BWL - Band 6 - Unterweisung 159


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 6

Unterweisung 159:
1. Du große Schar, euer Geist ist voll Jubel, weil euch die
Gnade zuteil wurde, die Morgenröte der neuen Zeit zu schauen, die
euch durch die Propheten und durch den Herrn, euren Gott,
angekündigt wurde. Achtet auf alles, was auf der Welt geschieht,
denn Ich offenbare mich nicht nur euch.
2. Ich habe die Menschen in ihrem Materialismus heimgesucht,
damit sie sich der Zeit, in der sie leben, bewusst werden und viele
der Ereignisse als göttliche Zeichen erkennen, die sie mit gleichgültigen
Augen betrachtet hatten, weil sie ihnen andere Ursachen
zuschrieben.
3. In den vergangenen Zeiten gab es Epochen, in denen das Volk
Gottes alles, was in seiner Umgebung geschah, geistig zu deuten
verstand, weil es jenes Volk war, das in meinem Gesetze lebte, das
mich liebte und ein einfaches und tugendhaftes Leben führte. Die
Saiten seines Herzens waren noch empfindsam, so, wie es auch sein
Geist war. Jenes Volk lebte in beständiger geistiger Zwiesprache mit
seinem Herrn. Es vernahm die vermenschlichte Stimme seines
Schöpfers, vermochte Botschaften der geistigen Welt zu empfangen,
jener Wesenheiten, die es Engel nannte. Und in der Stille der Nacht,
im Frieden seines Herzens und durch die Gabe der Träume empfing
es Botschaften, Weisungen und Prophetien, denen es Glauben
schenkte und gehorchte.
4. Gott war nicht nur auf ihren Lippen, er wohnte auch in ihren
Herzen. Das Gesetz war für sie nicht nur etwas Geschriebenes,
sondern es wurde von den Menschen gelebt. Es war natürlich, dass
ihr Dasein voller Wunder war, die ihr jetzt nicht mehr erlebt.
5. Dies sind die Lehrbeispiele, die es wert sind, dass man sie
sich zum Vorbild nimmt, die jenes Volk mit seinem Leben niederschrieb,
und die der Weg und das Saatkorn für die Generationen sein
sollen, die nach ihnen gekommen sind.
6. Begreift: Wenn jene Menschen aufgrund ihrer Schlichtheit
und (inneren) Erhebung das Geistige um sich fühlten, ist es
natürlich, wenn jetzt der Materialismus und der Mangel an Glauben
der Menschen dieser Zeit sie von jenen Kundgaben entfernt haben.
Doch Ich sage euch, dass es nun des armseligen, unfruchtbaren und
elenden Lebens, das diese Menschheit lebt, genug ist; dass Ich euch
deshalb aufgesucht habe, an die Herzen derer poche, die schlafen,
den Blinden, die die Wahrheit nicht zu schauen vermögen, ihr
Augenlicht wiedergebe und die verborgenen Saiten der Menschen
anrühre, um sie für meine Gegenwart empfänglich zu machen.
7. Glaubt ihr, dass diese wissenschaftliche und materialistische
Welt kaum noch einmal Neigung zur Vergeistigung fühlt? Ich sage
euch, dass daran nichts schwierig ist, weil meine Macht unbegrenzt
ist. Innere Erhebung, Glaube, Licht und das Gute sind für die Seele
eine zwingendere Notwendigkeit, als es für euren Körper das Essen,
Trinken und Schlafen ist.
8. Auch wenn die Gaben, Fähigkeiten und Eigenschaften des
Geistes lange Zeit geschlummert haben, werden sie bei meinem
Rufe erwachen und bewirken, dass zu den Menschen die Vergeistigung
mit all ihren Wundern und Offenbarungen zurückkehrt,
welche größer sein werden als die der vergangenen Zeiten, denn
jetzt seid ihr besser in der Lage, sie zu verstehen.
