BWL - Band II - Unterweisung 42


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 42:
1. Ich entferne von eurem Wege die Hindernisse, die eure Arbeit auf Meinen Feldern behindern könnten; denn ihr seid die Erwählten, um diesen Auftrag zu erfüllen, ihr sollt der Menschheit die Wahrheit Meiner Lehre bekanntmachen. — Seid stark! Denn Ich habe gesehen, dass euch Glauben fehlt, dass ihr euch von Mutlosigkeit besiegen lasst und euch nicht mit Entschlossenheit von euren
Stürzen erhebt. Ihr zweifelt wiederum, wie ihr es in der Zweiten Zeit tatet, und um zu glauben, bittet ihr Mich um materielle Beweise, die Ich euch nicht gewähren darf. Seid nicht wie die Schrift-gelehrten und Priester, die mit den Schriften in ihren Händen dachten, dass Meine Ankunft unter den Menschen jener Zeit sich in einer ganz bestimmten Form vollziehen würde, und als sie sahen, dass die Durchführung Meiner Mission in einer andern Offenbarungsform geschah als der, die sie erwarteten, zweifelten sie. Denn die Wunder, die sie verlangten, wurden ihnen nicht gewährt, weil der Weg bereits von Mir vorgezeichnet war und alles so vollendet wurde, wie es von Ewigkeit her geschrieben war.
2. Ihr zweifelt, weil euer Herz nicht zubereitet ist. Ihr kanntet Meine Prophetien nicht, und sehr wenige haben Meine Offenbarungen in ihrer ganzen Wahrheit ergründet und verstanden. Doch wenn auch euer Herz unwissend war — der Geist ahnte, dass Ich noch einmal zu euch kommen müsste, und heute formt euch Mein Wort gleich einem feinen Meißel und beweist euch die Wahrheit Meiner Kundgebungen. Wahrlich, Ich sage euch, ihr dürft euren Vater nicht der Prüfung unterwerfen. Betet und versenkt euch in tiefer Betrachtung. Es ist jetzt an der Zeit, dass ihr zu Mir zurückkehrt, und dass ihr euch eurem Schöpfer nähert und euch wieder mit Ihm vereint.
3. Denkt daran, dass — wenn ihr auf Erden geweint habt — nicht Ich es bin, der euch dieses Leid verursacht hat. Ich habe Mich nicht an eurer Sühne ergötzt, noch bin Ich gegenüber eurem Schmerze gleichgültig gewesen; Ich habe euren Geist nur formen und erheben wollen. Ich habe euch immer geliebt und euch immer vergeben.
4. Dringt in den Sinn Meines Wortes ein und entdeckt all das, was Ich euch durch die ungeschickten Lippen der Stimmträger zum Ausdruck bringen will. Doch sucht Mich nicht nur durch ihreVer- mittlung zu hören: Ich habe euch das vollkommene Gebet gelehrt, damit ihr die Verbindung von Geist zu Geist mit eurem Vater erreicht, durch die ihr zu Mir in der Sprache sprechen könnt,
die dem Geiste entspricht, und Meine weisen und liebevollen Antworten empfangen könnt.
5. Warum lasst ihr Mein Werk der Vergeistigung unbeachtet und überhört die Stimme des Gewissens, die in eurem Innern zu euch spricht? Warum schenkt ihr nur den menschlichen Worten und Urteilen Glauben und lasst zu, dass der Geist, der in seiner Zeit lebt*, welk wird wie die Blumen unter einer sengenden Sonne, wenn ihnen die Bewässerung fehlt?
* Im anbrechenden Zeitalter des Heiligen Geistes, des zur Herrschaft
gelangenden Geistes Gottes im Menschen.
6. Die Kinder werden sich mit Mir verbinden, werden Meine Botschaften empfangen und euch mit ihrem Fortschritt in Erstaunen setzen. Sie werden euch in Meiner Liebeslehre unterrichten, und ihre Überzeugungen werden fest sein. Doch fühlt euch darum nicht gedemütigt! — Wenn ihr im Schoße eures Heimes seht, dass sie Beweise von Vergeistigung geben, so lenkt ihre Schritte. Lasst sie sich erfreuen und in Verzückung geraten bei der Betrachtung der hohen Regionen, in denen die Gerechten leben; und sie werden während ihrer Entrückung empfinden, dass sie Mir nahe sind, und werden ihre Schmerzen vergessen.
