BWL - Band VII - Unterweisung 181


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 181
1. Ihr Zuhörerscharen, kommt zum Lichte, schließt für einige
Augenblicke die Augen des Körpers und schaut mit dem Geiste den
Glanz meiner Gegenwart, die zu euch kommt. Es ist das göttliche
Licht der Liebe und der Weisheit, das Ich euch als Gewand geben
will. Es ist das Licht, das die Finsternis der Unwissenheit, des
Fanatismus und der Bosheit vertreibt.
2. Ich gebe euch meine Unterweisung an diesem Tage, den ihr
der körperlichen Ruhe und der Pflege der Seele geweiht habt. Es ist
der siebte Tag, an dem ihr von der Mühsal der Woche ausruht, an
dem ihr die Frucht eurer Arbeit erntet und Kräfte sammelt, um euren
Weg fortzusetzen.
3. Fasst diesen Tag als Sinnbild der siebten Stufe eurer
Entwicklung auf ─ jener, in der sich das letzte Siegel öffnen wird, in
der ihr nach der langen Lebensreise ausruhen werdet.
4. Viele meinen, dass mein Licht nur an diesen Orten
herabkommt, wo mein Wort sich kundtut; aber die Wahrheit ist, dass
meine geistige Gegenwart bei allen ist. Deshalb habe Ich das Licht,
das Ich euch sende, Universellen Strahl genannt. Denn im selben
Augenblick, in dem es die Stimmträger durchstrahlt, fühlen es alle
Geschöpfe auf unterschiedliche Weise. Ja, Volk, da Ich allmächtig
und allgegenwärtig bin, bekunde Ich Mich in verschiedenartigen
Formen, die alle geistig sind. ─ Wenn ihr Mich in der Zweiten Zeit
als Mensch saht, geschah dies, weil Ich euer Herz zu erreichen
suchte. Doch jetzt "seht" ihr Mich geistig kommen, weil es eure
Seele ist, die Ich erleuchten will.
5. "Heiland" habt ihr Mich genannt, und "Heiland" werdet ihr
Mich weiterhin nennen, weil Ich euch von den schlechten Wegen
abbringe.
6. Verflucht nicht die Prüfungen, die euch und das ganze
Menschengeschlecht bedrücken. Sagt nicht, dass sie Strafe, Zorn
oder Rache Gottes sind, denn dann lästert ihr. Ich sage euch, dass es
gerade diese Heimsuchungen sind, die die Menschheit dem
rettenden Hafen immer näher bringen.
7. Nennt sie Gerechtigkeit, Sühne oder Lektionen, dann wird es
zutreffend und richtig sein. Der Zorn und die Rache sind
menschliche Leidenschaften, die solchen Wesen eigen sind, die noch
dem Seelenfrieden, der Harmonie und der Vollkommenheit ferne
sind. Es ist nicht gerecht, dass ihr meiner Liebe zu euch, die alle
meine Werke bestimmt, den vulgären Namen "Strafe" gebt oder den
unwürdigen Namen "Rache".
8. Bedenkt, dass ihr euch freiwillig auf dornige Wege oder in
finstere Abgründe begeben habt, und dass ihr nicht auf meinen
liebevollen Ruf gehört noch auf die Stimme eures Gewissens
gelauscht habt, weshalb es notwendig wurde, dass der Schmerz euch
zu Hilfe kam, um euch aufzuwecken, euch aufzuhalten, euch zur
Besinnung zu bringen und zum wahren Weg zurückkehren zu lassen.
9. Es ist notwendig gewesen, zuzulassen, dass in der Finsternis
der Schmerz zugegen ist, und dass der Frieden im Lichte wohnt,
damit ihr freiwillig den geistigen Zustand wählen könnt, den ihr
erstrebt.
10. Wenn Ich sehe, dass ihr euch vom Schmerz besiegen lasst
und dass ihr, anstatt aus ihm die Lehren zu ziehen, die jede Prüfung
enthält, euch damit begnügt, zu weinen, zu fluchen oder einfach auf
den Tod zu warten als das Ende eurer Leiden, dann nahe Ich Mich
euch, um euer Herz liebevoll anzusprechen, ihm Trost und Hoffnung
zu geben und es zu stärken, damit es sich selbst, seine Schwachheit
und seinen Mangel an Glauben überwindet und es über die
Prüfungen triumphieren kann; denn in diesem Triumph liegt der
Friede, das Licht und das geistige Glücklichsein, welches das wahre
Glück ist.