9. Ich muss den Menschen dieser Zeit und der kommenden
Zeiten sagen, dass sie nicht erwarten sollen, dieselben Zeichen oder
Kundgebungen zu schauen, die die Menschen der Ersten Zeit sahen,
denn ihr müsst begreifen, dass ihr jetzt in einem neuen Zeitalter lebt,
dass ihr genug gewandert seid und euch entwickelt habt, um auf
eine völlig andere Weise zu erfassen, zu verstehen und zu fühlen.
Bittet daher nicht um äußerliche Zeichen, die nur eure Sinne beeindrucken,
um euren Glauben auf sie zu gründen. Ich halte für euch
unendlich viele Zeichen, Offenbarungen und Wunder bereit, die ihr
mehr mit eurem geistigen Blick als mit dem eures materiellen
Körpers schauen werdet.
10. Studiert und ergründet, was euch die Geschichte sagt, aber
begreift, dass heute eine andere Zeit ist, dass ihr in einem anderen
Zeitalter lebt, und dass ebenso, wie euer Geist eine größere
Entwicklung besitzt als in jenen Tagen, auch die Form, in der Ich
euch heute meine Unterweisungen gebe, nicht die gleiche ist, auch
wenn ihr Sinngehalt derselbe und ewig gültig ist.
11. An diesem Tage, an dem ihr euren Meister mit einem Gebet
erwartet habt, komme Ich wirklich zu euren Herzen hernieder.
Empfange mich dort, Volk, denn Ich empfange euch in meinem
väterlichen Geist.
12. Ich finde Frieden in eurer Seele und Harmonie in euren
Gefühlen. Diesen Frieden verbreitet euer Wesen, und diese innere
Zurüstung lädt meinen Geist ein, in seiner göttlichen Ausstrahlung
herniederzukommen. Haltet alle eure Fähigkeiten bereit, damit ihr
meine Unterweisung voll erfassen könnt.
13. Ich spreche zu euch augenblicklich nicht von den körperlichen
Sinnen, sondern von denen des Geistes, die schon seit langem
in ihm sind, die ihr jedoch nicht verstanden habt, denn ihr nehmt nur
die äußeren Formen an und weist die geistige Essenz zurück.
14. Ihr nähert euch dem unvergänglichen Leben und Ich sage
euch: Ihr seid noch unreif, denn die Neigungen eures Fleisches sind
noch nicht im Einklang mit eurem Geist. Doch Ich habe euch Kraft
und Mut gegeben, damit ihr durch Meditation und Gebet die
Instinkte überwindet.
15. Mein durch den Stimmträger übermitteltes Wort ist immer
klarer, tiefgründiger und vollkommener geworden und bewirkt, dass
die verhärteten Herzen bescheiden und edelmütig werden.
16. Wer hat nicht sein "Golgatha" erlebt, und wer hat nicht
gelitten im Leben? — Niemand, denn ihr alle tragt in der Nachfolge
Christi ein Kreuz. Ich sehe euch ergeben und folgsam leben, ohne
euch gegen die natürlichen Gesetze oder die Naturgewalten aufzulehnen,
und als Ich sah, dass ihr diese Gesetze nicht gebrochen habt,
habe Ich euch gesagt: Ihr seid des Vaters und des Meisters würdig
und habt nun begriffen, dass es nicht das Opfer des irdischen
Körpers ist, mit dem ihr dem Schöpfer huldigen sollt, denn ihr habt
die rechte Art, ihn mit dem Geiste zu verherrlichen, verstanden, so
dass ihr keine Heiden mehr seid.
17. Ihr lebt auf Erden und müsst euch der Elemente der Natur
bedienen, um zu leben. Doch da alle einem Gesetz unterstehen, sollt
ihr von ihnen nur im Rahmen dieses Gesetzes Gebrauch machen.
Dadurch gebt ihr dem Geist das Seine und eurem Körper, was
diesem entspricht. Ich verwehre euch nichts, denn nichts widerspricht
meinen göttlichen Ratschlüssen; doch gebraucht alles mit
Maßen.
