BWL - Band VIII - Unterweisung 231

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 231

1. Mein durchdringender Blick dringt in euch ein und Ich sehe,
dass ihr mit euren Herzen einen Blumenstrauß bildet, um ihn meiner
Göttlichkeit darzubringen.
2. Ich sehe eure Leiden und lindere sie durch meine väterliche
Liebkosung, damit ihr, durch mein Wort ermutigt, ein in den
Prüfungen starkes Volk werdet.
3. Immer, wenn ihr zu Mir gekommen seid, um Mir eure
Schwächen zu präsentieren oder um Mich in den Qualen, die ihr
durchlebt, um Hilfe zu bitten ─ immer, wenn ihr in Gefahr gewesen
seid, unter der Last des Kreuzes zusammenzubrechen und ihr euch
Mir zugewandt habt, habe Ich euch von eurer Last und eurem
Schmerz befreit und euch zu starken Seelen gemacht. Dann habe Ich
euch gesagt: Vorwärts, wendet euer Gesicht nicht zurück, denn eure
Seele würde von Angst erfüllt werden, wenn sie ihre Vergangenheit
erblicken würde.
4. Ich habe euch vor dem Verderben gerettet, um euch zum
rettenden Hafen zu bringen, wo ihr jetzt seid und dies Brot genießt.
Ihr habt euch auf meinem Schoße des Friedens erholt. Ich bin ein
Lichtstrahl in der Finsternis eures Daseins gewesen, um euch zu
helfen, euren Weg ohne Straucheln zu gehen.
5. Wenn die Sprachrohre oder Stimmträger, durch die Ich Mich
kundtue, aus sich selbst heraus sprechen würden, wären sie nicht
fähig, euch den Weg der Wahrheit zu lehren. Doch ihre Lippen
sprechen Worte des Lichtes aus, weil Ich Mich durch ihr
Verstandesvermögen kundgebe, und Ich habe euch
gesagt, dass Ich der Weg bin.
6. Ihr habt gesehen, dass viele sich über diese Unterweisungen
wundern und sich fragen, ob es wohl wahr ist, dass es der Rabbi ist,
der hier spricht ─ ob es gewiss ist, dass "Das Wort" zu dieser Welt,
die Jesus kreuzigte, zurückgekehrt ist?
7. Ihr hier wisst, dass Ich euch dies verheißen habe, ihr wisst,
dass Ich Vergebung bin, und dass Ich meine göttliche Mission
erfülle, indem Ich die "Toten" erwecke, die Kranken heile und dem
Blinden das Augenlicht wiedergebe. Ihr kennt den Grund für meine
Rückkehr und die Art und Weise, in der Ich gekommen bin. Aber all
dies wird die Welt in Frage stellen, und viele werden daran zweifeln.
8. Ich habe euch gesagt, warum Ich Mich, anstatt Mich an den
Gelehrten, den Theologen oder Wissenschaftler zu wenden, an den
Ungebildeten und die schlichten Gemüter gewandt habe, um Mich
durch sie kundzutun. Denn das Zeugnis von einfachen Leuten wird
die Welt in Staunen versetzen.
9. Wenn ihr gründlich nachforscht, werdet ihr euch davon
überzeugen, dass Ich Mich zu allen Zeiten durch Menschen mit der
Menschheit in Verbindung gesetzt habe, und dass diese immer
demütig und schlicht waren.
10. Ich habe euch verschiedene Existenzen auf der Erde
gewährt, damit ihr diese Kundgebungen
bezeugt und eure Mission erfüllt.
11. Ihr müsst meine Unterweisungen nutzen, damit ihr in jene
Geheimnisse des Jenseits eindringt, die euch der Vater offenbaren
möchte. Meine geheime Schatzkammer hat sich vor eurem Blicke
nicht verborgen; denn andernfalls würdet ihr niemals in das Ewige
Leben eingehen können.
