BWL - Band VIII - Unterweisung 241

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 241

1. Ich empfange dich, Volk, das herbeikommt, um sich vom
göttlichen Worte zu nähren, das das Brot der Seele ist. Ich komme
zu euch aus Liebe, die Ich zu euch habe. Ach ihr Menschen, die ihr
euch nur auf Schmerzen, Blut und Ängste zubewegt! Die Schatten
des Materialismus haben den Blick der Menschen verdunkelt, und
so können sie den Weg zu ihrer Wiedergutmachung nicht sehen.
2. Freut wenigstens ihr euch, die ihr Mich hört, an meinem
Worte und findet Trost bei Mir. Denn diese Menschheit hat ihren
Verstand und ihre Gefühle irregeleitet, da sie, statt nach der
Wahrheit zu streben, der Verwirrung zustrebt. Die großen menschlichen
Intelligenzen erblühen heute im Verbrechen, und das machen
sie zu ihrem Ideal.
Deshalb habe Ich denen, die Ich meine Jünger nenne, schon seit
langem gesagt, dass, wenn sie die Mission, die Ich ihnen anvertraut
habe, ausführen, ihr Beispiel einen solchen Einfluss auf das Leben,
das Denken und Sprechen der anderen haben wird, dass diese sagen
können: Heute nutze ich meinen Geist, den ich früher für nutzlos
hielt.
3. Jünger: Wenn der Geist der Menschen sich aufrichtet, sich
befreit und auf den Gebieten arbeitet, die ihm zustehen, wird der
Leidenskelch, den diese Welt trinkt, enden. Wenn einmal im
Verstande und im Herzen des Menschen die Vergeistigung erblüht,
wird es auf allen Wegen eures Lebens ein Erblühen geben. ─ Ich
spreche gerade zu denen, die danach streben, meine Jünger zu sein,
und bei denen Ich Sensibilität vorfinde, wenn sie Mich vernehmen.
4. Mein Volk, sorge dafür, dass kein einziger Augenblick deines
Lebens vergeudet wird. Liebet einander, und fühlt den Schmerz, es
nicht schon früher getan zu haben. Denkt tief über die wesentlichen
guten und schlechten Taten eurer Vergangenheit nach. Denn aus
diesem Nachdenken werden euch gute Früchte erwachsen, und dann
denkt an die Zukunft. Fragt euch: "Was habe ich für die kommenden
Zeiten vorbereitet?"
Ihr werdet begreifen, dass ihr der Menschheit etwas zu sagen
habt, dass ihr etwas tun müsst, um sie aus jenem Schlafe
aufzuwecken, der sie nicht das Leichentuch sehen lässt, mit dem der
Tod sie derzeit bedeckt und ständig bedroht ─ dass ihr etwas tun
müsst, damit sie erwacht und die Stimme des Gewissens vernimmt.
5. Ach ihr menschlichen Eitelkeiten! Ach ihr Menschen, die ihr
euer Erblühen und eure Herrlichkeit auf dieser Erde sucht!
6. Um Worte zu sagen, die töten, habt ihr euch einen Thron
errichtet, von dem aus ihr eure Befehle zum Krieg, zur
Beschwörung von Zerstörung und des Todes hören lasst!
7. Was ist die menschliche Intelligenz, wenn diese nicht mit
Vergeistigung vereint ist, welche Gewissen, Gerechtigkeit und
Barmherzigkeit ist? Mit welchen Worten wollen jene Menschen
Gott Rede und Antwort stehen, die mit ihrem Lichte die großen
Zerstörungswaffen erfunden haben? Womit wollen sie die Schuld
bezahlen, die sie derzeit auf sich laden? Wie wollen sie die Ernte
ihrer großen Aussaat bewältigen?
8. Und alle, die von Mir sprechen und sich meine Jünger und
Diener nennen, frage Ich: Was tut ihr in diesen Augenblicken, und
was habt ihr getan, um die Welt zu beschützen?