18. Wenn ihr das Gesetz des Vaters kennt, habt ihr nichts zu
befürchten, denn ihr werdet von dem Gebrauch zu machen wissen,
was euch innerhalb meines Gesetzes zusteht.
19. Erfüllt das, was euch mein Wort aufträgt, denn Ich will aus
euch ein Volk des Friedens und des Fortschritts machen, weil ihr das
Volk seid, das Ich suche. Ihr seid Israel, in welchem sich Levi
befindet, den Ich geläutert habe, damit er mir in dieser Zeit dient.
20. In der Ersten Zeit salbte der Vater den Levi, damit aus ihm
die Diener der Gottesverehrung hervorgehen und sie die Übermittler
meiner Inspiration und meines Gesetzes würden. Deshalb seht ihr,
dass Ich selbst unter den Neuankömmlingen meine Diener suche —
jene, die zu anderen Nationen gehen müssen, um meinen Auftrag zu
erfüllen. Dies wird nach 1950 geschehen, denn mein Werk wird
weltweit anerkannt werden.
21. Heute seid ihr noch wissbegierige Schüler, weil ihr erkennt,
dass ihr euch noch nicht für Meister halten könnt; und so eilt ihr
herbei, das Wort dessen zu vernehmen, der alles weiß.
22. Bereitet euren Geist, euer Herz und euren Verstand, und ihr
werdet schließlich Meister werden und euch an euren Schülern
erfreuen.
23. Ich empfange euer Gebet, in welchem ihr mich bittet, euch
meine Gnade zuteil werden zu lassen, um mein Wort verstehen zu
können.
24. Seht, Ich spreche nicht immer in Gleichnissen zu euch, Ich
tue es mit aller Klarheit, damit ihr verstehen könnt.
25. Nährt und stärkt euren Geist an meiner Lehre, damit er sich
entwickeln kann.
26. Die Unterweisung des Meisters beginnt immer in der
gleichen Weise, weil sie die gleiche Liebe enthält. Sie beginnt mit
Liebe und endet mit Barmherzigkeit, zwei Worte, in denen meine
ganze Unterweisung enthalten ist. Diese hohen Empfindungen sind
es, die dem Geist Kraft geben, die Regionen des Lichtes und der
Wahrheit zu erreichen.
27. Erkennt, auf welche Weise Ich euch nach und nach dazu
bringe, meinen Willen zu verstehen und zu erfüllen — nicht als
einen Befehl, denn Ich als unendliche Weisheit weiß, dass aus euch
selbst der Wille geboren werden wird, meinem Gesetze zu
gehorchen, wenn Ich euch zur Liebe inspiriere und erwecke. Meine
Liebe erleuchtet euch und lässt euch in Freiheit. Meine fürsorgliche
Liebe weist euch nur den Weg zur Vollkommenheit, den ihr gehen
sollt. Der Weg, von dem Ich so oft zu euch spreche, ist jener, der
über den körperlichen Tod hinausführt; denn ihr sollt immer für
diesen Augenblick des Übergangs vorbereitet sein. Sagt euch euer
Ahnungsvermögen oder euer Geist etwa nicht, dass es etwas gibt,
das den erdgebundenen Körper überlebt, und dass dieses Etwas der
Geist ist? Immer habe Ich euch diesen Weg gelehrt und euch
vorbereitet, für das Passieren dieser Wegkreuzung, damit euer Geist,
wenn er vom vergänglichen Leben der Welt zur geistigen Heimat
hinübergeht, wo das ewige Leben ist, angesichts der Unendlichkeit
nicht überrascht noch verstört ist.
28. Eure Sache ist es nur, hier eure Bestimmung zu erfüllen;
dann verspreche Ich euch für die gute Erfüllung eurer Aufgaben und
Pflichten ein beglückendes Dasein im geistigen Leben. Wenn dies
geschieht, werdet ihr euch nicht mehr im Morast der Schlechtigkeiten
dieser Welt beflecken. Euer Geist wird sich nicht mehr durch
die niederen Leidenschaften des irdischen Körpers verfinstern.
