BWL - Band VII - Unterweisung 179


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 179:
1. Ich spreche zur Welt durch meine Erwählten. Gesegnet seien,
die sich in Mir inspiriert haben; denn ihr Wort ist erblüht, es war
beredt, und Ich habe darin meine Weisheit und meinen Willen
kundgetan.
2. Im Anfang der Zeiten begann der mit Intelligenz und Vernunft
begabte Mensch Erkenntnisse zu gewinnen, Ideen zu bilden und
seinem Herrn seine Anbetung darzubringen. Sein Geist wurde
stärker, und als er sich nach großen Erfahrungen entwickelt hatte,
sandte Ich Abraham, Isaak und Jakob, damit sie Vorbild und Wurzelstock
eines geistigen Baumes sein würden ─ Väter einer zahlreichen
Familie, deren Geschlecht die Zeiten überdauern würde, das sich
mehren und über den Erdkreis verbreiten würde. Aus ihm gingen die
zwölf Stämme voller Kraft und Macht hervor, um den Nationen die
Aufgabe zu übermitteln, die wahre Verehrung des Schöpfers zu
lehren und die Sünde zu beseitigen.
Ich übertrug diese Aufgabe dem Volke Israel, denn Ich gewahrte
in der Frühzeit der Menschheit viele Anfangsschwierigkeiten und
schlechte Auslegungen meines Gesetzes. Der geistige, schlichte und
lautere Gottesdienst, den Ich von meinen Kindern verlangte,
entartete zu Götzendienst, zu sinnfälligen Kulthandlungen und zu
Gräueln. Obwohl Ich ihnen nahe war, "fühlten" sie Mich ferne, und
in der Meinung, das Gesetz zu erfüllen, sündigten sie.
Als Ich der Menschheit Propheten sandte, verkannten sie sie,
und als sie ihr Wort voll Eifer und Wahrhaftigkeit hörten, sagten sie
Mir: "Wir können dir nicht nachfolgen, Herr, der Weg ist allzu
weit." Doch der Vater, der Liebe ist und der alle seine Kinder belebt
und begleitet, hat weiterhin auf ihre Anerkennung gewartet.
3. Heute lebst du in der Dritten Zeit, auserwähltes Volk, und Ich
habe euch mit derselben Mission, die Welt zu erwecken und zu
beraten, ausgesandt. Wenn ihr euch vorbereitet, wird eure Inspi-
ration unerschöpflich sein, und nach 1950 werdet ihr als meine
Jünger die Unterweisung durch eure Worte bekanntmachen und mit
ihr meinen Willen, meine Offenbarungen und meine Barmherzigkeit.
Eure Liebe zu den Menschen wird Wunder vollbringen, und ihr
werdet ein Leben in ständiger Einsatzbereitschaft führen. Doch
wenn ihr dann Schritte hin zur Vergeistigung gemacht habt, dürft ihr
keine Überlegenheit gegenüber jenen eurer Mitmenschen fühlen,
deren Geist noch nicht eure Aufnahmefähigkeit erlangt hat.
4. Schwingt euch empor, und wenn es nötig ist, herabzusteigen,
um eine Seele zu retten, so tut es. So wie der Hirte in den Abgrund
hinabsteigt, in den sein Schaf gestürzt ist, um es zu retten und es mit
den anderen zu vereinen, die seine Herde bilden. Seid gute Hirten
und lernt, das Herz eurer Mitmenschen mit dieser Unterweisung zu
kultivieren, welche Leben, Aufwärtsentwicklung und Herrlichkeit
ist.
5. Verschließt euer Herz niemals der Liebe, und ihr werdet
durch sie das unendliche Werk eures Vaters erkennen können.
6. Seid nachsichtig mit den Verfehlungen eurer Nächsten, o
geliebte Jünger.
7. Wohl denen, die die Verfehlungen ihrer Mitmenschen nicht
richten, und die vermeiden, dass man sich über sie empört, denn sie
zeigen Reinheit in ihrem Herzen und verstehen, Barmherzigkeit zu
üben.
8. Das Recht zu richten, hat nur Jener, der es zu tun versteht und
der außerdem mit wahrer Liebe zu korrigieren und zu unterweisen
vermag. In den derzeitigen Heimsuchungen, die die Menschheit
durchlebt, kann Ich euch sagen, dass Ich der Einzige bin, der das
Recht hat, zu richten. Denn unter allen Menschen sehe Ich nicht
einen Gerechten, der das Recht hätte, es zu tun.
9. Wenn ihr die Tugend liebt und euch die Fehler der anderen
leid tun ─ wenn ihr schließlich euer ganzes Leben der Besserung
eurer Seele widmet, werdet ihr ein wirkliches Vorbild sein können.
Und wenn ihr durch Werke, Worte und Gedanken lehrt und den Weg
eurer Mitmenschen erhellt, werdet ihr soweit sein, dem göttlichen
Meister ähnlich zu werden, welcher, als Er auf Erden war, euch
zeigte, wie man ein vollkommener Richter sein kann.