7. Seht ihr nicht die Geduld und auch den Kummer in eurem Vater angesichts des (nur) langsamen Erwachens Seiner Kinder? Meine Vaterliebe führt euch zum Frieden, die Heimsuchungen weisen der Menschheit den schmalen Weg, der zu Mir führt. Auf diesem Pfade müsst ihr euch alle wieder mit eurem Schöpfer vereinigen.
8. Unter euch befinden sich die "Arbeiter", die die Menschheit lieben, und die kämpfen, um ihr das Licht zu bringen. Heute legen sie voll Glauben bei Mir die Frucht ihrer Arbeit nieder. Da ist das "Kind", das Meinem Unterricht zugehört hat, und welches den Teil der Arbeit, der ihm zukommt, übernommen hat, und das Mir heute die Erstlingsfrüchte seiner geistigen Saat darbringt. Sein Gebet ist eine flehentliche Bitte um Frieden für seine Menschenbrüder. Es genügt ihm nicht zum Glück-lichsein, dass seine Nation sich im Frieden befindet; ihn erreichen die Klagen der Menschen, die er
nicht kennt, aber von denen er weiß, dass sie leiden. Mit bewegtem Geiste bittet er für seine Brüder, und Ich sage ihm, dass dieser Friede kommen wird, wenn die Heimsuchung ihre Saat im Herzen
jener hinterlassen hat, die heute leiden, und wenn der Schmerz ihre Seele gereinigt hat.
9. Ihr denkt daran, während ihr Mein Wort hört, dass in den Augenblicken der Freude, in denen ihr euch zu Mir erhebt, um Mir ganz nahe zu sein, viele eurer Brüder auf den Schlachtfeldern fallen,
dass viele Mütter den Sohn haben scheiden sehen und ihr Herz vom Schmerz zerrissen wurde, dass viele Kinder über das Verlassensein von ihren Eltern weinen und sich alle im Schmerz abquälen. Ich
sage euch, ihr wisst nicht, in welche Zeit ihr eingetreten seid; denn dies ist eine Zeit der Sühne und harter Prüfungen. Ihr als Meine Jünger fühlt die Verpflichtung, zu beten, damit der Friede und der Trost auf eure Brüder herabkomme. Doch Ich frage euch, ob ihr den Frieden zu nutzen verstandet, den Ich euch gewährt habe?
10. Warum beklagen sich die Väter, wenn sie fühlen, dass die Familie ein schweres Kreuz ist, das sie auf ihren Schultern tragen, und warum sind andere krank an der Seele, obschon Ich ihnen so nahe bin? — Darum, weil ihnen der Glaube und das Vertrauen zu Mir fehlte, und sie sich nicht zu erneuern vermochten.
11. Ihr vom Volke Israel, sündigt nicht, rettet vielmehr die Sünder, erleuchtet die, die im Irrtum befangen sind, und wenn ihr euren Frieden bewahren wollt, so arbeitet für sie, ehrt eure Eltern, betrachtet euch alle als Brüder. Liebet einander!
12. Immer, wenn ihr euch Mir naht, fühlt ihr, dass Meine Liebe euren Geist und euren Körper stärkt. Auch wisst ihr, dass, wenn ihr euch entfernt, der Friede von euch weicht und euer Geist sich betrübt. Euer Gewissen sagt euch immer mit voller Wahrheit, ob ihr auf dem Wege des Gesetzes seid, oder ob ihr von ihm abgewichen seid. Ich bin das Gesetz und rege euch immer dazu an, dasselbe zu erfüllen.
13. Wenn ihr euch darauf versteift, die verbotenen Freuden zu genießen, lasse Ich zu, dass ihr durch eigene Erfahrung erkennt und versteht, dass dieser Kelch euch immer Schmerz bereitet. Nach einem Falle seht ihr euren Irrtum ein und kehrt zu Mir zurück mit der Bitte, dass dieser Schmerz eurer Sühnung diene.
