BWL - Band VII - Unterweisung 189


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 189:
1. Menschheit, Ich komme, um dich zu vereinigen. Ich sehe
dich, als ob du ein einziges Volk wärest, das über die ganze Welt
verstreut ist, und Ich will dich als ein einziges Kind betrachten. Hier
habt ihr eine neue Seite des Buches des Lebens, das meinen Jüngern
noch unbekannt ist.
2. Mein Volk: Elias, dessen Geist sich durch meine Stimmträger
kundgibt, und der zu euch mit Worten voller Licht und Weissagung
spricht, ist derselbe, der in der Ersten Zeit die Welt mit seiner Macht
in Staunen versetzte, und ihr sollt euch nicht wundern, wenn Ich
euch auch noch offenbare, dass er auch in der Zweiten Zeit unter
den Menschen war, in der er dann als Johannes der Täufer bekannt
war. Ich sage euch, dass ihr darüber nicht erstaunt sein sollt, denn
nicht erst heute habe Ich euch diese Lehren offenbart, sondern diese
sind bereits niedergeschrieben.
3. Ein Beweis dafür ist, dass die Propheten sagten, dass Elias
vor Christus kommen würde, um dem Herrn die Wege zu bereiten,
und jene Prophetie ging in Erfüllung. Aber danach erklärte Jesus,
dass, wenn sein zweites Kommen zur Welt stattfinde, zuvor Elias
kommen würde, um alles zurechtzurücken. Diese Verheißung ist
notwendigerweise unter euch in Erfüllung gegangen.
4. Wenn diese Offenbarung morgen von jenen Menschen
studiert wird, die sich viel mit den Schriften abgequält haben,
werden sie feststellen können, dass der Geist Elias' in dieser Zeit
kam, um die gleiche Mission zu erfüllen, wie sie ihm in der Zweiten
Zeit anvertraut war ─ jene, die Wege des Herrn zu bereiten, indem
er jene läuterte, die hernach die Jünger des Heiligen Geistes sein
würden.
5. Heute bin Ich nicht gekommen, um wie in vergangenen
Zeiten auf der Erde zu leiden, in denen Ich den Spott der Heiden, die
Bitternis der Verfolgung zu ertragen hatte, und später den Tod
erleiden musste. Denn aus Elias' Mund kam das prophetische Wort,
das allen Übeltätern das Gericht ankündigte.
6. Heute ist er im Geiste gekommen, und deshalb wird ihn die
Hand des Menschen nicht antasten noch verletzen können.
Ungeachtet dessen hat ihm dies Volk hier den Leidenskelch der
Undankbarkeit zu trinken gegeben.
7. Elias ist ein Hirte, der seine verirrten Schafe liebevoll sucht.
Zuweilen ist es ihm gelungen, die neunundneunzig Schafe zu
vereinen. Aber er hat bemerkt, dass ihm eines fehlt, um die Zahl
derer voll zu machen, die seine Herde bilden. Und dies Schäflein
klagt, wenn es sieht, dass es sich in die Dornhecken der Felsenklüfte
verirrt hat. Doch Elias macht sich eilends auf die Suche nach ihm.
Welche Freude durchdringt seinen Geist, wenn es ihm gelungen ist,
es aus der Gefahr zu retten. Mit welcher Liebe möchte er das
geliebte Schaf in die Gesellschaft seiner Artgenossen zurückbringen.
Aber wie groß ist sein Schmerz, wenn er bei der Rückkehr zur
Schafhürde feststellt, dass viele andere den Pferch übersprungen und
sich entfernt haben, weil sie dem Antrieb ihres freien Willens
gefolgt sind.
8. Die Menschenscharen, welche Zeugen der Gegenwart Elias'
gewesen sind, und die das Erblühen eines Werkes miterlebt haben,
das er ankündigte, werden nicht diejenigen sein, die sich am meisten
in das Studium der Offenbarungen vertiefen, die ihr Herr ihnen
gegeben hat. Morgen werden Menschen kommen, denen das
Studium der Zeugnisse dieses Volkes genügen wird, um überzeugt in
alle vier Winde hinauszuposaunen, dass dieses Werk Wahrheit ist,
dass der Herr ein weiteres Mal bei den Menschen gewesen ist, und
dass Elias wiederum sein Wegbereiter war.