9. O Kinder, die ihr Mich in dieser Zeit vernehmt! Arbeitet in
meinem Liebeswerk, beeilt euch, jenen Teil eures Lebens, um den
Ich euch bitte, dem Wohle eurer Nächsten zu widmen, was zugleich
zu eurem Wohle sein wird.
10. Mein Werk benötigt Soldaten. Warum nicht das Leben an
dieser geistigen Front verlieren, da ihr es doch ohne irgendeinen
Nutzen auf den Schlachtfeldern hingebt?
11. Nutzt jenen Teil der Zeit, den Ich von euch verlange, indem
ihr unterweist, haltet Vorträge voller Liebe und Wissen, erweicht
und erweckt die Herzen. Seht auf mein göttliches Dasein, wie es
sich der Aufgabe widmet, euch zu lieben, euch zu behüten und euch
zu retten. Erinnert euch, dass Ich auch als Mensch euch mein ganzes
Leben weihte. Begnügt euch nicht damit, nur wenig Samen zu
ernten. Was wird die Bescherung oder das Geschenk sein, das ihr in
meine Hand legt, wenn ihr in das eingeht, was ihr "Jenseits" nennt?
Ich gab euch im Übermaß das Wasser aus meiner Quelle. Wollt ihr
Mir nur einige wenige Tropfen zurückgeben? Legt Zeugnis ab mit
euren guten Werken.
12. Die Geistesgaben, die sich in dieser Zeit bei euch offenbart
haben, sind zutage getreten, um euch zu helfen, jene kristallklaren
Wasser auf die Seele eurer Mitmenschen zu ergießen. Lernt von
eurem Meister, der sich für euch immer als ein Liebesquell gezeigt
hat, als eine beständige Gabe, als eine brennende Leuchte, um das
Herz dessen zu erhellen, der leidet. Ist etwa nicht jedes meiner
Worte wie eine Lichtfackel auf dem Wege des Wanderers, der auf
dem Weg zum Ziele seiner Bestimmung ist? Ist diese Botschaft etwa
keine neue Offenbarung, die euch Gott näherbringt?
13. Nur wer meine Lehre und mein Gesetz fühlt und lebt, wird
sich in meinem Werke "Lehrer" nennen können. Dahin führt euch
dies Wort, damit ihr das Hohe und das Tiefe darin erkennt. Denn
den Geist, der groß sein will, interessieren nur die großen Werke.
Der kleine Geist strebt nur nach Kleinem; und um zu glauben, muss
er sich unter Schmerzen vom Überflüssigen trennen und sich in der
Liebe seines Vaters stärken.
14. Der große Geist dagegen opfert um seines hohen Ideals oder
seiner Liebesmission willen selbst das, was ihr als sein Liebstes
betrachten könnt.
15. Seid ihr erstaunt, dass meine Jünger der Zweiten Zeit alles
verlassen haben, um Mir nachzufolgen, euch alles gegeben haben
aus Liebe zu euch?
16. Mein Wort ladet alle ein, zum Weg der Liebe zurückzukehren.
Dort werden sich viele schämen, Hass oder Groll gegenüber
ihren Mitmenschen gefühlt zu haben, sie nicht weiterhin
geliebt zu haben. Dann werden sie diese mit Schmerz und zugleich
Wonne der Reue wieder von Herzen umarmen. Dann zeigt sich die
Vergeistigung und schwindet das Irdisch-Menschliche.
17. Ich werde euch noch mehr über die großen Seelen sagen:
Sie sind nicht empfindlich gegenüber Beleidigungen, noch schwach
bei Schlägen. Sie blicken mit Gleichmut auf solche Erbärmlichkeiten
und mitleidig auf die, die sie ausführen. Sie stehen über
diesen Kleinigkeiten und blicken nur auf das, was groß ist.
18. Ihr alle werdet große Prüfungen durchleben müssen. Ihr
müsst sehr stark sein, um nicht zu verzagen und dadurch die Scham
über eure Schwachheit zu vermeiden.
Ihr, die ihr dieses Wort vernommen habt und zu diesem Tische
voll guter Speisen gekommen seid und euch von meiner Weisheit
genährt habt ─ seid stark und ermutigt eure Mitmenschen durch
eure Liebe.
