BWL - Band VII - Unterweisung 190


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 190:
1. Volk, Menschheit: Die Gegenwart Elias' ist in dieser Zeit bei
allen.
2. Ihr Menschenscharen, die ihr euch dieser Kundgabe erfreut:
Höret die Stimme Elias', dessen Namen der Menschheit kaum im
Bewusstsein geblieben ist, obwohl Ich euch auf dem Berge Tabor
die Bedeutung seiner Mission bekanntmachte; aber ihr habt diese
Offenbarung nicht ergründen wollen. Jetzt, da ihr die Stimme Elias'
vernommen habt, fühlt ihr seine Gegenwart, und es erscheint euch
so, als ob ihr das Kommen seines feurigen Wagens hört.
3. Elias ist der Lichtstrahl, den Ich euch immer gesandt habe,
damit er euren Weg erhellt. Er ist es, der die Erde erleuchtet hat,
damit ihr den Weg findet und ihm folgt, der euch dem Punkte näher
bringt, an dem euch euer Vater erwartet. Er ist der Vermittler der
großen Geheimnisse der Seele, die er euch in dieser Zeit erklärt hat,
damit ihr euren Vater besser verstehen könnt. Auch heute erfüllt er
eine ähnliche Aufgabe wie in der Ersten Zeit: die Abgötter von ihren
Altären zu stoßen, um die Welt die wahre geistige Gottesverehrung
zu lehren.
4. Bei Elias könnt ihr das Gesetz der Reinkarnation erklärt und
erwiesen finden, das die Menschen heute so sehr bekämpfen. Bei
ihm könnt ihr auch eine Unterweisung und eine Aufklärung darüber
entdecken, was die Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen
ist, als er sich geistig durch den Mund und das
Verstandesvermögen des Propheten Elisa kundgab.
5. Seht, wie viele und wie große Unterweisungen euch Elias
immer gebracht hat, wie er euren Geist unterrichtet hat. Seht, wie er
euch zu allen Zeiten große Offenbarungen bekannt machte, die für
euch schwer erklärbar sind. Doch all jene Kenntnisse, die ihr in den
vergangenen Zeiten nicht verstanden haben solltet, werden euch
jetzt in dieser Dritten Zeit von demselben Elias erklärt werden, der
mit der Mission kommt, alles in seinem wahren Sinn wiederherzustellen.
6. Gesegnet seien all jene auf der Welt, die bei dem Gefühl, dass
sich das Licht ihres Geistes zu beleben beginnt, sagen: "Elias ist
gekommen", und die dann hinzufügen: "Die Wiederkunft des Herrn
rückt näher." ─ So wie in jener Zweiten Zeit, als die Menschen
erkannten, dass Johannes von den Wundern des Himmelreiches
weissagte und sprach, und sie sagten: "Ist es wohl Elias?"
7. Der große Prophet, der Wegbereiter, der Gesandte ist unter
euch. Doch jetzt ist er nicht Mensch geworden, er befindet sich im
Geistigen, und der Lichtstrahl, mit dem er sich offenbart hat, ist der
gleiche wie jener, dessen er sich bediente, um die falschen Götter zu
zerstören, und mit dem er den wahren Glauben im Herzen des
Volkes des Herrn entzündete.
8. Seelen, folgt ihm nach! Menschheit, höre auf ihn! Er ist der
Hirte, der euch zu meinem Schoße führt, er mit der Leuchtturm, der
die Route erhellt und anzeigt, um zum rettenden Hafen zu gelangen.
9. Begreift, dass die Zeit enteilt und der Tag näher kommt, an
dem Ich nicht mehr durch diese Stimmträger zu euch sprechen
werde. Jene, die meine Unterweisung genutzt haben, werden in
Frieden sein. Doch wird es viele "Waisen" geben, die meine
Gegenwart in dieser Form vergeblich suchen werden. Ich werde
Mich jedoch nicht entfernen, Ich werde sehr nahe bei euch sein und
werde durch jeden sprechen, der sich von Geist zu Geist zubereitet.
10. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem verschiedene Sekten
und Religionsgemeinschaften das Kommen des Herrn ankündigen
und sagen, dass alle Vorzeichen erfüllt sind, und dass nun diese Zeit
gekommen ist. Ihr, die ihr die Wahrheit kennt, sollt ihnen das sagen,
was ihr von Mir wisst. Seit dem Jahre 1866 bin Ich als Tröstergeist
erschienen und habe die Meinen aufgesucht ─ jene, durch die Ich
die Frohe Botschaft bekanntmachen werde, o Menschheit!
11. Ihr sollt euch nicht jenen fernstehend fühlen, die ─ obwohl
sie Mich erwarteten ─ nicht rechtzeitig die vorausgehenden Zeichen
zu entdecken verstanden und zu spät das verstanden, was ihnen ihr
Ahnungsvermögen eingab. Verkennt euch nicht wegen dieser
Differenzen. Da sie nicht Zeugen meiner Gegenwart sein konnten,
habe Ich ihre Seele erleuchtet, und sie sind auf einem guten Wege.
Ihr alle werdet euch in dem Ideal vereinen.
12. Meine Auserwählten befinden sich auf den verschiedenen
Zweigen des Baumes. Viele werden noch vor dem Jahre 1950
herbeikommen, um meiner Kundgabe beizuwohnen, andere werden
sich Zeit lassen. Wohl denen, die mein Wort durch einen
Stimmträger hören, denn sie werden in sich fühlen, dass sie diese
Stimme schon kennen, dass sie nicht menschlich ist, sondern von
Mir stammt.
13. Ich komme, euch zu sagen, dass ihr euch von eurem
Gewissen leiten lassen sollt, dass ihr euch freimacht und nicht noch
einmal Sklaven jener werdet, die euch unvollkommenen Kultformen,
Vorurteilen und Dogmen unterwerfen wollen.
14. Ihr alle könnt meine "Arbeiter" sein, Botschafter meiner
Lehre. In eurem Kampfe werdet ihr euch nicht verlassen fühlen; auf
meinem Schoße werdet ihr sicher sein und nichts zu fürchten haben.
15. Ich, der Ich über der ganzen Schöpfung stehe und doch in
ihr pulsiere, spreche durch den Menschen, mein bevorzugtes
Geschöpf. Wundert euch nicht, dass Ich Mich durch die wenig
Geachteten, die Ungebildeten kundgebe, und dass Ich Mich an
Orten voll Armseligkeit und Armut offenbare. Ich versichere euch,
dass das, was für euch ein Palast ist, dies für Mich nicht ist. Dort
hingegen, wo ihr nur Armut und Armseligkeit erblickt, ist es
möglich, dass im Innersten wahrer geistiger Glanz vorhanden ist.
16. Ich sage euch dies, weil es viele gegeben hat, die sich in
ihrem Innern fragen, warum Ich Mich nicht im Innern der großen
Synagogen oder in den prachtvollen Kirchen kundgebe. Auch in
damaliger Zeit fragten sich viele Menschen, warum der Messias
nicht im Schatten des Tempels von Zion geboren wurde und
aufwuchs.
17. Heute wie damals lehre Ich euch, dass das, was unmittelbar
zum Vater gelangt, die Lauterkeit eures Herzens ist. Denn jeder
seiner Schläge spricht zu Mir von euren guten Werken.
18. Seht die Bescheidenheit, mit der Ich immer zu euch
gekommen bin. Bedenkt, dass Ich zu allen Zeiten ohne Throne, ohne
Zepter oder Palast gekommen bin, immer in Schlichtheit und
Sanftmut gehüllt. Was würden die Armen, die Parias, die Enterbten
von Mir denken, wenn sie Mich von Pomp und Luxus umgeben zu
ihnen kommen sähen? Sie würden sich gedemütigt, meiner
unwürdig fühlen. Die Herren, die Reichen, die Großen der Erde
dagegen würden Mich den Gott ihrer Gesellschaftsklasse und ihres
Standes nennen.
