BWL - Band VII - Unterweisung 188


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 188:
1. Kommt herbei, geliebte Jünger, hier ist der Meister. Ihr
erkennt Mich am Sinngehalt meines Wortes, Ich erkenne euch an
euren Handlungen.
2. In der Welt werden meine Jünger an der Reinheit ihrer Werke
erkannt werden; und wenn sie nach guter Erfüllung ihrer Pflichten
in meine Gegenwart kommen, werde Ich ihnen sagen: Ihr seid
wirklich meine Jünger, weil ihr das getan habt, was Ich euch lehrte.
3. Ringt darum, die Vergeistigung zu erreichen, denn sie
bedeutet die Befreiung der Seele. Passt euch meinen Gesetzen an,
welche liebevoll und unfehlbar sind, und sie sollen euer Leben
bestimmen; denn alles, was euch umgibt, sei es materiell oder
geistig, lebt im Rahmen meines Gesetzes.
4. Der Mensch, der ein vollkommenes Werk innerhalb der
Schöpfung ist, soll gemäß der Gnade leben, die der Schöpfer in ihn
gelegt hat.
5. Ich sage euch nicht, dass ihr euch von den Pflichten der Welt
abkehren sollt, die von Mir zu eurer Erhaltung, Befriedigung und
Vervollkommnung eingesetzt sind. Seid ausgewogen und gerecht
und gebt eurer Seele und eurem Körper das Notwendige.
6. Ich habe den Menschen von Anbeginn frei geschaffen, doch
seine Freiheit war immer vom Lichte des Gewissens begleitet.
Dennoch hat er nicht auf die Stimme seines inneren Richters gehört
und sich vom Wege des Gesetzes entfernt, bis er jene mörderischen,
blutigen und monströsen Kriege geschaffen hat, in denen sich das
Kind gegen den Vater erhoben hat, weil es sich von jedem Gefühl
von Menschlichkeit, Barmherzigkeit, Achtung und Geistigkeit
abgewandt hat.
7. Die Menschen müssten längst Zerstörung und Kriege
vermeiden, um sich eine leidvolle Sühnepflicht zu ersparen. Wisset,
dass wenn es ihnen nicht gelingt, sich im Guten zu läutern, bevor sie
bei Mir ankommen, Ich sie erneut zu diesem Tal der Tränen und des
Blutes senden muss. Denn wer in einem gegen die Vollkommenheit
gerichteten Sinne lebt, wird nicht zu Mir kommen können.
8. Wie könnte dies Wort die Menschheit erreichen? ─ In der
Weise, in der Ich es in vergangenen Zeiten getan habe: durch
Sendboten, Propheten und Jünger.
9. Ich bereite euch derzeit vor, damit ihr meine Unterweisungen
und Offenbarungen zu alle Orten der Erde gelangen lasst.
10. Wenn ihr heute noch unbekannt seid, so werdet ihr morgen
bekannt sein. Die Aufgabe der neuen Apostel wird darin bestehen,
die Moral in dieser Menschheit wiederherzustellen. Dieser Kampf
wird heftig sein.
11. Betet immer, damit ihr Stärke erlangt. Seid tatkräftig, damit
ihr Vollkommenheit erreicht. Wachet, denn die Bestie des Bösen
lauert der Seele in tausenderlei Gestalten auf.
12. Ich lasse meine Worte wie Tautropfen in euer Herz fallen,
die ihm Leben schenken. Doch wenn ihr alles verstehen könntet,
was Ich euch sage ─ wie klar würdet ihr den Weg erkennen! Ich
lasse Frieden und mein Licht in eure Gedanken einfließen, denn
auch über diese werdet ihr zu Mir gelangen.
13. Vernehmt die Unterweisung, die der Meister euch in
geistiger Sprache gibt, in der universellen Sprache der Liebe, die die
Menschen ihrem Schöpfer näher bringt.
14. Mein Wort ist wie eine neue Morgenröte des Friedens für
eure Seele, wie ein Lichtstrahl, der euren Pfad erhellt. Ihr habt diese
Stimme schon oft vernommen, und nach und nach versteht ihr, was
sie sagt.
15. Ich offenbare Mich derzeit in der ganzen Menschheit, denn
jetzt ist die Zeit, in der die ganze Welt die Vergeistigung kennen
lernen soll, die Zeit der geistigen Kommunion. Der Christus der
Liebe verströmt sich nun in seine Kinder, damit sie ihre Erlösung
erlangen.
