BWL - Band II - Unterweisung 45


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 45:
1. Das Licht Meines Geistes fällt auf euch herab. Ich komme,
um euch den Schatz des Friedens zu geben und euch mit dem
Festgewand der Demut zu bekleiden. Wenn die Menschheit euer
Gewand in Fetzen reißen möchte, so lasst sie es tun, denn diese
Fetzen werden ihr dazu dienen, ihre Blöße zu bedecken.
2. Unter diesen Scharen hier sind jene, die — ohne Mich
gesehen zu haben — Mir glauben, Mich lieben und Mir nachfolgen.
Wohl ihnen, denn sie werden im Verheißenen Lande sein.
3. An diesem Tage gedenkt ihr der Auferstehung eures Meisters,
und wahrlich, Ich sage euch, viele von euch werden durch das Licht
Meines Wortes zum Leben der Gnade auferstehen.
4. Nur als Mensch wurde Ich geboren und starb Ich; denn als
Gott hatte Ich weder einen Anfang, noch werde Ich ein Ende haben.
Jesus wurde aus der Reinheit der Liebe geboren, die der Vater zur
Menschheit hat, indem Er im Schoße einer keuschen Jungfrau, die
im voraus vom Schöpfer dazu auserwählt war, menschliche Gestalt
annahm.
5. Die Worte und Werke Jesu waren der Weg, den Er euch
vorzeichnete, der Pfad, der euch ins Himmelreich führen wird.
Durch den Körper Jesu fühlte Christus alle Schmerzen und Ängste
der Welt, erlebte Er den Todeskampf, und Er war gewillt, im Geiste
in die Höhlen der Finsternis einzudringen, wo Ihn die Geistwesen
ebenfalls erwarteten. Aber Ich sage euch, der Schmerz Jesu in der
erhabenen Stunde Seines Todeskampfes am Kreuze wurde von
niemandem verstanden. Es gab einen Augenblick, in welchem Er
sich allein zwischen Himmel und Erde fühlte, gepeitscht von den
entfesselten Elementen und von seinen Jüngern verlassen. Da
geschah es, dass er ausrief: "Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du
Mich verlassen?" — Die Menschen verstießen Ihn aus ihrer Mitte,
und Sein Geist verließ Ihn.
6. Aufgrund Meiner Macht hätte Jesus gegenüber körperlichem
Schmerz unempfindlich sein können; doch Ich kam nicht, um euch
hinsichtlich Meiner menschlichen Natur zu täuschen. Mein Schmerz
war beispiellos, Mein Tod war wirklich, und Mein Blut wahrhaftiges
Blut.
7. Während der Körper des Meisters im Grabe lag, erleuchtete
der Göttliche Geist die Stätten, wo Ihn Gerechte und Sünder
erwarteten, damit Seine Barmherzigkeit sie in eine neue Zeit führen
würde. Denn das Blut des Lammes bahnte nicht nur den Wesen
dieser Welt den Weg ihrer geistigen Entwicklung, sondern auch
denen des Geistigen Tales.
Nachdem an allen jene Liebesmission erfüllt war, verschmolz
der Körper Christi mit dem Göttlichen Geiste in der gleichen Weise,
wie er menschliche Gestalt angenommen hatte.
8. Da der Körper Jesu nicht aus der "Erde"* hervorgegangen
war — warum hätte er ihr Tribut zollen sollen wie alle Menschen?
Er hatte euch gesagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."
* D.h. nach den Naturgesetzen der Erde entstanden
9. Beim Hören Meiner Unterweisung erwacht euer Geist zu
neuem Leben, weil er das Brot des ewigen Lebens gegessen hat,
welches Mein Wort ist. Stärkt euch mit Meiner Lehre, denn der
Zeitpunkt nähert sich, an dem die Menschen sich wie hungrige
Wölfe auf euch stürzen, um euch zu richten, und es ist nicht Mein
Wille, dass ihr euren Glauben und euren Frieden in den Händen
eurer Verfolger lasst.
10. Nützet die Zeit, solange Meine Kundgebung in dieser Form
noch bei euch ist; denn wenn ihr heute eure Lampen nicht
entzünden solltet, werdet ihr euch morgen nach dieser Zeit der
Unterweisungen und Gnadenerweise zurücksehnen und weinen im
Verlangen, Mein Wort noch einmal zu hören. Viele werden sagen:
"Meister, was würde ich dafür geben, um durch jene, die ich so sehr
als unvollkommen verurteilte, noch einmal eine Deiner
Lehransprachen zu hören."
11. Nutzt Meine Unterweisung wirklich — jetzt, da Ich sie euch
durch Vermittlung dieser Meiner Kinder zuteil werden lasse, die Ich
erwählt und zubereitet habe. Ich habe über ihre Lippen Worte der
Weisheit und Liebe fließen lassen. In Ergebung haben sie sich von
der Welt abgewandt, und euretwegen trinken sie einen Leidenskelch,
da sie wissen, dass sie das Werkzeug des Vaters sind für Seine
Verbindung mit euch.