10. Ich ließ zu, dass große Sünder in meine Gegenwart
gelangten, Männer und Frauen. Ich ließ zu, dass große Heuchler
meinen Weg kreuzten, erlaubte, dass sie Mich auf die Probe stellten,
Mich ausfragten, sich lustig machten oder Mich zu demütigen
versuchten. Ich wusste wohl, dass sie meinem Urteil nicht standhalten
würden, und dass alle schließlich meine göttliche Gegenwart
fühlen würden. Bei einigen Gelegenheiten genügte schon ein Satz,
um einen Menschen zu bewegen, bei anderen war ein Blick oder
einfach Schweigen ausreichend. Aber ihr sollt wissen, dass in
meinem Wirken Demut, Würde, Liebe, Mitgefühl lag.
11. Die Demut, die Güte und die Liebe waren die Essenz der
Gerechtigkeit Jesu, und dennoch hatte die Menschheit keinen so
unerbittlichen Richter wie ihn. Wer könnte der wahren Liebe, der
absoluten Lauterkeit, dem göttlichen Lichte widerstehen?
12. Wahrlich, Ich sage euch, es gibt keine Macht, die ihr meiner
Liebe entgegenstellen könnt. Die Feinde erweisen sich als armselig,
die gegnerischen Kräfte sind schwach, die Waffen, die gegen die
Wahrheit und die Gerechtigkeit zu kämpfen versuchten, sind immer
zerbrechlich gewesen.
13. Der Kampf, den die Kräfte des Bösen gegen die göttliche
Gerechtigkeit geführt haben, ist euch als ein endloser Konflikt
erschienen. Und dennoch ─ angesichts der Ewigkeit wird er wie ein
Augenblick sein, und die begangenen Verfehlungen während der
Zeit der Unvollkommenheit eurer Seele werden wie ein kleiner
Fleck sein, den eure Tugend und meine liebevolle Gerechtigkeit für
immer auslöschen werden.
14. Jeder, der mein Wort annimmt, welches wie kristallklares
Wasser ist, wird keinen Durst mehr haben. Jeder, der Mich in der
Dritten Zeit in diesen Unterweisungen, die Ich euch gebe, erkennt,
wird stark sein in den großen Prüfungen, die auf die Menschheit
zukommen, und wird nicht zugrundegehen.
15. Ich bereite euch vor, damit ihr nicht überrascht werdet.
Entzündet euren Glauben, und wenn der Sturmwind noch so heult
und eure Lampe auslöschen möchte, so wachet, hütet sie sorgsam,
und ihr werdet nicht im Dunkeln sein.
16. Heute lächelt die Welt nicht mehr, wenn sie meine Unterweisungen
hört. Die Seele weiß, dass sie den großen Tag des Herrn
durchlebt, an dem alle ihre Werke gerichtet werden müssen, und an
dem mein Blick ins Innerste ihres Wesens dringen wird. Sie weiß,
dass ihre Ernte mit dem schlechten Samen vermischt ist, dessen
Früchte ihr Leid bescheren. Ihr Gewissen sagt ihr, dass sie die
göttlichen Weisungen nicht befolgt hat, dass sie vom Wege der
Ergebung und des Gehorsams abgewichen ist, und dass darum ihr
Kreuz sehr schwer ist.
Ich habe allen Menschen einen Kelch gegeben, damit sie ihn mit
Liebe und guten Werken anfüllen; doch ihr präsentiert Mir nur
Bitternis und Gift. Ihr wollt ihn beseitigen, weil ihr euch sterben
fühlt, und sucht das Gegenmittel. Doch Ich sage euch: Kommt zu
Mir, denn noch könnt ihr das Leben zurückgewinnen. Hört auf Mich
und arbeitet.
17. Liebt, verbannt den Hass, lasst die alten Bräuche hinter
euch, die eure Schritte vom Wege des Guten entfernen. Erhellt euren
Pfad mit dem Worte alle Zeiten. Sucht das göttliche Erbe auf dem
Grunde eurer Seele, und erinnert euch an meine Grundsätze, die
euch durch Mose gegeben wurden, und an mein Wort und Vorbild
durch Jesus. Erinnert euch an meine Offenbarungen, die Ich euch als
Heiliger Geist in der Dritten Zeit gegeben habe, und ihr werdet
wissen, warum ihr weint. Doch Ich entferne von euch den Kelch und
biete euch meinen Frieden an.
18. In meinem Worte dieser Zeit werdet ihr dieselbe Essenz
finden, wie jene, mit der euch Jesus lehrte, dieselbe Wahrheit wie
die, die Ich euch in den zehn Geboten auf dem Sinai übergab. Jeder,
der Mir dienen möchte, soll zuvor erkennen, dass mein Weg der des
Opfers und der Hingabe aus Liebe zu seinen Nächsten ist. Doch Ich
sage euch auch, dass Ich euch alle eure Verdienste zurechnen werde,
um euch zum wahren Leben zu bringen.
19. Fühlt meine Liebe und kommt zu Mir, Menschen guten
Willens. Erhebt euer Angesicht und blickt auf Christus, der in
Erfüllung seiner Verheißung zu den Menschen zurückgekehrt ist.
