BWL - Band II - Unterweisung 34


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 34:
1. Geliebtes Volk, warte nicht auf bessere Zeiten, um der Menschheit diese Botschaft zu offenbaren, denn es wird keine andere Zeit kommen, die geeigneter wäre als diese.
2. Öffne deine Augen der Wirklichkeit und träume nicht länger von den Eitelkeiten der Welt. Begreife, dass es deine Mission ist, Meine Lehre auf allen Erdenwegen bekannt zu machen.
3. Hier unter diesen Menschenscharen entdecke Ich die zukünftigen Sendboten, die neuen Apostel, die Arbeiter, die in der Erfüllung ihrer Aufgabe unermüdlich sein sollen.
4. Die einen werden nach Osten gehen, andere werde Ich nach Westen senden, und die Verschiedenheit der Sprachen wird kein Hindernis für die Verbreitung Meines Wortes sein.
5. Das Schwert des Lichtes, der Liebe und der Gerechtigkeit, das in Meiner Lehre vorhanden ist, wird Wege bahnen, Mauern der Unwissenheit zerstören und Grenzen auslöschen. Alles wird für die Vereinigung der Völker vorbereitet sein.
6. Zu Beginn des Kampfes werden einige die Trinitarisch-Marianische Geistlehre mit Freuden annehmen. Andere dagegen werden sie zurückweisen und euch verfolgen, da sie in ihr eine Bedrohung ihrer irdischen Macht und ihrer irrtümlichen Auslegungen sehen. Doch wahrlich, Ich sage euch, es wird sein, als ob sie mit ihrer Handfläche verhindern wollten, dass die Sonne ihr Licht spendet.
7. Ich muss euch warnend darauf hinweisen, dass der, der dieses Wort ablehnt, Mich abgelehnt haben wird, und der, der es annehmen wird, Mich angenommen haben wird. Denn in seinem geistigen Sinngehalt habe Ich Mich den Menschen in dieser Zeit offenbart, in ihm ist Mein Geist gegenwärtig. Darum sage Ich euch: Wer Mein Wort aufnimmt, der wird Meine Stimme erkennen, wird Mir die Türen seines Herzens öffnen und Mich in sich haben.
8. Meine Gerechtigkeit hat euch eine wunderbare Gelegenheit angeboten, eure Schuld wiedergutzumachen und zu begleichen. Lasst keinen einzigen Tag eures Lebens ungenutzt, den Ich euch anvertraut habe.
9. Ihr seid der verlorene Sohn, der reuevoll zum Vaterhaus zurückkehrte, und Ich habe euch mit Liebe empfangen, um euch zu veranlassen, euer Erbe zurückzugewinnen.
10. Ich weiß, welche von denen, die weinend in Meine Gegenwart kommen, die wahrhaft Reumütigen sind, die ihre Schuld mit Tränen aufrichtiger Reue beweinen und Mich um eine
Gelegenheit bitten, wiedergutzumachen. Sie weinen, weil sie ihren Vater verletzt haben, sie weinen nicht wegen sich selbst. Dagegen gibt es andere, denen es dem Anschein nach leid tut, Mich verletzt
zu haben, und sie weinen, sie versprechen und schwören sogar, nicht wieder zu sündigen. Aber zur gleichen Zeit, da sie geloben, bitten sie Mich um neue irdische Güter. Dies sind jene, die sich bald
wieder von dem Vaterhause entfernen werden.
11. Wenn sie erreichen, das von Mir zu erhalten, was sie suchten, werden sie es verschwenden. Wenn sie es nicht erlangt haben, werden sie gegen Mich lästern. Sie glauben, dass es in der Niedrigkeit dieses Weges nur Dornen gibt, und wissen nicht, dass der, den sie gewählt haben, der unsicherste, holprigste und gefährlichste ist. Sie meinen, wenn sie sich völlig den Freuden der Welt hingeben, können sie ihre Reichtümer vermehren und damit ihre Nöte verringern, ohne sich bewusst zu werden, dass sie dadurch, dass sie die süße Bürde eines geistigen Kreuzes abgelehnt haben, eine ungeheure, materielle Last auf ihre Schultern geladen haben, unter deren Gewicht sie niedergedrückt enden werden.
