BWL - Band VIII - Unterweisung 239

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 239

1. Fühlt Mich, denn Ich bin euch sehr nahe. Wer von meiner
Gegenwart überzeugt ist, fühlt Mich im Innersten seines Herzens.
2. Dennoch sage Ich euch ein weiteres Mal: Niemand nötigt
euch, zu glauben, noch Mir nachzufolgen. Das Licht des Glaubens
wird sich von selbst entzünden, und es wird eure Liebe zum
Vorschein bringen.
3. Ihr seid das bevorzugte Geschöpf in diesem Erdentale, das
Ich mit der Gabe der Vernunft ausgestattet habe, und das Ich mitten
in eine weite Welt voller Werke, Geschöpfe und Manifestationen
meiner Macht gestellt habe, die Zeugnis dafür sind, dass Der, der
ihnen das Leben gab, allmächtig ist.
4. Ich habe dem Menschen von Anfang an Gedankenfreiheit
gewährt, doch immer ist er Sklave gewesen ─ das eine Mal durch
den Fanatismus, andere Male als Sklave der falschen Glaubensvorstellungen
des Pharao und des Kaisers. Das ist der Grund dafür,
dass er in dieser Zeit angesichts der Freiheit, die der Geist zurzeit
erlangt, und der Klarheit, die sich seinen Augen darbietet, geblendet
ist, weil sein Verstand nicht an diese Freiheit gewöhnt ist.
5. Der Mensch hatte die Kraft seines Auffassungsvermögens für
das Geistige vermindert, und deshalb verfiel er dem Fanatismus,
wandelte er auf krummen Pfaden und war er wie ein Schatten des
Willens der anderen.
6. Er hatte seine Freiheit verloren, war nicht mehr Herr seiner
selbst, noch seiner Gedanken.
7. Doch das Zeitalter des Lichtes ist gekommen ─ die Zeit, in
der ihr die Ketten zerbrechen und die Flügel ausbreiten müsst, um
im Verlangen nach der Wahrheit frei ins Unendliche zu fliegen.
8. Vergeistigung ist Freiheit. Daher sehen die, die Mich derzeit
vernehmen und den Sinngehalt dieser befreienden Lehre verstanden
haben, wie sich vor ihnen ein weites Tal öffnet, in welchem sie
kämpfen und davon Zeugnis ablegen werden, dass die Zeit
gekommen ist, in der Gott, der allmächtige Schöpfer kam, um die
Zwiesprache zwischen Ihm und dem Menschen einzuführen.
9. Jene direkte Verbindung, von der die Menschen glaubten,
dass sie zwischen einem Gott, der ganz Macht, Weisheit und
Vollkommenheit ist, und dem menschlichen Geschöpf voller
Armseligkeit, Unwissenheit und Sünde unmöglich sei, habe Ich
verwirklicht. Ich bin es, der zu euch gekommen ist.
10. Wer hätte sich vorstellen können, dass der Mensch mit
seinem Herrn Zwiesprache halten könnte? Ihr dachtet, dass dies nur
das Vorrecht der Gerechten und der Propheten gewesen sei ─ jener,
die, von ihren eigenen Gesichten geblendet niederfielen und danach
das Kommen des Messias ankündigten ─ jener, deren Gebet so tief
und inbrünstig war, dass sie in Verzückung fielen und das Göttliche
schauen konnten.
11. Heute gibt es Härte in den Herzen, viel Unglauben gegenüber
dem Geistigen, und die Menschen beschränken sich darauf, nur
an das zu glauben, was sie begreifen können und was sie nicht
ablehnen, obwohl sie in ihrem Inneren niemals aufhören, das Leben
zu erahnen, das sie jenseits des Todes erwartet.
12. Ich gebe euch diese Unterweisung, indem Ich Mich eines
menschlichen Verstandesvermögens wie dem euren bediene, damit
ihr dies Wort euch sehr nahe fühlt. Was bedeutet es schon, dass Ich
Mich mittels eines sündigen Menschen kundgebe, wenn er sich
vorzubereiten versteht, um Mich zu empfangen?
13. Was ist seltsam daran, dass Ich Mich ebenso kundtue, wenn
Ich mit euch in euren Träumen spreche ─ wenn Ich überall, wo ihr
geht und steht, wenn ihr Mich am meisten benötigt, mit meiner
Liebe euer Herz anrühre? Es gibt etwas in euch, das euch über die
Welt, in der ihr lebt, erhebt. Was könnte es sein außer der Geistseele,
die ein Abbild des Göttlichen ist?
14. Erwache, Volk, begreife Mich. Beschäftigt euch mit meiner
Unterweisung und mit eurer Geistseele.
15. Ich komme als Meister und als Vater zu euch. Jede
Unterweisung, die Ich euch gebe, stärkt euch für das Tagewerk, das
euch erwartet. Denn es ist mein Wille, dass ihr mitten im Chaos der
Weltanschauungen und Lehrmeinungen ruhig bleibt und diejenigen
seid, die meiner Lehre die richtige Auslegung geben.