12. Studiert, denkt gründlich nach; denn manche sind verwirrt
bei dem Gedanken, wie es möglich ist ─ wenn euer Geist ein
Teilchen meiner Göttlichkeit ist ─, dass er leidet? Und wenn das
Licht des Geistes ein Funke des Lichts des Heiligen Geistes ist ─
wie kann er sich zeitweilig in Finsternis gehüllt sehen? Erkennt,
dass dieser Entwicklungsweg dazu dient, genügend Verdienste
gegenüber Gott zu erwerben, durch die ihr euren Geist von einem
unwissenden und unentwickelten Geist in einen großen Lichtgeist
zur Rechten des Vaters verwandeln könnt.
13. Kommt zu Mir und hört ein weiteres Mal mein Wort, das
Nahrung für eure Seele ist. Dies Wort, das Ich euch in dieser Dritten
Zeit durch das menschliche Verstandesvermögen übergeben habe,
hat das Wunder bewirkt, euch zu vereinen, euch voll Eifer und
Glauben in meine Göttlichkeit zu erheben, wenn diese sich voll
Wahrheit und Unterweisung offenbart. Denn eure Seele fühlte sich
der irdischen Lehren überdrüssig, eure Füße waren zu müde, um die
weiten Wege auf der Suche nach Frieden, Liebe und Wahrheit
zurückzulegen. Eure Hände waren ebenfalls zu müde, um die Felder
zu bestellen, ohne eine Ernte einzubringen, die eurer Seele
Befriedigung gegeben hätte.
14. Es ist mein Wille gewesen, o Volk, dass du diese Wege
zurücklegen und diese Früchte kosten würdest; dass du an
verschiedene Türen klopfen und das Herz der Menschen verschiedener
Rassen und Geschlechter kennenlernen würdest; dass ihr
dem Inhalt von Büchern unterschiedliche Philosophien, Lehren und
Theorien entnehmen würdet; dass ihr das Leben armer Leute auf
Erden mit all seinem Elend und Schmerz kennenlernen würdet; dass
ihr den falschen Reichtum dieser Welt mit ihren Vergnügungen und
ihrer trügerischen Herrlichkeit erleben würdet; dass ihr die Stimme
der Menschen hören und ihre Inspiration kennenlernen würdet; dass
ihr das Gute und das Böse empfangen würdet, das sie euch im Laufe
der Zeit bescheren würden. Damit ihr Mir nach dieser Reise als
letztem begegnen würdet, der zu den Türen eurer Herzen kommt ─
als letztem, der euren Weg kreuzt, dem letzten der Erdenpilger, der
an eurer Seite geht und euch fragt: "Wohin gehst du? Woher kommst
du, und was suchst du?" Und dass ihr Mir dann ohne Stolz und ohne
Selbstherrlichkeit, vom Schmerz gebeugt und durch die Erfahrung
stark geworden, erleuchtet und gestählt durch den Kampf, Mich
augenblicklich erkennen, Mir euer Herz öffnen, eure Armseligkeit
bekennen und bekunden würdet, dass nur Ich euren Schmerz, eure
Misserfolge und auch eure Sehnsüchte verstehen kann.
15. Dies ist der Grund dafür, weshalb der größte Teil derer, die
zu Mir kommen, beim Hören meines Wortes von dieser Kraft
gefesselt sind. Sie fühlen, dass Ich ihnen bis auf den Grund des
Herzens sehe, und spüren meine Liebe, die sie umgibt. Und da ihr
Mich erwartet habt, wusstet ihr, dass nach den großen Kämpfen, den
großen Schlachten des Daseins, nach jener dunklen Nacht, in der ihr
gelebt habt, das Licht eines neuen Tages aufgehen musste. Ihr
wusstet, dass, nachdem ihr euren Kelch der Bitternis bis zu den
Hefen geleert hattet, jemand kommen würde, der ihn mit Süße
füllen musste. Denn die Hoffnung, das Vertrauen auf meine Verheißungen,
die Ich euch in anderen Zeiten gemacht hatte, war in
eurer Seele nicht erloschen, die Flamme hatte sich in eurem Herzen
erhalten. Selbst jene, die geleugnet haben, dass Ich es bin, der sich
in dieser Zeit kundgibt, haben es nicht mit ihrer Seele, sondern mit
ihrer gegenüber geistigen Offenbarungen unwissenden und unempfänglichen
Fleischesnatur getan, die nichts von Mir weiß. Doch Ich
kenne alle und habe jenen Ungläubigen, den Halsstarrigen eine
weitere Zeit gewährt, weil Ich weiß, dass es nicht ihre Seele ist, die
Mich leugnet, und dass diese sich voll Licht erheben und sich von
den Ketten ihrer eigenen Körperhülle befreien muss, damit sie Mich
sehen und fühlen und wie Petrus in der Zweiten Zeit ausrufen kann:
"Wahrlich, Du bist der Sohn des lebendigen Gottes!"
