BWL - Band 6 - Unterweisung 147


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 147:
1. Ich empfange mein Volk, euch, die ihr im Verlangen nach der
Güte meines Wortes herbeikommt, um die Kümmernisse des Lebens
zu lindern. Ich lasse euch die Zärtlichkeit zuteil werden, die mein
göttliches Herz birgt, und segne euch.
2. Jetzt ist die Zeit, in der Ich in dieser Form mein Wort der
Wahrheit auf diesem Planeten übergebe — einem Tal der
Schmerzen, in welchem du, o Menschheit, leidest.
3. Über deinem schweren Traum und deiner Trübsal, die du
durchlebst, erscheint ein weiteres Mal mein Gesetz, das dich
erwecken, die Erde erleuchten will, gemäß meiner in der Zweiten
Zeit gegebenen Verheißung.
4. Es steht geschrieben, dass mein Licht auf der Welt erstrahlen,
alle Seelen sich bekehren, Kinder und Greise weissagen und Frauen
und Männer geistige Gesichte haben werden, wenn die Menschen
einen großen Grad an Verderbtheit erreicht haben.
5. Erkennt, dass ihr bereits in jenen Zeiten seid, in denen sich
die Sünde Sodoms und Gomorrhas ausgebreitet hat, in denen die
Eltern die Kinder verkennen und diese sich gegen die Eltern
erheben. Gerade dann erleuchtet euch mein Licht gleich einem
erhabenen Leuchtturm der Hoffnung als strahlende Sonne der
Zukunft.
6. Ich habe euch versprochen, dass mein Strahl herabkommen
und meine göttlichen Gedanken zu Worten würden, um euch in
eurer Trübsal und Verlassenheit zu trösten und zu stärken, wenn drei
von euch im Namen des Vaters zusammenkommen. Denn Ich bin
das göttliche "Wort", das die Menschheit geliebt hat und liebt, vor
und nach dem Kreuzestod.
7. Die Welt ist erschüttert, weil ihr Denken krank ist und die
Menschen in ihrer Verstörtheit nicht wissen, ob Ich der Meister bin
oder nicht. Die Menschen haben immer wieder das Gleichgewicht
zwischen Gerechtigkeit und Wahrheit verloren; sie haben sich
Extremen zugewandt. In vergangenen Zeiten habt ihr Gott in allerlei
materiellen Formen angebetet, die vor euren Augen waren: in den
Sternen, in den Elementen und in den mit euren Händen gemachten
Götzenbildern. Heute fühlt sich der Mensch groß, erhöht seine
Persönlichkeit und schämt sich, "Gott" zu sagen. Er gibt ihm andere
Namen, um seinen Dünkel nicht zu kompromittieren, um nicht vom
Sockel seiner gesellschaftlichen Stellung herabzufallen. Daher
nennen sie mich: Kosmische Intelligenz, Architekt des Universums.
Aber Ich habe euch gelehrt, zu mir zu sagen: "Unser Vater", "mein
Vater", so wie Ich es euch in der Zweiten Zeit lehrte. Warum
glauben die Menschen ihre Persönlichkeit zu erniedrigen oder zu
mindern, wenn sie mich "Vater" nennen?
8. Der Meister fragt euch, o geliebte Jünger: Was ist euer auf
dieser Welt? — Alles, was ihr besitzt, hat euch der Vater gegeben,
damit ihr euch desselben auf eurem Gang über die Erde bedient,
solange euer Herz schlägt. Da euer Geist meiner Göttlichkeit
entstammt, da er ein Hauch des Himmlischen Vaters ist, da er die
Inkarnation eines Atoms meines Geistes ist, da auch euer Körper
nach meinen Gesetzen gestaltet wurde und Ich ihn euch als
Werkzeug eures Geistes anvertraute, gehört euch nichts, vielgeliebte
Kinder. Alles Geschaffene gehört dem Vater, und er hat euch
vorübergehend zu Besitzern desselben gemacht. Erinnert euch, dass
euer materielles Leben nur ein Schritt in der Ewigkeit ist, es ist ein
Lichtstrahl in der Unendlichkeit, und daher müsst ihr auf das
achtgeben, was ewig ist, was niemals stirbt, und das ist der Geist.
9. Bedenkt, alle Schönheiten dieser Welt sind dazu bestimmt zu
verschwinden, um irgendwann anderen Platz zu machen. Doch euer
Geist wird weiterhin ewig leben und den Vater in all seiner
Herrlichkeit schauen — den Vater, aus dessen Schoße ihr stammt.
Alles Geschaffene muss zu dem Ort zurückkehren, von dem es
ausging.
