BWL - Band VII - Unterweisung 177


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 177:
1. Menschheit, die du in diesem Augenblicke durch diese
Gemeinde repräsentiert wirst, welche reuevoll und furchtsam vor
der Gegenwart ihres Herrn niederkniet: Womit kannst du deine
Liebesschuld bezahlen und deinem Vater wahrhaft wohlgefällig
sein?
2. Ich will euch die Art und Weise sagen, dies zu tun: indem ihr
um euren Frieden und eure seelische Aufwärtsentwicklung ringt. So
werdet ihr eure Schuld abwaschen und eure Seelen erheben.
3. Ich gewähre euch eine gewisse Zeit, um in ihr das Verlangen
eurer Seele zu stillen. Das neue Zeitalter erhebt sich vor euren
Augen wie ein strahlender Tag voller Verheißungen und Offenbarungen.
Mit seinem Lichte will er euch sagen: Kämpft! Und in
diesem Worte ist der Auftrag des Vaters enthalten. Kämpft für den
Frieden, für die Erneuerung, für den Sieg der Vergeistigung.
4. Ich präge diese Worte in euer Gewissen, damit es euch
dieselben auf Schritt und Tritt wiederholt.
5. Macht euch bewusst, dass meine Liebe eine Stadt ist, die ihr
einnehmen müsst. Es gibt viele Hindernisse und viele Feinde, die ihr
besiegen müsst. Sie werden euch eine Schlacht liefern, um euch
aufzuhalten; aber in euren Händen funkelt ein unsichtbares Schwert,
wenn ihr es zu führen versteht. Es ist das Schwert der Liebe.
Kämpft, bezwingt mit ihm und zweifelt nicht, denn am Ende
werdet ihr die Stadt fallen sehen, weil eure Liebe den Vater erobert
hat.
6. Ich wollte in eurer Mitte eine einige brüderliche und
gastfreundliche Familie schaffen, damit die "Karawanen" von
Heimatlosen, die nach Frieden und Barmherzigkeit verlangen, eure
Heime betreten, um an der Liebe teilzuhaben, die Ich in euch gelegt
habe. Aber eure Vorbereitung geschah langsam; ihr habt euch
verspätet, und die Karawanen von Heimatlosen haben in der Wüste
Halt gemacht, als sie sahen, dass der Stern, der ihre Schritte lenkte,
auf seiner Bahn innehielt. Deswegen will Ich nicht, dass die
Menschen euch "schlafend" antreffen oder sündigend, wenn ihr
wach seid; denn dann werdet ihr meine Wiederkunft nicht bezeugen
können, sondern werdet euren Meister verraten haben.
7. Ich gebe euch Zeit, damit ihr eure Verfehlungen bereut und
euer Leben wiederaufbaut. Der Familienvater, der gegen seine
Pflichten verstoßen hat, indem er die Seinen im Stich gelassen hat,
soll sich aufmachen und das Heim wiederherstellen.
8. Jene, die sich denen zugesellt haben, die dem Laster verfallen
sind, sollen sich erheben und die Schwächen des Fleisches überwinden,
indem sie den Willen und die Kraft ihres Geistes einsetzen,
bis sie wieder heil sind. Alle, welche Diener dieses Werkes sind,
sollen sich im Geiste vereinen, sich lieben und einander beistehen.
Dann wird der Stern, der auf seiner Bahn innegehalten und dadurch
"die großen Karawanen in der Wüste" zum Stehen gebracht hat,
seinen Lauf fortsetzen und jenen Menschenscharen den Weg weisen,
der zum Lande des Friedens führt.
9. Wenn jene Menschen, die auf der Flucht vor dem Krieg, dem
Tod und der Zerstörung herbeikamen und in ihren Herzen die
Erinnerungsbilder von Hass und Verbrechen trugen, in den Kreis
einer Gemeinschaft treten, in welcher sich in jedem Heim ein
Heiligtum wahrer Liebe erhebt, wo in jeder Ehe das Licht meines
Gesetzes erstrahlt, wo die Eltern die Kinder lieben, und die Kinder
die Eltern lieben und ehren, wo die kleinen Kinder mit Zärtlichkeit
und Weisheit angeleitet werden und wo die Alten geachtet werden ─
meint ihr nicht, dass sie angesichts solcher Zeichen von Ehrfurcht
gegenüber meinem Gesetze bekennen werden, dass in dieser
Gemeinschaft ein Wunder geschehen ist, das allein der Barmherzigkeit
des Vaters zugeschrieben werden kann?