29. Wahrlich, Ich sage euch: Damit ihr völlige Reinheit erlangt,
wird eure Seele sich noch sehr läutern müssen, in dieser Welt und in
der geistigen.
30. So oft es für euch notwendig ist, werdet ihr zu diesem
Planeten zurückkehren müssen, und je öfters ihr die Gelegenheiten,
die euer Vater euch gewährt, ungenutzt lasst, desto mehr werdet ihr
euren endgültigen Eintritt in das wahre Leben verzögern und eure
Verweildauer im Tal der Tränen verlängern.
31. Jede Seele muss während eines jeden Erdendaseins den
Fortschritt und die Früchte ihrer Entwicklung vorweisen, indem sie
jedes Mal einen festen Schritt nach vorn macht.
32. Seid euch bewusst, dass das einzig Gute, das dem eigenen
Wohle zugute kommt, jenes ist, das aus wahrer Liebe und Barmherzigkeit
zu anderen, und zwar selbstlos geschieht.
33. Wenn eine Seele gegenüber dem Willen ihres Herrn folgsam
und ergeben wird, geschieht dies, weil sie auf ihn vertraut. Sie
sträubt sich nicht dagegen, einen irdischen Körper zu verlassen und
zum Jenseits zurückzukehren, weil sie ihren Urteilsspruch nicht
fürchtet, und sie sträubt sich auch nicht dagegen, zur Erde zurückzukehren,
wo sie Gefahren und Versuchungen erwarten, weil sie
weiß, dass sie aus diesem läuternden Schmelztiegel reiner hervorgehen
wird.
34. Wer die Versuchungen, die von außen und aus ihm selbst an
ihn herantreten, besiegt, wird von anderen als ein vom Herrn
Erleuchteter und Erwählter bezeichnet werden. Außerdem wird er
an seiner Seite ein Geistwesen oder einen Engel des Lichts haben,
der über ihn wachen wird, und gemeinsam werden sie arbeiten, bis
sich mein Wille vollzieht.
35. Seid daher unbesorgt, wenn eure Augen die Erfüllung dieser
Prophetien nicht in diesem Leben schauen. Ich werde eurem Geist
gewähren, die Frucht, die er in vergangenen Zeiten gesät hat — ganz
gleich, ob dies kurze oder lange Zeit zurückliegt — nicht nur zu
schauen, sondern sogar zu ernten.
36. Es kommt die Zeit der Auseinandersetzungen, in der die
Menschen ihre Intelligenz und ihre Beredsamkeit bekunden werden,
die sie zu Prahlerei und Eitelkeit führen. Wieder wird mein Wort der
Zweiten Zeit zur Diskussion gestellt werden, und auch die unterschiedlichen
Auslegungen wird man erörtern, die man ihm gegeben
hat. Wahrlich, Ich sage euch, aus diesem Wirbelsturm wird das Licht
hervorbrechen, viele Schleier werden zerrissen werden, und die
Scheinheiligkeit wird durch die Wahrheit zu Fall gebracht werden.
37. Es ist mein göttliches Verlangen, dass die Menschen zur
Vereinigung ihrer Vorstellungen und geistigen Anbetungsformen
gelangen, denn Ich halte etwas für sie bereit, wenn dies geschieht.
38. Studiert meine Unterweisungen, macht sie euch zu eigen
und lebt sie, damit ihr von den Weltweisen, den Wissenschaftlern
und Schriftgelehrten nichts zu befürchten habt.
39. Betet, damit eurem Munde die unendliche Weisheit entströmt.
40. Volk, fürchtest du dich davor, in meine Gegenwart zu
kommen und mich als Richter anzutreffen? Wahrlich, Ich sage euch,
auch als Richter bin Ich vollkommen, weshalb ihr von meiner Seite
keinerlei Ungerechtigkeit zu befürchten habt.
