BWL - Band V - Unterweisung 113


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 113:
1. Geliebtes Volk Israel, Jünger, Schüler und Zuletztgekommene:
Die Werke eures Geistes mittels des materiellen
Körpers werden durch das einzige Wesen gerichtet, das euch in
Wahrheit richten kann. Ihr seid von dem einzigen Blick betrachtet
worden, der in eure Gedanken eindringen kann, und euer Geist ist
erbebt bei diesem Gericht. Nicht das Fleisch ist es, das sich der
Größe seiner Verfehlungen bewusst wird, sondern der Geist, und er
ist es, der nicht gewagt hat, das göttliche Antlitz anzublicken. Doch
ihr habt euren Nacken gebeugt, um die Stimme des Richters zu
vernehmen, o geliebte Jünger. Ich sende euch Meinen Segen, Meine
Liebe und Meine Vergebung als Vater.
2. Wann wird die Stimme des Richters euch nichts mehr vorzuwerfen
haben und sieht er nur noch, dass eure Tränen gleich einem
Tau eure Seele und euer Herz reinigen?
3. Ich bin bei euch; Ich bin ein weiteres Mal als Meister, als
Vater, als Freund und Reisebegleiter auf den Weg eures Geistes
gekommen. Ich bin in das Innerste eures Herzens eingedrungen, und
hier bin Ich von neuem unter euch, um euch zu lehren und euch den
Himmlischen Rat zu geben, der euch den Weg weist, auf dem Meine
Gnade ist und von dem ihr euch nicht trennen dürft.
4. Elias mit seiner Stimme eines Hirten, die alle seine Schafe
kennen, sammelt und behütet euch in der Schafhürde. Meine
geheime Herzenskammer hat sich für die inkarnierten und nichtinkarnierten
Seelen geöffnet, Meine Gnade und Meine Barmherzigkeit
ergießen sich in das Universum, im Geiste und in Wahrheit. —
Die Liebe des Vaters ist ewig. Doch angesichts des Offenbarwerdens
Meiner göttlichen Liebe — welche unter euch haben sich der
geistigen Betrachtung gewidmet und haben sich erneuert, um
Vergeistigung zu erlangen? Wer ist jener Jünger, der Meine Unterweisung
schon verstanden und ausgeübt hat?
5. Von der Zweiten Zeit sprach Ich zu großen Menschenmengen
und wurde von vielen verstanden, und wenn ihr Mich jetzt in der
Dritten Zeit versteht und die Unterweisung ausübt, an die Ich euch
erinnere, so seid gesegnet; denn in der gegenwärtigen Zeit werdet
ihr auf dem Wege zur Vergeistigung einen Schritt vorwärts machen.
6. Während eures ganzen Daseins werdet ihr Meinen eigenen
Leidensweg durchleben, denn schon in der Zweiten Zeit zeigte Ich
euch, wie man in bescheidenen Verhältnissen geboren wird und lebt.
Ich lehrte euch so zu leben, dass ihr "Gott gebt, was Gottes ist, und
der Welt, was der Welt ist." Ich lehrte euch, dass, wenn der
Augenblick gekommen ist, den Willen des Vaters zu erfüllen, man
das, was zur Welt gehört, hinter sich lassen muss, um sich auf den
Weg zum Gelobten Lande, zum Himmelreich zu machen. Ich zeigte
euch den schmalen Weg des Opfers, der Liebe, der Vergebung, des
Erbarmens, immerzu vorwärts und aufwärts schreitend, bis man
beim Kreuz der Aufopferung ankommt.
7. In dieser Zeit nehmt ihr Mich in Meiner Passion jener
Zweiten Zeit zum Vorbild, denn ihr seid in bescheidenen Verhältnissen
geboren und habt während eures menschlichen Lebens den
Schmerz, Stürze, Dornen, Beleidigungen erfahren und habt aus
Liebe zu Meinem Werke Tränen vergossen.
8. In der Zweiten Zeit wurde der Göttliche Meister, obwohl Er
rein an Seele und Körper war, von Johannes in den Wassern des
Jordans getauft, um euch einen Beweis von Gehorsam und Demut
zu geben. Doch wenn Jener, der keinerlei Flecken hatte, das Symbol
der Läuterung nicht zurückwies — wie können sich die Sünder in
dieser Dritten Zeit rein nennen gegenüber den Menschen?