12. Auch wenn ihr, um Mein Wort in dieser Zeit zu hören, zu
diesen bescheidenen Versammlungsstätten eilt, könnt ihr doch euer
Gebet an dem Orte emporsenden, an dem ihr euch (gerade) befindet:
Sei es im stillen Kämmerlein, oder dort, wo ihr das tägliche Brot
verdient, unterwegs, im Tal oder am Ufer eines Flusses — überall
vernehme ich eure Bitten.
13. Lernt, euer Herz zu reinigen und euren Geist zu Mir zu
erheben, damit ihr die geistige Gemeinschaft (mit Mir) empfangt.
Vergesst nicht, dass ihr Mich im Innersten eures Wesens in euch
tragt. Erhebt euch zu Mir, damit, wenn der letzte Augenblick von
1950 kommt, euer Geist nicht von Schrecken erfüllt ist und spricht:
"Meister, du hast Dich von uns abgewandt." Wahrlich, Ich sage
euch, wer sich zurüstet, wird sich von jenem Augenblick an von
Geist zu Geist mit Meiner Göttlichkeit verbinden.
14. Wenn ihr von den vielen Unterweisungen, die Ich euch
gegeben habe, eine einzige genutzt hättet, und die Lehre derselben
das Gesetz wäre, das alle Handlungen eures Lebens lenkt —
wahrlich, Ich sage euch, es wäre nicht mehr nötig, dass Ich unter
euch bin; denn in dem, was ihr bis heute gehört habt, ist Meine
ganze Lehre enthalten.
15. Ein weiteres Mal übergebe Ich euch Mein Wort, damit euer
Geist fühlt, dass er sich beim Festmahle des ewigen Lebens
befindet. Erquickt euch wie Mein Apostel Johannes bei der
Betrachtung der Offenbarungen der jenseitigen Welt.
16. In dieser Zeit wird aller Unglaube unter euch verschwinden,
denn Ich werde euch als eine Leuchte des Glaubens zurücklassen,
die unter den Menschen angezündet ist.
17. Jedes Mal, wenn Ich Mich bei euch einstelle, und während
Ich euch Mein Wort zuteilwerden lasse, weicht euer Schmerz, weil
euer Geist Meine Gegenwart empfindet und sich an Meiner Liebe
erquickt.
18. Nicht nur die, die an diesen Versammlungsorten zusammenkommen,
hören Mir zu, sondern es sind auch große Legionen von
Geistwesen bei dieser Kundgebung anwesend und empfangen Mein
Licht. Unter diesen Scharen sind jene, die auf Erden eure Eltern,
eure Gefährten, eure Kinder waren. Alle sind dabei, auf der Leiter
der Entwicklung aufwärtszusteigen.
19. Euer Herz wird von Freude erfüllt, wenn ihr Mich so
sprechen hört, und ihr fühlt, dass es die Herrlichkeit des Vaters
selbst ist, die sich in diesen Augenblicken öffnet, um ihre Gnade auf
jedes Geschöpf des Herrn zu ergießen.
20. Das Licht Meiner Liebe, das den Entwicklungsweg aller
Meiner Kinder erhellt hat, bewirkte bei einigen Wissenschaftlern die
Verwirrung ihrer Vorstellungen, als sie daraufstießen, dass der
Ursprung der Schöpfung nicht so ist, wie sie ihn sich vorgestellt
hatten. Doch Ich werde zu ihnen von der "Bergeshöhe" aus
sprechen, und die Gewalt Meiner Stimme wird durch die Elemente
die Erde erzittern lassen und ihnen die Wahrheit zeigen.
21. Volk, wenn du in die Gemeinschaft mit Meiner Göttlichkeit
kommen willst, so schaue nicht auf diese Stimmträger, durch die Ich
Mich kundtue, wie auf höhere Wesen. Studiere und ergründe Mein
Wort, dann wirst du dich wie in Meinem Heiligtum fühlen und dich
am geistigen Sinn Meiner Lehre erfreuen. So werdet ihr stark
werden, um Zeugnis dafür abzulegen, dass dies die Dritte Zeit ist
und dass Ich Mich in ihr den Menschen als Heiliger Geist offenbart
habe.
22. Ich wähle derzeit unter der Menschheit Meine neuen Jünger
aus, wobei Ich den Männern sage: "Erneuert euch", und den Frauen:
"Sündigt nicht mehr". Euch alle hat Meine Vergebung geläutert,
damit ihr ein neues Leben beginnt.
23. Ihr, die ihr viel Bitteres gekostet habt — trinket nun Milch
und Honig aus diesem Kelch der Liebe, den Ich euch darreiche.
24. Freut euch, dass ihr dies geistige Gut besitzt. Grämt euch
nicht allzu sehr wegen des Unterhalts des Körpers, denkt daran, dass
Ich euch gesagt habe: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von einem jeglichen Wort, das von Gott kommt."
25. Euch alle fand Ich verirrt, und Ich habe euch den Weg
gezeigt, indem Ich euch sagte: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und
das Leben, folgt Mir bis ans Ende."
