BWL - Band 6 - Unterweisung 160


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 160:
1. Die Frucht des Lebens, die süße und für den Geist
bekömmliche Frucht ist es, die Ich euch in meinem Worte gebe. Esst
und fühlt, dass ihr um den Tisch des Herrn versammelt seid. O
Propheten der Dritten Zeit! Rüstet euch zu, damit ihr erblickt, was
nur den Gekennzeichneten zu schauen gegeben ist. Während viele
derer, die diese Schar hier bilden, in ihrem Herzen und Geist meine
Gegenwart nicht fühlen, könnt ihr Zeugnis von euren Gesichten
geben, ein Zeugnis voller Licht und Wahrheit, sowohl vom Inhalt,
als auch von der Form her. Wahrlich, Ich sage euch, wann immer
sich einer von euch innerlich bereitet, dringt der Geist in das Licht
des geistigen Lebens ein, wo er sich sättigt und inspiriert, um seine
Vision dann denen erläutern zu können, die sein Zeugnis erwarten.
2. Wenn dies Volk sich vergeistigt und lernt, meine Gegenwart
zu fühlen, wird es nicht mehr nötig haben, dass der Seher ihm
Beweise dafür gibt, dass meine Kundgebung Wahrheit gewesen ist.
Dann werde Ich euch sagen können: "Wohl denen, die ohne zu
sehen geglaubt haben."
3. Groß und ernst ist die Verantwortung des Sehers, denn
oftmals hängt von seinem Wort der Glaube vieler schwacher Herzen
ab, die Beweise suchen, um glauben zu können.
4. Eine große Intuition muss der Scher entfalten, um zu
erkennen, ob das, was er im Geiste schaut, die Frucht einer guten
Zurüstung ist oder nicht; ob das, was er geschaut hat, seinen
Geschwistern bezeugt werden soll, oder ob er es verschweigen soll.
Aber wie wenige derer, die diese Gabe empfangen haben, haben sie
mit der Liebe, dem Eifer und der Vergeistigung zu fördern
verstanden, die sie erfordert!
5. Die Gabe des Sehertums ist eine der schwierigsten, weshalb
Ich euch sage, dass der Blick des Sehers niemals ohne Vergeistigung
in die geistige Region eindringen kann.
6. Vergeistigung bedeutet Erhebung der Gefühle, Reinheit im
Leben, Glaube, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Demut vor Gott und
tiefe Achtung vor den empfangenen Gaben. Wenn ihr etwas von
diesen Tugenden erreichen könnt, beginnt ihr mit eurem geistigen
Blick in die Heimstatt der Liebe und der Vollkommenheit vorzudringen.
Ebenso könnt ihr, wenn ihr Vergeistigung erlangt, schon auf
Erden sagen, dass ihr in der geistigen Heimat lebt, auch wenn es nur
in den Augenblicken eures Gebets ist. Zugleich werdet ihr das Licht
empfangen, das euch Geschehnisse offenbart, die in der Zukunft
liegen, da für den sich emporschwingenden Geist das Kommende
kein Geheimnis mehr ist.
7. Ja, Jünger, nur im menschlichen Leben weiß der Mensch
nicht, was in der Zukunft geschehen wird, was morgen kommen
wird. Er kennt nicht seine Bestimmung, weiß nicht den Weg, den er
gehen muss, und wie sein Ende sein wird.
8. Der Mensch könnte die Kenntnis aller Prüfungen, die er in
seinem Dasein zu bestehen hat, nicht aushalten. Daher habe Ich in
meiner erbarmenden Liebe zu ihm zwischen seine Gegenwart und
seine Zukunft jenen Schleier des Geheimnisses gelegt und so
verhindert, dass sein Verstand bei der Betrachtung oder im Wissen
um all das, was er noch erleben und durchleiden muss, auf Abwege
gerät.
9. Der Geist dagegen, eine Wesenheit, die mit Kraft ausgestattet
und für die Ewigkeit geschaffen ist, hat in sich die Fähigkeit, seine
Zukunft zu kennen, die Gabe, seine Bestimmung zu erkennen, und
die Stärke, alle Prüfungen, die ihn erwarten, zu verstehen und (auch)
anzunehmen, weil er weiß, dass er am Ende des Weges, wenn dieser
im Gehorsam gegenüber dem Gesetze zurückgelegt wurde, zum
Lande der Verheißung, dem Paradiese des Geistes gelangen wird,
welches der Zustand der Erhöhung, Reinheit und Vollkommenheit
ist, den er schließlich erreicht haben wird.
