BWL - Band VII - Unterweisung 194


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 194:
1. Meine Liebe ist bei euch. Kommt herbei zu dieser Quelle,
Wanderer des Lebens; kommt und trinkt, o furchtsame Herzen.
Hände, die sich Mir hilfeheischend entgegenstrecken, gebt meine
Wohltaten weiter. Ruht euch alle hier im Schatten des Lebensbaumes
aus.
2. Nicht ihr alle kommt weinend. Auch unter diesen Scharen
hier gibt es jene, die von den letzten empfangenen Wohltaten
beglückt herbeikommen und Mir in ihrem Herzen sagen: "Danke,
Vater, deine Barmherzigkeit mit uns ist unermesslich."
3. Es ist der ewige Geist der Liebe, der unter euch weilt ─ Jener,
der in einer anderen Zeit Mensch wurde, um bei den Menschen zu
wohnen und sie vom Laster, von der Sünde und den Finsternissen zu
erretten.
4. Ich bin derselbe, für Mich vergeht keine Zeit, sie ist es, die
meinem Willen untersteht. Darum erinnere Ich euch an eure Vergangenheit
und kündige euch das an, was ihr morgen sein werdet.
5. Ich erinnere euch an jene Worte, die Ich in der Zweiten Zeit
in die Herzen der Menschen schrieb, und an die blutigen Spuren auf
dem Kalvarienberg, mit denen Ich meine Schritte auf der Welt
kennzeichnete.
6. In meinem Worte gibt es den Honig, der euer Dasein
versüßen und für immer die Bitternis vertreiben kann, die zu allen
Zeiten der triste Geschmack eures Lebens gewesen ist.
7. Wenn ihr früher nicht verstanden habt, wozu Ich euch die
Erde anvertraute, so werdet ihr jetzt zur Erkenntnis eurer Bestimmung
und euer Aufgabe gelangen, damit ihr euch nicht mehr irrt.
8. Überwindet euren Stillstand. Die Aufgabe aller Seelen ist es,
sich beständig zu entwickeln, sich umzuwandeln und zu erneuern,
bis sie die Vollkommenheit erlangen.
9. Ich habe euch eine neue Ära angekündigt, eine neue Zeit, in
der ihr eure geistige Trägheit abschütteln und einen weiteren Schritt
auf dem Pfade machen werdet, der auf den Gipfel des Berges führt.
Doch nicht nur mein Wort kündigt euch eine neue Zeit an und
spricht zu euch von Entwicklung und von Vervollkommnung. Auch
die Natur, die euch umgibt, zeigt euch dies in ihrer Sprache, die ihr
weder hören noch verstehen wollt. Auch sie bereitet sich darauf vor,
einen Schritt hin zur Vollkommenheit zu tun. Denn je mehr Zeit
vergeht, desto mehr wird ihr Schoß höher entwickelte und
vollkommenere Wesen beherbergen. Daher muss diese Heimstatt in
Einklang mit denen sein, die sie bewohnen werden.
10. Habt ihr kein Zeichen in den Naturreichen, in den
Jahreszeiten, am Firmament, auf dem Festland oder auf den Meeren
bemerkt? Seid ihr blind und seht ihr nicht jene Zeichen, von denen
Ich zu euch spreche, oder taub, so dass ihr deren Rufe nicht
vernehmt? Erfahrt es und kündigt es der Menschheit an, wie es die
Propheten der alten Zeiten taten. Denn bald wird euer Planet auf
allen Gebieten erschüttert werden. Wie ein Baum, wenn ihn der
Sturm peitscht, so wird die Erde geschüttelt werden, und auf den
Zweigen des Baumes werden nur die Blätter übrig bleiben, die
Leben haben, denn die welken werden abgeworfen und vom Wirbelwind
mitgerissen.
11. Jene Tage werden für alle Menschen zur Prüfung werden,
und nur im Gebet und im guten werden sie Schutz und Frieden
finden.