20. Ich dringe ins Innere eures Herzens und empfange dort die
schlichte Huldigung eures Geistes, der zu Mir im Gebete spricht und
Mir seinen Vorsatz darbringt, meine Unterweisungen zu befolgen,
stark zu sein und sich in den Prüfungen gefasst zu zeigen.
21. Als Antwort auf dies tiefempfundene und demütige Gebet
biete Ich euch an, dass Ich immer bei euch sein werde, und dass Ich
euch diese Gegenwart am deutlichsten in den schweren Stunden
fühlbar machen werde, die ihr durchleben mögt.
22. Das Licht dieses Zeitalters zerreißt den dunklen Schleier,
der den Geist der Menschen einhüllte; es zerbricht die Ketten, die
ihn gefesselt hatten und ihn daran hinderten, zum wahren Weg zu
gelangen. Wahrlich, Ich sage euch: Denkt nicht, dass meine Lehre
die Erforschung aller Wissensgebiete untersagt, da Ich es bin, der
euer Interesse, eure Bewunderung und eure Neugier weckt. Dafür
habe Ich euch die Denkfähigkeit gegeben, damit sie sich ungehindert
in die Richtung bewegt, wohin sie möchte. Ich habe euch
das Licht der Intelligenz gegeben, damit ihr das versteht, was ihr auf
eurem Wege seht. Daher sage Ich euch: Entdeckt, forscht, doch
achtet darauf, dass eure Vorgehensweise, in meine Geheimnisse
einzudringen, respektvoll und demütig ist, denn dann wird es
wirklich zulässig sein.
23. Ich habe euch nicht verboten, die Bücher kennenzulernen,
die die Menschen geschrieben haben; doch ihr müsst geschult sein,
damit ihr nicht strauchelt und Irrtümern anheimfallt. Dann werdet
ihr erfahren, wie der Mensch sein Leben und seinen Kampf begann
und wie weit er gekommen ist. Wenn ihr dann soweit seid, müsst ihr
euch meinem Brunnquell der Unterweisungen und Offenbarungen
zuwenden, damit Ich euch die Zukunft und das Ziel zeige, das euch
erwartet.
24. Jedermann bereite sich auf die Weise vor, die ihm sein
Gewissen diktiert. Begreift, dass der Zeitpunkt des Kampfes
kommen wird, und dass ihr dann nicht den Schatten einer
Einsiedelei suchen sollt, um zu meditieren, sondern dass ihr der
Welt und den Versuchungen die Stirne bieten und jenem Kampfe
nicht einen Augenblick entfliehen sollt.
25. Wenn ihr euch nicht vorbereitet, wenn ihr meine Lehre nicht
ergründet, wird morgen unter den Menschen eine Theorie aufkommen
können, die ─ obwohl falsch ─ den Anschein von Wahrheit
hat, und es ist nicht mein Wille, dass man euch als Betrüger
hinstellt. Denn sie werden zu beweisen versuchen, dass mein
Kommen in dieser Zeit nicht der Wahrheit entsprach.
26. Nutzt eure eigene Kraft, um euch vorzubereiten und
vergeudet sie nicht, indem ihr die Werke der anderen richtet.
27. Viele Male habe Ich euch schon gesagt: Vereinigt euch.
Doch wenn Ich zu euch von Vereinigung spreche, so begreift, dass
Ich nicht nur von euren Gemeinden spreche, sondern dass dies Wort
den ganzen Erdkreis umfasst.
28. Erkennt, dass Ich nicht gekommen bin, euch irgendeine
Kulthandlung zu inspirieren. Weder in der Zweiten Zeit noch in
dieser habe Ich einen Thron oder Ehrenplatz in den Versammlungsräumen
gesucht, die ihr für meine Verehrung bestimmt habt. Heute
sage Ich euch, dass ihr Mir keine Schätze der Erde noch
menschliche Eitelkeiten darbringen sollt, denn ihr würdet dann
dasselbe tun wie der Versucher mit Jesus in der Wüste: Ihm sein
Reich für das meine anbieten.
Ihr wisst bereits, dass mein Reich nicht in dieser Welt ist. Darum
wurde Ich Mensch, wurde in Demut geboren und lebte ebenso, um
euch zu beweisen, dass die Macht und die Herrlichkeiten der Erde
nicht notwendig sind, um das Himmelreich zu gewinnen.
29. Doch wozu solltet ihr Mir materielle Reichtümer darbringen,
wenn ihr bereits wisst, dass alles mein ist? Schenkt Mir
das, was Ich noch nicht besitze: eure Liebe.
30. Es ist euer Geist, an den Ich Mich wende, denn er ist ein
Teil des meinen und muss zu Mir zurückkehren. Doch um ihn zu
erretten, musste Ich zu ihm herabkommen. Heute ist es euer Geist,
der sich durch die Tugend emporschwingen muss, bis er in meinen
Schoß gelangt.