16. Manche haben sich gewundert, weil Ich Mich durch den
Menschen kundgebe, und sie sind sich nicht sicher, ob dies nach
dem Willen des Vaters oder aus menschlichem Willen geschehen ist.
Doch Ich sage euch: Es ist der Meister gewesen, der die Menschheit
überraschte ─ der "keusche Gemahl", der die Jungfrauen schlafend
und deren Lampen erloschen antraf.
17. Es gibt Religionsgemeinschaften, die sich auf meine
Wiederkunft vorzubereiten trachten, ohne zu wissen, dass Ich bereits
im Scheiden begriffen bin.
18. Ich rief alle, und in Wahrheit gelangte mein Ruf und das
Gerücht, dass Ich Mich derzeit den Menschen kundtue, in alle
Winkel der Erde, zusammen mit Zeugnissen und Beweisen, die von
Mir sprechen: erneuerte Sünder, bekehrte Ungläubige, "Tote", die
auferstehen, unheilbar Kranke, die gesund werden, und Besessene,
die von ihrem Übel befreit wurden.
19. Aber Ich traf viele taub an, andere eitel geworden in ihrem
irdischen Ansehen und wieder andere zu furchtsam, um meine
Kundgebung als Geist der Wahrheit bekannt zu machen. Ich
empfing und lehrte alle, die zu Mir kamen und auf meine Liebe
vertrauten.
20. Als ihr zu dieser Quelle kamt, habt ihr euch alle von dem
Staub gereinigt, den ihr in der Welt aufgenommen habt, damit ihr
würdig wäret, das Brot vom Tische zu nehmen, und damit ihr nicht
das Blatt meines Gesetzes beschmutzen würdet.
21. Es naht die Stunde, in der sich das Gericht auf der Welt voll
fühlbar macht. Jedes Werk, jedes Wort und jeder Gedanke werden
gerichtet werden. Von den Mächtigen der Erde, die die Völker
regieren, bis zu den Geringsten ─ sie alle werden auf meiner
göttlichen Waage gewogen.
22. Doch verwechselt nicht Gerechtigkeit mit Vergeltung, noch
Wiedergutmachung mit Strafe. Denn Ich lasse nur zu, dass ihr die
Früchte eurer Saat erntet und sie esst, damit ihr an ihrem
Geschmack und ihrer Wirkung erkennt, ob sie gut oder schädlich
sind, ob ihr Gutes oder Schlechtes gesät habt.
23. Das durch menschliche Übeltat vergossene unschuldige
Blut, die Trauer und die Tränen von Witwen und Waisen, des
Geächteten, der Elend und Hunger erleidet ─ sie alle rufen nach
Gerechtigkeit, und meine vollkommene und liebevolle, aber
unerbittliche Gerechtigkeit kommt auf alle herab.
24. Ich nehme dem Menschen seine Throne, seinen Hochmut,
mit dem er Mich herausfordert, seine Macht. Ich überzeuge ihn, dass
er mein Kind ist und dass Ich will, dass er demütig ist, weil mein
Reich den Demütigen gehört und Ich es ihm als Erbe geben will.
Erinnert euch, dass Ich sagte: "Leichter kommt ein Kamel durch ein
Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel."
25. Seid immer bei Mir, und ihr werdet immer meinen Frieden
haben.
26. "Arbeiter", bedenkt, wie Ich herniederkomme, um die
Früchte einzusammeln, die ihr auf meinem Landgut geerntet habt.
27. Obwohl Ich einige kaltherzig sehen, befragen Mich andere
mit Interesse, und manche danken Mir, weil Jubel aus ihrem Herzen
bricht.
28. Wahrlich, Ich sage euch, die Mühe, die ihr heute habt, um
die Felder zu bestellen, die früher unfruchtbar waren, wird eurer
Seele Frieden und Freude schenken.
29. Welchen Frieden hat euer Herz erfahren, nachdem ihr den
Erschöpften mit euren Armen umfangen habt, und nachdem ihr
dem, dessen geistige Fähigkeiten gestört waren, das Licht der
Vernunft gegeben habt.
30. Mit Sicherheit habt ihr viel Zeit benötigt, um eure Fähigkeiten
und Gaben zu entfalten, denn diese Entwicklung begann nicht
in eurem gegenwärtigen materiellen Leben. Noch hält euch Furcht
oder Mangel an Glauben davon ab, mit größerer Sicherheit zu
gehen, obwohl es unter euch eine Menge Seelen gibt, die sich
Erstgeborene unter der Menschheit nennen können.
31. Jetzt lebt ihr in der Dritten Ära, in der Ich Mich durch das
menschliche Verstandesvermögen kundgetan habe ─ eine
Kundgabe, die nun zu Ende geht, nach der ihr Mich jedoch nicht
verlieren werdet, weil Ich jedem nahe bin, der Mich zu suchen und
zu erwarten versteht.
