BWL - BAND VII - Unterweisung 187


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 187:
1. Kommt und esst das Brot des ewigen Lebens am Tische des
Meisters. Die Engel haben das Festmahl bereitet, und euer Vater
empfängt euch alle. Esset und trinket, aber versteht den himmlischen
Geschmack dieser Speisen zu schätzen, und verhaltet euch
nicht wie manche, die sich an meinen Tisch setzen, essen, trinken
und danach weggehen, ohne sich bewusst gemacht zu haben, bei
wem sie gewesen sind.
2. Das Brot, das Ich euch heute anbiete, ist das gleiche, das Ich
euch in der Zweiten Zeit brachte. Sucht in beiden den Sinngehalt,
und ihr werdet entdecken, dass es dasselbe ist ─ das meiner
göttlichen Liebe.
3. Ich komme, euch zu erlösen, wie Ich es in der Zweiten Zeit
tat, und allen, die Mir nachfolgen wollen, sage Ich: "Nehmt euer
Kreuz auf euch und folgt meiner Spur." Sie wissen wohl, dass das
Kreuz aus Demut, Liebe, Barmherzigkeit, Entsagung und Opfer
besteht. Wer es ergreift, kennt bereits den Weg, dem er folgen muss.
Ich habe niemanden getäuscht, indem Ich ihm sagte, dass mein Weg
mit Rosen bestreut ist. Denn Ich will, dass meine Soldaten Mir aus
Liebe und Glauben nachfolgen.
4. Ich weiß, dass, nachdem Ich meinen Kindern die Wahrheit
meiner Lehre aufgezeigt habe, diejenigen, die Mir nachfolgen, bei
allen Handlungen ihres Lebens treu und aufrichtig sein werden.
Unter meinen Getreuen wird es keine bezahlten Diener geben,
sondern nur glühende Jünger und selbstlose Nachfolger.
5. Wenn jemand dies Werk falsch auslegen sollte, und es für
unlautere Zwecke ausnutzen sollte, wird er sich selbst den Namen
"Verräter" geben, und sein Gewissen wird sein eigener Richter sein.
6. Ihr hattet bereits ein schmerzliches und trauriges Beispiel bei
einem meiner Jünger der Zweiten Zeit, damit ihr es meidet und aus
keinem Grund nachzumachen versucht. Denn es ist nicht recht, dass
jemand, nachdem er zur Zahl meiner treuen Kinder gehörte, sich
entfernen muss, um seine Verfehlung zu verbergen, die ihn befleckt
hat ─ so wie Judas, als er sich vom Abendmahl entfernte, weil er
begriff, dass er nicht würdig war, auch nur einen Augenblick länger
unter jenen zu verweilen, die bald ihr Leben hingeben würden, um
von der durch den Göttlichen Meister offenbarten Wahrheit Zeugnis
abzulegen.
Jene, die Mir damals nachfolgten, taten dies aus Liebe zu meiner
Sache. Heute will Ich, dass ihr, die ihr im Verlangen nach meiner
Lehre herbeikommt, Mir gleichfalls nachfolgt ─ jedoch nicht von
menschlichen Interessen oder von der falsch verstandenen Furcht
vor meiner Gerechtigkeit getrieben. Ich will, dass allein die Liebe zu
euren Nächsten euch dazu inspiriert; denn in ihnen liebt und
verherrlicht ihr euren Vater und Schöpfer.
7. Wenn Ich wollte, dass euch die Furcht überzeugen würde,
bräuchte Ich es nur zu wünschen, und schon würden die Naturkräfte
entfesselt sein und euch auf diese Weise zeigen, dass Ich der einzige
Mächtige bin. Doch Ich will, dass sich in jedem von euch die
Verdienste ansammeln, die durch Demut, Glaube und Liebe erlangt
werden.
8. Jetzt ist eine neue Zeit, und das ist der Grund dafür, dass ihr
nun neue Unterweisungen empfangt. Denn die Geschehnisse der
früheren Zeiten, wie sie die Menschheit erwartet, werden sich in
diesem Zeitalter nicht wiederholen. Dies wäre so, als ob die Zeit
stehen geblieben wäre, und die Menschheit die gleiche Lektion
wiederholen würde.
