BWL - Band VIII - Unterweisung 240

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 240

1. Macht euch bereit, denn an diesem Tage sage Ich euch: Wer
an Maria glaubt, muss an ihre Reinheit glauben. Denn sie wurde
unter allen Frauen auserwählt, um das Sinnbild der unbefleckten
Vollkommenheit als Frau und als Mutter zu sein. Sie musste auf der
Welt das Vorbild für Zartgefühl, Liebe, Sanftmut und Keuschheit
sein.2. Sie ist das vollkommene Vorbild für jede Frau, denn die
Aufgabe von ihnen allen ist schwierig, edel und selbstverleugnend
bis zur Aufopferung. Ihr Busen muss die besten Gefühle
beherbergen, in ihrem Schoße formt sich der Mensch. Die Frau
erweckt im Herzen des Kindes die Liebe, lenkt die Gefühle des
Kindes auf den Weg des Guten, trocknet seine Tränen, wenn es
weint, und tröstet es, wenn es leidet. Es ist die Mutter, die den
Menschen das erste Gebet lehrt und ihm das Dasein des Schöpfers
offenbart. Bis zum Ende des irdischen Lebensweges begleitet den
Menschen der Schatten der Mutter, so wie Maria zu Füßen des
Kreuzes beim Opfertod des geliebtesten Sohnes anwesend war und
auf ihrem Schoße die sterbliche Hülle Dessen empfing, der aus
Liebe zu den Menschen sein Leben gab.
3. Groß ist die seelische Aufgabe der Frau, empfindsam ist ihr
Herz, ihr Verstand, ihr Schoß, alle ihre Nervenfasern sind feinfühlig.
Nur so kann sie imstande sein, ihre so hohe Mission zu erfüllen und
ihren so bitteren Kelch zu trinken.
4. Körperlich sind der Mann und die Frau verschieden, aber
geistig sind sie gleich. Sie alle sind Seelen, die nach ihrer Vollkommenheit
streben.
5. Ich habe die Frau an die Seite des Mannes gestellt, um sein
Dasein zu versüßen, um es mit Wonne zu erfüllen.
6. Der Mann ist im Leben der Frau der Schild, der Wächter, ihr
Herr. Denn in ihn habe Ich mein Licht, mein Gesetz, meine Kraft
gelegt.
7. So habe Ich euch auf dieser Welt vereint und euch den Weg
vorgezeichnet, dem ihr folgen müsst.
8. Erkennt euch selbst, dann könnt ihr euren Mitmenschen
Vorbilder und Unterweisungen geben.
9. Ihr steht Menschen unterschiedlicher Glaubensüberzeugungen
gegenüber und lebt mit ihnen auf derselben Welt
zusammen. Seid jedoch nicht willens, aufzubrechen, um zu
unterweisen, wenn ihr nicht zuvor meine Lehre befolgt. Erlangt
zuerst volle Überzeugung von dem, was ihr gelernt habt, damit ihr
Lehrer sein könnt. Betrügt euch nicht selbst und schafft euch keine
Schwierigkeiten.
10. Tragt in eurem Geiste meine grundlegenden Offenbarungen,
damit sie euch als Maßstab in eurem Leben dienen.
11. Bewahrt aufgrund dieser geistigen Unterweisung das
notwendige Wissen für das Leben der Seele. Seid wachsam, denn ihr
werdet auf eurem Wege vielen unterschiedlichen Auffassungen über
den Spiritualismus begegnen und müsst vorbereitet sein, damit ihr
keinem falschen Wege folgt.
12. Bewahrt die notwendige Zubereitung, damit ihr in jedem
Augenblick eures Lebens bereit seid, diese Welt zu verlassen.
13. Wisset, dass die Seele bei ihrem bevorstehenden Aufenthalt
in der Geistigen Welt nicht jene ewige Seligkeit wird genießen
können, von der ihr träumt. Ebenso wie sie auch nicht ewig infolge
ihrer Verschuldungen leiden wird. Denn ihr kennt ja die Grundlage
meiner Lehre, welche die Liebe ist. Daher wird jeder gemäß seiner
Taten und Reuegefühle empfangen, und dies wird in der Seele in
noch größerem Maße das Ideal der Vervollkommnung erwecken.