12. Wie wenige sind es, die danach trachten, im Paradiese des Friedens, des Lichtes und der Harmonie zu leben, indem sie mit Liebe die göttlichen Gesetze erfüllen.
13. Sehr lang ist der Weg, den die Menschen zurückgelegt haben, und noch immer ziehen sie es vor, die verbotenen Früchte zu essen, die nur Leiden und Enttäuschungen in ihrem Leben anhäufen.
Verbotene Früchte sind jene, die zwar gut sind, weil Gott sie geschaffen hat, die für den Menschen jedoch schädlich werden können, wenn er sich nicht gebührend vorbereitet hat oder sie im Übermaß gebraucht.
14. Der Mann und die Frau nehmen ohne Vorbereitung die Frucht des Lebens und erkennen nicht ihre Verantwortung gegenüber dem Schöpfer, wenn sie neue Wesen zur Menschwerdung auf der Erde veranlassen.
15. Der Wissenschaftler schneidet mit ehrfurchtsloser Hand eine Frucht vom Baume der Wissenschaft, ohne zuvor auf die Stimme seines Gewissens zu hören, in der Mein Gesetz zu ihm spricht, um ihm zu sagen, dass alle Früchte des Baumes der Weisheit gut sind, und dass daher, wer sie pflückt, es einzig zum Wohle seiner Nächsten tun darf.
16. Diese zwei Beispiele, die Ich angeführt habe, zeigen euch, warum die Menschheit weder die Liebe, noch den Frieden jenes inneren Paradieses kennt, das der Mensch aufgrund seines Gehorsams gegenüber dem Gesetze für immer in seinem Herzen haben sollte.
17. Um euch zu helfen, dasselbe zu finden, lehre Ich die Sünder, die Ungehorsamen, Undankbaren und Hochmütigen, um euch begreiflich zu machen, dass ihr mit Geist ausgestattet seid, dass ihr
Gewissen habt, dass ihr voll und ganz beurteilen und bewerten könnt, was gut und was böse ist, und um euch den Pfad zu zeigen, der euch zum Paradies des Friedens, der Weisheit, der unendlichen Liebe, der Unsterblichkeit, Herrlichkeit und Ewigkeit führen wird.
18. Ich spreche zu euch, die ihr gesündigt habt, denn die Gerechten leben schon im geistigen Paradiese; und die übrigen Wesen, die keinen Geist besitzen und infolgedessen auch kein Gewissen, ergötzen sich in ihrem Paradiese, welches die Natur ist, wo sie in vollkommenem Gehorsam und in vollkommener Harmonie mit der ganzen Schöpfung leben.
19. Heute beleuchte Ich den Weg, auf dem ihr euch entwickeln sollt und an dessen Ende ihr Mir begegnen werdet. Ich nötige euch nicht; doch Ich mache euch darauf aufmerksam, dass — wenn ihr
nicht auf diesen Ruf hört — ihr bald aus eigenem Antrieb kommen werdet, den Weg der Erlösung zu suchen. Aber dann werdet ihr vor den Schrecken eurer Unmenschlichkeit, eurer Vermessenheit und eures Hochmuts fliehen.
20. Ich komme nicht mit Strenge zu euch. Ihr selbst seid es, die ihren Verfehlungen die verdiente Strafe geben.
21. Mein Volk, in deinem Herzen lasse Ich die Essenz Meines Wortes, damit ihr euch geistig davon nährt. Denn euer Herz ist wie eine Blume, und sein Duft ist die Liebesessenz, die Ich in dasselbe
hineingelegt habe. Lasst diese Blume nicht welk werden, denn bald würde sie ihren Wohlgeruch verlieren. Empfindlich sind die Blumen eurer Gärten, aber empfindlicher ist euer Herz, und mehr noch sein göttlicher Wesenskern.
