BWL - Band IV - Unterweisung 97


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IV - Unterweisung 83 - 110 
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Unterweisung 97:
1. Meine, des Meisters, Liebe und der mütterliche Heilbalsam
Marias senken sich auf eure Wunden. Die Mutter ist immer bei Mir,
um ihre zartfühlende Unterweisung mit der Lehre zu vereinen, die
Ich euch gebe, und sie breitet ihren schützenden Mantel über diese
Menschheit aus, die ferne dem Pfade wandelt, den Ich mit Meinem
Vorbild am Kreuze vorzeichnete.
2. Mit wie viel Liebe komme Ich zu euch zurück, nachdem Ich
in der Zweiten Zeit gekreuzigt und verworfen worden bin. Ich
komme als Vater, als Bruder, als Meister, als Freund.
3. Jetzt seid ihr es, die weinen, denn bei Meinen Worten der
Vergebung erzittert euer Geist. Doch dies Weinen läutert euch und
leitet euch zu dem Pfade, den ihr morgen als Meine Jünger zu
durchlaufen haben werdet.
4. Wahrlich, Ich sage euch, es sind nur wenige, die Mich in
dieser Zeit gehört haben und dabei nicht empfunden haben, dass ihr
Herz bewegt ist. Während daher einige sich voll Ergebung und
Selbstlosigkeit Meinem Dienste widmen, hören andere Mir
weiterhin zu in der Erwartung, dass Ich ihnen ihre Aufgabe zuweise.
Die einen segnen Meinen Namen selbst in den härtesten Prüfungen;
andere wenden sich nur an Mich, wenn sie Meiner bedürfen. Doch
Ich behandle sie alle als vielgeliebte Jünger. Manche nutzen Meine
Unterweisungen bis zur letzten, da sie die Bedeutung dieser
Botschaft erfassen. Diese werden die Starken sein, wenn Mein Wort
einmal nicht mehr in dieser Form zu hören ist. Es gibt auch solche,
für die Meine Kundgabe keine größere Bedeutung gehabt hat und
die sich damit begnügen, Mir zuzuhören, und aus diesem Grunde
lassen sie den Sinngehalt Meiner Unterweisung achtlos an sich
vorübergehen. Diese werden zu jenen gehören, die sich morgen nach
Meinen Gnadengaben in dieser Zeit sehnen werden und unter
welchen jene auftreten werden, die Meine Kundgebungen zu neuem
Leben zu erwecken versuchen und dabei vergessen, dass die Zeit,
die Ich für Meine Offenbarungen festgesetzt habe, immer eine
zeitliche Begrenzung hatte.
5. Ich sage euch, dass selbst göttliche Unterweisungen ein Ende
haben. Schied nicht Moses von hinnen, sobald er seinem Volke
Mein Gesetz offenbart hatte? Erinnert ihr euch nicht, dass Ich in
Jesus inmitten von Menschen gen Himmel fuhr, als Ich Meine
Mission als Meister und Erlöser abgeschlossen hatte, nachdem Ich
euch gesagt hatte: "Alles ist vollbracht"? Ebenso ist es in dieser
Zeit: Wenn Meine Offenbarung übermittelt sein wird und die
zubereiteten Verstandesorgane aufgehört haben, Meine Botschaft
kundzutun, und wenn jene, die Ich "Goldfedern" genannt habe,
Mein Wort aufgezeichnet haben und Meine Geistige Welt ihre
Botschaft übergeben hat, dann werde Ich euch gleichfalls sagen:
"Alles ist vollbracht". Dann wird diese Stimme schweigen, und eine
neue Epoche wird vor den Jüngern in Erscheinung treten: die der
Zwiesprache von Geist zu Geist.
6. Niemand setze sich über den nach Meinem Willen festgelegten
Tag hinweg, damit dies geschehe. Seid euch daher bewusst,
dass dieser Zeitpunkt näherrückt. Esset und trinket das Brot und den
Wein des wahren Lebens, damit ihr morgen nicht Hunger und Durst
auf dem Wege erleidet.
7. Es ist die Zeit des Lichtes für dies Volk, das Ich von
verschiedenen Orten der Erde herbeirufe. Unter den Menschen
entdecke Ich jene, die Mir nachfolgen werden. Einige haben
Schulden bei Mir, andern wurde ihr Erbe verheißen. Es sind Seelen,
die Ich gesandt habe, um auf Erden zu wohnen, sodass sie im
Fleische als Mann oder auch als Frau inkarnierten, und in diesen
Augenblicken finde Ich sie im Alter von Kindern, Erwachsenen und
Greisen.