12. Wie schön wäre es, wenn auf der Erde ein Volk erstünde,
das wie eine Rettungstür wäre, das wie ein Leuchtturm in der
Finsternis und Friede inmitten des Durcheinanders wäre! Würde es
euch nicht gefallen, jenes Volk zu sein? Das Wort, das ihr derzeit
empfangt, enthält und lehrt alles, was ihr braucht, um in den Augenblicken
der Prüfung ein Bollwerk für die Menschheit zu sein.
13. Meine Gegenwart unter euch und die Kundgabe meines
Wortes sind kein bloßer Zufall gewesen. All dies hat seine Bedeutung,
und diese besteht darin, dass ihr gerufen wurdet, um die
Stimme zu hören, die die neue Zeit eröffnet, damit ihr voll Liebe
und Glauben aufbrecht, um die empfangene Botschaft zu verbreiten.
14. Wenn diese Lehre einmal in all ihrer Lauterkeit und Wahrhaftigkeit
in der Welt zur Geltung gelangt, werden die Menschen ihr
entgegenstreben, wie ein dürstender und müder Wanderer durch die
Wüste der Oase zustrebt.
15. Ihr könnt noch nicht sagen, dass sich diese Unterweisung
auf der Erde schon fühlbar gemacht hat, denn ihr habt euch damit
begnügt, meine göttlichen Botschaften zu empfangen.
16. Bevor dies Volk sich aufmacht und den geistigen Samen mit
all dem Licht und dem Sinngehalt, mit dem Ich ihn euch anvertraut
habe, weiterträgt, wird es zuvor viele Verwirrungen durchleben,
wird es Fehler, Widersetzlichkeiten und Entweihungen begehen.
17. Die gute Handlungsweise, die wahre Anbetung und die gute
Aufgabenerfüllung werden erst kommen, wenn die Jünger der
Dritten Zeit meinem Worte die richtige Auslegung geben und mit
ihren Werken Zeugnis von meinen Unterweisungen ablegen.
18. Die Spiritualität hat sich unter diesem Volke noch nicht
durchgesetzt, weil es nicht erreicht hat, sich von alten Traditionen
und Bräuchen frei zu machen, und indem es meiner Geistlehre ihre
äußerlichen Handlungsweisen und Kultformen beimengt, verhindert
es damit, dass die Menschen die Wahrhaftigkeit dieses Werkes
erkennen.
19. In meiner Schatzkammer halte Ich große Wunder und Werke
bereit, um sie durch dies Volk auf die Welt zu ergießen, sobald es
zubereitet ist.
20. Ich warte auf die Vergeistigung dieser Menschenscharen, die
Ich lange genug gelehrt und inspiriert habe für ihre Zurüstung. Bis
heute sehe Ich nicht die Frucht, die Ich erwarte. Wo bleibt eure
Harmonie und Brüderlichkeit? Wo der Gehorsam, die Demut und
die Wohltätigkeit ohne jedes Eigeninteresse?
21. Wie fern ist dies Volk davon, der Welt die Vergeistigung
lehren zu können, und wie ferne davon, der meines Wortes würdige
Zeuge zu sein!
22. Ich habe euch gesagt, dass in der Menschheit ein Durst und
ein Hunger der Seele herrscht, dass nur eine reine und klare Lehre
wie diese ihre Drangsal lindern und sie retten können wird. Aber
wenn dies Wort und dies Werk nicht in ihrer ganzen Lauterkeit
vorgestellt werden ─ welches Rettungswerk könnten dann jene
vollbringen, die es lehren? Aus diesem Grunde werde Ich, wenn
meine Kundgabe einmal zu Ende ist, diesem Volke eine Zeit
gewähren, um zu meditieren, zu beten, sich zu vergeistigen und vorzubereiten.
So wird es, wenn es sich aufmacht und zu einem Boten
meines Wortes geworden ist, ein Jünger sein, der sich der Aufgabe
bewusst ist, die er erfüllen soll, und sein Zeugnis wird wahr sein.