31. Meine Jünger, ihr sucht in euch die Gedanken und die
Werke, die vor Mir wohlgefällig sind, um meine Gnade zu erlangen,
und Ich, der eure Liebe und Anstrengung kennt, gewähre euch, was
ihr erfleht. Es sind nicht irdische Güter, um die ihr Mich bittet, ihr
strebt nicht so sehr nach den vergänglichen Freuden wie nach denen,
die von Dauer sind. Ihr geht auf dem Weg zum ewigen Leben, wo
ihr von eurem Kampfe ausruhen werdet.
32. Sättigt euch an der Essenz, die in meinem Worte enthalten
ist, und wenn ihr von Schmerz betroffen seid, so tröstet euch mit
dem Gedanken, dass ihr in ihm ein Licht entdecken werdet, das
euch immer den Weg zum ewigen Leben zeigen wird. Gerade dieser
Schmerz wird nicht zulassen, dass die Seele schläft oder eingebildet
wird, er wird wie Tau sein, der das Herz erfrischt und belebt.
33. Zu allen Zeiten habe Ich vom ewigen Leben zu euch
gesprochen, von jenem Wege, den die Seele zurücklegt und der kein
Ende hat, auf dem sie sich entwickelt, sich vervollkommnet und zu
ihrem Herrn gelangt.
Damit ihr ein Vorbild hättet, das ihr begreifen und dem ihr
nachfolgen könntet, kam Ich in der Zeiten Zeit. Ich begrenzte Mich
in Jesus, wurde geboren und lebte als Mensch, befolgte die
göttlichen und menschlichen Gesetze, fühlte die Härten dieses
Lebens, arbeitete für das tägliche Brot. Aber über diese Pflichterfüllung
hinaus gab Ich der Welt meine Botschaft der Liebe und
Sanftmütigkeit.
34. Als die Zeit zum Predigen und Handeln gekommen war,
widmete Ich meinen Geist der Erfüllung dieser Mission.
35. Nicht alle haben begriffen, dass die Seele wichtiger ist als
der Körper. Und von dieser Liebeslehre, die Ich euch gab, habt ihr
Mir nur sehr wenige Früchte präsentiert. Wie gebrechlich ist euer
Herz! Viele behaupten, Mich zu lieben, und erkennen nicht die
Wohltaten meiner Unterweisung.
36. Zu jener Zeit, als Ich meinen Jüngern offenbarte, dass Ich zu
den Menschen zurückkehren würde, fragten sie Mich, wann die
Verwirklichung meiner Prophetien sei, und Ich sagte ihnen: "Wachet
und betet, und ihr werdet sie schauen."
Viele erwarteten Mich sehr bald, doch erst in dieser Zeit bin Ich
als Richter gekommen, um den Weg aller Menschen zu bereiten.
Wenn sie ihre geistigen Augen öffnen würden, würden sie Mich auf
der "weißen Wolke" herniederkommen und von dort aus zahllose
Lichtstrahlen auf die Erde herabsenden sehen.
37. Wer könnte schon die Essenz meines Geistes ergründen, da
Ich Licht, göttliche Liebe bin, da es in Mir keine materielle Gestalt
gibt? Ich bin inmitten von Armseligkeit zu euch gekommen. Die
Tugend, die Ich euch lehrte, ist die gleiche, die Ich in der Zweiten
Zeit predigte. Ich will eure Herzen Mir näher bringen und will, dass
ihr meine erneute Manifestation erkennt.
38. Es gibt viele, die aus Furchtsamkeit oder aus Mangel an
Fleiß sich nicht entwickelt haben und nur das Gesetz Moses
befolgen, ohne das Kommen des Messias anzuerkennen, und andere,
die, obwohl sie an Jesus glauben, den verheißenen Tröster-Geist
dennoch nicht erwartet haben. Nun bin Ich zum dritten Mal
herniedergekommen und sie haben Mich nicht erwartet.
39. Die Engel haben diese Offenbarungen angekündigt, und ihr
Ruf hat den Raum erfüllt. Habt ihr sie erkannt? Es ist die Geistige
Welt, die zu euch gekommen ist, um meine Gegenwart zu bezeugen.
Alles, was geschrieben steht, wird in Erfüllung gehen. Die
Zerstörung, die ausgelöst wurde, wird den Hochmut und die
Eitelkeit des Menschen besiegen, und dieser ─ demütig geworden ─
wird Mich suchen und Mich Vater nennen. Liebt Mich, und ihr
werdet Mich erkennen. Auf diese Weise wird euren Herzen die Bitte
um den Frieden der Nationen entspringen.
Ich liebe euch alle, und wenn ihr einst geistig vorbereitet zu Mir
zurückkehrt, werde Ich einen Bündnispakt mit den Menschen
schließen, und im Vater und in den Kindern wird große Freude sein.
40. Jene, die Mich erwarteten, waren, von meinem durch den
Menschen gegebenen Worte nicht überrascht. Die anderen haben
geleugnet, dass der Meister wiedergekommen ist, um sich der Welt
in dieser Form kundzutun. Doch Ich sage euch: Betet und forschet,
studiert die Prophetien, lauscht auf die Stimme des Gewissens in
eurem tiefsten Innern, und ihr werdet auf jede Frage zu antworten
wissen, die man euch stellt.
