BWL - Band 6 - Unterweisung 171


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 171:
1. Der Quell der Gnade ergießt sich über euch, damit ihr euren
Durst nach Frieden löscht und euch läutert.
2. Ich muss euch unterweisen, weil Ich euch noch schwach
sehe. In diesem Wort ist die Kraft, die dem Geist neuen Mut gibt.
3. Merkt ihr nicht, wenn ihr mir zuhört, wie die Kümmernisse
aus euren Herzen weichen? Es geschieht, weil die Stimme des
Vaters euch erleichtert und tröstet.
4. Ihr seid noch Kinder auf dem langen Wege des Geistes, und
darum stützt euch meine Barmherzigkeit, und meine Ratschläge
leiten euch. Auf dem Weg gibt es Dornen, und an seinen Rändern
gähnen Abgründe; doch Ich lehre euch, keine falschen Schritte zu
machen, euch nicht von der Versuchung besiegen zu lassen. Denn
ihr seid dazu bestimmt, eure Mitmenschen durch das Beispiel eures
Lebens zu unterweisen. Dadurch werdet ihr das beste Zeugnis dafür
geben, dass ihr dem Meister der Meister zugehört habt.
5. Wenngleich Ich an euren Geist denke, so vergesse Ich doch
euren Körper nicht — ein schwaches Geschöpf, das Mitgefühl,
Liebe und Geduld braucht, damit es zur Harmonie mit dem Geist
findet und seinem Gott mit einer Spur von Vollkommenheit dient.
6. Macht am Ende jedes Jahres eine Gewissensprüfung, da ihr,
solange ihr auf Erden lebt, auch den Gesetzen der Zeit untersteht.
Kehrt eure Gedanken dem Vergangenen zu, lasst nochmals alles an
euch vorüberziehen. Erinnert euch an den Tag, an dem ihr zum
ersten Mal mein Wort vernommen habt, jenen Tag, an dem euer
Geist vorausahnte, dass sich ein neuer Zeitabschnitt vor ihm auftat,
und er begriff, dass nun der Schleier vieler Geheimnisse zerrissen
wurde, um ihn die Wahrheit dieser Unterweisung ganz klar schauen
zu lassen. Denn von jenem Augenblick an habt ihr die Fehler und
Irrtümer begriffen, die in eurem Leben vorhanden waren, und das
unermessliche Verlangen ist in euch erwacht, eurem Herrn zu
dienen, indem ihr eure Mitmenschen liebt und ihnen dient. Ihr habt
nicht gezaudert zu schwören, mir von diesem Augenblick an
nachzufolgen, ohne daran zu denken, ob nicht ein Augenblick der
Schwachheit oder der Verzagtheit kommen könnte, der euch
straucheln lassen würde.
7. Doch in dem Maße, in dem ihr mir zugehört habt, ist meine
Unterweisung in euer Wesen eingedrungen, und euer Gewissen war
der pflichtbewusste Richter, der die Instinkte des Fleisches gezügelt
hat.
8. Euer Gewissen hat niemals eure schlechten Taten verurteilt,
ohne euch zuvor gewarnt zu haben, indem es euch erkennen ließ,
was es heißt, meine Gesetze zu erfüllen, und wann man gegen sie
verstößt.
9. Auf diese Weise durch euer Gewissen geführt, überließ Ich es
euch, den Weg zu wählen, und da ihr euch entschieden hattet, mich
zu suchen und auf diesem Pfade Gutes zu tun, bin Ich euch ein
unermüdlicher und liebevoller Meister gewesen, der euch mit
Sanftmut korrigiert, mit göttlicher Gerechtigkeit beurteilt und euch
als vollkommenster Vater liebt.
10. Auch so habt ihr noch nicht den Grad von Vergeistigung
erlangt, den ihr haben müsst, um meine Lehre zu verbreiten.