8. Ich bin auf der Suche nach den Seelen, aus denen Ich Mein
Volk bilden werde, um sie zu vereinen und ihnen neue Unterweisungen
zu geben, die sie dazu bringen, auf ihrem Entwicklungswege
einen Schritt nach vorn zu machen.
9. Jedes Mal habe Ich Mich Meinem Volke in anderer Weise
gezeigt, um seine geistige Empfindsamkeit auf die Probe zu stellen.
So prüfe Ich es in dieser Zeit, in der Ich Mich durch das
menschliche Verstandesorgan kundtue, in seinem Glauben und in
seiner Vergeistigung, wenn Ich ihm sage: "Hier bin Ich bei euch im
Geiste, wie Ich es euch verheißen habe".
10. Auch in der Zweiten Zeit stellte Ich den Glauben jener
Menschen auf die Probe, als Ich ihnen durch Jesus sagte: "Ich
komme vom Vater; doch wer den Sohn kennt, kennt den Vater".
Viele Jahrhunderte zuvor, auf dem Gipfel des Sinai, hatte Ich dem
Volke gesagt: "Ich bin Jehova, euer Gott".
11. In jedem Zeitalter habt ihr Mich erwartet, und dennoch —
wann immer Ich bei euch war, habt ihr Mich nicht erkannt wegen
eures Mangels an Zurüstung und Vergeistigung. Ich sage euch:
Welche Form auch immer Meine Gegenwart umkleidet, immer wird
sie Wahrheit und göttliche Lebensessenz enthalten.
12. Ich habe euch gesagt, dass Ich Mich unterschiedlicher
Formen bedient habe, um Mich der Welt kundzutun. Doch diese
waren keine Maske, um euch Meinen Geist zu verbergen, sondern
um Mich zu vermenschlichen, zu begrenzen und Mich so für die
Menschen hörbar und fühlbar zu machen. Jetzt sage Ich euch, dass
ihr, bevor ihr euer Urteil fällt, zuvor diese Stimme hören sollt, bis
der Augenblick eures Überzeugtseins oder eurer Erleuchtung
kommt, wenn es im Geiste licht wird.
13. Ich weiß, dass ihr die Stimmträger, durch die Ich euch Mein
Wort gebe, richtet, und dass ihr sie als unrein, sündig und unvollkommen
beurteilt. Doch Ich sage euch, dass Ich nicht Männer und
Frauen gesucht habe, die rein sein sollten, im Gegenteil, Ich suchte
Sünder, um sie durch Meine Kundgabe zu erheben. Meint ihr, dass
Menschen von lauterem Herzen, reinem Körper und Geiste
vorhanden sind, durch deren Vermittlung Ich Mich hätte kundgeben
sollen? Ich sage euch, nicht einmal unter den Kindern hätte Ich sie
gefunden!
14. Wenn Ich Mich den Menschen durch das Verstandesorgan
einiger von ihnen kundgetan habe, so geschah es, weil der Mensch
das größte Werk von allem darstellt, was Ich auf Erden verwirklicht
habe — in Anbetracht dessen, dass Ich ihn mit Geist ausstattete.
Welchen besseren Dolmetscher als ihn konnte Mein Geist finden,
um mit der Menschheit zu sprechen? Dies ist der Grund, weshalb zu
allen Zeiten der Mensch Mein bestes Mittel war, um euch Meine
göttlichen Gedanken mitzuteilen.
15. Auf diese Weise habe Ich den menschlichen Geist mit
unendlicher Liebe und Sorgfalt betreut, um ihn zu den Regionen des
Ewigen und Vollkommenen zu erheben.
16. Der Mensch wurde mitten in das Paradies Meiner
Schöpfung gestellt, damit er sich am Werke seines Vaters ergötze,
voll der Weisheit würde und als geistig Gereifter ein Teil Meines
Göttlichen Konzertes wäre. Ich machte das geliebte Kind zu einem
Fürsten auf Erden, indem Ich ihm Macht gab über die unter ihm
stehenden Wesen. Sein ganzer Weg war erhellt vom Lichte Meines
Geistes, ein Licht, das ihr Gewissen nennt.
17. Auf seinem weiten Entwicklungswege hat der Mensch
Wunder erlebt, doch er steht kaum am Beginn desselben, denn noch
muss er vieles kennenlernen. Verstehet, dass wenn Ich zu euch von
Wundern spreche, Ich nicht nur jene meine, die ihr noch auf den
Wegen der Wissenschaft entdecken werdet, sondern auch die
geistigen Offenbarungen.