10. Nehmt mich für eure Durchgeistigung zum Vorbild, denn
dazu bin Ich damals Mensch geworden. Jedes meiner Werke war
eine bleibende Lehre für die Menschen. Doch wenn meine Werke
eine Belehrung für die Menschheit waren, müsst ihr sie euch auch
zum Vorbild nehmen, damit ihr euch höherentwickelt und die Gaben
des Geistes und der menschlichen Fähigkeiten entfaltet und euch
immer mehr dem Vorbild annähert, das Ich euch mit meinem Leben,
meinen Werken und Worten gab.
11. Denkt daran, dass Ich als Mensch immer wusste, was meine
Bestimmung auf dieser Welt war, dass Ich die Zukunft kannte und
von Kindheit an davon Zeugnis gab. Durch Jesum sprach Ich zu
meinen Jüngern über alles, was in den letzten Tagen meines
Verbleibens auf Erden geschehen würde, wie meine Passion und
mein Opfertod sein würden. Ich offenbarte der Menschheit ihre
geistige Zukunft, sagte ihre Kämpfe und ihre Prüfungen voraus,
verkündigte im voraus die Geschehnisse in den Nationen von den
damaligen Zeitläuften an bis zu der Zeit, die Ich als meine neue
Offenbarung bezeichnete, und die ihr "die Wiederkunft" nennt.
12. Die Vergeistigung des Körpers Jesu erlaubte ihm, seine
Bestimmung zu kennen, weil mein Geist es ihm offenbarte, und
eben diese Vergeistigung gab ihm die Kraft, den Willen des Vaters
mit absoluter Liebe und Demut anzunehmen.
13. Ihr könnt nicht den Vergeistigungsgrad eures Meisters
erreichen, um wissen zu können, was eure Bestimmung für euch
bereithält, was euch die Zukunft bringt; aber durch eure innere
Erhebung werde Ich euch die Nähe irgendeines Ereignisses ahnen
lassen.
14. Dieses Ahnungsvermögen, dieser geistige Blick in die
Zukunft, dieses Wissen um euer Geschick werdet ihr nur in dem
Maße erlangen, wie euer Wesen, aus Körper und Geist bestehend,
sich nach und nach höherentwickelt auf dem Wege der Vergeistigung,
welche, um es noch einmal zu sagen, Glaube ist,
Lauterkeit, Liebe gegenüber dem Leben, Liebe und Hilfsbereitschaft
für eure Nächsten, Demut und Liebe gegenüber eurem Herrn.
15. Um euch bei der Läuterung eures Wesens zu helfen,
übermittle Ich euch meine Gedanken, die ihr, zum Wort geworden,
über das Verstandesvermögen meiner Stimmträger empfangt und die
euch einen Weg zum Lichte weisen. Ich segne den, der an diese
Wahrheit glaubt, wie Ich auch den segne, der zweifelt, denn ihr alle
seid meine Jünger, meine vielgeliebten Kinder.
16. Meine Unterweisungen durch diese Kundgabe werden unter
den Menschen eine Straße der Vergeistigung hinterlassen, die meine
Jünger daran erinnern wird, dass Ich in einer neuen Art bei ihnen
gewesen bin, um meine Verheißung zu erfüllen.
17. Dies ist der neue Tag, den die Lerchen mit ihrem Trillern
begrüßt haben, um der Menschheit die Gegenwart der Dritten Zeit
zu verkünden.
18. Meine neue Offenbarung war so angekündigt worden, dass
sie mit der Zeit des Kampfes zwischen dem Aufwärtsstreben des
Geistes und der Vermaterialisierung der Leibeshülle, der Zeit des
Krieges zwischen der Wahrheit und der Lüge, der Schlacht zwischen
Gut und Böse, zwischen Licht und Schatten, zusammenfallen sollte.
19. Betrachtet jene eurer Mitmenschen, die sich mächtig
nennen. Sie wollen tötend triumphieren, wollen ihr neues Reich auf
Trümmern, Ruinen und Leichen errichten.