41. Es genügt, euch an den Fall der ehebrecherischen Frau zu
erinnern, die ihre Richter bereits verurteilt hatten. Sie blieb unangetastet
aufgrund der Worte Christi, desselben, der in diesem
Augenblicke zu euch spricht.
42. Ich kann kein Urteil über euch fällen, das schwerer ist als
das Gewicht eurer Verfehlungen. Daher sage Ich euch, dass ihr von
mir nichts zu befürchten habt, sondern von euch selbst.
43. Ich allein kenne die Schwere, die Größe und die Bedeutung
eurer Verfehlungen. Die Menschen lassen sich ständig vom äußeren
Anschein beeindrucken, denn sie vermögen nicht in das Herz ihrer
Nächsten zu schauen. Ich dagegen blicke in die Herzen und kann
euch sagen, dass Menschen zu mir gekommen sind, die sich
schwerer Verfehlungen angeklagt haben und die voll Reue waren,
weil sie mich beleidigt haben, doch Ich habe sie für rein befunden.
Im Gegensatz dazu sind andere gekommen und haben mir gesagt,
dass sie niemals jemandem etwas Böses getan haben, doch Ich
wusste, dass sie lügen. Denn obwohl ihre Hände sich nicht mit dem
Blut ihres Nächsten befleckt haben, ist das Blut ihrer Opfer, denen
das Leben zu nehmen sie befohlen hatten, auf ihre Seele herabgeströmt.
Es sind jene, die den Stein werfen und dabei die Hand
verbergen. Wenn Ich in meiner Kundgabe die Worte "feige",
"falsch" oder "Verräter" ausgesprochen habe, ist ihr ganzes Wesen
erbebt, und oft haben sie sich aus meiner Lehrstunde entfernt, weil
sie einen Blick auf sich ruhen fühlten, der sie gerichtet hat.
44. Weil die menschliche Justiz unvollkommen ist, sind eure
Gefängnisse voller Opfer, und die Hinrichtungsstätten wurden mit
dem Blut Unschuldiger befleckt. Ach, wie viele Verbrecher sehe Ich
Freiheit und Achtung genießen auf der Welt, und wie vielen Verderbten
habt ihr Denkmäler errichtet, um ihr Andenken zu ehren!
45. Wenn ihr diese Wesen sehen könntet, wenn sie dann in der
geistigen Welt leben und in ihren Seelen das Licht aufgeht! Statt
unsinniger und unnützer Huldigungen würdet ihr ihnen ein Gebet
zusenden, um sie in ihrer schweren Reue zu trösten.
46. Ich komme, um ein Reich des Friedens unter den Menschen
zu errichten, und obwohl dies manchen nur ein Lächeln entlockt,
werde Ich weitermachen, bis Ich euch die Macht der Liebe und der
Gerechtigkeit bewiesen habe — Kräfte, die ihr nicht kennt, weil ihr
von ihnen nur sehr wenig Gebrauch gemacht habt.
47. Es wird nicht auf Trümmern noch auf Leichen sein, auf
denen Ich dies Reich errichte, es wird auf fruchtbaren Feldern sein,
die durch die Erfahrung fruchtbar und durch den Schmerz gedüngt
wurden. Darauf wird meine Saat erblühen, dort werdet ihr meine
Gerechtigkeit erstrahlen sehen.
48. Die Menschen dieser Zeit haben die Aufgabe, ihren
irdischen Körper zu erneuern und zu läutern, damit sie denen, die
nach ihnen kommen, ein gutes Erbgut hinterlassen; denn was die
Seelen anbelangt, die in jenen Zeiten zur Inkarnation kommen
müssen, so habe Ich sie bereits zubereitet und ausgewählt.
49. Begreife deine Bestimmung, Volk. Ergründe dies Wort,
damit ihr eure Aufgabe erkennt. Ich will nicht, dass ihr euch mehr
zu tun vornehmt, als euch in Wahrheit zukommt, noch dass ihr
weniger tut, als was Ich euch anvertraut habe, denn dann wird euer
Werk nicht dauerhaft sein.