19. Wer das Gute tut, ist ein Apostel Christi. Doch er wird keine
Titel benötigen, die ihn als solchen beglaubigen, noch wird es nötig
sein, dass er damit prahlt.
20. Was sagt ihr Mir, wenn Ich euch die leidvollen Ereignisse
der Zukunft offenbare? Was könntet ihr den Uneingeweihten anbieten,
die im Verlangen nach Trost zu euch kommen?
21. Ich sage euch nur: Sät meinen Samen aus. Diese Lehre ist
euer Vermächtnis. Wenn ihr in die Tiefen eurer Seele einzudringen
versteht, werdet ihr dort den Messias finden, der unablässig zu
eurem Herzen zurückkehrt, um es mit seinem Lichte zu erleuchten.
22. Diejenigen, die morgen herbeikommen werden, um von
meinem Kommen zu erfahren, kann man in zwei Gruppen einteilen:
Die einen, die zweifelnd kommen und gläubig und zerknirscht
weggehen, weil sie die Liebe meines Wortes anrührte. Und die
anderen, die ungläubig kommen und ebenso unzufrieden bleiben
werden, weil sie mehr Körper als Seele sind, mehr Beschränktheit
als Nachdenklichkeit. Euch jedoch, die ihr meine neuen Jünger
genannt worden seid, und die ihr vom Heiligen Geiste gekennzeichnet
worden seid, sage Ich: Wann beginnt ihr, die Welt durch das
Beispiel eurer Liebeswerke zu erleuchten?
23. Höret: Als Ich bei euch auf Erden war, kamen die Menschen
in Scharen zu Mir ─ Menschen in hohen Stellungen, voller Eitelkeit,
Regierende, die Mich heimlich aufsuchten, um Mich zu hören. Die
einen bewunderten Mich, aber aus Furchtsamkeit bekannten sie es
nicht offen; andere lehnten Mich ab. Es kamen Menschenscharen zu
Mir, die aus Männern, Frauen und Kindern bestanden und Mir am
Morgen, am Nachmittag und in der Nacht zuhörten, und immer
fanden sie den Meister bereit, ihnen das Wort Gottes zu geben. Sie
sahen, dass der Meister sich selbst vergaß, und konnten sich nicht
erklären, zu welcher Stunde Er Nahrung zu sich nahm, damit sein
Körper nicht schwach und seine Stimme nicht matt würde. Der
Grund war, dass sie nicht wussten, dass Jesus aus seinem eigenen
Geiste Kräfte erhielt und in sich selbst Nahrung fand.
24. Ebenso werdet auch ihr eines Tages erfahren, dass jener, der,
von der Göttlichen Liebe inspiriert, sein Dasein der Aufgabe
widmet, seine Mitmenschen zu trösten, zu unterstützen und zu
lieben, in seiner eigenen Seele eine unbekannte Kraft und Nahrung
finden wird, die ihn aufrechterhält, ohne einen Augenblick im
Kampfe zu ermatten.
25. Auf diese Weise werde Ich Mich in jenem Volke bekunden,
das dasselbe wie heute ist, und das morgen auf der ganzen Welt eine
einzige Gemeinschaft bilden wird: das Volk Gottes.
26. Lernt von Mir und nutzt eure Gaben, damit ihr die große
Schuld bezahlt, die ihr euch selbst und der Menschheit gegenüber
habt. Nehmt eure Sühne bereitwillig an und habt nicht den Wunsch,
diese Schuld mit etwas zu begleichen, das euch gefällt und nicht
schwer fällt. Denn oftmals werdet ihr Opfer oder Verzicht leisten
müssen.
27. Ich verlange von euch nicht euer Leben, sondern nur einige
Stunden, nur einen Teil eurer Zeit.
28. Erinnert euch, dass Jesus, um bei euch zu sein, seine Mutter
verließ ─ jene liebevollste Mutter, die das einzige war, was Er auf
Erden hatte. Er entfernte sich im Leben von ihr und lag nur in ihren
Armen, als Er leblos vom Kreuze herabgenommen wurde. Von euch
verlange Ich nicht so viel, sondern nur einen kleinen Teil dessen,
was Ich euch gab und lehrte.