32. Als Ich Mich einst in die Wüste zurückzog, verließ Ich die
Menschheit nicht, vielmehr dachte Ich an sie und litt für sie. Später,
als die Erde sich auftat, um das Grab meines Körpers zu sein,
trennte Ich Mich ebensowenig von meinen Kindern. Denn jenseits
des Todes, den ihr Mir gabt, erhob sich mein Geist, um in allen als
Licht der Erlösung zu sein.
33. Wenn Ich euch sage, dass mein Wort Ende 1950 enden wird
und meine Geistige Welt nicht mehr zu euch sprechen wird, dann
begreift, dass sowohl der Vater, als auch seine geistigen Diener
weiterhin über eurem Leben wachen und sich für die Menschheit
und jede irrende und lichtbedürftige Seele einsetzen werden.
34. Siehe, Ich vermache euch ein neues Testament, das keine
Verfälschung erleiden wird, weil Ich es im Tempel eures Herzens
verwahrt lasse, in dem Ich wohne. Wie könntet ihr Mich also
verlieren, wo ihr Mich doch in euch tragt?
35. Ihr werdet meine Unterweisungen studieren, in denen ihr in
einigen Gerechtigkeit, in anderen Weisheit und Belehrung, in wieder
anderen Trost und Balsam, und in einigen auch Prophetie finden
werdet. Mein Wort ist Gesetz und Gebot, ist Weg und Ziel, ist Liebe.
Wachet, denn in den Zeiten des Kampfes werden euren Schritten
Versuchungen auflauern, und je größer euer Vorsatz zur Erneuerung
und eure Hingabe an meine Unterweisungen ist, desto stärker
werden die Stimmen und Rufe sein, die euch vom Wege abzubringen
versuchen. Gebt eurer Seele daher Festigkeit, damit ihr die
Mannhaftigkeit und die Kraft guter Soldaten erlangt.
36. Fühlet alle meine Küsse der Liebe und des Friedens.
37. Ruht euch beim Meister aus, geliebte Jünger. Erquickt eure
Seele und stärkt euren Körper.
38. Ich verströme mein Licht auf alle ohne Unterscheidung von
Rassen und Klassen, so wie Ich in allen Zeiten und zu allen Völkern
große Geister zur Inkarnation gesandt habe, durch die die Menschheit
meine göttlichen Botschaften, das Gesetz, die Prophetien, die
Offenbarungen empfangen hat.
39. In meiner Liebe zu euch wurde auch Ich Mensch, damit ihr
Mich sehr nahe fühlen würdet, und wenn Mich auch viele nicht in
Jesus erkannten, wurde es später licht in ihnen, und sie begriffen
ihren Irrtum und liebten Mich.
40. Aufs neue gebe Ich euch meine Unterweisung. Aber anstatt
Mensch zu werden, tue Ich Mich jetzt durch ihn kund.
41. Ich treffe euch geistig vom Wege abgeirrt an, schwach und
krank, müde und gleichgültig, innerhalb einer Welt, deren Wissenschaft
euch eine falsche Größe verliehen hat. Als ihr erkannt habt,
dass ihr inmitten der Herrlichkeiten eures Jahrhunderts keinen
Frieden in euch habt und das Geistige noch nicht kennt, noch
Nahrung für das Herz findet, habt ihr eure Augen dem Ewigen
zugewandt und Ihn darüber befragt, wann die neuen Apostel des
Friedens und der Liebe zur Erde kommen.
42. Das ist der Grund dafür, dass Ich die, die Ich herbeigerufen
habe, um Mich zu vernehmen, für den Frieden verantwortlich
mache. Denn sie sind von Mir als Wächter vorbereitet worden.
43. Wenn die Menschheit einmal ihren Blick zum Schöpfer
erhebt im Verlangen nach Vergebung und Trost, wird eine der
Prophetien der Zweiten Zeit in Erfüllung gehen. Dann werden die
Menschen mein Licht als rettenden Stern erkennen, der ihre Schritte
zum Neuen Jerusalem lenken wird, wo sie das Brot des Lebens
finden werden.
44. Schon seit langem läutert die wohltönende Glocke ohne
Unterlass und lädt zur Zusammenkunft ein.
45. Ich sehe Traurigkeit in euren Herzen, weil ihr auf Ungläubigkeit,
auf Gleichgültigkeit und auf Spott gestoßen seid, die
sich eurem Gefühl nach wie Dornen und Stacheln in euer Herz
gebohrt haben, da ihr diesen Schmerz von euren eigenen Angehörigen,
von euren eigenen Geschwistern und auch von eurem
Freund empfangen habt.
46. Seid unbesorgt, sagt euch Jesus, denn ihr seid nicht allein.
Ich werde an die Tür jener Herzen klopfen, und sie werden später an
die eure klopfen. Ich will nur, dass ihr keine Verbitterung noch Groll
hegt, dass ihr "wacht" und vorbereitet seid.
