zu bringen, die betrübt sind.
16. Sie alle haben einen bitteren Kelch getrunken, als sie das
Unverständnis einer für die Wahrheit blinden Welt gewahr wurden,
einer für das Schöne und das Gute unempfindlichen Menschheit.
Und dennoch — wenn Ich euch gesagt habe, dass in dieser Epoche
alles wiederhergestellt werden wird; wenn Ich euch angekündigt
habe, dass alles auf die rechte Bahn zurückkehren wird und allen
Meinen Lehren ihr ursprünglicher Sinngehalt zurückgegeben
werden wird — so könnt ihr glauben, dass für diese Welt eine Zeit
geistigen Glanzes nahe ist, wenngleich ihr nicht vergessen dürft,
dass, bevor das eintritt, alles gerichtet und geläutert werden wird.
17. Jeder Erdenpilger, der keinen Frieden in seinem Herzen hat,
verweile ein paar Augenblicke im Schatten dieses "Baumes" hier,
und er wird sich getröstet fühlen.
18. Über dem Geiste der Menschen schwebt auch die
Erinnerung an den Geist Elias' als Hirte der inkarnierten und
desinkarnierten Seelen, der unermüdlich auf allen Wegen seine
geliebten Schafe sucht, um sie an ihre Aufgabe zu erinnern und die
auszuwählen, die Mir in dieser Zeit dienen sollen.
19. Ihr alle seid Mir durch Elias zugeführt worden; doch als ihr
in Meine Gegenwart gelangt seid und die Ausstrahlung des Meisters
gespürt habt, habt ihr gesehen, wie alle eure Opfer und Prüfungen
— die ihr durchlebt habt — ausgeglichen wurden, um dafür Mein
Wort zu vernehmen.
20. Wahrlich, Ich sage euch, dies Volk von heute hat Ähnlichkeit
mit dem der Ersten Zeit.
21. Israel war lange Zeit Gefangener von Ägypten gewesen, von
dem es durch Moses befreit wurde. Hindernisse, Feinde und
Widrigkeiten stellten sich in den Weg des Volkes, um seine Rettung
zu verhindern; doch sein Glauben und seine Beharrlichkeit siegten,
es gelangte zum Fuße des Sinai, wo es Meine Stimme hörte und das
Gesetz empfing. Dort stürzten die Götzenbilder, und die Finsternis
wich aus ihren Herzen, in ihrem Geiste wurde es licht, so dass sie
von jenem Zeitpunkt an nur noch an den wahren Gott der
Gerechtigkeit und Liebe glaubten, Ihn liebten und Ihm dienten.
22. Das Leben jenes Volkes erfuhr bald einen Wandel. Das
Gesetz, das es soeben empfangen hatte, verhieß ihm Frieden und
Wohlergehen, während Moses ihm mit dem Finger am Horizont das
Gelobte Land zeigte, als ein Zufluchtsort des Friedens und der
irdischen Glückseligkeit.
23. Vierzig Jahre dauerte die Durchquerung der Wüste, vierzig
Jahre währte jene Lektion des Vaters für Sein Volk, um aus seinem
Herzen Liebe entspringen zu lassen, so wie das Wasser aus dem
Felsen entsprang; es sollte gelehrt werden, die Versuchungen zu
besiegen und aus seinem Herzen die unlauteren Kulte auszureißen;
ferner ihm zeigen, die ersten Schritte auf dem Wege der
Höherentwicklung zu tun; um es zu läutern, bevor es vom Gelobten
Land Besitz ergriff, und damit seine neuen Generationen ein neues
Volk errichteten, aufgrund seiner Sitten und seiner Verehrung für
den Schöpfer.
24. Das Leben in der Wüste, die Wunder, die Ich Meinem Volk
gewährte, und der Kampf stählten seinen Geist, und angesichts der
wiedergewonnenen Freiheit vergaß es seine Gefangenschaft, und der
Geist Israels richtete sich von neuem auf.
25. Die Propheten waren es, die dem Volk das Kommen des
Messias ankündigten. Sie waren es, die die Flamme der Hoffnung in
den Herzen brennend erhielten, wann immer diese sich unter dem
Joche anderer Völker unterlegen fühlten.