10. O Volk, du bist bis heute hart und undankbar gewesen! Ich
habe von euch keine Opfergaben verlangt noch Unmögliches von
euch gefordert. Wenn es euch manchmal schwer erscheint, meine
Lehre zu befolgen, so liegt dies an eurem Mangel an Liebe. Für den,
der liebt, gibt es weder Hindernisse, noch Abgründe, noch
Unmöglichkeiten, weil die Liebe die göttliche Kraft ist, die alles
beseelt, die alles bewegt.
11. Kommt auf meine Felder, o ihr Menschenscharen. Die
Feldflur erwartet euch, um von eurer Liebe die Aussaat zu
empfangen und später eure Mühen mit der süßen Frucht zu
belohnen, die aus ihrem Schoße hervorgehen wird.
12. Schließt euch fest zusammen durch die Bande der Brüderlichkeit,
denn die Versuchung lauert meinem Volke auf, der Krieg
naht im Verlangen nach einem Einfallstor, wo der Wächter schläft,
damit Seuchen, Hunger und Krankheiten mit neuen, unbekannten
Eigenschaften in den Schoß dieser Nation vordringen.
13. Ich habe euch die irdische Wissenschaft gegeben, um diese
Unglücke zu bekämpfen und diese Leiden zu beseitigen. Aber Ich
habe euch eine Wissenschaft gelehrt, die höher ist, der sich alle
Feinde des Lichtes, alle Zerstörer der Gesundheit und des Friedens
beugen. Diese Wissenschaft ist die Kraft der Liebe, die sich im
Gebete stärkt.
14. Denke über diese Worte nach, o Volk, und höre dann auf
das, was dein Gewissen dir anrät.
15. Mein Geist sendet euch seinen Frieden, den ihr nicht immer
zu bewahren versteht. Wann werdet ihr lernen, Mich in euch zu
tragen, ohne dass irgendeine eurer Handlungen oder einer eurer
Gedanken Mich abstößt?
16. Niemand sei verwirrt, wenn Ich ihm sage, dass Ich will, dass
ihr Mich im Innersten eures Herzens tragen sollt, denn Ich will, dass
mein Licht und mein Frieden in euch wohnen.
17. Meine Richterstimme ist es, die euch an diesem Tage euren
Mangel an Pflichterfüllung, euren Mangel an Liebe für dies Werk
verwirft, das Ich euch anvertraut habe und das eure Bestimmung
darstellt. Es ist die göttliche Stimme, die euch nun durch das
Gewissen erreicht und euer Herz erbeben lässt, wenn sie euch fragt:
Was habt ihr mit all dem gemacht, das Ich euch in dieser Dritten
Zeit offenbart und gelehrt habe?
18. Für Augenblicke seid ihr euch jener Verantwortung bewusst,
die eurem Geiste zuteil wurde. Aber das Verständnis ist nur wie ein
Lichtstrahl, der euch kurz durchdringt, und dann versinkt ihr wieder
in Schwachheit, weil ihr euch immer für unreif, krank und bedürftig
haltet, während ihr in Wirklichkeit einen Schatz an göttlichen Gaben
in Reichweite habt.
19. Wenn ihr in meinem Worte einen Vorwurf findet, so ist
dieser aus Liebe geboren. Ihr sollt Mich nicht ungerecht nennen,
denn wenn Ich es wirklich wäre, und wenn ihr in Mir dem "Zorn"
begegnen würdet, wie ihr zu sagen pflegt, so hätte euch meine
Gerechtigkeit schon lange ausgelöscht. Aber Ich zerstöre nicht
meine eigenen Werke; Ich stelle euch auf den Weg der Entwicklung,
damit ihr auf ihm eure Vervollkommnung erreicht.
