BWL - Band VIII - Unterweisung 234

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 234

1. Ihr habt die Welt für kurze Zeit hinter euch gelassen, um bei
Mir zu sein. Ihr habt Prüfung auf Prüfung durchlebt und dabei in
eurer Seele Licht gewonnen. Denn meine Liebe ist in den schweren
Stunden bei euch gewesen und hat euch an meine Worte des Trostes
und der Ermutigung erinnert.
2. Die Spiritualistische Lehre ist die neue Bundeslade, in der die
Menschheit in diesen Zeiten Licht und Trost finden wird.
3. Wenn ihr einmal seht, dass diese Versammlungsräume nicht
ausreichen, um die Menschenscharen zu fassen, werde Ich euch zu
den Tal-Auen, den Feldern, auf einen Berg rufen und dort meinen
Geist unter euch offenbaren.
4. Allgemein betrachtet hat die Menschheit in dieser Zeit mein
Wort nicht vernommen. Ihre geistige Trägheit ist tiefgehend, und
deshalb findet sie keinen Frieden.
5. Ihr habt den Heiligen Geist als Lehrer gehabt. Deshalb mache
Ich euch für den Frieden verantwortlich.
6. Diese göttliche Unterweisung erfordert gründliches Studium,
damit ihr die ganze Wahrheit entdecken könnt, die sie enthält. Sie ist
der Stern, der den Weg zum Heil der Seele erhellt.
7. Die Dritte Zeit überraschte die Welt in einem Abgrund von
Feindschaften, Sünden und des Fanatismus. Sie war nicht
vorbereitet, um das Kommen der Neuen Zeit, das Erscheinen der
neuen Morgenröte zu fühlen. Sie wird ihre Ketten noch eine
Zeitlang ertragen müssen, bis die Erneuerung und die Reue sie
zerbrechen, um sich dann moralisch und geistig zu erheben.
8. Glaubt nicht, dass Ich nur bei euch bin. Auf dem ganzen
Erdkreis gibt es Religionsgemeinschaften, in denen die Menschen
eine Zuflucht für ihre Seelen finden, und im Inneren eines jeden
Menschen gibt es einen Ort, den Ich aufsuche, um Mich in ihm
kundzutun: den Geist.
9. Meine Liebe klopft an alle Türen mit einer Verheißung von
Frieden. Vom Menschen der Macht, dem in seinem irdischen Ruhm
eitel Gewordenen, und dem der Weisheit erlangt hat, bis zum Paria
oder dem unbekanntesten Menschenwesen ─ sie alle haben den
Besuch ihres Herrn.
10. Ich bin in dieser Zeit gekommen, um ein Volk heranzubilden,
dessen wohltönende Stimme auf der ganzen Erde gehört
werden soll. Ich habe ihm eine Handvoll Weizen anvertraut, damit
es zu seinem Anbauer wird. Vorher habe Ich es an meinem Tisch
gesetzt und habe ihm den Saft des Weinstocks zu trinken gegeben,
damit es sich stärkt und die Wanderschaft durchstehen kann. Mit
meinen weisen Ratschlägen habe Ich es gelehrt, die falschen Wege
zu erkennen, damit es sich von ihnen trennt. Ich habe ihm das wahre
Heiligtum gezeigt, damit es in dasselbe eintritt und überall meine
Gegenwart fühlt. Ich habe es befreit, weil Ich nicht wollte, dass
seine Füße oder seine Hände in dieser Zeit die Last der Ketten
spüren würden.
Doch wenn Ich ihm große Fähigkeiten und Aufträge gegeben
habe, dann nicht, damit es verblendet und eitel wird und sich für
einen König, Gott oder Richter hält. Ich beschenke seinen Geist nur
deshalb mit so vielem, damit es sich mit Demut bekleidet und sein
Leben der Aufgabe widmet, seinen Mitmenschen nützlich zu sein
und der Menschheit zu dienen.