23. Jede Botschaft, die dies Volk der Welt bringen wird, soll
Trost enthalten. In ihr werden die Menschen das Geheimnis
entdecken, das jede Seele in sich birgt, mit ihrem Reichtum an
Eigenschaften und Fähigkeiten, die bisher unbekannt waren. In ihr
werden die Menschen die Offenbarung finden, die sie die Zwiesprache
von Geist zu Geist lehren wird.
24. Die guten Sämänner des Spiritualismus werden sich nie
durch etwas Äußerliches oder Materielles auszeichnen. Weder
Gehabe noch Abzeichen, noch irgendeine besondere Sprechweise
wird es bei ihnen geben. Alles an ihren Handlungsweisen wird
schlicht und einfach sein. Dennoch ─ wenn sie sich durch etwas
auszeichnen, so wird es durch ihre tätige Nächstenliebe und ihre
Vergeistigung sein.
25. Die wahren Prediger des Spiritualismus werden sich nicht
durch Redegewandtheit, sondern durch die Weisheit und Schlichtheit
ihres Wortes auszeichnen, aber vor allem durch die Wahrhaftigkeit
ihrer Werke und die Rechtschaffenheit ihres Lebens.
26. Erinnert euch daran, dass Ich auf Erden keine äußerlich
schöne Sprechweise benötigte, um die Herzen der Menschenscharen
gefangen zu nehmen, sondern dass Ich sie durch Liebe, Wahrhaftigkeit,
Heilkraft und Weisheit zu erreichen verstand. Dies ist das
Vorbild, das ihr nach meinem Willen beherzigen und befolgen sollt.
27. Auch will Ich nicht, dass ihr eure Religionsausübung auf
materielle Andachtsorte beschränkt, denn dann werdet ihr eure Seele
gefangen nehmen und sie nicht ihre Flügel ausspannen lassen, um
die Ewigkeit zu erobern.
28. Der Altar, den Ich euch hinterlasse, um auf ihm den
Gottesdienst zu feiern, den Ich erwarte, ist das Leben ohne irgendeine
Begrenzung, jenseits aller Konfessionen, aller Kirchen und
Sekten, weil er im Geistigen, im Ewigen, im Göttlichen gründet.
29. Jünger: Obwohl viele von euch das Alter mit einem Herzen
voller Erfahrung erreicht haben, musstet ihr beim Vernehmen
meines Wortes in dieser Zeit und beim Empfangen meiner neuen
Offenbarungen bekennen, dass ihr angesichts meiner Weisheit nur
kleine Kinder seid.
30. Ihr musstet zu Beginn der Dritten Zeit auf der Erde sein und
Mich in dieser Form vernehmen, damit ihr die getreuen Zeugen des
Geistes der Wahrheit sein könntet, die fähig sind, der Welt meine
Lehre zu erklären.
31. Diese Zeit, die von Mir die des geistigen Lichtes genannt
wird, wird bei ihrem Beginn von großen Verwirrungen gekennzeichnet
sein. Im Menschen werden große Fragen, tiefe Zweifel,
Unsicherheiten und Seelenkämpfe entstehen. All dies wird ein
Zeichen dafür sein, dass der Mensch zum geistigen Leben erwacht.
32. Ich will, dass dann alle meine Jünger wach und vorbereitet
sind, denn es wird nötig sein, dass von ihren Lippen das Wort
kommt, das alle Unwissenheit beseitigt, oder das den Sturm
besänftigt. Ihr werdet dann erleben, mit welcher Geschwindigkeit
sich die Geistlehre ausbreitet, denn sie wird in jedem Herzen
empfunden werden und wird den Schmerz lindern, wie das Wasser
den Durst eines Dürstenden stillt.
33. Dann wird sich das Leben ändern. Die Konfessionen, die
Moral, die Wissenschaften, die Philosophie, alle Vorstellungen
werden eine große Umwandlung erfahren, und die Menschen, die
endlich den wahren Sinn des Lebens erkennen, werden sich der
Erfüllung meiner Gesetze der Liebe, Gerechtigkeit und
Barmherzigkeit anzunähern versuchen.
