BWL - Band 5 - Unterweisung 139


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 5

Unterweisung 139:
wird es sein, die morgen
darum kämpft, ein Dasein zu erreichen, in welchem Gerechtigkeit,
Liebe und die heilige Freiheit des Geistes erstrahlt. Bereitet euch
vor, denn die große Schlacht, von der die Prophetien sprechen, ist
noch nicht gekommen.
13. Ziehet in Betracht, dass, je größer die Entwicklung ist,
welche die Menschheit erreicht, desto größer auch die Waffen sind,
mit denen sie bei ihrem Kampf rechnet. Schlafe nicht, geliebtes
Volk, und sei bereit, für Meine Sache tätig zu sein.
14. Ein neuer "Krieg" rückt näher. An ihm werden alle
Fähigkeiten und Kräfte des Menschen teilnehmen, und es ist
notwendig, dass die Kinder dieses Volkes, denen es zuteil wird, in
dieser Prüfung zu leben, dieselbe mit ihrer Standarte der Wahrheit
zu bestehen wissen und eine tiefe Spur der Vergeistigung
hinterlassen.
15. Die Wissenschaftler, die Theologen, die Gelehrten, die
Philosophen — sie alle werden sich für jenen großen Kampf
bereitmachen, in welchem die Lüge und das Böse vernichtet werden
wird und das Gute und Wahre siegreich ersteht.
16. Groß wird die Verwirrung der Menschen sein, bevor zu
ihnen die Erleuchtung kommt: Denn unter den Menschen wird es
manche geben, die einen großen Glauben hatten und ihn verlieren
werden, andere werden ihr Glaubensbekenntnis wechseln, und
manche werden von Tür zu Tür, von Religion zu Religion gehen auf
der Suche nach der Wahrheit für ihren Geist. Es ist notwendig, dass
der ganze Weg durchlaufen wird, damit alles Böse aus den Seelen
ausgestoßen wird und aus den Herzen verschwindet.
17. Ihr werdet auf den Straßen, in Städten und Dörfern Männer
und Frauen auftreten sehen, die öffentlich ausrufen, Boten Gottes zu
sein, und die behaupten, dass sie Propheten oder Gottgesandte sind.
Doch schon heute sage Ich euch, dass ihr achtgeben sollt, damit ihr
sie an ihren Werken erkennt. Sagt niemals, dass ihr Propheten, Seher
oder Apostel seid, aber gebt mit euren Werken immer Beweise
Meiner Gnade, von allem, was Ich euch anvertraut habe, und von
der Lehre, die Ich in euer Herz gelegt habe. Dann werden es nicht
mehr eure Lippen sein, die sagen, ob ihr Propheten oder Apostel
oder Jünger von Mir seid — eure Mitmenschen werden es sagen um
der Werke willen, die sie euch tun sehen. Ich sage euch erneut, dass
ihr im Gebet verbleiben sollt, bis ihr seht, dass der Friede zu den
Völkern zurückkehrt und die Freude zu allen Heimen der Welt.
18. In dieser Epoche stellt sich der Geist eures Vaters ein, wenn
Er euren Ruf vernimmt. Hört jetzt Mein Wort, welches Nahrung für
euren Geist ist. Von dem Tage an, an dem Mein Wort endet, sollt ihr
euch wie seither gegenseitig Hilfe leisten, doch hernach werdet ihr
— gleich den Vögeln, wenn sie flügge werden — lernen, mit euren
Flügeln zu schlagen, und werdet selbständiger werden können. Dann
werdet ihr durch eure geistige Erhebung imstande sein, zu Mir zu
gelangen, um Inspiration und Frieden zu empfangen.
19. Wachet, lasst nicht zu, dass der Schlaf sich eures Herzens
bemächtigt und euren Geist besiegt, denn die Zeit vergeht, und der
Tag wird kommen, an dem ihr erwacht und wegen der verlorenen
Zeit weint. Dann werdet ihr jene ungenutzten Augenblicke und
Gelegenheiten ersetzen wollen, doch ihr werdet es nicht tun können;
denn während die einen im Greisenalter sind, werden sich die
anderen im Geiste im Jenseits befinden. Ihr werdet dann euren Vater
um Milde und Barmherzigkeit bitten, ohne zu begreifen, dass ihr
selbst es wart, die weder Barmherzigkeit noch Milde mit ihrer
eigenen Seele hatten.