20. Ich sage euch, dass die wahrheitsgemäße Vorstellung von
Gott auf der Erde noch nicht bekannt ist, obwohl Ich Jesus gesandt
habe, damit ihr Mich durch ihn kennenlernen konntet. Begreift:
Wenn Ich wüsste, dass der Mensch nicht das Heil erlangen wird, so
würde Ich nicht mit der Liebe zu ihm kommen, mit der Ich ihn
immer aufgesucht habe. Meine Gegenwart unter euch ist der
schlagende Beweis dafür, dass ihr zu Mir kommen werdet, denn der
Vater kennt sehr wohl die Zukunft und die Bestimmung aller seiner
Kinder.
21. Ich werde bewirken, dass das Wort, das Ich euch in dieser
Zeit gegeben habe, mit Klarheit niedergeschrieben wird, damit die
Menschheit in jenem Buche die Erklärung für viele der Unterweisungen
findet, die sie nicht verstanden hatte, und die richtige
Auslegung meiner Lehre. Dann wird jener Kenntnis die wahre
Furcht entspringen ─ nicht die Furcht vor göttlicher Strafe, sondern
der Kummer darüber, sich durch die Sünde zu beflecken, den
Schöpfer zu beleidigen, mit befleckter Seele zum Vater ins Jenseits
zurückzukehren, ohne auf dem Pfade der Vergeistigung und des
wahren Wissens einen weiteren Schritt vorwärts gemacht zu haben.
22. Womit werdet ihr die Liebesschuld begleichen können, die
ihr gegenüber eurem Vater habt? Womit werdet ihr Jenen bezahlen
können, der fortwährend eure Beleidigungen und eure Undankbarkeiten
vergibt? Ich werde es euch sagen: Indem ihr meiner
Göttlichkeit würdige Werke vollbringt, einander dient und liebt.
23. Ein neues Jahr liegt vor euch, und bei dem, das gerade zu
Ende geht, verlange Ich keine Rechenschaft von der Natur noch
ihren Elementen: Ich mache Mich in eurem Gewissen bemerkbar
und frage euch, was ihr bezüglich eurer Mission getan habt, und
welchen Gebrauch ihr von der Zeit und den Gaben gemacht habt,
die Ich euch anvertraut habe.
24. Das Jahr, das zu Ende geht, sprach zu Mir von euren
Kämpfen, euren Tränen, von Anstrengungen, Mühen, aber auch von
Trauer, Blut, Ruinen und Hass. Diese schmerzliche Bilanz brachte
das nun vergangene Jahr vor meine Gegenwart.
25. Ein neues Jahr gewähre Ich euch, und vor eurem Blick zeigt
es sich am Horizont wie ein Lichtstreifen, der eure Hoffnung auf die
Zukunft entzündet. Jenes Licht ist die Stimme, die euch täglich
sagen wird: Kämpft!
26. Ja, Menschen, kämpft für den Frieden, kämpft für die
Erneuerung, kämpft für die Gerechtigkeit!
27. Vier Jahre wird euch mein Wort nur noch geben, um von
diesem "Tag" Abschied zu nehmen. Versteht diese kostbare Zeit zu
nutzen. Mein Werk wird 1950 nicht zu Ende sein, weil es der
Ewigkeit zugehörig ist, noch wird eure Aufgabe zu jener Zeit enden.
Vielmehr wird dann euer Kampf erst richtig beginnen, weil ihr
während der Zeit meiner Kundgabe nur in der Vorbereitung gewesen
seid.28. Versteht die geistige und die irdische Aufgabe in einem
einzigen Gesetz zu vereinen, damit ihr dem Vater eine gute
Erfüllung darbringen könnt.
29. Ich lehre euch nicht nur, Mir zu geben, was Mir zukommt;
Ich lehre euch auch, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist.