20. Euch sage Ich, dass es Zeit ist, den Samen des Lichtes und
des Friedens auf die Felder zu säen, die ihr mit eurer Liebe fruchtbar
gemacht habt.
21. Ich suche das Herz des Menschen, um ihn aus seiner
Drangsal zu erretten und aus seiner Verwirrung zu befreien. Denn
Ich werde siegen, indem Ich euch ewiges Leben gebe, um schließlich
über Lebende regieren zu können.
22. Meine geistigen Heerscharen stehen mitten im Kampf um
die Rettung ihrer Geschwister auf Erden, und wahrlich, Ich sage
euch, sie werden nicht geschlagen zurückkehren, sondern im Gegenteil,
sie werden bei ihrer Ankunft Triumphlieder anstimmen.
23. Ich komme, um euch durch die Macht der Gedanken zu
erlösen, ohne dass die Notwendigkeit besteht, dass mein "Wort" aufs
neue Mensch wird, um unter euch zu wohnen. Was ist daran
verwunderlich, dass mein Geist sich dem euren durch Gedanken
kundgibt? Was ist seltsam daran, dass der Hirte seine verirrten
Schafe sucht?
24. Wahrlich, Ich sage euch, noch bevor ihr existiert habt, liebte
Ich euch, und da Ich euer Schicksal kannte, hatte Ich bereits an eure
Rettung gedacht. Daher war es mein Wille, als Mensch mit den
Menschen zusammenzuleben, denn mit meiner Liebe wollte Ich
euch den Weg zum Lichte zeigen, der euch eines Tages dahin führen
würde, in der Ewigkeit, in meinem Vaterhaus zu leben.
25. Ich offenbarte auf Erden durch Jesum meine göttliche
Macht: Ich erweckte Lazarus, bekehrte Magdalena, gab den
körperlich und geistig Blinden das Augenlicht zurück, flößte den
Herzen Glaube und Hoffnung ein, bahnte den in Stillstand verharrenden
Seelen einen neuen Weg; und schließlich bewässerte Ich
die Erde mit meinem Blut und überließ euch meinen Körper als
Beweis dafür, dass Ich aus Liebe unter euch gewesen bin, um mich
ganz denen hinzugeben, die Ich sehr liebe.
26. Heute wie damals schenke Ich mich der Menschheit im
Geiste, um euch zu retten, indem Ich euch nützlich mache; denn der
Same, den Ich euch übergeben habe, damit ihr ihn sät, ist der Same
der Nützlichkeit, der bewirken wird, dass ihr nicht länger geistig
unfruchtbar und Parasiten des Lebens seid.
27. Zögert ihr noch, ans Werk zu gehen? Ja, meine Kinder, aber
was für euch Jahre und Jahrhunderte sind, sind für mich nur Augenblicke.
Ich bediene mich der Zeit, damit in den Köpfen, den Herzen
und Seelen die Frucht der Liebe reift.
28. Dies ist die Zeit, in der das göttliche Licht in meinen Nachfolgern
voll erstrahlen wird, welche die Gaben des Geistes
offenbaren und beweisen werden, dass sie weder irdische Güter
noch weltliche Wissenschaften benötigen, um Gutes zu tun und
Wunder zu vollbringen. Sie werden in meinem Namen heilen, die
hoffnungslos Kranken wiederherstellen, das Wasser in Balsam
verwandeln und die Toten von ihrem Lager auferwecken. Ihr Gebet
wird die Macht haben, die Stürme zu besänftigen, die Naturgewalten
zu beruhigen und die Seuchen und schlechten Einflüsse zu
bekämpfen.
29. Die Besessenen werden durch das Wort, das Gebet und die
Vollmacht meiner neuen Jünger von ihren Besessenheiten, ihren
Verfolgern und Bedrückern frei werden.
30. Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn Ich mein Volk
zugerüstet sehe, werde Ich es die Stunde wissen lassen, in der es
zum Kampfe des Lichtes gegen die Finsternis aufbrechen soll. Und
wenn ihr auf Ablehnung stoßt, so denkt mit Gleichmut daran, dass
es nicht das erste Mal ist, dass der Mensch meinen Samen
verschmäht. Seit den ersten Zeiten hat der Mensch Zweige vom
"Baume" abgetrennt, um sie nach seinem Gutdünken zu verpflanzen,
so dass er später deren Ursprung nicht mehr kannte. Doch
Ich will, dass ihr wisst, dass im Grunde genommen Ich dieser Baum
bin — in meinem Werk, auf das der Mensch keinerlei Einfluss
nehmen, sondern von dem er nur die Wohltaten entgegennehmen
und dessen Samen er verbreiten soll.