19. Wenn die Armen der Welt Mich barfuß, keuchend und
blutend unter der Last des Kreuzes erblicken, erbeben sie vor
Mitgefühl angesichts der Demut ihres Herrn, und sie fühlen sich
eins mit ihm. Die Reichen dagegen ─ obwohl sie es in Wirklichkeit
nicht sind ─ die dieselben Gefühle wie die einfachen Leute haben
müssten, können Mich in der Armut nicht begreifen. Dann bedecken
sie eine bildliche Darstellung, mit der sie Mich darzustellen
vorgeben, mit Purpur, Gold, Seide und dem, was sie Edelsteine
nennen. Sie tun dies, weil sie meine Lehre vergessen haben, und
darum wollten sie Mich mit all dem umgeben, was meine
Unterweisung am meisten bekämpft: mit Eitelkeit.
20. Ich muss euch nochmals sagen, dass Ich gegen keine der
Kirchen spreche, denn sie alle sind gesegnet in Mir. Aber ihr müsst
auch begreifen, dass Ich als Meister die Fehler beim Namen nennen
muss, die der Mensch begangen hat, damit ihr sie eines Tages
beseitigen könnt. Denn wenn Ich euch nicht helfen würde, die
Wahrheit zu entdecken: Wann würdet ihr sie alleine finden?
21. Lasst zu, dass meine Wahrheit Licht schafft und Liebe zu
jedem Menschen, zu jeder Religionsgemeinschaft und zu jedem
Volke gelangt, so wie Ich zulasse, dass eure Wahrheit oder das, was
ihr euch als Wahrheit zurechtgelegt habt, zu Mir gelangt. Was ist
diese eure Wahrheit, die Ich von allen empfange? Es ist euer Gebet,
euer Glaube und eure Hoffnung.
22. Dieses Licht, das in jeder Seele existiert, wenn sie sich zu
Mir erhebt, zu Mir spricht, macht sich frei von jeder Finsternis und
jeder Lüge, um Mir nur das vor Augen zu führen, was sie an
Wahrheit in sich trägt. Denn selbst der Böse zeigt Mir, wenn er Mir
beichtet, seine Schandflecken, ohne Mich zu täuschen zu versuchen.
23. Dem Menschen obliegt es, sich zu vervollkommnen, sein
Leben auf Erden zu bessern, ohne die Art und Weise, in der die
anderen Mich suchen, zu verurteilen. Ich bin der einzige, der
imstande ist, die Wahrhaftigkeit eurer Werke zu beurteilen.
24. Vom Götzendiener bis zum Spiritualisten ─ sie alle sind
unter meinem Licht und meinem Blick. So, wie Ich von jenem, den
ihr für geistig zurückgeblieben haltet, oftmals große Beweise von
seiner Erhebung erhalte, so kann Ich euch auch versichern, dass Ich
von jenen, die sich für die Vorkämpfer der Spiritualität halten,
oftmals Beweise großer Rückschrittlichkeit erhalte.
25. Nur ein Glaubensvolk hat Mich in dieser Zeit empfangen,
und ihm habe Ich diese Buchseite meiner Weisheit anvertraut. Aber
auf dieser Buchseite voll meiner Liebe gibt es eine Botschaft für alle
Religionen, die auf Erden existieren.
26. Mein Licht wird alle wie eine göttliche, universelle
Morgenröte aufwecken, und wenn der Mensch sich dann erhebt, um
den neuen Tag zu durchleben, werden seine Sinne die Nähe des
Göttlichen erfahren.