22. Nach 1950 werdet ihr Mein Wort nicht mehr durch diese Verständigungsorgane empfangen,* die ihr Stimmträger oder Dolmetscher genannt habt. Die einen werden von dieser Erde zum Geistigen Tale aufbrechen, die andern werden bleiben, um die ersten Inspirationen zu empfangen, — die der Verbindung von Geist zu Geist vorausgehenden Zeichen.
* Siehe Anmerkung 9 im Anhang
23. Wenn diese Verbindung sich unter euch zu entwickeln beginnt, werdet ihr in Wahrheit die Lehre zu ergründen und zu begreifen anfangen, die ihr derzeit erhaltet, und gleichzeitig werdet ihr den geistigen Sinn Meines Wortes von allen Unvollkommenheiten zu trennen wissen, die der Stimmträger Meinem Worte beigemischt haben mag.
24. Jetzt frage Ich euch: Seid ihr damit einverstanden, die Armen der Erde, aber reich im Geiste zu sein? Oder zieht ihr die Freuden der Welt den Erkenntnissen des ewigen Lebens vor? — Ich segne euch, denn in eurem Herzen sagt ihr Mir: "Herr, nichts ist der Herrlichkeit, Dein Wort zu hören, vergleichbar."
25. In dieser Zeit gebe Ich euch eine neue Botschaft: das Dritte Testament. Viele sind Zeugen dieser Kundgebung gewesen. Doch wahrlich, Ich sage euch, nicht ihr werdet es sein, die den ganzen Sinngehalt dessen, was Ich euch offenbart habe, verstehen werden, noch werdet ihr die Bedeutung ermessen, die diese Botschaft hat.
26. Oft habe Ich euch eine Unterweisung gegeben, und ihr habt sie irrtümlich ausgelegt, weil ihr vermaterialisiert seid, und während Ich zu euch von geistigen Erkenntnissen sprach, habt ihr ihnen einen materiellen Sinn gegeben. Es werden andere, geistig entwickeltere Generationen kommen, und wenn sie die Unterweisungen studieren, die diese Offenbarungen enthalten, werden sie vor geistiger Ergriffenheit erzittern. Ein andermal werden sie sich an dem sanften Frieden Meines Wortes ergötzen, und bei andern Gelegenheiten werden sie verwundert sein über das, was sie in Meinen Lehren der
Liebe finden werden. Dann werden sie sagen: Wie ist es möglich, dass die damals anwesenden Zeugen dieses Wortes sich nicht seines Sinnes, seiner Größe und seines Lichtes bewusst wurden? — Es wird nicht das erste Mal sein, dass dies geschieht: Auch in der Zweiten Zeit, als Ich zum Herzen der Menschen sprach, verstanden Mich diese nicht, weil sie nur für die Welt und für die Materie lebten und dachten.
27. Als der Körper, der Mir in der Zweiten Zeit als Hülle diente, in den Todeskampf eintrat, und Ich vom Kreuze herab die letzten Worte sprach, war unter Meinen letzten Sätzen einer, der weder in
jenen Augenblicken noch lange Zeit danach verstanden wurde: "Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?"
28. Wegen jener Worte zweifelten viele; andere wurden verwirrt, da sie dachten, dass es Kleinmut, ein Wanken, ein Augenblick der Schwäche war. Doch sie haben nicht bedacht, dass dies nicht der
letzte Satz war, sondern dass Ich nach ihm noch andere sprach, welche volle Stärke und Klarheit offenbarten: "Vater, in Deine Hände befehle Ich Meinen Geist"; und: "Alles ist vollbracht".
29. Jetzt, da Ich zurückgekehrt bin, um in eure Verwirrungen Licht zu bringen und das zu erhellen, was ihr Geheimnisse genannt habt, sage Ich euch: Als Ich am Kreuze hing, war der Todeskampf lange, blutig, und der Körper Jesu, unendlich empfindsamer als der aller andern Menschen, erdultete eine lange währende Agonie, und der Tod kam nicht. Jesus hatte seine Mission auf der Welt erfüllt, hatte bereits das letzte Wort gesprochen und die letzte Lehre gegeben. Da fragte jener gemarterte Körper, jenes zerrissene Fleisch, als es die Trennung vom Geiste fühlte, schmerzerfüllt den Herrn: "Vater, Vater, warum hast Du mich verlassen?" — Es war der sanfte und leidende Klageruf des verletzten Lammes nach seinem Hirten. Es war der Beweis, dass Christus, Das Wort, wirklich Mensch geworden ist in Jesus, und dass Sein Leiden real war.