10. Die Liebe Gottes ist unendlich, und je mehr ihr sie
verkleinern wollt, desto größer wird sie sich vor euch erheben, und
desto eindringlicher wird sie sich auf eurem Wege offenbaren. Ihr
habt ihn vermenschlichen wollen, indem ihr ihn in verschiedenen
Gestaltungen suchtet, und habt ihn in der Enge eines von
Menschenhänden gemachten Heiligtums aus Stein angebetet. Aber
Ich sage euch: Sucht nicht nach einem so kleinen Gott. Sucht ihn in
der Größe seines Heiligen Geistes — erhaben, göttlich,
majestätisch, als Eigentümer all dessen, was war, was ist und was
sein wird.
11. Wenn ihr euch in Gedanken noch fragt, ob es möglich ist,
dass der Lichtstrahl Jesu von Nazareth diese sündige Welt derzeit
durch sein Wort erleuchtet, so fragt diese Stimme euch: Wann soll
denn der Arzt kommen, wenn nicht dann, wenn der Patient
gefährlich erkrankt ist? Heute wälzt sich die Welt in ihrem tiefen
Schmerze umher, in den Seelen ist Agonie und Todesröcheln. Daher
ist es der rechte Zeitpunkt, den der Vater gewählt hat, um die Seelen
in Erfüllung der Prophetien durch diese Botschaft des Friedens und
der Liebe zu erleuchten und zu erheben.
12. Der Mensch hat seinen Schöpfer vergessen und wollte nur
für die Materie leben. Heute kommt der Meister und sagt euch:
Lernt, von den Fähigkeiten eures Geistes Gebrauch zu machen,
damit der Herr der Welt und der Atome, der Herrlichkeiten der
Unendlichkeit und des überhaupt nicht mehr Wahrnehmbaren auch
der Herr eurer Gedanken sei, damit er in eurer Lichtheimat erstrahlt
und widerstrahlt, und jenes Licht euch wie alle Sterne umhüllt und
erhellt.
13. Fragt euch nicht länger, warum Ich bei euch bin. Lasst
meinen göttlichen Geist für alle Geschöpfe vor Liebe beben. Nähert
euch diesem geistigen Festmahl, das Ich euch derzeit beschere, dem
Tische, an dem die Zärtlichkeit meiner Worte euch einlädt, mit
festem Schritt auf dem Weg zum wahren Lichte aufwärtszusteigen.
Beeilt euch, meine Kinder, denn Ich werde euch dies Vermächtnis in
nur kurzen Augenblicken (der Kundgabe) übergeben.
14. Ich vernehme die Klage des Sterbenden und die der Mutter
in Augenblicken der Trauer und der Angst. Mein Geist, der an jedem
Orte ist, innerhalb und außerhalb menschlichen Seins, antwortet
ihnen: Fürchtet euch nicht, Ich vernehme euer Flehen, hier bin Ich!
15. Geliebte Jünger der Dritten Zeit, Ich lade euch ein, mit mir
zu leuchten, das Licht der Welt und meine Mitarbeiter bei dieser
göttlichen Aufgabe zu sein, das Saatfeld mit Vergeistigung, mit
Erbarmen, mit Barmherzigkeit, mit Liebe zu bestellen, wie Ich es
euch gelehrt habe. Bewässert diese Saat mit Tränen des Mitgefühls,
die ihr vergießt, wenn ihr den Schmerz eures Nächsten fühlt, auch
mit Tränen der Reue. Sie erfreuen meine Göttlichkeit und besitzen
die erhabene Macht tiefer Reue und des Glaubens. Ich verlange
nicht, dass ihr es mit dem Blut eurer Adern tut, denn dies hat keinen
Wert für mich.
16. Der Mensch in seiner Blindheit sucht mich auf Irrwegen,
und wenn er meine Göttlichkeit nicht vermenschlicht, so vergöttlicht
er sein Menschsein. Darum sagt ihm meine Stimme: Es ist an
der Zeit, dass du mich vernimmst und mich im tiefsten Herzensgrunde
spürst. Denkt daran, dass meine Liebe bei euren Trübsalen
und euren Freuden immer gegenwärtig ist. Aber wenn euer Herz mir
sagen will: "Ich habe Dich gefühlt", so bringt ihr es zum Schweigen.
Wenn euer Geist sich zu mir erheben will, haltet ihr ihn mit den
schweren Ketten eurer Erdgebundenheit zurück.
