BWL - Band - VIII - Unterweisung 222

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 222:

1. Ihr seht den Abschied des Meisters als sehr nahe, und daher
weint ihr im Stillen, weil ihr euch an mein liebevolles Wort gewöhnt
habt. Doch Ich sage euch: Ich werde nicht scheiden, ohne euch
zuvor meine letzte Unterweisung gegeben zu haben, und so werdet
ihr beim Übermitteln meiner Unterweisung nicht unbeholfen sein.
2. Es nahen große Prüfungen voller Schmerz, und euer Gebet
wird viel erreichen können in jenen Stunden der Bitternis. Vereinigt
euch bei eurer geistigen Arbeit, befolgt meine Anordnungen, weil
Ich nicht will, dass in das Goldene Buch eure Verfehlungen und
Unfolgsamkeiten gedruckt werden.
3. In dieser Zeit ist die Zahl der Gerufenen groß gewesen. Jedes
Mal, wenn Ich Mich unter euch einstelle, kommen neue Herzen
herbei, um eure Reihen zu vergrößern. Sie gleichen Gräbern, weil
sie in ihrem Innern einen Toten bewahren, welcher ihr eigenes Herz
ist.
4. Doch der Schmerz läutert die Seelen. Daher werden viele
nicht mehr inkarnieren. Sie werden zu anderen Lebenswelten gehen,
um sich den Aufgaben zu widmen, die der Vater ihnen anweist.
5. Ich helfe euch bei eurer Erneuerung, damit ihr, wenn ihr euch
von dieser Welt löst, nicht eure Verfehlungen sühnen müsst, sondern
rein von jedem Makel vor den Höchsten Richter gelangt.
6. Begreift, dass alles, was ihr euren Mitmenschen antut, ihr Mir
antut, weil ihr alle ein Teil von Mir Selbst seid. Vergesst dies nicht,
damit ihr in jedem eurer Nächsten euren Vater sehen könnt.
7. Die Menschen haben am Ende Vergnügen daran, Schmerz zu
verursachen. Aber früher oder später kommt auch die Reue als
unerbittlicher Richter, um euch zu richten und reinzuwaschen.
8. Wenn ihr in dieser Zeit eure hohe Mission erfüllt, euch zu
erneuern und eure Mitmenschen zu retten, werden morgen euer
Name und der meines Volkes mit Hochachtung und Dankbarkeit
ausgesprochen werden, selbst in den fernsten Gegenden.
9. Büßt nicht das befriedigende Gefühl ein, euch nach meinem
Abschied zu Recht meine Jünger nennen zu dürfen. Aber ihr müsst
zubereitet sein, um euch in den Provinzen, Städten und Dörfern zu
zeigen, die Frohe Botschaft meines Dritten Testaments zu bringen
und mit euren guten Werken davon Zeugnis abzulegen.
10. In dieser Zeit haben dem Anschein nach einige menschliche
Doktrinen gesiegt, und es gibt unterschiedliche Ideologien. Doch es
naht die Stunde, in der sich eine einzige Weltanschauung durchsetzen
wird, in der sich die Menschheit in einer einzigen Lehre
vereint, und dies wird der Spiritualismus sein.
11. Die Naturgewalten werden dafür sorgen, dass die Menschen
erwachen, und immer, wenn sie versuchen, meine Wahrheit zu
verdrehen, werden jene Kräfte von meiner Gerechtigkeit sprechen.
12. Mein Werk wird zu den Geistlichen, zu den Königen und
Herren der Erde gelangen, und ihr werdet sie vor meiner Göttlichkeit
knien sehen. Dann werden viele Bücher im Feuer
verschwinden, und das Buch wird allgemein bekannt werden, das
meine "Goldfedern" unter meinem Diktat zur Kenntnis der
kommenden Generationen niedergeschrieben haben.
13. Sie werden dies Buch studieren, und die Menschen werden
sich darum reißen, begierig, die Zukunft zu erfahren. Denn das
große Chaos wird von der Menschheit erahnt werden.
14. Haltet unbeirrbar an der Hoffnung fest, denn nach diesem
Chaos wird der Friede groß sein! Der Wohlstand wird sehr groß
sein. Selbst die Natur, die euch zuweilen feindlich erscheint, werdet
ihr in ihren verschiedenen Jahreszeiten lieblich sehen. Die Berge,
Täler und Hügel werden Blütenpracht und Schönheit zeigen. Die
Bäume werden voll guter Früchte sein, und Gesundheit,
Wohlergehen und Friede wird das menschliche Leben umhüllen.
15. Heute reinigt sich die Erde von jeder Unreinheit, bis sie eine
neue Jungfräulichkeit erlangt.
16. Kurz bevor die Plagen ausbrechen, werde Ich euch eine
Vorahnung davon geben und in Träumen zu euch sprechen, damit
ihr gewarnt seid und für die anderen betet.
17. Ihr habt den Beginn des Kampfes gegen mein Werk noch
nicht miterlebt und müsst erwachen, denn gebildete Menschen
werden es bekämpfen.
18. Denkt nicht mehr allzu sehr an die Bedürfnisse des Körpers
und denkt lieber an die geistige Zukunft der ganzen Menschheit.
19. Meine Lehre wird sich über den ganzen Erdkreis verbreiten,
aber nicht die Pflichtvergessenen werden sie bekannt machen. Es
werden meine neuen Apostel der Demut und der Vergeistigung sein,
die mit ihren Werken die Barmherzigkeit und die Liebe ihres
Schöpfers bezeugen.