11. Wenn ihr die Schmerzen, Leiden und auch Freuden eurer
Mitmenschen zu den euren macht, werdet ihr einen sicheren Schritt
auf dem Wege getan haben. Solange ihr über jene richtet, die
weniger Schuld als ihr haben, und ihr euch anderen gegenüber für
überlegen haltet, anstatt von Herzen demütig zu sein, seid ihr noch
weit davon entfernt, meine Jünger zu sein. Habt ihr nicht gesehen,
dass Ich ans Kreuz geschlagen wurde und der Menschheit vergeben
habe? Warum nehmt ihr mich nicht zum Vorbild? — Weil ihr die
Befriedigungen für den Körper immer mit größerem Interesse
wahrnehmt als jene, die den Geist betreffen.
12. Ich sehe, dass ihr meine Unterweisung noch nicht recht
versteht, noch eine klare Vorstellung von dem Ziel habt, das euch
erwartet.
13. Ich will nicht, dass irgendeines meiner Kinder im
gähnenden Abgrund der Finsternis zugrunde geht. Ich will, dass ihr
weiterhin eine Stufe nach der andern auf der Leiter zur geistigen
Vollkommenheit emporsteigt.
14. Macht jetzt eine Überprüfung eures ganzen Lebens und
eurer Taten im Lichte eures Gewissens, damit ihr erfahrt, ob ihr
Fortschritte gemacht habt oder stehengeblieben seid. Manche
müssen ihrer Zügellosigkeit ein Ende setzen. Ich versichere euch,
dass ihr gerade während des Opfers, das für den Körper der Verzicht
auf seine Leidenschaften bedeutet, die Sehnsucht fühlen werdet, mir
zu dienen und eure Mitmenschen zu lieben. In diesem Augenblick
wird die Reue aufbrechen, und das Weinen wird Frische und Ruhe
im Herzen und Lauterkeit im Geiste zurücklassen.
15. Ich habe von euch keine völlige Aufopferung in meinem
Dienste verlangt, noch werde Ich es verlangen, denn die Pflichten,
die ihr in der Welt übernommen habt, nehmen euch gleichfalls in
Anspruch. Aber Ich will, dass ihr auch während dieser Aufgabe das
verwirklicht, was ihr von mir gelernt habt.
16. Wachet und betet für die, die Hunger, Krankheit oder Elend
erleiden, denn Ich werde über euch wachen. Ergründet mein Wort;
während ihr dies tut, werdet ihr mit mir in beständiger Zwiesprache
sein.17. Schaut mit dem Geiste die Himmelsleiter, die sich vor euch
als leuchtender Pfad bis ins Unendliche erhebt, die euren Geist
einlädt, zum Schoße des Vaters zu gelangen — einem Schoße des
Friedens und unsagbarer Seligkeiten.
18. Ich fand euch verirrt wie Schiffbrüchige ohne Kompass, wie
verirrte Pilger in der Wüste. Doch Ich sandte euch mein Licht, das
euch einen Pfad voller Hoffnungen, Glauben und Trost finden ließ,
der euren Geist aufrichtete und ihn mit Lebenskraft und Energien
durchflutete, damit er weiter seinem Ziel zustrebt.
19. Am Ende der Himmelsleiter, auf der letzten Stufe, gibt es
eine Heimstatt, für die ihr alle bestimmt seid, die man jedoch durch
Verdienste, durch Glauben, durch große Liebe und Barmherzigkeit
erringen muss; wobei Hindernisse überwunden und Gegner besiegt
werden müssen, bis man schließlich zum neuen Gelobten Lande
gelangt, dem Reiche, das nicht von dieser Welt ist.
20. Diese Himmelsleiter ist ein gerader Weg, und auf ihm gibt
es keine Irrwege oder Labyrinthe, womit Ich euch begreiflich
mache, dass ihr bei der Erfüllung meines Gesetzes und beim
gründlichen Studium meiner Unterweisungen auf keine
Schwierigkeiten stoßen werdet.