9. Kommt zur Ruhe und hört Mir zu. Mein Wort will euch
nähren, euch Trost und Vergebung schenken, damit ihr euch
ermutigt fühlt und den Auftrag erfüllt, den Ich euch erteilt habe.
10. Fasst nicht nur während ihr Mir zuhört Vorsätze, Mir
nachzufolgen; fühlt Mich in jedem Augenblicke eures Lebens.
11. Sehr groß ist die moralische und geistige Zurückgebliebenheit,
in der sich die Menschheit befindet! Wie groß ist die
Verantwortung derer, die die Gnade und das Licht meines Wortes in
dieser Zeit empfangen haben!
12. Jünger, werdet zu Meistern, vertreibt aus euren Herzen die
Furcht vor den Menschen, befreit euch von Gleichgültigkeit und
Trägheit, erkennt, dass ihr wirklich Überbringer einer himmlischen
Botschaft seid. Ihr seid es, die die Erklärung für alle geben sollen,
was in dieser Zeit geschieht, die darum ringen müssen, die
Prinzipien meiner Lehre zu lehren, welche die Menschheit
vergessen hat.
13. Ihr sollt den Menschen mein Wort nicht nur so wiedergeben,
wie Ich es euch sagte. Schult euch, damit ihr es auszulegen versteht.
Sucht nicht nach Worten, um mit eurer geschliffenen Beredsamkeit
zu überraschen. Sprecht in schlichter Weise, welche diejenige ist,
die die Wahrheit des Geistes am besten zum Ausdruck bringt.
14. Wie könnt ihr wissen, wann ihr selbst sprecht, und wann Ich
es bin, der durch euren Mund spricht? ─ Wenn ihr euch selbst
vergesst, wenn ihr an den Schmerz eures Bruders denkt und euch
gering fühlt, unwürdig, meine Gnade zu verdienen ─ gerade dies
wird der Moment sein, in dem meine göttliche Inspiration auf euren
Verstand herabkommt. Denn euer ganzes Wesen wird in diesem
Augenblick von Liebe zum Vater und zu eurem Bruder durchdrungen
sein.
15. Wenn ihr in meinem Namen ein Werk vollbringt, so versteht
es zu nutzen, doch sprecht niemals ohne Grund darüber.
16. In meinem ganzen Werke gibt es den gerechten Ausgleich.
Wer gibt, empfängt. Wer ablehnt, wird schließlich aus Not
zugrundegehen. Ich will, dass ihr meine Lehre versteht, deren
Grundmauern die Barmherzigkeit und die Liebe sind.
17. Ihr müsst euch dem Guten widmen, dies ist eure Aufgabe.
Aber solange eure Fleischesnatur sich widersetzt, fühlt ihr euch
unwürdig, meine Jünger zu sein. Dann meint ihr, dass es viele gibt,
die besser sind als ihr, und die doch nicht berufen worden sind. Ich
sage euch: Der Grund dafür ist der, dass ihr es am meisten nötig
hattet, weil eurem Herzen Frieden fehlte, weil euer Weg voller
Fallstricke war, und eure Füße sich durch den Morast dieser Welt
beschmutzt hatten.
18. Auch meine Jünger der Zweiten Zeit waren nicht "gerecht",
als Ich sie erwählte. Aber sie machten sich durch ihre Werke würdig
und erlangten eine höhere geistige Stufe, indem sie meine Unterweisung
befolgten. Ich will, dass ihr euch ebenso wandelt und
würdig macht, dass eure Werke euch erheben und euch Mir näher
bringen.
19. Wenn Ich euch fragen würde: "Was habt ihr von dem vielen,
das Ich euch gelehrt habe, gelernt?" Dann müsstet ihr bekennen,
dass ihr nur sehr wenig davon genutzt habt. Doch Ich will euch nicht
verurteilen, sondern euch vergeben. Denn eure Verschuldungen sind
jene der ganzen Menschheit. Wenn Ich daher zu euch spreche,
spreche Ich zu allen meinen Kindern.