16. Es gibt viele, die ─ ohne Mich wie ihr in dieser Zeit
vernommen zu haben ─ das gleiche Ziel verfolgen, dem ihr zustrebt,
weil sie fühlen, dass die Kampfzeit des Geistes für die Zwiesprache
mit seinem Himmlischen Vater gekommen ist.
In der Zweiten Zeit machte Ich euch begreiflich, dass ein
Zeitabschnitt kommen würde, in dem der Mensch die gedankliche
Zwiesprache kennenlernen und entfalten würde, und er meine
Weisheit mittels Intuition und Inspiration empfangen würde. Damals
näherte sich Mir ein Pharisäer und sprach zu Mir: "Wenn Du Gottes
Sohn bist, so sage, wie Er ist; wenn Du vom Vater gesandt bist, so
sage, wie der Vater ist." Doch Ich antwortete ihm so: "Wer den Sohn
kennt, kennt den Vater, denn Ich komme von ihm."
17. Wahrlich, Ich bin immer im Menschen gewesen. Doch um
Mich zu fühlen, ist es notwendig, euch nicht von den Instinkten des
Körpers leiten zu lassen. Wenn der Mensch erwacht und sich
aufmacht, um das zu erforschen, was Ich ihm offenbart habe, wird er
den Sinn des Lebens erkennen und den Auftrag, der in ihm enthalten
ist. Erst dann wird er keine Schmerzen und Heimsuchungen mehr
fühlen, weil er seine Fähigkeiten und Sinne in den Dienst des
Geistes gestellt hat.
18. Da das Leben Jesu, des Nazareners, allen bekannt ist, habt
ihr ein Vorbild, damit ihr einem Weg folgt, auf dem ihr niemals
zugrundegehen werdet. "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das
Leben", Ich bin das Gefüge der Welt, die ihr bewohnt, und die Luft,
die ihr atmet. Ich bin die Kraft, die bewirkt, dass der Mensch sich zu
einem höheren Leben erhebt, von dem aus er alles, was ihn umgibt,
erblickt, versteht und fühlt. Denn diese Welt ist nicht nur ein
Tränental, sie ist auch, obwohl nur vorübergehend, der Ort, an dem
ihr Befriedigungen, Freude und Frieden haben könnt.
19. Erkennt Mich, und ihr werdet euch selbst erkennen.
20. Ihr seht, wie die Menschen durch diese Welt gegangen sind
und sich dabei immer durch den Schmerz geläutert haben. Dies
deshalb, weil ihr Mir nicht näher zu kommen verstandet, obwohl ihr
immer mein Licht gehabt habt, das vom Vergänglichen dieses
Lebens und der Unsterblichkeit der Seele zu euch spricht. Daher
spreche Ich heute zu euch in geistiger Ausdrucksweise, wobei Ich
von eurer menschlichen Sprache Gebrauch mache, um Mich
verständlich zu machen.
21. Als Zuhörer habt ihr verstanden und habt Fortschritte
gemacht; denn ihr vernehmt diese Kundgebungen und erlebt sie
nicht mehr nur in eurem irdischen Wesensteil, das heißt äußerlich,
sondern ihr ergründet sie im Verlangen nach ihrer Essenz. Ihr nehmt
in eurem Gehör nicht mehr den Ton der Stimme dessen wahr, durch
den Ich zu euch spreche, weil der göttliche Klang meines Wortes im
Innersten eurer Seele und eures Herzens Widerhall gefunden hat.
Dies ist eine weitere Verklärung meiner Göttlichkeit; denn Ich, das
"Wort" des Vaters, bewirke, indem Ich Mich so kundgebe, dass euer
Verstand, der begrenzt ist, mit dem unbegrenzten Verstand des
Vaters kommunizieren kann.
22. Eure Seele, die sich beim Empfangen meiner Gnade geehrt
fühlt, sagt Mir: "Herr, du kommst zu unserem Herzen als wahrer
Liebeshauch."
23. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr auf diese Weise einmal
meine Unterweisung versteht und lebt, erlangt ihr Vergeistigung,
weil ihr die Eitelkeiten und sinnlosen Befriedigungen aufgebt, um
das Himmlische Konzert zu vernehmen.
24. Denkt über alles gründlich nach, worauf Ich euch hinweise.
Bedenkt, wie die Wissenschaftler, als sie den menschlichen Körper
erforschten, sich über seine Vollkommenheit gewundert haben.