17. Verzweifelt nicht in den Prüfungen. Tragt euer Kreuz mit
Ergebung, wie Ich es euch zu tragen gelehrt habe. Habt Glauben und
denkt daran, dass nichts von mir unbemerkt bleibt, und dass alles
Existierende gezählt ist, selbst das letzte Sandkorn des Meeres und
selbst der fernste Stern. Auch meine Worte in der Bergpredigt
wurden mitgezählt, die Hammerschläge, die meine Hände und Füße
durchbohrten, als Ich ans Marterholz genagelt wurde; die Dornen
der Krone, die die Menschheit auf meine göttlichen Schläfen
drückte, und meine letzten Worte am Kreuz.
18. Fühlt euch nie allein gelassen und vergreift euch nicht an
eurem Leben, denn eure Tage sind gleichfalls vom Vater gezählt.
19. Vergesst für einen Augenblick eure Leiden und seid barmherzig,
mitfühlend und liebevoll, damit ihr die Macht und die Liebe
des Vaters durch euch selbst zum Ausdruck bringen könnt.
20. Wenn ihr euch zu klein gefühlt habt, als dass Gott sich mit
euch befassen sollte, so sage Ich euch: Ihr denkt so infolge eurer
Selbstsucht, die euch die Größe eures Vaters nicht begreifen lässt.
Erinnert euch all dessen, was eure irdischen Eltern tun, um eure
Schritte zu leiten, solange ihr klein seid, und wie sie wachen, um
euch zu behüten. Doch die Liebe aller Väter und aller Mütter der
Erde zusammen ist nur ein schwacher Abglanz der Liebe Gottes zu
euch. Begreift, wie sehr euch euer Himmlischer Vater lieben musste,
um in diese Welt zu kommen und zu leiden, um euch den wahren
Weg zu lehren und euch das ewige Leben zu geben. Ihr seid das
kostbarste Wesen, das erhabene Werk seiner Schöpfung. Obwohl ihr
Atome seid, seid ihr in seinen Augen groß. In euch ist sein Reich
verkörpert und das Universum versinnbildlicht. Ihr könnt in euch
einen Himmel und eine leuchtende Sonne entdecken, aber ihr habt
es nicht verstanden, euch selbst zu erkennen, weshalb Ich euch
heute sage: Erfasst mein Wort, lasst mich euren inneren Himmel
erhellen und in euch leben. Lasst meine Werke in euren Herzen
erblühen und Frucht tragen, damit euer Vater verherrlicht werde und
er seinen göttlichen Plan, alle Seelen zu retten, vollbringt.
21. Die Menschheit sagt mir in ihrem Materialismus: "Ist es
denn sicher, dass das Reich des Geistes existiert?" Doch Ich
antworte euch: O ihr Ungläubigen, ihr seid der Thomas der Dritten
Zeit. Erbarmen fühlen, Mitleid, Zärtlichkeit, Güte, Hochherzigkeit
sind keine Eigenschaften der Materie, so wenig wie es die
Gnadengaben sind, die ihr verborgen in euch tragt. All jene Gefühle,
die euch in Herz und Verstand geprägt sind, all jene Fähigkeiten
gehören dem Geiste an, und ihr dürft ihn nicht verleugnen. Das
"Fleisch" ist nur ein begrenztes Werkzeug, doch der Geist ist dies
nicht: er ist groß, weil er ein Atom Gottes ist.
22. Sucht den Sitz des Geistes im Kern eures Wesens und die
große Weisheit in der Herrlichkeit der Liebe.
23. Lernt von mir, damit ihr gute Sämänner auf den Feldern der
Liebe werdet. Gerade in der Zeit, in der die Menschen sich nicht
untereinander lieben und sich nicht der Stunde bewusst sind, in der
sie leben, bin Ich zu euch gekommen in Erfüllung meiner Verheißung.
24. Ich unterrichte euch aufs neue und erwecke eure schlum-
mernden Gefühle und Fähigkeiten, damit ihr alles Gute, das in euch
ist, in den Dienst meines göttlichen Gesetzes stellt.
25. Das Ende meiner Kundgabe rückt schon näher, und ihr sollt
bis zu diesem Zeitpunkt wirkliche Vergeistigung und Erkenntnis
meiner Lehre erlangen.
26. Die Kundgebungen, die ihr derzeit erlebt, werdet ihr nicht
noch einmal miterleben. Sie sind nur die Vorbereitung für meine
direkte geistige Verbindung mit euch gewesen.
27. Wann immer sich euer Geist zu mir erhebt, werdet ihr meine
Gegenwart wirklich fühlen.
28. Es ist schon an der Zeit, dass mein Werk mehr bekannt sein
müsste. Aber eure Furchtsamkeit hat dies nicht zugelassen. Ihr
fürchtet euch oft davor, zu sprechen. Doch nach 1950 wird mein
Werk weltweit bekannt und verstanden werden.