26. Ich habe niemanden gezwungen, Mir nachzufolgen, und Ich
drohe niemandem, wenn er es nicht tut. Gewiss gibt es das Gesetz
der Sühne — die jeder sich selbst verursacht — damit seine Seele
sich entwickelt und ihre Läuterung und ihr Licht erlangt. Doch die
Hölle ewigen Feuers gibt es nicht, wie es auch keine Strafe Gottes
gibt. Legt das, was euch in vergangenen Zeiten durch Sinnbilder
gesagt wurde, nicht falsch aus.
27. Heute hört ihr Mir zu, und jeder erkennt seinen Auftrag,
während Elias als unermüdlicher Diener des Herrn die 144.000
neuen Jünger sammelt, 12.000 Kinder von jedem Stamm dieses
Volkes, damit sie an ihrer Stirne das Zeichen empfangen, das sie als
Trinitarisch-Marianische Spiritualisten kennzeichnet.
28. Wenn ihr euch auf dem Lebensweg erschöpft fühlt, so
kommt zu Mir und ruht euch aus, während ihr diesem Worte lauscht,
denn noch bin Ich bei euch.
29. Dies Wort ist das Brot, das Ich euch zum Munde führe. Sein
geistiger Sinn ist das kristallklare Wasser, das euch hilft, eure Seele
von all ihren Befleckungen zu reinigen.
30. Ihr habt Angst, dass euch die Stürme von diesem Pfad
hinwegreißen und ihr wiederum schwach werdet gegenüber den
Leidenschaften des Fleisches. Ihr fürchtet das Gerede der Leute, ihre
Urteile, ihr fürchtet die Welt, die euch mit ihren vielfachen
Versuchungen von Mir entfernt.
31. Da ihr Mein Wort nicht verstanden habt, glaubt ihr, dass Ich
von euch verlange, dass ihr alles Materielle aufgebt und darauf
verzichtet, während Ich euch lehre, dass ihr dem Geiste das geben
sollt, was ihm zukommt, und der Materie, was ihr angehört. Solange
ihr im "Tränental" seid, werdet ihr die Vollkommenheit nicht
erreichen. Doch müsst ihr euch zurüsten in der Liebe und Barmherzigkeit,
die ihr unter euren Brüdern verbreitet, um zum Geistigen
Tale zu gelangen und die Frucht eurer Saat zu ernten.
32. Das Geheimnis, das Ich euch offenbare, ist Mein eigener
Geist, der sich jenseits der Jakobsleiter befindet. Ich bin nicht auf
der "Leiter", denn Ich bin vollkommen. Auf ihr sind nur die Wesen,
die der Vollkommenheit entgegengehen. — Wer kann das Gefühl
haben, dass Meine Lehre für seinen Geist wie eine schwere Last ist?
Wenn ihr ihr Gewicht mit dem eines Kreuzes vergleicht, werdet ihr
begreifen, dass Ich jetzt euer Helfer bin*.
* Siehe Anmerkung 8 im Anhang
33. Wer kann sich von Mir entfernen, da Ich überall bin?
Manche versuchen, sich aus Meiner Gegenwart zu entfernen, um
heimlich die Saat zu säen, die Ich ihnen anvertraut habe, und die
Ernte für sich einzubringen; doch Ich beschere euch die fruchtbaren
Felder. Wer sich zu entfernen versucht, wird in die Wüste gehen
müssen. — Wann hat man erlebt, dass im weißglühenden Sand
irgendein Same keimt? Dort werden sie nicht dem Festmahle
beiwohnen, das ihr bei Mir genießt, noch werden sie in ihrer
Einsamkeit dem Trillern der Vögel lauschen, die euch mit ihrem
Gesang entzückt haben.
34. Wer in seinem Herzen den Wunsch verspürt hat, das Kreuz
im Stich zu lassen, hat weder seine Aufgabe noch seine Bestimmung
erahnt.
35. Wie viele von euch bekennen sich vor Mir schuldig und
sündig und gehören (doch) zu denen, die Mich lieben! Wie viele
posaunen aus, dass sie Mich lieben, und haben nicht einmal Glauben
an Mich! Sie glauben, wenn sie Wohltaten empfangen; doch wenn
sie eine Prüfung trifft, leugnen sie Mich!
36. Diese Dritte Zeit ist eine Einladung für euren Geist
gewesen, ein Ruf, damit ihr die Gnade besitzt, zu denen zu gehören,
welche die göttliche Frucht der Drei Zeiten entgegennehmen.
37. Als die Menschheit sich auf der höchsten Höhe der
Verderbtheit befand, kam das Licht Meines Geistes herab, —
umgewandelt in Worte, die für den Menschen verständlich sind —
um ihn zu retten. Sie zeigen ihm den Weg seiner Sühne, helfen ihm,
dieselbe zu erfüllen, und lassen ihn die Belohnung begreifen, die ihn
erwartet.