18. Diese Zeit, in der ihr lebt, ist voller Überraschungen und
Erleuchtungen für euren Geist — eine Zeit, in welcher im Innersten
eures Wesens alle Fähigkeiten und Empfindungen eures Geistes
erwachen werden. Hört zu, denkt nach, steigt von Kinderschülern zu
Jüngern auf, indem ihr in dem Buche lernt, das euch Mein Wort
offenbart. Studiert die Natur und betrachtet das Universum, das
gleichfalls mit der Stimme des Meisters zu euch spricht, da Ich in
allem gegenwärtig bin. Beobachtet mit Liebe oder wenigstens mit
Interesse, und ihr werdet feststellen, dass alles den Weg zur
Wahrheit weist. Ihr wart niemals so wie heute dafür vorbereitet, zu
begreifen, dass alles von Mir zeugt und dass in allem Meine Spur ist
als unzerstörbares Siegel des Autors des Lebens.
19. Die aufs Materielle ausgerichtete Wissenschaft hat euch
viele Geheimnisse enthüllt. Erwartet jedoch niemals, dass euch eure
Wissenschaft all das offenbart, was ihr wissen müsst. Die Wissenschaft
der Menschen dieser Zeit hatte auch ihre Propheten, über die
sich die Menschen lustig machten und die sie für verrückt hielten.
Doch hernach, als sich das, was jene verkündeten, als richtig erwies,
wart ihr verblüfft.
20. Wenn auf diese Weise das Wort der Propheten der Wissenschaft
in Erfüllung ging — jener, welche die vergängliche Frucht der
menschlichen Wissenschaft voraussagten — wie wird dann erst die
Erfüllung der Prophetien der Seher Gottes sein, wenn sie euch die
Errichtung eines Reiches des Friedens ankündigen, das im Herzen
der Menschen unvergänglich sein wird?
21. Jetzt kündigen die Seher eine neue Welt an. Es sind
Propheten, die von Mir gesandt sind, auf die ihr hören sollt, und
wenn ihr vorbereitet gewesen wäret durch das Studium Meiner
Worte und Verheißungen der vergangenen Zeiten, so hätte euch
nichts von dem, was Ich euch in der Gegenwart offenbart habe, in
Erstaunen gesetzt. Aber Ich habe euch müde, krank und mit den
Dingen eures menschlichen Lebens beschäftigt angetroffen, weshalb
Ich, bevor Ich euch große Weisheitslehren offenbarte, euch heilen,
trösten und zur Besserung und Erneuerung inspirieren musste, um
euch zu veranlassen, den Weg des Friedens zu beschreiten, was die
einzige Möglichkeit war, damit ihr über das Geistige Leben würdet
nachdenken können.
22. Nur noch einige Jahre bleiben Mir, um mittels dieser
Kundgabe bei euch zu sein, und ihr müsst Meine Unterweisungen
nutzen. Für Meinen Geist vergeht keine Zeit, wohl aber für den
Menschen. Nutzt daher diese Jahre, die euch jetzt so lange
erscheinen, die jedoch für euren Geist kurz sind. Ich verspreche
euch, Ströme von Weisheit auf euren Verstand zu ergießen, was das
einzige sein wird, was Ich euch nach Meinem Abschied hinterlasse.
Weder Gold, noch Namen, noch Titel werde Ich euch hinterlassen,
sondern nur Meine Unterweisungen.
23. Dieser Same beginnt bereits seine Früchte unter euch zu
tragen; denn wenn ihr früher eure Verehrung für Mich in materieller
Art ausgedrückt habt, so versucht ihr euch heute stattdessen zu
vergeistigen, um euch der Wahrheit zu nähern.
24. Durch einen Schmelztiegel des Schmerzes musste eure
Seele gehen, damit ihr fähig würdet, auf dem Pfade der
Vergeistigung einen Schritt voran zu machen und Meister der Demut
und Geduld, der Stärke und des Glaubens zu werden. Von eurem
Geiste erwarte Ich Verständnis und Achtung für andere.
25. Richtet nicht eure Mitmenschen wegen der Art und Weise,
in der sie ihre Anbetung darbringen. Wahrlich, Ich sage euch, Ich
allein weiß in den Herzen die Blumen des Glaubens und der Liebe
zu entdecken, deren Duft Ich als die beste Opfergabe des Geistes
empfange. Lehnt auch nicht jene ab, die in Maria nicht die göttliche
Mütterlichkeit erkennen, welche Frau wurde, damit in ihrem
jungfräulichen Schoße Das Wort menschliche Gestalt annähme.
Auch sie hat euch in diesen Zeiten gelehrt, denn auch im Herzen der
Mutter gibt es keine Geheimnisse für die Kinder. Wahrlich, Ich sage
euch, ihre Stimme als Mutter wird von der ganzen Menschheit
dieser Zeit gehört werden. In Mir könnt ihr alle Arten von Liebe
finden, denn Ich lasse euch einerseits Meine Gegenwart und Meine
Macht als Vater fühlen, andererseits lasse Ich zu eurem Wesen einen
mütterlichen Hauch gelangen, oder Ich schenke eurem Geiste die
Wonne, Mich als Meister zu hören.