30. Die Welt wird bald von euch erfahren, und durch euch
werden die Menschen von meinem Kommen, von meinen
Wundertaten und meinen Unterweisungen erfahren. Die Menschen
werden diese Versammlungsorte erforschen und euer Leben
beurteilen. Unter ihnen werden Männer der Macht, Geistliche der
Sekten und Kirchen, Wissenschaftler und jene herbeikommen, die
das Jenseits erforschen. Es ist mein Wunsch, dass ihr im Schoße
eurer Versammlungen und im Schoße eures Heimes ─ wenn schon
nicht Vollkommenheit, so doch dieselbe Harmonie, Moral, Achtung,
Liebe untereinander und Vergeistigung zeigt.
31. Was würden jene denken, die im Verlangen nach Wahrheit
herbeikomme, wenn sie unter euch in euren geistigen Andachtsformen
Fanatismus entdecken würden, und sie in eurem privaten
Leben die Ehegatten getrennt oder die Kinder verlassen vorfinden
würden, weil ihre Eltern nicht ihre Pflichten zu erfüllen verstanden?
32. Seht die Vögel, die ihre Nester in den Zweigen der Bäume
bauen, und nehmt euch an ihnen ein Beispiel, wenn ihr es nötig
habt. Fragt nicht Mich danach, wie sich die lieben sollen, die sich
ehelich verbinden, und wie sie ihre Kinder lieben sollen. Schaut zu
diesen Nestern hinauf, und ihr werdet dort eine Lektion der Treue
und Zärtlichkeit entdecken. Wenn sich doch alle Menschen so lieben
würden!
33. Wachet und kämpfet, damit ihr, wenn das Jahr 1950 zu Ende
geht, dem Vater Früchte darbringen könnt, die seiner würdig sind.
Denn wenn ihr dann nicht zugerüstet seid, wird es im Augenblicke
meines Abschieds großen Schmerz unter den Menschenscharen
geben.
34. Wenn ihr euch nicht vorbereiten solltet, um die Abwesenheit
meines Wortes zu ertragen ─ wie schmerzlich wird dann für euch
mein Lebewohl sein und auch jenes, das euch meine Geistige Welt
sagt.
35. An diesem Tage, an dem mein Geist euch mit Frieden und
Segnungen erfüllt hat ─ worum könntet ihr Mich noch bitten?
36. Jetzt bin Ich es, der euch bittet, der an die Türen eurer
Herzen klopft und euch bittet, dass ihr einander liebt.
37. Betet aufrichtig für den Frieden der Nationen, fühlt zutiefst
den Schmerz der Menschheit.
38. Wahrlich, Ich sage euch, Seuchen und Tod umlagern eure
Nation. Ihr habt keine wissenschaftlichen Mittel, um das Eindringen
der Plagen und Nöte aufzuhalten. Aber macht Gebrauch vom Gebet,
und ihr werdet in ihm Waffen und Kräfte entdecken, um diese
unheilvollen Gefahren zu bekämpfen. Betet und vereinigt euer
Gebet mit guten Werken, dann werdet ihr wirkliche Verdienste vor
eurem Herrn haben, der allmächtig ist, der euch um eurer Demut
willen Wunder gewähren wird, die fähig sind, die Welt in Staunen
zu versetzen.
39. Wenn die Naturgewalten entfesselt sind und dabei Zeichen
des Gerichts geben, dann betet, bleibt gefasst, und weint nicht
euretwegen, sondern um der anderen willen. Doch trocknet die
Tränen dessen, der nach euch verlangt, vernehmt seine Klage und
gebt ihm den Heilbalsam.
40. Vielgeliebte Menschheit, glaube nicht, dass Ich in dieser
Zeit deshalb zurückgekommen bin, um von euch mein in der
Zweiten Zeit vergossenes Blut zu fordern ─ nein, jene Lebensessenz
bleibt in euren Seelen verankert. Dies Blut wird in jedem von euch
sprechen, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist. Bis dahin
erwarten viele, dass der Sohn Gottes zurückkommt, um noch einmal
sein Blut von ihm zu fordern. In jedem Herzen meiner Kinder
durchlebe Ich derzeit meine göttliche Passion.
41. Ich werde im Menschen geboren in seiner Unschuld, wenn
er zum Glauben erwacht. Ich leide in ihm, wenn seine Leidenschaften
entfesselt sind und ihn geißeln. Ich trage das schwere
Kreuz seiner Sünden, seiner Undankbarkeiten und seines Hochmuts.