38. Euch, die ihr Mich hört, sage Ich: Tragt nicht schmutzigen
Staub an euren "Sandalen", sucht Mich, Ich bin eure Rettung. Ich
bin das Boot, das euch aus dem Schiffbruch errettete, euch aus dem
wütenden Meer der Sünde forttrug, um euch ins Land der
Verheißung zu bringen.
39. Warum seid ihr auf eurem Lebensweg dem Schmerz
begegnet? Warum haben sich eure Füße an den Kieselsteinen des
Weges wundgestoßen? Warum quält euch der Durst wie ermattete
Wanderer? Darum, weil ihr früher denselben Pfad zurücklegtet und
den Weg nicht gesäubert habt für die, die nach euch kamen, weil ihr
nicht wusstet, dass ihr dort noch einmal hindurchgehen müsstet.
Doch wenn ihr nie den Durst eines Dürstenden gelöscht habt — wie
könnt ihr dann erwarten, dass jemand den euren löscht?
40. Ich allein lindere den Durst eures Geistes nach Liebe und
Frieden. Mein Wort ist kristallklares Wasser, das unter euch
ausgegossen wird. Genießt es, wenn ihr es trinkt, ladet eure Brüder
dazu ein, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet schließlich die
Einigkeit und den Frieden in den Seelen erleben.
41. Wenn Mich in der Zweiten Zeit eure Augen gesehen haben,
weil Ich als Mensch kam, so komme Ich heute im Geiste. Wenn
Mich eure körperlichen Augen nicht gesehen haben — die
Empfindsamkeit eures Geistes hat Mich gewiss gespürt, weil Ich
euch Meine Gegenwart fühlbar mache. Wer von denen, die Mich
hören, hat Mich nicht an dem beschleunigten Klopfen seines
Herzens gefühlt? Wer von euch ist nicht erbebt bei Meinem Worte,
das wie ein durchdringender Blick ist, der mit seinem Lichte euren
Geist erreicht?
42. Ich spreche als Meister zu euch, nicht als Richter. Sucht
Mich nicht als Richter, denn statt Urteilssprüchen will Ich Trost und
Leben unter euch verbreiten.
43. Ich habe euch eure Augen geöffnet, damit ihr gewahr
werdet, dass Mein Gesetz auf der Erde befleckt wird, jedoch nicht,
damit ihr den richtet, der es verletzt. Lernt Mein Gesetz kennen,
damit ihr euch nicht vom Wege verirrt, wenn die Menschen es euch
verheimlichen, und damit ihr den zu führen versteht, der im Finstern
wandelt.
44. Ihr seid nicht (auf die Welt) gekommen, um irgendjemanden
zu demütigen. In Wahrheit sage Ich euch: Bevor dies geschieht,
wäre es für euch besser, nicht von Meinem Werke zu sprechen, oder
dass der Tod euer Leben abschneidet.
45. Volk, du weißt nicht, was Ich für dich bereithalte. Glaube
nicht, dass das, was du bis heute gehört hast, alles ist, was Ich dir zu
sagen habe; Ich werde dir noch große Lehren offenbaren; sehr große
Gaben werden sich in euch entfalten.
46. Meine Unterweisung kommt euch zu Hilfe, damit es euch
gelingt, euch von Geist zu Geist mit eurem Vater zu verbinden, denn
darin liegt euer Heil. Öffnet euer Herz, damit ihr in ihm den Schatz
Meines Wortes bewahrt, bis der Augenblick kommt, an dem ihr es
euren Brüdern offenbaren müsst. Denn dies ist das Wort, das den
Sünder umwandelt und den Kranken heilt.
47. Die Spur, die Ich euch in dieser Zeit zurücklasse, ist nicht
von Blut, sondern von Licht. Kommt zu Mir, Jünger, und erholt euch
von euren Leiden. Lindert mit Meinem Worte euren Hunger und
Durst nach Liebe und Frieden, damit — wenn Ich euch mit geistigen
Gütern überhäuft habe — ihr wie die Jungfrauen Meines Gleichnisses
seid: mit brennenden Lampen wachend in Erwartung des
keuschen Gemahls, damit ihr ihn empfangen könnt, wenn er an eure
Türe klopft.
48. Wer Mein Wort in seinem Herzen bewahrt und daran glaubt,
wird Frieden und Glück haben auf den Wegen der Welt und wird
seinen geistigen Aufstieg auf dem Pfade erreichen, der in Mein
Reich führt.
49. Mit Liebe übergebe Ich euch Mein Wort, um euch das wahre
Leben zu schenken und um euch zu lehren, das gleiche unter den
Menschen zu tun, wo es so viele für den Glauben Tote gibt. Alles,
was ihr in Meinem Namen tut, werdet ihr bei euren Brüdern sich
verwirklichen sehen. Doch wenn ihr auf eurem Wege statt zu segnen
über eure Nächsten lästert oder sie richtet — wahrlich, Ich sage
euch, ihr werdet euch selbst verurteilen; denn mit der Elle, mit der
ihr meßt, werdet ihr gemessen werden.