26. Viele erwarteten mit Jubel die Ankunft des Rabbi aus
Galiläa, den sie in dem Kinde nicht zu erkennen vermochten, das
aus dem jungfräulichen Schoße einer bescheidenen nazarenischen
Frau in einer Grotte bei Bethlehem geboren wurde. Aber während
einige fühlten, dass ihr Heiland und Erlöser geboren worden war,
verneinten Ihn andere vom ersten Augenblicke an.
27. Dreiunddreißig Jahre lang lebte Ich unter den Menschen.
Jenes ganze Leben war von Vorbildern und Lehren für die
Menschheit geprägt, denn Ich brauchte nichts von dieser Welt zu
lernen. Und als nur noch drei Jahre bis zu Meinem Abschied fehlten,
begann Ich Meine Lehrtätigkeit unter dem Volke. Mein Wort war auf
den Gassen, in den Dörfern, in den Häusern und den Säulengängen
der Tempelhallen zu hören; es wurde auf Bergeshöhen, in der
Wüste, in Talauen und auf dem Meere vernommen.
28. Unter die Menschenscharen gemischt waren jene, die Mich
verabscheuten, jene, die sich auf Schritt und Tritt durch Meine
Lehre gerichtet fühlten, jene, die ihre Stellungen bedroht sahen, die
sie unberechtigterweise innehatten. Sie waren es, die das Gericht,
die Verurteilung und den Tod am Kreuz betrieben für Den, Der
ihnen das ewige Leben gebracht hatte.
29. Schmerz und Trauer war im Herzen des Meisters, denn Er
wusste um den weiten Weg, den jene würden zu durchlaufen haben,
welche die Wahrheit verleugneten und bei denen Er Wunder
vollbracht hatte, die weder früher noch später irgendein Mensch aus
sich selbst heraus zu vollbringen fähig war.
30. Als Ich Meinen Jüngern ankündigte, dass Ich bald scheiden
würde, bemächtigte sich ihrer eine unendliche Traurigkeit. Da sagte
Ich ihnen, um ihnen neuen Mut zu geben: "Siehe, Ich werde
wiederkommen, und die Zeichen für Mein Kommen werden diese
sein: Wenn Kriegsgerüchte euch zu Ohren kommen und die
Verderbnis der Menschen ihren Höhepunkt erreicht, wird Mein
Kommen nahe sein. Doch vor Mir wird Elias kommen, um den Weg
zu bereiten." Nach jenen Worten verging ein Zeitalter, damit sie in
Erfüllung gehen konnten. Am 1. September 1866 gab sich der Geist
Elias' durch einen gerechten Mann kund, der von Mir dazu bestimmt
und gesandt war, Meine Gegenwart anzukündigen und der Wegbereiter
Meiner geistigen Kundgabe unter den Menschen zu sein.
31. Jener Mann erhielt den göttlichen Auftrag, sieben Gemeinden
zu gründen, welche schlicht die Vertretung der sieben
Siegel sein sollten, und gleichzeitig die Anweisung, die Verstandesorgane
der Erwählten zu schulen, damit sie die Stimmträger des
Göttlichen Meisters sein sollten.
32. Seit damals haben alle, die herbeigekommen sind, um Mich
in dieser Form zu hören, die Ahnung gehabt, Diener zu sein,
Gekennzeichnete oder Markierte als Kinder jenes Volkes, das sich
seit Anbeginn mit seinem Herrn verbunden hat und von Ihm Offenbarungen,
Wunder, Seine Lehren und Sein Gesetz empfangen hat.
33. Prägt diese Belehrung in eure Herzen und ergründet sie mit
Liebe.
34. Vertreibt jeden egoistischen Gedanken und denkt an eure
Mission. Dieser Zeitabschnitt ist bedeutsam und entscheidend für
die Menschheit. Nur Meine Lehre, die über den menschlichen
Schwächen steht, kann euch offenbaren, dass dies die Zeit ist, in der
die Wahrheit jede Lüge und Finsternis zerstören wird.
35. Diese Menschheit, die heute noch schläft, und ihren Herrn
und sogar ihre eigene Seele vergessen hat, wird von der Stimme
Meines Rufes aufgeschreckt erwachen. Zuerst habe Ich Mich dem
Volke Israel offenbart — nicht dem israelitischen Volke dem Blute
nach, sondern diesem hier, das es dem Geiste nach ist und dem Ich
das Licht des Dritten Testaments vermachte.