20. Habt Erbarmen mit euren Mitmenschen, was soviel ist, als
ob ihr Erbarmen mit euch selbst hättet. Wenn ihr diese Aufgabe
nicht erfüllt, werdet ihr die ersten sein, die weinen, weil ihr erleben
werdet, dass eure Hand, die angehäuft mit Gaben war, leer sein
wird, dass der Heilbalsam, mit dem ihr den Kranken heiltet,
verschwunden ist, und jene Fähigkeiten, die Besessenen zu befreien,
gleichfalls sich entfernt haben. Seid demütig, damit ihr nicht richtet,
eure Geistesgaben zu verlieren, versucht nicht, höher als eure
Mitmenschen zu erscheinen. Tut das, was Ich beim heiligen
Abendmahl an Meinen Jüngern tat.
21. Ich zeige euch eure Fehler — nicht, um euch zu richten,
sondern damit ihr euch bessert und das Volk werdet, das gehorsam
in der Befolgung Meiner Unterweisungen ist.
22. Was Ich mit euch tue, wird zum Wohle der kommenden
Generationen sein. Doch vergesst nicht, dass — um euch zu lehren
— Ich euch niemals gekränkt habe noch eure Herzen bluten ließ.
Lernt, den Baum geradezurichten, der krumm gewachsen ist, und
auch die Wege in Ordnung zu bringen.
23. Meine Gerechtigkeit ist groß. Doch wenn Ich von ihr zu
euch spreche, drohe Ich euch nicht, es geschieht nur, um eure
Herzen mit Furcht zu erfüllen. Ich spreche zu euch mit
Wahrhaftigkeit, denn Meine Gerechtigkeit wird in jedem von euch
sein, und wenn ihr morgen nicht Tränen vergießen wollt, so erwerbt
schon heute Verdienste.
24. Jedes eurer Werke wird von Mir aufgezeichnet, und die
Werke, die wohlgefällig sind, verwende Ich als Saatkorn, das Ich zu
pflegen habe, bis es sich unter den Menschen vervielfacht hat.
25. Sucht Mich nicht als Richter, denn ihr würdet dann Meine
Stimme voll Gerechtigkeit und Strenge vernehmen; sucht Mich als
Meister und als Vater. Was erwartet ihr für morgen? Wollt ihr eure
Verfehlungen im Jenseits sühnen? Wollt ihr euch schon jetzt einen
Weg voller Dornen für eure Seele bereiten? Ich verkenne nicht eure
Verdienste, doch sie sind noch wie der junge Weizen, neben dem das
Unkraut wächst.
26. Übt Meine Lehre aus im Vertrauen auf Mich, denn während
ihr Mein Wort erfüllt, werde Ich über euch und die euren wachen.
Warum sehe Ich die einen stark und andere schwach? Weil die
369
U 139
Starken nicht verstanden haben, den Schwachen ihre Stärke
mitzuteilen.
27. Vereinigt euch alle, und alle werden stark sein. Liebt euch
und seid mit Brüderlichkeit miteinander verbunden, dann werdet ihr
erleben, dass die schwachen Sträucher zu dichtbelaubten Bäumen
werden. Nehmt alle auf, denn niemand kennt die Aufgabe, die sein
Nächster mit sich bringt. Niemand kennt seine Vergangenheit,
deshalb darf niemand von euch abgewiesen werden. Je unbeholfener
oder dümmer eure Mitmenschen sind, desto mehr Barmherzigkeit
und Erbarmen sollt ihr mit ihnen haben und dabei in Betracht
ziehen, dass es die sind, die gefallen sind, die, welche nicht
verstanden haben, ihre Füße auf sicheren Weg zu bringen. Aus
Herzen so hart wie Felsen weiß Ich Herzen zu machen, die
Zärtlichkeit ausströmen; ihr könnt dies auch tun.
28. Reinigt eure Herzen, damit eure Werke rein sind. Bedenkt,
dass ein schlechter Baum niemals gute Früchte tragen kann.