50. Wenn ihr Mich verletzt habt, so bittet Mich um Vergebung.
Wenn euer Bruder euch verletzte, so vergebt ihm, vielleicht weiß er
nicht, was er getan hat. Wenn ihr dagegen immer noch verletzt,
obwohl ihr durch die Unterweisungen, die ihr empfangt, so viel
Licht besitzt, so könnt ihr nicht sagen, dass ihr unschuldig seid.
Wenn ihr Kränkungen verursachen solltet, wärt ihr härter als der
Fels; denn Ich lehre euch, damit ihr zu euren Brüdern edelmütig
seid.51. Studiert Mein Wort, damit euch der Tod nicht unvorbereitet
überrascht und die Finsternis eurem Geiste nicht den Weg zu seiner
Entwicklung verhüllt. Meine Unterweisung ist das einzige Buch, das
vom ersten bis zum letzten Wort Wahrheit enthält. Dies Buch habe
Ich von neuem vor euch aufgeschlagen in dieser Zeit, um euch zum
ewigen Leben zu erwecken und euch in Meinem Liebesgehege zu
vereinigen; denn Ich sehe euch verirrt wie Schafe ohne Hirten.
52. Hier ist die Stimme Dessen, der die Geister ruft, um sie von
den Mühsalen der Welt zu befreien. Einige Meiner Kinder erkannten
die Stimme, andere nicht, weil ihr vom Materialismus dieser Zeit
verblendeter Geist sie nicht wiedererkannte. Doch Ich, der Hirte, der
Ich in der Hürde Meiner Liebe — welches Mein Reich ist — die
neunundneunzig Schafe habe, kam auf der Suche nach dem
Verirrten herab zur Erde.
53. Wie lange habt ihr euch von bitteren Früchten genährt, die
euch die Süße der Frucht des wahren Lebens vergessen ließen, und
erst, als ihr Mein Wort vernahmt, habt ihr wieder erfahren, was die
wahre Nahrung des Geistes ist.
54. Früher habt ihr euch aufgemacht und den Weg zu eurem
geistigen Aufstieg vergebens gesucht, weil ihr durch den Schmerz
über eure Sünden niedergedrückt wart. Heute habe Ich euch
vereinigt, habe euch vermehrt und euch eure Gaben erkennen
lassen. Doch wahrlich, Ich sage euch: Ehe ihr aufgrund dieser
Gnade in Eitelkeit fallt und ihr den Sünder richten wollt, oder den
zu demütigen versucht, der gefehlt hat — erinnert euch und denkt
über die Lehre nach, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab, als das
ehebrecherische Weib vor Mich gebracht wurde; erinnert euch an
das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner und an das des guten
Samariters. Der geistige Sinn jener Lehren ist ewig gültig. Heute,
morgen und für alle Zeit könnt ihr sie in eurem Leben in
Anwendung bringen. Es sind Gleichnisse, die Ich euch in der
Zweiten Zeit gab, zuweilen am Ufer eines Flusses, ein andermal in
der Wüste oder auf einem Berg; es war die Göttliche Botschaft, die
Ich euch in Jesus brachte, bevor die Menschen Mich ergriffen, um
Mich zu verurteilen und in Jerusalem zu kreuzigen.
55. Es war Mein Wille, dass Mein Wort in euren Herzen lebt,
damit ihm Barmherzigkeit und Liebe entströmt und ihr euch auf den
Weg macht, um die Kranken zu heilen, ohne ein Entgelt zu
erwarten, weil ihr das Gute aus Liebe zu euren Brüdern tut.
56. Nennt euch nicht Spiritualisten, wenn ihr in eurem Herzen
Abscheu vor den Kranken empfindet oder Ekel, wenn ihr Körper in
Lumpen gehüllt ist. Ihr werdet nicht Meine Jünger sein, solange ihr
euch von den Sündern absondert, aus Angst, dass euer Herz
angesteckt wird.
57. Siehe, hier ist Mein neues Wort, das ihr mit dem vereinen
sollt, das Ich euch in vergangenen Zeiten gab. Über den Verstand
verschiedener Vermittler habe Ich es euch in dieser Zeit gegeben,
damit ihr darin die Bestätigung habt, dass das, was durch einen
Mund gesagt wurde, durch alle gesagt wurde.
58. Rüstet euch zu, Männer und Frauen, denn unter euch
befinden sich jene, durch die Ich euch Mein Wort geben werde.
59. Hier ist der Gemahl, der an die Türen der Jungfrauen
klopfte, und da diese ihn erwarteten, öffneten sie ihm, hießen ihn
eintreten, und in ihrem Hause fand ein Fest statt.
60. Einige von euch haben sich an den Tisch der Liebe gesetzt,
um das Brot Meines Wortes zu essen und den Wein zu trinken,
welcher die göttliche Essenz Meines Wortes ist. Wie viele von euch
waren auch in der Zweiten Zeit bei Mir und haben Mir zugehört.
Andere sahen in den Provinzen Meine Apostel, die den Samen des
Glaubens an Christus in die Herzen säten und den Menschen
Wahrheitsbeweise erbrachten, indem sie Kranke heilten, Aussätzige
rein machten und den Betrübten Trost spendeten. Doch die, welche
zu jener Zeit nicht am Mahle teilnahmen, werden heute essen, und
die nicht auf der Welt waren, werden es heute sein.
