BWL - Band 6 - Unterweisung 158


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 6

Unterweisung 158:
1. Das Göttliche Licht meines Geistes sei unter euch.
2. Seid willkommen, geliebte Jünger, die ihr beim Rufe des
guten Hirten wie folgsame Schafe herbeieilt. Wenn irgendeines es
wagen sollte, aus dem Kreis auszubrechen, nachdem es bereits in
der Hürde war, werde Ich die übrigen in guter Obhut zurücklassen,
um das verlorene zu suchen. Denn es ist nicht mein Wille, dass
(auch nur) ein einziges meiner Schafe verlorengeht.
3. Ich wache für alle, gebe eurem Herzen meinen Frieden und
eurem Verstande Licht, damit ihr dem guten Wege folgt. Doch wenn
ihr ihn einmal verlasst und jenen vergesst, der alles hingegeben hat,
um euch zu retten, und mit dem ihr gelebt und an dessen Wärme ihr
Trost gefunden habt — wahrlich, Ich sage euch: Meine helfende
Liebe wird euch überallhin folgen, und meine Stimme wird euch
durch euer Gewissen unablässig rufen. Ihr könnt euch nicht verirren.
Ich habe euch das Gesetz, dem ihr folgen sollt, klar kundgetan. Ihr
könnt euch nicht selbst betrügen, weil ihr ein Gewissen habt, das
jede eurer Handlungen richtig beurteilt, das euch sagt, was erlaubt
ist und was nicht. Wisset: Wenn ihr nicht auf seinen Rat hört,
werden euch eure Taten anklagen. Ich sage euch noch einmal:
Erkennet euch selbst, damit ihr eure Mitmenschen erkennt.
4. Bereitet euch vor, damit ihr stark seid, denn meine neuen
Apostel sollen nicht schwach sein, noch auf dem Wege nach
wenigen Schritten zusammenbrechen. Sie sollen genügend
Festigkeit haben, um zu beweisen, dass sie durch ihr Vorbild, ihr
Wort und ihre Denkungsart den Menschen Vertrauen einflößen und
sie führen können.
5. Ihr alle habt Fähigkeiten, um in der Zukunft echte Führer von
Herzen und Seelen zu sein, und selbst die entkörperten Wesen, die in
einem verstörten Seelenzustand leben, werdet ihr aus ihrer
Finsternis befreien können, indem ihr sie zum Lichte führt.
6. Diese Aufgabe ist schwierig, doch Ich mache sie euch durch
jeden Stimmträger begreiflich.
7. Wenn sich jemand aus Mangel an Verständnis meines Werkes
vom Pfade entfernt, werde Ich ihn von neuem rufen, um ihn
erkennen zu lassen, dass, wer einen Bund mit Gott geschlossen hat,
auf seinem Entwicklungswege keine Rückschritte machen darf. Ich
spreche zu eurem Geiste, für den alles in Dunkel gehüllt war, bevor
er mich erkannte. Doch seit der Vater sich auf seinem Wege kundgab,
überzeugte er sich von der Fürsorge und Liebe des Göttlichen
Geistes, der sich in drei Zeitabschnitten, in drei unterschiedlichen,
aber vollkommenen Offenbarungsphasen begrenzt hat, um sich dem
Geiste des Menschen verständlich zu machen.
8. Einige möchten die Wahrheit auf anderen Wegen suchen.
Ihnen sage Ich: Wenn ihr einen triftigen Grund habt zu suchen, so
tut es, aber sucht richtig. Andere fühlen, dass sie in der Familie des
Vaters sind, ohne dessen Gegenwart sie nicht mehr leben könnten.
9. Niemand wird euch behüten können wie Ich, niemand wird
euch mit soviel Liebe wiederaufrichten, wenn ihr auf dem Pfade
gestürzt seid. Ich bin der einzige, der euch den Weg des Lebens
erhellt. Kommt zu mir, o meine Geliebten, wie Ich zu euch komme,
mit innerer Erhebung, Liebe und Aufrichtigkeit. Alle eure Handlungen
sollen von Vergeistigung durchdrungen sein, dann werdet ihr
überwältigende Glückseligkeit erleben.
10. Es werden Jahre der Prüfung kommen, doch inmitten
derselben müsst ihr eure Mission erfüllen. Diese Aufgabe wird darin
bestehen, euren leidenden Mitmenschen beizustehen und dabei euch
selbst zu vergessen.