29. Für diesen Zweck habe Ich euch in dieser Zeit gerufen, um
euch zu Bäumen zu machen, die dem Wanderer ihren Schatten und
ihren Schutz anbieten; jene, die dies verstanden haben, haben ihr
Herz geöffnet, um Mir zu sagen: Heute weiß ich, dass ich Dein
Geschöpf bin und dass ich ausgesandt worden bin, um eine
schwierige und edle Aufgabe zu erfüllen. Ich weiß, dass ich in Dir
meinen Ursprung habe, und bei Dir mein Ende ist.
30. Ja, Ich bin der Weg. Jeder, der auf ihm gehen will, nehme
sein Kreuz auf sich und folge Mir nach. Damit ihr diesen Pfad
beschreiten könnt, bitte Ich euch nur, dass ihr euren Vater in euren
eigenen Geschwistern liebt. Dies ist das Gesetz oder der Weg: Gott
zu lieben und sich untereinander zu lieben. Es ist das Gesetz, das zu
allen Zeiten den Weg der Menschen erhellt hat.
31. Mit einer einzigen Liebe habe Ich euch alle geliebt. Warum
solltet ihr euch nicht alle in gleicher Weise lieben? Die Nationen
erwarten die Ankunft der Friedensboten. Die Völker der Erde
beklagen ihr Elend wie verirrte Schafe in Erwartung der Ankunft
des Hirten, jenes, der sie in einer einzigen Hürde vereinen wird.
32. Bereitet euch vor, denn die Zeit ist nahe, in der ihr diese
Weisungen (direkt) von Meinem Geiste empfangt, denn sie werden
nicht mehr von irgendeinem Menschen auf Erden gegeben werden.
Niemand wird etwas unternehmen, ohne vorher den göttlichen
Auftrag empfangen zu haben. Ich kenne den Weg und will nicht,
dass ihr auf ihm Tränen vergießt. Ich werde euch vorher zurüsten
und euch den Zeitpunkt anzeigen, das "Tagewerk" zu beginnen.
33. Die großen Religionsgemeinschaften und Sekten beratschlagen
unter sich, sie machen sich für die Auseinandersetzung
bereit, weil sie die Schlacht vorausahnen. Beratet auch ihr euch,
bereitet euch vor und betet, damit ihr nicht überrascht werdet; denn
wenn ihr nicht so handeln würdet, dann würde Meine Lehre von den
Menschen verurteilt und verleumdet werden, Mein Geist würde alle
Schmähungen empfangen, und Ich würde euch Wunder zeigen, so
ähnlich wie Jesus auf Golgatha.
34. Euer Geist erwacht derzeit zu einem höheren Leben. Schon
beginnt sich in ihm das Ideal einer besseren Welt zu bilden.
35. Ich lehre euch, den Seelenfrieden zu gewinnen und ihn als
den wahren Schatz des Geistes zu bewahren. Mein Wort wird euch
in dieser Dritten Zeit vom Bösen befreien und euch von den
ungewissen Wegen fernhalten, auf denen ihr so lange gewandert seid
und gelitten habt.
36. Meine Stimme wird an den Türen jedes Herzens rufen, und
der Geist wird es sein, der aus dem Inneren jedes Menschenwesens
antwortet.
37. Die einen werden Meinen Ruf sofort erkennen. Andere
werden sich unsicher fragen, wer es ist, der da ruft. Und so wird sich
allmählich einer nach dem anderen aufmachen und dem Lichte
zustreben.
38. Wie herrlich ist das Erwachen des Geistes, wenn der
Mensch sich fragt: Wer regt sich in mir? Woher stammt meine
Inspiration, und wer regt mich zum Guten an?
39. Auch Mein Wort lehrt euch, in eurem Geiste zu lesen, in ihn
einzudringen, seinen Wesenskern zu entdecken, welcher Licht,
Wahrheit, Liebe, Gehorsam und Reinheit ist.
40. Wenn der Mensch sich geistig selbst entdeckt, dann fühlt er
in sich die Gegenwart seines Vaters. Doch wenn er weder weiß, wer
er ist, noch woher er stammt, fühlt er Mich ferne, fremd,
unerreichbar, oder er bleibt gefühllos.