14. Glaubt auch nicht, dass es im Verlaufe des materiellen
Lebens ist, in dem die Seele die Glückseligkeit genießt oder die
Strafe erhält.
15. Die Seele läutert und vervollkommnet sich, denn ihre
Intuition und meine Offenbarung sagen ihr, dass sie aus der
Göttlichkeit stammt und zu Ihr zurückkehren muss.
16. Daher gewähre Ich der Seele so viele Gelegenheiten, wie sie
benötigt, um ihre Entfaltung zu erlangen und ihre ewige Seligkeit in
Mir zu erreichen.
17. Der Spiritualismus ist die Offenbarung, die euch alles enthüllt
und lehrt, was ihr besitzt und in euch tragt. Er lässt euch
erkennen, dass ihr ein Werk Gottes seid, dass ihr nicht nur Materie
seid, dass es etwas über eurem "Fleisch" gibt, das euch über die
Ebene der Natur, die euch umgibt, und über den Schmutz eurer
Leidenschaften erhebt.
18. Wenn der Mensch Spiritualität erlangt, wird jedes Gebot und
jeder Lehrsatz einen Teil des Lichtes seiner Seele bilden. Selbst
wenn sein Gedächtnis nicht einen Satz oder ein einziges Wort
meiner Unterweisung behält, wird er deren Essenz in sich tragen,
weil er sie verstanden hat, weil er sie fühlt und befolgt.
19. Der Spiritualist muss der reine Christ sein, der die Lehre
Christi, des Göttlichen Meisters, kennt und befolgt, welcher die
Menschen in seinem unermüdlichen Bestreben, ihnen sein eigenes
Reich der Liebe zu vermachen, erlöste, um aus ihnen eine große
Familie zu machen.
20. Jetzt in der Dritten Zeit, erleuchtet durch das Licht des
Heiligen Geistes, erkennt ihr, dass die Lehre, die Ich euch in den
drei Zeiten gegeben habe, die gleichen Prinzipien gehabt hat, und
dass es nur die äußere Form war, die sich von einer Zeit zur anderen
geändert hat.
21. So war in der Ersten Zeit in eurem Leben und in eurem
Herzen eine solche Schlichtheit, standet ihr der Natur so nahe, dass
Ich Mich in Einklang mit all dem kundgab. In der strahlenden Natur
sahet und fühltet ihr meine Gegenwart, und eure Seele war entzückt
bei der Betrachtung ihrer Wunder, durch die ihr den Willen eures
Herrn verstanden habt.
22. In der Zweiten Zeit, als bereits die Selbstsucht in den
Herzen der Menschen aufgekeimt war, und der Verstand der
Menschen für das Böse erwacht war, wurde Ich unter euch geboren,
um euch begreiflich zu machen, dass das, was ihr als Verehrung für
die Göttlichkeit ausübtet, und die Werke, die ihr euch gegenseitig
antatet, nicht das waren, was Ich euch befohlen hatte, und euch
daher nicht euer Seelenheil bringen würden ─ dass das, was ihr
tatet, nur eine scheinbare Gesetzeserfüllung vor den Augen der
Menschen war, dass ihr jedoch im Herzen Heuchelei und Selbstsucht
verbarget.
23. Es war notwendig, dass Jesus euch die Prinzipien aufzeigte,
nach denen ihr euch richten solltet und von denen ihr euch entfernt
hattet.
24. Ich bezeugte euch meine ganze Sanftmut, meine Liebe,
meine Weisheit und Barmherzigkeit und trank bei euch den Leidenskelch,
damit euer Herz bewegt und euer Verstand erwachen würde.
Die Herzen mussten zum Guten geboren werden, und der Schmerz,
Mich aus Liebe zu ihnen gekreuzigt zu sehen, war wie ein Stachel,
der sie daran erinnern sollte, dass ihr alle um der Liebe willen leiden
müsst, um zum Vater zu gelangen. Meine Verheißung für jeden, der
sein Kreuz auf sich nehmen und Mir nachfolgen möchte, war der
ewige Friede, die höchste Seligkeit, die kein Ende hat im Geiste.