21. Ihr werdet unbeirrt auf diesem Wege vorangehen und um
euren Aufstieg kämpfen. Ich werde euch stark machen. Wenn nicht
mit meiner Macht und meinem Licht — mit welchen Waffen wollt
ihr dann kämpfen und euch verteidigen? Womit würdet ihr eure
Versuchungen überwinden? Wenn Ich euch nicht mit meinem
Mantel der Liebe bedeckte — wie könntet ihr euch von euren
Feinden befreien? Doch wahrlich, Ich sage euch, auch meinen
Schutz und das Licht meines Schwertes müsst ihr durch Verdienste
erwerben.
22. Eure Spuren werden dem geistigen Pfade aufgeprägt
bleiben, der sich vor euch auftut. Doch diese Spuren sollen von
guten Werken, von Entsagungen, von edlen Taten, von hochherziger
Liebe und unbegrenzter Barmherzigkeit sprechen.
23. Jedem ist seine Bestimmung vorgezeichnet durch seine
geistige Aufgabe und seine menschliche Aufgabe. Beide sollen in
Einklang miteinander sein und einem einzigen Ziele zustreben.
Wahrlich, Ich sage euch, Ich werde nicht nur eure geistigen Werke
bewerten, sondern auch eure materiellen Werke. Denn in ihnen
werde Ich Verdienste entdecken, die eurem Geiste helfen, zu mir zu
gelangen.
24. Ihr werdet nicht allein auf der Wanderschaft sein. Vor euch
— die einen näher und andere weiter entfernt — gibt es viele
Wesen, die auch Schritt für Schritt voranschreiten und für jene
wachen und beten, die hinter ihnen gehen. Ihr Ideal ist es nicht,
allein anzukommen oder als erste, sondern ihren Geschwistern den
Weg zu bahnen, damit eines Tages die Seligkeit der Ersten die
Seligkeit aller ist.
25. Wie schön erscheint mir dieser Weg! Wie wird mein Geist
erquickt, wenn er den Fortschritt meiner Kinder sieht, ihre
Anstrengung, höher zu kommen und einen neuen Grad der
Vervollkommnung zu erreichen!
26. Da gibt es Wesen von allen Welten, die einen im Geiste und
andere im Fleische, die alle verschiedene Aufgaben durchführen. Ihr
errichtet eure Heimstatt in der Ewigkeit, um euch morgen am süßen
Geschmack des Honigs zu laben, den euch der Friede des Geistes
geben wird.
27. Selig sei, wer mir auf dem Weg der Wahrheit nachfolgt.
28. Gesegnet sei, wer liebt und vertraut, wer seine Aufgabe
kennt und sie erfüllt.
29. Wenn Ich zu euch vom "Weg" spreche, meine Ich keinen auf
Erden, denn die Welt, die ihr bewohnt, ist nicht dort, wo mein Reich
ist. Es ist der immer aufwärts führende geistige Weg. Es ist die
Entwicklung und der Fortschritt, die euren Geist erwarten. Wo
immer ihr euch daher auf Erden befindet, könnt ihr auf dem Weg des
Geistes sein.
30. Meine Kinder, wenn ihr vom Wege abgekommen seid, so
kehrt zu ihm zurück, wenn ihr stehengeblieben seid, so schreitet
weiter voran.
31. Die Aufgabe, die ihr in euch tragt, habe Ich euch entsprechend
euren Fähigkeiten und eurer Kraft gegeben. Ihr müsst sie
nur verstehen und lieben. Betet täglich, damit ihr das nötige Licht
für eure Bemühungen empfangt. Bleibt danach zubereitet, achtsam,
damit ihr die Stimmen derer, die euch rufen, derer, die euch
anflehen, vernehmt, und auch, damit ihr den Prüfungen entgegentreten
könnt. Denn jeder Tag eures Daseins ist eine Seite in dem
Buche, das jeder von euch schreibt. Jeder Tag ist durch eine Prüfung
gekennzeichnet, und jede Prüfung hat eine Bedeutung und einen
Grund.