41. Nur der erwachte Geist kann in das Reich der Wahrheit
eindringen. Mit seiner Wissenschaft allein wird der Mensch sie nicht
erkennen können.
42. Ich sehe, dass die Menschen Wissen, Ruhm, Kraft,
Reichtum und Macht erstreben, und Ich biete ihnen die Mittel an,
das alles zu erreichen — aber in seinen wahren, wesentlichen
Eigenschaften, in seiner geistigen Wahrheit, nicht im Äußerlichen
und Arglistigen der Welt, nicht im Vergänglichen und Trügerischen.
43. Wenn der Mensch sich dem Materiellen verschreibt und sich
in dem kleinen Raum einer Welt wie der euren einschließt, wird er
arm, er begrenzt und unterdrückt seine Seele, es besteht für ihn
nichts mehr außer dem, was er besitzt oder dem, was er kennt. Dann
wird es nötig, dass er alles verliert, damit er seine Augen für die
Wahrheit öffnet, und nachdem er seinen Irrtum eingesehen hat,
seinen Blick wieder dem Ewigen zuwendet.
44. Nichts ist besser als Meine Lehre, die von der göttlichen
Liebe zu euch inspiriert ist und euch den wahren Weg weist. Wer
könnte euch besser als Ich lehren, Gott zu geben, was Gottes ist, und
dem Kaiser, was des Kaisers ist?
45. Dies ist der Grund, weshalb Ich Meine Stimme ein weiteres
Mal in eurer Welt hören ließ, denn Ich habe euch in einem Meer von
Finsternis und Irrtümern verloren gesehen.
46. Mein Licht der Liebe wird die Leuchte des Glaubens in den
Herzen entzünden, die sich im Finstern befinden, und Meine
Barmherzigkeit wird jene aufwecken, die für Mein Reich gestorben
sind.47. Wer nicht versteht, den Sinngehalt dieses Wortes zu
entdecken, wird zu der Meinung kommen können, dass Meine Lehre
ein Joch ist, das den Menschen festhält und versklavt. Doch wer ihr
die richtige Auslegung zu geben vermag, wird sein ganzes Wesen
von Licht überflutet fühlen, und sein Jubel wird grenzenlos sein.
Aus seiner Seele wird ein innerer Lobgesang hervorbrechen, der ihn
zu einem harmonischen Leben führt, das die beste Form der
Verehrung für Mich sein wird.
48. Wer innerhalb Meines Gesetzes wandelt, wird nicht zu Fall
kommen, so sehr er auch geprüft wird. Der Glaube wird ihm die
notwendige Stärke geben, um siegreich zu sein. So bitter auch sein
Kelch sein mag, wird er doch niemals lästern. Er wird geduldig sein
und zu hoffen verstehen, so wie es der Wille seines Herrn ist. Wer
Meine Unterweisungen so ausübt, wird Verdienste erwerben, so dass
sich an ihm Meine Wunder offenbaren.
49. Der Glaube, die Ergebenheit und die Demut gegenüber dem
von Mir Verfügten werden den Prüfungsweg kürzer machen, weil ihr
dann den Leidensweg nicht mehr als einmal gehen werdet. Aber
wenn in den Prüfungen Auflehnung, Unzufriedenheit und gar
Gotteslästerungen aufkommen, wird die Heimsuchung länger
dauern, denn ihr werdet dann jenen Weg aufs neue zurücklegen
müssen, bis die Lektion gelernt ist.
50. Das Leben ist eine beständige Lektion für die Seelen. Als
das Universum unter Meinem Befehl Gestalt annahm, hatte es keine
andere Aufgabe als diejenige: zu lehren. Das Leben ist Schmelztiegel
und Kampf für die Seele. Es ist keine absolute Wonne, wie es
viele haben möchten. Freude, Triumph, Friede oder Seligkeit sind
jenseits allen Kampfes, jenseits dieses Prüfsteins. Die Seligkeit des
Geistes mit all seinem Glück besteht in der Vollkommenheit des
Geistes.