47. Eure Seele ist an meinen Tisch geladen, damit sie die Speise
des ewigen Lebens isst. Hier, an diesem Tisch, gibt es keinen Ersten
noch Letzten auf ihren Plätzen, alle Sitze, die ihr einnehmen könnt,
sind dem Meister nahe. Später, wenn ihr zu den Menschen aufbrecht,
um sie zu unterweisen, werdet ihr in euren Herzen auch nur
einen Platz haben, um eure Mitmenschen zu empfangen und zu
lieben. Diese Stunde wird kommen, und ihr werdet euch aufmachen
müssen, um die Wege einzuschlagen, die zu den großen Völkern der
Erde führen, ebenso wie zu den unbedeutenden Gegenden und
kleinen Dörfern. Ihr werdet erleben, wie ihr überall Hunger und
Durst der Seele als geeignetes Land antreffen werdet, um eure Saat
zu empfangen.
48. Das Jahr 1950, das für meinen Abschied bestimmt ist, rückt
näher, und wenn es vorüber ist, wird unter euch die Zeit der
Vorbereitung beginnen, damit ihr euch dann auf den Weg zu machen
beginnt. Ich werde für jeden die Stunde erkennbar machen. Ich will,
dass, wenn ihr eure Mission beginnt, ihr ein wenig seelische Reife
erreicht habt, dass ihr stark im Glauben seid und euch in der Tugend
zu bewahren versteht. Bei eurem Tagewerk wird euch meine
Inspiration beistehen, die ihr von Geist zu Geist empfangen werdet.
Ihr werdet dann sehen, wie viele euch erwartet haben!
49. Unermessliche Barmherzigkeit werde Ich in dieser Dritten
Zeit durch meine Kundgabe und die der Geistigen Welt mittels eures
Verstandesvermögens auf die Menschheit ergießen. Doch schon in
der Ersten Zeit hatte Ich durch den Mund meiner Propheten und in
der Zweiten Zeit durch meine Apostel gesprochen.
50. Heute bin Ich aufs neue unter euch. Ich bin gekommen, um
das vergessene Blatt der Lehre zu ernten, die Ich euch zu einer
anderen Zeit gab.
51. Ich erinnere euch an meine frühere Unterweisung und lehre
euch, sie auszulegen.
52. Ich bin das Buch, das Ich in dieser Zeit in seinem sechsten
Kapitel aufgeschlagen habe, um den Menschen eine weitere Lektion
der Weisheit zu offenbaren, die sie besitzen müssen, um sich zu
Recht "Kinder des Lichtes" zu nennen.
53. Nur wenn ihr den Inhalt dieser Botschaft versteht, werdet ihr
der Welt mit Bestimmtheit sagen können, dass es meine Stimme
war, die ihr vernommen habt, dass es mein Wort war, das euch
lehrte, dass das Licht, das ihr gesehen habt, jenes war, welches das
Sechste Siegel ausstrahlte.
54. Von einem Zeitabschnitt und einer Etappe zur anderen habe
Ich Mich immer mehr vor eurem Geiste gezeigt. Könnten die Kinder
den Vater lieben, wenn sie Ihn nicht kennen würden? Begreift,
weshalb Ich euch meine Liebe zeige, euch meine Gegenwart fühlen
lasse, und euch meine Stimme vernehmen lasse.
55. Bisher ist euer Antrieb, Mich zu suchen, um die Wahrheit,
den Frieden, die Erhebung zu finden, nicht spontan gewesen.
56. Ihr musstet in die große seelische Wüste eindringen, um
Durst, Einsamkeit, Nöte, Unglücksfälle, Hunger, Ermattung kennenzulernen.
Erst dann habt ihr euch auf die Suche nach Wasser
gemacht, welches Leben schenkt, auf die Suche nach einer Oase, im
Verlangen nach jener Spur, die euch zu Ländern des Friedens führt.
57. Wie viele Lektionen hat euch die Wüste eures Lebens
offenbart! Wie viel habt ihr im Lebenskampfe gelernt, und wie sehr
seid ihr im Schmerze erstarkt! Morgen, wenn ihr in das Verheißene
Land des Geistes eingegangen seid, und die Tore des Neuen
Jerusalems sich öffnen, um euch in ihrem Schoße des Friedens zu
empfangen, werdet ihr die Zeit eurer Wiedergutmachung segnen,
welche die eurer Durchquerung der weiten Wüste der Prüfungen und
der Läuterung war.
58. Moses stärkte sein Volk geistig während der ganzen Wüstenwanderung,
und Joshua ließ die Menschenscharen das Gelobte Land
betreten ─ ein Land, das nur ein Symbol oder Sinnbild der ewigen
und wahren Heimat war, die eurem Geiste verheißen worden ist.
59. Jetzt ist es Elias, der unsichtbar vor dem hundertmal
größeren Volke herzieht, um euch auf dem Wüstenweg Schritt für
Schritt bis zum Ziel eurer Pilgerschaft zu bringen, das die Heimat
der Gerechten, der Seelen voll wahrer Liebe und wahrer Weisheit
sein wird.