14. Lernet, damit ihr die Herzen zubereitet, die sich danach sehnen, Mein Wort kennenzulernen, und damit ihr ohne Furcht sprechen könnt. Wenn sich in eurem Herzen die Selbstsucht einnistet, könnt ihr nichts geben. Vergegenwärtigt euch die Liebe und die Barmherzigkeit, mit der Ich zu allen Meinen Kindern spreche, und gebt euren Brüdern mit der gleichen Liebe.
15. Schon nähert sich die Zeit, in der Ich euch in die Länder und Nationen senden werde, damit ihr Mein Licht hinbringt. Aber ihr müsst euch vorbereiten, indem ihr Meine Unterweisung studiert und
ergründet und mit euren Werken der Liebe und Barmherzigkeit an euren Brüdern Zeugnis gebt von den Wahrheiten, die sie enthält. Ich will nicht, dass ihr später der Zeit nachweint, die ihr versäumt habt, weil ihr Meine Unterweisung nicht zu nutzen verstandet; denn es werden große Heimsuchungen kommen. Viele werden beklagen, dass sie Mich nicht gehört und Mir nicht geglaubt haben, und einige werden 1950 bereits "im Geiste sein".
16. Manche Meiner Kinder weinen beim Hören Meines Wortes; mögen diese Tränen dazu dienen, die zu reinigen, die sich befleckt haben!
17. Ihr, die ihr Mir zuhört — tut Meinen Willen, wie ihr es in der Ersten und Zweiten Zeit tatet; denn ihr seid die gleichen Geister, die sich von einer Zeit zur andern fortentwickelt haben, und wenn ihr das Ende eures Sühneweges erreicht habt, werdet ihr zu Mir kommen, um nicht wieder in diese Welt hineingeboren zu werden. Viele Male habe Ich euch gesagt: Wenn Ich in dieser Zeit ins Fleisch gekommen wäre, um euch Mein Wort zu geben, wie Ich es in der Zweiten Zeit tat, wäre Ich nochmals zum Martyrium geführt worden. Diese Lektion ist vorüber, und heute gebe Ich euch die, welche für diese Zeit angemessen ist. Begreift, dass die Form, in der Ich Mich kundtue, wenn Ich Mich durch den Verstand der Menschen mitteilte, ein weiterer Beweis Meiner Liebe zu euch ist. Diese, die Mir dienen, tragen ein schweres Kreuz, und aus diesem Grunde, weil sie Mir folgen, werden sie leiden, werden sie verkannt und verspottet werden. Doch Ich werde ihren Geist beschützen, und später, wenn sie ihre Mission beendet haben, werde Ich ihnen Ruhe und Frieden geben.
18. Heute bittet ihr Mich für eure Körperhülle; doch Ich sage euch: Bittet lieber für euren Geist, denn das Übrige gebe Ich euch obendrein.
19. Bedenkt, dass ihr nur Durchreisende auf Erden seid, dass ihr auf eurer langen Reise Schmerz erfahren habt und durch die Sünde gestrauchelt seid, und dass ihr (erst), nachdem ihr gestürzt seid,
ohne eine hilfreiche Hand zu finden, die euch aufhob, euch erinnert habt, dass es im Jenseits einen gütigen Vater gibt, der bereit ist, euch alles zu geben, wessen ihr bedürft, und dass ihr in Ihm Genesung von euren Übeln finden könnt — nicht nur von denen, die euren Körper krank machen, sondern auch von denen, die eure Seele befallen, die wie eine schmerzhafte Last sind, die euch niederdrückt.
20. O geliebte Kinder! Ihr wolltet euren Geist nicht erheben, wolltet ihm nicht die notwendige Zeit gewähren, um nachzudenken und seine Pflichten zu erfüllen. Bedenkt, wie viele Gaben in euch sind; nichts fehlt euch, um den Gipfel des Berges erreichen zu können, wo euch euer Vater erwartet, um euch eure Belohnung zu übergeben. Ihr alle seid erleuchtet und vorbereitet, um die Offenbarungen
dieser Zeit kennenzulernen. Wenn ihr euch vergeistigt, werdet ihr nicht nur in dieser Welt wirken können, sondern Ich werde euch erlauben, euch in andere Regionen zu versetzen, wo eure Brüder leben, und dort werdet ihr als gute Arbeiter ebenfalls die Saat der Liebe und Barmherzigkeit ausstreuen, die euer Vater euch anvertraut hat.