51. Begreift diese Wahrheit, damit ihr nicht achtlos an dem
Buche vorübergeht, das euch Tag für Tag neue Seiten der Weisheit
zeigt. Erzieht eure Seele auf solche Weise, dass sie zu einem guten
Beobachter wird. Erzieht euren Verstand durch Nachdenken, betet
mit dem Gebet, das dem Geiste eigen ist, machet den Verstand und
das Herz empfindsam, damit ihr Meine göttlichen Botschaften
empfangen könnt, und lernet die geistige Sprache des euch
umgebenden Lebens, die euch den Weg zur Vollkommenheit zeigt.
52. Um euch beizustehen, komme Ich zu euren müden Herzen
herab, um ihnen neues Leben zu geben.
53. Wenn der Verstand dieser Stimmträger sich in Reinheit zu
Mir erhebt, gelangt Mein Wort direkt zu dem Geiste. Das schlichte
Wort, das große Menschen schon bewegt hat, wird das Wunder
vollbringen, dass du wieder zu Mir zurückkehrst, o geliebtes Volk,
denn schon seit langer Zeit hattest du dich vom Weg der Wahrheit
entfernt. Ihr hattet vergessen, dass ihr Mich in euch tragt, und als ihr
herbeikamt, um Mich zu hören, fühltet ihr Meine Gegenwart aufs
neue wie einen hellen Stern erstrahlen, der eure Herzen erhellt.
54. Ich empfange euch, aber bevor Ich dies mit eurem
menschlichen Teil tue, wende Ich Mich an euren Geist, welcher das
wahre Kind Meiner Göttlichkeit ist. Im Geist ist das Gewissen, die
Intelligenz, und durch ihn werde Ich Meine Inspiration und
Gedanken zum Menschenwesen gelangen lassen.
55. Volk, das Ich unendlich liebe, ein Gedanke von Mir, der auf
den Lippen dieser Stimmträger zum Wort geworden ist, ist wie ein
Weg voller Lichter für euren Geist.
56. Hört Mich an: Seid demütig auf der Welt und sät Gutes auf
ihr, damit ihr die Früchte davon im Himmel erntet. Wenn es euch
nicht gefällt, Zeugen zu haben, wenn ihr Böses tut — warum ist es
euch angenehm, solche zu haben, wenn ihr gute Werke tut? Über
was könnt ihr euch rühmen, da ihr nur eure Pflicht erfüllt habt?
57. Begreift, dass Lobreden eurer Seele schaden, da ihr noch so
unerfahren und menschlich seid. Warum erwartet ihr sofort,
nachdem ihr ein gutes Werk getan habt, dass euer Vater euch die
Belohnung dafür gibt? Wer so denkt, handelt nicht uneigennützig,
und daher ist seine Wohltätigkeit falsch, und seine Liebe ist weit
davon entfernt, wahrhaftig zu sein.
58. Lasst die Welt sehen, dass ihr gute Werke tut, doch nicht mit
der Absicht, Ehrungen zu empfangen, sondern nur deshalb, gute
Beispiele und Belehrungen zu geben und Meine Wahrheit zu
bezeugen.
59. An allen Orten des Universums befinden sich die Engel des
Herrn und verteilen ihre Barmherzigkeit und ihre Liebe unter allen
Kindern Gottes. In geistiger Stille sind sie unablässig tätig, um für
ihre Geschwister Gutes zu tun. Wann habt ihr erlebt, dass sie zur
Erde kommen, um sich damit, was sie euch gegeben haben, oder mit
der Hilfe, die sie euch gewährt haben, zu brüsten?
60. Seid demütig, denn der Größenwahn des Menschen, sein
Hochmut und seine Eitelkeiten gehören der Erde an, sind materielle
Eigenschaften, und mit ihnen sinkt ihr ins Grab. Der Geist bewahrt
nur das, was er in die Himmelshöhen mitnehmen kann, was im
Lichte erstrahlen kann. Wenn die Größe nicht geistig ist, wenn sie
nur Eitelkeit ist, wird er morgen in seiner Seele Betrübnis erleiden.
61. Es gibt Wahrheit und Falschheit, und es ist notwendig, dass
ihr beide Wege kennt, damit ihr bei eurer Wahl dem wahren Weg
folgen könnt. Öffnet eure Augen, erweckt euren Geist, verfeinert
eure Sinne, damit ihr in allem Geschaffenen die Liebe eures Vaters
wahrnehmt. Ich habe euch alles gegeben, ohne von euch irgend
etwas für Mich zu verlangen. Wenn ihr in eurem Unverständnis
gesagt haben solltet, dass es viel ist, was Ich für all das verlange,
was Ich euch gegeben habe, so befindet ihr euch in einem Irrtum.