Doch wenn jener Körper, der ein vergängliches Wesen in diesem
Leben ist, von solch wunderbarer Vollkommenheit ist ─ könnt ihr
euch da die Herrlichkeit der Geistseele vorstellen, deren Natur
unsterblich ist?
25. Staunt nur über die Unermesslichkeit des Meeres, über die
Dimensionen eures Planeten, um die Bedeutung dessen ermessen zu
können, dass ihr mehr seid als all diese Wunderwerke, weil ihr eine
Seele besitzt, die euch in einem Augenblick über jene Grenzen
hinaustragen kann, und welcher, wenn sie geläutert ist und im
Reiche des Vaters wohnt, alle Welten gezeigt werden.
26. Wer Mich vernommen hat, verliert die Furcht davor, zu
seinem Ursprung zurückzukehren; und auch wenn er sich nur für ein
Atom inmitten der Schöpfung hält, fühlt er die innere Wonne zu
existieren, weil er ein Kind des Himmlischen Vaters ist.
27. Wenn ihr diese Welt verlasst, werdet ihr wie ein Tautropfen
sein, der weiterhin alles Geschaffene belebt. Ich sage euch: Gott, der
Unendliche, der Ewige, ist in der ganzen Schöpfung, ist die Essenz,
die alles beseelt. In den Geschöpfen sieht er alle Schönheit seines
Werkes und erlebt er die Seligkeit, die in den Früchten seiner
Inspiration existiert; denn alles spricht von Ihm, alles verherrlicht
Ihn und huldigt Ihm.
28. Er ist in jeder Manifestation von Leben, weil Er der Urheber
von allem ist, was existiert. Denkt darüber nach, und ihr werdet
begreifen, dass es keinen Tod gibt.
29. Dies ist die Lektion für diesen Tag ─ eine Lektion, die wie
alle, die Ich euch gegeben habe, nach meinem Willen in jenem
Buche niedergeschrieben werden soll, das das Vermächtnis für die
kommenden Generationen sein wird: Das Dritte Testament.
30. Jetzt ist die Dritte Zeit, in der ihr einen Schritt vorwärts
machen werdet. Die Zeit, in der ihr Mich mittels Symbolen gesucht
habt, ist vorbei. Jetzt fängt ein neues Zeitalter vor euren Augen an,
doch nicht ein neuer Weg. Ich bin nicht gekommen, um eure Saat zu
zerstören, noch euch mit befremdlichen Worten zu verwirren. Ich
sage euch nicht, dass ihr die geistige Botschaft verleugnen sollt, die
Ich euch in den vergangenen Zeiten hinterließ. Ich setze nur meine
begonnene Unterweisung fort, die Ich in ihrem zweiten Teil hinterlassen
hatte.
31. Als Christus damals in der Fülle seines menschlichen
Lebens erschien, um den Menschen das Kommen des Gottesreiches
anzukündigen, überraschte Er jenes Volk, das Riten und Zeremonien
feierte, weshalb Er ihm sagte, dass es nicht das Gesetz vergessen
solle, um die Traditionen zu befolgen. Doch hernach verwarf Ich mit
meinem Worte und mit meinen Werken alle unnötigen Kultformen,
um in ihrem Herzen allein das göttliche Gesetz zurückzulassen.
Niemand kann sagen, dass Jesus das Gesetz Moses' verleugnete;
denn mit meinem Leben, meinen Werken und meinem Blute lehrte
Ich euch, es zu erfüllen. Aber Ich lehrte euch auch neue Lektionen,
die der Zeit gemäß waren, in der Ich kam, und die im Einklang mit
eurer seelischen Entwicklung waren. Dies war der zweite Teil des
großen Buches meiner Weisheit. Ich lehrte euch eine reinere Form
des Gebets, damit diese eure Liebe zu Gott und euren Nächsten zum
Erblühen brächte.
32. In jener Zeit habt ihr Mich als Liebe erkannt. Ich ließ euch
den Grund für mein Kommen wissen, offenbarte euch das Geistige
Leben, kündigte euch meine Wiederkunft an, die neue Zeit, und ließ
euch vorbereitet zurück, damit, wenn der Zeitpunkt gekommen
wäre, ihr meine dritte Lektion, den dritten Teil jenes Buches
empfangen könntet, das heute vor eurem Geiste aufgetan ist.