9. Soldaten Jesu ─ so nenne Ich euch, weil Ich euch meine
Sache anvertraue: Ergründet meine Lehre, damit ihr euch dieser
Wahrheit sicher seid. Wenn ihr dann Vertrauen gewonnen habt, dürft
ihr nicht wieder in Schlaf versinken, und die Theologen sollen euch
nicht mit ihren Fragen in Verlegenheit bringen, obwohl das, was Ich
euch heute dargelegt habe, keinerlei Geheimnis in sich birgt. Die
geheime Schatzkammer hat sich vor eurem Geiste aufgetan, damit
ihr euren Vater immer besser kennenlernt. Welchen Sinn hätte es,
wenn Ich mit Geheimnissen zu euch käme? Könntet ihr diese
Geheimnisse Offenbarungen nennen?
10. Ich versprach euch den Geist der Wahrheit, der zu euch
kommen würde, um euch meine früheren Unterweisungen zu
erläutern; und nun kann Ich euch sagen, dass Ich in diesem Worte
alles gebracht habe, was für diese Zeit bestimmt ist.
11. Versteht es, meine Jünger zu sein, indem ihr meinen
Unterweisungen aufmerksam zuhört, gründlich über sie nachdenkt
und sie später zur Anwendung bringt.
12. Meine Kinder: Während ihr Mich an meinem Worte erkennt,
erkenne Ich euch an euren Taten.
13. Gemeinsam werdet ihr meine Lektion besser lernen. Die
Unterweisung ist ausführlich, voll Licht, denn es ist die Liebe des
Vaters selbst, die sich im Worte verströmt. Daher müsst ihr euren
ganzen Willen einsetzen, um euch als gute Schüler zu erweisen.
14. Eure Welt ist eine Wüste, Ich bin die Oase. Ihr seid durstige
Wanderer, die nach Mir gerufen haben und Mir ihren ganzen Durst
nach Gerechtigkeit und Liebe vor Augen geführt haben. Ich habe
euch mein Wort gesandt als reines und kristallklares Wasser.
Gelegentlich ist es wie Manna gewesen, aber immer ist es die
Nahrung gewesen, die eure Seele auf ihrer langen und schweren
Wüstendurchquerung stärkt.
15. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werdet ihr zur Oase
werden, die dem leidenden Wanderer Schatten, Wasser und
Erfrischung spendet. Bei euch werden jene, die leiden, ihre Herzen
heilen, denn Ich verwandle euch derzeit in Heilbalsam.
16. Jetzt ist die Zeit des Lichtes, ihr alle seid mit ihm bekleidet.
Dies Licht wird dem Menschen begreiflich machen, dass in ihm ein
Atom der Göttlichkeit existiert, welches die Seele ist, deren
Intelligenz, vom Gewissen geleitet, ihn zum Frieden führen wird.
17. Diese Gaben sollen ihn von den leidvollen Wiedergutmachungen
befreien und ihm ermöglichen, zu den Gefilden der
vollkommenen Weisheit emporzusteigen.
18. Im Verlauf der Zeiten habe Ich viele meiner Kinder gesehen,
die die Vergnügungen, die diese Welt bietet, verschmäht haben und
den Weg meines Gesetzes eingeschlagen haben, um der Menschheit
eine Spur von geistigen Vorbildern und Anregungen zu hinterlassen.
Diese Geschöpfe, diese Menschen, die wie ihr die Erde bewohnten
und nur kamen, um ihre Botschaft der Liebe und des Trostes zu
bringen, leben heute in der Geistigen Welt und erfreuen sich des
wahren Friedens.
19. Ich verlange nicht von euch, dass ihr Mir eure ganze Zeit
widmet, denn Ich habe euch auf Erden Pflichten und Verantwortlichkeiten
übertragen. Aber ihr müsst begreifen, dass der menschliche
Körper, den ihr so liebt, nur der Mantel oder die Hülle der
Seele ist. Es ist das Fleisch, in dem alle Leiden erwachen.
20. Ihr habt zugelassen, dass dies Fleisch von Unvollkommenheiten
und Versuchungen erfüllt ist, die euer Verstand schafft, wenn
ihr nicht wacht und betet.
21. Ich weiß: Solange ihr auf dieser Welt seid, werden eure
Herzen und eure Sinne ihr zuneigen. Aber kämpfet gegen alles
Schädliche, Sinnlose und Unsittliche. Ich rate euch nicht, euch in
Klöster einzuschließen und die Welt und den Umgang mit euren
Nächsten zu verschmähen, denn damit wäre eure Liebe und euer
Dienst für meine Göttlichkeit falsch verstanden. Strebt nicht danach,
Puritaner zu sein und dabei zu vergessen, dass euch obliegt, auch die
Gesetze der Natur zu erfüllen.