26. Lasst diese Saat in euch keimen, damit dem Kern eures
Wesens all die Gefühle entspringen können, welche der Geist
bekunden kann und soll — sowohl gegenüber seinem Himmlischen
Vater, als auch gegenüber seinen Mitmenschen, indem ihr einander
liebt.
27. Könnt ihr euch den Jubel vorstellen, den es im Geistigen
Reiche geben wird, wenn sich schließlich all jene lieben, die gelebt
haben, um zu sündigen, zu streiten und zu schänden? Ihr könnt euch
weder die Freude eures Vaters noch die Fröhlichkeit vorstellen, die
dann in der Geistigen Welt sein wird. Mein Geist erschuf euch,
damit ihr um Mich wäret, denn Ich war allein. Doch Ich bestimmte
euch dazu, euch untereinander zu lieben und Mich durch eure Liebe
mit Glück zu erfüllen.
28. Ich bin euer Vater und habe Hunger und Durst nach eurer
Liebe; denn ihr habt euch von dem Wege entfernt, den das Gewissen
weist. Ich habe euch geschaffen, um euch zu lieben, doch noch
erblickt ihr dies Licht nicht vollständig. Euch verdirbt euer irdischer
Ehrgeiz, und wenn ihr auch zuweilen eure Gedanken Mir zuwendet
und ihr für Meine Wohltaten dankbar seid, so habt ihr doch nicht
begriffen, dass die beste Huldigung, die eure Dankbarkeit Mir
darbringen kann, die jener Liebe unter Geschwistern ist, von der
Meine Lehre so viel zu euch spricht.
29. Geliebte Jünger, wenn ihr Mich so sprechen hört, erscheint
es euch schwierig oder unmöglich, Mir wohlgefällig zu sein; doch
dieser Zweifel entspringt nicht eurem Geiste, sondern dem Fleische,
weil es gebrechlich ist. Der Geist hingegen wurde für große Werke
geschaffen, die Dessen würdig sind, der ihm das Leben gab.
30. Ich bringe euch diese Unterweisung, um euch zum wahren
Leben zu erheben. Seid euch jedoch bewusst, dass die Rettung der
Menschen sich nicht in einem Augenblick vollziehen wird. Denn
ebenso, wie sie Zeit brauchten, um geistig zu sinken, werden sie
auch Zeit benötigen, um wiederaufzusteigen. Diese Zeit, die Ich
allein ihnen zuteilen kann, werde Ich ihnen geben, damit sie ihre
Erneuerung, ihre Läuterung vollbringen und alles wiederherstellen,
was sie in sich und in ihren Nächsten zerstört haben.
31. Obwohl nur ein kleiner Teil der Menschheit Mein Wort in
dieser Zeit vernommen hat, soll niemand der Meinung sein, dass
diese Menschen als Gerechte auserwählt wurden; denn Ich traf sie
sündig an wie das ganze Menschengeschlecht. Doch so war es in
Meinen Ratschlüssen bestimmt.
32. Wenn der Wesensgehalt dieses Wortes morgen zu allen
Herzen gelangt ist, werdet ihr erfahren, dass Mein Testament allen
Meinen Kindern zuteil wurde, und ihr werdet entdecken, dass in
jedem Meiner Gedanken und in jeder Meiner Unterweisungen eine
Liebkosung für jene vorhanden war, zu denen Meine Botschaft
gelangte.
33. Eure Wunden sind verheilt, Mein Balsam war in euren
Herzen. Hört Mir jetzt zu, denn bald werdet ihr zu denen
aufbrechen, die gleichfalls Schmerz in der Seele und im Fleische
haben. Wer könnte ihre Leiden besser verstehen als ihr, die ihr sie
durchlebt habt?
34. Das Leben als Lehrmeister macht die Schüler zu Lehrern,
damit diese mit ihrem Lichte, ihrem Wissen und ihrer Erfahrung
Berater und Führer ihrer Mitmenschen sein können.
35. Meine Lehre zusammen mit den Lektionen des Lebens
bewirkt, dass die Seele durch das strahlende Leuchtfeuer des
Gewissens erhellt wird und die Schritte des Menschen licht werden.
Solange dies Licht sich nach außen hin nicht widerspiegeln kann
durch gute Werke, erhebende Gedanken und Worte mit geistigem
Gehalt, muss der Mensch Gefühle der Schwäche, Furcht, der
Selbstsucht und des Misstrauens hegen. Aber wenn dies Licht die
Finsternis seines Verstandes zu überwinden beginnt, seinen Wesensgehalt
zu offenbaren beginnt, dann wird der Friede zum Herzen
kommen, wird der Glaube und das Vertrauen in das Leben zutage
treten und die Seele stark machen, sodass sie mit Gleichmut die
schwierigen Stunden, die großen Prüfungen überstehen kann,
welche jedes Schicksal enthält.