21. Gebt euch nicht mit der ersten Lektion zufrieden, die ihr empfangen habt. Geht weiter voran, sucht Mein Wort, erkennt seinen geistigen Sinn, damit ihr zu euren Brüdern mit Überzeugungskraft
sprechen könnt. Fürchtet nicht das Urteil oder den Spott der Menschen. Welchen Fehler können sie euch zur Last legen, wenn ihr Lauterkeit in eurem Herzen habt und Rechtschaffenheit in allen euren Taten zeigt?
22. Es bereitet Mir Freude, die unschuldigen und guten Herzen zu empfangen, die Meine Hilfe erflehen, jene, die Mich als Arzt der Ärzte suchen. Doch sehe Ich auch mit Wohlgefallen, dass ihr eure Leiden vergesst, um Mir eure notleidenden Brüder vorzustellen, die ihr mit Meiner Unterweisung umgewandelt habt. Ich segne die, welche Leiden gelindert und Schmerzen geteilt haben, und gebe ihnen Kraft, damit sie Mein Gebot erfüllen, das euch sagt: Liebet einander.
23. Ich habe gesehen, wie einige Meiner Kinder an Mir zweifeln und nicht zulassen, dass ihr Geist seine Gaben entwickelt; und als es notwendig war, zu den Menschen von Meiner Lehre zu sprechen,
haben sie geschwiegen, ohne zu beherzigen, dass Ich gesagt habe, dass Ich durch alle sprechen werde, die zubereitet sind, und wenn es sie nicht gibt, durch die Naturgewalten Meiner Schöpfung sprechen werde.
24. Meinen Kindern, die über die Erde gehen, ohne ihre hohe Bestimmung zu erkennen, sage Ich: Wann gedenkt ihr euren Auftrag zu erfüllen? Wenn ihr heute schlaft, werdet ihr morgen im Jenseits erwachen und der versäumten Zeit nachweinen. Ihr werdet Mich bitten, zur Erde zurückkehren zu dürfen; doch dann wird eure Sühne sehr leidvoll sein.
25. Wenn ihr hört, dass der Meister euch warnt, und wenn ihr eure Werke im Lichte eures Gewissens beurteilt, findet ihr, dass der Same, den Ich euch gegeben habe, sich nicht vervielfältigt hat. Und Ich frage euch: Wie wollt ihr die neuen Jünger heranbilden, die auf der Suche nach diesem Erbe herbeikommen werden, wenn ihr nicht mit euren Werken die Lehre bezeugen könnt, die Ich euch gab?
26. Am ersten Tag des Jahres 1939 kündigte Ich euch den Krieg an, der nahe bevorstand; ihr habt die Zerstörung und das Chaos, in das sich viele Nationen gestürzt haben, greifbar kennengelernt. Ihr habt ein Kriegsgeschehen nach dem andern vorübergehen sehen, und noch immer seid ihr euch nicht der Zeit bewusst, in der ihr lebt. In den kommenden Jahren werdet ihr eine große Spaltung unter den
Nationen erleben.
27. Die Starken werden den Starken gegenüberstehen, und in dieser Schlacht werden sie ihre Macht verlieren und sich beugen. Währenddessen werden viele Geister ihren Körper verlieren und mit der Bestürzung und dem Schmerz, ihre Rückkehr zu Mir nicht vorbereitet zu haben, ins Geistige Tal gelangen. Doch werden sie auf ihrem Wege Elias begegnen, der ihnen den Weg zur Sühnung (ihrer
Schuld) weist.
28. Heute kündige Ich euch an, dass die Zeit nahe ist, in der große Geister zur Erde kommen werden, um für den Frieden und die Höherentwicklung der Menschheit zu arbeiten. Bereitet diesen Generationen den Weg.
29. Selig, die beim Hören Meines Wortes geglaubt haben; doch Ich sage euch ferner: Gesegnet seien jene, die — ohne Mich gehört zu haben — glauben und in ihrem Herzen einen Tempel tragen, die lieben und für ihre Brüder Fürbitte einlegen und deren Glaube wie eine feurige Flamme ist, die den Weg ihrer Sühne erhellt: denn sie werden Mich durch ihren Glauben schauen.