9. Nachdem Ich Mich in die Wüste zurückgezogen hatte, um zu
meditieren und euch so zu zeigen, wie man in Gemeinschaft mit
dem Schöpfer kommt, betrachtete Ich von der Stille der Wüste aus
das Werk, das Mich erwartete, um euch damit vor Augen zu führen,
dass, wenn ihr an die Ausführung des Werkes geht, das Ich euch
anvertraut habe, ihr euch zuvor läutern müsst. Sucht also nachher in
der Stille eures Wesens die direkte Gemeinschaft mit eurem Vater,
und auf diese Weise zugerüstet — rein, gestärkt und entschlossen —
machet euch unerschütterlich an die Erfüllung eurer schwierigen
Mission.
10. In der Zweiten Zeit predigte Ich nur drei Jahre lang unter
den Menschenscharen, die Mir zuhörten und Mir nachfolgten. Der
große Reichtum an Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit und Gesetz, der
in Meinem Geiste war, kam nicht nur in meinem Worte zum Ausdruck,
sondern auch in Meinen Werken, in Meinen Blicken, in der
Heilkraft, die Ich in die Kranken einströmen ließ, in der Vergebung,
die die hartnäckigen Sünder erneuerte, in Meiner Stimme, welche
die Toten auferweckte, in Meinem Worte, das die unreinen Seelen
entfernte und ihnen das verlorene Licht wiedergab. Der Zeitpunkt
war gekommen und stand geschrieben, an dem Ich die Stadt
Jerusalem betreten musste, wo die Pharisäer und die mächtigen
Priester jener Zeit nur auf die Gelegenheit warteten, Jesus zu töten.
Meine Werke blieben für die ganze Menschheit in unvergänglicher
Erinnerung: der Tag Meines triumphalen Einzugs in Jerusalem, das
heilige Abendmahl, die Gefangennahme, die Nacht der Todesangst,
der schmerzensvolle Weg und zuletzt die Kreuzigung.
11. In jener Zeit sah man nur den Menschen, der euch lehrte,
der weinte und für Seine Jünger und die Menschenscharen litt.
Heute habt ihr eine höhere Erkenntnis und seht die Tiefgründigkeit
jenes Werkes, und ihr weint nicht nur wegen des menschlichen
Schmerzes Jesu, noch seid ihr nur jenes Blutes wegen bewegt, das
aus Seinem Körper floss, sondern durch das Studium und die
geistige Erhebung begreift ihr, dass in und um jenen Menschen der
Göttliche Geist war, der mit Seinem Lichte die Menschen die
Aufgabe zu erfüllen lehrte, die sie von all ihren Verfehlungen
läutern soll. Es war ein Gott, der weinte und durch einen Körper
blutete wegen der Finsternis und Unwissenheit, welche die
Menschheit bedeckten — ein Gott, der Mensch wurde, um bei den
Menschen zu wohnen, sie den wahren Weg zu lehren und die Liebe
untereinander — ein Gott, der sich vermenschlichte, um den
Schmerz des Menschen zu fühlen und ihm nahe zu sein.
12. Diese Zeiten sind vergangen, doch der Mensch hat Mich
nicht vergessen. Die Menschen tragen Meinen Namen in ihrem
Gewissen eingeprägt. Doch sie haben sich vom wahren Weg
entfernt, und heute begnügen sie sich damit, nur Meinen Namen zu
kennen, desselben zu gedenken und Meine Lehre zu verunreinigen.
Denn der Mensch hüllte diese in Riten, in Zeremonien, in Bräuche
und Feste, und damit begnügt er sich. Er liebte seinen eigenen
Bruder nicht mehr, fühlte nicht mehr den Schmerz seines Nächsten,
erfüllte sein Herz mit Selbstsucht, machte sich zum Herrn, vergaß,
dass sein Meister Sein Blut vergoss und es in heilende Kraft
verwandelte, in Gnade, in Erlösung und in Leben für die
Menschheit, und dass jeder, der Mich liebt und Mir nachfolgt, das
tun kann, was Ich tat: erneuern und erretten durch das Wort, die
Toten zum Leben erwecken und alle Krankheiten durch geistige
Liebkosung heilen.
13. Nach Meinem Scheiden in der Zweiten Zeit setzten Meine
Apostel Mein Werk fort, und die auf Meine Apostel folgten, führten
deren Arbeit weiter. Es waren die neuen Arbeiter, die Bebauer jenes
Ackerlandes, das vom Herrn vorbereitet worden war, fruchtbar
gemacht mit Seinem Blut, Seinen Tränen und Seinem Wort,
kultiviert durch die Arbeit der zwölf Ersten und auch durch die, die
auf sie folgten. Doch im Laufe der Zeit und von Generation zu
Generation verunreinigten oder verfälschten die Menschen Mein
Werk und Meine Lehre.