32. Ich will aus euch ein an Leib und Seele gesundes Volk
machen, denn ihr seid das auserwählte, der Zeuge meiner
Offenbarungen zu allen Zeiten; und ihr seid in dieser Epoche
gekommen, um eine schwierige Mission zu erfüllen und den Weg
der neuen Generationen zu ebnen.
33. Ich habe euren Weg mit Liebesbeweisen besät, damit ihr
nicht an mir noch an euch zweifelt. — Ihr, die ihr mich in dieser
Zeit gehört habt, sollt nicht ins Grab sinken und das Geheimnis
dieser Kundgabe, das Ich mit euch teilte, mit euch nehmen. Denn
eure wichtigste Aufgabe ist es, in meinem Namen zu den Menschen
zu sprechen und meine Offenbarungen zu bezeugen.
34. Sagt mir nicht, dass es euch an Schulung fehlt, um dies zu
tun, denn Ich habe oft zu euch gesprochen, und beim Zuhören habt
ihr euch geläutert. Ihr alle könnt diese Botschaft in die Welt tragen.
Die Menschen erwarten sie und sind darauf vorbereitet, sie zu
empfangen. Habt ihr nicht den Wunsch nach Vergeistigung und nach
Frieden bemerkt, den die Menschen haben? Bewegt euch nicht ihre
Unwissenheit und ihr Schmerz?
35. Mein Geist ergießt sich auf alle Menschen, er spricht zu
ihnen durch ihr Gewissen und sagt ihnen: Kommt zu mir und ruht
euch aus. Nehmt an den Glauben, der euch fehlt, seid nicht länger
Blinde auf dem Wege.
36. Volk, kennst du das Werk, das Ich derzeit auf der Welt
entfalte? "Nein", sagt ihr mir, "wir sehen diese Menschheit sich nur
aufbäumen, sich in großes Verderben stürzen und eine schwere
Heimsuchung ertragen." Wahrlich, Ich sage euch, Ich habe zugelassen,
dass sich der Mensch mit eigener Hand richtet und dabei alle
seine Irrtümer erkennt, damit er geläutert zu mir zurückkehrt. Jedem
Geschöpf habe Ich mein Licht zugesandt und bin ihm in den Tagen
der Trübsal beigestanden.
37. Mein Geist ist auf jeden Geist herniedergekommen, und
meine Engel sind auf das Universum verteilt und erfüllen meine
Weisungen, alles zu ordnen und auf seine Bahn zurückzubringen.
Wenn dann alle ihren Auftrag erfüllt haben, wird die Unwissenheit
verschwunden sein, das Böse nicht mehr existieren, und nur das
Gute wird auf Erden regieren.
38. Ach, wenn ihr doch fähig gewesen wäret, mich zu
verstehen, wenn ihr meine Sehnsucht, euch zu vervollkommnen,
kennen würdet — wie weit wärt ihr bereits aufgestiegen, und wie
nahe wärt ihr mir dann schon! Wenn euer Wille der meine wäre,
hättet ihr bereits den Gipfel erreicht, wo Ich euch erwarte.
39. Doch was ist mein Verlangen, Volk? — Eure Einigung und
euer Friede.
40. Hier bin Ich aufs neue und spreche zu euch, bewege eure
Herzen in Erwartung eures Erwachens.
41. Jeder gute Baum wird beschützt werden, und seine Wurzeln
und Zweige werden sich ausbreiten, um dem Wanderer Schutz und
Nahrung zu spenden. Doch das Unkraut wird mit der Wurzel
ausgerissen und ins unauslöschliche Feuer geworfen werden.
42. Ich spreche zu euch im Sinnbild, und wenn Ich zu euch von
diesem Baume spreche, spreche Ich von den Werken der Menschen.
43. Jenen, denen Ich Ämter anvertraut habe, sage Ich: Bereitet
eure Ernte vor. — Familienväter, Lehrer und Regierende, Herren
und Knechte, Große und Kleine, Ich will nicht, dass ihr mir eure
Felder verwildert anbietet. Auch wenn es nur eine geringe Aussaat
ist — bringt sie mir gereinigt und lauter dar.