Ich sterbe in seinem Herzen, wenn er Mich verleugnet und erklärt,
dass er keinen anderen Herrn, noch einen andern König hat als die
Welt. Dort, im Tiefsten und verborgensten seines Wesens finde Ich
mein Grab.
42. Zuweilen vernimmt jenes Herz, als ob es ein fernes Echo
wäre, die Stimme des Meisters ─ Jenes, den er in sich selbst ertöten
möchte, damit er ihm keine Hindernisse auf seinen Weg legen
würde. Es ist die Stimme seines Gewissens, der es gelingt, die
Mauer des Materialismus, die jenes Herz umgibt, zu überwinden,
bis sie sich schließlich Gehör verschafft.
43. So, wie Ich in jedem Herzen der Menschheit ein Kreuz und
ein Grab gefunden habe ─ wahrlich, Ich sage euch, ebenso wird es
in allen einen dritten Tag geben, an dem Ich voller Licht und
Herrlichkeit auferstehen werde.
44. Heute sind die Saatfelder unfruchtbar. Zuweilen wollt ihr
eurem Leben Wert verleihen, indem ihr das Gute in irgendeiner
seiner Formen sät. Doch hernach gebt ihr es auf und beklagt euer
Unterfangen, denn statt Ackerland, das euch die Aussaat erlauben
würde, habt ihr nur Steine angetroffen; und zwar deshalb, weil ihr
nicht begriffen habt, dass ihr vor dem Aussäen die Felder kennen
müsst, auf denen ihr es zu tun vorhabt. Schreitet sie ab, bereitet sie
vor, säubert sie und macht sie fruchtbar. Dies, meine Kinder versteht
ihr noch nicht zu tun. Das ist der Grund, weshalb eure guten
Vorsätze, Ideen und Eingebungen oftmals gescheitert sind.
Aber verzagt deshalb nicht in eurem Kampfe; vielmehr könnt ihr
eure Mitmenschen zum Erwachen bringen, indem ihr ihnen die
Augen öffnet über die Wahrheit und das Licht dieser Zeit, damit die
Menschen sich bewusst werden, dass jeder Schmerz, den die
Menschen als einen Leidenskelch zu trinken gezwungen sind, die
Gerechtigkeit schaffende Sichel ist, die das Unkraut mit der Wurzel
abschneidet. Es ist die weise und unerbittliche Gerechtigkeit, die die
Felder umpflügt und vorbereitet.
Denn danach wird sie die Menschen, die Völker und Nationen
zum Erwachen bringen, und es wird nicht mehr nötig sein, dass der
Schmerz alle Verfehlungen abwäscht; denn an seiner Stelle wird die
Reue, die Besinnung und die Erneuerung derer übrig bleiben, die
das gleiche Ziel erreichen möchten, welches das der Läuterung ist.
Doch wenn ihr diese erlangt habt, wird eine Zeit kommen, in der
man dies Wort auf der ganzen Welt als ein Lied der Liebe und der
Rückkehr zum Frieden vernehmen wird.
45. Heute sehe Ich euch verständnislos gegenüber allem, was
auf euch zukommt, weil unter den Menschen eine völlige
Unwissenheit und Verwirrung herrscht.
46. Der größte Teil der Menschen nennt sich Christen, und
dennoch beweisen sie bei den meisten Gelegenheiten mit ihrem
Leben und ihren Taten das Gegenteil.
47. Wenn sie etwas Gutes tun, machen sie es bekannt und
prahlen damit, und wenn sie einen Fehler begangen haben, es
bereuen und Mich um Vergebung bitten, tun sie es auf eine solche
Weise, dass sie damit beweisen, dass sie nicht einmal wissen, worin
meine Vergebung besteht.
48. Nun kannst du der Welt sagen, o Volk, dass du dies Wort
hörst, dass mein Licht erneut zu den Menschen gekommen ist,
zumal du ihnen auch ankündigen kannst, dass die Menschheit bald
ihre Lethargie abschütteln wird.