11. Ich will, dass, wenn es sich bei meiner Göttlichkeit einstellt,
es nur geschieht, um Mir die Frucht seiner Aussaat darzubringen,
und nicht, um Mich um Vergebung für seine Verfehlungen zu bitten.
Ihr seid das spiritualistische Volk, das Ich zubereite. Heute macht ihr
noch Fehler, obwohl euch meine Unterweisungen zuteilwerden, weil
ihr ein Teil dieser traurigen Menschheit seid, die sich über die Erde
schleppt, da sie sich nicht aufwärtszuentwickeln verstand.
12. Ich habe euch einen Hirten vorangestellt, Elias, damit er
euch zur Hürde der Errettung führt, deren Kreis zu überspringen ihr
nicht beabsichtigen sollt.
13. Mein Werk, das zum Teil auf euch ruht, wird wie ein Kreuz
aus Verantwortlichkeiten, Entsagungen und Opfern auf euch lasten.
Aber ihr werdet bei jedem Schritt und bei jedem Sturz einen
Beistand voller Liebe haben, der euch mit seiner ganzen Barmherzigkeit
wiederaufrichten wird.
14. Bisher ist euer Gang schwerfällig, unsicher, unbeholfen
gewesen, und infolge euer Unvollkommenheit habt ihr Bitternisse
geerntet und Tränen vergossen. Der Grund dafür ist, dass ihr noch
kleine Kinder seid. Wenn Ich euch in der Zukunft auf die Wege
senden werde, die in die Provinzen führen, werdet ihr sicher und
voll Glauben auf dem Wege wandern.
15. An diesem Tage sage Ich euch: Fasst in eurem Herzen und
eurer Seele den Vorsatz, Mir mit Frieden, Einigkeit und gutem
Willen nachzufolgen. So sollt ihr das erwarten, was der Ewige für
1950 bestimmt hat.
16. Erkennt, dass Ich in diesen Augenblicken eure Verfehlungen
vergebe, damit ihr euren Weg ohne diese Last geht. Doch ladet euch
nicht noch einmal die schwere Last der Sünde auf eure Seele.
17. Seht: Wenn Ich euch mein Wort der Vergebung gebe, wird es
das Licht in der Finsternis.
18. Jünger: Obwohl ihr alle auf demselben Wege herbeikommt,
ist eure Bestimmung verschieden und eure Aufgabe ebenfalls
unterschiedlich.
Bevor die Seele auf die Erde kommt, hat sie ihren Lebensweg im
voraus gesehen, und diese Kenntnis hat sich, sobald sie inkarniert
ist, in Erfahrung und intuitives Wissen verwandelt, womit sie sich
vor Abgründen und Stürzen bewahrt hat.
In diesen Unterweisungen verströme Ich meine Weisheit. Denn
ihr seid meine Jünger, die den Meistern, die Ich zur Menschheit
senden werde, den Weg bereiten. Dieser Weg der Vorbereitung ist
mit Gefahren und Versuchungen gespickt. Wachet, damit ihr den
Wolf im Gestrüpp entdecken könnt. Dann sollt ihr das Schwert der
Liebe ergreifen, dem euer Gegner nicht standhalten wird, und die
mit Disteln und Dornen bedeckten Felder werden sich in blühende
Täler verwandeln.
19. Da ihr dies Wort des Lichtes vernommen habt, wäre es nicht
recht, wenn ihr morgen auf falsche Wege verfielet.
20. Übt die Liebe aus, erweist Barmherzigkeit, welche eine
Tochter der Liebe ist, und ihr werdet gerettet sein. Verbergt nicht das
Brot, das Ich euch anvertraut habe.
21. Seid nicht gleichgültig gegenüber dem Schmerz eurer Mitmenschen,
denn dann werdet ihr keinen Glauben an meine Lehre
säen. Versetzt euch in das Innere einer jeden Seele, und ihr werdet
erkennen, dass alle das Licht suchen, welches die Wahrheit ist. Das
"Fleisch" wird nur selten die Kämpfe der Seele offenbaren.