31. Den Kampf des Guten gegen das Böse gibt es nicht nur in
eurer Welt, ihr könnt ihm auch in der geistigen Welt begegnen, wo
große Schlachten stattfinden, deren Einfluss bis zu euch reicht und
sich in Kriegen niederschlägt. Lasst nicht zu, dass die geistige Welt,
die euch bisher beschützt hat, durch Wesen mit geringem Erkenntnislicht
ersetzt wird. Wachet über eure Schritte und beschwört
beständig den Frieden für diese Welt, in der ihr lebt.
32. Betet und arbeitet. Vergeistigt euch, damit ihr in allen
Prüfungen siegen könnt. Erinnert euch an die Lehrbeispiele, die
euch jenes Volk mit Namen Israel gab, das auf den Ruf seines Herrn
hin aufbrach. Es wurde in die Wüste geführt, um eine große Lektion
zu lernen. Es lernte dort das Gesetz kennen, lernte, sich mit seinem
Vater in Verbindung zu setzen, und erweckte seine Geistesgaben. Es
lernte, den göttlichen Geboten zu gehorchen, sich nach dem Gesetze
auszurichten und gemeinsam ein Leben in Harmonie und Brüderlichkeit
zu führen.
33. Jener Gehorsam rettete es aus gefährlichen Situationen und
Hinterhalten. Seine Einigkeit machte es stark gegenüber seinen
Widersachern. Seine Ordnung machte seine Wüstendurchquerung
erträglich und oftmals auch beglückend. Seine Beharrlichkeit und
sein Glaube ließ es den Sieg erringen und die Erfüllung der
göttlichen Verheißung erleben. Wenn die Menschen dieser Zeit sich
die Geschichte jenes Volkes vergegenwärtigen, wundern sie sich
über den so großen Glauben jener Menschen und sind überrascht
über die vielen Wunder, die der Herr auf ihrem Wege tat. — Wenn
Ich höre, dass eurer Brust Seufzer entschlüpfen angesichts jenes
Glaubens und jener Vergeistigung, so sage Ich euch, dass es ganz am
Menschen liegt, dass jene Wunder wiederkommen. Wann immer Ich
sie zubereitet sehe, werde Ich mich ihnen offenbaren.
34. Jetzt ist es die Aufgabe aller, die bereits zugerüstet und
erwacht sind, die Befreiung der Welt zu verkünden. Erinnert euch
daran, dass Elias, der für diese Zeit Verheißene, derzeit alles vorbereitet,
um die Nationen der Erde, die vom Materialismus versklavt
sind, aus der Gewalt des Pharaos zu erretten, wie es einst Moses in
Ägypten mit den Stämmen Israels tat.
35. Sagt euren Mitmenschen, dass sich Elias bereits durch das
menschliche Verstandesvermögen kundgetan hat, dass seine Gegenwart
im Geiste gewesen ist und er weiterhin den Weg aller Völker
erhellen wird, damit sie vorankommen.
36. Euer Hirte hat die Aufgabe, alle Geschöpfe auf ihren wahren
Weg zurückzubringen, ganz gleich, ob dieser dem geistigen, dem
moralischen oder dem materiellen Bereich angehört. Deshalb sage
Ich euch, dass die Nationen gesegnet sein werden, die durch Elias
den Ruf ihres Herrn empfangen, denn sie werden durch das Gesetz
der Gerechtigkeit und Liebe vereint bleiben, das ihnen als Frucht
ihres Verständnisses und ihrer Brüderlichkeit den Frieden bringen
wird. Solchermaßen vereint, werden sie zum Kampfplatz geführt
werden, wo sie gegen die Verderbtheit, den Materialismus und die
Lüge streiten werden. In diesem Kampfe werden die Menschen
dieser Zeit die neuen Wunder erleben und den geistigen Sinn des
Lebens erfassen — jenen, der von Unsterblichkeit und Frieden
spricht. Sie werden aufhören, sich gegenseitig zu töten, weil sie
erkennen, dass sie nur ihre Unwissenheit vernichten müssen, ihre
Selbstsucht und die verderblichen Leidenschaften, aus denen ihre
Stürze und Nöte hervorgegangen sind — sowohl die materiellen als
auch die geistigen.