41. Ich segne dich, Volk. Ich habe euch Leben gegeben und
ermutige euch auf dem Entwicklungsweg, weil Ich euch liebe. Ich
habe dem Menschen und den tieferstehenden Wesen die notwendigen
Elemente zum Leben gegeben. Ihr alle lebt in Mir und
seid meinem Willen unterworfen. Ich habe euch gesagt, dass "das
Blatt vom Baume sich nicht ohne meinen Willen bewegt". Um zu
leben, habt ihr die Luft, die ihr einatmet, die Sonne, die euren
Körper erwärmt, die Gewässer und die Früchte, die euch nähren.
Doch euch, die ihr mit Geist begabt seid, gewähre Ich, meine
geheimen Schatzkammern zu betreten, damit ihr alles Notwendige
für euren geistigen Aufstieg kennen lernt. Euer Geist wird nicht
sterben, während die materielle Natur heute existiert und morgen
nicht mehr sein wird. Denn Ich habe sie geschaffen, damit sie
Dienerin des Menschen sei, und nachdem sie ihre Bestimmung
erfüllt hat, wird sie verschwinden.
42. Die Erde, die Pflanzen, die Tiere zahlen ihrem Gott einen
Tribut der Dankbarkeit. Die ganze Schöpfung beugt und unterwirft
sich den Gesetzen. Die wilden Tiere im Walde lieben sich, sie töten
keine Wesen ihrer Art, und wenn sie es tun, dann deshalb, um sich
zu nähren. Sie achten die Gefährtin, vermehren sich nicht vor der
Zeit, kritisieren sich nicht.
Doch ihr Menschen macht gerade das Gegenteil, weil ihr
Willensfreiheit und eigenen Willen habt. Aber Ich habe euch das
Gewissen und das Gesetz gegeben, um euren Pfad zu erhellen.
Wacht auf, öffnet eure Augen dem Lichte meiner Unterweisung. Da
ihr zu Mir kommen müsst ─ warum verlangsamt ihr eure Schritte?
Macht die Lebensreise nicht leidvoll. Lasst zu, dass die Seele Mich
sucht, Mich liebt, Mich versteht und in ihrem Gebet und
Liebeswirken stark wird und wieder auflebt.
43. Ich bereite euch vor, damit ihr mit Eifer mein Gesetz erfüllt.
Auf diese Weise könnt ihr eure Mitmenschen unterweisen und ihnen
eine Stütze sein.
44. Ich will, dass ihr Mich als Vater liebt und Mich im vollkommenen
Werk meiner Schöpfung erblickt. Verleugnet Mich nicht
im kristallklaren Wasser der Bächlein, im Grün der Felder, in der
Luft, die eure Wangen liebkost, im mit Sternen besäten Firmament.
Tut Mir nicht diesen Schmerz an.
45. Seht, wie Ich Mich in meiner Schöpferkraft verströme, um
eure Seele zu nähren. Ich heile die an Körper und Seele Aussätzigen.
Denn so wie der Körper Nahrung benötigt, um zu leben, ebenso
bedarf die Seele geistiger Nahrung. Sie braucht Liebe, die Zwiesprache
mit ihrem Vater, die Erfüllung ihrer Pflichten. In dieser
Harmonie werdet ihr heute auf der Erde und morgen in der geistigen
Heimstätte glücklich leben können.
46. Meine Liebe ist mit euch. Meine Inspiration wird durch das
Verstandesvermögen dieser dafür vorbereiteten Geschöpfe in Worte
übertragen. Sie sind meine Dolmetscher, und Ich bekunde Mich je
nach ihrer geistigen Zurüstung und Befähigung. Ihr alle könntet
meine Stimmträger sein. Der Mensch ist zu klein, um die Macht
meiner Göttlichkeit zu empfangen. Doch Ich sende seinem
Verstandesorgan einen begrenzten Strahl, um Mich verständlich zu
machen, und damit mein Wort durch seine Lippen ausgesprochen
wird. Ich sage euch: Kommt herbei, um die Liebe eures Meisters
und die Unterweisung zu empfangen, um euren Wissensdurst zu
löschen.
Einige von euch fühlen Furcht; doch Ich frage euch: Weshalb
hegt ihr diese Furcht, wo Ich doch immer bei allen meinen Kindern
gewesen bin, wo ihr Mich doch in eurem Herzen tragt?
47. Meine Liebe zu euch ist groß gewesen, und darum habe Ich
euch aus verschiedenen Gegenden und Nationen erwählt, weil ihr
Mich sehr benötigt. Ihr habt mit Mir eine Übereinkunft getroffen,
weil ihr in vergangenen Zeiten eure Mission nicht erfüllt habt und es
nötig ist, die Schritte zu beschleunigen, damit ihr rein und lauter zu
Mir gelangen könnt, so, wie ihr aus Mir hervorgegangen seid.