22. Erfüllt die Gesetze, denen euch der Schöpfer unterworfen
hat. Die einen betreffen die Seele, andere den Körper, und Ich ordne
nur an, dass ihr das Schädliche, den Hochmut und die Heuchelei
zurückweist.
23. O geliebte Jünger, die ihr der Unterweisung des Meisters
lauscht: Seht, wie mein Wort die Fähigkeiten erweckt, die in euch
schlummerten.
24. Ihr könnt mit Recht sagen, dass dies bereits die letzten
Augenblicke meiner Anwesenheit unter euch in dieser Form sind. Es
sind kostbare Momente; denn wenn ihr euch nach meinem Scheiden
daran erinnert, könnt ihr sagen: "Welche Gnade hat uns der Herr
gewährt!"
25. Also, geliebte Jünger, hütet euch davor, in Versuchung zu
geraten. Befasst euch nicht mit Dingen, die euch nichts angehen.
Sorgt dafür, dass sich in euch die Vergeistigung widerspiegeln kann.
Ich weiß, dass euer Kampf heiß ist, dass das Gute zu tun zuweilen
hart und bitter ist. Daher lehre Ich euch zuerst, eure Angehörigen zu
lieben und ihnen zu vergeben, um euch danach unter die Menschheit
zu senden.
26. Werdet nicht müde, denn die Arbeit für die Seele wird
niemals enden. Das, was euch derzeit als eine Wiedergutmachung
oder eine Strafe erscheint, wird eure Seele, wenn sie emporstrebt,
wie eine Belohnung entgegennehmen; denn sie wird niemals müde
werden, zu lieben und das Gute zu säen.
27. Wohl dem zubereiteten Herzen, weil es der duftenden Rose
gleicht, die ihren Duft verströmt. Wohl dem menschlichen
Gedanken, der sich zu Mir zu erheben vermochte, denn er schaut die
geistigen Schönheiten. Wer seine Seele zu erheben versteht, wird
große Werke tun, und sein Verstand wird eine bessere Welt erfassen
und schaffen.
28. Ich habe euch zugerüstet, damit ihr aufbrecht, um eine Welt
zu erbauen, in der das Gute regiert. Denn die Menschen dieser Zeit
haben mit ihren Sünden auf die eine oder die andere Weise zur
Zerstörung des Edelsten und Höchsten beigetragen, das im Herzen
des Menschen existieren kann ─ der geistigen Liebe.
29. Strebt nicht so sehr nach eurer Bequemlichkeit. Gebt jenes
Verlangen auf, eure Zukunft sichern zu wollen. Seid nicht länger
unzufrieden. Was begehrt oder erwartet ihr von dieser Welt? Ihr habt
bereits Ehrungen, Vergnügungen, Lobreden gehabt. Die einen haben
schon alles gehabt, andere viel. Dennoch treffe Ich euch alle ohne
gute Werke an.
30. Fragt euch, ob ihr zu euch selbst gerecht gewesen seid. Ihr
besitzt Intelligenz, habt Vernunft und Willensfreiheit. Ihr vernehmt
derzeit mein Wort, könnt euch nicht als Unwissende bezeichnen. Ihr
habt gelernt, Mich in der Unendlichkeit zu suchen, wo es keine
Formen gibt; denn als Gott habe Ich diese nicht.
31. Ich bin in euch selbst. Weshalb sollen Mich die Menschen
immer in jenem Blau suchen, das sie "Himmel" nennen? Auch dies
kann Ich euch sagen: Ich bin jenseits dieses Himmels. Sucht Mich
mit Demut und Hochachtung, und Ich werde euch erlauben, tief in
meine Weisheit einzudringen. Doch welcher Mensch ist in seinem
Denken dorthin vorgedrungen, wo die Macht Gottes ist? ─
Niemand. Denn keiner kennt den Weg oder die Leiter, um zu Mir zu
gelangen, weil der Mensch nicht auf die Stimme des Gewissens
gehört hat.