11. Dafür bin Ich gekommen, Volk, um die endlose Nacht zu
beseitigen, die euch bedeckte, und euch einen neuen Tag voller
Glanz zu geben. Mein Wort wird das Wunder vollbringen, das Eis
eures Herzens zu schmelzen, damit es das Geistige zu fühlen und für
alles Gute zu schlagen beginnt. Mein Wort wird die Riegel des
Gefängnisses öffnen, in dem sich eure Seele gefangen sah. Doch
eure Sache ist es, das andere Wunder zu tun: durch die Verdienste
eurer Werke den Frieden und den Aufstieg zu erreichen.
12. Wie ferne werden dann die Pfade sein, auf denen ihr eure
Füße verletzt habt und dabei eine Spur von Blut und Tränen hinterließet,
und wo ihr den Leidenskelch bis zur Neige getrunken habt!
13. Mein göttliches Verlangen ist es, euch zu retten und euch in
eine Welt des Lichtes, der Schönheiten und der Liebe zu führen, wo
ihr aufgrund der Erhebung der Seele, der Hochherzigkeit der
Gefühle, des Ideals der Vollkommenheit freudig schwingt. Doch
erkennt ihr nicht in diesem göttlichen Verlangen meine Vaterliebe?
Zweifellos muss der, der dies nicht so versteht, blind sein.
14. Manche behaupten, Mich mit ihrem Verstand zu erfassen, in
der Meinung, Mich auf diese Weise begreifen zu können. Andere,
die noch unreifer und materialistischer sind, möchten Mich in
menschlicher Gestalt sehen, um an Mich zu glauben, ohne daran zu
denken, dass es in ihrem Wesen einen höheren Sinn gibt, durch den
sie Mich verstehen, meine Gegenwart fühlen und Mich schauen
können. Aber dieser Sinn kann sich nur durch den Glauben und die
Vergeistigung bekunden.
15. Wie viel Freude schenken meinem Geiste jene Jünger,
welche wirklich nach Erhebung streben; denn diese ─ obschon sie
in den Augen der Welt unbedeutend und töricht sind ─ verstehen
meine Gegenwart in ihrem Herzen zu empfinden, meine
Inspirationen zu deuten oder zu verstehen, und sind mit dem
einverstanden, was mein Wille ihnen gewährt.
16. Seid wie sie, damit ihr alle Mich fühlt und euch meiner
Wohltaten erfreut, denn Ich bin für alle da. Seht: Nachdem Ich die
Wege mit meiner Lehre gebahnt habe, richte Ich meinen Blick auf
dich, du kleine Anzahl von Herzen, die zu den Jüngeren gehören,
die in dieser Zeit berufen sind, meiner Spur zu folgen.
17. Dies Wort des Lichtes, das Ich euch übergebe, ist das
geistige Brot, mit dem Ich euch in der Dritten Zeit nähre. Alle meine
Kinder verlangen in ihren Glaubensüberzeugungen nach dieser
Nahrung ─ die einen in ihrer äußerlichen Form, und die anderen in
ihrem Sinngehalt. Ich empfange alle mit Liebe und gewähre allen
meine Gnade.
18. Ich sagte zu meinen Aposteln während des Abendmahls:
"Nehmt das Brot, es ist mein Leib. Nehmt den Wein, welcher mein
Blut ist, und nach meinem Scheiden sollt ihr euch an diese
Unterweisung erinnern."
19. Jetzt sage Ich euch: Nehmt mein Wort, welches ewiges
Leben ist, und bewahrt seinen Sinngehalt. Erinnert euch an dasselbe
nach 1950, wenn es nicht mehr vernommen wird, und nährt euch
von ihm. So wie meine Jünger ihr Leben durch meine Unterweisung
in Ordnung zu bringen verstanden und diese in Demut verbreiteten,
so sollt auch ihr sein, damit ihr dies Brot der Seele allen Hungrigen
bringt. Denn es steht geschrieben, dass mein Wort nicht vergehen
wird und in der ganzen Menschheit vernommen werden wird.
20. Ich habe euch gesagt: Vernehmt mein Wort, und ihr werdet
in seiner Essenz das Brot der Gotteshuld finden. Ich habe euch
gesagt: Verlangt nach der Liebe des Vaters, denn das für euer Leben
auf Erden Notwendige wird euch obendrein gegeben werden.
