Bereitet euch, entfaltet in euch die Tugenden



Sein Werk ist lauter, vollkommen und grenzenlos,
erkennt dies mit geschärftem Blick,
imstande, Seine Wahrheit zu erkennen und
sich zu nähern seiner Weisheit Schatzkammer.
Es reformiert nicht Sein Gesetz,
doch der Menschen Kulthandlungen.

Die Zeit der Zwiesprache von Geist zu Geist,
ist jetzt für jene, die sich ernsthaft zubereiten.
Unermüdlich spricht Er im Geist zu ihnen,
denn alles, was uns retten und zu Seiner Rechten trägt,
sind unsere Werke: Liebe, Demut und Barmherzigkeit.
Es gilt nicht nur Zeugnis abzulegen durch Sein Wort,
sondern dieses zu besiegeln mit den Taten im eigenen Leben.

Laßt die Türen eures Herzens
sich voll Mitgefühl für eure Nächsten öffnen,
damit die Geschwister dem Vater danken für Sein neues Werk
als Fortsetzung des Weges, vorgezeichnet seit Anbeginn der Zeiten,
verkündet von den Propheten, vorgelebt und erfüllt von Jesus,
der im Geist jetzt wieder zu uns spricht.

Wenn die Welt sich vorbereitet,
den Leidenskelch des Kriegs zu leeren,
gibt Er uns Honig, um zu sein ein Wohlgeschmack auf Erden.
Wo das Licht im Verstand des Menschen strahlt,
wird er vollbringen große Werke.
Das menschliche Leben verändert und entwickelt sich.
Das Licht der göttlichen Weisheit wandelt die Gebräuche,
bereit' uns vor auf das geistige Leben auf Erden.

Das göttliche Licht, die Weisheit, strahlt herab von seinem Geiste,
begrenzt nach unserer Fassungskraft,
verschafft uns innere Erleuchtung, die jede Finsternis vertreibt.
Denkt nach, erkennt, daß ohne diese Wahrheit
in unserer Lebenswelt
alles unsicher und zweifelhaft erschien,
als unser Verstand noch nicht
all diese Geheimnisse zu begreifen vermochte.

Er beseitigt jene Dunkelheit
aus dem menschlichen Verstand,
daß er nicht mehr an der Wahrheit zweifelt, die er in sich trägt.
Glaube ist ein Antrieb, wird empfunden,
eine Idee, ohne Furcht zu scheitern.
Zweifel und Schwachheit, die euch zu besiegen suchen,
ersticken in eurem Geist den wahren Glauben.
Der Glaube ist der geistige Blick, der Wahrheit
 und Endziel des Weges zu schauen vermag.

Laßt den Glauben in euch Wurzeln schlagen,
um mit der Gegnerschaft der auflauernden Versuchungen zu kämpfen.
Lernt sie zurückzuweisen mit dem Sinngehalt des Wortes
 und Waffen gegen sie zu finden.
Wer sich Seiner Gegenwart und Einsprache nicht sicher ist,
beurteilt, was er sieht und hört,
ohne seine Seele zu Ihm zu erheben,
benötigt das liturgische Gepränge,
das den Sinnen schmeichelt in der Meinung,
dann zu fühlen, was er für Inspiration, für Erhebung der Seele hält.

Für die Seel‘ es nicht mehr nötig ist,
das Herz mit dem Klang musikalischer Noten zu bewegen.
Erheben wir uns innerlich, bis wir den geistigen Frieden des Jenseits fühlen,
über unserm Haupte nur das Himmelszelt.
Wir werden erhoben, weil wir in unserem Innern,
die tönende Stimme des Meisters spüren.
Durch seine Lehre erlangen wir Erhebung,
weil alles darauf angelegt,
uns zu entwickeln nach dem einigen Prinzip: der Macht des Guten.

Entfalten wir die Tugenden im Lebenskreis, in dem wir leben,
mit Seinem Licht die Fundament' zu legen,
die Welt von morgen zu errichten.
Das Böse wird nie mehr obsiegen,
es wird die Tugend sein,
die eine höhere Macht ist, die uns treibt.

Wer Nächstenliebe übt, kann nicht egoistisch sein,
wer Liebe fühlt, kann nicht hassen,
das Licht läßt keine Finsternis zu.
Geht sicheren Schrittes auf dem Weg, den Er uns zeigt,
unterweist eure Kinder auf ihm zu gehen.
Laßt eure Ratschläge immer aufrichtig sein,
sie werden zum Herzen von jenen gelangen,
die sie benötigen.

Anna Maria Hosta
Quelle: Das Buch des Wahren Lebens – Band VII – Unterweisung 191 – Verse 14-28

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