30. Könnt ihr diese Worte Christus zuschreiben, der ewig mit dem Vater vereinigt ist? — Nun wisst ihr, dass es ein Wimmern des Körpers Jesu war, der durch die Blindheit der Menschen geschändet war. Doch als sich die Liebkosung des Herrn auf jenes gemarterte Fleisch niedersenkte, fuhr Jesus fort zu sprechen, und Seine Worte waren: "Vater, in Deine Hände befehle Ich meinen Geist". — "Alles ist vollbracht".
31. Wann wirst du so zu Mir sprechen, Menschheit? Wann werdet ihr diesen sanften Klageruf ausstoßen, der kein Vorwurf, kein Zweifel, kein Mangel an Glauben ist, sondern der Beweis der Liebe zum Vater, mit dem ihr Ihm kundtut, dass ihr Ihn in der letzten Stunde nahe fühlen wollt? — Denkt über jeden Meiner Sätze nach, denn Ich bin die Wahrheit, die euch verheißen wurde.
32. Jetzt, da Ich euch lehre, habe Ich Mich des Ungebildeten und Unwissenden bedient, denn die Wissenschaftler und die Gelehrten haben Mich geleugnet. Auch Sünder habe Ich gesucht, um sie zu bekehren und sie auszusenden, damit sie von Meiner Wahrheit Zeugnis ablegen. Diese Meine Kinder, durch die Ich Mich kundgebe, müssen sich dieser Gnade würdig erweisen, indem sie zu dem Lichte der Lehre erwachen, die sie predigen werden, damit sie volle Kenntnis ihrer Aufgabe erlangen und verstehen, dass nur, wenn sie Vorbild geben und gute Werke zeigen, ihnen von ihren Mitmenschen geglaubt werden wird.
33. Diese Zeit der Unterweisung wird für die Zurüstung der Menschenscharen günstig sein.
34. Meine Lehre ist das reine und kristallklare Wasser des Stromes des Lebens, mit dem ihr euch reinigen und die Umwandlung erlangen werdet, die euch würdig macht, euch Jünger des Heiligen Geistes zu nennen. Bereitet euer Herz in Meinem Worte zu, und wahrlich, Ich sage euch, guter Samen wird aus ihm hervorsprießen. Bildet euren Geist und Verstand, indem ihr Mir zuhört, dann werden eure Werke, Worte und Gedanken Meine Wahrheit ausstrahlen.
35. Zwar werdet nicht nur ihr Zeugnis von Mir ablegen, denn die ganze Schöpfung ist ein lebender Beweis Meiner Wahrheit. Aber in diesem Werke habt ihr eine Aufgabe zu erfüllen und eine Schuld
gegenüber euch selbst zu begleichen. Denn wahrlich, Ich sage euch, Mir schuldet ihr nichts, sondern euch.
36. Wenn ihr nicht Zeugnis von eurem Herrn geben werdet, werde Ich es tun; aber ihr werdet bitterlich weinen, weil ihr nicht beim Meister wart in der Stunde des Kampfes.