30. Heute stellt ihr euch beim Quell der Gnade ein, um euren Durst zu löschen, und ihr erinnert euch Meiner Worte, in denen Ich euch sagte: "Wer von diesem Wasser trinkt, den wird nie mehr dürsten". Euer Durst in dieser Zeit ist jener nach Licht, nach Wahrheit und nach Frieden. Ihr kennt nur den Schmerz und die Falschheit und sucht einen Balsam, der eure Wunden heilt und eurer Hoffnung wieder Leben gibt: Hier bin Ich, und Ich empfange euer Herz und tröste es. Ungeduldig erwartet ihr die Tage, in denen Ich euch Mein Wort gebe, und sagt Mir: "Vater, nur in diesem Augenblick findet Mein Geist Ruhe, und zu Dir erhoben vergesse Ich, was zur Welt gehört, und empfinde, dass der Friede Deines Geistes mein Wesen durchströmt".
31. Selig seid ihr, die ihr erkannt habt, dass dies die Zeit der Gnade ist, in der Meine Unterweisungen euch führen und euch bei eurer Wiedergutmachung helfen. Wenn ihr Mich zu hören und innerhalb Meiner Gesetze zu bleiben versteht, wird es keine menschliche Macht geben, die euch verletzt, und ihr werdet euch vom Vater liebkost und geleitet fühlen.
32. Wenngleich Ihr mich früher nicht gesucht habt, wisst ihr heute, dass die Stunde eures Erwachens für Meine Wahrheit vorgezeichnet war, und dass Ich euch erwartete, um euch euer Erbe zur Kenntnis zu bringen. Jetzt, da Ihr Meine Wohltaten empfangen habt, bittet ihr Mich voller Dankbarkeit, euch zu gewähren, Meine Arbeiter zu sein, und Ich erlaube es, denn Ich habe euch darum zur Erde gesandt, um die Gute Botschaft kennenzulernen und sie unter den Menschen zu verbreiten. Doch um die Kenntnis und die Entfaltung der Geistesgaben, mit denen ihr begnadet seid, zu erlangen, müsst ihr zuvor gegen eure Vermaterialisierung, gegen eure Sünde und Schwäche kämpfen; und wenn ihr dann fühlt, dass ihr euch zubereitet habt und euch durch eure Sühneleistung geläutert habt, so tragt eure Liebe zu euren Brüdern als ein Kleinod von unschätzbarem Wert.
33. Ihr seid nicht zur Erde gekommen, um der Welt Tribut zu zollen, eure Verpflichtung ist höher, die Aufgabe als Jünger eures Vaters erwartet euch. Und wenn ihr für die Verbreitung Meiner Lehre gekämpft habt, und eure Füße durch die Disteln verwundet sind, und eure Kleidung wegen des langen Weges zerrissen ist, so kommt zu Mir. Scheut euch nicht, nackt zu kommen, ohne Fußbekleidung und ohne Reisevorrat. Denn wenn ihr alles unter eure Brüder verteilt habt, werde Ich euch das zurückgeben, was ihr ihnen überlassen habt, und werde euch mit Gnaden überschütten um der Liebe und Wohltaten willen, die ihr ihnen erwiesen habt.
34. Euch erwartet ein großer Kampf, in welchem die Erfüllung eurer Aufgabe euren Geist keine Müdigkeit fühlen lassen wird; denn ihr werdet vom Guten Hirten und von der Geistigen Welt unterstützt werden. Wenn ihr Mich liebt, wenn ihr Glauben habt, wird euch die Arbeit leicht fallen. Ich werde den Unglauben der widerspenstigen Geister überwinden, und sie werden euch anhören. Andere werden dies Licht in der gegenwärtigen Inkarnation nicht kennenlernen; denn Ich habe euch bereits angekündigt, dass nicht alle, die heute im materiellen Körper leben, das Licht dieser Lehre der Dritten Zeit kennen werden. Viele werden ins Geistige Tal gehen müssen, und von dort aus werden sie dieses Werk der Liebe betrachten und daran glauben. Die, die Mich hörten und Mein Wort nicht verstanden noch Meinen Willen erkannten, werden "im Geiste" wirken und so ihren Auftrag erfüllen.