22. Bereitet euch vor. Denn während ihr diese Lektion lernt,
rufen die Bedürftigen nach Barmherzigkeit und Zärtlichkeit.
23. Jünger, nutzt diese Zeit, die kostbar ist. Ihr seid dabei, zu
Arbeitern auf den Feldern des Herrn zu werden, welche die Herzen
der Menschen sind. Ihr sollt unermüdlich in die Provinzen und
Heime hinausziehen, denn die Zeit zum Schlafen ist vorüber.
24. Ihr werdet wirklich überrascht und erfreut sein, wenn ihr
seht, dass die Herzen eurer Mitmenschen bereits vorbereitet waren,
um euch zu empfangen.
25. Lichtgeister, die vom Geistigen herabkommen, wachen und
wirken auf den Pfaden der Menschen ─ sowohl bei den
bedeutenden, als auch bei den unscheinbaren.
26. Jetzt ist ein Augenblick der Gnade für die, die auf Erden
wohnen, und für die, die nicht mehr auf ihr leben, weil sie meine
Stimme hören, die in dieser Form zum ersten Mal im Jahre 1866
vernommen wurde.
27. Die ersten, die Mir zuhörten, behandelten mein Werk wie
einen Baum, indem sie die ersten Zweige abschnitten, um sie in
verschiedene Gegenden zu verpflanzen. Die einen legten meine
Unterweisungen gut aus, andere verfehlten den Weg.
28. Klein waren die Gruppen, die im Schatten der ärmlichen
Versammlungsräume zusammenkamen. Doch als diese zahlreicher
wurden und die Menschenscharen sich vergrößerten, rief Ich sie
zum Zusammenschluss auf, damit alle sich als Jünger eines einzigen
Meisters erkennen und die Unterweisung in derselben Weise
ausüben würden; damit der Same nicht nach dem Gutdünken der
"Arbeiter"*, sondern gemäß dem göttlichen Willen ausgesät würde.
* Bezugnahme auf das Gleichnis Jesu von den "Arbeitern im
Weinberg".
29. Vor der Geistigen Lade des Neuen Bundes gelobten die
Menschenscharen Ergebung, Gehorsam und guten Willen; aber als
die Orkane und Wirbelstürme mit Macht hereinbrachen und die
Zweige des Baumes peitschten, wurden manche schwach, während
andere unerschütterlich standhaft blieben und die neuen "Arbeiter"
lehrten, die "Felder" zu bestellen. Einige, die die Größe dieser
Offenbarung erkannt hatten, beabsichtigten, weiter in meine
Geheimnisse einzudringen, als es mein Wille ist, um sich ein Wissen
und eine Macht anzueignen, die sie den andern überlegen machen
sollte; doch sehr bald standen sie meiner Gerechtigkeit gegenüber.
30. Andere, die die Größe dieses Werkes nicht in seiner
Lauterkeit, in seiner Schlichtheit entdecken konnten, haben von
Sekten und Kirchen Riten, Symbole und Zeremonien übernommen,
weil sie meinten, meinen Kundgebungen damit Feierlichkeit zu
verleihen.
31. Ich habe euch "das starke Volk" genannt, weil ihr euch von
meinem göttlichen Worte genährt habt, welches ein nicht von
Menschenhand geschriebenes wahres Buch der Weisheit ist. Jedes
Wort ist eine Seite darin, jede Seite ist von Bedeutung. Ergründet es,
begnügt euch nicht damit, meine Durchgaben eurem Gedächtnis
einzuprägen. Dann wird dies Buch in euren Herzen bewahrt bleiben.