50. Einige von euch sagen mir in ihrem Herzen: "Meister,
warum machst Du uns in Deinem Worte manchmal für den Frieden
der Menschheit verantwortlich?" Doch Ich sage euch, dass nicht ihr
es sein werdet, die das Menschengeschlecht in dieser Zeit retten,
denn es ist ein übermenschliches Werk. Aber dennoch seid ihr der
Beginn einer neuen Art zu leben, der Beginn einer spirituell
eingestellten Menschheit, und dieser Beginn soll durchaus zur
Rettung und Befreiung der Völker und Nationen beitragen.
51. Ich muss euch ein weiteres Mal sagen, dass die Glaubensgemeinschaft,
die ihr um meine Kundgaben bildet, keine Gemeinschaft
ist, die der Vater in seiner Liebe über die anderen
Gemeinschaften der Erde stellt. Der Herr hat nur deshalb seinen
Blick auf sie gerichtet, weil er sie aus Seelen gebildet hat, die schon
immer auf der Welt gewesen sind, wenn eine neue göttliche Offenbarung
herniedergekommen ist. Es sind geistige Kinder jenes Volkes
Israel, dem Volk von Propheten, Sendboten, Sehern und Patriarchen.
52. Wer könnte mich besser als sie in dieser Zeit empfangen, die
neue Form meiner Offenbarung begreifen und die Erfüllung meiner
Verheißungen bezeugen?
53. Ich sage euch dies, da nur Ich es euch offenbaren konnte.
Denn es steht geschrieben, dass nur das Lamm das Buch der sieben
Siegel öffnen könne. Ich lasse euch dies wissen, damit ihr die
Verantwortung begreift, die ihr erneut gegenüber den anderen
Völkern der Welt übernehmt, für die ihr wie ein Spiegel sein sollt,
welcher mein Gesetz widerspiegelt.
54. Für dies Volk hier hat nur ein Gott existiert und es weiß,
dass Christus das "Wort" war, durch welches der Vater zu den
Menschen sprach. Weder Moses noch Abraham, weder Salomon
noch Elias — keiner der Propheten wurde von ihm als Gottheit
angesehen. Wie viele Boten des Herrn hat man dagegen in anderen
Völkern vergöttlicht und dadurch den wahren Gott vergessen oder
nicht erkannt!
55. Wenn Ich von meinem "Volk Israel" spreche, vom "Volk des
Herrn", so meine Ich jene, die eine geistige Mission mit auf die Erde
gebracht haben — jene, die mein Gesetz bekannt machten, die mich
ankündigten, mir treu waren; jene, die das Dasein des lebendigen
Gottes verkündeten, die den Samen der Liebe fortpflanzten und die
im Sohne die Gegenwart und das Wort des Vaters zu erkennen
vermochten. Diese sind es, die das Volk Gottes bilden, dies ist
Israel, das starke, das getreue, das kluge Israel. Dies ist meine
Legion von Soldaten, die dem Gesetze und der Wahrheit treu sind.
56. Jene, die meine Propheten verfolgten, die das Herz meiner
Boten zerrissen; jene, die dem wahren Gott den Rücken kehrten, um
sich vor Götzen zu verbeugen; jene, die mich leugneten, mich
verspotteten und mein Blut und mein Leben forderten, gehörten
nicht zum auserwählten Volk, auch wenn sie sich aufgrund der
Rasse Israeliten nannten; sie gehörten nicht zum Volke der
Propheten, zur Schar der Erleuchteten, zu den treuen Soldaten. Denn
"Israel" ist ein geistiger Name, der unrechtmäßig verwendet wurde,
um eine Rasse hervorzuheben.
57. Ihr sollt auch wissen, dass jeder, der den Wunsch hat, zu
meinem Volk zu gehören, es mit seiner Liebe, seiner Barmherzigkeit,
seinem Eifer und seiner Gesetzestreue erreichen kann.