33. Ich bin zu den Menschen inmitten von Kriegsnachrichten,
Ereignissen und Zeichen zurückgekehrt, mit denen Ich mein Kommen
voraussagte. Dennoch haben Mich die Menschen nicht gefühlt.
34. Inmitten dieser Stille, dieser Armseligkeit, dieses Erdenwinkels
lasse Ich derzeit mein Wort durch das menschliche
Verstandesvermögen ertönen, rufe die Menschen herbei, erwecke sie
zu einem neuen Leben, erneuere sie durch meine überzeugende und
liebevolle Unterweisung, erwecke in ihnen ihre schlummernden
Fähigkeiten, um sie auf die Wege der Nachfolge ihres Meisters zu
erheben.
35. Ich muss euch sagen, dass Ich euch in dieser Zeit in
größerem religiösen Fanatismus und Götzendienst verstrickt antraf
als in irgendeiner früheren Zeit, und gleichzeitig eure Seele ärmer an
Tugenden als jemals zuvor. Nun frage Ich euch, nachdem ihr Mich
Jahr um Jahr mittels dieser Kundgabe gehört habt: Wer hat das
Gefühl, dass Ich seine Lebensprinzipien zerstört habe? Wer glaubt
sich verwirrt zu fühlen oder sieht seinen christlichen Glauben
zerstört? Wahrlich, Ich sage euch, Ich habe euch nur an das erinnert,
was Ich euch in früheren Zeiten offenbarte, weil ihr es vergessen
oder verfälscht hattet. Das, was die Menschen euch verheimlicht
hatten, habe Ich ans Licht gebracht, und das, was in meiner
geheimen Schatzkammer verwahrt war, habe Ich euch offenbart.
Dies Zeitalter ist das der geistigen Freiheit. Die Menschen sind
durch ihren Geist erleuchtet und werden den sicheren Weg zu
wählen verstehen.
36. Mein Strahl und meine geistigen Boten haben eine
Atmosphäre durchdrungen, in der die dunklen Schwaden des
Materialismus und der Sünde dahintreiben.
37. Ihr habt in diesen Augenblicken nachgedacht, und ihr
erkennt an, dass ihr wirklich keinen anderen Gott verehrt als den,
den ihr früher verehrtet ─ dass niemand die Türen eurer Herzen
gegenüber Maria, der Jungfrau und Universellen Mutter verschlossen
hat ─ dass diese Lehre euren Glauben gestärkt und eure
Kenntnis über das ewige Leben der Geistseele vermehrt hat, und
dass Ich jene Höchstgebote, euren Nächsten wie euch selbst zu
lieben und euch untereinander zu lieben, mit dem Lichte meines
Wortes in eure Seele geschrieben habe.
38. Ich bin nur gekommen, um aus euren Herzen das Schädliche
zu entfernen ─ das, was euch nicht vorankommen lässt. Daher sage
Ich euch immer wieder, dass Ich euch geistige Freiheit gewährt
habe, damit ihr Mich in jedem Augenblick und an jedem Ort finden
und fühlen könnt, und, anstatt die Welt das zu fragen, was sie euch
nicht beantworten kann, ihr geistig euren Vater fragt und von seiner
Barmherzigkeit das Brot des Geistes empfangt. Wenn ihr also euren
Gott in der Person eures Bruders verletzt habt, sollt ihr ihm, wenn er
euch beleidigte, vergeben, oder ihn um Vergebung bitten, wenn ihr
ihn verletzt habt, und Ich werde euch vergeben. Denn jemand, den
ihr nicht beleidigt habt, kann euch nicht die Vergebung des Bösen
gewähren, das ihr einem anderen angetan habt.
39. Jünger: Da ihr euch nicht mehr darüber wundert, dass Ich in
dieser Zeit zu euch gekommen bin, seid ihr auch nicht darüber
erstaunt, dass die Geistige Welt sich unter euch kundgibt.
40. Vom Beginn der Menschheitsentwicklung an versprach der
Vater die Manifestation der geistigen Wesen als einen Beweis und
eine Offenbarung des Daseins jener Welt, jenes Lebens. Wahrlich,
Ich sage euch, jene Welt ist nach meinem Willen immer in
Verbindung mit dem Menschen gewesen.
Zu Beginn eurer Entwicklung verbot Ich, dass der Mensch sich
an die Geistwesen wandte, weil die Zeit dafür noch nicht gekommen
war. Weder Inkarnierte noch Entkörperte waren für diese
Kommunikation vorbereitet.