61. Ich bin dabei, von neuem Meine Jünger auszuwählen.
Erinnert euch, dass Ich in der Zweiten Zeit den zwölf Aposteln, die
Ich nach Meiner Barmherzigkeit erwählt hatte, die Füße wusch und
einen Kuss der Liebe auf sie drückte, damit ihr begreifen solltet:
Wenn dies der Herr tat — was solltet dann erst ihr an euren Brüdern
tun?
62. Voll Demut komme Ich, um euch zu trösten und zu erretten,
damit — wenn ihr euch an die Erfüllung eures Auftrags macht, den
Menschen den Weg zu zeigen — ihr eine Spur der Sanftmut auf dem
Weg zurücklasst. Wer seine "Füße" nicht gewaschen hat, bevor er
das Tagewerk beginnt — welche Spur von Reinheit wird er
hinterlassen können?
63. Hier ist Das Lamm, das sich freiwillig opferte, damit Sein
Blut als Symbol des Lebens in allen Seinen Kindern sei und seine
Spur den geistigen Entwicklungsweg der Menschen vorzeichnete.
64. Ich sehe unter euch diejenigen, die Mir nachfolgen werden,
jedoch auch jene, die Tränen vergießen müssen und die große
Gelöbnisse ablegen, um Mir dann später den Rücken zu kehren.
Noch bin Ich unter euch; nützet die Augenblicke, denn bald werde
Ich euch zurücklassen und von der Unendlichkeit aus die Erfüllung
derer betrachten, die dieses Erbe empfingen. Jeder, der sein Herz
läutert, um Mein Wort weiterzugeben, wird stark sein durch seine
Reinheit, Barmherzigkeit, Liebe und Demut. Doch der, der sich
erhöht und Mein Werk verrät, wird gegenüber den Versuchungen
schwach sein.
65. Eure Nation hat ihre Tore geöffnet, durch welche große
Menschenscharen aus verschiedenen Nationen herbeigekommen
sind; denn Ich habe euch gesagt, dass es in dieser Zeit nicht zwölf
Erwählte sein werden, sondern zwölftausend von jedem der zwölf
Stämme — hundertvierundvierzigtausend, die der Menschheit Mein
Wort bringen werden. Die einen befinden sich im Geistigen Tal, die
andern in der Materie. Die, welche im Jenseits leben und diese
Unterweisung nicht kennengelernt haben, werde Ich wieder ins
Fleisch kommen lassen, um sie alle auf der Erde zu versammeln.
Diese werden es sein, die aus Liebe zu ihren Brüdern das
Opferkreuz tragen und den Kelch der Bitterkeit trinken werden.
66. Heute esst ihr das Brot und trinkt den Wein des Himmelreiches
durch den geistigen Sinn Meiner Unterweisung, während die
Menschheit diese Lehre weiterhin mit dem Brot und Wein der Erde
darstellt.
67. Schart euch um Mich, damit ihr euch gegenseitig schützt
und euch stark fühlt, denn die Wölfe lauern euch auf, und die
Pharisäer, die sich unter den Menschenscharen verbergen, sind
diejenigen von gestern. Noch können sie Mich nicht erkennen, weil
sich ihre Sinne verwirrt haben. Es sind die Heuchler, die ihre
Sünden hinter einer vorgetäuschten Reinheit verbergen.
68. Wachet und betet, denn sie werden die ersten sein, die euch
sagen, dass Ich der falsche Christus bin. Die einen werden euch auf
die Prophetien der Ersten Zeit hinweisen, und die andern auf die der
Zweiten Zeit, um euch zu beweisen zu suchen, dass dieser als falsch
vorausgesagt war. Sie werden euch sagen, dass ihr euch durch diese
Kundgebungen nicht betören lassen sollt. Wahrlich, Ich sage euch:
Hütet euch vor ihnen und vor denen, die nur Mein Wort (in
Anspruch) genommen haben und keine Macht besitzen, um Werke
zu tun, die durch ihre Wahrheit überzeugen.
69. Prüfet ihr euch vor eurem Gewissen und fragt euch, ob die
Kranken gesund geworden sind, ob ihr Frieden empfunden habt,
wenn ihr Mir zugehört habt, ob ihr euch angeregt fühltet, das Gute
zu tun und euch untereinander zu lieben, ob ihr euch erneuert habt?
— "Ja", hat euch euer Gewissen geantwortet.
70. Erinnert euch und durchlebt die vergangenen Zeiten. Hier ist
der Tisch, auf dem die Speisen stehen, die das ewige Leben geben.
Aufs neue sage Ich euch, dass Mein Körper und Mein Blut heute
durch Mein eigenes Wort vertreten sind. Ein Krümel von diesem
Brot genügt, um einem Geiste das ewige Leben zu geben. Die
Kranken, die von diesem Brote kosten, werden die Gesundheit
erlangen, und wer diesen Wein mit Erhebung des Geistes und mit
Ehrfurcht vor Meiner Lehre trinkt, wird für immer den Frieden
empfangen.