36. Ich suche Dich, Volk, denn unter euch sind die, die Mir treu
gewesen sind. Ich kann euch noch nicht sagen, dass ihr eure
Aufgabe bereits erfüllt habt, denn noch habt ihr ein großes Stück
eures Weges zurückzulegen. Ich habe euch den irdischen Gütern
zugetan gefunden, in eurem selbstsüchtigen Leben vermaterialisiert.
Doch trotzdem will Ich euch keine Vorhaltungen machen, sondern
euch nur aufrufen, Mir zuzuhören, damit ihr von Meiner Weisheit
erfüllt werdet und zu Meistern der Vergeistigung werden könnt,
wozu ihr ausgesandt wurdet.
37. Öffnet eure Augen und lasst euren Geist erwachen, damit ihr
euch bewusst werden könnt, dass ihr wirklich in einer neuen Zeit
lebt und ihr die Erfüllung Meiner Prophetien schaut. Dann werdet
ihr mit Überzeugung sagen können, dass Ich in der angekündigten
Zeit zu euch gekommen bin. Nur wenn ihr den Wesensgehalt
Meines Wortes kennt, könnt ihr den Ereignissen, die Tag für Tag auf
eurer Welt geschehen, die richtige Deutung geben. Doch diese
Menschheit, die in ihrer Blindheit heftig diskutiert und nicht das
Göttliche Licht sieht, das vor ihrem Geiste erstrahlt, ist sich nicht
der Zeit bewusst, in der sie lebt; denn wenn sie es wüsste, hätten die
brudermörderischen Hände bereits in ihrem Werke innegehalten, es
gäbe innere Sammlung und Wachsamkeit, es gäbe Gebet und
Ehrfurcht, Vergebung unter den Menschen und Reue. Doch nichts
davon ist vorhanden, jeden Tag zerreißen neue Bande der Liebe
unter den Völkern der Erde. Spiritualität und Moral sind abgelehnt
worden, es gibt nur einen gefühllosen Kampf von Hass, Egoismus
und Machthunger, welcher das Fehlen von innerer Größe in den
Menschen offenkundig macht. Inmitten dieses Kampfes bringt der
Tod eine tägliche Ernte an Leben ein, seine unversöhnliche und
unbestechliche Sichel mäht Schlag auf Schlag das Unkraut nieder.
Doch diese Menschheit, die sündigt, vergewaltigt und schändet,
kämpft erbittert ums Überleben, wenn auch egoistisch und ohne zu
bedenken, ob die Mittel, die sie verwendet, gerecht sind und
menschlich, oder ob sie das Gegenteil davon sind. Nun frage Ich
euch: Was ist es, was ihr in dieser Zeit Göttlicher Gerechtigkeit tut?
38. Zwar hat die Stunde noch nicht geschlagen, in der ihr euch
aufmachen und eure warnende Stimme erheben sollt. Doch müsst
ihr wissen, dass der augenblickliche Zeitpunkt gerade dazu
bestimmt ist, ihn für eure Zurüstung zu nutzen; denn dies Wort ist
es, das euch für den kommenden geistigen Kampf stählt, das euch
gerufen und vereint hat, damit ihr ein Volk des Friedens seid, das die
Tore seines Herzens zu öffnen vermag, um den Fremden oder den
Ausländer aufzunehmen, und das euch auch die Mission des
Sendboten anvertraut hat, diese Botschaft auf allen Wegen der Erde
zu verbreiten.
39. Ich sage euch, der wahre Friede kann nur von Meinem
Geiste zum Menschengeist herabkommen, und dieser Friede ist es,
den Ich euch in dieser Offenbarung gebracht habe, damit ihr ihn zu
den Völkern und Nationen bringt. Erwartet ihr etwa, dass die Welt
ihren eigenen Frieden schafft? — Mit welchem Samen könnte sie
ihn schaffen, da in ihr keine Gefühle von Liebe, von Gerechtigkeit
oder Barmherzigkeit existieren?