60. Wisst ihr, was euch jenem verheißenen Reiche näherbringen
wird? Eure Werke der Liebe, der Barmherzigkeit, der Demut.
61. Heute weiß mein Volk nicht, wer es ist, noch wo es sich
befindet, noch was es tun soll. Aber wenn einmal auf der ganzen
Welt die Spiritualisten erscheinen, die mit Worten predigen und mit
ihren Werken von dem Lichte, das ihnen meine Lehre inspiriert,
Zeugnis ablegen, werden alle eins werden, sich anerkennen und
schließlich vereinigen und so das neue Volk Israel bilden, das das
Bollwerk der Vergeistigung und der wahre Ausleger des Gesetzes
des Vaters sein wird.
62. Mit meinem Lichte kennzeichne Ich all jene, die Mir in
dieser Zeit nachfolgen sollen. Mein Licht wird von Geist zu Geist
herabströmen.
63. In der Zweiten Zeit war es das Blut meines Opfertodes, das
in die Herzen strömte, um die Seelen zu erleuchten.
64. In der Ersten Zeit war die symbolische Handlung, die Tür
des Heimes mit dem Blute eines unschuldigen Lammes zu kennzeichnen,
das Gebot des Vaters für jenes Volk, das Ich von diesem
Augenblick an auf den Weg der göttlichen Offenbarungen stellte.
65. In den Drei Zeiten hat der Herr auf sichere Weise diejenigen
gekennzeichnet, die Ihm nachfolgen müssen, obwohl Ich euch sage,
dass das Siegel meiner Liebe für immer unzerstörbar auf jede Seele
geprägt ist.
66. Höret meine Unterweisung und denkt über sie nach, ihr
Jünger, denen die Gnade zuteil wurde, Mich in dieser Zeit zu
vernehmen. Denn später werdet ihr den Menschen meine Unterweisungen
erklären müssen.
67. Seid nicht der Meinung, dass mein Wort durch menschliche
Stimmträger in allen Nationen vernommen werden muss. Nein,
Jünger, der Zeitpunkt rückt näher, an dem meine Kundgabe durch
diese Sprachrohre verstummen wird. Doch als Zeuge wird ein Volk
zurückbleiben, durch dessen Worte und Werke die Menschheit Mich
hören wird. Das Zeugnis und die Erläuterung, die ihr von meiner
Lehre gebt, wird die Vorbereitung sein, die die Menschen erhalten
sollen, um die Zwiesprache von Geist zu Geist zu beginnen.
68. Seht, wie viele Menschen in dieser Zeit die Schriften
vergangener Zeiten erforschen, über die Propheten nachdenken und
die Verheißungen zu erfassen versuchen, die Christus über seine
Wiederkunft machte.
69. Hört, wie sie sagen: "Der Meister ist nahe" ─ "Der Herr ist
schon da", oder: "Er wird bald kommen", und hinzufügen: "Die
Zeichen seiner Rückkehr sind klar und offensichtlich."
70. Die einen suchen und rufen Mich, andere fühlen meine
Gegenwart, wieder andere ahnen mein Kommen im Geiste.
71. Ach, wenn doch schon in allen jener Durst nach Erkenntnissen
wäre, wenn doch alle jenes Verlangen nach Kenntnis der
höchsten Wahrheit hätten!
72. Viele wissen nicht, dass Ich zur Welt gekommen bin, dass
Ich Mich den Menschen durch das menschliche Verstandesvermögen
kundtue, und da sie nicht wissen, dass Ich bei euch
gewesen bin, können sie noch weniger wissen, dass die Beendigung
meines Wortes bereits nahe ist.
73. Doch Ich sage euch noch einmal, dass dies Volk aus der
Verborgenheit ans Licht treten wird, um mein Kommen zu
bezeugen.
74. Ich will nicht, dass die Menschen dieses Volk schon heute
entdecken, denn seine unbedeutenden und unvollkommenen Werke
wären in ihren Augen ─ anstatt den Glauben der Menschen zu
erwecken ─ die Verneinung der Vergeistigung, die meine Lehre
verkündet.
75. Wie würde euch die Welt beurteilen, wenn sie eure Undankbarkeit
sähe? Wie würden euch jene seelisch Hungernden und
Dürstenden beurteilen, wenn sie eure Nachlässigkeit und euren
Egoismus sähen? Aber noch immer vertraue Ich auf euch und gebe
euch weiterhin meine Unterweisung.
76. Es werden Tage kommen, in denen aus diesem Volke Boten,
Missionare und Apostel aufbrechen werden und diesen Samen in
Volksstämmen, Provinzen, Dörfern, Städten und Nationen aussäen
werden, und in ihnen werde Ich den guten Jünger Jesu offenbaren.
77. Menschen mit starker Seele werden jene sein, die das
Zeugnis meiner Wahrheit bringen. Nichts wird sie auf ihrem Wege
aufhalten können, und Ich werde durch sie große Beweise meiner
Macht geben.