44. Kommt zu mir, ruft, und es wird euch aufgetan. Doch
kommt frohgemut, befriedigt von eurem Werke, damit ihr euch
groß, mir ähnlich fühlt.
45. Wahrlich, Ich sage euch, wenn es tausend zubereitete Verstandesorgane
gäbe, würde Ich mich durch diese tausend gleichzeitig
kundgeben.
46. Ich gebe euch meine Unterweisung, seit Ich mich zum
ersten Mal durch meine Tochter Damiana Oviedo kundgab, durch
deren Verstandesvermögen Ich euch meinen Willen mitteilte. Seit
damals strömt meine Weisheit durch diese Stimmträger — eine
Weisheit, die ihr in euren Herzen gleich kostbaren Juwelen anhäufen
sollt, denn in ihnen ist Liebe enthalten.
47. Ich will, dass ihr, so wie Ich euch gelehrt und geführt habe,
eure Mitmenschen lehrt.
48. Ihr seid die Zeugen all dessen, was Ich in dieser Zeit gesagt
habe, damit ihr morgen, wenn mein Wort nicht mehr bei euch ist, zu
euren Mitmenschen von diesen Unterweisungen sprecht. Dann sollt
ihr im Rückblick auf diese Kundgebungen denen, die euch fragen,
erklären, wie der Meister sich kundgab und was der Stimmträger
dabei tat. Denn nach 1950 werden die Menschen euch befragen, und
durch eure Zeugnisse angeregt, werden sie nach den Büchern
verlangen, in denen mein Wort gedruckt vorliegt, und darin werden
sie meine Gegenwart und meine Essenz finden. Wenn sie dann auch
Unvollkommenheiten suchen, werden sie diese nicht finden; denn
die Unvollkommenheiten jener, durch die Ich mich kundtue, werden
nicht in diese Bücher gelangen.
49. Diese Schriften werden das Licht des wahren Glaubens in
den Herzen entzünden. Sie werden den Sündern den Weg zur
Erneuerung zeigen und werden neue Jünger, neue Soldaten
hervorbringen, von denen viele mehr Glauben und mehr Liebe
beweisen werden als viele derer, die mir in dieser Zeit zuhören.
50. Bereitet euch vor, damit eure Zeugnisse lauter und
wahrhaftig sind. Ich verströme mein Licht auf alle Menschen.
51. Selig das Herz, das zubereitet ist, denn es wird meine
Gegenwart fühlen.
52. Volk, es ist mein Wille, dass in dieser Dritten Zeit jeder
Verstand, jedes Herz und jeder Geist diese geistige Erkenntnis
erreicht.
53. Das Buch der Weisheit ist aufgetan, damit alle zu meinen
Jüngern werden.
54. Wacht mit größtem Eifer über der Unterweisung, die Ich
euch derzeit gebe.
55. Ihr seid meine demütige Familie, der Ich ein Erbe anvertraut
habe, der Ich alles offenbart habe, was meinem Willen entsprach.
56. Ihr kennt die himmlische Heimat nicht und irrt weiter in der
Wüste umher. Doch Ich bin gekommen, euch in meiner Liebe zu
vereinen, und ihr sollt nicht vergessen, dass die Liebe eures Vaters
euch erwartet. Ich bereite euch derzeit den Weg, damit ihr euch von
dem schweren Tagewerk erholen könnt. Aber Ich sage euch schon
jetzt, dass es auf diesem Weg mehr Dornen als Blumen gibt. Euch,
die ihr die Wege des Lebens kennengelernt und auf ihnen
Standhaftigkeit und Mut gewonnen habt, wird nichts mehr
überraschen.
57. Ihr seid meine Jünger in dieser Zeit, ihr versucht meine
Offenbarung zu verstehen, und zugleich seid ihr angesichts der
Fortschritte der Wissenschaft überrascht. Freut euch, dass ihr
Zeugen all dieser Wunder gewesen seid, denn ihr habt nicht nur die
Früchte der menschlichen Intelligenz kennengelernt, sondern auch
geistige Erkenntnis auf einer hohen Entwicklungsstufe erreicht.