40. Beurteilt selbst eure Verantwortung, geliebtes Volk, bedenkt,
dass ein Tag, den ihr versäumt, ein Tag ist, um den ihr das Kommen
dieser guten Nachricht zu den Herzen eurer Mitmenschen verzögert
— dass eine Unterweisung, die ihr verliert, ein Brot weniger ist, das
ihr den Bedürftigen anbieten könnt. Arbeitet mit Liebe, und bald
wird Friede unter den Menschen sein. Doch vergesst nicht, was Ich
euch sage: Ihr dürft Meinen Frieden nicht mit dem verwechseln, den
die Nationen unterzeichnen wollen, denn dieser wird nicht von
Dauer sein können. Es wird ein falscher Friede sein, der sich selbst
zerstören wird, weil er keinen Samen der Liebe hat, was Achtung
und Brüderlichkeit ist — weil er die Furcht voreinander, den Eigennutz
oder den materiellen Vorteil zur Grundlage hat. Der wahre
Friede ist jener, der vom Himmel zu den Herzen der Menschen
herabkommt und von dort hervorbricht und sich in Werken der
Gerechtigkeit und Liebe verbreitet. Ich kündige euch an, dass dieser
Friede, der auf die Nationen zukommt, nicht wahrhaftig ist, und
wenn ihr dies prophezeien wollt, könnt ihr es tun in der Gewissheit,
dass ihr nicht betrügen werdet. Ich sage euch: Damit der Friede
Meines Reiches unter den Menschen hergestellt wird, muss zuvor
der Krieg der Doktrinen, Religionsgemeinschaften und der
Ideologien ausgetragen werden. Eine Auseinandersetzung, bei der
die einen Meinen Namen und Meine Wahrheit den falschen Götzen
der anderen entgegenstellen und bei der eine Lehre die andere
bekämpft — dies wird der neue Kampf sein, die geistige Schlacht,
bei der die falschen Götter, von ihrem Sockel gestoßen, fallen
werden und jede Falschheit, die ihr für wahr gehalten habt, für
immer entlarvt wird. Dann werdet ihr erleben, wie sich aus jenem
Chaos von Verwirrung und Finsternis strahlend die Wahrheit erhebt.
41. Das Königsgestirn mit seinem Licht gibt euch eine Vorstellung
von dem, was die Wahrheit ist. Sein Licht leuchtet während
des Tages, und bei seinem Verschwinden beginnt die Nacht. Da
entdeckt der Mensch mit Hilfe seiner Wissenschaft und unter
Verwendung der Elemente derselben Natur ein Licht, mit dem er die
Finsternis der Nacht erhellen kann; doch es ist so schwach, dass es
verschwindet und untergeht, sobald die Strahlen des Königsgestirns
wieder erscheinen. Ihr habt es geschafft, in der Nacht Licht zu
machen, doch wer kann mittels seiner Wissenschaft das Licht der
Sonne verbergen und am Tage Finsternis herbeiführen? — Nur Ich
kann dies tun, um euch ein Zeichen Meiner Macht zu geben, so wie
Ich der Einzige bin, der wirkliches Licht erzeugen und es auch
wieder verbergen kann, wenn es Mein Wille ist. Auch im Geistigen
bin Ich der Einzige, der das Licht der Wahrheit erstrahlen lassen
kann, dort wo Betrug und Lüge herrschen; der bewirken kann, dass
aus dem Tod das Leben hervorgeht; dass dem Hass, der Bosheit oder
dem Groll Nächstenliebe, Reue oder Vergebung entspringen, oder
aus der Zerrüttung des Verstandes Vernunft zum Vorschein kommt
— mit einem Wort, dass über der Finsternis das Licht aufgeht. Ja,
Volk, das Licht Meiner Wahrheit wird eure Welt erleuchten, und
diese lange geistige Nacht, die ihr durchlebt habt, wird weichen. Es
hat bereits begonnen, etwas zu erscheinen, wie eine neue
Morgenröte; es ist das Licht, das euch in dieser Zeit erweckt hat mit
den Worten: Wachet und betet, erweckt eure Mitmenschen, heilt sie,
damit sie sich zum Kampf erheben können, und sucht nach dem, der
sich verirrt hat. Seid Jünger des Lichts, damit ihr morgen — zu
Meistern geworden — Lehren voller Licht weitergebt. Ein Jünger
von Mir zu sein erfordert zuweilen, bis zum Opfer zu gelangen;
doch Ich sage euch, der Friede der Seele ist mehr wert als der
Wohlstand der Erde. Seid wahre Kinder des Lichts, damit jedes
eurer Gebete wie ein Stern am Himmel eures Lebens ist und damit
das Gebet aller — von euren vereinigten Gedanken gebildet — dem
Licht einer Morgenröte gleicht.