37. Woher kommt die Abgötterei und der religiöse Fanatismus,
wenn nicht aus der Unwissenheit über die Gesetze, die den Geist
regieren? Was ist der Grund für die Kriege, welche Verwirrung unter
den Völkern säen und Menschen vernichten, wenn nicht maßlose
Habgier oder unbändiger Hass?
38. Begreift also, dass der Endkampf nicht der von Menschen
gegen ihre eigenen Brüder ist, sondern der des Guten gegen das
Böse. Ich lege mein Schwert in die Rechte des Menschen, damit er
sich selbst besiegt und zu den Toren des Verheißenen Landes
gelangt. Doch erwartet nicht, dass dies ein bestimmtes Vaterland ist,
das ihr als Erbe empfangt, denn dies neue Gelobte Land werdet ihr
im tiefen Frieden eures Geistes entdecken. Ihr werdet die Umwandlung
eurer zuvor unsicheren, feindseligen und elenden Welt in ein
verschwenderisch reiches und liebenswertes Land erleben. Ihr
werdet ein Dasein haben, in dem es Spiritualität, Gerechtigkeit und
Liebe gibt. Dies wird den Menschen Fortschritte bringen als Folge
davon, dass sie sich vom wahren Wissen genährt haben. Das
menschliche Leben wird hochstehender sein, und wenn sich mein
Geist unter den gereiften Menschen der Zukunft kundgibt, wird auf
allen Gebieten eine Zeit der Offenbarungen kommen, und man wird
die Zeichen und Wunder erfüllt sehen, die euch frühere Generationen
prophetisch verkündet haben.
39. Wenn dann die Welt ihre erneute Befreiung erreicht und
vom Lichte Elias' geleitet in dies gerechte und gute Leben eingeht,
werdet ihr hier auf Erden einen Abglanz des geistigen Lebens haben,
das euch jenseits dieses Lebens erwartet, um euch dann ewig des
Friedens und des Lichtes eures Vaters zu erfreuen. — Doch wenn ihr
euch fragt, wie sich alle Nationen in einem einzigen Volke vereinen
werden, wie jene Stämme, die das Volk Israel bildeten, sage Ich
euch: Seid unbesorgt, denn wenn die Völker einst alle in die
"Wüste" gebracht sind, werden die Heimsuchungen sie zusammenschmieden,
und wenn dies geschieht, wird auf alle bedürftigen
Herzen ein neues Manna vom Himmel fallen.
40. Freue dich über meine Gegenwart, geliebtes Volk, richte ein
Fest aus in deinem Herzen, juble vor Freude, denn endlich habt ihr
den Tag des Herrn kommen sehen. Ihr fürchtetet euch vor dem
Kommen dieses Tages, denn noch immer dachtet ihr wie die Alten
und wart der Meinung, dass das Herz eures Vaters rachsüchtig sei,
dass er Groll hege wegen der empfangenen Beleidigungen, und dass
er deswegen die Sichel, die Geißel und den Leidenskelch bereithalte,
um Rache an denen zu üben, die ihn so sehr und so viele Male
beleidigt haben. Aber groß ist eure Überraschung gewesen, als ihr
festgestellt habt, dass im Geiste Gottes weder Zorn, Grimm noch
Abscheu existieren kann, und wenn auch die Welt schluchzt und
klagt wie nie zuvor, der Grund nicht der ist, dass der Vater ihr diese
Frucht zu essen und diesen Kelch zu trinken gegeben hat, sondern
dass dies die Ernte ist, die die Menschheit nach und nach aufgrund
ihrer Werke erntet.
41. Zwar wurden euch alle unheilvollen Ereignisse, die in dieser
Zeit entfesselt wurden, vorher angekündigt. Doch denkt nicht
deshalb, weil sie euch angekündigt wurden, dass euer Herr sie euch
als Strafe schickt. Ganz im Gegenteil, zu allen Zeiten habe Ich euch
vor dem Bösen, vor den Versuchungen gewarnt und habe geholfen,
euch von euren Stürzen wiederaufzurichten. Außerdem habe Ich
euch alle Mittel zur Verfügung gestellt, die nötig sind, damit ihr
euch retten könnt. Aber ihr müsst auch erkennen, dass ihr gegenüber
meinen Rufen immer taub und ungläubig gewesen seid.