Wenn Ich etwas oder viel von euch verlange, so ist es nur zu eurem
Wohl, für eure Seligkeit in der Ewigkeit.
62. Ihr werdet eurem Vater über alles Rechenschaft ablegen
müssen, was ihr im Leben getan habt. Doch wie wollt ihr in jener
bedeutsamsten Stunde die Stimme des Gewissens zum Schweigen
bringen? Was werdet ihr antworten, wenn euer Geist die Stimme des
Herrn vernimmt, die ihn darauf hinweist, dass ihr das Böse niemals
rechtfertigen könnt?
63. Nur die Anstrengungen, um euch vom Sturz wiederaufzurichten,
die Liebe und der Eifer, mit dem ihr auf dem Pfade der
Wiedergutmachung geht, werden bewirken, dass aus eurem Wesen
die Spuren und Flecken der Sünde verschwinden, um euch vor dem
Göttlichen Richter rein zu zeigen.
64. Lernt all dies schon hier. Bedenkt, dass, wo eure Interessen
liegen, dort auch eure Gedanken und eure Herzen sind. Wenn diese
materiell sind, werdet ihr vermaterialisiert sein, wenn sie geistig
sind, werdet ihr auf dem Wege zur Vollkommenheit sein.
65. Lebt auf Erden, wie es euch Mein Wort gelehrt hat. Erlebt
den Kampf, liebt und erstrebt das Gute, erfreut euch an allem, was
Ich euch anvertraut habe, aber lasst euren Geist wie die Wolken in
den unendlichen Räumen voller Reinheit und Liebe schweben.
66. Es ist vergeblich, dass die Menschen im lasterhaften
Materialismus das vollkommene Vergnügen suchen. Alles ist traurig
und leer ohne die Gegenwart des Vaters. Er ist die wahre Freude.
67. Lasst alle schlechten Gedanken von euch weichen und
ziehet edle Gedanken an. Das Glück liegt nicht in dem, was man
materiell besitzt, sondern in dem, was man geistig erkennt.
Erkennen ist besitzen und danach handeln.
68. Wer wirkliches Wissen besitzt, ist demütig im Geiste. Er ist
nicht stolz auf das Wissen der Erde, der nur danach strebt, alles
(Irdische) kennenzulernen und alles leugnet, was man nicht
begriffen hat. Wer in sich das Licht der inspirierten Erkenntnis trägt,
vermag zur rechten Zeit Offenbarungen zu empfangen, ebenso wie
er sie auch zu erwarten versteht. Gelehrte haben sich viele genannt,
doch die Sonne, die Tag für Tag in vollem Lichte erstrahlt, ist für sie
ein Geheimnis gewesen.
69. Viele haben geglaubt, alles zu wissen, doch wahrlich, Ich
sage euch, die Ameise, die unmerklich ihren Weg kreuzt, enthält für
sie ebenfalls ein unergründliches Geheimnis.
70. Die Menschen werden viele Wunder der Natur erforschen
können, aber solange sie es nicht auf dem Pfade der göttlichen Liebe
tun, werden sie nicht die wahre Weisheit erreichen, welche sich in
dem unsterblichen Leben der Seele befindet.
71. Ihr Menschen, nähert euch Mir. Ihr braucht euch nicht den
Kopf zu zerbrechen, um Geheimnisse und Mysterien zu entdecken.
Ihr braucht nur euer Herz mit dem Schlüssel des Glaubens zu
öffnen.
72. Habt den festen Willen, zum Vater zu gehen, bei Ihm zu
sein, seine Wohnung zu betreten, und ihr werdet verwundert sein,
und später werdet ihr dann auch Wunder vollbringen, wenn ihr in
eurem Leben Meine Liebe und Vergebung ausübt.
Mein Friede sei mit euch!

Beliebte Posts aus diesem Blog

BWL - Band IV - Unterweisung 109

BWL - Band 6 - Unterweisung 161