29. Bei meinem Wirken als Lehrmeister in dieser Zeit bin Ich
von der geistigen Welt unterstützt worden, welche unter diesem Volk
ein Beispiel von Brüderlichkeit, Erhebung und Erfüllung hinterlassen
hat. Nun müsst ihr ebenso handeln.
30. Mein Wort hat gegen euren religiösen Fanatismus gekämpft.
Liebevoll habe Ich euch dann überzeugt, dass euer Geist bei der
Entwicklung, die er erreicht hat, auf jeden äußerlichen Kult und jede
rituelle Form verzichten kann.
31. Ich wollte euch als Geschwister vereint zurücklassen, denn
die Zeit des Kampfes rückt näher, und Ich will, dass ihr Festigkeit
im Geiste und moralische Stärke erlangt.
32. Bedenkt, dass ihr auf eurem Wege Bilder des Elends, des
Schmerzes antrefft. Ihr begegnet den lebendig Toten und den von
der Finsternis Besessenen. Ihr werdet jene erblicken, die versteinerte
Herzen haben und die als Opfer ihrer Leidenschaften gefallen sind.
33. Ich sage euch schon jetzt: Fürchtet nicht, zu ihnen zu gehen.
Wenn ihr Körper an Krankheiten leidet, die für euch abstoßend oder
ansteckend sind, so fürchtet keine Ansteckung noch die Krankheiten
der Seele. Vergesst nicht und zweifelt nicht daran, dass ihr durch
meine Gnade geschützt seid, damit auch dies ein weiteres Zeugnis
für die Ungläubigen ist. Sucht die Kranken und Bedürftigen auf und
führt sie durch eure Erhebung, eure Ratschläge und Gebete dem
Arzt der Ärzte zu. Wenn ihr also tut, werdet ihr die Gaben, die Ich
euch anvertraut habe, zur Anwendung bringen.
34. Noch müsst ihr viel mit euch ringen, um die Entfaltung und
Entwicklung eurer Seele zu erreichen. Ihr müsst euren Willen, mir
in euren Nächsten zu dienen, vermehren.
35. Vereinigt die Ergebnisse eures Studiums und eure Auslegung
meines Wortes, damit eure (Art der) Verehrung Gottes und
eure Werke bei allen gleich sind.
36. Wenn die Menschen an euch herantreten und euch fragen,
worauf eure Vorstellungswelt gründet, so sollt ihr ihnen durch eure
Werke, Worte und Schriften diese Seite der göttlichen Liebe zeigen.
37. Diese Aufgabe ist den Jüngern des Heiligen Geistes anvertraut.
Arbeitet, und ihr werdet eure Bemühungen gekrönt sehen.
38. Ich sehe in eurem Geiste das Verlangen, das Jenseits
kennenzulernen. Ihr begnügt euch nicht mehr nur damit zu leben
und euch mit dem zu befassen, was zu dieser Welt gehört. Der
Schmerz, die Tränen, die Prüfungen haben euch enttäuscht, vom
Materiellen gelöst und auf den Weg zur geistigen Aufwärtsentwicklung
gebracht.
39. Schwingt euch auf den Flügeln des Gebetes in die Regionen
des Geistes, damit ihr euch dort mit Frieden und Licht sättigt.
40. Gebt meinen Unterweisungen ihren wahren Sinn, ohne zu
vergessen, dass die Menschen, derer Ich mich bediene, um zu euch
zu sprechen, nur Werkzeuge meines Willens sind.
41. Ihr befindet euch vor dem Altar der Weisheit, zu dessen
Hütern und Verantwortlichen Ich euch einsetze. Wachet, auf dass er
nicht entweiht werde, aber hütet euch davor, in Frömmelei zu
geraten; denn Ich habe viele gesehen, die wie weiße Grabmäler sind,
die äußerlich ihr reines Weiß zeigen und in ihrem Innern nur Moder
bergen.
42. Ihr, die ihr auf meinem Felde arbeitet, sollt mein Wort gleich
einem Samen bei euch tragen und ihn säen und pflegen, wie Ich es
euch gelehrt habe. Ihr sollt die Nachfolger meiner Jünger der
Zweiten Zeit sein und mein Evangelium in den verschiedenen
Nationen predigen.
43. Wie sehr werdet ihr darum ringen müssen, das harte
Menschenherz zu erweichen, und wie müsst ihr den Prüfungen
standhalten, um Glauben zu finden! Nur der Glaube und die
Beharrlichkeit in meiner Unterweisung werden euch zum Siege
führen. Wenn ihr schwach werdet, habt ihr diese Gelegenheit, euch
zu retten, versäumt und werdet in eurem Geiste den Schmerz tragen,
dem Einfluss der Ungläubigen erlegen zu sein.