42. Selbst heute sage Ich euch: Macht Gebrauch von meinem
Werk, als ob es eine Arche wäre, und tretet in sie ein, damit ihr vor
den herannahenden Stürmen sicher seid. Aber ihr werdet erleben,
dass viele meiner Warnung keinen Glauben schenken wollen und
sich nicht vorbereiten. Doch wenn dann die Prüfung kommt und sie
peitscht, werden sie als erstes sagen, dass Ich mich an ihnen gerächt
und sie gezüchtigt habe.
43. Höre mein Wort, o Volk, und labe dich an seiner Güte.
Öffnet eure Herzen und ihr werdet den Besuch eures Vaters fühlen.
Beichtet im Geiste vor mir, und ihr werdet einen Frieden empfinden,
den ihr nie wieder zu verlieren wünschen werdet.
44. Wie hättet ihr mich auch erwarten sollen, da ihr voller
Gewalttätigkeit wart, und mein Kommen bei euch Schrecken statt
unendlicher Freude ausgelöst hat? Ich sage euch noch einmal, dass
ihr von mir nichts zu befürchten habt, durch euch selbst hingegen
können euch alle Arten von Übeln treffen. Fürchtet also die Sühne,
die ihr euch aufgrund eurer Verfehlungen zuziehen könnt.
45. Ich bin zwar unerbittlich wachsam, aber gerecht, aufrichtig
und unbestechlich. Da ihr rein aus mir hervorgegangen seid, erachte
Ich es als gerecht, dass ihr im gleichen Zustand zurückkehren müsst.
Ich habe euch gelehrt, dass das Befleckte nicht zu mir gelangen
kann. Es muss sich zuvor reinigen, und das ist es, was in dieser Zeit
auf der Welt geschieht.
46. In Jesum erblickte die Welt ihren Mensch gewordenen Gott.
Die Menschen erhielten von ihm nur Lektionen der Liebe, Lehren
von unendlicher Weisheit, Beweise vollkommener Gerechtigkeit,
aber niemals ein Wort der Gewalttätigkeit, einen Akt oder ein
Zeichen von Groll. Wie sehr wurde er hingegen beleidigt und
verspottet. Er hatte Vollmacht und alle Gewalt in seiner Hand, wie
sie die ganze Welt nicht hat, aber es war notwendig, dass die Welt
ihren Vater in seinem wahren Wesen, seiner Gerechtigkeit und
Barmherzigkeit kennenlernen sollte.
47. In Jesum erblickte die Welt einen Vater, der alles für seine
Kinder hingibt, ohne dafür irgendetwas für sich zu verlangen —
einen Vater, der die schwersten Beleidigungen mit unendlicher
Liebe vergibt, ohne jemals Rache zu üben, und einen Vater, der, statt
seinen Kindern, die ihn beleidigen, das Leben zu nehmen, ihnen
vergibt und ihnen mit seinem Blut den Weg zu ihrer geistigen
Erlösung vorzeichnet.
48. Wie wäre es möglich, dass Ich in dieser Zeit, in der Ich mich
den Menschen im Geiste offenbare, aus ihren Herzen die Vorstellung
tilgen sollte, die sie vom liebevollen und gerechten Vater
haben, die sie sich von mir während ihres Lebens auf Erden geschaffen
haben?
49. Ihr müsst euch vorbereiten, denn Ich bringe für alle
Gerechtigkeit. Rüstet euch zu, denn die Majestät, mit der Ich mich
einstelle, soll euren Herzen keine Furcht einflößen, sondern soll
Anlass zu Jubel und Freude sein.
50. Wachet und betet, damit ihr in der Schlacht, die näherrückt,
an meiner Seite sein könnt.