27. Jetzt muss Ich euch sagen, dass nicht das Himmelreich zu
den Menschen herabkommt, sondern dass es vielmehr die Seele des
Menschen ist, die sich zum Reiche ihres Himmlischen Vaters erhebt.
28. Warum gebt ihr immer Anlass dazu, dass Ich mit Vorwürfen
zu euch komme? Ich komme aus Liebe zu euch, weil Ich sehe, dass
ihr Schmerz in eurem Herzen tragt, und Ich euch trösten will. Denn
Ich will, dass ihr meinen Frieden in eurer Seele habt.
29. Manchmal offenbare Ich Mich euch als Richter, zuweilen
habt ihr Mich als Vater, und immer zeige Ich Mich als Meister. In
diesen drei Offenbarungsformen habt ihr den göttlichen Wesenskern,
der einer ist: das Gesetz, die Liebe und die Weisheit. Dies ist die
Dreieinigkeit, die in meinem Geiste existiert.
30. Schließt eure Augen und lasst die Seele frei, damit sie diese
Augenblicke der Verbundenheit mit ihrem Meister intensiv erlebt.
Lasst zu, dass sie sich dem Herrn nahe fühlt ─ wie jene, die dem
Meister in der Zweiten Zeit auf Wegen, durch Täler, Dörfer, Flüsse
und Wüsten folgten, um nicht eine seiner Unterweisungen zu
versäumen. Dann werdet ihr den bildhaften Sinn verstehen können,
mit dem Ich manchmal spreche, wenn Ich die Güter der Erde
verwende, um euch das Geistige darzustellen und es für euch fassbar
zu machen. Ihr werdet erleben, wie mein Wort eure Seelen dem
Himmelreich näherbringt.
31. Kommt herbei, Menschen, damit Ich euch unterweise. Oder
wollt ihr, dass es der Schmerz ist, der euch weiterhin während eures
ganzen Lebens Lehren erteilt?
32. Kommt auf mein Landgut, um die Felder mit Brüderlichkeit
zu besäen. Ich versichere euch, dass diese Arbeit euch nicht
enttäuschen wird wie die Welt.
33. Hier ist direkt vor eurer Seele der Weg, der euch einlädt, ihn
zu beschreiten und niemals stehen zu bleiben. Denn jeder Schritt,
den ihr auf ihm macht, wird eure Seele der vollkommenen Heimstatt
näherbringen, die sie erwartet.
34. Schon ist die Zeit sehr kurz, die Ich bei euch sein werde, um
euch meine Unterweisung in dieser Form zuteil werden zu lassen,
und Ich will, dass ihr lernt, Verdienste zu erwerben, damit mein
Wort in diesen letzten Jahren durch diese Stimmträger überreich
ertönt.
35. Was müsst ihr tun, damit die göttlichen Kundgaben wie eine
Belohnung für eure Verdienste sind?: euren Glauben, euren Eifer
und eure Spiritualität entfalten. Im Schoße des Volkes soll die Liebe
regieren, soll man tätige Nächstenliebe ausüben, soll man die
Wahrheit lieben.
36. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch nicht vereinigt, wie
es mein Wille ist, wird euch die Menschheit zerstreuen und euch aus
ihrer Mitte verjagen, falls sie sehen sollte, das euer Leben sich von
dem, was ihr predigt, entfernt.
37. Was würde geschehen, wenn die Menschen entdecken, dass
in jeder Gemeinde eine andere Gottesverehrung und eine andere Art,
meine Lehre auszuüben, existiert? Sie würden nicht begreifen
können, dass Ich es war, der euch unterwies.
38. Ich vertraue euch diese drei letzten Jahre meiner Kund-
gebung an, um euch für die Einigung dieses Volkes einzusetzen ─
ein Zusammenschluss, der das Geistige und das Äußerliche umfasst,
damit euer Einsatz voller Harmonie und Übereinstimmung der beste
Beweis dafür ist, dass euch alle ─ in verschiedenen Gemeinden und
in verschiedenen Provinzen ─ ein einziger Meister lehrte: Gott.