11. Seid nicht gekränkt, wenn eure Nation von anderen als
zweitrangig beurteilt wird. Zeigt, dass ihr alle in den Augen meiner
Liebe und unter meinem Gesetze gleich seid. Euer Geist soll sich in
euren Werken ungetrübt widerspiegeln, und eurem Verstande sollen
Belehrungen und Aufklärungen über die Irrtümer der Menschen in
ihren verschiedenen Ideologien entspringen.
12. Ich will, dass ihr über alles nachdenkt, was Ich euch gesagt
habe, damit ihr diese Unterweisung im Gedächtnis bewahrt und
durch sie stark seid auf eurem Wege.
13. Ich weise euch in dieser Zeit keinen andersartigen Weg und
kann euch wie in der Zweiten Zeit im Tempel Salomons sagen: "Ich
bin nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen."
Denn Ich sah, dass die Lehrer des Gesetzes es nicht
verstanden, und deshalb haben sie mein Wort schlecht ausgelegt.
14. Ich, das "Wort", wurde Mensch in Jesum, um die Menschen
eine Lehre der Liebe und Gerechtigkeit zu lehren, welche von dem
Gesetz ausging, das der Menschheit vom Vater in früheren Zeiten
übergeben worden war. Und die Lehre der Vergeistigung, die Ich
euch in dieser Zeit offenbare, will euch die Befolgung der Lehre
Christi zeigen, damit der Geist die Gipfel der Erkenntnis und der
spirituellen Wahrheit erklimmt.
15. Die Menschheit ist geistig aufgespalten in Religionen,
Sekten, Doktrinen und Ideologien. Doch Ich werde die Macht
meines Wortes beweisen, indem Ich sie vereinige, obwohl Ich euch
bereits gesagt habe, dass die Welt gesäubert werden wird und die
Seelen erzittern werden wie die Wälder beim Windstoß eines
Orkans, bevor dies geschieht. Wachet, denn obschon ihr unbekannt
und unscheinbar seid, besitzt ihr das Licht, mit dem ihr jene aus der
Finsternis befreien könnt, die in ihr wie Blinde umhertappen, indem
ihr ihnen einen hellen Horizont und eine bessere Zukunft zeigt.
16. Seid nicht länger Bewahrer von Traditionen und schwärmerischen
Riten. Übt mein Wort mit lauterer Gesinnung aus, denn Ich
habe euch gesagt, dass es das geistige Bindeglied sein wird, das die
Völker und Rassen vereinigt, weil mein Wort der Liebe universelles
Gesetz ist.
17. Aus Liebe zu euch und damit ihr begreift, bis zu welchem
Grad Ich euch meiner würdig mache, tue Ich mich durch euer
Verstandesvermögen kund. Doch der Zeitpunkt wird kommen, ab
welchem diese Form der Kundgabe nicht mehr nötig ist, und dann
wird die Kraft eurer inneren Erhebung euren Geist dem Vater
nahebringen, so dass ihr dessen "göttliches Konzert" hört, das euch
als erstes sagen wird: "Liebet einander."
18. Heute sage Ich euch: "Kommt zu mir, und ihr werdet
Frieden finden." Ich habe diese Versammlungsstätten hier bereitgestellt,
damit sie wie Bäume sind, die euch Schatten spenden und
unter denen ihr mein Wort hört. In der Zweiten Zeit habt ihr mich in
den Tälern, am Ufer der Flüsse und auf den Bergeshöhen
vernommen. Im Tempel der Natur habt ihr euch begeistern lassen
und hattet Gemeinschaft mit mir. Heute sollt ihr gleichfalls jene
Orte aufsuchen, und dort, fern der Welt, die sündigt und mich
leugnet, werdet ihr die reine Atmosphäre spüren, die von Lebenskraft
durchdrungen ist, wo alles von mir spricht. Wenn dann euer
Geist frei und ledig ist, wird er sich mit dem Vater in vollkommener
Gemeinschaft verbinden.