25. Meiner Verheißung in dieser Zeit liegt das Gleiche zugrunde,
sie ist dieselbe, aber ihr werdet sie wirklich so lange nutzen
müssen, bis ihr geläutert seid.
26. Von der Zeit, in der Ich mein Gesetz der Liebe und
Gerechtigkeit mit meinem Blute in euren Geist schrieb, bis zur
gegenwärtigen, in der ihr lebt, finde Ich eure Seelen entwickelter.
Ihre Fassungskraft und ihr Verständnis sind größer, ihre Fähigkeiten
und Kräfte sind so weit, meine neuen Offenbarungen aufzunehmen.
27. Heute versteht ihr von euch selbst aus die falschen
Glaubenslehren von den wahren zu unterscheiden. Dennoch ist es
eine Zeit der Prüfung für die Seele, weil von allen Seiten Weltanschauungen,
Theorien, Lehren, Religionen und "Wissenschaften"
erschienen sind, deren Kraft manchmal das Gemüt des Schwachen
unsicher macht, der nicht weiß, welchem Weg er folgen soll.
28. Diese Zeit ist entscheidend, denn die Menschen werden auf
dem spirituellen Weg endgültige Schritte tun.
29. Viele dunkle Augenbinden werden fallen, der Fanatismus
und die Abgötterei werden verschwinden, viele Visionen über den
Ablauf der Ereignisse werden ausgelöscht werden, und die
Traditionen werden mit der Wurzel ausgerissen werden. Dann wird
alles aufgegeben werden, was vergänglich ist.
30. Meine Kinder, seid mit eurer Lebenslage zufrieden, fühlt
keinen Neid gegenüber jenen, die besser als ihr leben. Denkt daran,
dass ihr Mir in der Niedrigkeit näher kommt und Mir besser dient.
31. Achtet darauf, wohin ihr geht, in welcher Weise ihr das
Leben auffasst, und was ihr mit den Gütern macht, die Ich euch zur
Verfügung stelle.
32. Ich gebe euch meine Liebe. Meine Liebe ist mit euch.
33. Wer an Christus zweifelt, wie Er sich in dieser Dritten Zeit
offenbart, zweifelt auch an Jesus als Mensch in der Zweiten Zeit,
denn meine Liebe und meine Essenz sind dieselben. Wenn ihr ein
besseres Verständnis des Vermächtnisses haben wollt, das der
Göttliche Meister euch damals hinterließ, müsst ihr darauf achten,
wie in dem Maße, in dem die Entwicklung eurer Seele es nach und
nach zugelassen hat, sich meine Weisheit und meine Offenbarungen
in eurem Leben mit immer größerer Klarheit offenbart haben.
34. Wenn ihr in das Geheimnis der Unterweisung eindringen
wollt, das ihr nach meinem Willen kennenlernen sollt, so beseitigt in
euch die Furcht vor dem Unbekannten, bereitet euch durch Vergeistigung
vor, welche Respekt und Demut ist, dann werde Ich euch
vieles offenbaren. Wenn die Augen eures Geistes sich öffnen, werdet
ihr dort Christus sehen, wie Er auf den Straßen des Schmerzes der
Notleidenden geht, noch immer sein Kreuz der Liebe trägt und sein
Blut auf so viele Nöte dieser Menschheit herabströmen lässt. Ihr
werdet den Meister sehen, wie er seine Barmherzigkeit auf alle
ergießt, werdet entdecken, dass Er auch im Geistigen von Jüngern
umringt ist, die sein Wort, seine Predigt begierig vernehmen, von
deren Inspirationen sie erleuchtet werden, um ihr Licht dann denen
zu senden, die im Finstern leben.
35. So werdet ihr Ihn sehen, wenn ihr in das Geistige einzudringen
vermögt. So werdet ihr euren Herrn ein wenig besser
kennenlernen. Wenn ihr zu wissen versucht, was der Heilige Geist
ist, werdet ihr Ihn in dem Lichte der Weisheit entdecken, das vom
Göttlichen Worte ausgeht. Dort werdet ihr ihn als unendliche
Intelligenz kennenlernen, als geistige Gnade, die euch erleuchtet
und zugleich tröstet und heilt.
36. Wenn ihr daher dies Wort durch den Stimmträger hört,
müsst ihr seinen Sinngehalt suchen, denn in ihm liegt die Essenz
meiner Lehre.