35. Obwohl Meine Unterweisung klar verständlich ist, habt ihr sie nicht alle ergründet und verstanden. Ihr habt euch nicht von dieser Frucht genährt, die Ich euch in dieser Zeit angeboten habe.
Ich sagte euch, dass jeder Baum an seiner Frucht erkannt wird, und der "Geschmack" Meines Wortes ist süß, und sein Wesensgehalt belebt den Geist; doch ihr wolltet seine Wahrheit nicht erkennen.
36. Ihr seid zerbrechliche Boote inmitten eines wütenden Meeres gewesen und habt euren Glauben oft verlöschen lassen. Ihr fühlt Mich nicht, obschon ihr wisst, dass Ich bei euch bin, und Ich euch schon oft gesagt habe, dass eure Augenwimpern von euren Augen weiter entfernt sind als Mein Geist von dem euren.
37. Wachet, denn immer lauert euch der Wolf im Schafskleid auf, um euch zu überlisten. Wenn ihr euch bereits vornehmt, diese göttliche Liebe und Barmherzigkeit mit euren Brüdern zu teilen, tritt die Versuchung an euch heran und lässt euch euren Vorsatz ändern.
38. Wenn ihr erlebt, dass eure Brüder, die einer andern Lehre anhängen, auf eure Irrtümer hinweisen und euch belehren, so seid demütig, hört ihre Worte an; denn Meine Inspiration kommt zu jedem, der sich zurüstet, und ihr wisst nicht, ob es nicht Mein Wille ist, Mich ihrer zu bedienen, um euch zu berichtigen. Aus allen Gesellschaftsschichten habe Ich Meine Jünger erwählt — solche, die bettelten, um das (tägliche) Brot zum Munde zu führen; aber es gibt auch andere, die ein behagliches Leben geführt und die Ich gerufen habe. Doch ohne den Schatz zu begreifen, den sie erhalten haben, schämen sie sich, zu diesem Volke zu gehören.
39. Ich vergebe eure Sünden, selbst wenn ihr mit dem Bewusstsein gesündigt habt, eine Verfehlung zu begehen, und zeige euch immer den Weg, auf dem ihr zu Mir kommen sollt. Kann das Kind sich mit befleckter Seele und ohne gute Werke vor dem Vater zeigen? — Sein Gewissen wird ihm sagen, dass es erst nach der Erfüllung (seiner Aufgabe) zu Mir kommen kann.
40. Begreift, dass jeder Augenblick, der vorübergeht, die Zeit verkürzt, in der Ich euch Mein Wort geben werde. Nutzt sie, damit ihr nicht morgen der Unterweisung nachweint, die ihr versäumt habt.
41. Denkt darüber nach, dass ihr den Auftrag erfüllen müsst, euren Brüdern die Gute Botschaft zu bringen, so, wie es auf eurem Wege jemanden gab, der euch rief. Wer kann jenen vergessen, der zu
euch von Meinem Worte sprach und euch in Meine Gegenwart führte? Möchtet ihr nicht, dass jemand in Liebe und Dankbarkeit euer gedenkt?
42. Seid beharrlich im Guten, lasst euer Herz sich in der Tugend läutern, und ihr werdet die Entfaltung eurer Geistesgaben erleben. Weicht nicht zurück, denn ihr werdet sonst das Gefühl haben, als ob diese Gaben euch verlassen würden.
43. Es ist an der Zeit, dass ihr nicht nur bittet, sondern dass ihr versteht zu bitten, damit ihr nicht sagt: "Vater, ich habe vieles erbeten und nichts erhalten."
44. Vergesst nicht, dass Ich euch mehr zu geben habe, als ihr von Mir erbitten könnt, und dass, während ihr den Vater bittet, euch zu geben, Ich euch bitte, dass ihr zu empfangen versteht.