36. Mein Wort ist der Weg, ist das Göttliche Gesetz, das euch
zur Vollkommenheit führt, es ist das Licht, das die Seele erhebt, das
jedoch getrübt wurde, als das Fleisch mit seiner Unnachgiebigkeit
sich durchgesetzt hat und nicht auf den inneren Ruf seines
Gewissens gehört hat. Wehe dann der Seele, die unter dem Antrieb
des Fleisches nachgegeben hat und sich vom Einfluss der Welt, die
sie umgibt, beherrschen ließ, wobei sie ihre Stellung als Führer mit
der eines schutzlosen Wesens vertauschte, das die menschlichen
Leidenschaften und Schwächen umtreiben gleich den dürren
Blättern, wenn sie richtungslos vom Wind umhergewirbelt werden.
Der Mensch, der die Freiheit am meisten liebt, fürchtet sich, sich
dem göttlichen Willen zu unterwerfen, aus Angst, dass Sein Geist
ihn schließlich unterwirft und ihn vieler menschlicher Befriedigungen
beraubt, von denen er weiß, dass sie ihm schaden, und so
verlässt er den Weg, der ihn zum wahren Leben führt.
37. Das Fleisch fürchtet den Kampf mit dem Geist und sucht
einen Weg, ihn durch die Vergnügungen der Welt in Versuchung zu
führen, um seine Freiheit zu verhindern oder sie wenigstens zu
verzögern. Seht, wie der Mensch seinen eigenen Versucher in sich
hat! Deshalb habe Ich gesagt, dass wenn er sich selbst besiegt, er die
Schlacht gewonnen hat.
38. Vieles von dem, was Ich euch in dieser Kundgabe sage,
empfangen unendlich viele Menschen auf intuitive Weise, denn nun
ist die Zeit, in der das Leben mit seinen Lektionen in vielen Seelen
Licht gemacht hat, sie zum Nachdenken gebracht hat und sie lernen
ließ, auf die Stimme des Gewissens zu hören. Sie sind auf dem
Wege zur Wahrheit und begreifen, dass dies der Pfad ist, der zum
Frieden, zur wahren Freiheit und zur höchsten Beseligung führt,
welche das Leben in Harmonie mit Dem schenkt, der euch
geschaffen hat.
39. Studiert Meine Unterweisungen gründlich, Jünger, denn so,
wie ihr all das habt in Erfüllung gehen sehen, was euch die
Propheten der Ersten Zeit ankündigten, so werdet ihr alles eintreffen
sehen, was Ich euch durch den Mund dieser Stimmträger
angekündigt habe. Auf Schritt und Tritt und Tag für Tag geht eines
Meiner Worte in Erfüllung, ohne dass ihr euch dessen bewusst
werdet.
40. Mein Wort muss aus eurer Nation hinausgehen, damit es
geglaubt und befolgt wird, so wie es bei Jesus geschah, welcher das
Dorf Nazareth, wo Er Seine Kindheit verbrachte, verlassen musste,
um in andern Ländern Glauben zu finden.
41. Nach 1950 werde Ich euch Mein Wort nicht mehr durch
diese Stimmträger geben, aber es wird in den Herzen bewahrt
bleiben, wo es den Glauben nährt, und diese werden es zu andern
Nationen tragen.
42. Ich werde Mich der Menschen guten Willens und der
Herzen bedienen, die um die Reinheit Meiner Lehre bemüht sind,
um diese Botschaft der Liebe und der Vergebung zur Menschheit
gelangen zu lassen. Jene, die als Botschafter hinausgehen, sollen
Güte in ihren Worten und in ihren Werken bezeugen, doch niemals
sollen sie Bitternis bringen. Ihre Augen werden um fremden
Schmerzes willen Tränen vergießen, und ihre Schläfen werden weiß
werden, weil sie um ihrer Mitmenschen willen leiden. Sie sollen
liebend, vergebend und segnend leben und sterben, und ohne
Bitternisse, ohne Ermattung oder Enttäuschungen ans Ende ihres
Weges gelangen.
43. Der Jünger der Dritten Zeit soll sich in seinem Leben
bewusst sein, dass die Frucht der geistigen Saat nicht auf Erden
geerntet wird. Weshalb verlieren dann viele von denen, die sich
Meine Jünger nennen, den Mut angesichts der Undankbarkeit oder
der Gleichgültigkeit der Menschen?