14. Wer sagte dem Menschen, dass er ein Abbild von Mir
herstellen dürfe? Wer sagte ihm, dass er Mich am Kreuze hängend
darstellen solle? Wer sagte ihm, dass er das Bildnis Marias, die
Gestalt der Engel oder das Angesicht des Vaters wiedergeben dürfe?
15. Ach ihr Menschen von geringem Glauben, die ihr das
Geistige versinnbildlichen musstet, um Meine Gegenwart spüren zu
können!
16. Das Ebenbild des Vaters war Jesus, das Ebenbild des
Meisters Seine Jünger. Ich sagte in der Zweiten Zeit: "Wer den Sohn
kennt, kennt den Vater." Dies bedeutet, dass Christus, der in Jesus
sprach, der Vater Selbst war. Nur der Vater konnte Sein eigenes
Ebenbild schaffen.
17. Nach dem Tode als Mensch offenbarte Ich Mich voll Leben
bei Meinen Aposteln, damit sie erkennen sollten, dass Ich das Leben
und die Ewigkeit war, und dass Ich im materiellen Körper oder
außerhalb desselben unter euch gegenwärtig bin. Nicht alle
Menschen begriffen dies, und darum gerieten sie in Abgötterei und
in Fanatismus.
18. Einige fragten Mich: "Herr, sind wir etwa in einen neuen
Fanatismus verfallen oder in eine neue Abgötterei?" Doch der
Meister sagt euch: Ganz und gar rein seid ihr nicht, ihr habt euch
nicht mit der ganzen Vergeistigung zubereitet, die der Meister euch
derzeit lehrt, aber nach und nach werdet ihr sie erreichen. In dieser
Dritten Zeit habe Ich Propheten vorbereitet, damit sie mit dem
Geiste schauen und für das Volk Zeugnis ablegen.
19. Vernehmt Meine Stimme durch das Gewissen, erkennt, dass
ihr Mein auserwähltes Volk seid, dass ihr ein Beispiel geben und der
klare Spiegel sein müsst, in welchem die Menschen sich betrachten
können. Später, wenn ihr alle einen einzigen Körper und einen
einzigen Willen bildet, werdet ihr für die (christlichen) Lehren und
die Religionsgemeinschaften das Vorbild sein, und ihr werdet das
Recht haben, von Liebe und Frieden zu sprechen und den anderen
zu sagen, dass sie einander lieben sollen, weil ihr ihnen ein Beispiel
gebt. Ihr werdet die anderen die Erneuerung lehren, weil ihr euch
zuvor erneuert habt und Meine Unterweisung verstanden habt.
20. Solange ihr euch nicht vergeistigt — wie werdet ihr euch da
aufmachen können, um die falschen Götter zu stürzen? Nur
vergeistigt werdet ihr in die Welt hinausgehen und bewirken können,
dass Hass, törichtes Machtstreben, falsche Größe und schlechte
Wissenschaften ein Ende haben. Nur so, als Zugerüstete, werdet ihr
das Umsichgreifen der Verderbtheit aufhalten können. Auf welche
Weise? Mit Liebe, welche Vergeistigung ist. Dann werdet ihr ein
offenes Buch sein. Niemandem sollt ihr sagen, dass ihr Meister seid,
auch nicht, dass ihr Meine Jünger seid. Ohne zu prahlen sollt ihr
euch auf den Weg machen, und Ich werde euch die Menschenscharen
zuführen. Ich werde die Landstriche vorbereiten und die
Wege ebnen, werde bewirken, dass ihr euch euren Brüdern von
anderer Sprache mitteilen könnt. Nicht ihr alle werdet die Meere
durchqueren. Diejenigen, die in ferne oder nahe Gegenden
aufbrechen müssen, wurden von mir dazu bestimmt; aber sie alle
werden wie ein Taubenschwarm aufbrechen. Meine Abgesandten
werden an allen Orten der Erde als Boten des Friedens sein.
21. Ja, Volk, dies ist die Aufgabe, die euch erwartet. Heute
spreche Ich durch Meine Stimmträger mit größerer Klarheit zu euch.
In der Zweiten Zeit sprach Ich zu Meinen Jüngern und zu großen
Menschenmengen im Sinnbild und in Gleichnissen.