78. Angesichts des Zeugnisses der Liebe von einem meiner
Arbeiter werden Glaubensmenschen aufbrechen, meine Botschaft
verbreiten und zu anderen Ländern gehen, um das Licht zu bringen.
Und auch sie werden mit ihrem Glauben, ihrer Liebe und
Vergeistigung Herzen und Völker erobern.
79. Der Kampf wird groß, intensiv, aber fruchtbar sein, weil die
Erde zu dieser Zeit fruchtbar ist. Zuvor wird sie erschüttert werden,
damit sie vorbereitet ist, wenn der Same zu ihr gelangt.
80. Ich sage dir dies, Volk, weil du, bevor du dich mit deinem
Zeugnis aufmachst, den Krieg der Weltanschauungen, den Kampf
zwischen Religionsgemeinschaften, den Kampf zwischen Lehren
mitansehen musst. Dort wird meine Gerechtigkeit sein, und dann
wirst du inmitten solch großer Verwirrung jene vernehmen, die
fragen: "Wo ist die Wahrheit? Wo ist das Licht?"
81. Diese angsterfüllten Fragen werden den richtigen Zeitpunkt
für dein Kommen kennzeichnen, o Volk.
82. Ihr werdet voll Demut und Wissen kommen, um jede Frage
zu beantworten, voller Vertrauen in den Sieg der Wahrheit, wobei ihr
nicht an die Rettung eures Lebens denkt, noch daran, die kritischen
Augenblicke heil zu überstehen, sondern an die Herzen, die meine
Lehre durch eure Worte und Werke der Liebe gewinnt.
83. Fürchtet nicht um euer Leben, Jünger, denn Ich muss euch
sagen, dass es in dieser Zeit nicht euer Leben oder euer Blut sein
wird, mit dem ihr der Menschheit das beste Zeugnis von meiner
Wahrheit gebt.
84. Die Zeiten vergehen, die Gewohnheiten ändern sich, die
Menschen entwickeln sich: Heute werden sie von euch Liebe, Aufrichtigkeit
und Hilfsbereitschaft als Beweise verlangen, um an die
Wahrheit der Lehre zu glauben, die ihr predigen werdet.
85. Die Zeiten, in denen das verkündete Wort nur durch die
Opferung des Lebens oder die Besiegelung mit Blut geglaubt wird,
sind vorüber. Deshalb sage Ich euch, dass ihr, statt euch darauf
einzustellen, als Opfer derer, die euch verfolgen, zu sterben, euch
vorbereiten sollt, um in Werken, Worten und Beispielen mit eurem
Leben von der Wahrheit Zeugnis abzulegen.
86. Seit langem schon wandelt dies Volk unter meiner göttlichen
Barmherzigkeit, von der Essenz meines Wortes beseelt, Schritt für
Schritt auf dem Wege voranschreitend. Doch da der Meister sah,
dass seine Jünger noch nicht Meister sein können, hat er sie mit
seinem Mantel der Barmherzigkeit vor neugierigen Blicken verborgen
und ihnen gesagt: Schart euch um Mich, lernt meine Lektion,
damit ihr eure Fehler ablegt. Lasst zu, dass sich eure Gefühle hier,
nahe meinem Vaterherzen veredeln und läutern, dann werdet ihr
eure Mitmenschen in reiner Weise lieben können.
87. Ja, Volk, lass nicht zu, dass es die Welt ist, die dich
korrigiert oder aufweckt. Denn wenn die Menschen zu Richtern
werden, sind sie grausam, unmenschlich und unnachgiebig.
88. Mitleid und Erbarmen gibt es bei den Menschen nicht. Was
für eine Gerechtigkeit könnt ihr schon von euren Mitmenschen
erwarten? Es bleibt euch nichts anderes übrig, als euch in Wahrheit
und im Geiste vorzubereiten und auf Mich, euren Herrn zu
vertrauen, bei dem es Erbarmen und daher Gerechtigkeit gibt.
89. Seht, wie Ich euch auf die Zeit nach meiner Kundgabe durch
das Verstandesvermögen des Menschen vorbereite, denn dann
werdet ihr euch auf eigenen Füßen auf die volle Verwirklichung der
Dritten Zeit zubewegen. Dann werdet ihr euch der vollkommenen
Zwiesprache zwischen meinem Geiste und dem euren nähern ─
einer Zwiesprache, die die Menschheit noch nie erlangt hat. Es wird
nicht die Stimme sein, die Moses auf dem Berge vernahm ─ eine
materiell hörbare Stimme im Donnergrollen. Es wird auch nicht die
menschliche Stimme sein, die die Menschen durch Jesus
vernahmen, noch die Form, die ihr heute habt, indem ihr Mich durch
einen Menschen in Verzückung vernehmt. Denn auch sie wird bald
vorübergehen, so wie jene Formen oder Mittel vorübergingen, die
der Herr zu anderen Zeiten verwandte, um zu seinen Kindern zu
sprechen.