20. Ich nenne euch meine Sendboten. Ihr müsst die rechte Art
und Weise finden, mit euren Mitmenschen umzugehen. Wenn ihr
ihren Unglauben durch überzeugende Worte und Werke besiegt,
wird es ein großes Verdienst für euch sein. Achtet darauf, euer
Zeugnis vollkommen zu übergeben, damit ihr niemals den Zweck
meiner Unterweisungen zunichte macht.
21. Strebt immer danach, dass zwischen dem Geistigen und dem
Materiellen Harmonie besteht. Das heißt, dass ihr lernen sollt, Gott
zu geben, was Gottes ist, und der Welt, was ihr zukommt.
22. So gebe Ich Mich euch in meinem Worte hin. Macht
Gebrauch von seiner Essenz, welche Weisheit ist, und von allem
Guten und Vollkommenen, dass ihr darin zu finden euch bemühen
sollt, wenn es euer Ideal ist, dass eure Hand später verschwenderisch
ist gegenüber euren Mitmenschen.
23. Der Zeitpunkt ist günstig, nutzt ihn, denn es kommt der Tag,
an dem dies Wort nicht mehr zu hören ist. Mein Wille muss in
Erfüllung gehen. Schon ist die Ära der geistigen Zwiesprache
zwischen Gott und dem Menschen nahe. Dann wird das menschliche
Verstandesvermögen nicht mehr als Stimmträger oder Übermittler
meines Willens nötig sein.
24. In dieser Zeit, in der Ich Mich im Worte voller Licht
kundtue, habe Ich dieser Menschheit gewährt, meine Unterweisung
in rechter Weise zu übermitteln.
25. Heute sehe Ich, dass jeder meiner um den Meister
versammelten Jünger eine andere Art und Weise hat, mein Wort
aufzufassen, und wenn sie sich gegenseitig ihre eigene Auffassung
mitteilen, geraten sie in Diskussionen und Kritik, obwohl Einigkeit
im Denken das ist, was Ich in meinem Volke möchte. Dafür müsst
ihr Nächstenliebe haben, tolerant sein und den geeigneten
Augenblick zum Sprechen abwarten.
26. Heute habt ihr unterschiedliche Vorstellungen von meinen
Unterweisungen, doch schließlich werdet ihr alle zum gleichen
Verständnis und zur selben Erkenntnis gelangen. Dies wird euch im
Kampfe ermutigen, denn wenn ihr alle vereint seid, werdet ihr euch
stärker fühlen.
27. Ich habe euch immer gesagt: Bildet keine Theorien aus
meinen Unterweisungen und Offenbarungen, denn diese würden die
Wahrheit, mit der Ich euch bekleidet habe, ihrer Kraft berauben.
28. Entdeckt in meiner Lehre jene Freiheit, von der Ich zu euch
spreche, damit ihr euch auf sie als Grundlage stützt und alles mit
größerer Klarheit erkennt.
29. Jedes Mal, wenn Ich zu euch gekommen bin, habe Ich euch
gelehrt, wie ihr die Zwiesprache mit eurem Vater erlangt. Ich habe
euch gelehrt, die Wahrheit in euch selbst zu finden, damit ihr sie
nicht in Lehren sucht, die den Geist nur hemmen. Die Menschheit
ist von der Kindheit in diese Ära des Lichtes fortgeschritten, in der
der Geist und der menschliche Verstand erlebt haben, wie sich die
Unendlichkeit vor ihnen auftut.
30. Damit das Licht, das diese Zeit erhellt, von jedem Auge
geschaut wird, ist es notwendig, dass ihr die Augenbinde des
religiösen Fanatismus zerreißt. Daher hinterließ Ich euch,
geschrieben auf den Gesetzestafeln, die Ich Moses gab: "Ihr sollt
kein Abbild irgendeines Geschöpfes anbeten, noch materielle Dinge,
als ob sie euer Gott wären. Ihn sollt ihr von ganzem Herzen und
ganzer Seele mehr als alles Geschaffene lieben."