45. Gehört zu Meinen guten Jüngern, zu jenen, die ihre Aufgabe mit wahrer Liebe und wahrem Glauben in Angriff nehmen. So ihr gestern auf unsicheren und verbotenen Pfaden gegangen seid, müsst ihr heute auf dem Wege Meines Gesetzes wandeln. Wenn ihr früher in eurer Verblendung eure Hand erhobt, um euren Nächsten zu verwunden, so bemüht euch jetzt, dass eben diese Hand lernt, mit Zärtlichkeit zu liebkosen. Wenn ihr gestern auf eurem Lebensweg den Samen des Hasses oder des Übelwollens gesät habt, so werdet jetzt zu Sämännern der Saat des Friedens und der Brüderlichkeit.
46. Wahrlich, Ich sage euch, wer sich an eure Handlungen von gestern erinnert und euch jetzt in Meine Jünger verwandelt sieht, wird erkennen müssen, dass eurem Glauben Wahrheit zugrunde liegt, und ihr werdet nicht viel reden müssen, um die zu überzeugen, die ihr zu lehren versucht; denn eure Werke werden das beste Zeugnis sein, das ihr vor euren Brüdern ablegt.
47. Den Müttern sage Ich: Lehrt die Kinder im Materiellen wie im Geistigen ihre ersten Schritte zu tun. Erleichtert ihnen den Weg, damit sie Mich finden, Mich lieben und sich (geistig) erheben können. Seid euch bewusst, dass in jeder neuen Generation, die unter euch heranwächst, der geistige Fortschritt, den sie erreicht, immer größer sein wird. Macht Gebrauch von der Intuition, um sie zu führen, und gebt ihnen nicht schlechte Beispiele oder taube Früchte zur (geistigen) Nahrung.
48. Ich will nicht, dass diese neuen Generationen durch eure Schuld straucheln oder auf Abwege geraten. Ich will sie nicht weinen sehen, weil es unter den ihren an Liebe fehlt.
49. Heute, da Ich euren Geist demütig sehe, gebe Ich ihm Meine neuen Gebote. In den vergangenen Zeiten träumtet ihr alle von Macht, von Reichtum, von der Herrlichkeit der Welt und von Lustbarkeiten. Damals habt ihr gegen Jesus geschrien: "Kreuzige ihn!" Weil Christus die Demut predigte und euch den Verzicht auf alles Unnötige lehrte. Heute begnügt ihr euch mit ein wenig Frieden, mit einem Stück Brot und einem festen Dach. Das Leben mit seinen Lektionen hat euch bescheiden gemacht, und dadurch ist es eurem Geiste gelungen, sich zu befreien.
50. Solange der Mensch den scheinbaren Frieden besitzt, den ihm die Welt gibt, und er alles zu besitzen glaubt, wird er sich Mir nicht nähern. Doch wenn die Menschheit zur wahren Vergeistigung
gelangt, wird sie alles besitzen, und ihre Erquickung und ihre Wonne werden tief und wahr sein, so, wie der Vater sich an allem, was Er erschaffen hat, ergötzt und erfreut.
51. Meine Vaterliebe sieht auf dich, o Volk Israel, und richtet deine Werke. Das göttliche Gericht hat bereits alle Wesen erfasst, und niemand entkommt ihm.
52. Ich habe für Meine Kinder nur den Frieden und das Wohlergehen gewollt, doch sie haben den Schmerz, die Läuterung gesucht, denn Mein Gesetz duldet keine Unvollkommenheiten, und deswegen muss sich jeder, der sich befleckt hat, reinigen, und jeder der vom Wege abgewichen ist, zu ihm zurückkehren. Ihr seht von dieser Nation aus den Wirbelsturm, der auf seiner Bahn Völker
peitscht und zerstört, und seid weder erschüttert, noch schätzt ihr den Frieden, den ihr genießt, und ihr anerkennt auch nicht die Vorrechte, die Ich euch gewährte. Und nicht zufrieden mit Meinem Willen, haltet ihr eure Prüfungen für ungerecht und wendet euch gegen Mich. — Ich warte, bis ihr durch diese Welt gegangen seid, damit ihr selbst euer Leben richtet. Dann werdet ihr unversöhnliche
Richter eurer Seele sein und werdet in Mir nur den Vater sehen, der vergibt, der segnet und liebt.