21. Bezüglich dieses Samens werdet ihr euch Mir gegenüber
verantworten müssen, da Ich es euch zu allen Zeiten anvertraut
habe. Wer kann von sich sagen, dass er seine Aufgabe erfüllt hat,
und dass er frei von jedem Makel ist?
22. Nächstenliebe zu üben ist die höchste Aufgabe eurer
Bestimmung. Verbreitet sie in Werken, in Worten und selbst in
Gedanken; denn ein mit Liebe ausgesandter Gedanke bringt euren
Mitmenschen Trost.
23. Ich will, dass ihr vergeben lernt. Ich lade euch dazu ein,
mein Kreuz der Liebe auf euch zu nehmen und Mir nachzufolgen.
Ich vernehme und empfange den, der Mir innerlich sagt: "Herr, ich
will deinen Schritten folgen."
24. Doch zugleich frage Ich euch: Wer wird es sein, der Mich in
dieser Dritten Zeit verrät? Erforscht euch, und ihr werdet Mir
antworten, wenn die Zeit gekommen ist.
25. Wer mein Gesetz nicht befolgt, wer Mich verleugnet, wer
mein Werk in irgendeiner Weise entweiht oder befleckt, der wird es
sein, der Mich dem Pöbel preisgibt, der durch seine Werke schreit:
"Kreuzigt ihn!" Denn seine Handlungsweisen werden bewirken,
dass die Menschen sich fragen: "Sind das die Jünger des Meisters?
Sind das jene, die sein Wort vernahmen?"
26. Liebt die Menschen, macht eure Wohltaten nicht bekannt,
das wird genügen, um die Apostel der Dritten Zeit zu sein.
27. Heute bin Ich vor der Welt, bei den Menschen gegenwärtig,
und Ich sage ihnen: Wessen klagt ihr Mich an? Ich habe die
Wahrheit gesagt, habe das Gute angeraten, habe meine Verheißung,
zurückzukommen, erfüllt. Ich verleugne nicht, was Ich euch in der
Zweiten sagte, weil Ich ein Vorbild von Wahrhaftigkeit bin. Ich trage
weiterhin das schwere Kreuz, und der Mensch ist es, der meinen
Körper verletzt.
28. Erinnert euch, dass der Sohn Gottes sich damals den
Menschen nahte, und diese ihn nicht verstanden. Doch heute könnt
ihr Mich endlich verstehen.
29. Noch immer bin Ich gekreuzigt, denn Ich bin in Gestalt
eines jeden von euch in Stückchen zerteilt. Sagt Mir: Kann Ich etwa
nicht eure eigenen Schmerzen fühlen? Warum fühlt ihr Mich dann
nicht?
30. Ich werde erneut geopfert. Welche werden Mich in dieser
Zeit kreuzigen? Welche werden Mich anschreien: "Mach, dass du
weiterkommst!"
31. Mein Blick ist durchdringend und zugleich liebevoll. Wenn
ihm eine Träne entquillt, fällt sie nicht zu Boden, sondern dringt in
eure Seelen. Ich werde immer bei euch sein. Die Welt braucht Mich
noch immer.
32. Die Zeit wird kommen, in der unter euch Brüderlichkeit
empfunden wird, wenn ihr das Heiligtum meiner Gedanken betretet.
33. Dahin, woher Ich komme und wohin Ich gehe, könnt ihr
derzeit nicht gehen. Doch der Tag wird kommen, an dem ihr in
meine Gegenwart gelangen und Mich aufgrund dieses Wortes
erkennen werdet. Ihr werdet dann den Überwinder des Todes sehen,
der euch durch sein Opfer ewiges Leben gab. Denn Ich bin die
Auferstehung und das Leben, bin der Trost, der jede betrübte Seele
aufsucht, um ihr Frieden zu geben.
34. Dies Licht, das Ich derzeit auf euch herabstrahle, soll
Frieden und Moral in den kommenden Generationen sein.
35. Wahrlich, Ich sage euch noch einmal, Ich leide in allen, die
leiden. Der Hunger und Durst der Menschen nach Liebe ist auch
Hunger und Durst meines Geistes. In ihnen leide Ich, und in ihnen
werde Ich durchbohrt. Doch meine Liebe sagt euch: Jünger, seid
standhaft, denn es werden Heuchler, Pharisäer und Heiden an euch
herantreten und euch fragen, ob ihr Mich anerkannt habt, und ob ihr
Mich liebt. Bei diesen Fragen werdet ihr Angst haben, und wenn ihr
schwach seid, werdet ihr wie jener Apostel sagen: "Ich habe jenen
Galiläer nie gekannt."