31. Doch ihr fragt Mich: Warum geriet die Welt in Fanatismus
und äußerliche Kultformen? ─ Weil die Menschen, die sich meinem
Gesetze widmeten, anstatt wie Jesus Ehrungen, Festgewänder und
Eitelkeiten zurückzuweisen, die Reichtümer, Titel und den Rahmenglanz
der Erde angenommen haben, wodurch sie die Seele jeder
Freiheit beraubten. Und inmitten dieser Geistesverwirrung gibt es
noch immer welche, die sich unfehlbar fühlen, obwohl nur Einer
unfehlbar ist, welcher euer Himmlischer Vater ist.
32. Wenn ihr also in eurer Seele eine Verbesserung erreichen
wollt, so besteht euren Lebenskampf mit Intelligenz und Geistigkeit,
seid Menschen guten Willens und von Herzen demütig. So werdet
ihr den Fortschritt machen, der eure Seele zur Erlösung hinführen
wird.
33. Ich lasse euch meine Liebe fühlen, werde nun die Felsbrocken
aus eurem Wege räumen, um euch euer Kreuz weniger
schwer zu machen.
34. Ich sehe das Innere eures Herzens und sage euch: Schult
euren Verstand, erhöht euer Denkvermögen und vereinigt eure
Gefühle, damit ihr mein Wort vernehmen und begreifen könnt.
35. Betet und bessert euch, denn der Friede der Welt hängt auch
von eurer Entwicklung ab. Ihr müsst beten, denn die Welt ist vom
Krieg bedroht, und ihr müsst euch bemühen, um Frieden zu
erreichen. Ihr seid das Volk, das die Macht des Gebetes, seinen
Einfluss und sein Licht kennengelernt hat.
36. Alle suchen nach einem lichten Horizont und haben ihn
nicht gefunden, weil es keine Brüderlichkeit unter den Menschen
gibt, und wenn sie das Panorama von den Nationen überschattet
sehen, in denen der Krieg entfesselt ist, so ermutigt sie nur die
Ahnung, dass irgendwo auf dem Erdenrund ein friedlicher Winkel
existieren muss. Jener Winkel wird diese Nation sein, welcher aus
der Ferne wie ein strahlender Stern betrachtet wird.
37. Dies ist die Verantwortung dieses Volkes hier, das sich
geistig und körperlich vorbereiten muss, um ein Beispiel von
Brüderlichkeit, von innerer Erhebung und Nächstenliebe zu geben,
sei es, um Kranke zu heilen, oder um dem Feind die Hand zu
drücken als Zeichen der Vergebung.
38. Seid fleißig auf meinen Feldern, und ihr werdet alles, was
euch umgibt, sich mit größerer Schönheit bekleiden sehen, weil ihr
dann den Sinn eures Daseins gefunden habt. Wer in Stillstand und
Routine verfällt, lässt seine Seele sich nicht erheben, um die
Herrlichkeiten zu schauen, die das Leben enthält, wenn man nach
meinem Gesetze lebt.
39. Beobachtet euch selbst, damit ihr entdeckt, wann euer
Dasein unnütz wird, weil ihr euch von den Neigungen des Fleisches
herabziehen lasst. Ich will, dass ihr eine Frucht hinterlasst, aber
diese Frucht soll die des Friedens für eure Kinder sein. Denn euer
Herz wird dann erblühen, und diese Früchte werden eure Werke
sein.40. Durch euch werde Ich mein Wort dieser Zeit der Welt
bekanntmachen, welches nach dem Jahre 1950 bekannt werden
wird.
41. Diese Offenbarungen werden zur ganzen Menschheit
gelangen. Dafür habe Ich jene geschult, die Ich "Goldfedern" nenne,
damit sie mit Eifer gegenüber meinem Werke und dem Rufe ihres
Gewissens folgend arbeiten, damit mein Wort schriftlich erhalten
bleibt. Diese Schriften sind nicht nur für die gegenwärtigen
Generationen bestimmt, sondern auch die kommenden.
42. Die Hoheit meines Wortes beruht wie zu allen Zeiten auf
seiner Schlichtheit und auf seinem Sinngehalt. Ich will, dass eure
Sprache in gleicher Weise ist, wenn ihr von meinem Werke sprecht.
Vergesst nicht, dass nicht nur der Mensch spricht, sondern auch das
Herz. Habt Reinheit in euren Handlungsweisen.
43. In jedem Augenblick empfangt ihr von Mir die Kraft, das
Licht und den Frieden, die ihr für euren Lebensweg benötigt.