22. Die Menschen verstanden Mich nicht, jedoch ihr Geist
drang in den Sinngehalt jenes Wortes ein. Meine Jünger fragten sich
untereinander: "Was wollte der Meister mit diesem Worte sagen?"
Doch keinem von ihnen gelang es, Meine ganze Lehre zu verstehen,
aber sie ist in ihnen haftengeblieben, bis die Zeit kommen würde, in
der sie in voller Klarheit begriffen werden sollte.
23. In dieser Dritten Zeit ist Mein Wort, das mittels des
menschlichen Verstandesorgans gegeben wurde, klarer und fasslicher
für euer Begriffsvermögen gewesen, weil ihr euch entwickelt
habt. Wie könnte Ich von euch Entwicklung und Vervollkommnung
erwarten, wenn Ich euch zuvor eurer Geistesgaben beraubt hätte?
24. Wenn es Menschenwesen gibt, die den Sinn des wahren
Lebens auf ihrem Wege verloren haben und sich dabei in
Schmarotzerpflanzen verwandelten, so lasse Ich in sie den Saft des
ewigen Lebens einfließen, damit sie wieder fruchtbare Pflanzen
werden.
25. Volk, nutze Meine Unterweisungen, denn viele Meiner
Worte werden von den "Goldfedern" nicht mitgeschrieben, und viele
der Niederschriften werden von egoistischen und unwissenden
Herzen verborgengehalten werden.
26. Denkt daran, dass ihr Mich bald nicht mehr in dieser Form
hören werdet und dass ihr dann zugerüstet sein sollt, um Meine
Offenbarungen und Anordnungen durch Inspiration zu empfangen.
27. Weh denen, die sich anmaßen sollten, Meine Absichten zu
verdrehen, denn wenn die Stunde der Ernte kommt, wird Meine
gerechtigkeitsliebende Sichel sie als Giftpflanze oder Unkraut
behandeln!
28. Begreift, dass Ich gekommen bin, euch zu lehren, den
Schmerz eurer Mitmenschen mit ihnen zu teilen, damit ihr euch
anschickt, Frieden zu säen und auf jedes Leiden Meinen Heilbalsam
auszugießen.
29. Betrachtet den Krieg, wie er gleich einem schwarzen Mantel
die Völker und Nationen, die er durchzieht, mit Trauer bedeckt. Die
Meere, die Berge und die Täler sind in Stätten des Blutes und des
Todes verwandelt worden. Doch ihr sollt nicht den Glauben
verlieren; so groß die Verwirrung auch sein mag, die auf der Welt
herrscht — zweifelt nicht an euren Kräften, den Prüfungen
standzuhalten. Denn dann wird die geistige Erhebung und die Art zu
beten, die Ich euch gelehrt habe, euren Geschwistern helfen, den
Weg zum wahren Lichte zu finden.
30. Seht ihr jene Menschen, die nur leben, um maßlosen
Machthunger zu befriedigen und sich dabei über das Leben ihrer
Nächsten hinwegzusetzen, ohne die Rechte zu achten, die Ich, ihr
Schöpfer, ihnen gewährt habe? Erkennt ihr, wie ihre Werke nur von
Neid, Hass und Habgier sprechen? Also müsst ihr gerade für sie
mehr beten als für andere, die des Lichtes nicht so bedürftig sind.
Vergebt diesen Menschen all den Schmerz, den sie euch bereiten,
und helft ihnen mit euren reinen Gedanken, zur Vernunft zu
kommen. Macht den Nebel, der sie umgibt, nicht noch dichter um
sie her; denn wenn sie sich einst für ihre Taten verantworten
müssen, werde Ich auch die zur Verantwortung ziehen, die, statt für
sie zu beten, ihnen mit ihren bösen Gedanken nur Finsternis
zusandten.
31. Erscheint es euch unmöglich, dass diese Menschen eines
Tages die Stimme des Gewissens vernehmen? Ich sage euch, bald
wird die Stunde kommen, in der sie an meine Türe klopfen und Mir
sagen: "Herr, öffne uns, denn es gibt kein Reich außer dem Deinen."
32. Im Leben der Menschen hat das Böse immer das Gute
unterdrückt. Aber Ich sage euch noch einmal, dass das Böse nicht
obsiegen wird, sondern dass Mein Gesetz der Liebe und
Gerechtigkeit die Menschheit regieren wird.