44. Ihr seid gehorsam dem Rufe gefolgt, den Ich an euch
ergehen ließ, zu mir zu kommen und kommt hier (seelisch) krank,
entblößt und hungrig an. Ihr habt mich aufgesucht, ohne zu wissen,
welches die beste Art ist, euch vor eurem Vater zu zeigen. Doch Ich
sage euch: Kommt als Jünger, meine Kinder, und bleibt bei mir.
45. Schon bevor ihr eure Bitte vorbringt, weiß Ich, um was ihr
mich bitten wollt, was euch fehlt; doch Ich gewähre euch nur das,
was zu eurem Wohle ist, denn ihr selbst wisst nicht, was euch
zuträglich ist. Wenn ihr mir vertraut und mit meinem Willen
einverstanden seid, werde Ich euch geben, was euch fehlt, und euer
Herz wird euch sagen, dass das Empfangene das Richtige ist, was
ihr nötig habt, und dann werdet ihr mir das Recht zugestehen, euer
Schicksal zu regieren.
46. Ich verlange von euch keine Bezahlung für meine
Wohltaten. Ich liebe euch und erfülle nur meine Pflicht als Vater.
Wenn euch dagegen die Welt eine Gunst gewährt, so tut sie es nicht,
um eure Pein zu lindern, sondern um Bewunderung, um Lob auf
sich zu lenken, und diese demütigende Wohltätigkeit ist nicht
verdienstvoll. Ich habe euch die unauffällige Liebestätigkeit gelehrt,
die mitfühlenden Werke, die den, der sie tut, und den, der sie
empfängt, ehren — jene Werke, die nur die beiden Herzen angeht,
und die zu lindern und zu trösten suchen und als einzigen Zeugen
meine Göttlichkeit haben.
47. Ihr alle, die ihr mir nachfolgt, sollt eure Hoffnung auf
Rettung und auf Lohn für eure Mühsale im zukünftigen Leben
suchen. Dann werdet ihr voll Vertrauen geduldig in den Prüfungen
sein, einverstanden mit eurer Wiedergutmachung, und mehr noch,
ihr werdet glücklich sein, weil ihr alte Schuld bezahlen, Fehler
wiedergutmachen und euch von schweren Vergehen frei machen
könnt.
48. In diesem Augenblick fühlt ihr euch emporgehoben, weil ihr
euch an meinen Worten labt. Ihr habt keine Geheimnisse vor mir,
ladet mich ein, in eurem Herzen einzukehren, damit Ich alles
kennenlerne, was in seinem Innern ist; und Ich lasse in ihm, wie in
einer verschmachtenden Blume, mein Wort der Liebe, welches
belebender Tau ist. So, wie ihr euch heute vorbereitet habt, sollt ihr
es immer tun. Bewahrt meine Unterweisungen in eurem Gedächtnis
und ergründet sie, um dann danach zu handeln.
49. Glaubt nicht, dass ihr euch erniedrigt, wenn ihr anderen
dient, und dass eure Persönlichkeit schwächer wird. Ich habe euch
schon gesagt, dass es besser für euch ist zu geben, als zu empfangen,
und wenn ihr einen Teil eures (geistigen) Erbes weitergebt, ihr
Werke von wahrem Wert für eure Seele ansammeln werdet. Was Ich
euch gegeben habe, gehört nicht nur euch. Ich habe euch zu
Treuhändern eines großen Reichtums an Geistesgaben gemacht, die
ihr euren Mitmenschen zukommen lassen sollt.
50. Diese Stimme, die ihr gerade hört, ist dieselbe, die die
ersten Bewohner der Erde hörten, dieselbe, die das Volk Israel in
seinen Anfängen vernahm und welche Moses erzittern ließ. Erkennt
ihr sie nicht an ihrer Wesensart?
51. Wenn ihr so weit seid, mit mir von Geist zu Geist Zwiesprache
zu halten, werden jene Worte der Propheten in Erfüllung
gehen, die aussagten: "Die Männer und die Frauen werden in ein
geistiges Leben eintreten, das bis zu jener Zeit unbekannt war, ihre
Augen werden über das Irdische hinausblicken, und alles wird sich
wandeln." Ihr gehört zu den Berufenen, die den Beginn eines neuen
Zeitalters erleben, das die Menschheit dahin führt, das wahre Ziel zu
erkennen, für das sie geschaffen wurde. In jener Zeit werde Ich von
meinen Kindern geliebt und erkannt werden, und diese werden sich
untereinander lieben. Dies ist das Ziel, das Ich dem Menschen
gewiesen habe und zu dem er hingelangen wird. Ich kündige es euch
schon jetzt an.