32. Der Mensch kennt noch nicht seine Welt, die Erde, deren
Beschaffenheit noch viele Überraschungen für ihn bereithält. Und es
gibt noch viele Welten wie die, die euch umgibt. Aber wenn die
Schöpfung, die nur ein Teil meines Werkes ist, nicht bekannt ist ─
wieso gibt es dann welche, die behaupten, Mich mittels ihrer
Wissenschaft zu erkennen?
33. Ich spreche zur Seele, die eines Tages den wahren Weg, der
zu Mir führt, zurücklegen wird und meine göttliche Herrlichkeit
schauen wird.
34. Seid demütige Menschen voll Verstehen. Seid Menschen des
Friedens.
35. Ihr bittet Mich, dass Ich meine Gnade auf euch ausgieße,
weil ihr wisst, dass mein Wort die einzige Nahrung für eure Seele
ist. Denn das Leben, das ihr durchlebt, lässt euch gelegentlich zu
Fall kommen. Ihr habt einen bitteren Geschmack im Munde; daher
nahe Ich Mich euch, um euch in meinem Worte Süße und Zärtlichkeit
zu schenken und euren Durst mit meiner Liebe, die alles erfüllt,
zu lindern. Aber es gibt unendlich hungrigere Menschen als ihr.
Darum lasse Ich euch als Treuhänder meiner Offenbarungen zurück,
damit ihr diese Menschen an meinen Gnadengaben teilhaben lasst.
36. Ihr müsst zu Meistern werden; doch ihr müsst meine letzten
Lektionen in euer Herz prägen, eine nach der anderen. Ihr seid noch
nicht vorbereitet. Wenn der Meister in diesem Augenblick den Fortgeschrittensten
aufrufen würde, um seinen Platz einzunehmen und
in seinem Namen zu sprechen, so würde dieser sich nicht dazu
imstande fühlen, und seine Furcht würde ihn nicht verlassen, noch
seine Lippen sich öffnen.
37. Doch werdet ihr bald in dieser Weise sprechen müssen ─
nach 1950, wenn Ich mein Wort zurückgezogen habe. Dann müsst
ihr eure ganze Furcht überwinden und von meiner Kraft Gebrauch
machen, um ganz in die Erfüllung eurer Aufgabe einzutreten. Es
wird nicht mehr ganz dieselbe Verzückung sein, die ihr bisher
kennengelernt habt, mittels derer Ich in dieser Zeit zu euch
gesprochen habe. Es wird genügen, wenn ihr euch voll Glauben zu
Mir erhebt und die Stimme eures Geistes vernehmt, dann wird die
Inspiration in eurem Verstandesvermögen sein.
38. Ihr werdet die Menschenscharen anweisen, euch mit ihren
Gedanken, ihrer Andacht und Zurüstung zu unterstützen. Dann
werdet ihr darauf achten, dass euer Wort wirklich Bringer einer
göttlichen Inspiration ist.
39. Seht, wie sich die Form (der Kundgaben) wandeln und alles
einfacher werden wird zur besseren Verständlichkeit für die
Menschen. Denn der Mensch will Klarheit haben, er will seinen
Verstand nicht mehr mit dem Entziffern von Lektionen ermüden, die
er für undeutbar hält. Deshalb mache Ich in den letzten Zeiten
meiner Kundgabe mein Wort leichter fassbar, damit ihr keine Fehler
begeht.
40. Auch in der Zweiten Zeit machte der Meister seine Lehre in
den letzten Zeitabschnitten (seiner Lehrtätigkeit) klarer, denn diese
letzten Lektionen sollten alle früheren Unterweisungen begreiflich
machen.
41. Euch sage Ich: Ich will, dass alle eure Handlungen ein
Funken der Wahrheit sind. Denn die Lehre, die Ich euch übergeben
habe, ist wie kristallklares Wasser. Zeigt den Menschen nichts von
meinem Werke in irreführender Weise, denn alles hat eine
einleuchtende Erklärung und eine Daseinsberechtigung. Bei allem,
was ihr weitergebt, darf keine Furcht vor der Welt vorhanden sein.
Auf diese Weise werden alle, die ihre Mitmenschen mit unlauteren
Kundgaben getäuscht haben, ihren Irrtum erkennen, und nur
diejenigen werden in meinem Dienste verbleiben, die in guter
Absicht und mit guter Zurüstung bereit sind, den Menschen meine
Wahrheit, meine Liebe und meinen Frieden zu bringen. Wahrlich,
Ich sage euch, das Unkraut, das in den Herzen wächst, wird von den
fruchtbaren Feldern entfernt werden. Nur so wird die Menschheit
das wahre Werk des Heiligen Geistes erkennen.