29. Gebt euer Leben hin, indem ihr den Betrübten tröstet, den
Kranken heilt und den Verirrten rettet, doch lasst euch nicht töten,
nur um zu zeigen, dass ihr bereit seid, für Mich zu sterben.
30. In meiner Lehre soll es keine Angeklagten noch Ankläger
geben, weder Beleidigte noch Beleidiger. In ihr soll es nur die
geben, die danach streben, sich durch die Ausübung meiner Unterweisungen
aufwärts zu entwickeln.
31. Ihr besitzt alles, um zu Mir zu gelangen: Die Welt ist eine
Schule, das Leben ist ein Lehrbuch, meine Inspiration ist ein Licht.
Der Meister bin Ich, die Menschen meine Jünger. Daher rufe Ich
euch unablässig, und Ich sage euch: Ihr alle findet Platz in meiner
Liebe.
32. Lasst Mich nicht allein bei meinen Unterweisungen, seid
nicht kalt angesichts dieser Liebe, die Ich euch entgegenbringe.
Bedenkt, dass euch einige menschliche Lippen das Wort meines
Geistes erleuchtet.
33. Wenn ihr auf der Erde sagt, dass Ich euch mit meiner Lehre,
mit meinem Gesetz Religionen gebracht habe, so sage Ich euch,
dass es in meinen Augen nur einen Gottesdienst gibt, welcher der
der Liebe, der Liebe zum Vater, zu den Nächsten oder Mitmenschen
und zu allem ist, was aus dem Schöpfer hervorgegangen ist.
34. Jenes göttliche Höchstgebot, einander zu lieben, wird das
Gesetz sein, das alle Menschen vereint, das sie erleuchtet, damit sie
sich als Geschwister fühlen, einander beschützen, beistehen, vor
Versuchungen bewahren und anerkennen, ohne an Unterschieden
der Rassen oder Glaubensüberzeugungen Anstoß zu nehmen.
35. Stellt euch eine solche Welt vor, und ihr werdet sie euch im
Frieden vorstellen, als eine einzige Familie, die von den Gesetzen
der Liebe, der Achtung und der Gerechtigkeit regiert wird.
36. Diese Prophezeiungen werden Wirklichkeit werden, denn
eure Welt ist nicht dazu verdammt, ewig ein Tal der Finsternis und
Sünden zu sein.
37. Im Herzen der Menschen wird die Tugend erstrahlen wie die
Blumen in den Gärten. Denn Ich sage euch: Die Blumen in ihrer
Schönheit gleichen den Ideen und Inspirationen, die aus Gott
hervorgehen, um die Sünder zu retten.
38. Kommt herbei, dies ist euer Weg, hier ist das Brot für die
Armen und der Trost für die Betrübten. Kommt und fürchtet nichts.
39. Gesegnetes Volk Israel, der Vater sagt euch: Vernehmt die
Stimme eures Gewissens, schult euer Verstandesvermögen, denn Ich
werde mein Wort in jedem von euch unauslöschlich niedergeschrieben
zurücklassen. Vernehmt das lebendige Wort, das Ich
derzeit überfließen lasse, das der Quelle der Weisheit entströmt,
welche mein Geist ist.
40. Ich habe alle Wege geöffnet, damit alle meine Kinder zu Mir
kommen. Jetzt ist die Zeit des Erwachens, in der Ich mein Wort der
vergangenen Zeiten und die neuen Offenbarungen klar aufzeigen
werde, die Ich euch geben werde, und die die Vervollständigung, der
dritte Teil des Buches sind, dessen Besitzer ihr sein werdet.
41. Ich habe vor euch den Schleier weggezogen, der die Größe
meiner Lehre verbarg. Ich gab euch in der Zweiten Zeit den Samen,
damit ihr ihn aussäen und pflegen und zum passenden Zeitpunkt
vorzeigen würdet.