39. Nicht ihr alle habt mit den Augen des Geistes die Zeiten
geschaut, die für die Menschheit näherrücken. Nicht ihr alle habt
deren Schmerz empfunden. Doch Ich bilde derzeit mit euch ein
zahlreiches Volk heran und mache es zu einem fleißigen Arbeiter,
der Mich zu lieben beginnt und der nun begierig ist, sich
einzusetzen, um das menschliche Herz fruchtbar zu machen.
40. Sämänner meines Wortes: Wenn die Zeit der Arbeit auf den
Feldern kommt, so macht euch auf voll des Glaubens, in welchem
Ich euch unterwiesen habe. Fürchtet weder Spott noch Hohn. Sät auf
fruchtbares Land, nicht auf Felsen, noch auf Treibsand, denn dort
wird die Saat keine Frucht bringen. Ihr würdet sie aufgehen und
wachsen sehen, doch sie würde keine Früchte tragen. Wenn ihr sie
unter Dornenhecken und Unkraut sät, wird sie ebenfalls keine
Frucht bringen. Daher müsst ihr beten, um meine Inspiration zu
empfangen, dann werdet ihr das vorbereitete Land auszuwählen
verstehen. Ich, der Eigentümer der Ländereien, werde euch große
Gebiete geben, um sie zu bebauen. Seid von einem großen
Arbeitswillen erfüllt. Sät, und ihr werdet ernten. Und der Tag wird
kommen, an dem ihr mit dem Weizen eurer Ernte das Brot für euren
Lebensunterhalt zubereitet. Bedenkt, dass Ich zu euch in bildlichem
Sinne spreche, und ihr nicht wisst, ob ihr diese Ernte nicht erst im
Jenseits einbringt.
41. Für heute sage Ich euch: Groß ist die Leistung, die ihr
mittels des Körpers, den Ich euch anvertraut habe, erbringen müsst.
Er ist eure Stütze, und ihr müsst ihn weise lenken.
42. Die Welt ist von Seuchen und Unglücksfällen betroffen, die
Ich ihr angekündigt habe. Sie bekommt langsam Angst, versucht
sich zu erheben und sucht eine rettende Hand, ein Wort der
Ermutigung, und ihr seid die Rettung.
43. Ihr werdet Meere durchqueren und Berge übersteigen
müssen, um in andere Landstriche oder Nationen zu gehen, um euch
zu dem aufzumachen, der leidet. Fürchtet euch nicht vor dem Weg,
geht in schlichtem Gewand, ohne eine zweite Hose mitzuschleppen.
44. Als Ich euch eure Aufgabe gezeigt habe, habe Ich euch
gesagt: "Nehmt euer Kreuz auf euch und folgt Mir nach." Warum
habt ihr Angst davor, die Annehmlichkeiten der Erde zu verlieren?
─ Ihr sagt Mir, dass ihr die Welt liebt, und dass ihr nicht die
Aufopferung und körperliche Entsagung aufbringen könnt, die diese
Mission erfordert. Doch Ich komme euch zuvor und sage euch: In
jedem Alter, wie immer auch euer Zustand oder euer Befinden ist,
könnt ihr Mich lieben und Mir dienen, ohne aufzuhören, eure
Pflichten zu erfüllen.
45. Verwandelt die Welt durch euer Beispiel, beseitigt die bösen
Vorurteile und macht aus ihr ein Paradies und nicht ein Tal der
Tränen.
46. Ich gebe euch eine kurze Zeit für die Erfüllung eurer
Aufgabe auf Erden.
47. Denkt daran, dass ihr euren Kindern ein Erbe der
Spiritualität hinterlassen müsst, denn aus deren Nachkommen
werden die gesegneten Generationen hervorgehen, durch die Ich
Mich offenbaren werde. Unter jenen Seelen werden die Propheten,
die Ausleger meines Wortes sein, jene von großem Glauben, die der
Menschheit den Weg weisen werden.