52. Kommt im gegenwärtigen Zeitabschnitt zum Meister der
Meister, ruht euch unter dem Laubwerk des Baumes des Lebens von
eurer irdischen Mühsal aus. Nährt euch vom Brot des ewigen
Lebens und stillt euren Durst mit dem kristallklaren Wasser, das Ich
in Strömen auf euren Geist ausgieße.
53. Ich empfange euch, um euch meine Wärme als Vater, meine
Unterweisung als Meister und den Heilbalsam als Arzt aller Ärzte
zu geben. Alles werdet ihr in mir finden, und ihr werdet keinen
Grund zum Klagen haben, denn Ich lasse euch nicht im Stich. Wie
ein Dieb nähere Ich mich eurem Herzen auf Zehenspitzen und
erquicke mich im stillen daran, wenn Ich euch zubereitet finde.
Wenn ihr über mein Werk nachsinnt, lehre Ich euren Geist, in eurem
Gebet mit meiner Göttlichkeit Zwiesprache zu halten. Dann
offenbare Ich euch die Wahrheit und gebe euch alles, was ihr auf
eurem Wege benötigt.
54. Es werden schwierige Zeiten für euch und auch für die
Menschheit kommen, Zeiten großen Unheils, und wenn ihr dann
nicht zugerüstet seid, werdet ihr in eurem Glauben und im Vertrauen
auf das, was Ich euch derzeit sage, schwach werden. In der Zukunft
werdet ihr meine Prophetien erfüllt sehen. Bedenkt, dass Ich euch
nicht betrüge. Ich bestärke euch in euren guten Vorsätzen und sage
euch: Geht diesen Weg. Doch wenn euch ein schlechter Gedanke
kommt, sage Ich euch: Bleibt diesem Wege fern. Tut dies und unterlasst
jenes. Ich zeige euch den besten Weg und sage euch: Esst von
dieser Frucht und versagt euch die andere, denn diese ist gut und die
andere vergiftet euch.
55. Warum entflammt also euer Glaube an meine Göttlichkeit
nicht stärker? Warum lasst ihr euch nicht von meinem Worte leiten?
Findet ihr etwa Bosheit an ihm und eine schlechte Wegweisung für
euch? — Nein, sagt ihr mir in euren Herzen. In Wahrheit ist es euer
Geist, der zu mir spricht, der sich zu mir bekennt, sich mit meiner
Stärke gürtet und sich an meiner Weisheit sättigt, denn er weiß
wohl, wer der ist, der ihn lehrt und ihm gebietet.
56. Ich wende mich an euren Geist, er ist es, den Ich gerufen
habe, denn meine Stimme wird geistig im ganzen Universum
vernommen und ruft jeden Geist. Denn nun ist die Zeit da, in der ihr
alle euch an die geistigen Lehren erinnern müsst, die im Herzen des
Menschen in Vergessenheit geraten sind.
57. Es ist mein Wille gewesen, das Licht des Heiligen Geistes in
Strömen auszugießen, damit die Welt mit voller Klarheit den Weg
erkennt, der zur Vergeistigung führt, zum weiteren Aufstieg und
Fortschritt für diese Menschheit — ein Weg, den Ich allen, ohne
irgendwelche Unterschiede zu machen, zeige, ein Weg, auf welchem
keine weltlichen Vergnügungen sind, noch Materialismus, ein Weg
ohne niedere Leidenschaften, ohne materielle Konflikte, und der nur
zu einem göttlichen Ziele führt, einem geistigen Ziel.
58. Doch wer sind die, die auf diesem Wege wandeln werden?
Es wird jener sein, der sich vom Materialismus freimachen will,
jener, der den Weg der geistigen Pflichterfüllung gehen will, jener,
der mein Diener, mein Kamerad sein will. Denn Ich habe
Ländereien, und zu diesen werden alle gelangen, die den Menschen
dienen wollen, weil sie, wenn sie den Menschen dienen, mir dienen.
59. Begreift meine Inspiration und mein göttliches Verlangen,
damit ihr euch Schritt für Schritt zubereitet und in der Lage seid, das
zu empfangen, was Ich einem jeden von euch in dieser Dritten Zeit
zu geben habe. Denn Ich vergebe derzeit große Aufträge, vermache
den Geistern ihr Erbe und wirke auf deren Körper ein, damit sich
Geist und Materie gemeinsam erheben in Erfüllung ihrer Mission.
60. Ich mache euch zum Hort der Stärke unter den Nationen in
der Welt. Durch euch werde Ich Botschaften zu den Mühseligen
senden, werde Ich den entfesselten Naturgewalten Einhalt gebieten.