48. Ihr habt euch noch nicht vervollkommnet und seid bereits in
der Vollendung der Zeiten. Seit langem schon spreche Ich in dieser
Ära durch Vermittlung des Menschen. Ich habe zu euch im
Gleichnis gesprochen, und wenn ihr die Schriften lest, in denen
mein Wort von den ersten Stimmträgern übermittelt und niedergeschrieben
wurde, werdet ihr meine Geduld bewundern und
Schmerz über eure Nachlässigkeit fühlen.
In allen Gemeinden, in denen das Volk zusammenkommt, habe
Ich mein Lebenswort in reichem Maße gegeben, und Ich habe euch
gesagt: Studiert euch selbst, damit ihr eure Mitmenschen versteht.
Fühlt ihren Schmerz, liebt sie, wie Ich euch liebe.
49. Ich bin im Verlangen nach jenem Teil meines Geistes
gekommen, der in euch ist und der Mir gehört, um ihn zurückzugewinnen.
Ich komme, um eine Kriegserklärung zu machen ─
aber nicht der Menschheit, sondern der Sünde, dem Bösen. In
diesem Kampfe, der bereits in euch tobt, müsst ihr stark bleiben.
Macht Gebrauch von euren Gaben, damit sie in dem Maße, in dem
ihr Gutes tut, sich mehren und unerschöpflich werden. Wenn Ich zu
euch von Erneuerung spreche, dann deshalb, weil ihr die Anmut und
Lauterkeit verloren habt, mit der Ich euch schmückte, und die ihr
über die Zeiten hinweg hättet bewahren sollen.
50. Ich sagte euch, dass Ich "in der Wolke" kommen würde, und
dass auch meine Engel mitkommen würden. Sind diese Prophetien
etwa nicht in Erfüllung gegangen? Hat meine Geistige Welt etwa
nicht gesprochen und alle meine Worte bestätigt?
Große Prüfungen werden kommen und werden die Erde
erschüttern. Ich will nicht, dass ihr Mich dann als Richter sucht ─
sucht Mich als Vater und Meister. Ich werde euch den wahren Weg
des Lebens, der Liebe und der Demut weisen, damit ihr weder nach
Krone, noch nach Zepter verlangt. Wenn ihr groß sein wollt, so seid
demütig.
51. Ich will, dass ihr vereint seid. Denn nach 1950 werdet ihr
das Wort eures Vaters durch die Stimmträger nicht mehr hören, und
eure Seele wird nach einer Ermutigung verlangen, um auf diesem
Pfade weiterzugehen, und viele von euch werden schwach sein wie
Petrus, und andere werden zweifeln wie Thomas. Doch wer wird
Johannes zum Vorbild nehmen? Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr
Mich wie jener auserwählte Jünger liebt, werdet ihr Mich in all
meiner Herrlichkeit schauen, und Ich werde euch sagen: Kommt zu
Mir, betrübte Herzen, Ich bin Vater und fühle den Schmerz aller
meiner Kinder. Betet, und ihr werdet den Kyrener sehr nahe fühlen,
der euch hilft, euer Kreuz zu tragen. Seid ergeben und stark in den
Prüfungen, und eure Leiden werden leichter sein.
52. Ich habe diese Nation und ihre Bewohner für die Kundgabe
meiner Lehre vorbereitet, damit das Volk seine Seele erheben und
im Jenseits das Zweite Jerusalem schauen kann, das verheißene
geistige Land, wo es sich am Ende der Zeiten mit den Patriarchen
vereinen wird.
Mein Wille ist, dass sich in dieser Nation die verschiedenen
Rassen mischen, dass jene Frieden finden, die ─ der Kriege und
Zwistigkeiten müde ─ einen Ort suchen, um über meine Unterweisung
nachzudenken, und die nach Vergeistigung Hungernden die
Kundgebung meines Geistes haben, die sie mit Licht und Trost
erfüllt, so dass sie schon vom Erdental aus die Schwellen zum
höheren Leben schauen können, wo die Seele wohnen und die
Erfüllung meines Wortes erleben wird.
53. Ich werde dieser Nation Glanz verleihen. Sie wird sich nicht
nur geistig emporschwingen, sondern auch materiell Macht
erlangen. Ihre Felder werden fruchtbar sein, ihre Bewohner werden
Energie und moralische Stärke besitzen, und der von Mir geschulte
Geist wird Beweise von Erhebung und Kenntnis meines Gesetzes
geben.
54. Wenn dann der Weltmensch herbeikommt und bei euch
mein Werk betrachtet, wird er das Verlangen spüren, sein Leben zu
bessern, und er wird nach den natürlichen Prinzipien suchen, die
ihm bei seiner Wiedergutmachung helfen. Er wird über das Gesetz
nachdenken, wird nach meinem Worte verlangen, und seine Seele
wird wieder in Verbindung mit Mir sein. Ich werde im Geheimen
und liebevoll zu ihm sprechen und ihn an den Anfang des Weges
stellen. Wenn er dann diese Wegstrecke hinter sich hat, wird er
emporzustreben beginnen, um den Berg zu erklimmen, wo Ich ihn
erwarte.