42. Elias gießt Licht auf die Wege, und die Schafe kehren
allmählich zur Hürde zurück. Wenn Ich dann zu jedem Herzen, zu
dem Volke komme, hatte Elias bereits mit allen schon Kontakt
aufgenommen.
43. Bereitet euch vor, Jünger; Ich will nicht, dass, wenn der
Schmerz seinen höchsten Grad in der Menschheit erreicht, eure
Gedanken und eure Vernunft wie von einem dunklen Mantel
umwölkt sind. Ich will, dass Meine Jünger in jener Prüfungsstunde
sich als Starke zu erheben verstehen und dass sie mitten im Sturm
die Stimme des Gewissens zu hören vermögen.
44. Meine Kinder, ihr sagt Mir in eurer Unwissenheit oder
Furchtsamkeit: "Herr, so Du willst, dass wir zu Dir kommen —
warum lässt Du zu, dass Versuchungen und Zwischenfälle unseren
Weg durchkreuzen?" Doch der Meister antwortet euch: Weil die
Prüfungen Licht in eure Seele bringen — die einzige Möglichkeit,
damit ihr sehen könnt, und es ist notwendig, dass ihr seht, um
Erkenntnisse zu gewinnen.
Begreift, dass es in eurem geistigen Leben vieles zu erkennen
gibt, denn als Kinder des Lichts seid ihr die Erben Meiner Wahrheit.
45. Ihr werdet die Wegbereiter der Zeit der Gnade sein, daher ist
eure Verantwortung sehr groß. Die Fundamente eines so großen
Werkes müssen stark sein, damit sich auf ihnen das Heiligtum
Meiner Göttlichkeit erheben kann. Ich offenbare euch vieles von
dem, was die Zukunft für dies Volk bereithält. Auf diese Weise
werdet ihr Mich nicht ewig verborgen im Mysterium anschauen.
46. Ergründet Mein Wort, damit ihr euch vergeistigen könnt;
denn wenn ihr dieser Lehre nicht auf den Grund geht, könntet ihr
einem neuen Fanatismus anheimfallen. Begreift, Jünger, dass in der
Vergeistigung kein Raum für Fanatismus noch für Vorurteile,
Vergötterung oder Aberglauben ist. Spiritualismus bedeutet geistige
Gesinnung, Vergeistigung bedeutet Freiheit der Seele, denn wer sie
erreicht, hat sich vom Materiellen freigemacht, hat sich von den
Leidenschaften des Fleisches befreit, hat die Aufopferung gelebt
sowie die richtig verstandene Entsagung. O Volk, das Mich so oft
vernommen hat, schon ist der Zeitpunkt der Beendigung Meines
Wortes nahe, doch Ich sehe bei dir kein Verständnis für Meine
Lehre, geschweige denn Zurüstung und die rechte Auslegung der
Unterweisungen, die Ich dir gegeben habe.
47. Ihr schlaft süß im Vertrauen auf Meine Liebe. Doch Ich sage
euch: Wachet und betet, damit es nicht der Schmerz ist, der euch
aufweckt — nicht der Schmerz, den Ich euch sende, denn er ist
etwas, das nicht aus Mir hervorgegangen ist. Der Schmerz hat
seinen Ursprung im Menschen infolge seines Ungehorsams. —
Alles spricht zu euch von Mir und von Meiner Liebe: Die Natur, das
äußere Leben, das innere Leben, die ganze Schöpfung, sie sind wie
ein Zeigefinger, der euch die Unendlichkeit zeigt als einem Ziel, zu
dem hin ihr eure Schritte lenken sollt. Wenn ihr über all dies
nachdenkt — kommt euch da nicht der Gedanke an euer Ableben?
— Seid ihr euch nicht bewusst, dass jeder Tag, den ihr lebt, ein
Schritt ist, der euch der Heimat der Seele näherbringt? Hört und
begreift es, denn dort, wo viele den Tod erblicken, ist das Leben, wo
ihrer Meinung nach Finsternis ist, ist das Licht, wo sie das Nichts
sehen, ist Alles, und wo sie das Ende sehen, ist die Ewigkeit. Wie
viele Menschen gleichen in ihrer Unbekümmertheit kleinen
Kindern, die, ihren kindlichen Spielen hingegeben, sich keine
Gedanken über die Zukunft machen.