Empfangt auch meinen Segen.
44. In dieser dritten Zeit werde Ich die ganze Menschheit zu
meinen Jüngern machen. Um dies zu erreichen, lasse Ich mein Licht
nun in jeden Menschen einströmen. Hernach werde Ich mein Wort
zu ihnen gelangen lassen, eben jenes, das Ich euch heute gebe. Die
Zeugnisse, die Niederschriften und das Vorbild meines Volkes
werden von Land zu Land und von Volk zu Volk bekannt werden,
werden Herzen erwecken und die Seelen im Lichte ihres Gewissens
neu beleben.
45. Heute ziehen viele Menschenwesen ziellos umher, die Mich
oftmals fragen: "Herr, wohin gehen wir? Wohin wird uns dies Leben
führen, und was ist das Ziel, das uns erwartet?"
46. Es sind geängstigte Seelen, die Mich so fragen. Sie leben
qualvoll in einer Welt, die ihren Höhepunkt der Verderbtheit und des
Materialismus erreicht hat. Zu ihnen lasse Ich mein Licht als einen
Hoffnungsstrahl gelangen, damit sie weiterhin wachen und beten,
bis das Unwetter vorüberzieht und der Friede in ihre Herzen
einzieht.
47. Hier, in diesem Erdenwinkel, lasse Ich meine Stimme hören,
menschlich geworden durch die Erleuchteten, die Ich erwählt habe,
um Mich ihrer für diese Kundgabe zu bedienen. Und wenn Ich Mich
an diese Menschenscharen hier wende, widme Ich einige meiner
Worte den Kindern, die Ich dazu ermahne, in der Tugend stark zu
werden und den reißenden Strom der Verderbnis zu fliehen, der so
viele Herzen ins Verderben gezogen hat.
48. Ich will, dass diese Geschöpfe von ihrer frühesten Kindheit
an volle Kenntnis der Aufgabe haben, die die Zukunft für sie
bestimmt hat. Auch habe Ich direkt zur Jugend gesprochen, um ihr
auf ihrem ungewissen Lebensweg Orientierung zu geben. Denn Ich
betrachte sie als ein zerbrechliches Boot inmitten eines
aufgewühlten Meeres, und um ihnen beizustehen, habe Ich vor ihren
Augen mein Werk als Leuchtturm aufgerichtet, damit er sie zum
rettenden Hafen leite. Die Jugend ist es, die am weitesten von Mir
entfernt ist.
49. Solange der Mensch noch ein Kind ist, betet er und denkt er
an Gott. Dasselbe geschieht, wenn er den Bergesgipfel seines
Lebens überschritten hat und unterzugehen beginnt, wie die Sonne
beim Sonnenuntergang. Aber solange sein Herz wie ein Vogel ist,
der fliegen möchte, und sein Fleisch bebt beim Kontakt mit den
Versuchungen der Welt, und er sich stark fühlt, dann entfernt er sich
von den göttlichen Unterweisungen, weil er nicht will, dass deren
Lehre der Demut, der Liebe und des Opfers ihm bei jedem seiner
Schritte seine Werke, Worte und Gedanken zum Vorwurf machen.
50. Erst wenn das menschliche Herz fühlt, dass es im Meer
seiner Leidenschaften Schiffbruch erleidet, richtet es seine Augen
empor im Verlangen nach dem göttlichen Leuchtturm, dessen Licht
ihm den Weg zeigt, der es zum rettenden Hafen führt.
51. Ich habe das Herz der Witwen vernommen, die Mir sagen:
"Mein Vater, sieh uns an, wir sind wie abgefallene Blätter vom
Baume, die die Winde umherwehen." ─ Ich habe Mich ihnen
genähert, um ihnen zu sagen, dass sie nicht allein sind, dass jener,
der auf geistiger Wanderschaft in eine andere Welt hinschied, sie
von dort aus sieht, ihnen beisteht und sie schützt, und dass er ihnen
nur kurze Zeit vorausgegangen ist, um all den Wesen den Weg zu
bereiten, die ihm anvertraut waren.