58. Mein Volk besitzt keine bestimmten Länder oder Städte auf
der Welt, mein Volk ist keine Rasse, sondern es ist in allen Rassen
vertreten, unter allen Menschen. Diese Menschenschar hier, die
mein Wort vernimmt und die neuen Offenbarungen empfängt, ist nur
ein Teil meines Volkes. Ein anderer Teil ist über die Erde verstreut,
und ein weiterer, der größte Teil, lebt in der geistigen Welt.
59. Das ist mein Volk, das mich kennt und mich liebt, das mir
gehorcht und mir nachfolgt.
60. Vor dem Volk ziehen als Führer hundertvierundvierzigtausend
Auserwählte her. Die einen sind im Fleische und die
anderen im Geiste. Ihnen folgen große Legionen nach, sowohl von
Geistwesen als auch von Menschen, die das Licht zu erringen
trachten, um sich zu Recht "Kinder des Volkes Israel" zu nennen.
61. Die Kinder dieses Volkes gaben immer Beweise dafür, dass
sie Macht über die Naturgewalten haben. Ihr Gang durch die Welt
hinterließ eine Spur großer Wundertaten, die die Menschen jener
Zeiten in Staunen versetzten. Diese Macht soll Israel auch weiterhin
der Welt vor Augen führen, denn sie zeugt von der Überlegenheit
des Geistes über die Materie.
62. Wenn einige eurer Mitmenschen euch die Macht ihrer
Geheimwissenschaften vorführen, so habt keine Furcht und seid
auch nicht verblüfft, denn Ich habe euch größere Wunder gelehrt.
Auch sollt ihr über niemanden schlecht urteilen, denn jede Volks-
gruppe hat die Wahrheit über das geistige Leben gemäß ihrer
Befähigung und ihrem Glauben gesucht.
63. Ich spreche zu euch über alles, damit ihr alles erfahrt und
euch nichts überrascht. Ich gebe euch meine Unterweisung in
ausführlicher Weise, damit ihr nicht in Wissensgebiete geratet, die
ihr okkult nennt, in Geheimniskrämerei oder in stumme und nutzlose
Grübelei.
64. Vergeistigung ist Klarheit, ist Einfachheit, ist Hinwendung
zur Liebe und ist der Kampf, um die Vollkommenheit der Seele zu
erreichen.
65. Wenn dies Volk aufbricht und mit Worten und Taten lehrend
sich unter der Menschheit ausbreitet, wird es von Kirchen, Sekten
und den Wissenschaften bekämpft werden. Die einen werden einen
Teil angreifen, die anderen bestimmte Vorstellungen bekämpfen.
Dann soll das Gottesvolk bereits stark, und der Glaube und die
Erkenntnis eine reife Frucht in ihrem Herzen sein.
66. Welche von den Kindern dieses Volkes werden zu denen
gehören, die diesen Samen bis zu den Grenzen der Erde tragen? Ihr
wisst es nicht, aber Ich offenbare euch so viel, dass ihr der Beginn
der Aussaat in dieser Zeit seid.
67. Der Jünger Johannes sprach vieles für euch. Seine Inspirationen
sind Licht für euren Weg, sind Antwort auf eure Fragen und
Thema für euer Studium. In seiner Offenbarung sah er den geistigen
Kampf dieser Zeit, deren brudermörderische Kriege nur ein
schwaches Abbild der großen Schlacht sind, die im geistigen Raum
und (geistig) auf dieser Welt geschlagen wird.
68. Blind ist der Mensch gegenüber der Wahrheit dessen, was
vor sich geht, und er braucht diese Offenbarung, um die Ursache des
Kampfes und des Chaos, das auf der Welt herrscht, zu erkennen.
Auch benötigt er Vergeistigung, um inmitten der Schlacht Waffen
für seine Verteidigung zu haben.
69. Wohl denen, die an mein Wort glauben und sich zurüsten,
denn sie werden gerettet sein. Doch wehe denen, die meine
Ermahnungen gleichgültig anhören, denn sie werden von dem
Wirbelsturm in völliger Hilflosigkeit erfasst werden!