71. Wer sich in der erhabenen Stunde des menschlichen Todes
an Mein Wort erinnert, in dessen Geiste werden die Gaben und
Gnaden sein, die in ihm (meinem Worte) sind, damit er auf seinem
Hingang das Licht Meines Heiligen Geistes schaue.
72. Die geheimen Gedanken des Vaters wurden für Arme und
Demütige offenbart. Wer von diesem Weine trinkt, wird fühlen, dass
sich sein Geist stärkt; wer seine Lippen verschließt, um ihn aus
Furcht vor dem Tode nicht zu trinken, in dem wird der Tod sein, und
nur Meine Liebe wird ihn auferwecken können. Doch dann, wenn es
Mein Wille ist, werde Ich zu ihm kommen, um ihm zu sagen:
"Warum hast du nicht von Meinem Weine getrunken? Stehe auf, Ich
bin Jener, der durch Menschenmund sprach, und derselbe (ist es),
der dich heute zum Leben der Gnade auferweckt. Wer außer Mir hat
Vollmacht, die Toten zum Leben zu erwecken?"
73. Während Ich euch Meine Unterweisung gebe, betrachte Ich
das Herz eines jeden der Anwesenden. Einige übergeben Mir ihr
Herz, das sich von Meinem Worte genährt hat, bis es seinen Hunger
nach Liebe und Trost gestillt hatte. Andere denken an die Art und
Weise, wie sie dieses Werk zerstören können, weil sie nicht daran
glauben und sie beunruhigt sind wegen der großen Menschenmengen
mit inbrünstigen Herzen, die sich in diesen Versammlungsstätten
zusammendrängen, um Mein Wort zu hören.
74. Esset von diesem Brote, in ihm ist das ewige Leben. Trinket
den Wein, sein Geistgehalt ist der göttliche Wohlgeschmack, den
Mein Wort besitzt.
75. Vergesst nicht die Werke, die Ich an euch getan habe, damit
ihr sie auch an euren Brüdern tut. Wie Ich euch geliebt habe, so
liebet eure Nächsten. Setzt die Notleidenden an euren Tisch und
gebt ihnen an ihm den besten Platz.
76. In jedem Meiner Worte* ist eine Fülle an Offenbarungen
enthalten, damit ihr euch in sein Studium vertieft; denn der
Augenblick Meines Abschieds kommt näher, an dem ihr euch
einsam fühlen werdet. Ihr werdet wie Schafe unter Wölfen zurückbleiben,
doch Ich werde euch trösten. Dann wird eure Mission
beginnen, und die einen werden in die Wohnungen (ihrer näheren
Umgebung) gehen, andere in die Provinzen, und einige weitere in
andere Nationen. Ihr sollt gute Arbeiter auf Meinen Feldern sein und
unermüdlich Meinen Samen des Friedens und der Liebe säen. Doch
wird es nicht nötig sein, dass ihr doppelte Vorratstaschen für die
Reise mitnehmt — Ich werde für euch sorgen. Ihr sollt weder die
Unbilden der Witterung, noch die der Elemente fürchten, Meine
Gegenwart ist in allem Geschaffenen.
* Der Begriff "Wort" bedeutet hier nicht das einzelne Wort, sondern ist
Inbegriff der Darlegung eines göttlichen Gedankens durch menschliche
Worte.
77. Ich werde euch zu den Häusern führen, wo jene wohnen, die
euren Glauben teilen werden. Sie werden euch mit Freuden
empfangen, und dort sollt ihr noch weitere berufen, um euch zum
Gebet zu versammeln und ihnen Meine Botschaft zu bringen. Diese
"Letzten" werden zu "Ersten" werden und sich als neue Apostel
aufmachen, um zu säen, wie ihr sie gelehrt habt.
78. Sehr ausgedehnt sind Meine Felder, und sehr spärlich sind
noch die Sämänner; doch es ist Mein Wille, dass in der Zeit, in der
Ich euch Meine Unterweisung noch in dieser Form gebe, die
Hundertvierundvierzigtausend gezeichnet werden. Denn jene
werden es sein, durch deren Vermittlung Ich Mich der Menschheit in
dieser Zeit kundtun werde, und von jedem, der von Mir Zeugnis
ablegt, werde Ich auch Zeugnis ablegen, ebenso wie jeder, der Mich
verrät, vor Meinem Gericht wird erscheinen müssen.
79. Siehe, ihr alle habt vom Lamme gegessen; dennoch sehe Ich
unter euch den, der Mich verraten wird. Nicht in diesem
Augenblick, noch in dieser Nacht, sondern wenn er, von den
Versuchungen der Welt verführt, die glänzenden Geldstücke für die
Preisgabe seiner Brüder annimmt. Da niemand weiß, wer es sein
könnte, fragt ihr in euren Herzen: "Meister, wer ist es?" — Ich sage
euch nur: "Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallet."