42. Ihr werdet alle meine Jünger auf dem Erdkreis verstreut
finden. Denn jeder, der in seiner Art zu leben geistig ist und Mich
verehrt, ist Spiritualist.
43. Die Vereinigung der Religionen wird kommen, wenn der
Geist der Menschen sich über den Materialismus, über Traditionen,
Vorurteile und den Fanatismus erhebt. Dann werden sich die
Menschen in einem einzigen Gottesdienst geistig vereint haben:
dem des Guten aus Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wenn dies
geschieht, wird die Menschheit in eine Periode der Vervollkommnung
eintreten. Darum verlange Ich von euch, dass ihr mein
Werk durch gute und lautere Handlungsweisen zeigt.
Es darf euch nicht bekümmern, dass ihr die Verwirklichung all
dessen nicht mehr miterleben werdet. Aber ihr werdet auf jeden Fall
die Genugtuung haben, dass ihr mit eurer Saat zur Errichtung des
Friedensreichs beigetragen habt ─ einer Saat, die im Herzen der
kommenden Generationen Frucht bringen wird.
44. Bereitet euch vor, Sämänner auf meinem Ackerland, denn
die Felder sind bereit, den Samen meiner Lehre zu empfangen.
45. Der Tag ist nicht ferne, an dem ihr Menschenscharen, die
euch aufsuchen, die Meere überqueren seht im Verlangen nach dem,
was der Meister euch für sie übergab.
Dieser Kontinent wird sie mit Brüderlichkeit und Frieden
empfangen. Die Rassen werden sich vermischen, es wird die Vereinigung
der Menschen sein, weil sich ihre Sitten und ihre Vorstellungen
ineinander verflechten; und dies wird einen wirklichen und
dauerhaften Frieden mit sich bringen. Es wird eine neue Welt entstehen.
Die, die ihr derzeit durchlebt, dient der Vorbereitung dazu.
Der Kampf muss langwierig sein, um Zeit zu gewinnen; denn
die Vorstellungen, die heute vorherrschen, können nicht in einem
Augenblick ausgelöscht werden. Es bedarf einer gewissen Zeitspanne
zwischen jenen beiden Welten: Jener, die ihr durchlebt, die
verschwinden muss, und der von morgen, die diese ersetzen wird.
46. Noch seid ihr in der schwersten Zeit des Kampfes. Daher
bin Ich gekommen, euch zu führen, damit ihr jene Welt von morgen
schauen könnt. Ich gebe euch die notwendigen Kräfte, damit ihr
euren Vorsatz ausführt, und Ich die Menschheit segne.
47. Seid gesegnet; denn ihr sucht euer Wissen zu vermehren, um
das Höchste zu entdecken, und ihr wünscht beim Betreten des
geistigen Weges klar zu sehen. Aber ihr werdet meine Unterweisung
nicht voll erkennen können, bis ihr soweit seid, dass die Binde, die
eure Augen bedeckt, fällt.
48. Der Mensch ist für seine spirituelle Zurückgebliebenheit
selbst verantwortlich. Denn obwohl er mit Vernunft und Geist
begabt ist, macht er keine Anstrengung, um sich zu der Lebensebene
zu erheben, die ihm zukommt. Er lässt sich gehen und genießt die
Vergnügungen des Fleisches, ertötet seine Seele, wird krank und
schleppt sich als "Gelähmter" dahin, ohne das geringste Verlangen
danach zu haben, von seinem Leiden geheilt zu werden.
49. Sehr wenig haben meine Unterweisungen und mein
Opfertod bewirkt. Denn am Ende der Jahrhunderte sehe Ich voll
Betrübnis, dass (noch immer) Blinde die Blinden führen, und Lahme
die Gelähmten zum Gehen veranlassen wollen. Ich stelle fest, dass
die Mehrheit der Menschen gebrechlich ist, nur schwache
Geschöpfe, und dies deshalb, weil ihr nicht so leben wollt, wie Ich
es euch gelehrt habe. Ihr lasst zu, dass die Leidenschaften euch
beherrschen und in euren Herzen aufkeimen und euch schaden.