36. Vergesst nicht, dass euer Lohn nicht auf dieser Welt ist.
Wenn man euch um meinetwillen verletzen sollte, so verzagt nicht.
Vergebt und liebt, seid meine Jünger.
37. Macht das Zeichen des Kreuzes nicht äußerlich, da Ich in
euch selbst am Kreuze hänge.
38. Ich werde Mich im Gewissen all derer fühlbar machen, die
meine göttliche Passion mit heidnischen und weltlichen Feiern
begehen, und werde bewirken, dass sie Zerknirschung fühlen und
ihr Herz pocht und weint. Ich werde ihre Reue annehmen, denn nie
wird es zu spät sein, um die Augen für die Wahrheit zu öffnen.
39. Reinigt euch von der Sünde und liebt einander, damit ihr
den Körper Jesu vom Kreuz herabnehmt und euer Herz sein
Grabtuch ist.
40. Erkennt die Erfüllung meiner Verheißung: Der "Tempel"
wurde zerstört, und Ich baute ihn in drei Tagen wieder auf. Errichtet
ist nun das geistige Heiligtum, in welchem der Herr wohnt.
41. Ich habe eine fromme Frau angetroffen, und als Ich sie
weinen sah, habe Ich sie gefragt: "Warum weinst du?" Und sie hat
wie in damaliger Zeit geantwortet: "Ich weine, weil der Meister
verschwunden ist. Ich habe mich auf die Suche nach seinem Leib
gemacht; doch Er ist nicht da." Da habe Ich ihr gesagt: "Blicke
empor und erkenne, dass der Meister bei dir ist."
42. "Geh' und sage deinen Geschwistern, dass sie sich
versammeln, weil der Meister sie überraschen wird, und dass Ich
dem, der Mich aufgrund seines Glaubens zu fühlen vermag, das
ewige Leben zeigen werde."
43. Geliebte Jünger, ihr schaut Mich derzeit mit dem Blick
eures Glaubens, denn Ich habe in der Essenz dieses Wortes, in der
Inspiration des Menschen Gestalt angenommen. Aber Ich entdecke
auch jenen Thomas, der seine Finger in meine Wunden legte, um
glauben zu können. Heute könnt ihr meinen Leib nicht berühren,
weil Ich unberührbar bin. Es ist nicht mehr die Zeit, in der ihr Mich
berühren könnt.
44. Ich bin im Geiste zu euch gekommen, und die Zeit wird
kommen, in der ihr meine Lehre mit dem Herzen und mit dem
Geiste umarmt. Ich, der Überwinder der Materie, der Versuchung
und des Todes bin bis in die Höhlen der Finsternis vorgedrungen
und habe in die Seelen derer Licht gebracht, die diese Welt bewohnt
hatten und in das andere Leben hinübergingen. Gebunden in Ketten
der Gewissensbisse und Selbstanklagen, habe Ich sie das Licht
meiner Herrlichkeit sehen lassen und habe sie befreit. Denn Ich
wohne zwar im Lichte, steige aber auch in die Abgründe hinab, wo
sich die Seelen läutern, weil Ich die Auferstehung für alle bin.
45. Seid treue Zeugen dieser Kundgebungen. Fühlt sie und
erinnert euch an sie mit Andacht, damit ihr ihr Saatkorn in
fruchtbares Erdreich legen könnt.
46. Wahrlich, Ich sage euch, diese Generation wird nicht
vergehen, ohne dass meine Unterweisung bekannt wird.
47. Ihr werdet verkannt und getadelt werden; doch Ich sage
euch: Fürchtet nicht den Spott, nicht einmal den Tod des Körpers.
Niemand wird euch töten können, denn Ich bin bei euch.
Nach dieser Auseinandersetzung wird die Welt die geistige
Freude der Zwiesprache mit dem Vater kennenlernen. Der Friede
wird zu den Völkern kommen, weil sie in ihrem Sinneswandel
meine Unterweisung befolgen werden. Seid treue Jünger, bedenkt,
dass Ich euch genug Zeit und Gelegenheiten gegeben habe, um die
Welt kennenzulernen. Was könnt ihr von ihr schon erwarten?
48. Wenn ihr in materieller Hinsicht schwach seid, seid ihr doch
stark im Geiste. Ihr habt den Sinn des menschlichen Lebens
verstanden, und jetzt versucht ihr die Bedeutung des Geistigen
Lebens zu begreifen. Wer von euch hat nicht die Gaben in sich
gefühlt, die Ich ihm gegeben habe? Habt Glauben an Mich, damit
ihr in das Unsichtbare eindringen und euch stärken könnt; denn
noch immer müsst ihr mit euch selbst kämpfen.