52. Doch wenn ihr ihn nicht zu fühlen vermögt, wenn seine
Gegenwart in eurem Leben nicht wahrnehmbar sein sollte, dann
betet, richtet eure Bitten an Mich, denn Ich werde bewirken, dass ihr
seine Gegenwart fühlt. Für einige wird er ein Stab sein, für andere
der Beistand, und für wieder andere der liebevolle Gefährte, der sie
führt und ihnen auf ihrer Lebensreise beisteht.
53. Wenn die wilden Tiere in den Wäldern, die Vögel in den
Lüften und die Blumen in den Auen in jedem Augenblick die
Ausstrahlung der Liebe und des Lebens ihres Vaters empfangen ─
wie wäre es da möglich, dass ihr auf den Gedanken kommt, dass Ich
euch auch nur eine Sekunde lang die Gnade meiner göttlichen Liebe
versage, obwohl ihr in eurem Wesen ein Teilchen meiner eigenen
Göttlichkeit habt?
54. Der Familienvater hat sich an Mich gewandt, um Mir seine
Nöte und Sorgen mitzuteilen. Seine Kinder missachten seine
Autorität, kehren ihm den Rücken und werden zu Feinden des
väterlichen Rates.
55. Ich muss euch darauf hinweisen, dass euer Auftrag sehr
schwierig ist, und euer Kreuz schwer ist. Doch wenn ihr euren
Leidenskelch mit Glauben und Geduld zu trinken vermögt, und ihr
eure Mitmenschen und eure Kinder zu lieben versteht, so werdet ihr
Mich auf eurem Lebensweg zum Vorbild nehmen, und eure Kinder
werden nicht zugrundegehen.
56. Volk: Wenn ihr wünscht, dass mein Werk weithin auf der
ganzen Erde bekannt werden soll, so lebt meine Lehre, bringt meine
Unterweisung bei all euren Werken zur Anwendung, heiligt euer
Heim durch die Kraft, die diesem Worte entströmt. Begreift, dass
eure Vergangenheit ein versiegeltes Buch ist, und dass sich das
Leben nun als ein neuer und euren Augen unbekannter Weg
präsentiert ─ ein Weg, den ihr bis zum Ende zurücklegen müsst.
Heute seid ihr ruhig, nehmt von meinem Worte nur das, was ihr
wollt, und macht von meiner Unterweisung Gebrauch, wann ihr es
wollt. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem Ich dies Volk zur
Rechenschaft ziehe, vom ersten bis zum letzten meiner Worte, mit
denen Ich es gelehrt habe.
57. Vergesst nicht, dass diese Nation schon seit langem eine
geistige Mission auf Erden erfüllt und dazu berufen ist, eine hohe
Bestimmung unter der Menschheit zu erfüllen. Wenn euch die
Barmherzigkeit des Herrn dazu bestimmt hat, in ihr zu leben, so
bringt eure Saat in ihr aus, und sei es nur ein einziges Saatkorn; aber
dieses soll aus Liebe, Frieden und Vergeistigung bestehen. Damit
wird euer Weg auf Erden nicht unfruchtbar gewesen sein.
Schon jetzt muss Ich euch darauf hinweisen, dass ─ so hoch die
Bestimmung dieser Nation auch sein mag ─ ihr sie nicht als das
"Land der Verheißung" oder als ein "Neues Jerusalem" auffassen
dürft. Verwirrt niemanden und geratet selbst nicht in Verwirrung.
Den Jüngern des Herrn, den Spiritualisten konnte der Vater keine
materiellen Güter zum Erbteil geben. Da die Mission dieses Landes
groß ist, da diese Nation eine hohe Entwicklungsstufe erreichen soll,
sollen ihre Bewohner diejenige sein, die der Welt meine Gegenwart
verkünden, und diejenigen, die die Größe und die Wahrheit meiner
Lehre durch ihr Vorbild und ihre Werke bezeugen.
58. Ich werde euch eine strahlende Spur meiner Kundgabe unter
euch hinterlassen, mit der ihr die Welt werdet erschüttern können.
Dies ist mein Wort, das unter göttlichem Diktat niedergeschrieben
wurde.
59. Zuerst wird es in materiellen Büchern niedergeschrieben
stehen, in denen die Menschen sich meiner geheimen
Schatzkammer nähern und in meine Weisheit eindringen können.