16. Aus Kinderschülern mache Ich euch zu Jüngern. Denn
nachdem ihr Mich gehört habt, werde Ich euch ein Buch der
Weisheit anvertrauen, damit ihr mit ihm eure Mitmenschen lehrt und
den Bewohnern eurer Nation die Frohe Botschaft bringt und danach
den anderen Nationen. Wenn ihr von Mir lernt, werdet ihr sanft und
demütig sein. Ihr werdet euch nicht damit begnügen, mein Wort nur
zu ergründen, noch mit beredsamen Worten zu sprechen, um die
Menschenmengen zu beeindrucken, sondern eure Inspirationen und
Erkenntnisse, eure klaren und tiefsinnigen Worte sollen durch Werke
bestätigt werden, die die Frucht eures Verständnisses sein werden.
Ich will nicht, dass diese Werke nur eurem Verstande entspringen,
sondern dass sie durch euer Gewissen eurem Herzen diktiert
werden, wo die Saat der Liebe ausgesät ist.
17. Dann werdet ihr die Menschen bestimmt bekehren können.
Denn nachdem sie gehaltloser Worte überdrüssig sind, durch die
Verkehrtheit der unterschiedlichen Lehren und Weltanschauungen
krank und müde sind, werden sie nach einer Unterweisung
verlangen, die zu ihnen von wahrer Liebe, Barmherzigkeit und
Frieden spricht, die Licht in die Finsternis bringt und heilenden
Balsam verströmt, wo Schmerz ist ─ die jene umwandelt, die in
ihrem Wesen seelisch oder moralisch entartet sind. Dann wird
meine Lehre gewiss triumphieren und die Zahl derer wachsen, die
Mir nachfolgen und das Banner des Friedens, der Einigkeit und des
guten Willens vorantragen.
18. Ich will, dass ihr diese Zeit pflichtgemäß nutzt, dass die
Seele die Körperhülle anweist und anregt, dass sie sie beugt und sie
schließlich zu ihrem eigenen Werkzeug macht, zu ihrem willigen
Diener; dass es nicht das "Fleisch" ist, das Mir jenen Kultus
darbringt, den Mir die Seele darbringen soll, dass es sich nicht
zwischen euren Geist und den Meinen stellt. Denn dann wird die
Läuterung anhaltend sein, und was der Körper fühlt, wird die Seele
treffen, weil diese noch nicht über den Schmerz und die Schwachheit
die Oberhand zu gewinnen vermag. Vergeistigt euch, ohne in
Fanatismus zu verfallen, und ihr werdet erleben, wie viel Frieden ihr
erfahrt, wie viel Ermutigung ihr eurem Herzen zuteilwerden lasst,
und wie stark ihr sein werdet angesichts der Anfechtungen des
Schmerzes, des Alters und der Krankheiten.
19. Dies ist meine Unterweisung. Wer von euch ist nicht
imstande, sie zu verstehen? Sie ist klar wie das Licht des Tages, und
dieses Licht könnt ihr alle sehen. Ich gebe euch diese Unterweisung,
damit ihr sie unauslöschlich in eure Seele prägt. Denn morgen wird
sie euch Kraft geben, wenn euch die Prüfungen bedrohen.
20. Auf dieser Erde hat es immer den Kampf zwischen den
Menschen, den Krieg, den Streit, die Zwietracht gegeben. Von den
frühesten Zeiten an haben sich immer die Vorstellungen der einen
gegen die der anderen erhoben. Und so seht ihr, dass sich gegen die
Tugend die Untugend erhoben hat, gegen die Gerechtigkeit die
Ungerechtigkeit, gegen die Stimme der Seele die des "Fleisches",
gegen eine Erkenntnis eine andere. Und jene, die von den frühesten
Zeiten an meine geistige Lehre bekannt gemacht haben, haben die
Wissenschaftler als Gegner gehabt. Noch in dieser Dritten Zeit sehe
ich diese Kämpfe zwischen den Menschen. Aber der Tag ist
gekommen, an dem Ich das letzte Wort spreche.