49. Ich habe euch zu neuem Leben erweckt, denn ihr wart tot.
Ich habe euch meine Herrlichkeit aufgetan, habe eure Seele mit dem
Lichte meines Wortes geschmückt. Bewahrt diese Gnade und fühlt,
dass das wahre Leben zu euch kommt.
50. Vergebt und liebt nun jene, die euch beleidigt haben mögen,
und denkt, dass die Beleidigung nicht euch, sondern Mir gegolten
hat, der Ich in jedem meiner Kinder bin. Wenn Ich allen vergebe ─
warum könnt dann ihr nicht vergeben? Wegen der Selbstsucht und
der Eitelkeit des Fleisches! Doch wohin geht euer Fleisch? Dahin,
wo es mit den Elementen verschmilzt, aus denen es gebildet wurde,
während die Seele überleben wird, um sich für all ihre Taten zu
verantworten, die sie mittels ihrer körperlichen Hülle begangen hat,
während das unendliche Licht des Schöpfers sie erwartet, um mit
dem Kinde in einer Liebesumarmung zu verschmelzen.
51. Wer möchte in jenem Augenblicke dann nicht jener
Belohnung würdig sein?
52. Jünger, Ich will, dass ihr in dieser Zeit die Freude fühlt, die
jene erlebten, die Mich in den Himmel auffahren sahen. Meine
Manifestation vor den Jüngern geschah, um das Versprechen zu
erfüllen, das Ich ihnen einen Tag vor dem Opfertode gab.
Ich belehrte sie damals über das Leben der Seele und das, was
der körperliche Tod bedeutet. Sie verstanden nicht, und so musste
Ich ihnen ankündigen, dass Ich als Geistwesen zurückkommen
würde, um ihnen alles zu bestätigen, was Ich ihnen gesagt hatte. Als
Ich dann ─ bereits als Geistwesen ─ unter den Jüngern war, und
einer von ihnen seine Finger in meine frischen Wunden legte, sagte
Ich ihnen: "Ich werde immer bei euch sein und werde als Licht des
Heiligen Geistes kommen."
Als jene beabsichtigten, ihre Köpfe an die Brust des Meisters zu
lehnen, verschwand die Gestalt Jesu, weil der Beweis, den Ich ihnen
von meiner Wahrheit gegeben hatte, ausreichend war. Ich versprach,
zu den Menschen "auf der Wolke" zurückzukehren, und diese Jünger
haben die Erfüllung meines Wortes von ihrer geistigen Heimstatt aus
auch miterlebt, und ihr habt jene Verheißung in eurer Welt
Wirklichkeit werden sehen. Dies ist die Auferstehung, die Ich euch
in dieser Zeit offenbart habe.
53. Ich hinterlasse euch meinen Frieden. Bewahrt meine Unterweisung
und lasst euch von ihr leiten, damit ihr euch nicht in
dunklen Schatten verirrt. Nach 1950 werdet ihr in das Heiligtum
meiner göttlichen Inspiration eingehen, damit ihr euch aufmacht,
diese Frohe Botschaft zu lehren, wie es eure Brüder, meine Apostel,
in der Zweiten Zeit taten. Ihr werdet meine reine und von Riten,
Traditionen und Eitelkeiten freie Lehre erblühen sehen. Denn Ich
habe kein Verlangen nach materiellen Kirchen, sondern nach dem
Herz meiner Kinder, um es in ein wirkliches Heiligtum umzuwandeln,
in dem die Liebe Jehovas wohnt.
54. Was bringt ihr vor Mich an diesem Tage? Warum weint ihr,
obwohl Ich euch meinen Frieden gegeben habe und euch meine
Liebe und meine Zärtlichkeit habe fühlen lassen? ─ Ihr schweigt auf
meine Frage. ─ Ich habe euch mit Gnade erfüllt, doch ihr fühlt, dass
ihr sie nicht zu nutzen verstandet. Deshalb ist Schmerz in euren
Herzen. Doch was ist es, das euch von der Auftragserfüllung abhält?
Die Welt, die ihr bewohnt, ist ein Prüfstein, und je mehr ihr euch
läutert, desto freier werdet ihr euch fühlen. Eure vergangenen Verschuldungen
werden dann nicht mehr auf eurer Seele lasten, und ihr
werdet euch seelisch aufwärtsentwickeln können.