19. Viele Seelen suchen mich in verschiedenen Religionen,
Sekten und Philosophien, und sie haben mich um Licht gebeten, um
den wahren, den kürzesten Weg zu finden. Doch sie wissen nicht,
dass Ich mich in dieser Nation kundgebe, in dieser euch bekannten
Form. Ich führe euch alle zum Licht, weil meine Liebe keine Rassen
und Nationen kennt. Ihr, die ihr mich hört — arbeitet an euch,
wandelt euch, damit ihr meine Werkzeuge im Werk der Liebe, der
Befriedung und der Aufwärtsentwicklung des Geistes seid.
20. Von euch soll das prophetische Wort ausgehen, das Wort,
das heilt und tröstet. Wollt ihr der Menschheit dienen? Die
grundlegenden Gesetze, die Ich euch gegeben habe, sind die Liebe
zu dem, der euch erschaffen hat, und die Liebe untereinander. Alle
Tugenden haben ihren Ursprung in der Liebe zu Gott und zum
Nächsten.
21. Ihr alle seid aus mir hervorgegangen, mit gleichwertigen
Begabungen. Ich habe nicht einige gegenüber anderen bevorzugt.
Jeder Geist hat die Fähigkeiten und Gaben, um seine eigene
Erhebung zu erringen.
22. Seid stark, nehmt eure Sühne an und arbeitet im Werk der
Dritten Zeit mit, damit ihr die Errichtung meines Reiches im Geiste
des Menschen erleben könnt. Steigt empor, damit ihr in höheren
Welten als dieser leben könnt, wo es keine Leiden gibt, bis ihr euch
vervollkommnet habt und zu mir gelangt. Auch wenn diese
Erdenwelt noch so viele Befriedigungen gewährt und Schönheit und
Anmut birgt — denkt an das geistige Leben, das euch erwartet, und
nähert euch ihm schon heute. Ich werde euch gewähren, von diesem
Erdental aus durch Gesichte jenes wunderbare Leben voller Frieden,
Liebe und Harmonie zu schauen.
23. Ich sage euch nochmals, dass in mir die ganze Menschheit
gerettet werden wird. Jenes auf Golgatha vergossene Blut ist Leben
für jeden Geist. Doch es ist nicht das Blut an sich, da es in den
Staub der Erde fiel, sondern die Göttliche Liebe, die in ihm symbolisiert
ist. Wann immer Ich zu euch von meinem Blute spreche, wisst
ihr nun, was es ist, und welche Bedeutung es hat.
24. Viele Menschen haben ihr Blut im Dienste ihres Herrn und
aus Liebe zu ihren Brüdern vergossen, doch dieses hat nicht die
göttliche Liebe verkörpert, sondern nur die geistige, die
menschliche.
25. Das Blut Jesu jedoch verkörpert die Göttliche Liebe, denn
es gibt keinerlei Makel an ihm. Im Meister war niemals eine Sünde,
und er gab euch sein Blut bis zum letzten Tropfen, um euch
begreiflich zu machen, dass Gott alles für seine Geschöpfe ist, dass
er sich ihnen völlig hingibt, ohne Vorbehalte, weil er sie unendlich
liebt.
26. Wenn der Staub der Erde jene Flüssigkeit aufsaugte, welche
im Körper des Meisters Leben war, so geschah es, damit ihr
begreifen solltet, dass meine Lehre durch die göttliche Bewässerung
mit ihrer Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit das Leben der
Menschen fruchtbar machen musste.
27. Die Welt — ungläubig und skeptisch gegenüber den Worten
und Beispielen des Meisters — bekämpft meine Lehre und sagt,
dass, obwohl Jesus sein Blut vergoss, um die Menschen aus der
Sünde zu retten, die Welt nicht gerettet wurde; dass sie täglich mehr
sündigt, obwohl sie entwickelter ist.
28. Wo bleibt die Macht jenes Blutes der Erlösung, fragen sich
die Menschen, während jene, die die wirklichen Grundgedanken
meiner Lehre aufzeigen sollten, die Fragen der nach Licht
Hungernden und nach Erkenntnis der Wahrheit Dürstenden nicht
befriedigend zu beantworten vermögen.
29. Ich sage euch, dass in dieser Zeit die Fragen derer, die nicht
wissen, mehr Tiefe und größeren Gehalt haben als die Antworten
und Erklärungen jener, die behaupten, die Wahrheit zu kennen.