48. Ihr wollt nach meinem Worte leben? Ich segne euch, denn
ihr habt Mich gehört und wollt Mir nachfolgen. Euer Herz ist an
Gnade überfließend. Gebt jedem davon, der nach ihr verlangt.
49. In dieser Zeit kommt ihr herbei, um meine Unterweisung zu
empfangen ─ die einen als Jünger, andere als Neulinge, und wieder
andere getrieben von ihrer Neugier. Aber ihr alle sucht Frieden,
Seelenruhe und auch die Erfüllung der dieser Zeit entsprechenden
Prophetien.
50. In den Sekten und Kirchen habt ihr nicht die volle
Gewissheit meiner Wiederkunft gefunden. Es war außerhalb von
ihnen, wo Ich einen Boten hinbeordert habe, der euch diese frohe
Botschaft gebracht hat. Ich bin gekommen, um jede Seele zu
richten, und um die Grundmauern für ein neues Leben, eine neue
geistige Ordnung für die Menschheit zu legen. Wenn ihr euch
zubereitet, werdet ihr von euer Welt aus die Vollkommenheit des
"Geistigen Tales" schauen können, wo die Seelen der Gerechten
wohnen ─ derer, die sich durch ihre Verdienste zu erheben
vermochten und die heute, mit Mir vereint, für eure Rettung
arbeiten.
Alles, was ihr heute nicht verstehen konntet, werdet ihr im
Schoße dieses einfachen Volkes hier erkennen, denn mein Licht hat
sich ergossen, und der Schleier, der eure Augen bedeckte, ist
zerrissen. ─ Ich spreche von den Augen der Seele, die sich dem
Geistigen und Göttlichen verschlossen hatten. Ihr habt dieses Licht
zurückgewonnen und werdet von Mir geführt. Bleibt weiterhin
wach. Wenn ihr den Körper beherrscht, und die Seele voll Sanftmut
meinen Schritten folgt, wird jenes Licht euch wie ein Festgewand
bedecken, und eure Mitmenschen werden erkennen, dass ihr zu
meinen Auserwählten gehört, und ihr werdet geliebt und geachtet
sein von den Menschen.
51. Ihr seid Soldaten des Guten. Ich habe euch Waffen gegeben,
damit ihr die Sünde bekämpfen könnt, aber nicht eure Mitmenschen.
Ich will nicht, dass der Mensch in der Sünde geboren wird,
aufwächst und stirbt, ohne die gesegnete Aufgabe zu kennen, die er
zur Erde mitgebracht hat. Wenn ihr in meine Lehre eindringt, werdet
ihr stark werden und unbesiegbar sein. Es wird keine Versuchung
geben, die euch zu Fall bringt, und so vorbereitet werdet ihr euch
erheben und werdet mehr als Menschen ─ inkarnierte Engel zum
Wohle der Menschheit sein.
52. Viele sind Berufene, und wenige sind Auserwählte, und
unter ihnen noch weniger die Privilegierten. Aber wehe ihnen, wenn
sie sich überheben! Sie sollen nicht wie Salomon sein, in den Ich
Weisheit, Begnadung und Macht legte, und dem Ich ein Volk
anvertraute, um es zu regieren. Doch nach einer Zeit geistiger
Größe, in der er Beweise seines hohen Geistes gab, hörte er auf zu
wachen, wurde er vom Fleisch beherrscht, und sein ganzes, von
Liebe und Gerechtigkeit inspiriertes Werk wurde durch seine
selbstgefälligen und fleischlichen Handlungen verdunkelt.