Fürchtet euch nicht vor der Armut. Wenn die Welt euch eurer
Güter beraubt, wenn sie euren Besitz fordert, so gebt ihn auf, und ihr
werdet nichts verloren haben. Fürchtet den, der euch den Frieden
rauben möchte ─ den, der euren Glauben auszulöschen versucht.
Denn diese Güter sind nicht nur euer Schatz, sondern er gehört auch
den euch Anvertrauten. Es ist das Mittel, durch das Ich euch das
Heil geben werde, zusammen mit dem jener Menschen, die Ich
eurer Fürsorge anvertraut habe.
55. Zu Mir gelangt die Fürsprache Marias, der liebevollen und
selbstlosen Mutter, und der Hirte Elias legt Mir das Volk ans Herz.
Unablässig bitten die göttliche Zärtlichkeit, der Hirte und eure
Schutzengel für euch. Doch Ich, der Vater kenne und fühle euren
Schmerz, und meine Barmherzigkeit ist mit euch. Werde heil, Volk,
und rette die Menschheit. Ich habe euch den Weg gezeigt, und wenn
ihr Frieden wollt, so seid Menschen guten Willens, verbannt die
Selbstsucht und gebt von dem, was in eurem Herzen ist.
Heute liebt ihr einander nicht im Geiste, doch die Zeit wird
kommen, in der ihr in jedem Mitmenschen eine Verkörperung von
Mir erblickt, ein Ebenbild meiner Göttlichkeit, und diese Liebe wird
den Schmerz vertreiben.
56. Begreift, dass ihr alle Mir gehört. Der Preis für eure Rettung
ist das mit meinem Blute gekennzeichnete Beispiel, mein Opfertod
aus Liebe, und es ist notwendig, dass ihr erkennt, dass Ich um eurer
Seele willen komme, um sie zu den Pforten des "Gelobten Landes"
zu bringen.
Mein Wort wird euch nicht vor dem angesagten Zeitpunkt
verlassen, und danach, wenn ihr euch zugerüstet habt, wird man die
Frohe Botschaft durch euch und durch meine Boten in
verschiedenen Nationen kennenlernen. Mein Wort wird erforscht
und schließlich studiert und verstanden werden. Um das Jahr 2000
werden sich die geistigen Fähigkeiten der Menschheit zu manifestieren
beginnen und dabei Zeugnis für mein Wort ablegen.
57. Bereitet euch vor, und in kurzer Zeit werdet ihr eure
Geistesgaben erkennen. Ihr alle besitzt seit dem Augenblick eurer
Erschaffung ein Erbe. Daher könnt ihr alle tätig werden und meine
"Arbeiter" sein.
58. Die Felder sind vorbereitet und erwarten den Samen und die
Pflege. Seid nicht säumig, beginnt mit der Erfüllung eurer Mission.
Die Zeit ist günstig, und euer Gebet und Tätigsein im Gesetze wird
eure Seelen mit Frieden erfüllen.
59. Nur wenige Augenblicke sind vergangen, seit ihr, auf euren
Geist konzentriert, der Stunde gedachtet, in der ihr den Sohn Gottes
gekreuzigt saht.
60. Ich bin gekommen, um euch zu sagen, dass die kurze Zeit,
die seitdem vergangen ist, für die Menschheit von Nutzen war. Ich
bin gekommen, um Zeugnis von meiner Liebe zu geben, und Ich
werde euch sehr nahe sein, um Mich jedem Geiste, jedem Herzen
und allem Fleische kundzutun, denn es ist das Zeitalter des Lichtes,
die Zeit des Heiligen Geistes.
61. Nehmt meine Unterweisungen als Maßstab und bringt sie in
Anwendung. Doch meint nicht, dass dies ein Opfer für euch
bedeutet. Wenn es so wäre, würde es darauf hinweisen, dass eure
Seele sich nicht zubereitet hat und daher keine Beglückung dabei
erfährt.
62. Wenn ihr Jesus nachfolgen wollt, müsst ihr leiden. Aber auf
dem Grunde jenes Schmerzes wird das Glücksgefühl sein, um das
Wohl eurer Nächsten willen zu leiden. Jetzt wird euer Opfer nicht
aus Blut bestehen, weil die Zeiten sich geändert haben, und die
Menschheit sich weiterentwickelt hat; es wird aus Liebe bestehen.