37. Wenn ihr in das Wort, das euch Christus als Mensch und als
Geist gegeben hat, eingedrungen seid, werdet ihr die Erkenntnis
dessen haben, was euer Gott, die Dreieinigkeit seiner Offenbarungen
ist, und dann werdet ihr Ihn in Wahrheit lieben, werdet an Ihn
glauben in allen Formen, in denen Er zu euch gekommen ist.
38. Wenn ihr einmal diese Erhebung erreicht habt, werdet ihr
wie jene hohen Geister sein, die unsichtbar als Lehrer kommen, um
den Verstand der Menschen zu erleuchten und sie auf den Weg des
Guten zu führen. Ihr werdet euch nicht kundgeben, indem ihr
menschliche Gehirne gebraucht. Doch ihr werdet einen guten
Einfluss auf alle ausüben, die sich auf dieser Welt zubereiten. Ihr
werdet sie erleuchten und inspirieren. Eure Kommunikation wird
von Geist zu Geist erfolgen, und wenn ihr diese Aufgabe erfüllt
habt, wird sich vor euch eine weitere Stufe zum Emporsteigen
präsentieren. So, auf diesem Wege gelangen die Seelen zum Schoße
des Vaters ─ sich läuternd, vervollkommnend, bis sie mit dem
reinsten Lichte des Göttlichen Geistes verschmelzen können.
39. Ich bereite euch schon jetzt auf die nächste Stufe vor, die ihr
ersteigen werdet. Ich spreche nicht von den anderen zu euch, denn
ihr würdet sie nicht begreifen. Es genügt, wenn ihr wisst, dass es
sieben Etappen oder Stufen sind, die ihr zurücklegen müsst. Auf
jeder von ihnen werdet ihr eine Gnade für eure Seele antreffen, die
euch als Hilfe dienen wird, um den folgenden Schritt zu tun, bis ihr
in die Gegenwart Gottes und zur Erfüllung meiner Verheißungen für
jeden gelangt, der Mir bis zum Endziel nachfolgt.
40. Euer Denkvermögen ist nicht fähig, diese ganze Lektion zu
begreifen. Denn noch immer, wenn ihr daran denkt, dass ihr Mich
sehen werdet, stellt ihr euch Mich als ein Wesen wie euch in
körperlicher Gestalt vor. Doch niemand erwarte, sich mit seinem
materiellen Körper zu vereinigen, um ewig in meinem Schoße zu
leben. Dies ist nicht die "Auferstehung des Fleisches", von der die
Apostel zu euch sprachen. Nur die Seele wird die Ewigkeit kennenlernen,
nachdem sie ein ums andere Mal in verschiedenen Körpern
auf der Erde erschienen ist und danach als Geistwesen den Weg bis
ans Ende zurückgelegt hat.
41. Das Jüngste Gericht, wie es die Menschheit gedeutet hat, ist
ein Irrtum. Mein Gericht ist nicht eines von einer Stunde oder einem
Tag. Schon seit geraumer Zeit lastet es auf euch. Doch wahrlich, ich
sage euch, die toten Körper sind dazu bestimmt und folgten ihrer
Bestimmung, sich mit dem ihnen entsprechenden Naturreich zu
verschmelzen; denn was von der Erde ist, soll zur Erde zurückkehren,
ebenso wie das Geistige nach seiner Heimat streben soll,
welche mein Schoß ist. Aber Ich sage euch auch dies, dass ihr bei
eurem Gericht eure eigenen Richter sein werdet; denn euer
Gewissen, eure Selbsterkenntnis und Intuition werden euch sagen,
bis zu welchem Punkt ihr lobenswert seid und in welcher geistigen
Heimstatt ihr wohnen müsst. Klar werdet ihr den Weg schauen, dem
ihr folgen müsst, denn wenn ihr das Licht meiner Göttlichkeit
empfangt, werdet ihr eure Taten erkennen und eure Verdienste
beurteilen.
42. Im "Geistigen Tale" gibt es viele verwirrte und verstörte
Wesen. Bringt ihnen meine Botschaft und mein Licht, wenn ihr es
einst betretet.