34. Der Mensch wird schließlich begreifen, dass sein Reich
auch nicht von dieser Welt ist, dass sein Körper oder seine
menschliche Hülle nur das Instrument ist, durch dessen Sinne seine
Seele diese Welt der Prüfungen und der Wiedergutmachung wahrnimmt.
Er wird schließlich erfahren, dass dies Leben nur eine
großartige Lektion ist, die mit wunderbaren Gestalten und Bildern
illustriert ist, damit die Schüler, das heißt alle Menschen, die
Lektionen, die das Leben ihnen gibt, besser verstehen können, durch
die sie, wenn sie diese recht zu bewerten vermögen, die Entwicklung
ihrer Seele erreichen und den Sinn des Kampfes, der sie stark
macht, begreifen werden ─ den Schmerz, der sie abschleift, die
Mühsal, die veredelt, das Wissen, das erleuchtet, und die Liebe, die
erhebt.
35. Wenn dies Dasein das einzige wäre ─ wahrlich, Ich sage
euch, Ich hätte schon längst den Schmerz aus ihm beseitigt, denn es
wäre ungerecht, wenn ihr nur deshalb auf die Welt gekommen
wäret, um einen Leidenskelch zu trinken. Doch die, die heute leiden
und weinen, tun dies, weil sie früher ausschweifend genossen. Aber
dieser Schmerz wird sie läutern und würdig machen, aufzusteigen
und in den Heimstätten des Herrn in reinerer Form zu genießen.
36. Seinerzeit lehrte Ich die Menschen, damit sie lernen sollten,
auf der Welt mit Lauterkeit und Liebe zu leben. Heute lehre Ich
euch, damit ihr lernt, in der Vergeistigung zu leben, damit ihr euch
darauf vorbereitet, morgen im "Geistigen Tale" unter Wesen des
Lichtes zu leben.
37. Menschheit: Nur dem Körper ist es bestimmt, sich aufzulösen,
nachdem er seine Aufgabe gegenüber der Seele erfüllt hat, ihr
als Werkzeug oder Hülle zu dienen. Aber die Seele, die in jenem
Wesen war, das Licht ihrer Intelligenz, die Vernunft, der Wille, die
Gefühle, all dies stirbt niemals, kann nicht sterben, weil es ein Teil
der unsterblichen Seele ist, die das Leben jenes Wesens auf Erden
beseelte.
38. Geliebte Kinder, die ihr Seelen auf den Wegen der
verschiedenen Konfessionen für euch gewinnen wollt, Ich sage
euch, dass ihr die Menschen unterweisen müsst, zu denken, dass ihr
sie zum Nachdenken bringt, dass ihr ihnen helfen sollt, richtige
Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Ritus, die Form, die Tradition,
das Äußerliche kann die Seele des Gegenwartsmenschen nicht mehr
befriedigen. Es ist notwendig, ihm Licht, Sinngehalt, Wahrheit zu
geben, damit er sich auf seinem Wege sicher fühlt, damit er in den
Stunden der Prüfung nicht meint, dass er alleingelassen ist.
39. Ich sehe Menschen aller Art, bei denen, obwohl sie an Mich
glauben, der Glaube so schwach und die Kenntnisse so verworren
sind, dass sie im Leben jenen Schiffen gleichen, die ohne Kompass
segeln, Wanderern ohne Leitstern, der ihnen die Richtung anzeigt,
oder wie Schafe ohne Hirten.
40. Ich gebe euch diese Unterweisungen durch einige eurer
Geschwister, die Ich unter den Menschenscharen ausgewählt habe,
um Mich ihres Verstandesvermögens zu bedienen, um euch diese
Botschaft zu übermitteln.
41. Heute beginnt sich um dies Wort eine Gemeinschaft zu
bilden. In den Winkeln der Städte, in der Verborgenheit der Armut
und in der Stille des einfachen Lebens öffnen die Versammlungsräume
ihre Tore, in denen Ich meine Lehre als Vater, als Richter und
als Meister hören lasse.