63. Eure Seele schleift mühsam eine Kette hinter sich her, die
durch die Leben geschaffen wurde, die Ich euch als Gelegenheit zu
eurer Vervollkommnung gegeben habe und die ihr nicht genutzt
habt. Jedes Dasein bildet ein Kettenglied. Doch wenn ihr euer Leben
nach meinen Unterweisungen ausrichtet, wenn ihr euch an das
Gesetz haltet, werdet ihr nicht mehr zu dieser Welt kommen, um zu
leiden.
64. Wenn ihr die Zeit verstreichen lasst, ohne mein Wort zu
studieren, werde Ich, der Ich die Zeit bin, euch überraschen.
Studiert, damit ihr in meinem Werke den Platz einnehmen könnt,
der euch zukommt.
65. Ich will, dass das Unverständnis und die unterschiedlichen
Meinungen über meine Göttlichkeit ein Ende haben. Begreift, dass
ihr alle aus einem einzigen Gott hervorgegangen seid.
66. Ich weise euch weiterhin den einzigen Weg, der zu meinem
Schoße führt. Er ist weit, er ist rau, auf ihm gibt es eine Blutspur.
Aber am Ende der Lebensreise werdet ihr Blumen von köstlichem
Dufte und Früchte von gutem Geschmacke finden.
67. Manche von euch trauern der Zeit nach, in der sie Glück und
Frieden hatten. Ich sage euch: Seufzt nicht. Ich habe euch aufs Neue
Glück und Frieden gebracht, und diese Gnadengaben währen bis in
Ewigkeit.
68. Wenn Ich euch sage: "Bittet, so wird euch gegeben", bittet
ihr Mich um Irdisches. Doch wahrlich ─ um wie wenig bittet ihr
Mich! Bittet Mich vor allem um all das, was zum Wohle eurer Seele
ist. Sammelt keine Schätze auf Erden, denn hier gibt es Diebe!
Sammelt Schätze im Reiche des Vaters, denn dort wird euer
Vermögen sicher sein, und es wird der Beglückung und dem Frieden
eurer Seele dienen.
69. Die Schätze der Erde sind die Reichtümer, die Macht und
die Titel von falscher Größe. Die Schätze des Geistes sind die guten
Werke.
70. Ich verkenne nicht das Wissen und die Wissenschaft, die die
Menschen erreicht haben. Im Gegenteil, Ich erleuchte ihre
Erkenntisfähigkeit, damit ihre Werke ein edles und hohes Ziel
haben. Denn dann werden sie gewisslich wahre Größe erreichen.
71. In der Zweiten Zeit zeigte Ich der Welt, was der Mensch
mittels des Glaubens zu tun vermag. Ich erweckte den, der tot war,
dem Blinden gab Ich das Sehvermögen, den Aussätzigen machte Ich
rein, den Lahmen ließ Ich gehen.
72. Ich segne die Wissenschaft des Menschen, die jenen geheilt
und vor dem Tode bewahrt hat, der am Rande des Grabes stand.
73. Jetzt bin Ich gekommen, euch ein weiteres Mal meine
Weisheit zu zeigen, die über allen Wissenschaften steht, und Ich
sage euch: Die Welt wird den Tröster der Dritten Zeit kennenlernen.
Aber während ihr wisst, dass Ich erneut bei den Menschen bin,
erwarten diese Mich noch immer, obwohl mein Abschied bereits nahe ist.
74. In meinem Wort der "Zweiten Zeit" ließ Ich euch wissen,
dass Ich aufs Neue zu euch kommen werde, dass meine geistigen
Heerscharen mit Mir hernieder kommen werden. Aber die Menschheit
hat den Sinn meines Wortes nicht richtig verstanden und ausgelegt.
Daher erwartet Mich jede Religionsgemeinschaft in ihrer Mitte,
daher erwarten sie, Mich mit ihren sterblichen Augen zu schauen;
doch die Mich jetzt auf diese Weise erwarten, sind dieselben, die
einst leugneten, dass Jesus der Messias sei, und ihn für einen
Träumer hielten.
75. Solange ihr Glauben habt, werdet ihr euren Weg erhellt sehen.
76. Ich bin in dieser Zeit gekommen, um meinen Tempel zu
errichten. Ich werde den Tempel eures Herzens, den ihr zerstört
habt, in "drei Tagen" wieder aufbauen.