43. Schon jetzt könnt ihr diese Form der Barmherzigkeit
ausüben durch das Gebet, durch das ihr mit ihnen in Verbindung
treten könnt. Eure Stimme wird dort ertönen, wo sie wohnen, und
sie aus ihrem tiefen Schlaf erwecken. Sie werden weinen und sich
mit ihren Reuetränen reinigen. In jenem Augenblicke werden sie
einen Lichtstrahl empfangen haben, denn dann werden sie ihre
vergangenen Eitelkeiten, ihre Irrtümer, ihre Sünden begreifen.
44. Wie groß ist der Schmerz der Seele, wenn das Gewissen sie
erweckt! Wie demütigt sie sich dann vor dem Blicke des Höchsten
Richters! Wie demutsvoll entspringen dem Innersten ihres Wesens
die Bitten um Vergebung, die Gelöbnisse, die Segnungen meines
Namens! Nun erkennt die Seele, dass sie sich der Vollkommenheit
des Vaters nicht nähern kann, und so richtet sie ihren Blick auf die
Erde, wo sie die Zeit und die Prüfungen nicht zu nutzen verstand,
welche Gelegenheit boten, dem Ziel näherzukommen, und bittet um
einen weiteren Körper, um Verfehlungen zu sühnen und nicht
erfüllte Aufgaben zu erfüllen.
45. Wer sorgte also für Gerechtigkeit? War es nicht der Geist
selbst, der Gericht über sich hielt?
46. Mein Geist ist ein Spiegel, in dem ihr euch betrachten
müsst, und er wird euch den Grad von Reinheit, den ihr habt,
verraten.
47. Sobald ihr im Geistigen seid, wird euer Geist euch über
euch selbst Erleuchtung schenken. Eure Erinnerung wird klar
werden, und ihr werdet euch an das Vergessene erinnern. Weshalb
fürchtet ihr also meine Gerechtigkeit, da ihr doch nicht mehr
empfangt als das, was ihr verdient? Warum nicht stattdessen schon
jetzt die eigenen Taten fürchten? Seht, mit wie viel Güte Ich zulasse,
dass euer Verstandesvermögen das Geheimnis dessen begreift, was
euer Gericht ist.
48. Gebt den Fanatismus auf, der der Wahrheit sehr ferne ist.
Denkt über meine Unterweisungen nach, die eine Lehre des
Friedens, des Lichtes und des Segens enthalten.
49. Auch wenn ihr die vergesst, die ins "Geistige Tal" hinübergegangen
sind ─ der Meister vergisst niemanden.
50. Auch im Geistigen gibt es solche, die schlafen, die ihre
Augen dem Lichte der Wahrheit verschlossen haben, die umherirren
und Ketten der Selbstanklagen, Verwirrtheit und des Schmerzes mit
sich schleppen.
51. Ich habe euch gerufen, um euch zu sagen, dass ihr nicht nur
Gutes tun könnt, indem ihr den Kranken heilt und euren Mitmenschen,
die mit euch auf der Erde wohnen, den Weg weist,
sondern auch den Wesen, die im Jenseits leben. Auch unter ihnen
sind Kranke, Verirrte, Liebes- und Trost-Bedürftige. Es sind die, die
sich im Schmerze läutern, um rein in meine Gegenwart zu gelangen.
Aber ihr könnt ihnen mit euren Gebeten, mit eurer Barmherzigkeit
und hochherzigen Gedanken bei ihrer Sühne helfen und ihnen die
Leidenszeit verkürzen.
52. Meine Lehre universeller Liebe wird alle Seelen vereinen
und einander näher bringen, ohne eine Trennlinie zwischen den
Lebenswelten zu ziehen, und wird bewirken, dass die Wesen sich
mit geistiger Liebe lieben.
53. Legionen von Wesen der Finsternis gelangen wie Gewitterwolken
unter die Menschheit, verursachen Umstürze, verwirren die
Gedanken und verfinstern die Herzen der Menschen. Und obwohl
diese Menschheit Waffen hat, um sich gegen diese tückischen
Angriffe zu verteidigen, verstehen die einen sie nicht zu gebrauchen,
und die andern ahnen nicht einmal, dass sie sie besitzen.