37. Wollt ihr wissen, wie ihr es erreicht, dass euer Zeugnis als wahr angenommen wird? — Seid aufrichtig gegen euch selbst, sagt niemals, dass ihr etwas besitzt, das ihr nicht habt, versucht auch nicht, etwas zu offenbaren, was ihr nicht empfangen habt. Lehrt nur das, was ihr wisst, bezeugt allein das, was ihr miterlebt habt. Doch wenn man euch etwas fragt, das ihr nicht beantworten könnt, so schweigt, aber lügt niemals. Von neuem sage Ich euch, dass euer Ja immer Ja und euer Nein immer Nein sein soll, dann werdet ihr der Wahrheit treu sein. Ihr sollt auch nicht schwören, denn wer die Wahrheit sagt, braucht keine Schwüre, um sich Glauben zu verschaffen, da er mit seinen Werken Aufklärung bringt. Lasst jenen schwören, welcher falsch gewesen ist und der — wenn der Augenblick gekommen ist, da ihm Glaubwürdigkeit vonnöten ist — den Namen Gottes in Anspruch nehmen muss, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Ihr sollt weder bei Gott, noch bei Maria schwören, auch nicht bei euren Eltern oder bei eurem Leben. Ich sage euch noch einmal, dass eure Werke es sein sollen, die eure Worte bezeugen, dann werden beide von Mir Zeugnis ablegen.
38. Wenn ihr die Wahrheit sagt und man euch glaubt, so seien gesegnet, die euch glauben. Wenn man euch ablehnt, verletzt oder verspottet, weil ihr die Wahrheit sagt, so überlasst die Sache Mir, denn die Sache der Wahrheit ist die Meine; Ich werde euch dann verteidigen. Sucht auch nicht, die Wahrheit mit dem Schleier der Lüge zu verhüllen, denn euer Gericht wird dann groß sein. Wisst ihr nichts von jenem großen Tempel in Jerusalem, in den die Menschen viele Jahrhunderte lang im Verlangen nach Kraft und Weisheit eintraten? Denn er war groß, solange sein Schoß wie ein Hort des Friedens für die Geister war. Doch als die Heuchelei, die Lüge und die Habsucht eindrangen, zerriss sein Vorhang, und später blieb von ihm kein Stein auf dem andern.
39. Ich sage euch noch einmal, dass ihr beginnen sollt, ehrlich gegen euch selbst zu sein, dass ihr nicht versuchen sollt, euch selbst zu betrügen, das heißt, dass ihr anfangen sollt, die Wahrheit zu lieben. Der Zeitpunkt rückt näher, an dem die großen Häupter der Welt fallen, an dem die Nationen Meine göttliche Gerechtigkeit fühlen sollen. Wie viel Wehgeschrei wird dann unter den Menschen sein! Eine Welt der Falschheiten, der Irrtümer und Ungerechtigkeiten wird verschwinden, damit an ihrer Stelle das Reich Gottes errichtet wird, welches Gerechtigkeit und Licht ist. Für viele
Menschenwerke wird es das Ende sein, doch für die Zeit der Vergeistigung wird es der Anfang sein.
40. Die Welt, die verschwinden wird, wird die Welt der Schlechtigkeit sein, die ihr geschaffen habt, in der die Starken die Schwachen unterdrücken, aus der sogar die Unschuld der Kinder entschwunden ist, in der die Eltern die Kinder und die Kinder die Eltern nicht verstehen. Diese Welt, in der die heiligsten Prinzipien und Institutionen von den Menschen entweiht worden sind, und in der man sich gegenseitig tötet, statt sich als Brüder zu lieben.
41. Damit dieses neue Babel verschwindet, muss seine Schlechtigkeit mit der Wurzel ausgerissen werden wie Unkraut. Der Schmerz wird groß sein; aber in diesem Leidenskelch werden sich die Unreinen läutern und die Blinden ihre Augen öffnen, der Tod wird den Erdenlauf vieler Menschen anhalten, doch nicht, um sie zu vernichten, sondern sie in das Leben zu bringen.
42. Von den bösen Werken der Menschheit wird nichts übrigbleiben. Doch auf den Trümmern eurer Vergangenheit werde Ich eine neue Welt als ein großes Reich erstehen lassen, in welchem die Menschheit wie eine ausgedehnte Familie ist, die in Frieden lebt, die liebt, die fühlt und denkt in Meinem Gesetze der Liebe.
43. Neue Generationen werden die Erde bevölkern und sowohl geistig, als auch materiell die Früchte der Erfahrung und der Entwicklung ernten, die ihre Vorgänger hinterlassen haben; denn aus der gesamten Vergangenheit werden sie die guten Früchte auswählen.