32. Während der Zeitpunkt näherkommt, an dem Ich nicht mehr
zu euch sprechen, berichtige Ich all das, was eure Vorgänger nicht
zu berichtigen verstanden. Denn Ich will unter den Jüngern keine
Neulinge, die meine Unterweisung nicht verstehen, noch "Arbeiter",
die nicht zu säen verstehen.
33. Die Lehre, die Ich euch lehre, ist nicht neu. Sagt nicht, dass
mit meinem Kommen eine neue Religion auf der Erde entstanden
ist. Meine Kundgabe in dieser Ära weist euch den gleichen Weg wie
den, den Ich euch seit Anbeginn der Zeiten vorgezeichnet habe, und
mein Wort erklärt und offenbart euch die Geheimnisse des Gesetzes
und der Lehre, die ihr früher empfangen habt.
34. Jene, die ihr Ausländer nennt, sind unter euch gewesen, um
zeitweilig eure Reihen zu vergrößern und zu Jüngern meiner
Göttlichkeit zu werden. Betrachtet sie alle als wahre Brüder. Gebt
keine schlechten Beispiele, nehmt nicht heimlich Ernennungen an,
und übernehmt auch nicht voreilig Verantwortlichkeiten oder das,
was euch nicht zukommt, denn dann werdet ihr die Pflanzen, die ihr
kultivieren sollt, dürr werden sehen. Dies wird euren Herzen großen
Schmerz bereiten.
35. Bereitet euch vor. Denn Ich habe euch bereits gesagt, dass
eure Geschwister aus verschiedenen Religionsgemeinschaften an
eure Türen klopfen werden ─ die einen, um euch wegen dem zur
Rechenschaft zu ziehen, was ihr ihnen ihrer Meinung nach
verheimlicht habt; die anderen, um von euch die Erklärung für viele
Geheimnisse zu erbitten; wieder andere, die in eurem Herzen
Zuflucht und Trost suchen. Bereitet euch vor, damit ihr dem
Notleidenden Obdach gewährt, und dem, der euch befragt, eine
zufriedenstellende Antwort gebt.
36. Lasst die Hochgestellten und die einfachen Leute, die
Gelehrten und die Ungebildeten den Weg zu euch finden. Aber lasst
nicht zu, dass sich in meinem Werke Betrügereien ausbreiten oder
mit ihm vermischt werden, und lasst auch keine Entweihungen zu.
37. Meine Lehre muss die Menschen umwandeln, indem sie sie
durch ihre Liebe, ihre Sanftheit und ihre Gerechtigkeit überzeugt
und ihnen die Erneuerung und den Frieden bringen wird. Die
"Könige" werden demütig von ihren "Thronen" herabsteigen. Die
brudermörderischen Kriege werden der Vergebung und der Eintracht
weichen. Die schlechten Leidenschaften werden gezügelt werden,
und jener Blutdurst, vergleichbar mit dem von Bestien, die einander
töten, um ihre Instinkte zu befriedigen, wird Gefühlen der
Menschlichkeit weichen.
38. Dies Volk hier wird der gute Geist der Erde sein, ein Geist
des Friedens und der Segnungen.
39. Geliebte Jünger: Meine Unterweisung ist bei euch, die noch
nicht aus materiellen Büchern besteht.
40. Ich überraschte euch in dieser Zeit, als Ich euch mein Wort
durch einfache und schlichte Verstandesorgane hören ließ. Doch es
ist nicht das erste Mal, dass Ich Mich schlichter oder unwissender
Menschen bediene, um die Gelehrten durch meine Macht zu
verblüffen.
41. Ihr, die ihr Mich hört, könnt nicht sagen, dass ihr euch aus
diesem Grunde alle auf der gleichen Höhe befindet. Denn die Seele,
die auf diesem Wege aktiv ist, entwickelt sich schneller als die träge
und als jene, die im Genuss ihrer Früchte in ihrer Selbstsucht
erschlafft.
