Die Herzen zubereiten

 
Dein göttlicher Same wurde ausgestreut
bis in die fernsten Erdenwinkel.
Du willst die Herzen zubereiten,
weil du selbst in ihnen wohnen willst.
Wenn dann alle Nationen sprechen
von Brüderlichkeit, Versöhnung, Frieden
und die Umherziehenden langsam zur Ruhe finden,
dann hat schon die Vereinigung begonnen.

Nur betend in Gedanken reinigen das Herz,
läßt schon eins werden den Geist mit andern,
und erwachen auf jede beliebige Distanz.
So mit der geistigen Welt vereint,
soll’n wir einen Schutzwall bilden,
neue Kriege, neues Leid verhindern.

Fern sei die Selbstsucht in den Herzen,
Gutes tun aus Lieb‘ und ohne Vorteilssuche,
dann erfüll’n wir das Gesetz und steigen höher.
Ist erst das Herz bereit, wird es die Wahrheit finden,
braucht nicht dazu ein einzig materielles Wort,
als nur ein Saatkorn voller Liebe und Barmherzigkeit.
Dann wird sichtbar sein des Herzens Tempel,
sein ewiges Licht und sein Altar,
ohne den Gebrauch von Riten  oder äußeren Formen gar.

Lernen wir jetzt, Ihn zu fühlen
In unsern guten Werken ebenso,
wie in dem Schlammloch drinnen liegend.
Warum in weiter Ferne nach der schlichten Wahrheit suchen,
obgleich Ihn jeder von uns in sich trägt,
von Ihm sind alle wir als Ebenbild erschaffen,
mit seinen Eigenschaften auch begabt,
mit Geist, Intelligenz und Willen.

Der Schöpfer lebte bei der Menschheit
und teilte mit ihr Brot und Heim,
die Demut führt‘ Er uns vor Augen,
die uns die Brüder lieben lehrt.
Der geistigen Welt vereinte Herzen im Gebet
der Menschheit hilft, daß Fried‘ auf Erden werde!  

Anna Maria Hosta
Quelle: Das Buch des Wahren Lebens – Band VII – Unterweisung 189:63ff

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