44. Ich habe unendliche Güte in Meinem Worte gebracht, damit
es euch durch euer ganzes Leben begleitet, da Mein Wort in eurem
Geiste Kraft, Mut, Freude am Lieben und Dienen ist. Der gute
Jünger wird nichts fürchten müssen und wird frohgemut durch rauhe
Wege und schmerzliche Prüfungen gehen. Sein durch das Gebet
immer wacher Blick wird die Fallen entdecken, die seine Feinde vor
seinen Füßen auslegen.
45. Ich werde diese Worte niedergeschrieben zurücklassen, und
sie werden zu Meinen Jüngern der Zukunft gelangen, und wenn
diese sie dann studieren, werden sie dieselben frisch, lebendig
vorfinden, und ihr Geist wird erschauern vor Wonne, da sie fühlen,
dass es ihr Meister ist, der in jenem Augenblicke zu ihnen spricht.
46. Meint ihr, dass all das, was Ich euch gesagt habe, nur für
diejenigen da ist, die Mir zugehört haben? Nein, geliebtes Volk, mit
Meinem Worte spreche Ich für die Anwesenden und für die
Abwesenden, für heute, für morgen und für alle Zeit; für die, die
sterben, für die Lebenden und für die, die noch geboren werden.
47. Ihr sagt, dass Mein Wort und Mein Werk sehr groß sind,
unendlich, doch ihr habt es darauf angelegt, sie durch eure Werke zu
begrenzen. Ach, wenn ihr euch doch zuzurüsten verstündet, indem
ihr eure Vermaterialisierung überwindet und eure Seele durch gutes
Streben nach Erkenntnis und ein rechtschaffenes Leben erhebt —
was für Wunder würdet ihr schauen!
48. Es erscheint euch lächerlich, dass Ich euch zuweilen durch
den Mund des Stimmträgers Unterweisungen gebe, die an die ganze
Menschheit gerichtet sind, weil ihr eure Welt für unendlich groß
haltet, und die Zahl der Menschen, die Meine Kundgabe nicht
kennen, für unermesslich. Darauf sage Ich euch, dass wenn Ich zur
Menschheit spreche, Ich dies nicht nur für die Anwesenden tue,
sondern auch für die, die auf den Zeitpunkt warten, an dem sie
endlich auf Erden leben werden. Doch sollt ihr wissen, dass eure
Welt in Meinen Augen wie ein Atom ist, und die Anzahl der
Menschen, die sie bewohnen, unbedeutend ist im Vergleich zu allen
geistigen Geschöpfen, die Mein Reich bilden.
49. Erscheint euch zuweilen das Mittel, das Ich erwählt habe,
um Mich kundzutun, als allzu armselig? Es ist nicht die erste
Gelegenheit, bei der Ich als Vater vom menschlichen Verstand
Gebrauch mache, damit ihr Mein Wort, Meine Aufträge und Offenbarungen
vernehmt. Dies ist ein Mittel, dessen Ich Mich zu allen
Zeiten bedient habe, um zum Menschen zu sprechen, und ihr sollt
euch bewusst sein, dass das göttliche Wort immer durch
bescheidene, schlichte und dem Anschein nach ungebildete
Übermittler gekommen ist.
50. Studieret und wirket, Jünger. Bedenkt, dass Ich mit
Beharrlichkeit an die Türen eurer Herzen geklopft habe, bis ihr Mir
geöffnet habt. Ich spreche zu euch manchmal in bildlichem Sinne,
aber immer tue Ich es mit der gleichen Einfachheit, mit der ihr
sprecht. Dies deshalb, weil Mein Wort jetzt das erklärt, was Ich euch
einst in Gleichnissen gab und was ihr darum nicht in seinem wahren
Sinn zu verstehen vermochtet. Warum auf dunklen Wegen gehen,
wenn Ich euch mit Meinem Worte einen leuchtenden Pfad gezeigt
habe?
51. Denen, die Mir zuhören, sage Ich, dass sie ihre Augen dem
Lichte dieser Lehre öffnen sollen, damit sie ihre Größe bewundern.
52. Als diese Kundgabe durch das Verstandesorgan der ersten
Stimmträger begann, und Ich zu den ersten Jüngern über den
Fortschritt sprach, den jene erreichen würden, die nach ihnen
kommen würden — wobei Ich ihnen sagte, dass Mein Wort auf den
Lippen der neuen Stimmträger sich vervollkommnen würde — da
seufzten jene Menschenscharen und beneideten die Nachfolgenden,
die zum Tische des Meisters kommen würden, um die dann reife
Frucht zu genießen. Wahrlich, Ich sage euch, jene reife Frucht, die
Ich voraussagte, ist eben die, die ihr nun genießt. Denn ihr sollt
wissen, dass Mein Wort im Rahmen dieser Art der Kundgabe an
euch nun seinen Höhepunkt erreicht. Nur noch einige wenige Jahre
fehlen noch bis 1950, und am Ende desselben sagt euch der Meister
Lebewohl.