41. Elias in dieser Dritten Zeit, der Wegbereiter meines
Kommens ist es, dem Ich den Schlüssel übergab, damit er die Türen
der Geistigen Lichtwelt öffne, damit deren Bewohner Zugang zur
materiellen Welt haben würden, ebenso wie Ich den Menschen
erlaubte, in das Jenseits einzudringen, und so zwischen beiden eine
Annäherung, Harmonie und Liebe bestünde.
42. Schon bevor meine Stimme den Zeitpunkt für diese
Kommunikation festsetzte, gab es auf der Erde Ungehorsame,
Neugierige und Ungeduldige, die unter Missachtung des Verbots zu
den Wegbereitern einer anderen Art von Kommunikation wurden,
bei der sich dunkle und verwirrte Wesen kundgetan haben, weil
diese nicht von meiner Göttlichkeit dazu bestimmt waren.
43. Mein Wirken ist anders; erst als Ich euch für genügend
befähigt und bewusst hielt, um diese Unterweisungen zu erhalten,
brachte Ich euch diese große Unterweisung ─ eine der größten, die
Ich dieser Welt gab, damit ihr mittels des Geistes zu sehen, zu
fragen, zu verstehen und zu entdecken lernt. Doch als Ich euch
diesen Horizont eröffnete, habe Ich euch ein Gesetz gelehrt, das
euch verbietet, mit diesen Gaben zu prahlen und mit ihnen
Geschäfte zu machen oder sie zu missbrauchen.
In dieser Zeit, als ihr in meine Lehre eingedrungen seid, haben
manche Furcht empfunden, andere Misstrauen, einige sogar
Bestürzung, und es hat auch solche gegeben, die bei dem Wort
"Geist" Schrecken fühlen, ohne zu bedenken, dass sie einen solchen
in sich tragen, den ihnen der Schöpfer gegeben hat, der gleichfalls
Geist ist. Wer flößte euch diese Furcht ein? Wer brachte euch dazu,
eine Abneigung gegenüber dem Geist zu fühlen? Habt ihr nicht
darüber nachgedacht, dass jener Körper oder Leib, den ihr so sehr
liebt, nur Staub ist, der zur Erde zurückkehren wird, und ihr nur im
Geiste für eine Ewigkeit weiterleben werdet? Was werdet ihr tun,
wenn ihr euch in diesem Zustand befindet? Wollt ihr dann vor euch
selbst fliehen?
44. Um euch bei eurer Mission zu helfen, gewähre Ich euch die
notwendige Zeit für euer Studium; und um euch bei eurem
Lebensunterhalt und euren Mühsalen Erleichterung zu verschaffen,
sende Ich euch geistige Diener, wirkliche Engel der Barmherzigkeit,
des Lichtes und des Friedens. Vertraut darauf, dass diese Kommunikation
nicht durch Menschenwillen, sondern durch göttliche
Inspiration geschehen ist.
45. Verwechselt diese Kommunikation nicht mit jener, die die
Menschen aus eigenem Willen herstellen ─ die einen von der
Wissenschaft, andere von der Neugierde, wieder andere von abergläubischen
Vorstellungen getrieben.
46. Wenn ihr euer Augenmerk darauf richtet, werdet ihr
entdecken, dass diese beiden Inspirationsarten in der Menschheit
vom ersten Menschen an vorhanden gewesen sind, welcher außer
der Stimme seines Herrn, die ihm den Weg zum Lichte wies, auch
eine andere Stimme vernahm, die ihn zum Ungehorsam und zum
Hochmut anreizte. Erkennt schon seit damals den Kampf des
Menschen unter dem Einfluss dieser beiden Kräfte, der des Guten
und jener des Bösen. So, wie der Mensch seit damals das Naturgesetz
kennt und sich vom Lichte des Geistes erleuchtet fühlt,
ebenso fühlt er auch seit damals die Anfechtung durch die
Versuchungen.
47. Ich sage euch dies, um euren Glauben und euer Wissen zu
stärken. Lasst es nicht an Achtung gegenüber meinen geistigen
Gesandten oder Botschaftern fehlen; denn wenn ihr die erhabene
Anmut, mit der sie bekleidet sind, schauen könntet, würdet ihr
bekennen, dass nicht einmal Salomon im Glanze seines Thrones die
Majestät dieser Diener besaß.