42. In der Zukunft wird die Gleichgültigkeit, mit der viele diese
Botschaft betrachtet haben, die Gleichgültigkeit, mit der viele die
Nachricht von meiner neuen Gegenwart unter den Menschen
vernommen haben, ins Gegenteil umschlagen. Und die Verachtung
anderer gegenüber diesem Werke wird danach zu Interesse werden
und bewirken, dass die Menschen sich aufmachen im Verlangen
nach Zeugnissen, Aufzeichnungen und Beweisen, die ihnen helfen,
ihren Glauben zu stärken.
43. Ich werde dafür sorgen, dass jene Herzen die Spuren meiner
Schritte in dieser Zeit finden, und wenn sie vor Mir stehen, werde
Ich ihnen sagen: Sei willkommen, geliebtes Volk, sammle dich
innerlich und höre mein Wort.
44. Liebe ist das, was Ich euch zu allen Zeiten offenbart habe,
und heute bei der Kundgabe durch das Verstandesvermögen meiner
Erwählten könnte Ich Mich nicht in anderer Weise offenbaren.
45. Diese Unterweisung von heute bringt euch auf den Weg, die
Lehre zu verstehen, die Ich euch durch Jesus in der Zweiten Zeit
gab, damit ihr ihre Essenz wachsam in eurem Herzen bewahrt und
sie von ihm ausstrahlt, wann immer es notwendig ist.
46. Dies Wort wird auf der ganzen Welt empfunden werden,
denn alles ist für meine geistige Zwiesprache mit allen Menschen
vorbereitet, wovon diese Zeugnis ablegen werden.
47. Eure Seele hat Mich immer gesucht, und Ich habe sie nie
alleingelassen. Wohin ihr auch eure Schritte gelenkt habt, überall
bin Ich bei euch gewesen, hat meine Liebe über euren Schritten
gewacht.
48. In allen Zeitaltern habe Ich euch aufgesucht und habe
gesehen, dass eure Seele Mich zu erkennen vermochte. Jetzt hat die
Seele die Aufgabe, sich gegenüber den Schwachheiten des Fleisches
durchzusetzen, um ihm begreiflich zu machen, was der richtige Weg
ist und was seine Aufgabe in dieser Gnadenzeit ist.
49. Ich habe euch gerufen, habe euch gelehrt und ihr werdet die
Verbreiter meiner Unterweisung, dieses Wortes sein, das ihr bald
nicht mehr vernehmen werdet. Der Augenblick ist nahe, in dem
Christus aufhört, sein Wort mittels eines menschlichen Gehirns zu
übermitteln. Aber euer Auffassungsvermögen wird genügend
geschult sein, um mein Wort zu erfassen, und eure Seele, um meine
Inspiration zu empfangen.
50. Ich spreche zu eurem Geist, jenem Atom, das aus Mir
geboren wurde, und das, weil es aus Mir hervorgegangen ist, Mir
gehört. So wie Ich seinerzeit sagte: "Mein Reich ist nicht von dieser
Welt", so sage Ich euch: Euer Reich ist auch nicht auf Erden. Es ist
jenseits all dessen, was stirbt, all dessen, was sich wandelt, und
jenseits eures Verstandes.
51. Jetzt ist die Zeit, in der jede Seele wachen und zum wahren
Leben erwachen soll. Damit will Ich euch nicht zu verstehen geben,
dass ihr das missachten sollt, was Ich euch auf dieser Welt gegeben
habe. Denn solange ihr auf ihr wohnt, müsst ihr ihre Gesetze
befolgen. Ich verlange nur von euch, dass ihr Mir eine kurze Zeit
des Tages widmet, um an eurer Schwester, der Menschheit, ein gutes
Werk zu tun.
52. Mein Segen sei mit euch, denn in euch segne Ich alle meine
Kinder.