42. Auch wenn es eure Seele ist, die Ich suche und auf solche
Weise vorbereite, dass sie bald direkt und geistig mit Mir
Zwiesprache halten kann, wird auch die Menschheit ihre Augen auf
den lebendigen und wahren Gott richten und Abbildungen und
Bildnisse vergessen. Doch Ich sage euch, dass euch niemals mein
Gesetz als Licht des Seelenheils gefehlt hat. Denn schon vor langer
Zeit wurde es Moses inspiriert.
In ihm gibt es zwei Gebote, die ─ wenn sie von den Menschen
befolgt würden ─ Glauben an meine ganze Lehre bewirken würden,
das ganze Gesetz erfüllen würden und ein Schritt auf die Vollkommenheit
zu wären. Es sind jene, die zu euch von der Liebe zu
Gott von ganzem Herzen und ganzer Seele sprechen, und davon,
eure Nächsten wie euch selbst zu lieben.
43. Mein Gesetz wird unter den Menschen nicht ausgeübt; der
Beweis dafür ist, dass es Ungerechtigkeit gibt. Seht, wie der Reiche
den Armen erniedrigt, der Starke den Schwachen beherrscht, der,
der das Leben genießt, sich nicht um den kümmert, der leidet.
Darum wollte Ich in dieser Zeit Gerechtigkeit schaffen, indem Ich
die Armen, die Schwachen und die Leidenden begnade, damit ihre
Herzen froh werden und ihre Lippen Worte der Liebe und der
Vergebung für jene aussprechen, durch die sie beleidigt wurden. So
zeige Ich euch die Art und Weise, die Schätze des Himmelreiches zu
erlangen.
44. Bald werde Ich euch zu den Provinzen, Dörfern, Städten und
Völkern aufbrechen lassen, um Barmherzigkeit zu verbreiten, damit
diese Menschheit ihre Schandflecken bereinigt und ihr Heil erlangt.
Oder wollt ihr etwa, dass diese Welt für immer ein Ort der Sühne
bleibt? Ich will, dass ihr auf dieser Erde den Frieden meines Geistes
fühlt ─ einen vorauseilenden Frieden von dem, den ihr in meinem
Schoße genießen werdet.
45. Erkennt, wie beharrlich und unermüdlich Ich gewesen bin,
seit Ich 1866 damit begann, in dieser Form zu euch zu sprechen.
Denn Ich will euch zubereitet und vereinigt zurücklassen, nachdem
meine Wortinspiration beendigt ist und unter euch die Zeit der
direkten Kundgabe meines Geistes an den euren beginnt, das heißt:
der Kundgabe des Himmels an die Erde. Doch "mein Wort" wird
sich dann weiterhin von der "Wolke" aus als Intuition, geistiges
Gesicht und Inspiration kundgeben.
46. Die Theologen dieser Zeit werden mein Wort und die neuen
Schriften erforschen und werden fragen: "Wer bist du, der in dieser
Weise gesprochen hat?" So wie die Schriftgelehrten und die
Pharisäer von einst aufbegehrten und zu Mir sagten: "Wer bist du,
dass du das Gesetz Moses missachtest und ersetzest?" Dann werde
Ich ihnen begreiflich machen, dass die drei Offenbarungen das
einzige Gesetz sind, das Ich immer gelehrt und befolgt habe.
47. Viele von denen, die Mich in dieser Epoche verurteilen,
gehören zu denen, die in der "Zweiten Zeit" zweifelten. Doch Ich
habe sie erhalten und sie erneut zur Erde gesandt, damit sie den Sieg
meines Gesetzes mit ansehen und ihre Augen dem Lichte öffnen.
48. Jünger, ihr habt wahrlich Milch und Honig meines Wortes
getrunken. Bereitet eure Herzen, um mit eurem Meister zu sprechen.
Elias führt euch zu Mir und lädt eure Seele ein, sich zu den
Regionen des Friedens zu erheben. Dieser lässt euch die Nichtigkeiten
der Erde vergessen, damit ihr zu meiner Rechten sein könnt
und euch an meinem Worte erfreuen könnt.