48. Was würden die Nationen, die verbluten und unter Seuchen
und Hungersnöten umkommen, sagen, wenn sich jene Welt des
Friedens und der Barmherzigkeit unter ihnen zeigen würde und sie
ihre Stimme des Trostes und der Liebe vernehmen könnten?
49. "Fluidum" nennt ihr jene Kraft, mit der diese Wesen eure
körperlichen oder moralischen Gebrechen heilen. Und in der Tat, in
jenem Fluidum ist die heilende Kraft. Es ist die gleiche, mit der
Jesus dem Blinden das Sehvermögen wiedergab, Beweglichkeit dem
Lahmen, Sprache dem Stummen. Mit ihr heilte Er den Aussätzigen
und erweckte Er den Toten.
50. Niemand (von euch) kommt rein in meine Gegenwart. Doch
wenn irgendeiner als Reiner käme, so würde er von diesem Wege
nicht befleckt wieder weggehen.
In dieser Zeit, in der Elias nach göttlichem Gebot den Menschen
die Tore zum Jenseits öffnete, werde Ich die Menschheit zum
Verstehen dessen bringen, dass diese Kommunikation keine
Ruchlosigkeit derer war, die sie ausübten, sondern eine Gnade, die
den Menschen dieser Zeit vom Vater zugedacht war, und die die
Wegbereiterin der Zwiesprache von Geist zu Geist nach dem Jahre
1950 sein wird, wenn jene Gnade euch wieder entzogen wird.
51. Schult euch, damit ihr später nicht dem Betrug, der
Irreführung anheimfallt; denn noch habe Ich viele Lektionen, die
dazu bestimmt sind, sie euch zu offenbaren. Eure Phantasie soll
keine falschen Offenbarungen oder Inspirationen hervorbringen.
Vom Himmel wird das Licht zu dem vorbereiteten Menschen
kommen, damit er mit meiner Wahrheit zu seinem Nächsten spricht.
52. Es naht die Zeit, in der die Menschen die Waffen, das
Machtstreben und die Feindschaften verwerfen und dem Geistigen
zustreben, und unter den Menschenmassen werden Apostel
auftreten, deren Wort vernommen und deren Spur gefolgt wird. Dies
wird in der Zeit des Krieges der Ideologien, Religionen und
Weltanschauungen sein.
53. Jene Schlacht wird gewaltig sein, furchtbarer als die, die
durch die Ansprüche auf irdischer Macht verursacht worden sind.
Denn der Friede wird aus den Herzen weichen, das Denken wird
durch die Finsternis des Fanatismus verdunkelt werden, und man
wird die Stimme des Gewissens und der Vernunft nicht mehr
vernehmen. Der Fanatismus wird bis zum Grund aufgewühlt werden
und seine Kräfte vervielfachen, Kirchen errichten und sich zur
Schau stellen. Manche werden, an ihren Götzen geklammert,
zugrundegehen, aber andere werden ihre Augen dem Lichte öffnen
und aus diesem Abgrund gerettet werden.
54. Heute scheinen euch all diese Prophetien ferne zu sein;
dennoch ist deren Erfüllung nahe. Die Augen der Menschen werden
die Götzen, die falschen Götter und die großen Kirchengebäude, die
der Stolz und Prunk der Kirchen gewesen sind, von ihrem Sockel
stürzen sehen. Aber nicht ihr sollt diejenigen sein, die jene
öffentlich entlarven, die lügen; diese Aufgabe werden andere
erfüllen. Ihr sollt mit dem Wort, dem Herzen und dem Verstande
vorbereitet sein, damit sich euer Geist mit wahrer Liebe für die
Rettung dieser Menschheit einsetzt.
55. Angesichts des entfesselten Wirbelsturms sollt ihr nicht
fliehen, noch nach Katakomben suchen, um euch zu verbergen;
vielmehr sollt ihr inmitten des Orkans gefasst bleiben. Dann werdet
ihr die Menschen aus ihrer Lethargie erwachen und Vergleiche
zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften anstellen
sehen. Und wenn sie dann in allen die menschliche Unvollkommenheit
entdecken, werden sie fragen: "Was ist der Spiritualismus?"
Dann sollen meine Sendboten und Apostel, ohne Marktschreierei
oder Faselei, ohne Angeberei irgendwelcher Art, die Lauterkeit, die
Schlichtheit und das Licht dieser Lehre aufzeigen, und die Welt wird
sich beugen, von ihrer Wahrheit überzeugt.