Durch einen meiner Diener, der in seinem Geiste das dreieckige
Symbol meiner Göttlichkeit aufweist und der sich in seinem Gebet
gläubig emporschwingt, werde Ich das Chaos aufhalten, das die
Menschheit umfängt.
61. Ich werde euch weiterhin vorbereiten und euch das Licht
übergeben, damit ihr meine Unterweisung verstehen lernt und auf
diese Weise nach und nach zur Höhe geistiger Erkenntnis gelangt.
Ich werde euch die Essenz meines Wortes, meine Weisheit anvertrauen,
damit ihr morgen die großen Deuter meines Wortes werdet.
62. Ich beseitige eure Irrtümer, eure Unwissenheit, eure geistige
Zurückgebliebenheit. Ich gebe euch eine neue Gelegenheit, mir
durch Erkenntnis, durch das Licht der Überzeugung näherzukommen,
und so werdet ihr dann euch selbst und mein Werk
verteidigen können. Mein Gesetz, das Ich euch in drei Zeitabschnitten
gegeben habe, sollt ihr jetzt nicht mehr verheimlichen.
Dies Gesetz soll den Menschen in all seiner Lauterkeit, Wahrheit
und Weisheit gegeben werden, denn jeder, der das Gesetz erfüllt,
wird sich in kurzer Zeit erneuern. Das (neue) Volk Israel wird durch
dasselbe zugerüstet werden und wird das Volk sein, das jeden, der
sich auf seinem Weg befindet, darin unterweist, sich zu läutern.
63. Geliebtes Volk, Ich habe mich immer in meiner Macht, in
meinem Licht und in meiner Weisheit offenbart, und wenn die
Menschen mich nicht so gesehen haben, wie Ich bin, so deshalb,
weil sie nicht über meine Größe nachgedacht, noch sie geschaut
haben. Sie sind darüber nur in Verwirrung geraten, ihr Verstand war
getrübt, und sie finden keine Lösung für ihre widersprüchlichen
Vorstellungen. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem mich alle
fühlen und schauen werden — im Göttlichen, im Reinen, im
Unsichtbaren, im Geistigen.
64. Erwerbt Verdienste durch Werke, die euch emporheben und
euch vor mir würdig machen, denn gemäß eurer Zurüstung werdet
ihr dem Vater näherkommen.
65. Deshalb sage Ich, dass ihr euch vorbereiten sollt, denn ihr
müsst zum Vater kommen, und Ich will nicht, dass ihr mit den
Schandflecken eurer Sünde erscheint.
66. Ich übergebe euch die Waffe der Liebe. Mit dieser Waffe
werdet ihr alle Hindernisse besiegen können, werdet ihr jeden
Irrtum beseitigen können, den Hass und das Übelwollen. Mit der
Liebe werdet ihr große Werke vollbringen können. Ergreift diese
Waffe, denn sie ist es, mit der Ich die Menschen leite, es ist die
Waffe, mit der Ich in dieser Dritten Zeit kämpfe, und mit ihr sollt ihr
nach meinem Willen bewunderungswürdige Werke unter euren
Mitmenschen tun.
67. Volk, höre auf mich und folge mir nach, beseitige mit der
Kraft, die Ich dir gegeben habe, alles, was sich deinem Schritt
entgegenstellt, dann wirst du am Ende deiner Reise der Sieger sein,
der Streiter sein, der in der Schlacht triumphiert. Denn wenn du
auch jetzt noch nicht in der großen Auseinandersetzung stehst, so
wirst du es morgen gewiss sein, und dann sollst du im Begreifen der
dir anvertrauten Mission und in voller Kenntnis deiner Verantwortung
aufbrechen und alle wachrütteln, sollst die Frohe
Botschaft meiner Unterweisung weitergeben, die den Herzen der
Menschen Mut gibt, damit sie sich erheben und euch auf eurem
Wege folgen.
68. Ich lehre euch derzeit, wie man kämpft und wie man den
Sieg erringt, damit ihr euren Mitmenschen dies Vorbild bringt.
69. Ihr befindet euch unter dem schützenden Blätterdach des
Baumes und esst von den köstlichsten Speisen, die euch kein
Mensch anbieten könnte. Der Meister jedoch kann sie euch geben,
denn Ich habe den Tisch gedeckt und die Früchte zubereitet, und
Elias hat euch versammelt, damit ihr euch sättigen könnt, zur
Erquickung und Ernährung eures Geistes und zur Stärkung eures
Körpers.