54. In den Kriegen, beim Mord und bei den niederen Leidenschaften
besteht der Einfluss jener Kräfte. Ihr, die ihr die Augen dem
Lichte geöffnet habt und die geistigen Waffen der Liebe und
Gerechtigkeit kennt, die Ich euch anvertraut habe ─ betet für die
Welt und für die Geistige Welt, versöhnt die, die sich hassen, lehrt
zu lieben, zu vergeben und zu beten.
55. Doch denkt auch daran, dass die guten Werke, die ihr auf
Erden tut, Licht sein werden, das die verwirrten Seelen erleuchtet,
und dass eure Gebete für sie Balsam sein werden, der sie von ihrer
Verwirrung befreit. Kämpft gegen die Versuchungen und schlechten
Inspirationen, damit ihr den Sieg des Lichtes erlebt.
56. Bereitet euch vor, denn die Botschaft, die ihr den Menschen
werdet bringen müssen, soll bewirken, dass sie ihre Eigenschaften
und Fähigkeiten erkennen, die teils unbekannt, teils unentwickelt
sind.57. Ihr sollt durch gute Werke lehren, dem von der Wissenschaft
Aufgegebenen die Gesundheit zurückgeben und die Seele retten,
welcher die Menschen gesagt hatten, dass sie zu einer ewigen Strafe
verdammt sei. Die einen wie die anderen werden die Herrlichkeit
meines Werkes erkennen, und eine dunkle Binde wird von ihren
Augen fallen.
58. Es ist die Zeit, in der Ich Mich schauen lassen werde, in der
Ich Mich in allen fühlbar machen werde, und in der Ich zur Welt
sprechen werde.
59. Ich sage euch an diesem Tage: Gesegnet seien, die auf ihrem
Wege dem Beispiel Marias folgen, indem sie in ihrer Seele Reinheit
bewahren. Maria ist die Reinheit und die Sanftmütigkeit. Wer sie
liebt, soll sie darin zum Vorbild nehmen. Es wird euch nichts
nützen, ihren Namen zu wiederholen oder zu sagen, dass ihr sie
liebt, wenn eure Handlungen nicht diesen Worten entsprechen.
60. Erkennt die wahren menschlichen und geistigen Werte, lasst
euch nicht vom falschen Glanze der irdischen Herrlichkeiten
verführen. Euer Licht kann euch bereits alles, was falsch ist,
aufdecken. Erkennt, dass es viele Werke gibt, die zwar Reinheit zur
Schau tragen, jedoch nur Finsternis enthalten und euch auf dunkle
Wege führen, die dem Anschein nach glanzvoll sind.
61. Begreift also ihr, durch die Ich Mich kundgebe, die
Verantwortung, die ihr übernommen habt, in eurem Leben, in eurem
Lebenswandel und in euren Prüfungen einen würdigen Vollzug der
Worte zu zeigen, die in den Augenblicken meiner Kundgabe von
euren Lippen kommen. Das Volk hat seine Augen auf euch gerichtet,
in der Erwartung, dass ihr in euren Handlungen seelische Erhebung
zeigt. Ihr müsst wie ein klarer Spiegel sein. Denn wenn die
Handlungen derer, die Mich in dieser Zeit nicht vernommen haben
und die sich Diener Gottes nennen, nicht immer zulässig sind, sieht
sie die Welt ohne Überraschung mit an. Aber wenn sie die gleichen
unerlaubten Handlungen bei euch sieht, werden die, die euch
beobachten, gewiss empört sein, weil sie nicht begreifen werden,
dass ihr, obwohl ihr diese Gnade in euch habt, noch immer
Handlungen tun könnt, die im Gegensatz zu der Lehre sind, die ihr
empfangen habt.
Der Meister sagt euch: Hütet euch vor Skandalen von dem
Moment an, in dem ihr den Vorsatz gefasst habt, Mir nachzufolgen.
Bedenkt, dass eure Seele von jenem Tage an alles verschmäht hat,
was ihr schaden könnte. Ihr müsst dann den Weg des Guten
beibehalten und eure ganze Verantwortung fühlen.
Wenn ihr Mir dient, wenn ihr euch meinem Willen überlassen
habt, so deshalb, weil ihr Mich erkannt habt, weil ihr euch der
Wahrheit meiner Kundgabe völlig sicher seid und kein Zweifel in
euch existiert.