42. Doch Ich habe von den beauftragten Sämännern die Frucht
verlangt und habe nach einer langen Zeitspanne nur wenig Korn
geerntet. Ich hatte euch bereits gesagt: Neue Generationen werden
zur Erde kommen, und sie werden meine letzte Botschaft
empfangen. Ich bereite sie derzeit vor und sage euch: Die Zeit kam,
in der Ich dieses neue Zeitalter einleitete.
43. Der Wegbereiter weihte die ersten Arbeiter meines Werkes
ein, und danach öffnete der Meister das Buch, um seinen ganzen
Inhalt zu zeigen, welcher Licht, Weisheit, Rettung für die Menschheit
ist. So kam für euch jener Augenblick der Gnade. Ich vereinigte
Männer und Frauen unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse und
Weltanschauungen. Ich drang in ihre Herzen und sah nur Bitternis
und Enttäuschung. Und als sie mein Wort hörten, wiesen sie es nicht
zurück, verschlossen sie ihre Herzen nicht, stellten sie es nicht in
Frage, sondern nahmen es mit Liebe und mit Respekt auf.
44. Ich sorgte dafür, dass sie sich dem Studium aller
Kundgebungen meiner Göttlichkeit widmeten, und sie fanden diese
glaubwürdig, voll großer Bedeutung, und ihre Herzen wurden
ermutigt. Doch der Augenblick kam, in dem Ich ihnen sagte: "Ich
habe euch liebkost, ihr habt euch an meinen Liebkosungen erfreut,
doch jetzt ist es an der Zeit, zu kämpfen." Und die Lippen, die zuvor
unbeholfen und stumm waren, sprachen mit dem Göttlichen Worte.
Ich ergoss mein Wort durch sie selbst, und sie wurden meine
Stimmträger.
Andere, die Ich voller Glauben antraf, machte Ich zu
Gemeindeleitern und sagte ihnen: Zieht die Herzen an und bildet aus
ihnen Gemeinden. Wappnet euch mit Seelenstärke, denn ihr werdet
mit der Hartherzigkeit der Menschen zusammenstoßen. Ihr werdet
mit den Ungläubigen ringen, denn der Same von Thomas ist
bewässert worden und ist in den Herzen aufgegangen. Doch Ich
werde diese Saat mit der Wurzel ausreißen und euch bei eurer Arbeit
beistehen. Jeder von euch wird wie eine Fackel sein, die den Weg
eurer Mitmenschen erhellt.
Wenn die Zeit meiner Kundgabe endet, und ihr mit Mir nur noch
von Geist zu Geist in Verbindung tretet, werdet ihr weiterhin
unterweisen. Und die Menschen werden sich wundern und fragen,
wo ihr gelernt habt. Ihr werdet ihnen dann das Buch eures Herzens
zeigen, in dem meine Unterweisung eingeprägt ist und dem neue
Inspirationen entspringen werden.
45. Ich werde darum ringen, euch für die Zeit nach meinem
Abschied zubereitet zurückzulassen. Dafür setzte Ich einen langen
Zeitraum an, damit ihr in ihm viele Gelegenheiten haben würdet,
mein Werk zu verstehen.
Doch Ich bin nicht sichtbar gewesen für die materiellen Augen.
Ich habe euch zwar gesagt, dass Mich in dieser Zeit jedes Auge
sehen wird ─ das des Sünders und des Nicht-Sünders ─ , doch dies
müssen nicht die Augen des Körpers sein, sondern es ist der geistige
Blick, der Mich schaut, erleuchtet durch den Geist und die Seele als
einem Heiligtum, das Mich fühlt.
46. Ich habe in vielen Gegenden "Arbeiter" vorbereitet, um
mein Werk zu offenbaren. Wie viele Glücksmomente hat eure Seele
gehabt, während ihr meine Unterweisung vernommen habt! Wie
wart ihr über die Wundertaten entzückt, die Ich euch gewährt habe!
Damit ihr Mich anerkennen würdet, habe Ich euch zahllose Beweise
gegeben, denn Ich will, dass ihr, sobald ihr zubereitet seid, diejenigen
empfangt, die von Mir dazu bestimmt sind, diese
Unterweisung kennenzulernen. Ihr sollt euch wie ältere Geschwister
um die Herzen bemühen, die leiden, um ihnen beizustehen und
ihnen als Stütze zu dienen. Bringt die verirrten Schafe zurück zur
Hürde, lindert Leiden, rettet eure Mitmenschen.