70. Ich bin erneut als der große Streiter gekommen und streite
für die Rettung meines Volkes. Ich bin in der tiefsten Finsternis
erschienen, um diese durch das Licht meines Heiligen Geistes zu
zerstreuen, damit mein Volk mich in all meiner Herrlichkeit, in all
meiner Macht schauen kann.
71. Ich habe schon in der Zweiten Zeit im Gleichnis und im
Sinnbild zu euch gesprochen, und nun ist es mein Wille gewesen,
den Sinngehalt meines Wortes irdisch fassbarer zu machen, damit
ihr mich alle verstehen könnt. Denn Ich habe euch gesagt, dass mich
in dieser Zeit jedes sündige und nicht sündige Auge schauen wird.
Nun werden große Menschenmassen mein Wort vernehmen, sich an
meinen Wundern erfreuen, und ihre Verstandesorgane werden meine
Lehren vollkommen zu erfassen verstehen. Ich erleuchte den
Verstand der Ungebildeten, damit sie mein Wort ergründen. Daher
reinige Ich euch von allem, was euch verwirren könnte, damit ihr
mit eurem freien und durch mein Licht geschulten Verstand euch die
Essenz meines Wortes zu eigen macht und sie überall
bekanntmachen könnt, wie es mein Wille ist.
72. Die Wissenschaftler haben mit ihren Lehrgebäuden gemäß
ihrem freien Willen viele Wege geschaffen, um ihren Geist zu mir
hinzuführen. Doch Ich sage euch, Ich habe den Menschen all dies
erlaubt, damit — nachdem sie mich in ihrem Materialismus gesucht
haben — sie innehalten und über das Geistige nachdenken; denn sie
haben vergessen, dass sie einen Geist haben, der Teil meines Geistes
ist.
73. Ich bekämpfe die Verwirrung und den Irrtum, dem die
Menschheit erlegen ist, indem sie nur noch der Materie vertraute
und für sie lebte. Darum bin Ich in aller Demut in dieser Dritten Zeit
erschienen, um mit euch zusammenzuleben — jetzt nicht mehr
körperlich, sondern geistig, damit ihr mir ähnlich werdet und euren
Geist immer mehr erweckt, und sich in ihm die Gaben entfalten, die
er besitzt, und sie sich durch den Körper offenbaren. Denn Ich will
ein starkes Volk haben, auf das Ich mein ganzes Vertrauen setze,
dem Ich die großen Missionen, die großen Aufträge anvertraue —
ein Volk, das nicht bei der ersten Prüfung schwach wird, noch vor
dem Eindringling zurückschreckt; das den Feind als einen im Werke
des Herrn unerfahrenen und unwissenden Bruder betrachtet, so dass
es sich ihm ohne Furcht nähert und ihn mit uneingeschränkter Liebe
und Hilfsbereitschaft lehrt, ihn ermahnt, ihn führt und zu seinem
Geist, zu seinem Herzen spricht.
74. Mein Kampf ist groß, denn Ich will ein Volk sehen, das sich
für seine Handlungen verantwortlich fühlt, ein aktives Volk, in
welchem sich die guten Werke, die Liebe, die Demut, die Anerkennung
meiner Göttlichkeit, das Verständnis für das Trinitarisch-
Marianische Geistwerk widerspiegeln. Ein Volk, das nur die Waffen
der Liebe, der Barmherzigkeit und des Lichtes ergreift. So will Ich
mein Volk sehen, so will Ich es zugerüstet zurücklassen für die Zeit
nach der Beendigung meiner Kundgabe durch das menschliche
Verstandesorgan im Jahre 1950 — ein Datum, das von meiner
Göttlichkeit bestimmt ist; und da mein Wort nicht zurückgenommen
werden kann, werde Ich zu diesem Zeitpunkt meine Kundgabe
durch den menschlichen Verstand beenden.
75. Ihr sollt diese Bestimmung nicht missachten, noch
versuchen, meinen Strahl unter euch und meine geistige Welt bei
euch zu behalten. Denn wehe, wehe euch, wenn ihr dies tun solltet!
Denn es wird dann nicht mein Geist sein, es wird nicht mein Strahl
sein, der euch erleuchtet. Nach 1950 werde Ich mich jedem
mitteilen, der sich geistig zu bereiten versteht, jedem, der sich
vergeistigt, damit er mit mir von Geist zu Geist Zwiesprache halten
kann. Denn dann wird meine Inspiration von allen empfangen
werden, nicht nur von denen, die Ich Fußschemel genannt habe —
nein, meine Inspiration wird in ihrer Wahrheit und in ihrem
Wesenskern von allen übermittelt werden, weil dies mein Wille ist.
Mein Friede sei mit euch!

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