62. Wenn Ich euch in dieser Weise meinem Dienste ergeben
gesehen habe, habe Ich euch gesagt, dass ihr ein großes Werk der
Barmherzigkeit an euren Mitmenschen tut. Ich habe euch bereits
gesagt, dass die geistige Auftragserfüllung euch nicht an der
Erfüllung irgendeiner der menschlichen Pflichten hindert.
Niemand soll die Schlichtheit meiner Lehre kompliziert zu
machen suchen. Gebt die Essenz meiner Unterweisung weiter und
lasst die Menschen sich von ihr inspirieren.
63. Wie außergewöhnlich erscheint es euch, dass mein göttlicher
Wille sich mit eurem Verstandesvermögen vereinigt hat! Dazu
sage Ich euch, dass es das Allernatürlichste ist, da es sich dabei um
Gott, welcher Geist ist, handelt und den Menschen, der aufgrund
seines Geistes seinem Schöpfer ähnlich ist. Ihr möchtet gern in viele
Geheimnisse eindringen, die ihr noch nicht wissen dürft, und Ich
sage euch nur, dass es nicht die Wissenschaft sein wird, die sie euch
enthüllt, sondern der Geist aufgrund seiner Liebe zu seinem
Schöpfer.
64. Offenbart mein Werk in der gleichen Schlichtheit, in der Ich
es euch übergeben habe, dann werden eure Mitmenschen es
aufgrund der Entwicklung, die sie erreicht haben, begreifen. Wenn
eure Handlungen offenbaren können, dass ihr die Herrlichkeiten, die
ihr empfangt, verdient, wird euer Werk bewunderungswürdig sein,
und der Mensch wird durch euch an Mich glauben.
65. Ich empfange eure Seele bei Mir, damit sie ihre Ermattung
und die Mühsale der Welt hinter sich lässt.
66. Von verschiedenen Punkten der Erde kommt ihr im Verlangen
nach meiner Unterweisung und meinem Frieden herbei.
Wenn ihr dann mein Wort vernehmt, fühlt ihr die väterliche Wärme,
und euer Herz beruhigt sich.
67. Es gibt solche, die euch gerne zu dem Versammlungsort
folgen würden, an dem Ich euch mein Wort gebe, aber die Furcht
vor der Welt hält sie davon ab. Andere dagegen blicken euch mit
Verachtung an, selbst wenn eine innere Stimme ihnen sagt, dass der
Weg, den ihr geht, richtig ist, und dass es der ist, der zur Wahrheit
führt ─ selbst wenn sie die Rufe der entfesselten Elemente und der
außergewöhnlichen Ereignisse vernehmen, die verkünden, dass eine
neue Zeit angebrochen ist: die Zeit des Gerichts, der Wegbereiter der
Zeit der Gnade.
Ich habe Mich an allen Orten der Erde und in allen Herzen
bekundet. Ich spreche zu ihnen durch Inspiration, durch Intuition
und durch Träume oder Offenbarungen.
68. Ich bereite derzeit die zukünftigen Generationen vor, die
nicht zwischen Zweifel und Glauben hin- und hergerissen sind, und
die den Niederschriften der Bücher, die Ich euch hinterlassen werde,
ihren wahren Wert und die richtige Auslegung geben werden.
69. Sie werden die Erfüllung der Prophetien früherer Zeiten
ankündigen.
70. Die Niederschriften der heutigen Zeit werde Ich in eurer
Verantwortung hinterlassen, damit ihr sie all denen bekannt macht,
die mein Wort nicht vernommen haben. Euer wahrer Kampf wird
erst nach meinem Abschied kommen.
71. Meine Lehre, eure Anbetungsweise und eure Handlungen
werden Richter für all jene sein, die aus Sekten und Kirchen herbeikommen
könnten, um auszuforschen. Es wird nicht nötig sein, dass
ihr ihnen ihre Irrtümer aufzeigt. Im Gegenteil, ihr sollt sie aufrichtig
und liebevoll willkommen heißen und ihnen mein Werk in allen
Teilen zeigen.
Mein Friede sei mit euch!

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