Doch Ich bin aufs neue gekommen, zu euch zu sprechen, und hier ist
mein Wort für jene, die der Auffassung sind, dass jenes Blut
tatsächlich die Rettung der Sünder vor der göttlichen Gerechtigkeit
bewirkte — all jener, die verloren und zu schwerer Pein verurteilt
waren. Ich sage euch: Wenn der Vater, der alles weiß, geglaubt hätte,
dass die Menschen nicht nach und nach die ganze Lehre, die ihnen
Jesus in seinen Worten und Werken gab, nutzen und verstehen
würden — wahrlich, er hätte ihn niemals gesandt; denn der
Schöpfer hat nie etwas Unnützes getan — nichts, das nicht dazu
bestimmt ist, Früchte zu tragen. Doch wenn er ihn aussandte, um
unter den Menschen geboren zu werden, heranzuwachsen, zu leiden
und zu sterben, so geschah es, weil er wusste, dass jenes
ausstrahlende und fruchtbare Leben des Meisters durch seine Werke
einen unauslöschlichen Weg, eine unzerstörbare Spur vorzeichnen
werde, so dass alle seine Kinder den Pfad finden, der sie zur wahren
Liebe leiten und in der Befolgung seiner Lehre zu der Heimstatt
führen soll, in der ihr Schöpfer sie erwartet.
30. Auch wusste er, dass jenes Blut, das von Lauterkeit, von
unendlicher Liebe zeugt und bis zum letzten Tropfen vergossen
wurde, die Menschen lehren werde, mit Glauben an ihren Schöpfer
die Aufgabe zu erfüllen, die sie zum Gelobten Lande emporheben
wird, wo sie mir die Erfüllung ihrer Aufgabe darbringen und dann
sagen können: "Herr, alles ist vollbracht. "
31. Jetzt kann Ich euch sagen, dass nicht die Stunde, in der mein
Blut am Kreuz vergossen wurde, jene war, welche die Stunde der
Erlösung der Menschen anzeigte. Mein Blut blieb hier in der Welt
gegenwärtig, lebendig, frisch und kennzeichnete mit der blutigen
Spur meiner Passion den Weg zu eurer Entsühnung, der euch die
Heimstätte erringen lassen wird, die euch euer Vater verheißen hat.
32. Ich habe euch gesagt: Ich bin der Quell des Lebens, kommt
und reinigt euch von euren Flecken, damit ihr frei und heil zu eurem
Vater und Schöpfer geht.
33. Meine Quelle besteht aus Liebe, ist unerschöpflich und
grenzenlos. Das ist es, was euch mein damals vergossenes Blut
sagen will. Es besiegelte mein Wort, es bestätigte meine Lehre.
34. Auch in der Wüste gab Ich meinem Volk, obwohl Ich ihm
mein Gesetz anvertraute, ein Symbol: das Manna.
35. In dieser Zeit habt ihr ein anderes Manna; es ist nicht
dasselbe wie jenes, welches das Volk körperlich nährte. Auch ihr
habt mein Blut, obwohl es nicht jenes ist, das aus den Wunden Jesu
strömte.
36. Ich bin im Geiste, und ihr hört mich derzeit als geistige
Wesenheit. Ihr nährt euch von meinem Worte, welches Brot des
ewigen Lebens ist, und ihr läutert euch, indem ihr meine Unterweisungen
ausübt. Begreift jetzt, dass ihr, um euer Seelenheil zu
erlangen, gleichfalls den Anteil, der euch zukommt, beitragen müsst,
welcher Liebe und Hilfsbereitschaft gegenüber euren Mitmenschen
ist.
37. Ich habe euch mein Blut gegeben; nehmt es in rechter Weise
an. Wenn die bloße Tatsache, dass Ich es euch gegeben habe,
genügen würde, um das Seelenheil zu erlangen — wahrlich, Ich
sage euch, dann würde bereits niemand mehr sündigen, dann wäre
die Erde für die Sühnung der Sünden nicht mehr nötig, denn dann
würden bereits alle Menschen im Himmelreich wohnen.
38. Ich will, dass ihr euch durch eure eigenen Verdienste würdig
macht, zum Herrn zu kommen, denn als bewusste Wesen verdient
ihr die unendliche Gnade, das unsagbare Glück, zum Schoße des
Vaters gekommen zu sein, weil ihr ihn geliebt habt, und weil ihr
auch seine Geschöpfe geliebt habt, die eure Geschwister sind.