90. Jetzt kommt die direkte Zwiesprache mit eurem Vater auf
euch zu, wenn eure Geistseele gelernt hat, sich von ihrem Körper
frei zu machen, wenn sie die göttliche Sprache kennt und richtig
deutet, wenn ihr Herz wirklich ein Heiligtum ist, in dem die reine,
schlichte und hochstehende Verehrung für Gott existiert.
91. Volk: Diese Gnade, von Geist zu Geist mit Mir in
Verbindung zu treten, wird nicht nur euch zuteilwerden. Ihr müsst
verstehen, dass es sich um eine Fähigkeit handelt, die der Geistseele
zugehört, welche, wenn sie entfaltet ist, den Menschen Gott
näherbringt, indem sie ihn mit dem Geistigen in Verbindung bringt.
Heute erscheint euch jene Verbindung noch schwierig oder
unmöglich. Aber wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr die Zubereitung
erlangt habt, die die Vergeistigung schenkt, werdet ihr erleben, dass
diese Form, sich mit dem Vater und der Geistigen Welt in
Verbindung zu setzen, die einfachste und leichteste von allen ist, die
ihr ausgeübt habt.
92. Die Zwiesprache von Geist zu Geist hat eine weitgehende,
unendliche Bedeutung. In ihr gründet die Entfaltung aller eurer
Fähigkeiten und aller eurer Gaben.
93. In ihr werdet ihr das Buch der ewigen Weisheit entdecken.
Im Gebet werdet ihr euch durch große Inspirationen erleuchtet
fühlen. Die Intuition wird ein Kompass in eurem Leben sein, und
der heilende Balsam wird aus dem Jenseits direkt zu euren Händen
gelangen. Alle bis heute schlummernden Gaben werden aus ihrem
Schlafe erwachen und werden im Herzen des Menschen erblühen.
Und wenn die Vergeistigung dann Wirklichkeit unter euch geworden
ist, wird eure Hand wie die meines Apostels Johannes sein können;
und ihr werdet in der Stunde eurer Inspiration all das niederschreiben,
was die göttliche Stimme euch durch den Geist diktiert.
In dieser Botschaft werdet ihr all das empfangen, was der
Stimmträger in seiner geringen Ausdrucksfähigkeit nicht übermitteln
konnte, ebenso wie ihr auch die klare und lichtvolle
Prophetie zu eurem Verstande gelangen fühlen werdet, um den
Generationen den Weg erkennbar zu machen, die auf jene folgen
werden, die die Zeit der Vergeistigung einleiten.
94. Wenn jene Zeiten kommen, und ihr zu großen Menschen-
mengen sprecht, sollt ihr nicht sagen, dass ihr unter der Inspiration
des Heiligen Geistes sprecht. Ihr sollt die Menschen die Wahrheit
auf dem Grunde jener Inspiration entdecken lassen.
95. Erinnert euch: Als Ich zu den Menschenmengen sprach, gab
es auch den, der ─ über die Weisheit meiner Worte oder die
Gerechtigkeit meiner Werke erstaunt ─ sich näherte, um Mich zu
fragen: "Bist Du der Sohn Gottes, bist Du der Messias?" Worauf Ich
nur antwortete: "Du hast es gesagt."
96. Wenn ihr meine Kundgabe gründlich studiert, erkennt ihr,
dass sie 1950 nicht aufhören wird, sondern dass sie weitergehen
wird, weil das Wort Gottes ewig ist und niemals aufgehört hat, seine
Kinder zu erleuchten. Doch diese Form der Kundgabe mittels eines
menschlichen Stimmträgers wird in der durch meinen Willen festgesetzten
Stunde gewiss aufhören, um der Zeit zu weichen, in der Ich
Mich durch euren Geist kundgeben werde.
97. Niemand soll sagen, dass Ich Mich entfernen werde, noch
glauben, dass die Geistige Welt, die sich unter diesem Volke
kundgegeben hat, sich dann ausruht, weil ihr der Wahrheit sehr ferne
wäret. Wisset schon jetzt und glaubt an das, was Ich euch sage, dass
es in den Tagen sein wird, in denen ihr dies Wort nicht mehr
vernehmt, dass ihr in eurem Inneren die Gegenwart des Meisters zu
fühlen beginnt, dass ihr die Zubereitung versteht, die ihr bewahren
müsst, um euch irgendeiner Gnade würdig zu machen, und dass ihr
die Art und Weise sucht, euch nicht von jenen gesegneten Wesen zu
entfernen, die wie Leuchttürme oder Sterne sind, die euren
Lebensweg erhellen.
98. Ich verspreche euch, dass Ich euch bei jeder eurer Zusammenkünfte
Beweise meiner Gegenwart geben werde, wann
immer auch ihr Mir Beweise eurer Erhebung gebt.