33. Hört Mein Wort, o Jünger, denn der Tag wird kommen, an
dem ihr es nicht mehr vernehmen könnt, und es ist notwendig, dass
ihr seinen Sinngehalt in euren Herzen aufbewahrt. Ich allein kann
euren Durst nach Gerechtigkeit in dieser Zeit der Selbstsucht und
Lüge stillen. Trinkt dies kristallklare Wasser, denn Ich sage euch
noch einmal in Wahrheit: "Wer von diesem Wasser trinkt, wird nie
mehr Durst spüren."
34. Wenn ihr daran denkt, dass Ich Mein göttliches Wort durch
diese ungebildeten Verstandesorgane gebe und dass Tausende von
Herzen in ihm Heil und Trost finden, beugt ihr euch vor diesem
Wunder.
35. Wahrlich, Ich sage euch: Wenn Moses, indem er mit seinem
Stab den Felsen in der Wüste berührte, das Wasser aus ihm
hervorquellen ließ, das den Durst der Menschenmenge stillte, so
habe Ich in dieser Zeit mit Meiner Gerechtigkeit, welche Liebe und
Macht ist, diese Verstandesorgane und Herzen aus Stein berührt und
aus ihnen Wasser des ewigen Lebens hervorquellen lassen.
36. Mein Wort ist der Pfad; begeht ihn, und mit dem Lichte
Meiner Liebe werdet ihr den Weg erkennen. Ich bin der Führer, der
eure Schritte lenkt. Meine Stimme, die in eurem Gewissen ist,
ermutigt und orientiert euch, und Meine Wunder entfachen euren
Glauben.
37. Zu allen Zeiten ist Mein Gesetz die Stimme gewesen, die
die Völker zum Lichte geführt hat. Die Menschen, die Ich an die
Spitze der Menschenscharen gesandt habe, sind Beispiele von
Glauben, Treue und Standhaftigkeit gewesen, die den Menschen
beständig den wahren Weg vor Augen geführt haben.
38. Widmet euch mit Liebe dem Studium Meiner Lehre, denn
allmählich nähert ihr euch der Zeit, in der ihr keinen anderen Führer
als euer Gewissen haben werdet noch einen anderen Hirten als
Meinen Geist.
39. Solange ihr keine völlige Zurüstung erreicht, benötigt ihr
jemanden, der euch hilft, voranzukommen und eure Schritte auf den
guten Pfad zu lenken. Darum erwähle Ich unter euch einige Meiner
Kinder, um sie als Vorsteher von Gemeinden oder größerer Gruppen
einzusetzen. Wie schwierig ist dieser Auftrag, und wie ernst seine
Verantwortung! Gesegnet seien, die voll Eifer, Gehorsam und Furcht
ihre Geschwister auf Meinem Wege führen, denn dann wird ihr
Kelch weniger bitter sein, wenn die Gemeindeglieder sie wie ein
schweres Kreuz niederdrücken. Ich werde ihnen beistehen, wenn sie
einmal nahe daran sind, unter der Last ihrer Verantwortlichkeiten
zusammenzubrechen, und ich werde sie niemals zu Fall kommen
lassen.
40. Gesegnet seien auch die Glaubensgeschwister, die folgsam
den Schritten derer folgen, die "wachen" und leiden, damit sie nicht
einen Schritt vom Pfade der Erfüllung ihrer Aufgaben abweichen.
41. Vereinigt euch in Wahrheit, und ihr werdet die Stimme des
Göttlichen Hirten klar vernehmen, der euch Schritt für Schritt zur
Himmlischen Hürde geleitet.
42. Alles war vorbereitet, damit ihr Mich in der Dritten Zeit
mittels des menschlichen Verstandesvermögens vernehmt. Diejenigen,
die Mich auf diese Weise gehört haben, waren bereits dafür
vorherbestimmt.
43. Nicht alle haben Mich erwartet, und noch weniger in der
Form, in der Ich Mich offenbart habe; denn man hat euch Mein Wort
verheimlicht, und ihr habt Meine Verheißung, wiederzukommen,
vergessen. Doch Ich, für den die Zeit nicht vergeht, habe euch Mein
Versprechen erfüllt. Jetzt kündigt euch Mein Wort eine neue Zeit der
Offenbarungen an, die euch von jeder Versklavung befreien werden.
Keine Ketten mehr, keine Knechtschaft mehr, Menschheit!
44. In der Ersten Zeit genügte Mir ein Mann, um euch in das
Land der Verheißung zu führen. In der Zweiten Zeit wurden zwölf
Jünger darauf vorbereitet, Meine Lehre zu verbreiten und die
Menschen den rechten Weg zu lehren. Jetzt werde Ich ein großes
Glaubensvolk zurüsten, das mit Meiner Gnade bekleidet und mit
Meinem Worte begabt ist, damit es den Nationen und Ländern der
Welt das Brot des ewigen Lebens bringe, das die geistig Bedürftigen
und die nach Gerechtigkeit Hungernden nährt.