50. Ihr seid mit großartigen Eigenschaften ausgestattet und
macht doch keinen guten Gebrauch davon. Ich habe die Intelligenz
und den Willen zum Dienste des Geistes bestimmt, damit ihr Herren
eurer Handlungen, eures Lebens und gute Gesetzgeber seid, damit
ihr in jenem Kampfe, den ihr zwischen dem Geist und dem Fleische
kämpft, siegt und die Schlacht gewinnt. Wenn ihr dies erreicht,
werdet ihr gute Propheten sein, die die Menschenscharen führen
werden ─ die Menschen guten Willens. Dann werdet ihr den Kampf
nicht fürchten, weil ihr euch selbst besiegt habt. Ihr werdet euch
stark fühlen und werdet euch gegenseitig mit Achtung und Liebe
betrachten ─ selbst die untergeordneten Wesen, jene kleinen Brüder
von euch, die dann zu euren Freunden werden.
51. Glaubt nicht, dass die Propheten des Altertums, die ihr
"große Menschen" nennt, und die die Befreiung erreichten, nur
deshalb stark und erhoben waren, weil sie dazu bestimmt waren. Sie
waren dies, weil sie kämpften und den wahren Tempel des Friedens
und der Liebe errichteten. Aber die, die sich am meisten anstrengen,
um die Wahrheit zu erlangen, sind auch in Gefahr, Irrtümern anheim
zu fallen. Doch durch ihre geistige Erhebung haben sie das Gute
vom Bösen unterschieden und wiesen sie jeden Feind von sich,
wodurch sie erreichten, dass das Licht, das in ihnen war, siegt.
52. Dies Lebensprinzip, das in euch ist ─ dies Licht entstammt
meinem Göttlichen Geiste, und jeder Mensch besitzt es, ohne zu
begreifen, was es wert ist. Deshalb hat er diesen Schatz verachtet,
und, obwohl er mit großartigen Eigenschaften ausgestattet ist, um
unsterblich zu sein, beraubt er sich derselben, ertötet er sich
freiwillig und verliert seine Kraft. Ich lasse zu, dass er die Folgen
seines Irrtums fühlt und kennenlernt, damit er hernach durch seine
Anstrengung und Erfahrung seine Würde zurückgewinnt und die
Erfüllung und die Freuden des Geistes sucht und die vergänglichen
Freuden für immer hinter sich lässt.
53. Was ist nötig, um immer nach meinen Gesetzen zu leben?:
Von eurer Kraft und Energie Gebrauch machen, als meine wahren
Jünger arbeiten, um die dunklen Mächte zu besiegen, die die Welt
eingenommen haben.
54. Ich will, dass ihr meine Wahrheit begreift und dass ihr
versteht, dass Ich für euch keine Mysterien oder Geheimnisse habe
─ dass, wenn ihr euch in dieser Zeit zubereitet, ihr dahin kommen
werdet, die wahre Verehrung für meine Göttlichkeit auszuüben.
Ihr sagt, dass ihr das Gesetz befolgt und an Mich glaubt; aber
eure Werke sagen das Gegenteil. Heute lernt ihr erst meinen Willen
und meine Weisungen kennen; aber der Tag wird kommen, an dem
ihr zugerüstet sein werdet. Dann werde Ich euch an meiner
Herrlichkeit teilhaben lassen, werde einen Bund mit euch machen,
und es wird Friede auf dieser Welt sein.
55. Zu jenem Zeitpunkt werdet ihr Mich als einzigen Herrn
anerkennen und werdet euch ohne irgendeine Bevorzugung wie
Geschwister lieben. Doch wenn ihr heute meine wahren Jünger sein
wollt, wird es nicht nötig sein, dass ihr die Erde verlasst, um euch
stark und rein zu fühlen. Schon in dieser Welt, die ihr bewohnt,
werdet ihr meine Verheißungen Wirklichkeit werden sehen; denn
alles wird in Erfüllung gehen.
56. Der Tisch ist gedeckt. Setzt euch, nehmt eure Plätze ein,
lasst Mich euch anleiten und bedienen. Nehmt mit Mir vom Brote
der Wahrheit, lasst euch erleuchten vom Lichte der Liebe und
stimmt für euren Gott Loblieder an.
57. Vernehmt, welch schöne Harmonie erklingt. Eure Liebeshymne
erschalle im Himmel, und die Stimmen der Engel sollen sich
mit den euren vereinen.