53. In der Zukunft werde Ich Meine Botschaft zu denen
gelangen lassen, die Mich zu ihrer Zeit nicht mittels dieser
Unterweisung hörten. Die einen werden sie durch das Zeugnis derer
empfangen, die Mir zuhörten; andere werden sie durch die
Niederschriften empfangen, und wieder andere durch die Gaben der
Intuition und der Inspiration. So wird die Prophetie in Erfüllung
gehen, dass Mein Geist in dieser Zeit auf jeden Geist und alles
Fleisch ausgegossen sein würde.
54. Eure Aufgabe ist es, den Weg zu bahnen, indem ihr
Hindernisse und Schwierigkeiten entfernt und so denen eine Spur
von Barmherzigkeit und Liebe zurücklasst, die später auf diesem
Wege gehen im Verlangen nach Vergeistigung.
55. Schon ist das geistige Erwachen der Menschheit nahe.
Verzweifelt nicht, wenn ihr seht, dass die Jahre vorübergehen, ohne
dass ein Wandel zum Guten in der Moral der Menschen zu
bemerken ist. Wachet, lernet, wirket und verstehet zu warten. Glaubt
ihr an Mein Wort? Vergesst nicht, dass Ich euch gesagt habe, dass
jedes Auge Mich schauen wird, jeder Verstand Mich begreifen wird,
und jeder Mund von Meinem Worte sprechen wird.
56. Diese Zeit kommt näher, aber es ist notwendig, dass das
Volk, das Mir zuhörte, rein ist von Sünde und stark in seinem
Glauben, damit es von Mir Zeugnis ablegt, so wie Ich von euch
Zeugnis gab, als Ich Mich durch euer Verstandesorgan kundtat.
57. Meine Worte sind im "Goldenen Buche" niedergeschrieben,
damit nach 1950 niemand sagt, dass ihm Meine Kundgabe fehlt. In
Meinen Unterweisungen, die für alle Zeiten bestimmt sind, hinterlasse
Ich euch Weisheit, Aufträge, Prophetien, geistige Nahrung und
Heilbalsam.
58. Ihr müsst lernen, im Buche Meiner Unterweisungen zu
lesen, damit, wenn ihr für eure Mitmenschen vorlest, jene Worte von
göttlicher Essenz durchdrungen sind und jene, die zuhören, erleben
und fühlen, wie ihr es erlebt und empfunden habt, als ihr Mich
durch den Stimmträger gehört habt.
59. Jünger, entfernt eure Sorgen aus euren Herzen, während ihr
Meine Unterweisung hört. Fühlet die göttliche Salbung und
bewahret Meine Kraft in eurem Wesen. Ich will euch gesund sehen,
niemals krank, weinend oder schwach.
60. Oftmals glaubt ihr, dass Ich euch strafe, wenn der Schmerz
euch Wunden schlägt. Doch Ich lehre euch nur, ihr seid es, die Leid
auf sich ziehen. Schon vor langer Zeit seid ihr gerufen worden, um
eine große Aufgabe zu vollbringen, und habt nicht auf Meine
Stimme gehört. Doch jetzt lasse Ich euch wissen, dass jener Friede,
den ihr oft gesucht habt, ohne ihn zu finden, euch durch die
Erfüllung Meiner Gesetze gegeben werden wird. Seht, wie jene, die
ihre Aufgabe erfüllt haben, heil sind, frei von Schicksalsschlägen.
61. Ich habe euch gesagt, dass ihr nicht nur einmal zur Erde
gekommen seid, sondern dass eure Seele so viele Male Körperhüllen
angenommen hat, wie es für ihre Entwicklung und Vervollkommnung
notwendig gewesen ist. Jetzt muss Ich hinzufügen, dass
es auch von euch abhängt, ob die Zeit kürzer oder länger ist, um
zum Ziele zu gelangen, je nach eurem Verlangen.
62. Mein Licht strahlt an allen Orten, wo Meine Kinder leben.
Also ist auch die Erde von dieser Helligkeit umgeben. Ich sage euch
nochmals, dass jene Prophetie nun in Erfüllung gehet, dass jedes
Auge Mich schauen wird, jeder Verstand Mich verstehen wird, und
jeder Mund Mein Göttliches Wort aussprechen wird, sobald die
Seele sich zubereitet. Dies habe Ich euch angekündigt, und nun ist
der Zeitpunkt gekommen, an dem Meine Worte in Erfüllung gehen.