53. Lasst eure Seele sich an diesem Tage der Zusammenkunft
aller Gemeinden ausruhen. Wie in jener Zeit, in der Ich meine
Jünger erwählte, in der Ich jedoch mein Wort auch all jenen gab, die
es vernehmen wollten, so erwähle Ich in dieser Zeit jene, die Mir
heute nachfolgen sollen. Doch Ich lasse zu, dass mein Wort auch
von den großen Menschenmassen vernommen wird. Der Weg ist für
alle bestimmt, mein Brot ebenso. Doch nicht alle werden gleichzeitig
kommen können. Die einen werden es früher tun, andere
später. Doch wendet eure Blicke niemals zurück.
54. Diejenigen, die in ihrem Herzen ein Heiligtum errichtet
haben, sind jene, die Schritt für Schritt ihrem Meister folgen.
55. Der Same, den Ich euch heute gebe und anzubauen lehre,
kommt aus dem Hause eures Vaters. Er wird geeignetes Ackerland
im Herzen der Menschen finden. Vorher wird meine Gerechtigkeit,
als ob sie eine Sichel wäre, das Unkraut, das die Felder überzogen
hat, abschneiden, damit die Saat aufgehen kann. Die Felder werden
wieder ertragreich sein, auf ihnen werdet ihr meine Spuren
entdecken, die weder die Welt, noch die Menschen, noch die
Sünden, noch die Leidenschaften auszulöschen vermochten. Meine
Spuren werden die Zeitalter überdauern und sich in der Ewigkeit
frisch erhalten.
56. Die Menschen werden aus ihrer tiefen Lethargie erwachen
und werden, wenn sie in ihr Inneres blicken, ihr geistiges Ich
entdecken, und da sie die Stimme ihres Gewissens vernehmen,
werden sie meine göttliche Spur entdecken, durch die sie eilends zu
Mir kommen werden. Ihr werdet meinen Samen über die Welt
verstreuen müssen, und wenn ihr dann zu Mir kommt, um euren
Lohn zu empfangen, so kommt zu eurem Vater, auch wenn es nur
mit einer Ähre ist; aber diese soll von guter Beschaffenheit sein.
Auch wenn ihr nichts mitbringt, werde Ich euch empfangen, denn
Ich bin Liebe und Barmherzigkeit. Aber denkt daran, dass ihr die
Aussaat, die ihr halbfertig zurücklasst, später wieder aufnehmen
müsst, um eure Arbeit zu vollenden. Wisst ihr etwa, ob das Unkraut
dann nicht aufs Neue die Felder überzogen hat, und ob nicht
Ungezieferplagen dort eingedrungen sind?
57. Damit will Ich euch sagen, dass ihr, wenn ihr meinen Ruf
fühlt, sogleich folgen sollt, damit ihr die Zeit nutzen könnt, die Ich
euch für die Erfüllung eurer Aufgabe anvertraut habe. Denkt über all
dies nach, und ihr werdet erkennen, dass ihr selbst es seid, die sich
sowohl einen Lohn des Wohlergehens und des Friedens erarbeiten
können, als auch mit ihrer Rechten ihre Verurteilung unterschreiben
können.
58. Trotz der Rechtsprechung meines Wortes ist es ein
liebevoller Vater, der zu euch spricht. Seht, wie mein Mantel sich
ausbreitet, um alle zu bedecken, ohne eure Verfehlungen zu
beachten.
59. Studiert mein Wort, es ist Licht, das eure Seele erhellt, damit
sie die Stimme des Gewissens vernimmt. Jetzt ist eine Gnadenzeit,
in der dies Licht eindringlich zu jedem Menschen gelangt.
60. Ich bin Christus, der sich euch in Liebe zuwendet, damit ihr
Mir den Schmerz der Menschheit vor Augen führt. Denn ihr seid
diejenigen, die an diese Kundgebung glauben. Ich sage euch: Ich
will in euren Herzen wohnen.