39. Auf meinen Verdiensten gründet die euren. Sie werden euch
den Weg vorzeichnen, euch zur höchsten Höhe des Geistes führen,
dorthin, wo das Licht, der Friede, das wahre Leben ist.
40. Hier ist der Meister, der eurem Verstandesvermögen mit
seinen Göttlichen Unterweisungen Licht schenkt, denn ihr seid in
der Zeit des Lichtes.
41. Ihr eilt schnell herbei auf meinen Ruf und zeigt Folgsamkeit
gegenüber meinem Gesetz, weil ihr festgestellt habt, dass ihr durch
die Ausübung desselben vor eurem Herrn bestehen könnt. Es ist das
universelle Gesetz der Liebe, das die Menschheit erkennen und
leben wird. Es wird das Gesicht der Welt verändern, indem es die
haltlosen Menschen in Menschen von hoher Moral verwandeln
wird.
42. Ich bediene mich selbst der Sünder und nutze deren Willen
zur Erneuerung, um der Welt Vorbilder zu geben. Wundert euch
nicht, dass Ich mich durch den Sünder kundgebe, da Ich nicht auf
seine Sünde blicke, sondern auf seine Sehnsucht nach Rettung.
43. Wenn ihr bedenkt, dass Ich selbst in den kleinsten Wesen der
Natur bin — wie sollte Ich euch da verleugnen und mich von euch
trennen, nur weil ihr Unvollkommenheiten an euch habt, da ihr
mich doch gerade dann am meisten benötigt?
44. Ich bin das Leben und bin in allen, deshalb kann nichts
sterben. Denkt gründlich nach, damit ihr nicht an die Form des
Ausdrucks gebunden bleibt. Bringt eure Sinne zur Ruhe und
entdeckt mich im Kern des Wortes.
45. Ich will, dass ihr schon jetzt, da ihr noch inkarniert seid, die
Fähigkeiten des Geistes erkennt, damit ihr mich zu lieben versteht
und eure Gottesverehrung meiner würdig ist. So werdet ihr mich in
euch und außerhalb von euch fühlen.
46. Es gibt viele Lehren, Religionen und Sekten. Alle bemühen
sich, mich zu suchen, doch Ich sage euch: Der Weg, auf dem alle
mich finden könnten, ist jener, auf dem mich die wenigsten suchen:
der Weg der Liebe, welcher Wahrheit, Hilfsbereitschaft und Aufstieg
bedeutet.
47. Ich verwende immer weniger Sinnbilder und Gleichnisse,
denn es ist Zeit, dass ihr mich aufgrund dieses einfachen und
schlichten Wortes versteht. Noch ist es nicht das Licht eures
Glaubens, das euch den Weg erhellt, auch wenn es so sein sollte. Es
ist die Erhellung durch meine Offenbarungen und Geheimnisse, die
euch das Gute vom Bösen unterscheiden lassen. Aber das Licht des
Glaubens wird noch in euch entflammen und euch mit Klarheit
sehen lassen. Erinnert euch, dass Ich gesagt habe, dass ihr viele
eurer Mitmenschen retten müsst. Fürchtet nicht die Zukunft, die
Zukunft bin Ich, und in ihr werdet ihr mich gleichfalls finden.
48. Wer könnte besser als ihr die Leiden eurer Mitmenschen
verstehen und lindern, da diese Leiden die gleichen sind, die ihr vor
mich brachtet und von denen ihr euch derzeit läutert? Ich werde
euch als Trost für die betrübten Herzen vorbereitet zurücklassen.
49. Bedenkt, wie Ich euch geholfen habe, die schwierige
Mission zu verstehen und durchzuführen, die ihr von Ewigkeit her
von eurem Vater empfangen habt.
50. Seid nicht furchtsam, denn wenn ihr an mich glaubt und auf
mich vertraut, werdet ihr bestehen. Erinnert euch an jenen Mann,
der sich mir in der Zweiten Zeit nahte und zu mir sagte: "Herr, ich
glaube an Dich und bitte Dich darum, dass Du meinem Vater, der im
Sterben liegt, die Gesundheit zurückgibst. Ich weiß, wenn Du es
sagst, wird er gesund werden." Als der Meister so viel Glauben bei
jenem Manne sah, sprach er zu ihm: "Gehe hin, und wenn Du zu
Deinem Hause kommst, wird Dir Dein Vater gesund entgegenkommen."