63. Wie viele Jünger und wie viele kindlich gläubige Seelen der
Zweiten Zeit fühlten das Verlangen, bei der Erfüllung Meiner
Verheißungen dabei zu sein, um das zu erleben und unmittelbar zu
erfahren, was sich heute vollzieht. Jene Sehnsucht, dies zu erfahren,
drängte sie dazu, sich innerlich zu bereiten und größere Erhebung zu
erreichen. Dennoch wurde es ihnen damals nicht zuteil, einige
Prophetien Wirklichkeit werden zu sehen, weil dafür eine andere
Zeitepoche vorgesehen war.
64. Ich musste kommen, wenn die Welt sich auf dem Höhepunkt
des Materialismus befinden würde, um Mich im Geiste zu
offenbaren und durch Männer, Frauen und Kinder zu euch zu
sprechen und euch die vollkommene Zwiesprache mit Meiner
Göttlichkeit zu lehren.
65. Ich will euch zu Sämännern der Wahrheit machen, und diese
soll sich in euren Worten und in euren Werken bekunden. Einem
jeden werden einige Aufgaben anvertraut, damit ihr alle an der
geistigen Mission teilhaben werdet, welche Mein Werk vollbringen
muss.
66. Ich habe dieser Nation versprochen, dass es keinen Krieg in
ihr geben wird, wenn Meine Jünger Meine Unterweisung befolgen.
Wenn diese die Verheerungen in andern Nationen betrachten, die die
Zwietracht und der Hass verursachen, bitten sie Mich, dass auf
diesem Boden hier kein Blut vergossen wird. Ich fordere sie dann
nur dazu auf, zu beten und zu wachen, damit sie würdig werden,
dass dies Versprechen in Erfüllung geht. Ich will euch nicht weinen
sehen. Wenn die Ungerechtigkeit regiert, und ihr die Tyrannei und
die Härte jener erleidet, die euch regieren, so gebt nicht Mir die
Schuld. Ich habe euch die Macht gegeben, große Werke zu tun, die
eure Heimat in ein Tal des Friedens verwandeln.
67. Es ist prophetisch angekündigt, dass viele Völker verschwinden
werden. Diese Familie, welche die Menschheit darstellt,
wird sich von schweren Stürmen gepeitscht sehen, und in dieser
Heimsuchung werden aufgrund ihres lebendigen Glaubens an Mich
jene überleben, die "gewacht" und ihre Seele durch Liebe zubereitet
haben.
68. Nutzt diese Zeit, denn die Stunde des Gerichts rückt näher,
und das Jahr 1950 steht vor der Tür. Zu diesem Zeitpunkt werden
viele von euch schon im Geiste sein, und andere noch im Fleische;
aber ihr alle werdet gerichtet werden.
69. Dies wird der Beginn davon sein, dass alle Menschen auf
verschiedenen Pfaden der Vergeistigung entgegengehen. Die
Wissenschaftler werden Mich erkennen und zu Beratern der
Menschen werden. Das Buch der Weisheit wird sich ihnen öffnen,
aus welchem sie sehr große Offenbarungen empfangen werden. Erst
dann wird der Geist dem menschlichen Verstande den Weg zum
wahren Wissen öffnen, und das Gewissen wird die Handlungen der
Menschen normalisieren.
70. Die Erde wird rein sein, und die Überlebenden werden Mir
mit derselben Inbrunst nachfolgen wie Meine Jünger der Zweiten
Zeit. Doch ihr werdet jene sein, in denen Ich die ersten Samen der
Vergeistigung zurücklasse.
71. Als Universeller Hirte suche Ich unermüdlich Meine Schafe.
Auf Erden sollen jene der Menschheit vorangehen, die durch die
Liebe und die Demut die größte geistige Reife erreichen. Der wahre
Weise ist jener, der Meine Gesetze kennt und Meinen Willen tut. So
werde Ich mit unendlicher Geduld Meine Jünger in der Dritten Zeit
heranbilden. Ich liebe euch, und deshalb möchte Ich euch alle groß
an Geist sehen.
72. Vergesst Meine Worte nicht; doch wenn ihr nicht alles, was
Ich euch gesagt habe, in eurem Gedächtnis zu bewahren vermögt,
werden die Bücher da sein, die Meine Unterweisungen, Meine
Offenbarungen dieser Zeit und die Taten Meiner Jünger enthalten.
73. Empfindet und befolget die Inspiration, die Ich euch sende;
denn jeder, der sich reinen Herzens zu Mir erhebt, wird Meinen
Trost empfangen, wird Freude in seinem Herzen haben, und Mein
Göttliches Wort wird auf seinen Lippen erblühen.
Mein Friede sei mit euch!

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