55. Nicht alle werden mein Wort in dieser Zeit in derselben
Form hören, in der Ich zu euch, meinen Jüngern, spreche. Doch
wisset, dass jeder, der Mich sucht, Mich finden wird. Meine
Inspiration wird in jedem sein, der Mich liebt, und davon sollt ihr
Zeugnis geben. Wenn ihr euch vor ihnen an die Auftragserfüllung
gemacht habt, so bereitet ihnen den Weg, indem ihr ein Beispiel von
Liebe und Demut gebt.
56. Seid nahe bei Mir, lasst die Augen eures Geistes sich öffnen
und euer Herz meine Liebe spüren, lasst alles, was ihr hört und
fühlt, in eurem Wesen bewahrt bleiben, damit ihr morgen, wenn ihr
euch an mein Wort erinnert und es auslegt, eure Mitmenschen
unterweisen könnt.
57. Versäumt nicht diese Lektionen, welche Seiten des Buches
der Weisheit sind, das Ich euch nun zu eurem Heile gebe.
58. Ich empfange euch, und in euch empfange Ich alle meine
Kinder. Meine Weisheit kommt auf alle meine Jünger herab, die ihr
Auffassungsvermögen und ihr Herz vorzubereiten verstanden.
59. Ich komme als Licht und Kraft, als Frieden und Liebe zu
euren Herzen, damit ihr euch gegenüber den Menschen nicht
schwach fühlt.
60. Ihr wappnet euch mit Geduld, weil ihr wisst, dass ihr die
edle Aufgabe zu erfüllen habt, Brüderlichkeit und Frieden auf der
Welt zu verbreiten; weil ihr wisst, dass ihr wachen müsst, damit der
Willen des Himmlischen Vaters erfüllt wird. Ihr müsst wie Wächter
sein, die über diesem noch nicht erfüllten Auftrag wachen.
61. Meine Stimme ruft den Menschen unablässig auf den Weg
des Gesetzes. Doch ihr, die ihr als Erste meine Offenbarungen in
dieser Zeit empfangen habt, seid zu Letzten geworden, damit ihr
miterlebt, wie die Menschenscharen zu Mir kommen. Aber da ihr zu
jenen gehört, die Mich zuerst erkannten, seid ihr verpflichtet, im
Umfeld meiner Unterweisung ein Vorbild zu sein, für eure
Mitmenschen wie ein Stab zu sein.
62. Ich sehe, dass euch angesichts der Größe eurer Aufgabe
noch immer der Mut und der Glaube fehlt, um die Apostel der
Dritten Zeit zu sein. Noch immer habt ihr in eurem Leben Augenblicke
der Schwachheit, der Verzweiflung und des Kampfes mit
euch selbst. Überwindet alle Hindernisse. Euer Herz hat die Größe
meines Werkes bereits empfunden. Ihr habt festgestellt, dass mein
Wort ermutigend ist. In meiner Unterweisung habt ihr gelernt, zu
beten, um euch von der Versuchung zu befreien.
63. Der Meister will nicht, dass ihr weiterhin Zeit vergeudet.
Seht, wie die Menschheit in mancher Hinsicht Fortschritte erreicht
hat. Aber Ich will, dass ihr Fortschritt vollständig ist, dass das
menschliche Leben und das geistige in Einklang sind.
64. Dies Leben ist eine schöne Gelegenheit, die sich eurer Seele
bietet, um Fortschritte zu machen. Macht euch auf den Weg,
wachset, entwickelt euch. Seht, wie alles in der Schöpfung sich
entwickelt und wandelt.
Im Anbeginn wart ihr in eurer Unreife wie ein Atom; aber
aufgrund der Intelligenz, mit der Ich euch ausstattete, habt ihr
schließlich die Stoffe, die die Natur besitzt, in eure Hände
genommen, um euch ihrer zu bedienen. Schon als ihr die Erde zu
bewohnen begannt, war auf ihr bereits das Gesetz in Kraft, das euch
erwartete. Der Vater hat euch seit damals das Geistige Leben
offenbart und euch auf den Weg zu jener Heimat geschickt, zu der
ihr gelangen müsst, um nach dem Kampf zur Erlangung eurer
Läuterung auszuruhen und Frieden zu genießen.
65. Hört immer auf die Stimme eures Gewissens, damit es euch
sage, ob ihr das Gesetz erfüllt habt oder nicht.
(Gleichnis)
66. Hört: Ein Mann befand sich auf einem hohen Berg. Er
kannte die Berge, die Wälder und die Wege, auf denen er immer
weiter vordrang auf der Suche nach Nahrung für seine
Stammesgenossen. Eines Tages vernahm er inmitten seiner Einsamkeit
eine Stimme, die sagte: "Ich beobachte dich, Mann, und sehe
deine Mühsal. Darum komme Ich zu dir, denn Ich bin das Leben,
das in allem Geschaffenen pulsiert.