Hernach, wenn jene Essenz im Herzen meiner Jünger behütet
worden ist, wird das wahre Buch im Geiste des Volkes des Herrn
erscheinen.
60. Ich habe euch mit Gnadengaben überhäuft, als Ich die
Schwingung meines Wortes durch die Stimmträger ertönen ließ. Ich
habe euch meine Geistige Welt gesandt, damit sie euch meine
Botschaften erkläre und auslege. Ich habe euren Weg mit Wundern
übersät und habe zugelassen, dass eure Augen bei der Betrachtung
der geistigen Gesichte in Staunen gerieten. Aber ihr seid nicht die
einzigen, die sich dieser Manifestationen erfreuen und erfreuen
werden. Denn Ich habe euch angekündigt, dass "jedes Auge Mich
schauen wird". Und wahrlich, die Welt wird Mich schauen, und die
Geistige Welt wird sich gleichfalls kundtun, und all diese
Kundgebungen auf der Welt werden schließlich die ungläubigsten
Herzen erzittern lassen.
61. Die Menschen sind mit dem Verlangen herbeigekommen,
dass das Geistige sich materialisiere und das Göttliche sich
vermenschliche, um glauben zu können. Und Ich habe einigen diese
Gnade gewährt.
62. Volk, erkenne zutiefst die Bestimmung, die du unter allen
Völkern der Erde hast, damit du deine Mission erfüllen kannst ─
jetzt, da die Zeit günstig ist.
63. Ich will eure Herzen zubereiten, um in ihnen wohnen zu
können. Auch die Welt wird sich vorbereiten. In den Köpfen der
Menschen wird der Same des Friedens aufkeimen, und ihr, die ihr
ihn in allen Winkeln der Erde ausgestreut habt, werdet glücklich
sein, wenn ihr die Früchte eurer Arbeit erblickt. Denn indem ihr
euch auf eurem Weg den Meister zum Vorbild nahmt, habt ihr
gezeigt, wie man rechtschaffen lebt, und habt für alle gebetet.
64. In allen Nationen wird man von Versöhnung, von
Brüderlichkeit und Frieden sprechen, und dies wird der Beginn der
Vereinigung sein.
65. Ich habe euch vorbereitet und euch gefragt, ob ihr schon
bereit seid, zu den ruhelos Umherziehenden, zu euren Mitmenschen
aufzubrechen, um ihnen die Weisheit aufzuzeigen, die Ich euch als
inspirierte Kundgabe gegeben habe, und um ihre Fragen befriedigend
zu beantworten. Niemandem soll es unmöglich erscheinen,
diesen Auftrag zu erfüllen. Erkennt, dass die Kenntnisse, die Ich
euch gegeben habe, euch ermöglichen, eure Mission zu verstehen.
66. Es wird nicht nötig sein, dass alle meine Kinder in die
Gegenden gelangen, die ihr fremd nennt. Oftmals wird es genügen,
wenn sie in Gedanken beten und ihr Herz reinigen, damit ihr Geist
sich auf jede beliebige Distanz bei ihren Mitmenschen bekundet und
mit ihnen eins wird. Und jene werden durch die Geistige Welt
wachgerüttelt werden.
67. Ihr sollt euch mit der Geistigen Welt vereinen und mit ihr
einen Schutzwall bilden, der neue Kriege und neue Leiden
verhindert. Ihr sollt weiterhin für jene beten, die die geistige
Herrschaft mit Hilfe von Gewalt zu verwirklichen vorgeben. Ihr
werdet überrascht sein, und die Welt wird sich wundern, wenn die
Menschen sehen, dass es nicht die Macht ist, die die Vernunft, die
Brüderlichkeit und die Gerechtigkeit beherrscht hat.
68. Hütet euch davor, eine scheinbare Wohltätigkeit auszuüben
und dabei in euren Herzen der Selbstsucht zu frönen. Tut soviel
Gutes wie möglich, aber ohne persönliche Vorteilsuche. Tut es aus
Liebe, welche das Gesetz ist, das Ich euch gelehrt habe, und ihr
werdet Verdienste für den Aufstieg eurer Seele erworben haben.