61. Wie viel menschliches Blut hat sich in dieser Zeit über die
Erde ergossen! Seht meine Kinder in ihrem unermesslichen
Schmerz, wie sie Mich auf unterschiedliche Weise suchen und
anrufen, während eine innerste Ahnung ihnen sagt, dass die Zeit
gekommen ist, in der meine Sendboten sich den Völkern und den
Menschen nähern, um Frieden zu schaffen.
62. Jede Religionsgemeinschaft erwartet das Wunder meiner
Rückkehr im Schoße ihres Kultes, im Rahmen ihres Glaubensbekenntnisses
oder in ihren Anbetungsformen Wirklichkeit werden
zu sehen.
63. Doch euch sage Ich, dass ihr an mein Kommen glaubt, dass
ihr mit Mir in Verbindung zu treten versteht, und dass ihr gerettet
seid. Ihr seid die dafür Geeigneten, euren Mitmenschen diese
Liebesbotschaft zu bringen.
64. Seht, die Menschen finden keine Lösung für ihre Konflikte,
weder in ihren Gesetzen, noch in ihren Kirchen, und sie fühlen sich
von einer Atmosphäre der Finsternis umgeben.
65. Der Schmerz hat genügend Macht in sich, um sie in ihrem
Laufe aufzuhalten und sie dazu zu bringen, ihre Blicke zu Mir zu
erheben, um meine Stimme zu vernehmen, so wie ihr auf eurem
Wege angehalten wurdet, damit ihr die Augen des Geistes öffnen
würdet und Mich von neuem erblicktet. Doch jetzt seid ihr die damit
Beauftragten, allen Menschen mein Wort ─ bekannt zu machen ─
sowohl dem, der durch seine Begabung aufgestiegen ist, als auch
dem, der nur eine geringe Entwicklung aufweist.
66. Nur im ersten Augenblicke wird der, der die gute Nachricht
vernimmt, erstaunt sein, denn hernach wird er sich daran erinnern,
dass schon bevor der Messias in der Zweiten Zeit kam, sein
Kommen durch die Propheten angekündigt worden war, so wie mein
Kommen in dieser Zeit. Ich selbst kündigte es euch durch den Mund
Jesu an und gab euch die Anzeichen bekannt, die als Beweis meiner
Ankunft erscheinen würden.
67. Da alles eingetroffen ist, werden die Menschen überzeugt
sein. Hier ist das Licht des Heiligen Geistes, das euch zu allen
Zeiten erleuchtet hat. Denn das göttliche Licht war, ist, und wird
immer sein.
68. Aufs Neue wird meine Wahrheit die Unwissenheit
bekämpfen, aus der der Fanatismus, die Abgötterei und die religiöse
Schwärmerei entspringen. Denn der Fanatismus ist blind, die
Abgötterei ist materialistisch, und der Schwärmer ist scheinheilig.
69. Ich werde die Tiefen des Abgrundes erhellen, damit alle
Seelen rein und erleuchtet daraus emporsteigen.
70. Niemals wird in der Ewigkeit die Entfaltung oder
Entwicklung der Seele aufgehalten werden. Denn ihr alle seid dem
Gesetze der Vervollkommnung unterworfen.
71. Wenn die Seele manchmal auf ihrem Wege nicht vorankommt,
so geschieht dies durch den Einfluss des Leibes. Dann muss
sie die verlorene Zeit wieder einholen, indem sie ihre Schritte
beschleunigt, oder durch neue Einkörperungen. Erkennt, dass, wenn
Ich euch richte, mein Gericht aus Liebe geschieht, aber niemals als
Strafe. Liebet immerdar, und ihr werdet in Frieden in das ewige
Leben eingehen. Wenn einmal der Tod kommt, soll eure Seele sich
nicht beunruhigen, denn er wird nur für den Körper eintreten, der in
den sanften Schoß des Grabes sinken wird.
72. Geht in Frieden zur geistigen Heimstatt, im Bewusstsein,
dass unter den Menschen das Zeitalter des Heiligen Geistes, des
Geistes der Wahrheit gegründet ist.
Mein Friede sei mit euch!

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