45. Ich lasse in euren Herzen das Brot der Liebe und der
Wahrheit, das ihr mit den Menschen teilen sollt; denn dem Anschein
nach sind sie zwar stark, aber hinter ihren Festgewändern, ihrem
Glanz und ihrer Macht haben sie eine schwache, kranke und müde
Seele.
46. Seht, hier bin Ich unter euch, Ich habe Mein Versprechen
erfüllt. Ich komme als Gott, als Vater, als Meister und als Freund.
47. Bei der Nachricht von Meiner Ankunft haben sich viele den
(heiligen) Büchern und der Geschichtsschreibung zugewandt, um
eine Bestätigung für Mein neues Kommen zu finden, und alles hat
ihnen gesagt, dass Meine Gegenwart wahr ist. Erscheint es euch
seltsam, dass Ich jetzt im Geiste gekommen bin? Begreift, dass es
nicht mehr die richtige Zeit dafür ist, dass "Das Wort" Mensch wird,
um unter euch zu wohnen. Diese Lehre der Liebe gehört der
Vergangenheit an. Heute lebt ihr im Zeitalter des Heiligen Geistes.
48. Dies ist die Zeit der geistigen Erhebung, in der ihr, wenn ihr
Mich schauen oder fühlen wollt, eure Seele vorbereiten müsst; denn
ihr sollt niemanden fragen, ob es wahr ist, dass Ich unter euch bin.
Besitzt ihr etwa keinen Geist, oder keine Empfindsamkeit? Habt ihr
etwa kein Herz und keine Sinne? Wen also wollt ihr fragen, ob
Meine Kundgebung unter euch eine Tatsache ist? Nehmt euch nicht
vor, die Gelehrten darüber zu befragen, denn sie wissen nichts von
Mir. Erinnert euch: Während die Menschen der Macht in der
Zweiten Zeit von Meiner Gegenwart überrascht waren, und während
die Schriftgelehrten in Verwirrung gerieten und die Priester Mich
verdammten, vernehmen die demütigen und schlichten Gemüter den
Widerhall Meines Wortes im Innersten ihrer Herzen. Denen, die
Mich derzeit hören und die Meine Gegenwart bei dieser
Kundgebung nicht zu begreifen vermögen, sage Ich, dass, wenn sie
trotz ihres Zweifels und ihrer Widerspenstigkeit wissen wollen, ob
Ich es bin, der spricht, sie Meine Unterweisung auf die Probe stellen
sollen, indem sie sie zur Anwendung bringen: dass sie Mein Wort
ergründen, dass sie ihr Herz und ihren Verstand reinigen, dass sie
ihren Feind aufsuchen, um ihm zu vergeben, dass sie das Geschwür
der Aussätzigen waschen, dass sie den Trauernden trösten — dann
werden sie aus sich selbst heraus wissen, ob Ich, Christus, es
gewesen bin, der durch diese menschlichen Lippen gesprochen hat.
49. Euer Gewissen wird es sein, das euch sagt, ob dies Wort von
Gott ist oder vom Menschen.
50. Wenn Ich durch das menschliche Verstandesorgan spreche,
bin Ich nicht verborgen, im Gegenteil, Ich offenbare Mich durch
dasselbe.
51. Seinerzeit sagte Ich euch: "Der Baum wird an seiner Frucht
erkannt werden." Erkennt die Früchte, die Meine Lehre schenkt; die
von der Wissenschaft aufgegebenen Kranken werden gesund, die
Entarteten bereuen, die Lasterhaften erneuern sich, die Zweifler
werden zu innig Gläubigen, die Materialisten vergeistigen sich. Wer
diese Wunder nicht sieht, tut dies, weil er sich darauf versteift, blind
zu sein.
52. Vielerlei "Bäume" pflegt die Menschheit; der Hunger und
das Elend der Menschen lässt sie bei ihnen Schatten und Früchte
suchen, die ihnen Heil, Gerechtigkeit oder Frieden anbieten. Diese
Bäume sind Lehren von Menschen, die oftmals von Hass,
Selbstsucht, Machtstreben und Größenwahn inspiriert sind. Ihre
Früchte sind Tod, Blut, Zerstörung und Schändungen des Heiligsten
im Leben der Menschen, welches die Freiheit des Glaubens,
Denkens, Sprechens ist — das heißt mit einem Wort, ihn der
Freiheit des Geistes zu berauben.