49. Ich habe euch aus verschiedenen Provinzen und Nationen
herbeigerufen, um euch in einem einzigen Volke zu vereinigen. Ich
vereine euch in diesen bescheidenen Häusern, um euch meine
Unterweisung zu Gehör zu bringen. Ihr habt meine Gegenwart
gefühlt und seid meinen Schritten gefolgt. Denn ihr sollt die treuen
Zeugen dieses Werkes sein, das viele erst nach 1950 kennenlernen
werden. Doch gesegnet sei jener, der meine Gebote befolgt, denn er
wird für alle Zeiten zubereitet sein.
50. Ich werde euch in der Essenz meines Wortes den Grund für
mein Kommen in der Dritten Zeit und für meine Kundgebungen
wissen lassen, damit ihr niemals Irrtümern anheimfallt. Denn Ich
sage euch, dass sich nach meinem Abschied falsche Propheten
erheben werden, und diesen sollt ihr kein Gehör schenken. Sucht
Mich nach dieser Zeit nicht mehr in der Form, in der Ich heute zu
euch spreche, denn ihr würdet dann in meinen Augen eine schwere
Verfehlung begehen, nachdem Ich euch gewarnt hatte.
51. Ihr sollt Mich dann nur noch geistig suchen, Mir euren
Glauben und die Fortschritte präsentieren, die ihr in euren Handlungen
macht, und auf den Zusammenschluss hinwirken. Ihr werdet
neue Jünger zu euren Zusammenkünften anziehen, denn dies Volk
wird sich in dieser und anderen Nationen vervielfachen.
52. Der Weg, den Ich euch vorzeichne, ist der der Liebe, des
Verzichtes und des Opfers. Um zu Mir zu gelangen, werdet ihr
oftmals das Liebste opfern müssen. Euer Herz, das an die irdischen
Befriedigungen gebunden ist, wird sich von diesen abkehren
müssen, um sich dem Studium und der Ergründung meiner Lehre zu
widmen.
53. In der Zweiten Zeit wurde mein Wort von einer Vielzahl von
Menschen vernommen. Unter ihnen erwählte Ich zwölfe, die Ich zu
meinen Jüngern machte. Sie wurden durch mein Wort unterwiesen.
Meine Liebe bearbeitete ihre Herzen auf allerlei Weise wie ein
Meißel. Sie lebten in meiner Nähe, ahnten die Größe jener
göttlichen Kundgebungen, lasen in meinen beispielhaften Taten
meine Liebes- und Erlösungsbestimmung. Sie litten um meiner
Sache willen, und als Ich von Ihnen ging, wurden sie zu Aposteln
von Mir.
Sie verließen alles, um meinen Schritten zu folgen. Verleumdung
oder falsches Zeugnis ließ sie nicht zurückweichen. In ihnen lebte
nur Liebe und Ergebenheit. Das, was Ich in ihre Seele gesät hatte,
hatte Früchte getragen, und vor und nach meinem Abschied gaben
sie Mir ihre Früchte zu kosten, die Ich voller Süße und Ergebung
befand, und Ich sagte ihnen: Hört Mich auch fernerhin, und später
werde Ich durch euren Mund große Offenbarungen kundtun, die
euch selbst noch unbekannt sind. "Das Wort" wird unerschöpflich
sein und die Inspiration fruchtbringend, die sich auf vielerlei Weise
durch eure Übermittlung ergießen wird. Ihr alle werdet ein
Geschenk für die Menschheit sein ─ ein Geschenk, das Ich ihr als
Zeugnis meiner Wahrheit mache.
54. Meine Jünger versprachen, Mich bei all ihren Taten zum
Vorbild zu nehmen und an der Menschheit das zu tun, was Ich an
ihnen tat. Sie brachten ihr Werk zu Ende, und ihr Beispiel ist
unvergänglich.