49. Ich werde euch nicht noch einmal menschliches Blut geben,
um euch aus der Sünde zu retten. Wenn mein göttliches Blut, das in
jener Zweiten Zeit vergossen wurde, zu euch von göttlicher und
unendlicher Liebe, von erhabener Vergebung und ewigem Leben
sprach, so sollt ihr begreifen, dass jenes Blut nicht einen Augenblick
lang aufgehört hat, sich auf euch, auf euer Wesen zu ergießen, um
mit seiner Spur den Weg zu euer Aufwärtsentwicklung zu weisen.
50. Niemand soll Mich als Mensch erwarten oder suchen. Denn
wenn Ich bereit wäre, euch diesen Wunsch zu erfüllen, wäre eine
solche Manifestation nicht zeitgemäß, und ihr müsst begreifen, dass
der Meister niemals etwas tun wird, das nicht vollkommen ist, weil
seine Lehren immer vollkommen sind, weil Er das Vollkommene
lehrt.
51. Ebenso wird es, wenn diese Kundgebungsform, die Ich jetzt
bei euch verwendet habe, ihr Ende findet, kein Bitten und kein
Flehen geben, das Mich dazu veranlasst, das, was Ich euch angekündigt
habe, nicht zu erfüllen. Diese Kundgabe wird für immer zu
Ende sein, weil ihre Zeit dann abgelaufen und ihre Aufgabe beendet
ist.
52. Bald werden 2000 Jahre um sein, seit Ich als Mensch unter
euch gewesen bin, und das Blut, das Ich euch als einen Beweis
meiner Liebe vermacht habe, ist das Erbe, das noch immer frisch ist.
53. Dennoch verlangt die Welt ein weiteres Mal mein Blut, und
Ich will es ihr geben; aber nicht jenes, das den Körper belebt,
sondern das der Seele ewiges Leben gibt. Mit meinem Licht werde
Ich den Menschen Leben und Gesundheit senden. Es wird wie eine
Sonne sein, die ihre Wärme zu den frierenden Herzen dieser
Menschheit gelangen lässt.
54. Über alle wird sich meine Barmherzigkeit breiten, als ob es
die Flügel einer Lerche wären, die ihre Jungen bedeckt. Meine
Liebe wird sanfter und schöner sein als das blaue Firmament, das
eure Augen so sehr bewundern. Ihr werdet meinen Lebenshauch
spüren, als ob es ein himmlisches Lüftchen wäre, das nur eure Seele
wahrnehmen kann. Ich bin die Zeit, das Leben und auch die
Ewigkeit. Ich bin der Frühling und der Sommer, der Herbst und der
Winter eures Lebens, und jeder dieser Lebensphasen ist eine
spürbare und lebendige Lehre, die der Göttliche Meister seinen
Kindern gibt.
55. Lasst den göttlichen Morgentau in eure Seele dringen, damit
sie einen ewigen Frühling erleben kann. Lasst zu, dass das Herz
unter der brennenden Sonne des Lebenskampfes ermattet, dabei
aber im Innersten eures Wesens die Blumen der Tugend, des
Glaubens und der Liebe frisch bleiben.
56. Warum seid ihr traurig?: Ihr wisst es nicht. Ich weiß sehr
wohl, dass euch der Kummer niederdrückt, weil ihr zugelassen habt,
dass eure Seelen zugleich mit den Körpern krank geworden sind.
Wenn euch der Sturm der Leidenschaften oder Prüfungen geißelt,
oder der "Schnee des Winters" euch frieren lässt, dann verliert ihr
alle Hoffnung und Lust zu leben.
57. Auch mein Geist wird betrübt, weil Er diese Menschheit
immer weinen sieht, welche nicht erwachen und sich bewusst
werden will, dass diese Erde noch immer eine irdisches Paradies ist.
Ich sehe euch vor Hunger umkommen, obwohl ihr von Fruchtbarkeit
und Leben umgeben seid. Es ist diese Menschheit, die Ich meine,
wenn Ich euch sage: "Sie haben Augen und sehen nicht."