47. Ich werde euch bei eurem Kreuze helfen, wenn ihr erschöpft
seid, und werde euch lehren, den Berg der Auftragserfüllung zu
ersteigen. Was könntet ihr erwarten, wenn ihr nicht erfüllt. Wie
könntet ihr Stärke fühlen, wie könntet ihr leben, wenn ihr, nachdem
ihr Mich gehört habt, kein Zeugnis von diesen Unterweisungen
ablegt?
48. Seid stark, liebet einander, dann wird mein Segen wie Tau
auf euch niedergehen, um euch immer zu ermutigen.
49. Wenn ihr die Wonnen des Lebens fühlt, schreibt ihr dieses
Vergnügen der Welt zu. Doch Ich sage euch: Ich will euch fröhlich
sehen. Deshalb sende Ich euch jene Momente der Glückseligkeit.
Denn wenn das Kind lächelt, lächelt auch der Vater. Sucht die
gesunden Freuden, die die Seele nicht verstören, und ihr werdet
Mich in ihnen finden. Doch wohl euch, wenn ihr inmitten eurer
Leiden lächeln könnt!
50. Mein väterlicher Blick ruht auf euren Herzen, o geliebte
Kinder, und Ich sehe eure Andächtigkeit. Ihr habt das vergessen,
was zu eurem materiellen Leben gehört, und nährt euch an meinem
Worte, um euch mit seiner Essenz zu erfüllen, und um meine
Gegenwart tief in euch selbst zu fühlen. Ich offenbare Mich euch,
weil Ich euch liebe und will, dass ihr mein Sehnen versteht.
Von Dankbarkeit erfüllt zeigt ihr Mir demütig euer Herz und
sagt Mir: "Meister, lese in ihm wie in einem offenen Buch und
wirke in uns deinen Willen. Wir werden mit dem einverstanden sein,
was Du über uns verfügen solltest."
51. Ich sehe euren Glauben und euer Vertrauen in meine
Göttlichkeit. Ihr wisst, dass Ich euch liebe und euch alles gewähre,
was gerecht und zu eurem Wohle ist. Deshalb habt ihr Vertrauen und
bittet Mich um Beistand.
Es ist eine Zeit der Wiedergutmachung, in der ihr lebt, in der ihr
keine vollkommenen Freuden noch dauerhaften Frieden haben
werdet. Diese Erde ist nicht euer Vaterland. Ihr seid zeitweilige
Bewohner derselben und erarbeitet euch je nach euren Verdiensten
ein besseres, höheres Leben als dieses.
52. Auf der Erde werdet ihr, wenn ihr zubereitet sein werdet,
den Frieden meines Geistes fühlen ─ jenen Frieden, dessen ihr euch
erfreut habt und den die übrige Welt nicht kennt ─ jene Sanftheit,
die sich in meinem Worte verströmt ─ jene Herrlichkeit, die ihr
erlebt habt, wenn ihr in der Gemeinschaft mit Mir erhoben seid.
Die Welt hat diesen Anreiz nicht, doch sie benötigt ihn, erwartet
ihn, weil sie weiß, dass er kommen muss, und manche bereiten sich
vor, weil sie ahnen, dass der Zeitpunkt näherrückt, an dem Ich zu
ihnen komme.
Doch Ich sage euch: Ihr alle werdet diesen Frieden besitzen, alle
werden das Licht der Wahrheit kennenlernen. Mein Wort wird sich
verbreiten und von Mund zu Mund, von Heim zu Heim und von
einer Nation zur anderen gehen mittels meiner "Arbeiter". Aber Ich
habe bei ihnen und beim Volke ihr nur langsames Voranschreiten,
ihre Furchtsamkeit gesehen, und daher ist mein Werk nicht über die
engen Grenzen hinausgekommen, in die sie es eingesperrt haben,
und dies ist nicht mein Wille.