21. Alle Weisheit, Erkenntnis oder Wissenschaft ist aus Mir
hervorgegangen. Ich bereitete diesen Planeten, damit er Heimstatt
inkarnierter Seelen sein würde, und bevor Ich euch aussandte,
pflegte Ich diese Welt mit Gnade, mit Liebe und Weisheit. Ich legte
in ihr Inneres, auf ihrer Oberfläche, in alles die notwendigen
Elemente für euer Leben, für die Erhaltung, das Wohlgefallen und
die Zufriedenheit meiner Kinder.
Damit ihr im Schoße dieser Natur alle Lebensquellen entdecken
würdet ─ alles, was in Geheimnisse gehüllt oder in einer tiefen
Schatzkammer bewahrt wurde, gab Ich euch Begabung, erleuchtete
Ich euch und stattete Ich euch mit der Gabe der Wissenschaft aus,
damit ihr mittels dieser Fähigkeit und gemäß euren Bedürfnissen,
eurer Entwicklung und euren Prüfungen, den unerschöpflichen
Quell des Lebens und der Weisheit finden würdet.
22. Ihr alle habt euch dieser Gabe der Wissenschaft erfreut.
Aber Ich habe einige ausgewählt, um ihnen große Missionen
anzuvertrauen, damit sie alles entdecken würden, was zum Wohle
der Seele ist, und sie euch dann von dem unerschöpflichen Wasser
dieser Quelle geben und euch in eurem Leben und irdischen Glücke
beistehen würden. Jenen Erwählten vertraute Ich auch die intuitive
Erkenntnis des Geistigen Lebens an ─ jenes Lebens, das sich
jenseits der Wissenschaften, über dieser irdischen Natur befindet.
Daher hat Mich der Mensch von den frühesten Zeiten an verehrt und
hat er die Existenz eines universellen Wesens, eines machtvollen,
allmächtigen Gottes und Schöpfers erahnt, der für euch ein erhöhtes
Leben bereithält, das jenseits dieser Welt ist ─ ein Leben, in dem der
Geist, die Liebe, das Licht und die Vernunft erstrahlen werden, denn
all dies ist Teil eurer Seele.
Doch obwohl ihr alle dieses intuitive Wissen habt, das unablässig
von diesen Fähigkeiten zu euch spricht, ist es nötig gewesen,
dass Ich Seelen mit großer Vollmacht zu euch sandte, damit sie euch
die größten Geheimnisse offenbaren würden; damit sie den Seelen
eine Bresche schlagen und sie auf den kürzesten und sichersten
Wegen zu Mir führen würden. Dies sind die Propheten, die
Patriarchen und die Gottgesandten aller Zeiten.
23. Obwohl also die einen die Mission mitbrachten, den Seelen
Licht zu spenden, und die anderen die Mission, die Wissenschaft
bekanntzumachen, haben sich zu allen Zeiten die einen gegen die
anderen erhoben, ohne zu bedenken, dass es keine gegensätzlichen
Missionen sind, sondern dass sich beide ergänzen. Mein Licht ist auf
alle Menschen ausgegossen worden, damit ihr eure Aufgabe begreift
und respektvoll den Teil übernehmt, der euch zukommt.
24. Wenn ihr von Mir gehört habt, dass Ich das Werk der
Wissenschaftler tadle, dass Ich die Wissenschaft zur Rechenschaft
ziehe, so ist der Grund dafür, dass einige jenen Lebensquell, jene
Offenbarungen, die Ich ihnen gegeben habe, nicht zum Wohle und
zum Fortschritt der Menschheit genutzt haben, sondern sie in den
Dienst des Bösen und der Zerstörung gestellt haben. Doch auf all
jene, die ihrer Mission gerecht geworden sind, die mit Demut,
Erhebung und Achtung geforscht haben, um das zu entdecken, was
ihnen zu offenbaren mein Wille gewesen ist, habe Ich mein Licht
ausgegossen, sie alle waren Mir wohlgefällig; und seht, wie viele
wohltätige Werke sie erbracht haben.