77. Ihr alle bewahrt eure Zurüstung, und so zeigt ihr euch Mir.
Wann immer ihr euer Herz geöffnet habt, um mein Wort zu
empfangen, habt ihr Frieden empfunden. Wer von euch, der Mich
mit Liebe gesucht hat, hat keine Zwiesprache mit Mir gehabt? Doch
wenn ihr diese Barmherzigkeit erlangt habt ─ warum lehrt ihr sie
nicht euren Mitmenschen? Wenn ihr in der Liebestätigkeit Leben
findet, so liebt uneigennützig. Wenn die Erfüllung der Pflichten euch
mit Gesundheit erfüllt, so arbeitet unermüdlich.
78. Ich will euch meiner würdig finden. Ich will in euren
Heimen Frieden sehen und jeden von euch das Gute pflegen und
fördern sehen, damit ihr bei Mir leben und mit euren Geschwistern
eins werden könnt.
(Gleichnis)
79. Es war einmal ein demütiger Meister, der seine Schüler
unterwies. Unter ihnen waren Herzen, die von Glauben erfüllt voller
Ungeduld aufbrechen wollten, um ihre Mission zu erfüllen. Kurze
Zeit, nachdem sie Unterweisungen des Meisters empfangen hatten,
fragten sie ihn: "Du, der du weise bist und die lautere Liebe lehrst
und die Befreiung der Seele ─ sage uns: Wann werden wir hinausziehen
können, um im Namen unseres Vaters das zu lehren, was wir
gelernt haben?"
Doch der Meister antwortete: "O Schüler, ihr wollt meine Unterweisung
bereits weitergeben? Habt ihr euch schon an ihr gesättigt?
Fürchtet ihr nicht die Gefahren, schreckt euch die Ungläubigkeit
nicht ab? Seid ihr schon stark genug? Doch ein Schüler besteht darauf:
"Du hast uns ein Gegenmittel gegeben, wir fühlen uns stark und
möchten deine Unterweisung in
die Tat umsetzen."
Jener Meister voll Zärtlichkeit und Güte segnet seine Jünger,
gibt ihnen Vollmacht, und lässt sie scheiden. Und so macht sich der
Schüler auf den Weg, bearbeitet Herzen, gibt ihnen von jener großen
Unterweisung.
Viele suchen ihn auf, und wenn sie sein Wort hören, bekehren
sie sich zu seiner Lehre und folgen ihm nach. Doch nachdem er jene
neuen Schüler zugerüstet hat, sagt der "Arbeiter" zur Menge, die
ihm folgt: "Ihr müsst euch vor Jenem zeigen, der mich unterwies,
um die letzte Lektion zu empfangen. Denn jener Meister ist im
Begriffe zu scheiden, und möchte euch voll seiner Weisheit zurücklassen.
Wollt ihr Mir folgen?"
80. In großen Scharen zogen sie zu jenem Meister und sahen
mit Überraschung, dass es der Meister der Meister, der unendliche
Gott, der Schöpfer alles Geschaffenen war. Da knieten sie nieder,
fühlten tiefe Reue, und ihre Seele verband sich mit ihm, und Frieden
durchströmte die Herzen der Schüler.
(Ende des Gleichnisses)
81. Heute sage Ich euch, meinen Jüngern: Der Augenblick wird
kommen, in dem ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schauen
werdet. Zu dieser Zeit werden die Erde und ihre Bewohner gereinigt
sein, und die Tugend und Schönheit der Seele wiederhergestellt. Der
Schmerz wird verschwinden, und alles wird Glückseligkeit, wird ein
unendlicher "Tag" sein, ohne Ende für euch. Wollt ihr nicht diese
Wunder schauen? Wollt ihr nicht, dass eure Kinder mit meinem
Geiste Zwiesprache halten und frei von Sünde eine Welt des
Friedens schaffen können?
82. Ich habe euch die Geistesgaben gegeben, damit ihr meine
Unterweisung in Anwendung bringt. Seid beharrlich im Guten.
Wenn eure Entschiedenheit groß ist, werdet ihr das scheinbar
Unüberwindliche besiegen, und die Welt, die nicht an mein
Kommen in dieser Zeit geglaubt hat, wird Mich lieben und wird
gerettet sein.
83. Volk, du wirst dich freuen, wenn du siehst, dass meine
Kundgebungen täglich spiritueller werden. Komm zu Mir aus Liebe,
nicht aus Furcht.
84. Seid stark, denn es kommen Prüfungen auf euch zu, und ihr
müsst sie mit Zuversicht überstehen.
Mein Frieden sei mit euch!

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