58. Wie viele Wissenschaftler, die für gelehrt gehalten werden,
leugnen das geistige Leben, während ihr versteht, was sie nicht
erkannt haben. Eure Aufgabe ist es, (meine Unterweisung) bekannt
zu machen, damit in dieser Zeit alle einen weiteren Schritt zum
Lichte hin machen.
59. Ich sehe das Verlangen der Menschen, die sich danach
sehnen, zu mir zu kommen. Ich habe euch gesagt: Ich habe die Wege
gebahnt, damit alle die unendliche Seligkeit erleben, mich zu
finden. Ihr, die ihr einen Schritt auf die Erneuerung, die Vergeistigung
zu gemacht habt, fühlt eure Seele jubelnd vor Freude.
60. Ich will diese Zuhörerscharen hier vor meinem Abschied
Ende 1950 zugerüstet zurücklassen.
61. In der Zweiten Zeit bereitete Ich zwölf Männer zu, und sie
verbreiteten meine Lehre auf der damals bekannten Welt. Zwölf
Männer genügten, um mein Gesetz der Liebe zu verankern. Ihnen
sagte Ich, dass Ich noch einmal unter den Menschen sein würde.
Und nun ist mein Wort eingelöst, da der Meister im Geiste wiedergekommen
ist, von seinen geistigen Heerscharen begleitet.
62. Dies ist die Zeit der Befreiung des Geistes, das Zeitalter des
Lichtes und der Entwicklung. Ihr werdet das Saatkorn erkennen, das
Ich in den Seelen zurücklasse, und dieser Same wird das Zeugnis
meines Kommens zu den Menschen in dieser Dritten Zeit sein, in
der Ich mich seit dem Jahre 1866 manifestiert habe.
63. Ihr, die ihr mir gerade zuhört, seid meine Jünger in dieser
Zeit, und seid zu mir gekommen, ohne zu wissen, auf welchem
Wege ihr euch befandet.
64. Ich will, dass meine neuen Jünger die Sämänner des
Friedens auf dieser Welt sind.
65. Ihr wisst nicht, wie viel euer Geist für seine Entwicklung
erreicht durch die kurzen Augenblicke, die ihr der Welt entzieht, um
sie mir zu widmen. Wahrlich, Ich halte Überraschungen für euch
bereit, wenn ihr bei eurem Vater ankommt.
66. Es ist eine heikle Mission, die Ich euch anbefohlen habe,
aber es ist kein schweres Kreuz der Selbstaufopferung. Nichts
zwingt euch, diese Unterweisungen zu befolgen, da ihr mit
Willensfreiheit ausgestattet seid. Aber über jener Freiheit des
Denkens, Lebens und Wirkens, die euch zu eigen ist, strahlt ein
Licht, welches das Gewissen ist, das euch anrät, was ihr tun sollt,
und euch das Gute vom Bösen zu unterscheiden lehrt. Dies Licht bin
Ich, der Ich in und außerhalb von euch bin, euch sowohl in der
Freude, als auch im Schmerz beistehe, wenn ihr auf einem guten
Wege wandelt oder wenn ihr auf den Abgrund zu rennt. Ich bin
überall, weil Ich das göttliche Herz bin, das im ganzen Universum
schlägt.
67. Ich will keine weitere Sühne oder Schmerzen für euch; Ich
will, dass die Seelen aller meiner Kinder so, wie die Sterne das
Firmament verschönern, mit ihrem Licht mein Reich erhellen und
das Herz eures Vaters mit Freude erfüllen.
68. Bereitet eure Herzen, um die Botschafterin der Liebe zu
empfangen, welche Maria ist, die Mutter, die herniederkommt, um
das Herz der Kinder zu trösten.
69. Die zartfühlendste Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen hat
keine Gestalt. Dennoch nahm sie in der Zweiten Zeit die Gestalt
einer Frau an in Maria, der Mutter Jesu.