56. Es wird schwere Auseinandersetzungen geben, ihr werdet
verfolgt und verleumdet werden. Ihr werdet überall auf Widerspruch
stoßen und zuweilen auch auf schwerwiegende und begründete
Argumente. Doch ihr dürft euch durch Menschenworte nicht
beeindrucken lassen. Denn wenn diese sich nicht auf Werke der
Wahrheit stützen, werden es nur leere Worte sein.
57. Wenn ihr auf Mich vertraut und euch zubereitet, werde Ich
euch nicht alleinlassen. Ich werde durch euren Mund reden, und ihr
werdet euch der Werke bewusst sein, die Ich durch eure Vermittlung
vollbringe.
58. Die Menschheit wird den wahren Weg zu erahnen und Mich
zu suchen beginnen, so wie Ich es erwartet habe ─ mit dem Geiste.
Jeder, der erkennt, dass er den Vater in seinem eigenen Herzen trägt,
wird augenblicklich aufhören, der Feind seines eigenen Bruders und
Nächsten zu sein. Dann wird die Vergebung, die Versöhnung, die
Nächstenliebe und die Brüderlichkeit Einzug halten.
59. Dann werden die Menschen sagen können, dass sie Jesus
gesehen haben, dass Er von seinem Kreuz herabgekommen ist, um
der Welt zu sagen: Das Blut, das Ich um euer Erlösung willen
vergossen habe, hat aufgehört zu fließen. Hier bin Ich, für immer bei
euch.
60. Volk, Ich habe bei meiner Kundgabe Gute und Verkommene
empfangen, Menschen aller Art ─ solche, die Mich lieben, und
andere, die Mir den Rücken gekehrt haben. Denn alle sind meine
Kinder, alle liebe Ich gleichermaßen, und alle werden Mich
gleichfalls lieben und Mir dienen.
61. Heute komme Ich, euch alle zu vereinigen, da euch mein in
der Zweiten Zeit vergossenes Blut nicht genügte. Denn ihr wart
nicht fähig, das Werk der Brüderlichkeit und der Liebe zu vollenden,
das meine Lehre euch lehrte.
62. Wann werdet ihr zu der Überzeugung gelangen, dass ihr nur
in der Erfüllung meines Gesetzes Gesundheit, Glück und Leben
finden könnt? Ihr anerkennt, dass es im materiellen Leben
Prinzipien gibt, denen ihr euch anpassen müsst, um überleben zu
können. Aber ihr habt vergessen, dass es auch im Geistigen Gesetzmäßigkeiten
gibt, die man respektieren muss, damit der Mensch
imstande ist, sich des Brunnquells des ewigen Lebens zu erfreuen,
welcher im Göttlichen existiert.
63. In dieser Zeit werden Mich die Hochmütigen und die
Törichten, die Vermaterialisierten und die Ungläubigen hören
müssen, und Ich werde erneut in ihr Herz säen, das für meine Saat
wie unfruchtbares Land gewesen ist, bis aus den Felsen Blumen
sprießen.
64. Auf jede Seele werde Ich den Brunnquell meiner Gnade
ergießen, bis sie gereinigt ist. Doch es werden nicht mehr die Wasser
des Jordan sein, sondern das Licht meiner Gnade, meiner Gerechtigkeit,
das, wenn es diese Seele berührt, sie erweckt, damit sie die
Stimme ihres Gewissens vernehmen, das sie zum Gebet, zur Reue
und zur Erneuerung bringen wird.
65. Ich erfülle nun das, was Ich euch in der Zweiten Zeit
versprach. Ich kündigte es euch an, als Ich euch durch mein Wort
begreifen ließ, dass eine Zeit des Friedens und der Vergeistigung
kommen würde. Jetzt lebt ihr in dieser Ära, in der die Traditionen,
Riten, Zeremonien, die Symbole und Bilder ausgelöscht werden,
und sich euer (menschlicher) Geist von Vorurteilen, von Fanatismus
und Abgötterei befreit, um stattdessen die wahre Verehrung für Gott
anzunehmen.
66. Wenn diese Worte die Ohren der Materialisten erreichen,
werden diese über meine Lehre und meine Prophetien ungläubig
lächeln. Aber die Zweifelsucht der Menschen hat Mich niemals
verletzt.