Verfallet ihr nicht dem Hochmut, auch wenn ihr seht, dass Ich
durch euch große Wohltaten austeile. Falls Ich euch erwählen sollte,
um einen Bezirk oder eine Nation zu regieren, und ihr, von Mir
inspiriert, gerechte Gesetze erlassen würdet, so werdet nicht
eingebildet, wie es bei Menschen geschieht. Ihr sollt dann eure
Seele erheben und euch vor Mir neigen.
53. Viele werden zu diesem Lande, das Ich erwählt habe,
kommen und werden mein von seinen Bewohnern widergespiegeltes
Licht erblicken und sich glücklich fühlen, wenn sie euch kennen
lernen und diesen Boden betreten, wo Ich mein Volk vereinte, um es
in der Dritten Zeit zu lehren. Jene, die nach 1950 eintreffen, werden
nach den Schriften verlangen, und wenn sie meine Offenbarungen
kennenlernen, werden sie die Macht fühlen, die von meiner
Unterweisung ausgeht, werden euch segnen und Mich lieben. Wie
viele von ihnen gehören zum "Volke Israel", zu den 144.000
Gekennzeichneten, die sich euch anschließen werden, um meinen
Anordnungen zu folgen.
54. Heute sind die Nationen von Materialismus und
Orientierungslosigkeit durchdrungen. Ich habe geistig zu ihnen
gesprochen, und mein Same ist in das Herz meiner Auserwählten
gesät, damit es überall ausgestreut wird. Tut ihr von eurer Nation
aus soviel ihr könnt, um allen auf ihrem geistigen Wege beizustehen.
55. Klein ist die Zahl meiner Jünger, die Mich in diesem
Augenblick umgeben. Aber mein Wort wird sich bis an die Grenzen
der Erde ausbreiten. Voll Liebe wird es zum Herzen all jener
gelangen, die nach Liebe schreien.
56. Für euch ist jetzt die passende Zeit, um die Mission
kennenzulernen, die ihr gegenüber der Menschheit erfüllen müsst.
Ich habe euch vorbereitet, damit ihr die Art und Weise, euren
Auftrag in dieser Welt auszuführen, versteht und das kennenlernt,
was euch jenseits der materiellen Scheidewand erwartet, wo das
Geistige Leben beginnt. Ich habe euch geholfen, euch seelisch zu
entfalten, damit ihr von euch aus begreift, warum Ereignisse
eintreten, die der Verstand nicht zu begreifen vermag.
57. Solange die Seele mit dem Körper verschmolzen ist, erkennt
sie nicht, noch kann sie die Verdienste wissen, die sie in ihren
früheren Leben erbracht hat. Aber nun weiß sie, dass ihr Leben die
Ewigkeit ist, eine ununterbrochene Höherentwicklung bei dem
Bestreben, den höchsten Punkt zu erreichen. Aber heute wisst ihr
nicht, welche Höhe ihr erreicht habt.
58. Ich habe euch beobachtet, seit ihr eure Lebenswanderschaft
begonnen habt, mit einem wirren Verstand, einem plumpen Gehirn.
Ich habe euch allmählich erwachen und entwickeln sehen, bis ihr
klarere Vorstellungen von der Wirklichkeit erlangt habt. Ich habe
euch gegen Widrigkeiten, Prüfungen und Versuchungen kämpfen
sehen. Und als ihr schließlich den Wert des Geistigen Lebens
entdeckt habt, weil ihr euch höher entwickelt hattet, habe Ich eure
Seele lächeln sehen. Jenes Lächeln drückte Frieden, Befriedigung
und Hoffnung aus. Aber Ich habe sie auch zurückfallen, sich
beschmutzen sehen auf der Welt. Dann hat sie geklagt und musste
sie sich läutern, um meine Gnade zu erlangen. Doch selbst bei ihren
Stürzen hat sie ein Licht gefunden, das Licht der Erfahrung.