53. Ihr seid durch euren beständigen Ungehorsam ermattet, und das Ergebnis davon bringt euch zum Weinen. Ihr habt lange Zeit geschlafen, und euer Erwachen wird bitter sein. Ich habe der Menschheit verheißen, dass Ich ein Heer senden werde, das aus hundertvierundvierzigtausend Wesen besteht, die über die ganze Welt verstreut sein werden, und diese wartet darauf, weil sie weiß, dass jeder dieser Soldaten ein Künder, ein Ausleger Meiner Gebote ist.
54. Nachdem die Erde von einem Pol zum andern heimgesucht worden ist und alle Nationen, alle (gesellschaftlichen) Einrichtungen und alle Heime bis zu ihren Wurzeln gerichtet worden sind, und
nachdem die Menschheit jeden Schandflecken abgewaschen hat, sollt ihr zugerüstet hinausgehen in Meinem Namen, um Meine Lehre zu euren Brüdern zu bringen.
55. Ich, der Vater, habe über diese Menschheit geweint, als Ich sah, wie sie die größten Höhen der Verderbtheit erreichte, Meine Worte absichtlich überhörte und Meine Gesetze befleckte. Doch die
Stunde ihrer Besinnung nähert sich bereits, und an jenem Tage werde Ich auf sie alles ausgießen, was Ich für sie bereithalte, denn sie ist Meine vielgeliebte Tochter.
56. Die an Mich glauben, werden Mich früher sehen als die, welche zweifeln. Wie oft habe Ich an euer Herz gepocht, und ihr habt nicht gehört, noch habt ihr Meine Gegenwart empfunden. Ich will euch nur sagen, dass ihr euch bessern und in diese Zeit des Lichtes und der Gnade lauter eintreten sollt. Und wenn ihr Meinen Samen besitzt, so sät ihn aus und verwandelt die dürren Felder in
fruchtbare, wobei euer Gebet die fruchtbringende Bewässerung bilden soll.
57. Liebt euch und lebt in eurem Heim in Frieden. Denn Ich habe gesehen, dass von fünf (Personen), die eine Familie bilden, zwei gegen drei und drei gegen zwei sind.
58. Wenn ihr euch von den Wesen getrennt seht, die Fleisch von eurem Fleische waren und sich danach im Geistigen Tal befinden, so vergesst sie nicht, verbindet euch mit ihnen mittels eures Gebetes und helft ihnen. Wenn ihr fühlt, dass sie (in ihrer Entwicklung) stehengeblieben sind, so ermuntert sie, zu arbeiten und ihren Geist zu erheben. Denkt daran, wie kurz euer Leben auf Erden ist; nutzt daher eure Fähigkeiten und Kräfte und tut große Werke, die euch erlösen und Heil bringen.
59. Ich gebe euch das Brot des Geistes, sucht ihr das materielle Brot; doch ebenso, wie ihr voll Eifer eure Ruhe und euer körperliches Wohlbefinden sucht, so suchet (auch) den geistigen Fortschritt. Euer Kreuz ist nicht schwer; wenn Ich euch zeigte, wie man die Anhöhe des Kalvarienberges hinaufsteigt und dabei das Kreuz der Mühen, Leiden und Sünden der ganzen Menschheit trägt — warum solltet dann ihr, denen Ich (nur) eine kleine Schar anvertraut habe, nicht hinaufsteigen können? Doch falls euch unter seinem Gewichte die Kräfte versagen, habt ihr Mich als Helfer, und Ich werde euch nicht zu Fall kommen lassen.
60. Der Schmerz, den ihr so sehr flieht, ist ein unerschöpflicher Born der Läuterung und Erneuerung für die Seele. Ihr selbst habt oftmals erlebt, dass ihr euch nach einer Heimsuchung erleichtert, geläutert und in Frieden mit eurem Gewissen fühlt.
61. Dies Wort wird den Geist der Bewohner jener Nationen, die heute vom Leiden erschöpft sind, wiederaufrichten. Doch Ich sage euch, dass sie Mich bald, sehr bald, mit offenen Armen wie am Kreuze finden werden, auf sie wartend, um sie liebevoll zu umarmen und in Mein Reich des Friedens zu bringen.
Mein Friede sei mit euch!

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