53. "Arbeiter", Ich habe von euch Vereinigung verlangt, damit
ihr einen einzigen Geist, einen einzigen Verstand und ein einziges
Herz bildet, damit überall, wo immer sich eure Mitmenschen
aufhalten, sie von euch dasselbe Wort, bei allen das gleiche Zeugnis
vernehmen und meine göttliche Liebe in euch widergespiegelt
sehen.
54. Ich habe euch die Liebe, die Geduld, die Demut gelehrt,
damit ihr eure Mission als ein sanftes Kreuz tragt. Das Werk der
Erneuerung, Reinigung und Vergeistigung der Menschheit ist ein
Werk, das Zeit braucht. Eine Generation wird der nachfolgenden
den gleichen Kampfgeist und dieselbe seelische Erhebung
übermitteln, bis die Welt sich im Laufe der Zeit vervollkommnet
und zur Erfüllung ihrer Aufgabe gelangt.
55. Fürchtet euch nicht vor dem Morgen. Befürchtet auch nicht,
zu weit voranzuschreiten und den Weg zu verlieren. Der Weg ist so
weit, dass ihr nicht so bald an sein Ende gelangen werdet. Ich bin
bei jedem eurer Schritte dabei, sowohl vor, als auch hinter euch, zu
eurer Rechten wie zu eurer Linken. Die Kraft meines Geistes
bekleidet euch; jene innere Kraft, die euch ermutigt, unermüdlich zu
kämpfen, wird euch nicht verlassen. Einige von euch haben sich
Jahr für Jahr abgemüht und haben den Anbruch jedes Tages wie den
ersten erblickt, in dem sie für mein Werk gearbeitet haben.
56. Sucht alle Vollkommenheit in Mir, doch verlangt nicht
absolute Gerechtigkeit und Vollkommenheit von den "Arbeitern".
Sie sind Menschen und sind der Gefahr ausgesetzt, schwach zu
werden. Auch sie ringen um ihre Erlösung.
Jene Vollkommenheit, die eure Seele zu sehen ersehnt, ─ sucht
sie bei den Seelen, die hohe geistige Ebenen bewohnen, wo alles
Liebe, Schönheit und Licht ist.
57. Euer Herz wird bei der Auftragserfüllung geläutert. Jeder
kommt gemäß seiner Liebe, seines Einsatzes und seines Verlangens,
Mir zu dienen, voran. Mein Wort ist für alle dasselbe gewesen, und
dennoch habe Ich "Arbeiter" entdeckt, die große Schritte auf die
Vergeistigung zu tun, und andere, die in ihrer Entwicklung
zurückgeblieben sind.
58. Um den Kern meiner Unterweisung zu erkennen, müsst ihr
sie befolgen. Wenn ihr meine Unterweisungen nur hört und sie
danach vergesst, werdet ihr sie nicht bewahren können, noch jene
köstliche Essenz weitergeben können, die meine Unterweisung
enthält. Sie ist so einfach, dass ihr sie vom ersten Augenblick an, an
dem ihr sie hört, ausüben könnt. Die Liebe ist das erste Gesetz, das
Ich euch bekanntgemacht habe, und aus ihm gehen alle anderen
Gesetze und Gebote hervor.
59. Ich habe euch gesagt, dass Ich alle gleich geschaffen habe
und alle liebe. Warum liebt ihr einander nicht ohne Unterscheidung
von Rassen, Klassen oder Glaubensbekenntnissen? Warum liebt ihr
die einen und missachtet die anderen? Liebt nicht nur die, die euch
Gutes tun, sucht alle auf und knüpft mit ihnen Bande der Liebe. Übt
die universelle Liebe aus, die alles umfasst, und liebt eure irdischen
und geistigen Geschwister. Mein Werk stellt alle Seelen auf die
gleiche Ebene. Ich will alle meine Familie bilden sehen, die sich
untereinander liebt und den universellen Frieden schafft, die sich
mit meiner Göttlichkeit verbündet, damit jeder von euch mein
Stellvertreter ist, wo immer ihr euch befindet.