51. Seht, wie mein Licht die Nebel eurer Welt zerreißt. Zwar
kämpfe Ich gegen Menschen, aber nur, um alles Böse auszutilgen,
das in ihren Herzen lebt. Ich werde das Licht und die Kraft meiner
Liebe in jene legen, die mir getreulich folgen, und diese werden
dann sagen: "Lasst uns den Drachen suchen, der uns auflauert, das
Untier, das uns dazu bringt, zu sündigen und den Herrn zu
beleidigen." Sie werden es auf den Meeren, in der Wüste, auf den
Bergen, in den Wäldern und im Unsichtbaren suchen und es nicht
finden, weil es im Herzen des Menschen lebt. Nur dieses hat es
gezeugt, und dort ist es gewachsen, bis es die Erde beherrscht hat.
52. Wenn das Blinken meines Lichtschwertes das Herz jedes
Menschen erschüttert, wird die Gewalt, die vom Bösen ausgeht,
immer schwächer werden, bis sie hinschwindet. Dann werdet ihr
sagen: "Herr, mit der göttlichen Kraft Deiner Barmherzigkeit habe
ich den Drachen besiegt, von dem ich glaubte, dass er vom
Unsichtbaren aus auflauert, ohne daran zu denken, dass ich ihn im
eigenen Herzen trug."
53. Wenn einmal in allen Menschen die Weisheit erstrahlt —
wer wird es dann noch wagen, Gutes wieder in Böses zu
verwandeln? Wer wird dann noch das Ewige für das Vergängliche
hingeben? Wahrlich, Ich sage euch: Niemand, denn ihr alle werdet
stark sein in der göttlichen Weisheit.
54. Die Sünde ist nur Folge von Unwissenheit und Schwäche.
55. Deshalb lade Ich euch dazu ein, meinem göttlichen Unterricht
beizuwohnen, damit ihr wahre Kinder des Lichtes werdet.
56. Ein neues Zeitalter hat sich vor der Menschheit aufgetan.
Während die Welt schläft, ohne das Licht gewahr zu werden, das sie
erleuchtet, herrscht im Geistigen Frohlocken und Festlichkeit. Auf
jeden Geist und auf alles Fleisch hat sich mein Geist in dieser Zeit
ergossen.
57. Verstreut lebt der neue Same Abrahams, und er muss wieder
vereint werden, um ihm meine neue geistige Unterweisung zu
geben. Die Kriege, die Zerstörung, das Chaos und der Tod haben
nicht genügt, um die Menschheit begreifen zu lassen, dass meine
Gerechtigkeit herabgekommen ist, um sie auf den Weg meines
Gesetzes zu rufen. Die Boten, die Ich gesandt habe, schlafen, und
auf der Welt streben sie nur nach Annehmlichkeiten, Wohlergehen
und irdischen Gütern; das Ideal geistiger Ewigkeit haben sie
verborgen. Die Stimme des Gewissens hat zu ihnen gesprochen,
doch sein Schrei ist im Materialismus des Verstandes und des
menschlichen Herzens verhallt. Ich habe zugelassen, dass all der
Schmerz, Bitternis, Hass und Erbarmungslosigkeit überschäumten,
aber zugleich habe Ich die Menschen an mein Gesetz der Liebe und
Gerechtigkeit erinnert und sie erkennen lassen, dass mein Kommen
für eine Zeit wie diese vorausgesagt war.
58. Ein unbedeutender Erdenwinkel wurde von mir für meine
Kundgebung ausgewählt. Einfache Männer und Frauen wurden in
dieser Zeit ausgesucht, damit sie mir als Mittler für meine Kundgabe
dienen sollten, welche das Glück hatten, die Ersten zu sein, die
meine Göttlichen Worte in dieser Dritten Zeit vernahmen. Unaufhaltsam
und kraft des geistigen Sinngehaltes dieses Wortes und der
Wunder, die Ich unter meinen Kindern tat, wandelte sich jene erste
Menschengruppe zu einer Menschenmenge und später zu einer
großen Gemeinschaft.
59. Mein Wort hat darum gerungen, diese Herzen von
materiellen Verstrickungen, von Selbstsucht und Heuchelei frei zu
machen, auch darum, sie von Lastern und Unwissenheit zu befreien.
Dies ist das einzige Kreuz, das Ich auf ihre Schultern gelegt habe;
aber dies sind nur die ersten Schritte. Ich habe diesem Volk gesagt,
dass der Tag kommen würde, an dem es mit seinem Blick, mit
seinem Wort oder mit seinen Gedanken erstaunliche Werke vollbringen
wird. Wann werden diese Ereignisse eintreten? — Wenn
unter euch Vergeistigung herrscht.