53. Es sind die finsteren Mächte, die sich erheben, um gegen
das Licht anzukämpfen.
54. Ich machte euch aufmerksam, als Ich euch ankündigte, dass
eine Zeit kommen würde, in welcher die Kriege der Ideen,
Doktrinen und des Brudermordes ausbrechen würden, umsichgreifend
von Nation zu Nation und eine Spur von Hunger und Schmerz
unter der Menschheit zurücklassend. Und dass dies die Zeit Meines
Kommens "auf der Wolke" sein würde, das heißt geistig.
55. Einen Augenblick, bevor Ich am Kreuze starb, sprach Ich
mit den Lippen Jesu: "Alles ist vollbracht." Dies war Mein letztes
Wort als Mensch, denn geistig ist Meine Stimme nie verstummt, da
Mein "Wort" mit allen Wesen vom Augenblick ihrer Erschaffung an
ein Konzert der Liebe anstimmte.
56. Derzeit spreche Ich zu euch mittels eines menschlichen
Stimmträgers; nach 1950 werde ich von Geist zu Geist Zwiesprache
mit euch halten und euch große Wunder und Offenbarungen zur
Kenntnis bringen. Aber Ich werde immer sprechen, weil Ich das
"Ewige Wort" bin.
57. Ihr sollt euch bereithalten, um eure Geschwister das zu
lehren, was ihr von Mir gelernt habt, und es wird keine Frage geben,
so tiefgründig sie auch sei, die ihr nicht richtig beantwortet —
vorausgesetzt, dass ihr demütig seid, damit ihr nicht Meiner Gnade
verlustig geht.
58. Liebt, sprecht, wenn ihr es tun müsst — schweigt, wenn es
angebracht ist, sagt niemandem, dass ihr Meine Erwählten seid.
Meidet die Schmeichelei und macht die Wohltaten, die ihr tut, nicht
bekannt. Wirkt im Stillen und bezeugt dabei mit euren Werken der
Liebe die Wahrheit Meiner Lehre.
59. Lieben ist eure Bestimmung. Liebet, denn so werdet ihr eure
Makel abwaschen, sowohl von eurem gegenwärtigen Leben als auch
von früheren Leben.
60. Sagt nicht, dass Ich der Gott der Armut oder der Traurigkeit
bin, weil ihr in Betracht zieht, dass Jesus immer Scharen von
Kranken und Betrübten nachfolgten. Ich suche die Kranken, die
Trauernden und die Armen, aber es geschieht, um sie mit Freude,
Gesundheit und Hoffnung zu erfüllen, denn Ich bin der Gott der
Freude, des Lebens, des Friedens und das Licht.
61. Wenn euch jemand gesagt hat, dass es Sünden gibt, die von
Mir nicht vergeben werden, so hat er euch nicht die Wahrheit gesagt.
Für die großen Verfehlungen gibt es die großen Läuterungen, und
bei einer aufrichtigen Reue gibt es Meine grenzenlose Vergebung.
Ich sage euch noch einmal, dass ihr alle zu mir kommen werdet.
62. In dieser Zeit wird Mein Bund mit euch nicht mit Blut
besiegelt werden, wie es in Ägypten geschah, als Mein Volk die
Türen ihrer Häuser mit Blut von einem erstgeborenen Lamm
kennzeichnete, oder wie es hernach in der Zweiten Zeit Jesus tat,
das Lamm Gottes, als Er mit Seinem Blut einen geistigen Bund
zwischen dem Meister und Seinen Jüngern besiegelte.
63. Jetzt will Ich, dass ihr euch aus Liebe auf den Weg macht,
geführt vom Lichte des Gewissens und vom Ideal der Vergeistigung,
damit nicht das Blut eines Unschuldigen diesen Bündnisvertrag
besiegele. Es soll das Licht Meines Geistes und euer Licht sein, die
sich in einem einzigen hellen Schein vereinigen, in einem einzigen
Lichtstrahl.
64. Der Weg, den Moses den Volksmengen durch das Meer und
die Wüste wies, um sie bis zu den Toren des Gelobten Landes zu
führen, ist ein Sinnbild der Unterweisung, die den Lehren vorausging,
die Ich euch durch Jesus offenbart habe — Lektionen, die in
der Krippe von Bethlehem ihren Anfang nahmen und auf Golgatha
endeten.