55. Ebenso, mit der gleichen Liebe, bereite Ich euch in der
Dritten Zeit und frage euch: Seid ihr bereit, die Prüfungen anzunehmen,
die Ich euch, wenn es mein Wille sein sollte, sende, um
eure Seelen zu vervollkommnen? ─ "Ja", sagt ihr Mir aus tiefstem
Herzensgrund. "Wir lieben Dich und wollen Dir dienen, doch wir
erwarten Deinen ganzen Beistand."
Ich sage euch: Meine Ermutigung wird euch niemals verlassen.
Ich werde euch leiten, sodass mein Licht euch immer eure Pflichten
aufzeigt, und eure Werke immer innerhalb meiner Gesetze sind.
56. Du hast dich aufwärtsentwickelt, Volk, und ahnst bereits das
Geistige Leben. Du fühlst für kurze Zeit den Frieden des Reiches,
das dich erwartet, hast die Befriedigung der Pflichterfüllung
kennengelernt und sagst Mir: "Meister, prüfe den Samen, den wir
Dir vorzeigen, und sage uns, ob wir unsere Aufgabe erfüllt haben
oder dagegen verstoßen haben." Doch Ich sage euch: Ich habe eure
Liebe und guten Vorsätze empfangen. Seid unbesorgt, Ihr habt eine
große Macht, um in den Prüfungen zu siegen, und ein Gegenmittel
gegen jedes Übel. Nutzt alle eure Gaben, damit ihr seht, wie stark
ihr seid. Ich werde eure Fähigkeiten fördern, werde sie wachsen
lassen und Mich ihrer bedienen. Denn ihr müsst der Menschheit
große Früchte bescheren, und dann werdet ihr euch voll meiner
Gnadengaben und Wohltaten sehen.
57. Wenn ihr soweit seid, dann blickt nicht gleichgültig auf die,
die leiden, verachtet nicht die Armen. Übt Barmherzigkeit, lasst
mein Licht ihr Leben erhellen, lasst die Liebe, die Ich in euch gelegt
habe, zu ihnen gelangen und ihnen Wärme, Ermutigung und
Hoffnung geben.
58. Liebt geistig mit einer lauteren und selbstlosen Liebe. Liebt
Mich, so, wie Ich euch liebe. Liebt eure Mitmenschen, denn in
jedem von ihnen bin Ich.
59. Seid demütig unter den Demütigsten, seid Diener aller, so
wie Ich euer Diener bin. Ich habe oftmals eure Anweisungen
erhalten und habe euch gehorcht, um euch zu lehren. Wer dient,
erniedrigt sich nicht, sondern er ehrt sich. Doch verlangt für euren
Dienst keine Bezahlung. Es gibt auf der Erde niemanden, der eure
Arbeit würdigen kann. Ich werde euch mit Gerechtigkeit nach euren
Verdiensten geben.
60. Überlasst alle eure Angelegenheiten Mir, und Ich werde sie
mit Wohlwollen beurteilen. Wenn Ich sehe, dass euer Vorsatz war,
Gutes zu tun, dass ihr euch bemüht habt, die Grundsätze zu
verteidigen, die Ich euch zu eurem Heil gegeben habe, dass ihr auf
Mich zu hören und Mir zu gehorchen verstandet, werde Ich eure
Werke annehmen, und dadurch werdet ihr nicht nur euch selbst das
Heil bringen, sondern auch der geistigen Schar, an die ihr durch
brüderliche Bande gebunden seid, und die eure Familie bilden. Euer
gutes Beispiel wird nicht nur auf der Welt, die ihr bewohnt,
Widerhall finden, sondern auch auf anderen Lebensebenen, und es
wird wie ein Same sein, der sich im Laufe der Zeit vervielfachen
wird. Und ihr werdet gemeinsam mit Mir die Früchte ernten und
euch ewiglich von ihnen nähren.
Mein Friede sei mit euch!

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