44. Über die unvollkommenen Kulte für Meine Göttlichkeit wird sich eine wahrhaft geistige Gottesverehrung erheben, ebenso wie sich auch über die materialistische Wissenschaft der Menschen
der Gegenwart eine neue Wissenschaft im Dienste der Brüderlichkeit, des Wohlergehens und des Friedens erheben wird.
45. Die Trennung der Menschen wird verschwinden, und so, wie sie sich in ihrer Zwietracht voneinander entfernten und für jedes Volk Dialekte und Sprachen schufen, so werden, wenn die Harmonie auf der Erde zu erstrahlen beginnt, alle das Bedürfnis fühlen, sich mit einer einzigen Sprache zu verständigen. Wahrlich, Ich sage euch, die brüderliche Liebe zueinander wird ihnen dies Werk erleichtern, denn es wird auf Mein Gebot gegründet sein, das euch sagt: Liebet einander.
46. Wie sollte es richtig sein, dass das menschliche Geschlecht sich nicht untereinander versteht, wenn selbst die Tiere derselben Gattung sich verstehen, auch wenn die einen aus der einen und andere aus einer andern Gegend sind?
47. Vereinigt euch in Liebe unter der Inspiration eures Vaters, und Er, der das Alpha und Omega der ganzen Schöpfung ist, wird euch die universelle Sprache eingeben.
48. Erquickt euch, erquickt euch an Meinem Worte, es steht über der Gespaltenheit eurer Sprachen, jenseits eures Anfangs und eures Endes. Doch wenn ihr euch über die so ausführliche und unerschöpfliche Art und Weise gewundert habt, in der Ich durch die Lippen Meiner Stimmträger zu euch gesprochen habe, so wisset, dass es nur ein Funken Meines Göttlichen Lichtes war, das Ich über diese Verstandesorgane gesandt habe.
49. Ihr fragt Mich: "Herr, wenn Du uns ausgewählt hast, um Zeugen dieser Kundgabe zu sein, warum hast Du uns dann nicht von den Leiden und Missgeschicken der Erde ausgeschlossen?" — Darauf antworte Ich euch, dass es notwendig ist, dass ihr — auch wenn es nur wenig ist — den Leidenskelch leert, den eure Brüder trinken, damit ihr ihre Leiden versteht.
50. Wenn Ich euch gesagt habe, dass in dieser Zeit alles zerstört werden wird, was der Hochmut und die Schlechtigkeit der Menschen geschaffen hat, glaubt ihr da nicht, dass es auch in euch etwas zu zerstören, zu beschneiden oder zu sühnen gibt?
51. Ihr seid begnadet, aber zugleich sehr heimgesucht durch die Prüfungen. Doch wenn euch der Schmerz wachsam erhält, sollt ihr daran denken, dass es nur ein Tropfen des Bittertranks ist, den andere Völker trinken. Wenn euer Herz den Schmerz mitempfindet, fühlt es sich zu beten veranlasst, und darin erkennt es intuitiv eine der Aufgaben, die dies Volk zur Erde mitgebracht hat.
52. Betet, Meine Kinder, mit Gedanken des Lichtes, des Friedens und der Brüderlichkeit, denn diese Gebete werden sich nicht im Raume verlieren, sondern ihre Kraft wird sie im Geistigen schwingend erhalten und sie zum Herzen jener lenken, für die ihr gebetet habt. Mein Wort darf euch nicht zu etwas Alltäglichem werden, kommt mit der gleichen Demut und Inbrunst wie in den ersten Tagen, damit euer Gebet von euren Brüdern empfunden wird. Denn ein Tag wird kommen, an dem ihr euer ganzes Wesen erschüttert fühlt, und dieser Tag wird jener sein, an dem Ich zum letzten Male in dieser Form zu euch spreche.