58. Übergebt Mir eure Leiden, gebt Mir eure Kümmernisse, und
gewöhnt euch nicht länger an sie.
59. So, wie ihr in diesem Augenblick bei Mir seid, so soll die
Menschheit nach meinem Willen zu Mir kommen; Ich erwarte sie.
Seid aufrichtig, wohin ihr auch geht, damit meine Lehre nicht
angegriffen wird, sondern um der Früchte willen, die sie anbietet,
von allen anerkannt wird.
60. Stärker noch als in eurem Gehör ertönt mein göttliches Wort
in eurem Geiste. Ich gebe euch meine Unterweisung, damit ihr
morgen Meister sein könnt. Aber es ist notwendig, dass ihr das
Grundprinzip meiner Unterweisung kennt, um von ihm sprechen zu
können, und dieses Grundprinzip ist die Liebe. Zudem sage Ich
euch, dass es nicht genügt, dies Grundprinzip nur zu kennen ─ man
muss es besitzen, fühlen. Wie könnt ihr von Nächstenliebe sprechen,
wenn ihr sie nicht für eure Mitmenschen empfunden habt?
61. Wenn Ich in meinen Unterweisungen häufig das Wort
"Liebe" wiederhole, so geschieht dies, weil Ich dazu berechtigt bin;
denn Ich liebe euch wirklich.
62. Ich habe euch gesagt, Jünger, dass ihr morgen Meister sein
werdet. Dies wird dann geschehen, wenn ihr eure Nächsten liebt.
Seht, wie mein Wort euch nach und nach wie ein feiner Meißel
glättet ─ das eine Mal euer Auffassungsvermögen berührend, ein
andermal die Saiten eures Herzens, oder über euren Geist, damit
sein Licht euch erleuchte.
63. So spreche Ich zu eurem menschlichen Wesensteil, um ihn
gegenüber eurem Geiste folgsam und ergeben zu machen, welcher
in Wahrheit die Schritte des Menschen auf Erden lenken soll. Er ist
es, der die Kraft und das Licht dazu besitzt.
64. Heute sehe Ich den Menschen auf dem geistigen Wege
stehengeblieben. Er hat die Wege der Wissenschaft, der Macht und
der Leidenschaften eingeschlagen. Meint ihr, dass ─ wenn er in
seiner spirituellen Entwicklung, was bedeutet, sich der Liebe, dem
Guten und der Wahrheit zu nähern nicht stehen geblieben wäre ─ er
ebenso den Scheiterhaufen des Krieges angezündet hätte?
65. Die Zeit der Vergeistigung ist gekommen, und wenn die
Menschen sich widersetzen würden, mein Licht zu schauen, würden
sie Irrtümern anheimfallen, denn selbst die Natur wird Manifestationen
hervorbringen, die sie dann nicht verstehen könnten.
66. Folgt Mir nicht aus Furcht vor meiner Gerechtigkeit, noch
aus Pflichtgefühl. Welches Verdient hätte euer Werk, wenn ihr es
nicht freiwillig vollbringen würdet? ─ Ihr wisst, dass ihr durch
eigene Verdienste zu Mir kommen müsst. Ihr habt die Welt und ihre
Freuden bereits kennengelernt, und diese machten euch nur schwach
und verschatteten eure Seele. Doch irrt euch nicht in der Meinung,
dass Ich euch auch die guten und gerechten Handlungen versage, an
die ihr auf Erden gebunden seid, und die ihr fortwährend benötigt.
67. Ich liebe euch alle und teile euch nicht in Rassen ein. Aber
solange der Mensch sich nicht als Geistseele begreift, sondern nur
als Mensch, wird er sich für höher stehend halten als seine
Mitmenschen, und werden Zwietracht und Krieg existieren.
68. Die universelle Sprache meines Wortes, dessen Essenz die
Liebe ist, wird von allen Menschen vernommen werden, und sie
wird es sein, die sie untereinander und mit ihrem Vater vereint.
69. Erwache, o Volk, denn dein Kampf wird nach dem Jahr
1950 beginnen, in dem mein Wort durch diese Stimmträger enden
wird. Doch ihr und eure Kinder und später deren Kinder sollen
meine Lehre im Herzen der Menschheit unauslöschlich machen.
Mein Friede sei mit euch!

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