60. Bereitet euch zu, damit jeder von euch eine Frucht des
Großen Baumes ist, und diese Frucht sich unendlich vervielfacht.
61. Betet für die Welt, und dieses Gebet soll wie ein Mantel
sein, der die Menschheit beschützt, wie ein Gegenmittel gegen den
Krieg, der ständig näherrückt und den Menschen zu Fall bringt.
62. Ich segne alle meine Geschöpfe und lasse sie in meinen
ausgestreckten Armen vereint.
63. Kommt zu Mir, die ihr gerade Tränen vergießt, Ich bin der
Trost. Die Liebe nähert sich euch, denn ihr seid die Geschöpfe, die
in ihrer Einöde die Liebkosung des Vaters benötigen, um sich
wiederaufzurichten.
64. Ihr alle tragt ein Kreuz auf euren Schultern, damit ihr darin
dem Meister gleicht. Aber Ich will dieses Kreuz nicht zu einer
unerträglichen oder beschwerlichen Bürde werden sehen aufgrund
eures Mangels an Verständnis und Erhebung.
65. Die Wechselfälle des Lebens peitschen euer Leben wie
Wirbelstürme. Aber jene Liebe zum Vater und das Vertrauen, das ihr
Ihm entgegengebracht habt, geben euch Seelenfrieden in den
Prüfungen und lassen euch siegreich aus ihnen hervorgehen.
66. Wer wirklich auf Mich vertraut, wird niemals betrogen sein.
67. Der Schmerz macht das verhärtete Herz feinfühlig, er wird
aus den Felsen kristallklares Wasser sprudeln lassen. Die Prüfungen
halten die Seele wach.
68. Ihr habt euch im Verlangen nach meinem Worte aufgemacht,
weil ihr die Stimme des Göttlichen Hirten kennt, auf dessen Spuren
ihr schon seit langem herbeikommt.
69. Es ist kein Zwang gewesen, der euch dazu getrieben hat,
Mir auf diesem Wege nachzufolgen, noch ist es Furcht gewesen,
sondern der Wunsch, euren Nächsten nützlich zu sein, um dem
Herrn wohlgefällig zu sein.
70. So bereiten sich die neuen Jünger zu, um die Fackeln zu
sein, die die Welt erhellen. Wohl denen, die Mich verstehen und an
mein Wort glauben, denn sie werden weder Hunger noch Durst in
ihrer Seele fühlen.
71. Ich will nicht, dass euer Herz morgen von Eitelkeit und
Selbstherrlichkeit erfüllt wird, wenn es die Wundertaten miterlebt,
die durch eure Gaben Wirklichkeit wurden. Aber Ich will euch auch
nicht zaghaft sehen, denn dann würdet ihr kein Vertrauen in euren
Mitmenschen erwecken. Seid von dem überzeugt, was ihr sprecht
und tut.
72. Ihr müsst eure Zubereitung verstärken und eure Vorgehensweise
vervollkommnen, damit ihr nach meinem Abschied anerkannt
werdet.
73. Euch allen habe Ich die Gabe der Heilung anvertraut, mit
der ihr unter den körperlich und seelisch Kranken Wunder
vollbringen könnt.
74. Ihr sollt den Verkommenen selbst im Morast aufsuchen, um
ihm die rettende Hand zu reichen. Wenn ihr meint, dass dort mein
Same nicht aufgeht, irrt ihr euch. Ich kann euch beweisen, dass dem
Morast Blumen so weiß wie Schnee entsprießen können. Je
verdorbener eine Seele ist, desto mehr Liebe ist nötig, um sie
aufzusuchen, und wenn diese die Liebkosung oder den Heilbalsam
spürt, wird sie einen Lichtstrahl in sich eindringen fühlen und wird
zu den Inbrünstigsten gehören. Ihre Dankbarkeit wird sehr groß
sein, denn es wird ihr ihre Schuld vergeben werden, die gleichfalls
sehr groß war.
75. Diese sollt ihr aufsuchen, so wie Ich euch immerzu
aufgesucht habe. Vergesst nicht, dass die Gerechten bereits bei Mir
sind.
Mein Friede sei mit euch!

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