60. Die vereinten Gedanken einer großen Menschengruppe
werden fähig sein, die schlechten Einflüsse niederzuringen und die
Götzen von ihren Sockeln zu stoßen.
61. Heute erzittert ihr noch unter dem Einfluss des Krieges und
angesichts des Tobens der Naturgewalten und fürchtet das Urteil der
Menschen. Der Grund dafür ist, dass ihr euch wegen der unzureichenden
Entfaltung eurer Geistesgaben klein und unfähig fühlt.
62. Wohl dem, der sich zurüstet, denn er wird in dieser Schlacht
der tapfere Soldat sein, der zuletzt siegreich hervorgeht. Was meint
ihr, welche Kräfte es sind, die sich bekämpfen? Ihr antwortet mir
mit menschlichen Mutmaßungen, doch Ich sage euch, dass es die
Mächte des Guten und des Bösen sein werden, die sich im
Entscheidungskampf gegenüberstehen. Welche dieser Mächte wird
eurer Meinung nach siegen? Ihr sagt mir: "Zweifellos die Macht des
Guten, Meister." Und tatsächlich wird das Gute das Böse in euch
besiegen, wenn ihr einander liebt.
63. Ich zeigte euch einst, die Versuchungen der Welt und den
Tod zu überwinden, damit die Liebe und die Wahrheit als Sieger
hervorgehen. Jetzt will Ich, dass ihr mir nachfolgt, dass ihr die
Leidenschaften aus euren Herzen verjagt, damit dort, in eurem
Innern, der Friede des Göttlichen Geistes einzieht, und ihr mich
einladet, in euch mein Heiligtum zu haben. Doch wenn ihr dann das
Böse besiegt habt, werdet ihr überrascht sein, da ihr begreift, dass
ihr die Versuchung durch eure Leidenschaften, Neigungen,
Schwächen und Sünden geschaffen hattet, und als ihr sie besiegtet,
jenen beherrschenden Einfluss in euch getötet habt.
64. Erwirb Verdienste, um Frieden zu erlangen, Volk, doch bitte
mich nicht um diesen Frieden, ohne zuvor gekämpft zu haben, um
ihn zu verdienen. Die Zeit ist weiter vorangeschritten, euer Geist ist
gewachsen, und er muss sich nun alles erarbeiten, was er ersehnt
und benötigt. Seine Kindheit, jenes Alter, in dem der Vater seine
Kindlein mit allem versorgen musste, ist vorüber.
65. Ich werde der Menschheit beweisen, dass ihre Probleme
nicht mit Gewalt gelöst werden, und solange sie von zerstörerischen
und mörderischen Waffen Gebrauch macht, sie nicht imstande sein
wird, unter den Menschen Frieden zu schaffen, so furchtbar und
gewaltig diese Waffen auch erscheinen. Im Gegenteil, sie werden als
Konsequenz nur größeren Hass und mehr Rachegelüste erwecken.
Nur das Gewissen, die Vernunft und die Gefühle der Nächstenliebe
werden die Fundamente sein können, auf denen das Zeitalter des
Friedens ruht. Doch damit dies Licht im Innern der Menschen
erstrahlt, müssen sie zuvor den Leidenskelch bis zum letzten
Tropfen leeren.
66. Werdet nicht kleinmütig, Jünger, wenn ihr Kriegsgerüchte
hört, wenn ihr Hunger und Elend kommen seht, und die fremdartigsten
Seuchen auftreten.
67. Im Grunde eures Herzens werdet ihr die Gewissheit haben,
dass die Menschheit den Bodensatz des Leidenskelches trinken
wird, wenn diese Heimsuchungen kommen. Ihr sollt zu jener Stunde
nicht untätig oder gleichgültig bleiben, im Gegenteil, ihr sollt euch
dann eurer Aufgabe widmen, dem Verstande des Verwirrten Licht zu
bringen und Heilbalsam dem Kranken.
68. Wache und bete, Volk, damit die Einflüsse jener Macht des
Bösen, in denen die menschlichen Leidenschaften aufleben und die
verwirrten Geister ihr Unwesen treiben, nicht das Licht trüben, das
Ich eurem Verstande zuteil werden ließ.
Mein Friede sei mit euch!

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