58. Die Menschen sind ohne Maß und Ziel hinter der Wissenschaft
hergelaufen, und sie haben viele "Wunder" entdeckt. Aber
jenes Wunder, welches wahren Frieden, wirkliche Gesundheit und
wahres Glück schenkt, das haben sie unter allen Gütern der Erde
nicht entdeckt, weil es jenseits des Menschlichen ist, wohin der
Mensch gerade nicht gelangen wollte. Jene "göttliche Wissenschaft"
lehrte Jesus, als Er euch sagte: "Liebet einander."
59. Sucht das Reich Jesu, das nicht von dieser Welt ist, und ihr
werdet in ihm das notwendige Licht und den nötigen Frieden finden,
um dies Erdenleben schöner und leichter zu machen.
60. Jetzt kommt ihr herbei, um den göttlichen Auftrag zu
empfangen. Ich sehe euch bereit, meinem Gesetze zu gehorchen,
indem ihr der Spur zu folgen versucht, die Jesus hinterließ.
61. Es ist lange her, dass Ich unter euch gewesen bin, doch auch
jetzt noch klopfe Ich an die Türen eurer Herzen, damit ihr euch
liebt.
62. Wohl dem, der sich vorzubereiten verstand, um in seinem
Herzen den himmlischen Vater zu empfangen, denn dieser gibt ihm
zu jeder Zeit die Gelegenheit, Gutes zu tun, im Hinblick darauf, dass
der Jünger bei seinem Meister sein möchte.
63. Wenn ihr in diesem Jahr, das für euch beginnt, einer Prüfung
begegnet, so seid stark und verzagt nicht. Dann werdet ihr euren
Mitmenschen die Kraft beweisen können, die in eurem Geiste
existiert. Sie werden dann die Quelle kennen lernen wollen, aus der
ihr getrunken habt, und werden entdecken, dass Ich, Christus, die
Quelle bin, von der sie sich so weit entfernt haben.
64. Wahrlich, Ich sage euch, zu dieser Quelle werden Menschen
aller Rassen und Religionen kommen, weil in allen Kultformen,
welche die Menschen Mir dann weihen, Spiritualität vorhanden sein
wird, und schließlich werden alle der Wahrheit, der Einheit sehr
nahe kommen.
65. Jünger, es gab Augenblicke, in denen ihr meine Gerechtigkeit
gespürt habt, und Ich euch demütig vor meinem göttlichen
Geiste habe beichten sehen. Dann habe Ich meinen Blick von euren
Sünden abgewandt und ihn nur noch darauf gerichtet, dass ihr meine
Kinder seid, die Ich liebe und denen Ich vergebe. So lehre Ich euch,
eure Nächsten zu lieben und ihnen zu vergeben.
66. Lasst die Zeit nicht verstreichen, ohne sie zu nutzen, denn
niemand weiß, wie lange er noch auf dieser Welt lebt. Darum sage
Ich euch: Wartet nicht auf eine passendere Zeit als die gegenwärtige,
um euch an die Arbeit zu machen. Euch soll nicht, während ihr auf
bessere Zeiten wartet, der Tod überraschen, ohne Ernte und ohne
Auftragserfüllung.
67. Das Jahr 1950 rückt näher, in dem Ich euch hinsichtlich
dieser Kundgabe mein Lebewohl sagen werde, und jenes Lebewohl
wird von euch so empfunden werden, wie es meine Jünger der
Zweiten Zeit empfanden, als Ich ihnen ankündigte, dass die Stunde
meines Abschieds gekommen sei.
68. Wenn jene den Trost hatten, Mich nach meinem Tode nochmals
zu sehen, so geschah dies, um die Wahrheit des Geistigen
Lebens mit Feuer in ihre Seele zu prägen. Doch unter euch werden
nur einige die menschliche Gestalt Jesu schauen. Die anderen
werden ihn zutiefst fühlen, und dies wird die Art und Weise sein,
sich mit Mir von Geist zu Geist zu verbinden.
69. Wachet und betet für den Frieden der Erde, damit die vielen
Nöte ein Ende haben, denn auf ihr befindet sich die Saat der neuen
Generationen.
Mein Friede sei mit euch!

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