70. Eher würden Himmel und Erde vergehen, als dass mein
Wort nicht in Erfüllung ginge. Ihr seht ja — vor vielen
Jahrhunderten schon wurde euch diese Zeit angekündigt, und sie traf
ein, weil Ich es vorausgesagt hatte.
71. Ihr müsst beten, Menschenscharen, denn das Gebet wird den
Weg derer ebnen, die später als Sämänner aufbrechen. Wisset, dass
im Augenblick eurer Zwiesprache mit mir aus der Unendlichkeit
mein Licht als Tau der Gnade auf jene herniederfällt, für die ihr
betet.
72. Begreift eure Mission, damit jeder von euch ein würdiges
Kind Israels ist, des Volkes Gottes.
73. Ich bereite euch zu, damit ihr jenen Aposteln nacheifert, die
mir in der Zweiten Zeit folgten und die mit ihrem Beispiel einen
Weg der Sanftmut, des Gehorsams und der Demut vorzeichneten.
Ihr werdet Überbringer dieser Frohen Botschaft sein, und auf Schritt
und Tritt werdet ihr die Stimme eures Gewissens vernehmen, die
euch sagen wird, ob ihr auf eurem Wege mit euren Werken ein gutes
Beispiel hinterlasst. Ich habe euch die weiten Saatfelder gezeigt, auf
die mein göttliches Saatkorn niederfallen soll. Schon bereitet meine
fürsorgliche Liebe alles vor und stellt es bereit.
74. Auf jeden Geist und alles Fleisch habe Ich das Licht meines
Geistes ausgegossen, damit ihr alle mich fühlt und mich schaut,
damit die ganze Welt Zeugnis von meiner Wahrheit gibt.
75. Der Mensch ist erwacht, hat sich geschult und seinen
Verstand entwickelt, aber er hat die Gaben des Geistes schlummern
lassen, welche für seine Vervollkommnung unerlässlich sind.
76. Der Mensch hat den Weg verfehlt, denn die Kriege, die er
verursacht hat, sind Früchte seiner schlechten Wissenschaft, die er
nicht im Lichte seines Gewissens läutern wollte. Wenn der
menschliche Verstand sich einst im Gleichklang mit den durch das
göttliche Licht erleuchteten Sinnen entwickelt, werdet ihr die
Menschen mit Hilfe ihrer Wissenschaft Wunder entdecken und
bewirken sehen, wenn sie von Liebe zu ihren Nächsten inspiriert
sind.77. Nur meine Stimme kann euch inmitten jener Begriffs-
verwirrung leiten, in der niemand mehr weiß, was Wahrheit ist, noch
das Gute vom Bösen oder das Licht von der Finsternis zu unterscheiden
vermag.
78. Euch, die ihr mir zuhört, sage Ich: Euer Erbe in dieser Zeit
ist dasselbe wie in früheren Zeiten, nämlich das Licht meiner
Botschaft zu den Nationen zu bringen.
79. Nicht nur mein Wort hat euch geschult — auch die Prüfungen,
denen ihr ständig begegnet seid, waren ein Teil meiner
göttlichen Lektion. Manchmal wart ihr imstande, die Prüfungen zu
verstehen und zu nutzen, in anderen Fällen seid ihr gegenüber der
Stimme des Meisters gefühllos und taub geblieben.
80. Ein Mensch, der von euch scheidet, um in der geistigen
Heimat zu leben; etwas, das euch auf Erden genommen wird; eine
Krankheit, die euch ans Bett fesselt und euch durch den Schmerz
läutert — dies alles sind Prüfungen, die weise in euer Leben treten,
um euch zu helfen, eure Bestimmung zu erfüllen, welche darin
besteht, euch untereinander zu lieben.
Mein Friede sei mit euch!

Beliebte Posts aus diesem Blog

BWL - Band IV - Unterweisung 109

BWL - Band 6 - Unterweisung 161