65. In dieser Zeit müsst ihr euch aufmachen und Meine
Unterweisungen lehren; dabei müsst ihr euch mit größter Achtung in
das Herz eurer Mitmenschen einfühlen, denn das Herz des
Menschen Ist Mein Tempel. Wenn ihr beim Eintreten dort eine
erloschene Lampe oder eine verwelkte Blume findet, so entzündet
die Lampe und begießt die Blume, damit in jenem Heiligtum wieder
das Licht und der Wohlgeruch des Geistes vorhanden sind. Doch
habt nicht den Wunsch, sofort die Frucht zu ernten. Wenn ihr den
Samen in das Erdreich sät — keimt dieser etwa augenblicklich, oder
trägt er sogleich Früchte? Warum also wollt ihr vom menschlichen
Herzen, das härter als das Erdreich ist, die Ernte am selben Tag
einholen, an dem ihr gesät habt?
66. Auch sollt ihr wissen, dass ebenso, wie beim materiellen
Erdreich Unterschiede vorhanden sind, es diese auch bei den
Menschen gibt. Oftmals werdet ihr säen, und wenn ihr schon jede
Hoffnung verloren habt, dass eure Saat aufgeht, werdet ihr überrascht
werden, weil ihr sie aufgehen, wachsen und Frucht tragen
seht. Bei anderen Gelegenheiten werdet ihr glauben, auf fruchtbare
Felder gesät zu haben, und werdet den Samen nicht keimen sehen.
Falls ihr so hartes Erdreich antrefft, dass es euren Bemühungen
widerstehen sollte, so überlasst es Mir, und Ich, der Göttliche Landmann,
werde es fruchtbar machen.
67. Ich spreche zu euch im Sinnbild, damit ihr Meine
Unterweisungen im Gedächtnis bewahrt. Ich will nicht, dass ihr
euch nach 1950 wie Waisen ohne Erbe fühlt. Wenn Meine Stimme
dann schweigt, werden viele weiterhin nach Mir verlangen. Doch
Meine Stimme wird in dieser Form nicht mehr zu hören sein. — Es
wird einen Augenblick der Schwäche für das Volk geben, in
welchem die Männer und Frauen verunsichert sein werden. Wenn
ihre Verwirrtheit den Höhepunkt erreicht, werde Ich Meine Gegenwart
in ihrer ganzen Herrlichkeit fühlbar machen. Dann wird jeder,
der zubereitet ist, seine Augen öffnen und die Wahrheit Meiner
Lehre erkennen. Dies werden jene sein, die Mich sehen werden und
von Meiner Gegenwart unter euch Zeugnis ablegen werden.
68. Ich bereite euch für diese Zeiten vor; denn wenn ihr Mein
Wort dann nicht mehr hört, werden die Versuchungen eure Herzen
bestürmen und eure Schwachheit ausnutzen wollen, um euch
vielerlei Wege zu zeigen. Ihr sollt dann euer Gedächtnis zu Hilfe
nehmen auf der Suche nach Meinem Wort und euch an die Bücher
halten, die derzeit entstehen, damit ihr dort den Mut findet, der
eurem Geiste fehlt. Dann werdet ihr verstehen, dass ihr in der Zeit
der Läuterung lebt.
69. Noch seid ihr schwach, aber ihr werdet wieder stark sein.
Denn zu dieser Zeit wird es Regierende geben, die vor der
Vollmacht Meines Volkes zittern. Wann werden diese Ereignisse
eintreten? Wenn dies Volk seine Vergeistigung vermehrt und die
Entfaltung seiner Geistesgaben einen hohen Grad erreicht. Dann
werden Gerüchte über eure Vollmacht umlaufen. Diese Gerüchte
werden von Nation zu Nation gehen, und dies wird sein, wenn jener
neue Pharao in Erscheinung tritt, der versuchen wird, euch zu
versklaven, ohne es zu erreichen; denn dies wird die Zeit der
Freiheit des Geistes auf Erden sein. Mein Volk wird die Wüste der
Verleumdung und Ungerechtigkeiten durchqueren; doch es wird sich
dem Schmerz nicht beugen und Schritt für Schritt seinen Weg
gehen, und in der Schatztruhe seines Geistes wird es die Lehre des
einzigen Buches mit sich führen, das den Menschen in drei
Zeitaltern offenbart worden ist — das Licht der drei Testamente,
welche das Gesetz, die Liebe und die Weisheit Gottes sind.
Mein Friede sei mit euch!

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