59. Nun ist euch die Möglichkeit geboten, euch nicht mehr
selbst zu betrügen, weil ihr die Augenbinde, die die Klarheit der
Wahrheit verhüllte, mit meinem Lichte zerrissen habt, und ihr den
weiten Horizont erblickt habt, um mit sicherem Schritt voranzuschreiten.
60. Jenes Licht, das den Pfad erhellt, ist klar. Ihr könnt nicht
mehr in die Irre gehen, es sei denn, ihr wolltet euch gegen die
Wahrheit selbst erheben, verführt vom falschen Glanze der irdischen
Vergnügungen und Besitztümer.
61. Auch kann Ich euch nicht sagen, dass ihr auf euch selbst
vertrauend leben sollt, noch dass ihr von jedem Versuchungsimpuls
frei seid. Denn es gibt Mächte, die darum kämpfen, das niederzureißen,
was Ich derzeit mit euch zusammen aufbaue ─ Mächte,
die ihre finstere Natur verbergen und sich voll Anziehungskraft
präsentieren. Davor warne Ich euch, damit ihr euch mit der Kraft
eures Glaubens verteidigen könnt.
62. Die Bestimmung des Menschen, für den Ich alles, was
existiert, erschuf, ist es, die Wahrheit zu erkennen und sich
aufwärtszuentwickeln. Aber der Weg ist weit, damit ihr auf ihm alle
eure Fähigkeiten entfalten könnt, Mich schauen, fühlen und lieben
könnt. Der Weg hat Dornen, ist steinig, und wird die Kraft und den
Glauben, mit dem ihr ihn gewählt habt, auf die Probe stellen.
Nachdem ihr ihn zurückgelegt habt, wird die Seele geläutert sein.
63. Der andere Weg ist jener der Abschweifungen und Umwege,
der jedoch ─ da er Vergnügungen beschert und offenkundige
Attraktionen enthält ─ eure Schritte aufhält, ohne dass ihr bemerkt,
dass ihr euch verspätet, da ihr das Leben genießt. Doch wen die
Stunde des Todes auf diesem Wege überrascht, der wird das
unendliche Leid erfahren, zu erkennen, dass er nichts zum Wohle
seiner Seele getan hat.
64. Ich könnte euch nacheinander die Wege aufzählen, die sich
dem Blick des Menschen bieten. Da es viele sind, erscheint es
schwierig, den passendsten zu wählen.
65. Der Seele wurde, als sie kam, um auf der Erde zu wohnen,
als eine Gelegenheit für ihre Entfaltung und Vervollkommnung eine
Materie oder ein menschlicher Körper gewährt, dessen wunderbare
und vollkommene Gestaltung ihr ermöglicht, durch ihn zu fühlen, zu
denken und sich willentlich zu bewegen, in Einklang mit ihrer
seelischen Befähigung.
66. Die Seele hat Teil an der Befriedigung des Fleisches, ebenso
wie sie bei dessen Leiden auf die Probe gestellt wird. Aber das
menschliche Wesen ist gleichfalls empfänglich für die Freuden und
die Leiden der Seele. Beide bilden, solange sie verbunden sind, ein
einziges Wesen.
67. Im menschlichen Geschöpf besteht Vollkommenheit.
Deshalb wurde Christus, "das Wort", Mensch in einem Menschenkörper
gleich dem euren. Doch Er litt nicht wegen eigener
Unvollkommenheiten, sondern um der Menschen willen, die Er
durch seinen Schmerz, sein Opfer und sein Wort erhob, weil sie sehr
tief gefallen waren.
68. Wenn die Seele mit all ihrer Kraft die Unnachgiebigkeit und
Widersetzlichkeit des Fleisches nicht überwinden kann, kommt die
barmherzige Liebe des Vaters, welcher die Seele und das Fleisch
geschaffen hat, ihr zu Hilfe, um euch wie der gute Hirte das verirrte
Schaf zu retten. Denn keines meiner Kinder soll verloren gehen.
Mein Friede sei mit euch!

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