48. Menschen, die ihr im Herzen das Licht der Erfahrung dieses
Lebens besitzt und in eurer Seele das Licht, welches die Entwicklung
während verschiedener Erdenleben hinterlässt — warum
beschäftigt sich eure Seele mit dem, was unnütz für sie ist, und
warum weint ihr oftmals aus Gründen, die euren Schmerz nicht
verdienen?
49. Sucht in allem die Wahrheit; sie ist auf allen Wegen, ist hell
und klar wie das Licht des Tages.
50. Geht und sprecht von diesen Unterweisungen mit euren
Mitmenschen. Schon bereite Ich die Provinzen vor, um die Frohe
Botschaft zu empfangen. Aber Ich sehe, dass ihr noch Furcht vor der
Auseinandersetzung, vor den Meinungen eurer Angehörigen habt.
Manche fürchten ihre Eltern oder ihre Geschwister mehr als das
Urteil ihres Gottes. Befürchtet ihr ihre Meinung, dass ihr im Irrtum
seid, dass sie euch Verräter oder Betrüger nennen? — Wahrlich, Ich
sage euch, Ich habe in euren Geist ein Juwel von solcher
Herrlichkeit gelegt, dass ein Wort von euch jene überzeugen kann,
die ihr so sehr fürchtet.
51. Ihr seht die Reichen der Welt, die Gelehrten, die Mächtigen,
die Philosophen, die Wissenschaftler, die Geistlichen der Konfessionen
und die Menschen der Macht allzu groß, und Ich sage euch:
Ihr braucht diese Größe nicht, um von Meiner Wahrheit sprechen zu
können. Nichts davon benötigt ihr, um groß zu sein, weil die wahre
Größe, welche die des Geistes ist, weder Gold, noch menschliche
Wissenschaft, noch Titel benötigt. Wo sich die Seele nicht mit Liebe
äußert, gibt es keine wahre Größe. Wisst ihr nichts von Monarchen,
die heute auf ihrem Throne sitzen und morgen ihr Elend mit sich
schleppen? Kennt ihr nicht Gelehrte, die das berichtigen, was sie
vorher als Wahrheit verkündeten? Habt ihr noch nie eine schöne,
bewunderte und begehrte Frau gesehen, die später in Lumpen ging?
— Verwechselt also nicht die ewigen Werte mit vergänglichen
menschlichen Eitelkeiten.
52. Nehmt euer Kreuz auf euch und folgt Mir nach. Tragt es auf
eurem Herzen und fürchtet euch nicht. Geht Schritt für Schritt;
hinterlasst Mein Wort in den Herzen wie eine Lichtspur. Vergebt
denen, die euch verletzen. Doch wenn ihr fallen solltet und man
über euren Sturz spottet, so macht euch nichts daraus, denn jetzt
wird Christus, der zu euch spricht, der Beistand derer sein, die Mein
Kreuz auf sich nehmen.
53. Höre Volk, 1950 ist schon nahe, und der Wille des Ewigen
wird in Erfüllung gehen. Ihr dürft zu diesem Zeitpunkt nicht
gespalten sein, denn ihr kennt nicht die Prüfungen, die näherrücken.
Hier, wo Ich ein Volk zubereitet habe, das Mein Wort in dieser Zeit
empfangen sollte, darf keine Verwirrung aufkommen. Bis dahin
muss dies Volk vereint sein, und seine Männer und Frauen sollen
dann ihren Geist für Meine letzte Kundgabe aufnahmebereit
machen, in welcher sie Meine letzten Worte vernehmen werden, die
euch sagen werden: Ich erwarte euch im Himmel!
54. Wenn ihr euch so vorbereitet, werdet ihr bald das Licht
Meines Geistes auf euch kommen fühlen ohne menschliche
Übermittler oder Stimmträger, um sich den Jüngern von Geist zu
Geist mitzuteilen. Bis dahin sollt ihr eure Andachtsformen so weitgehend
geläutert haben, dass eure Mitmenschen überrascht sein
werden, wenn sie die Vergeistigung Meiner neuen Jünger erkennen,
eine Spiritualität, die von dem innerlichen Kulte zeugen wird, den
ihr ausübt.
55. Dann wird die Menschheit feststellen, dass die vor
Tausenden von Jahren geweissagte Zeit, in welcher Meine
Wiederkunft stattfinden sollte, die heutige ist, denn die Menschen
werden selbst feststellen können, dass das Göttliche Licht auf alles
Fleisch und jeden Geist ausgegossen wird.
Mein Friede sei mit euch!

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