70. Begreift, dass Maria immer existiert hat, da ihr Wesen, ihre
Liebe, ihr Zartgefühl schon immer in der Gottheit gewesen sind.
71. Wie viele Theorien und Irrtümer haben die Menschen über
Maria geschaffen! Über ihre Mutterschaft, ihre Empfängnis und ihre
Reinheit. Wie sehr haben sie dabei gelästert!
72. An dem Tage, da sie jene Reinheit wirklich begreifen,
werden sie sich sagen: "Es wäre besser für uns, wenn wir nie
geboren wären." Tränen von Feuer werden in ihren Seelen brennen.
Dann wird Maria sie in ihre Gnade hüllen, die Göttliche Mutter wird
sie mit ihrem Mantel beschützen, und der Vater wird ihnen vergeben
und mit unendlicher Liebe sagen: "Wachet und betet, denn Ich
vergebe euch, und in euch vergebe Ich und segne Ich die Welt."
73. Ich suche in euren Händen keine Ernte, weil Ich weiß, dass
sie leer sind. Ich habe solche gesehen, die anstatt Glauben in die
Herzen zu säen, ihnen das wenige, was sie davon hatten, entrissen
haben.
74. Ich habe euch überreich mit Fähigkeiten ausgestattet, damit
ihr tätige Nächstenliebe üben könnt, und daher ist es nicht recht,
dass ihr als Bedürftige zu mir kommt und meine Hilfe erfleht.
75. Als eure Mitmenschen sich an euch gewandt und euch um
Hilfe gebeten haben — habt ihr sie da angehört und euch um sie
gekümmert? Euer Gewissen sagt euch, dass ihr bei vielen Gelegenheiten
taub und gleichgültig geblieben seid, und dies ist nicht die
Lehre, die Ich euch in Jesum lehrte.
76. Mein Blick liest in euren Herzen, mein Wort richtet euch,
und ihr erzittert nicht dabei. Während Ich euch richte, lehre Ich
euch, liebe und vergebe Ich euch. Ich vergebe euch, die ihr mich
hört, und Ich vergebe der Menschheit.
77. Zuweilen sehe Ich euch unentschieden, und ihr fürchtet euch
davor, weiter voranzuschreiten, fürchtet die Fallstricke des Weges,
fürchtet euch sogar vor meinem Licht, weil ihr meint, von seinem
Glanz geblendet zu werden. Wie wollt ihr dann stark werden und
dem Schmerz Einhalt gebieten? Lasst das Licht meines Geistes euer
Wesen erfüllen, dann werdet ihr viele Offenbarungen verstehen, und
eure Verzagtheit wird verschwinden. Nehmt nicht Anstoß daran,
dass ein und derselbe Gott euch richtet, euch liebt und euch auch
heimsucht. Seid nicht verwirrt, dass vom Herzen des Vaters das
strengste Gericht und zugleich die liebevollste Fürsprache für seine
Kinder ausgeht; doch fordert die Gerechtigkeit des Vaters nicht
heraus, da ihr in eurem Geiste bereits mein Licht habt. Denn wenn
sie sich in eurem Leben unerbittlich fühlbar macht, wird es für euch
den Anschein haben, dass Ich euch meine Vergebung verweigert
habe, dass Ich euch nicht mehr liebe, dass Ich die Grenze der
Gerechtigkeit überschritten habe und mich grausam und ungerecht
erweise, ln eurer Verblendung könntet ihr dann nicht begreifen, dass
niemand einen Schmerz erntet, der ihn nicht zuvor gesät hat.
78. Wenn ihr meine Lehre verstündet, würdet ihr meine Liebe
fühlen und meine Gegenwart in eurem Leben erkennen, die euch
Fehltritte und Stürze erspart und euch mit väterlicher Güte wiederaufrichtet,
wenn eure Undankbarkeit oder eure Bedürftigkeit euch
zu Fall gebracht haben. Ein andermal würdet ihr mich die
niederdrückende Last eurer Verfehlungen erleichtern sehen, um euer
Herz zu tiefen Betrachtungen zu bewegen, denn meine Liebe und
meine Vergebung sind grenzenlos.