99. Wache, Volk, denn auch unter euch, unter diesem Volke
werden die nicht Zubereiteten sich als falsche Propheten erheben ─
jene, die nicht in den Kern meines Wortes einzudringen vermochten,
und werden sagen, dass sie von Geist zu Geist Zwiesprache haben,
und dass der Vater dies oder der Meister jenes befiehlt, ohne dass
dies der Wahrheit entspricht.
100. Erwachet, Jünger. Keiner von euch, die ihr diese Worte
hört, soll solchen Verirrungen anheimfallen, noch zulassen, dass in
eurer Mitte die Lüge aufkommt oder jemanden die Eitelkeit
verblendet. Ich habe alle gelehrt, die gute Frucht von der schlechten
zu unterscheiden, die Wahrheit vom Betrug.
101. Gebt euren Geschwistern das, was ihr dank eurer Entwicklung
und eurer Verdienste erlangt habt. Aber versucht niemals
etwas zu geben, was ihr noch nicht erreicht habt.
102. Ich sage euch, dass jene, die Falsches prophezeien, die
lügen, um sich unter ihren Geschwistern groß zu machen oder sich
als Propheten zu fühlen, ohne es zu sein, später von den
Menschenscharen entlarvt werden und viele Tränen vergießen
müssen, um wieder zu denen zu gehören, die für die Wahrheit
einstehen und sie lieben.
103. Ich sage dir, Volk, erwache, denn gefährliche Zeiten
kommen auf dich zu!
104. Auch werdet ihr von euren Mitmenschen ausgefragt
werden, denen eure Gottesdienste befremdlich erscheinen werden.
Nachdem sie euch beobachtet haben, werden sie euch verurteilen,
weil ihr keinen Altar habt, weil ihr keine Bilder oder Symbole,
Zeremonien oder Riten habt. Doch sei unbesorgt, geliebtes Volk. Ihr
werdet sprechen und sagen, dass euer Gottesdienst geistig ist, dass
ihr das Heiligtum oder die Kirche in eurem Herzen errichtet, dass
die Opfergabe all jene Werke sind, die ihr im Leben vollbringt, und
dass euer Gewissen euch sagt, ob sie würdig sind, sie Gott
darzubringen, und dass euer Gebet von Geist zu Geist geschieht.
105. Wenn ihr klar sprecht, werdet ihr eure Ausforscher
verblüfft zurücklassen, und sie werden euch in Frieden lassen, weil
sie begreifen werden, dass ihr die Wahrheit gesprochen habt, und
dass es keinen Irrtum gibt, um euch anzugreifen.
106. Die, die meine Lehre in dieser Weise verteidigen, werden
"Jünger des Spiritualismus" genannt werden, weil sie ihre Worte mit
ihren Werken bestätigen werden. Sie werden nicht zu denen
gehören, die eine Sache behaupten und ihr mit ihren Werken
widersprechen.
Ich sehe viele, die sich Spiritualisten nennen und ihr Leben lang
Objekte verehren, die sie Symbole nennen. Was werden die
Menschen von ihnen denken, die einen solchen Widerspruch
entdecken?
Ich lasse ihnen noch Zeit, damit sie nachdenken, damit sie ihre
Kulthandlungen bereinigen und ihr Leben erneuern. Die einen
werden meinem Aufruf folgen, andere werden rebellisch sein, weil
sie ihr Fanatismus blind gemacht hat.
107. Ich werde diejenigen segnen, die sich von ihren Irrtümern
abkehren, um auf dem Wege der Vergeistigung zu wandeln. Ich
werde jene segnen, die ihre Götzenbilder verschmähen, und die,
nachdem sie um das Goldene Kalb getanzt sind, ihre Vermaterialisierung
aufgeben und das Kreuz der Vergeistigung auf sich
nehmen.
108. O Volk, euer Meister sagt euch: Wacht über der Unschuld
eurer Kinder, betet für die Kleinen. Ich will nicht, dass diese
Generationen Reste eures früheren Fanatismus erben. Seid ihre
Lehrer. Bedenkt, dass deren Geist dem Körper noch nicht seine
Aufgabe offenbart hat, weil er erwartet, dass ihr sie zuerst auf den
Weg des Lichtes bringt.
Was will der Meister damit sagen?: Dass ihr, die Eltern der
Familie, die Pflicht habt, das Herz eurer Kinder zu formen, damit es
den Werken des Geistes als Fundament diene.
109. Eure Zärtlichkeit und eure Intelligenz, um die anzuleiten,
eure Weisheit, um sie zu führen und zu korrigieren, eure Liebe, um
ihre Leiden zu lindern werden der Meißel sein, der den moralischen
und intellektuellen Wesensteil jener Generationen formt und glättet.
110. Euer bestes und wertvollstes Erbe für eure Kinder wird
jenes sein, das ihnen ermöglicht, ein starkes Volk, eine einige,
gesunde, brüderliche und allen nutzbringende Familie zu bilden.
Doch damit dies geschieht, müsst ihr euch darum bemühen, ihnen
ein schönes Beispiel zu hinterlassen, indem ihr einander liebt.
Mein Friede sei mit euch!

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