67. In der Zweiten Zeit geschah es, dass, als die Frohe Botschaft
meiner Unterweisung zu den großen Städten und zu den großen
Imperien wie Rom gelangte, die Menschen gleichfalls lächelten,
wenn sie erfuhren, dass Jesus, ein armer Galiläer war, dem ein paar
Fischer nachfolgten, die genauso arm und demütig waren wie Er
selbst. Ihre Spötteleien trafen Mich nicht, denn Ich wusste, dass sie
Mich nicht kannten. Sie verstanden nicht, dass meine Macht gerade
in jener Demut ihre Wurzeln hatte, und dass meine Kraft in jenem
Wort voller Liebe und Gerechtigkeit war, das vielen unverständlich
erschien, und das andere für unmöglich durchführbar hielten.
68. Als sie erfuhren, dass Jesus gestorben war, gekreuzigt, als
ob es sich um einen Übeltäter handeln würde, und dass jener Tod
seinen Jüngern und Nachfolgern zur Abschreckung dienen sollte,
rechneten sie nicht damit, dass jenes Blut dazu dienen würde, die
Saat fruchtbar zu machen, die nur bei wenigen ausgesät worden war.
69. Unter den Zweiflern entstand der Glaube, unter den
Gläubigen zeigte sich die Aufopferung, unter den Sklaven, unter den
Unterdrückten erstrahlte das Licht der Hoffnung und überall
vernahm man die göttlichen Unterweisungen des Erlösers auf den
Lippen der Menschen, die nach Gerechtigkeit riefen und von Liebe
sprachen. Eine höhere Kraft umfing die Seele der gläubigen
Menschen, und jene ausgegossene Kraft war wie ein Wildwasser,
das keine menschliche Macht mehr aufhalten konnte.
70. Es war ein reißender Strom, der von Stadt zu Stadt und von
Landstrich zu Landstrich flutete, der sich in die Täler hinabwälzte
und bis in die Berge empordrang. Es gab kein Heim ─ sei es eine
Hütte oder ein Palast ─, wohin jener Einfluss nicht gelangt wäre. Es
war der Fluss des Lebens, der sich auf die toten Felder ergoss, es
war die immer liebevolle Gerechtigkeit eures Vaters, die zu den
Menschen kam, um ihre Seelen zu reinigen und ihre Werke zu
richten. Als jener Wildbach aufhörte zu fließen, kam eine neue Welt
ans Licht, eine neue Menschheit erschien auf der Erde, und dennoch
war es dieselbe.
71. Das Licht einer neuen Unterweisung hatte sie aus ihrer
Lethargie gerissen, um ihr zu helfen, geistig weiter voranzuschreiten,
was sie dem vollkommenen Wesen näher brachte, das ihr
Gott und Vater nennt.
Daher sage Ich euch skeptischen und materialistischen
Menschen jetzt: Wenn ihr die Gerüchte hört, dass Ich bei den
Menschen gewesen bin und Mich ihnen durch ihr Verstandesvermögen
mitgeteilt habe, und wenn ihr von den Unterweisungen,
die in meiner Lehre enthalten sind, Kenntnis erhalten habt, so
lächelt nicht spöttisch, und haltet die Verwirklichung der Unterweisungen
meines Werkes ─ dieses Werkes, das Ich euch gerade ans
Herz lege ─ nicht für menschenunmöglich. Denn später wird es
euch leid tun, dass ihr euch geweigert habt, es zu vernehmen, wenn
ihr das Erblühen desselben miterlebt. Wenn ihr daher fühlt, dass die
Gewalt des reißenden Stromes an euren Türen rüttelt, so öffnet sie
und lasst ihn eindringen. Ich versichere euch, dass nur das
weggespült wird, was unsauber ist; denn das Gute, das es in eurem
Leben gibt, wird Er nicht antasten.
72. Damit mache Ich euch begreiflich, dass ihr lernen müsst,
den Sinngehalt dieses Wortes zu ergründen, damit ihr nach und nach
meine Wahrheit kennenlernt, während ihr euch in sie vertieft. Denn
bei diesem Nachdenken werdet ihr schließlich zu der Überzeugung
kommen, dass die Verwirklichung vieler der Prophetien, die in
früheren Zeiten gegeben wurden, nun tatsächlich eintritt, ebenso wie
bei vielen der Prophetien, die euch meine Boten übergaben, als sie
euch das Kommen des Geistes der Wahrheit, des Geistes des Trostes
ankündigten.
Mein Friede sei mit euch!

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