79. Bisher sind nur ungebildete Menschen mit schlichtem
Gemüt und bescheidenem Wissen herbeigekommen, um mein Werk
kennenzulernen. Zu allen Zeiten sind dies die ersten gewesen, die zu
mir kamen, um mich zu hören; doch nun werden auch Gelehrte,
Philosophen und Wissenschaftler kommen. Die einen werden es in
der Absicht tun, den Sinngehalt dieser Lehre zu erforschen, und
andere mit der Vorahnung, dass sie dabei einer lichtvollen Wirklichkeit
begegnen werden. Sie alle werden in meinem Worte neue
Lektionen lernen, und diese neue Weisheit, die sie in meinen
Offenbarungen entdecken werden, wird die Art des Denkens, des
Seins und des Fühlens der ganzen Menschheit umwandeln.
80. Wie sehr werden sie sich über die schlichte und vollkommene
Art und Weise wundern, die Ich gewählt habe, um meine
Offenbarung zu verwirklichen, und wie viele Erklärungen und
Lösungen werden sie in meinen Unterweisungen finden.
81. Eine neue Zeit vertraue Ich dieser Menschheit an, die aus
Wesen unterschiedlicher geistiger Reife sowie verschiedenartiger
Aufgaben auf Erden besteht.
82. Ein heftiger Kampf erwartet den Menschen von morgen —
ein Kampf, der nicht aus dem Verlangen nach materiellen Gütern
entbrennt, noch wird er so egoistisch sein, dass er in seinem Verlauf
menschliche Leben vernichtet. Nein, Ich spreche zu euch von einem
edlen und erhabenen Kampfe, durch den der Friede und die Liebe in
der Welt wiederhergestellt werden. Ich spreche zu euch von Arbeit,
Anstrengung und Opfer um eurer Besserung willen, sowohl moralisch
als auch materiell, und auch von eurer Rettung und eurem
geistigen Fortschritt.
83. Auf den Fundamenten wahren Wissens, auf Liebe und
Gerechtigkeit werden die Menschen von morgen eine Welt des
Friedens und des Lichtes errichten. Eine in moralischer, geistiger,
intellektueller und wissenschaftlicher Hinsicht neue Welt wird auf
den Trümmern der Vergangenheit erstehen, mit der sich das Leben
der Völker völlig umwandeln wird.
84. Hier, wo das Gute so sehr bekämpft wurde, wo das Heilige
so sehr geschändet wurde, wo alles, was gerecht und erlaubt ist,
heftig verworfen wurde, wird das Gesetz der Liebe Geltung
erlangen. Das heutige Tal der Tränen wird sich in ein Tal des
Friedens wandeln. Denn der gute Wille des Menschen, am Gesetze
festzuhalten, wird seinen gerechten Lohn finden, wenn er jene
höchste Gabe des Geistes, welche der Friede ist, zurückgewinnt.
85. Wenn das Leben des Menschen sich in einer Atmosphäre
des Friedens entfaltet, wird sein Wissen größer sein, seine
Inspiration höher, als sie bis heute jemals gewesen ist.
86. Wie könnten die Menschen von heute inmitten einer
lasterhaften Welt inspiriert werden, in der so unzählig viele
Gedanken des Hasses, des Bösen und des Materialismus umherschwirren,
die eine Art Vorhang bilden, der ihren Geist daran
hindert, die Wahrheit des Ewigen zu schauen?
87. Kommt zu mir, o Menschen, betet und sagt mir in geistiger
Sprache eure Sehnsüchte und Leiden. Denn Ich werde euch dann an
der Hand nehmen und ins Innere meines Heiligtums führen, wo Ich
euch alles enthüllen werde, was euch dazu dienen kann, euer Dasein
zu schmücken, es schöner und edler zu machen.
Mein Friede sei mit euch!

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