Und so geschah es.
51. So soll euer Glaube nach meinem Willen sein; doch wenn
ihr das Wunder erlebt, sollt ihr euch nochmals dem Vater zuwenden,
um ihm zu danken.
52. Ihr kennt weder den Frieden noch die wahre Liebe, doch Ich
will, dass ihr meinen Frieden kennenlernt und meine Liebe in euren
Herzen tragt.
53. Alle, die ihr ein besseres Leben zu haben wünscht, alle, die
ihr durch die auf der Welt herrschende Verwirrung gequält lebt —
vereint euch im Gebet, damit ihr nach und nach meinen Frieden zur
Erde zieht. Versucht meine Lehre zu verwirklichen, damit mein
Wort euch fühlbar macht, wie die Liebe von neuem in die Herzen
einzuziehen beginnt. Bereitet euch für das Kommen meines Reiches
unter euch, seid Boten und Wegbereiter meines Friedens.
54. Das Böse, welches die Gesamtheit aller menschlichen
Sünden, der Laster und der Unwissenheit ist, hat lange Zeit über die
Menschen geherrscht. Doch es ist mein Wille, dass sie nun selbst
diese Macht zerstören. Dabei werde Ich ihnen beistehen, ihnen mein
Schwert reichen, damit sie mit ihm das Böse besiegen. Diese Macht
wird völlig vernichtet fallen, ihr Einfluss wird von allen Herzen
zurückgewiesen werden; ihre Stimmen werden nicht erhört und ihre
Einflüsterungen nicht mehr befolgt werden. Die Seele wird sich
freimachen und über der Sünde stehen, der Körper wird sich
schließlich beugen und die Leidenschaften zügeln.
55. Erfahrung, Überzeugung, Erkenntnislicht und Ausgeglichenheit,
als Früchte der geistigen Entwicklung der Menschen, werden
zum fruchtbaren Erdreich werden, auf das meine Saat herniederfällt.
56. Ich werde dann regieren, aber es wird in euren Herzen sein.
Euch wird der Friede der Völker anbefohlen sein, und Ich werde
euch aus der Unendlichkeit inspirieren. Die Unterschiede der
Rassen werden allmählich verschwinden. Die bis heute für unüberwindlich
gehaltenen Schwierigkeiten werden schließlich durch die
Vernunft überwunden werden. Gerechtigkeit und ein gutes Urteilsvermögen
werden in den Menschenwerken zum Ausdruck kommen,
und jeder Mensch wird wachsam leben, damit der Friede der Welt
nicht gestört wird.
57. Die Bitternis und der Schmerz werden eine unauslöschliche
Erinnerung in den Seelen zurücklassen, und dieser Schmerz, diese
Erinnerung werden wie ein Schreckgespenst sein, das die Menschen
fürchten werden, wie sie bis heute den Tod gefürchtet haben.
58. Aber die Menschheit will noch mehr Prüfungen, und diese
werden kommen. Aus diesen Heimsuchungen werden viele Herzen
rein und viele Seelen frei hervorgehen. Der Krieg der Ideen, den ihr
noch nicht durchgestanden habt, muss ausbrechen und um sich
greifen, damit die Schlafenden erwachen und die, die im Stillstand
verharren, ihre eingefahrenen Gleise verlassen und auf dem Weg zur
Wiedergutmachung vorankommen. Mein Name und mein Wort
werden als Waffen gebraucht werden, und mit ihnen werden sich die
Menschen verletzen. Doch Ich sage euch, dass es weder mein Name
noch mein Wort sein wird, die verletzen oder "töten", sondern dass
es die Absichten sein werden, mit denen die Menschen sie
verwenden.
59. Schließlich werdet ihr alle von meiner Lehre, von meiner
Liebe überwunden werden, denn meinem Worte wird das Licht
entströmen, das die Welt benötigt, um zu glauben, um zu wissen und
um gerettet zu werden.
60. Arbeitet an euch, denn die Verantwortung derer, die mein
Wort in dieser Zeit empfangen haben, ist sehr groß.