53. Wozu, glaubt ihr, habe Ich euch in dieser Zeit gerufen, ihr Menschenscharen? Geschah es etwa nur, um eure Krankheiten zu heilen, oder um euch den verlorenen Frieden wiedererlangen zu lassen? — Nein, Volk; wenn Ich euch zum wahren Leben aufrichtete, in euren Herzen den Glauben entfachte, euren Gesichtern das Lächeln zurückgab und euren Körpern die Kraft, so geschah es, weil Ich euch auf diese Weise zurüsten wollte, damit ihr euch zum Kampfe erheben könnt. Aber Ich sehe, dass viele an sich selbst denken, und Meinem Unterricht nur beiwohnen, um den Frieden ihres Geistes zu suchen, ohne das geringste von der Aufgabe wissen zu wollen, die auf sie wartet. Andere entfernen sich, sobald sie das empfangen haben, was sie begehrten, ohne sich dafür zu interessieren, den Sinn Meiner Lehre zu studieren und zu verstehen.
54. Ihr alle seid gerufen worden, um an diesem Werke teilzuhaben, und daher habe Ich Mein Wort über dieses Volk ergossen, damit es dasselbe in seinem Herzen bewahrt, und wenn es auch nur ein einziger Meiner Sätze ist.
55. Meine Unterweisung sagt euch: Wenn ihr Mein Wort nicht unter der Menschheit bekannt macht, werden die Steine sprechen, um Zeugnis von Meiner Wahrheit und von der Zeit zu geben, in der ihr lebt. Doch wartet nicht, bis die Steine sprechen, denn sie werden es tun, indem sie die Erde erbeben lassen, die Meere aufwühlen oder in Strömen aus den Kratern der Vulkane hervorbrechen.
56. Besser wird es sein, euch rechtzeitig zuzurüsten, damit, wenn diese Welt durch Seuchen, die unbekannten Krankheiten und die Trübsale aller Art verheert wird, ihr — auf alle Wege der Erde verstreut — den Herzen Mein gütiges, stärkendes Wort bringt, damit ihr wie eine sanfte Brise zu jenen kommt, welche von den Orkanen gepeitscht worden sind.
57. Legt eure Trägheit ab und nutzt die kostbare Zeit, die ihr heute genießt, denn ihr wisst nicht, ob ihr in den kommenden Zeiten die Ruhe habt, um Mein Wort zu studieren und euch in dasselbe zu
vertiefen.
58. Betet als gute Jünger und erfüllt euer Herz mit edlen Zielen. Vergesst nicht, dass Ich keine Unterschiede der Rassen, Klassen oder Religionen bei euch mache, damit, wo immer ihr hingeht, ihr
euch wie in eurem Vaterlande fühlt und jeden, dem ihr begegnet, welcher Rasse er auch angehöre, als das betrachtet, was er wirklich ist: eurer Bruder.
59. Ich brachte euch dies Wort und ließ es euch in eurer Sprache hören, doch Ich gebe euch den Auftrag, es später in andere Sprachen zu übersetzen, damit es allen bekannt wird.
60. Auf diese Weise werdet ihr den wahren Turm Israels zu bauen beginnen, jenen, welcher alle Völker geistig zu einem einzigen vereint, welcher alle Menschen in jenem göttlichen, unwandelbaren und ewigen Gesetze eint, das ihr in der Welt aus dem Munde Jesu erfahen habt, als Er euch sagte: "Liebet einander!"
61. Erforscht Mein Wort, bis ihr seiner Reinheit und seiner Wahrheit gewiss seid. Nur so werdet ihr euren Weg mutig gehen und standhaft bleiben können gegenüber dem Eindringen materialistischer
Vorstellungen, die den Geist bedrohen. Denn der Materialismus ist Tod, ist Finsternis, ist Joch und Gift für den Geist. Vertauscht niemals das Licht oder die Freiheit eures Geistes für irdisches Brot oder für armselige materielle Güter!
62. Wahrlich, Ich sage euch: Wer auf Mein Gesetz vertraut und im Glauben ausharrt bis ans Ende, dem wird niemals der materielle Lebensunterhalt fehlen, und in den Augenblicken seiner Verbindung
mit Meinem Geiste wird er durch Meine unendliche Barmherzigkeit immer das Brot des ewigen Lebens empfangen.
Mein Friede sei mit Euch!

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