Doch höre: Erhebe dich, schaue und gehe zu denen, die zu dir
gehören, und sage ihnen das, was du vernommen hast, und das, was
du gefühlt hast, jedoch nicht sehen konntest. Wenn sie dann von
dem, was du bereits glaubst, überzeugt sind, so bilde mit ihnen die
Keimzelle eines Volkes. Bringe sie auf den Weg zur Erfüllung der
Verheißung von einem Lande, das Ich für sie bereitet habe."
Als jener Mann diese Stimme hörte, fühlte er sein Herz mit
Macht pochen und wagte es nicht, sein Angesicht zu erheben, um
den anzuschauen, der so zu ihm sprach. Er fühlte, dass eine
unbekannte Kraft in sein Wesen drang, so, als ob ein himmlisches
Licht seine Seele mit Lebenskraft überflute.
Als jene Stimme schwieg, spürte er, dass die Müdigkeit seines
Körpers schwand, gleichzeitig fühlte er die Last einer Verantwortung
auf seiner Seele.
Danach machte er sich auf den Weg zu den Seinen, um das
Geschehene zu bezeugen, und da er ein rechtschaffener Mensch war,
glaubten alle an sein Wort. Der Mann sagte: "Jene Stimme, die Ich
vernahm, sprach zu mir von einem Weg; doch Ich weiß nicht,
welcher von all denen, die Ich kenne, er ist. Vielleicht gibt es einen,
der zu irgendeiner großen Stadt führt, oder er führt vielleicht in ein
weites Land voller Weingärten."
Eines Nachts, als er auf seinem Lager ruhte, hörte er eine klare
Stimme in seinem Geist ─ nicht mehr in seinen Sinnen ─, die ihm
sagte: "Deine Augen kennen den Weg nicht, weil er nur für den
Geist erkennbar ist. Es ist der Weg meines Gesetzes." Danach
vernahm er die Gebote desselben, die davon sprachen, Gott mehr als
alles Geschaffene zu lieben, ihn nicht durch Gebilde anzubeten, die
von der Phantasie oder dem Aberglauben geschaffen worden waren;
auch von der Liebe untereinander hörte er sprechen. Dies sei der
Weg, jener der Liebe und des Guten.
Als der Mann erwachte, begriff er, dass all dies eine göttliche
Offenbarung gewesen war, die seinem Geiste gegeben wurde.
Erneut gab er seiner Familie Zeugnis von dem, was er in Träumen
empfangen hatte, und erfüllt von Glauben und Gehorsam vereinigte
er alle seines Stammes, damit sie durch ihren Zusammenschluss die
Saat eines starken und großen Volkes bilden würden.
(Ende des Gleichnisses)
67. Es ist mein Gleichnis dieses Tages, in dem Ich zu euch von
Moses spreche, jenem Geist, mit dem die Gemeindeleiter dieser Zeit
Ähnlichkeit haben; jenem, der im Stillen betete und mit seinem
Vater Zwiesprache hielt; jenem, der sein Volk auf langer Wanderschaft
durch die Wüste führte; eben jenem, der angesichts der
Schwachheit der Menschenscharen die Gesetzestafeln am Boden
zerschmetterte.
68. Drei Zeitalter sind inzwischen vergangen, und heute frage
Ich euch: Wer von euch kennt den Weg? Wer ist jener, der sich
wirklich vorbereitet, um die Stimme des Ewigen zu vernehmen? Wo
sind die, die zu Mir sagen könnten, wie es eure Brüder in anderen
Zeiten getan hätten: "Herr, wenn das Opfer meiner Existenz zum
Wohle Deines Werkes notwendig ist, so tue an mir nach deinem
Willen."
69. Heute finde Ich niemanden, der so zu seinem Meister
spricht. Wie wollt ihr der Welt in dieser Zeit mein Wort bekannt
machen? Es ist nötig, dass ihr euch zusammenschließt, damit mein
Werk der Liebe und Lauterkeit anerkannt wird. Wenn ihr es mittels
Riten, Symbolen oder Glaubensbekenntnissen vorstellen solltet,
wird es euch nicht gelingen, die Seele eurer Mitmenschen zu
erschüttern. Wenn ihr dagegen mit euren Werken ein Beispiel von
Liebe gebt, wird mein Gesetz erkannt und geachtet werden.
70. Studiert mein Wort, denn in ihm werdet ihr die Stimme des
Vaters vernehmen, die euch durch euer Gewissen immer den Weg
weisen wird und euch die Vollkommenheit schauen lassen wird, die
ihr nach und nach auf ihm erreicht.
71. So, wie ihr den menschlichen Körper erforscht und beim
Anblick desselben, welcher nur die äußere Gestalt des Menschen ist,
verwundert seid, ebenso sollt ihr euch in die Betrachtung und das
Studium der Seele vertiefen, denn nur so werdet ihr ihre Größe
erkennen.
72. Kämpft, und selbst wenn euer Kampf heftig ist, dürft ihr
nicht müde werden, meine Wahrheit zu bezeugen. Tut Gutes, selbst
wenn ihr dabei bis zur Aufopferung gehen müsst. Ihr habt die
Aufgabe, eure Mitmenschen zu retten.
73. Ich gebe euch meinen Segen und meine Vergebung.
Mein Friede sei mit euch!

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