25. Euer irdisches Leben hat sich entwickelt, es ist nicht mehr
das gleiche wie in vergangenen Zeiten, und in dem Maße, wie euch
eure Schritte auf den Weg der Entwicklung gebracht haben, seid ihr
den Früchten der Wissenschaft begegnet, die allen gewährt sind, die
ihre Aufgabe erfüllt haben. Diejenigen, die meinen Auftrag
verfälscht haben und in meine Schatzkammern eingedrungen sind,
um die Geheimnisse der Natur zu entdecken und die Naturkräfte nur
dafür zu verwenden, um sie für Werke der Zerstörung und des Todes
zu benutzen ─ diese tadle Ich und rufe Ich auf. Denn Ich bin
gekommen, um alle Menschen und Naturkräfte zur Ordnung zu
rufen und auf die rechte Bahn zu bringen, und alles muss
wiederhergestellt und an seinen Platz zurückgebracht werden.
26. Es wird eine Zeit kommen, in der die Menschheit das
Göttliche Licht, die von Mir zugelassene Weisheit erkennen wird,
und schließlich auch erkennen wird, dass Ich die Quelle bin, aus der
alle Wesen hervorgegangen sind ─ dass sich in Mir die Saat und die
Frucht befindet, und dass Ich euch an all dem habe teilhaben lassen,
damit ihr ein Leben führt, das eurer Seele
und meiner Göttlichkeit würdig ist.
27. In jener Zeit der Vergeistigung, die Ich euch jetzt ankündige,
werden die Menschen ihre Verstandeskräfte in den Dienst der Seele
stellen, und selbst die Wissenschaft wird sich vor ihrem Lichte
verneigen. Wann wird jener Tag kommen? Ihr bereitet derzeit den
Weg, damit die Menschheit zu diesem Ziele gelangen kann. Denn
das Werk, das Ich euch anbefohlen habe,
hat eine weltumspannende Mission.
28. Die Menschen werden ihre Wissenschaft, ihre Kraft, ihre
Begabung und ihr Herz dem Dienst meiner göttlichen Sache
widmen, ohne ihre Pflichten, ihre Aufgaben auf der Welt zu
vernachlässigen. Sie werden sich den gesunden Freuden zuwenden,
die für ihren Geist und ihre Materie heilsam sind. Sie werden um
ihre Erneuerung und ihre Freiheit ringen, werden sich nicht
anstecken lassen, werden nichts nehmen, was sie nicht benötigen.
Dann wird die Verdorbenheit, die Schamlosigkeit von der Erde
verschwinden. Dann wird der Geist die absolute Herrschaft über
seine Körperhülle erreicht haben, und obwohl er noch eine Materie
bewohnt, wird er ein geistiges Leben der Liebe, der Brüderlichkeit
und des Friedens führen.
29. Dies wird die Zeit sein, in der die Kriege verschwinden, in
der es gegenseitige Achtung und Hilfsbereitschaft gibt, in der ihr
erkennt, dass ihr nicht mehr über das Leben eines Nächsten noch
das eigene verfügen dürft. Ihr werdet dann wissen, dass ihr nicht
Eigentümer eures Lebens, noch dem eurer Kinder und Gatten, noch
dieser Erde seid, sondern dass ich der Eigentümer der ganzen
Schöpfung bin. Aber da ihr meine vielgeliebten Kinder seid, seid ihr
gleichfalls Besitzer all dessen, was mein ist. Doch obwohl ich Herr
und Besitzer alles Geschaffenen bin, bin ich nicht imstande, meine
Geschöpfe zu töten, jemanden zu verletzen, oder ihm Schmerz zu
bereiten. Warum haben dann die, die nicht Eigentümer des Lebens
sind, das an sich gerissen, was ihnen nicht
gehört, um darüber zu verfügen?