80. Es gibt auch einen, der Mich in dieser Zeit verleugnet, und
es wird bald sein; noch in dieser Nacht wird jemand leugnen, wo er
gewesen ist und wem er zugehört hat. — Niemand verleugne Mich
aus Furcht vor der Welt, denn sein Schmerz wird sehr groß sein.
81. Einst ging Jesus in den Olivengarten, um zu beten, denn
Sein Opfergang rückte näher. Heute sage Ich euch: Betet und ruft
euch jenes Vorbild ins Gedächtnis zurück, damit ihr im Herrn Stärke
findet. Denn wahrlich, Ich sage euch, der Kelch, den Ich in jener
Nacht trank, war sehr bitter; aber auch der, den Mir diese
Menschheit heute aufs neue reicht — wie bitter ist er! In ihm sind
alle Tränen, das Blut und der Schmerz der Menschen.
82. Deshalb, o geliebte Jünger, lehre Ich euch, zu beten, um auf
die großen Heimsuchungen gefasst zu sein. Niemals jedoch wird die
Sünde aller Menschen auf einem einzigen lasten. Nur Christus trug
auf Seinen Schultern die Sünde der ganzen Menschheit, von Adam
bis zum letzten.
83. Diejenigen, die sich innerlich über diese Kundgebungen
lustig machen, sind jene, die Mir ins Gesicht spien, und die, die
Mich jetzt richten, sind diejenigen, die Mich in jener Zweiten Zeit
geißelten. Die Sünde und die Finsternis dieser Menschheit sind der
Kerker, in welchem Ich alle Martern empfange.
84. Bereitet euch vor, denn die Scharen von Ungläubigen und
die Legionen von verwirrten Geistern werden euch verfolgen. Doch
dann werde Ich ihnen sagen: Lasst ab von Meinen Jüngern, sie sind
nicht schuldig.
85. Wachet und betet, lebet in Frieden, und ihr werdet Meine
Stärke in eurem Geiste haben, denn ihr nährt euch von dem Brote
des ewigen Lebens.
86. Die Stunde ist gekommen, in der ihr euch an Christus, den
Göttlichen Meister, in Seinen letzten Augenblicken am Kreuze
erinnert, an jene Stunden der Finsternis auf der Welt, in denen
Meine Gegenwart die Geister erleuchtete, die Mich erwarteten.
87. Auf einem neuen Golgatha hat Mich die Menschheit in
dieser Dritten Zeit erhöht, und von Meinem Kreuze herab betrachte
Ich euch, o Menschen. Das Licht Meines Geistes fällt auf die
Menschen herab, wie in jener Zeit, als sich Mein Blut Tropfen für
Tropfen auf die Menschheit ergoss. Meine Göttlichen Leiden sind
wie Wunden, die angesichts der Undankbarkeit und der Sünden der
Menschen aufbrechen. Doch heute wird aus ihnen Wasser der Gnade
quellen, damit die Blinden sehen und die Bösen erlöst werden.
Wenn ihr einen Baum verletzt, wird ihm Lebenssaft entquellen: Ich
bin der Baum des wahren Lebens, der euch Leben schenkt, wenn ihr
ihn zu zerstören sucht.
88. Wer wird Mir in dieser Zeit Mein Kreuz tragen helfen? —
Ihr, Jünger! Und wer über seine Sünden weint und sie bereut und
sich erneuert, der wird im Gedächtnis der Menschheit bleiben wie
jene Sünderin, die Meine Füße mit ihren Tränen benetzte und sie
mit ihren Haaren trocknete.
89. Gesegnet sind, die in ihrem Herzen den Schmerz ihres
Herrn, Seinen Durst nach Liebe empfinden, denn Ich werde sie in
der jenseitigen Welt Mich in all Meiner Herrlichkeit schauen lassen.
90. Während auf der Erde der Tod, den die Menschen Jesus
bereiteten, Ihn von den Armen Seiner liebevollen Mutter trennte,
sind heute in der Ewigkeit Mutter und Sohn in der göttlichen Liebe
vereint. Denn ihr müsst wissen, dass — wenn Christus das Wort
Gottes ist, Maria die mütterliche Zärtlichkeit Gottes ist, und von der
Unendlichkeit aus, nahe dem Kreuze, das ihr Mir von neuem
bereitet habt, breitet sie liebevoll ihren Mantel aus, um euch zu
decken, und richtet sie ihren mütterlichen Blick voll Vergebung auf
euch.
91. Vergesst diese Kundgebungen nicht, und wenn das Jahr
1950 vorüber ist, so versammelt euch, um euch diese Unterweisungen
wieder ins Gedächtnis zu rufen. Dann werden eure
Augen von Tränen überfließen, aus Traurigkeit und zugleich vor
Freude — aus Traurigkeit, weil ihr euch an die Zeit erinnern werdet,
in der ihr Meinem Worte gelauscht habt, und vor Freude, weil ihr
endlich in die Zeit der Verbindung von Geist zu Geist eingetreten
seid.
Mein Friede sei mit euch!

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