Macht meine Unterweisung so bekannt, wie Ich sie euch gegeben
habe. Es ist die gleiche wie die, die Ich meinen Propheten und
meinen Aposteln anderer Zeiten kundgetan habe.
69. Der Mensch in seinem Materialismus hat es vorteilhaft
gefunden, mein Wort, das Ich zu allen Zeiten übermittelt habe, zu
verfälschen. Doch mein Werk ist vollkommen und gründet sich
nicht auf materielle Worte. Bereitet euch vor, und ihr werdet immer
meine Wahrheit finden. Dann werdet ihr entdecken, dass Ich euch
mein Saatkorn zu allen Zeiten in hochherziger Weise gegeben habe,
damit auch ihr es mit derselben Liebe und Barmherzigkeit
weitergebt.
70. Es wird nicht nötig sein, dass ihr irgendjemandem durch den
Gebrauch von Riten oder äußeren Formen beeindruckt. Der Tempel
eures Herzens wird sichtbar werden, und in ihm werden eure
Mitmenschen sein ewiges Licht und seinen Altar erblicken.
71. Lernt Mich schon jetzt fühlen ─ sowohl bei euren guten
Werken, als auch dann, wenn ihr darum ringt, das Schlammloch zu
verlassen, in das ihr gefallen seid.
72. Ich habe euch gelehrt, die Wahrheit in der Schlichtheit zu
suchen. Wie armselig ist noch der menschliche Verstand, wenn er
die Wahrheit in den komplizierten Wissenschaften sucht, die er
selbst geschaffen hat! Warum Mich in so weiter Ferne suchen,
obwohl man Mich in sich trägt? Wer weiß nicht, dass er als Ebenbild
des Vaters geschaffen worden ist, ausgestattet mit göttlichen
Eigenschaften, wie es der Geist, die Intelligenz und der Wille ist?
73. Ich lebte mit den Menschen in der Zweiten Zeit, teilte euer
Brot und euer Heim; doch die Größe Christi hat ihre Wurzel in
seiner Demut.
74. Ich lehre euch dies, damit ihr euch um eurer Liebe zum
Nächsten willen vom Materiellen zu trennen versteht. Aber vor
allem müsst ihr euch läutern, denn es ist Gesetz, dass ihr euch
entwickeln sollt. Und wenn es Gesetz ist, dass sich alles entwickeln
soll, dürfen euch die Prophezeiungen, die noch in Erfüllung gehen
sollen, nicht in Erstaunen setzen. Das, was eure Augen erblicken
mögen, wird euch nur mit Freude erfüllen, wenn ihr feststellt, dass
alles ein höchst vollkommenes Gesetz regiert, und dass das, was
heute eurer Seele widerfährt, ihr früher nicht hätte widerfahren
können, weil alles zu seiner Zeit offenbar wird, bis es die
Vollkommenheit erreicht.
75. Nicht nur auf Erden ringt man um den Fortschritt der
Menschheit; von anderen Welten aus bemüht sich die Geistige Welt
um ihre Rettung und ihren Fortschritt. Darum sage Ich euch, dass
der spiritualistische Same im Schoße aller Religionsgemeinschaften
Früchte tragen wird. Nach den großen Auseinandersetzungen, und
wenn die Menschen sagen, dass es eine neue Religion ist, die
Zwietracht sät, sollt ihr antworten, dass der Spiritualismus eine
Lehre ist, und eben jene ist, die den Menschen als erste gegeben
wurde, und die einzige, die die Seelen regiert hat. Aber jene Stimme
wird aus eurem Herzen kommen, wo eure Gefühle wohnen, die sich
offenbaren werden, wenn ihr um eines fremden Schmerzes willen
weint, oder auch dann, wenn ihr aus Freude weint über jene eures
Nächsten. Denn das, was Ich euch immer gelehrt habe, ist, sich
untereinander zu lieben.
76. Ich spreche zu euch mittels des menschlichen Verstandesvermögens.
Mein Licht und meine Gnade durchströmen es und
werden zu Worten ─ zu jenem Wort, das den einzigen Weg kennzeichnet,
um zu Mir zu gelangen: den der Lauterkeit der Gefühle
und den der Demut.
Mein Friede sei mit euch!

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