30. Wenn diese Unterweisung von den Menschen verstanden
sein wird, werden sie in ihrer geistigen Entwicklung einen Schritt
aufwärts gemacht haben, und diese Welt wird eine Heimstatt
fortgeschrittener Geister sein. Ihr wisst nicht, ob ihr diesen Planeten
nach dieser Zeit erneut bewohnen werdet. Ich werde jene
bestimmen, die jene Gnadenzeiten erleben werden, die dieses
irdische Gefilde schauen werden, das in einer anderen Epoche ein
Tal der Tränen, der Zerstörung und des Todes war. Jene Meere,
Berge und Felder, die Zeugen von so viel Schmerz waren, werden
dann in eine Stätte des Friedens, in ein Abbild der Jenseitswelten
verwandelt sein. Ich habe euch angekündigt, dass wenn die Kämpfe
aufhören, mein Reich euch bereits nahe sein wird, und dass dann
euer Geist in Tugenden erblühen wird. Meine Lehre wird in allen
Geistern gegenwärtig sein, und ich werde mich durch Männer und
Frauen kundgeben.
31. Die Geistesgaben werden sich entfalten. Die Gaben des
(inneren) Wortes, der Heilung und der Zwiesprache von Geist zu
Geist werden bei den Menschen jener Zeiten bewundernswert werden.
32. Die Wissenschaft wird auf ihrem Wege nicht stehen bleiben;
doch der Wissenschaftler wird in meine Lehre eindringen, sie
studieren und über meine Offenbarungen staunen. Und von ihnen
inspiriert wird er wohltätige Werke schaffen, die nicht nur die
Menschheit fortschreiten lassen, sondern die Seele von Inkarnierten
und Nicht-Inkarnierten.
33. Wenn mein Geist in vergangenen und gegenwärtigen Zeiten
erfreut war, wenn Er die Werke meiner Kinder, seien sie geistig oder
materiell, betrachtet hat ─ schöne Werke, die dem Herzen der
Empfindsamkeit oder der Intelligenz entsprungen waren ─ wie groß
wird dann erst meine Freude sein, wenn es nicht nur einige wenige
sind, deren Seele erhoben ist, sondern wenn es die Menschheit in
ihrer Gesamtheit ist, die die Liebe ausübt. Dann wird es keine
Tränen, Trauer und Verwaistheit mehr in den Heimen geben als
Folge der Kriege, und nur der Glaube, Gesundheit, Kraft und
Harmonie werden im Leben der Menschen jener Zeiten überdauern,
die für diesen Planeten vorgesehen sind.
34. Ihr seid die ersten Generationen, die die Frohe Botschaft
dieser Dritten Zeit empfangen haben, und ihr müsst die sein, die für
all jene den Weg bereiten, die nach euch kommen. Beseitigt die
Abgründe, entfernt die Steine des Weges, damit ihr als Erbe den
guten Willen, Mut, gute Grundsätze hinterlasst.
35. Nicht ihr werdet mein Werk auf seinen Höhepunkt bringen.
Unter euch ist keiner, der das Volk Israel vereinigen muss. Die
Inkraftsetzung meiner Lehre auf der ganzen Welt werdet ihr nicht
mehr im Leibe miterleben. Dies Werk werde Ich vollbringen. Denn
wenn sich unter euch jemand erheben würde, der den widerspenstigen
Nacken meines Volkes beugen und seine Vergeistigung
erreichen würde, so würde jener Mensch sich erhöhen oder die
Prüfungen, die über ihn kommen würden, nicht ertragen.
36. Ich jedoch, der Starke, der liebt und vergibt, werde euch
miteinander vereinigen. Ich werde euch eine Prüfung nach der
anderen senden, damit sie euch abschleifen und euch im gleichen
geistigen Ideal vereinen.
37. Ich will nicht, dass mein Volk für Mich ein neues Kreuz, ein
Blutgerüst oder ein Tribunal vorbereitet. Ich will in eurem inneren
Heiligtum wohnen, will meinen Thron in der Seele meines Volkes
einnehmen, um Mich ihm in jedem Augenblick mitzuteilen und es
in meiner ewigen Heimat, auf meinem universellen Thron der
Demut, auf meinem Ehrenplatz eines liebevollen Vaters zu erwarten,
wenn ihr alle voller Verdienste durch eure Auftragserfüllung, stark
geworden durch den Kampf und geläutert durch die Tugend, in
Ehren zu Mir gelangt, um euren hohen Lohn zu empfangen.
Mein Friede sei mit euch!


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