61. Seltsam erscheint euch alles, was unter euch in dieser Zeit
vor sich geht: Männer und Frauen fühlen das Erwachen ihrer
schlummernden Geistesgaben, sie hören Stimmen aus dem Jenseits,
haben geistige Gesichte und prophetische Träume, erzittern unter
dem Einfluss unbekannter Kräfte, spüren, wie sich ihr früher
schwerfälliger Verstand klärt, und können tiefgründige Lektionen
erfassen. Die Wortkargen sonnen sich im Lichte der Inspiration, die
Besessenen befreien sich von ihrer Last und entdecken, dass sie die
Gabe der Zwiesprache mit der geistigen Welt besitzen. Die Stimme
des Herrn wird von den am meisten Zubereiteten vernommen,
andere erreichen Wunder bei den Kranken, denen sie aufgrund der
göttlichen Barmherzigkeit die Gesundheit zurückgeben.
62. Angesichts all dieser Wunder gab es Jubel unter all diesen
Scharen, die sich von meiner helfenden Liebe verlassen glaubten,
und plötzlich haben sie entdeckt, dass ihr Geist voller Gaben war.
Schon vor langer Zeit wurde euch durch den Mund eines Propheten
angekündigt, dass diese Zeit kommen werde.
63. Gekommen ist die Zeit, die euch Joel ankündigte. Doch Ich
muss euch darauf hinweisen, dass jene Geistesgaben, die ihr jetzt
aus eurem Wesen empordringen saht, euch nicht erst jetzt gegeben
wurden. Sie haben seit dem Beginn (der Existenz) eures Geistes
zusammen mit euch eine Umwandlung erfahren, und jetzt, in dieser
Zeit, habe Ich euch zur Erde gesandt, um die Früchte eurer
Entwicklung zu ernten.
64. Der Geist Elias' kam, diese Ära zu eröffnen, indem er mit
dem Strahl des Lichtes, das in ihm ist, das Verstandesorgan des
Menschen berührte — eine Tür, durch die später mein Licht als
Wort fluten würde, um den Menschen eine ausführliche
Unterweisung zu geben und mein Wort als Testament und Weg in
eine neue Zeit zu hinterlassen.
65. Elias war der erste, der sich durch das menschliche Sprach-
rohr hören ließ, um euch die Nähe meiner geistigen Gegenwart
unter euch anzukündigen, und er wird auch nach Beendigung
meiner Kundgabe euer geistiger Hirte bleiben. Elias muss euch
weiterhin führen, weil ihr nicht alles, was Ich euch lehre, von euch
aus zu verstehen vermögt.
66. Elias wird die Lehre, die Ich euch seit den ersten Zeiten
gegeben habe, in ihrem wahren Sinngehalt wiederherstellen. Er wird
euch erleuchten, damit ihr die wahre Auslegung meiner Offenbarungen
findet. Er wird jeden Geist und jedes Herz anrühren, um es
zum Lichte dieses neuen Tagesanbruchs zu erwecken. Auch wird er
euch von allen Flecken und Fehlern läutern, die ihr den durch euch
bekundeten Geistesgaben beigemischt habt. Denn ihr sollt nicht
denken, dass ihr in vollkommener Weise gehandelt habt, und dass
alle eure Arbeit der Wahrheit entsprach.
67. Ich habe euch das Jahr 1950 als Ende dieser Form der
Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen angezeigt.
Aber es wird nicht das Ende der Entfaltung der verschiedenen
Gaben, die ihr besitzt, bedeuten; im Gegenteil, danach wird euer
Geist angesichts der Abwesenheit meines Wortes mein Licht, meine
Gegenwart und meine Inspiration suchen, er wird sich anstrengen,
um sie zu erlangen, und sich so täglich mehr vervollkommnen.
68. Gebt Zeugnis von mir durch eure Fähigkeiten, indem ihr sie
zur Ausübung der Tugend, für den geistigen Fortschritt verwendet,
um für eure Mitmenschen Frieden zu schaffen. Wachet, denn ein
Augenblick der Schwäche, ein unüberlegter Schritt, eine Prüfung,
die euch straucheln lässt, kann euch vom rechten Weg, vom
schmalen Pfad der Wahrheit abbringen und bewirken, dass ihr euch
auf Wege nur scheinbaren Lichtes verirrt, die euch immer weiter von
eurer Pflichterfüllung entfernen.
Mein Friede sei mit euch!

Beliebte Posts aus diesem Blog

BWL - Band IV - Unterweisung 109

BWL - Band 6 - Unterweisung 161