20. Lasst nicht zu, dass die Menschheit sieht, dass ihr schwach
seid und nichts von Mir gelernt habt. Erkennt, dass die Menschen
viel von euch zu lernen haben. Seid nicht wie jene, die zwar sagen:
"Herr, wirke in mir Deinen Willen", die aber im Augenblick der
Prüfung aufbegehren und sogar wagen, Mir Unvollkommenheiten
zu unterstellen.
21. Ich spreche schlicht, in eurer Sprache, denn Ich will nichts
in Geheimnis gehüllt lassen. In diesen letzten Jahren meines
Bleibens unter euch werde Ich euch viele Unterweisungen zur
Kenntnis bringen. O gesegnetes Volk Israel, das als unermüdlicher
Wanderer die Wüste durchquert: Bleibe einen Augenblick stehen,
um mein Wort zu hören. Mein Haus öffnet seine Tore für alle
Wanderer, die demütig an sie klopfen. Stillt euren Hunger und
Durst, dann werdet ihr nie mehr Hungernde und Dürstende sein.
22. Ihr durchlebt nun Tage der Prüfung, Zeiten der Läuterung
und der Wiedergutmachung. Doch Ich bin bei euch, um euch zu
helfen, in der Prüfung nicht schwach zu werden. Bestärkt euch in
der Gewissheit, dass ihr das gleiche Volk wie das vergangener
Zeiten seid: ein starkes, mutiges Volk, ein Rettungsboot für den
Schiffbrüchigen, ein guter Reisegefährte, ein Freund, Bruder und
Vorbild. Die Aufgabe, die Ich euch heute anvertraut habe, ist die, zu
lieben. Die Liebe ist die Saat, die Ich in euch gesät habe, weil sie
der Ursprung und der Grund für alle Geschöpfe ist.
23. Wenn ihr darüber nachdenkt, dass Ich die Weisheit bin ─
jene Weisheit entspringt der Liebe. Wenn ihr Mich als Richter
erkennt ─ jene Rechtsprechung gründet sich auf die Liebe. Wenn ihr
Mich als machtvoll betrachtet ─ meine Macht beruht auf der Liebe.
Wenn ihr wisst, dass Ich ewig bin ─ meine Ewigkeit stammt aus der
Liebe, weil diese Leben ist und das Leben die Seelen unsterblich
macht. Die Liebe ist Licht, ist Leben und Wissen. Und diesen Samen
habe Ich euch seit Anbeginn der Zeiten gegeben ─ den einzigen, den
Ich als vollkommener Landmann auf die Äcker gesät habe, die eure
Herzen sind.
24. Heute, in der Dritten Zeit, macht ihr euch erneut auf den
Weg zu den Feldern des Herrn, um jenes Saatkorn auszusäen, das ihr
gefunden habt. Aber ihr habt erlebt, dass nicht alle Felder leicht zu
besäen sind, habt außerdem gesehen, dass die einen bald Frucht
tragen und andere erst spät. Die einen habt ihr so hart angetroffen,
als ob es Felsen wären, andere waren von Disteln und Unkraut
bedeckt, und nur sehr wenige sind rein und vorbereitet gewesen. Ihr
musstet viel arbeiten, um jene Felder zu säubern und sie danach zu
besäen. Doch wenn ihr geduldig gewesen seid und sie mit dem
Wasser eures Glaubens bewässert habt, konntet ihr auf den zuvor
unfruchtbaren Feldern sehen, dass die Saat gekeimt hat und
gewachsen ist, und ihr habt euch daran gefreut. Jene Felder, die euch
ständig zurückzuweisen schienen, sind heute eure Freunde, eure
Hoffnung, und haben eurer Seele Frieden gebracht. Dort ist euer
Werk, euer Eifer und eure Hingabe, ihr könnt euch nicht mehr von
ihnen trennen.
25. Wachet und betet weiterhin für jene Fluren; denn von der
Frucht, die ihr erntet, werdet ihr euch ewig nähren können. Damit
euch diese Frucht jedoch schmeckt und euch das wahre Leben
bringt, müsst ihr sie gewissenhaft pflegen, damit der Same zur
Pflanze wird und diese zu einem mächtigen Baum mit breiten
Ästen, die dem Wanderer willkommenen Schatten und reichlich
Früchte spenden, die großen Menschenscharen Leben geben. Und
danach muss dieser Same zum Herzen der Erde zurückkehren, um
dort weiterhin zu keimen, zu wachsen und Früchte zu tragen bis zum
Ende der Zeiten.
26. Wie groß ist meine Freude, wenn Ich unter meinen Jüngern
bin, in diesen Augenblicken wahrer geistiger Gemeinschaft. Es ist
der glückliche Augenblick, in dem der Vater die Liebe seiner Kinder
fühlt, und diese den väterlichen Kuss empfangen, der sie stärkt. Es
ist der Augenblick, in dem ihr Mir nach eurer Ankunft sagt: "Vater,
wir haben nach Deinen Anweisungen gearbeitet. Da wir jedoch
nicht vollkommen sind, kommen wir wie kleine Kinder voll
Sanftmut und Demut zu Dir, um Dir unsere Saat zu zeigen, so wie
sie derzeit ist, und damit Du, Göttlicher Meister, uns mit Deiner
Liebe und Weisheit unterweist, uns korrigierst und uns sagst, wie
wir fortfahren sollen. Zeige uns, was wir schlecht gemacht haben,
damit wir es mit Deinem Beistand verbessern und wir, durch Deine
Barmherzigkeit zubereitet, der Menschheit das Werk vorstellen,
ohne ihm irgendein Verdienst hinzuzufügen oder wegzunehmen."
27. Und Ich antworte euch: Seid gesegnet, weil ihr auf Mich
vertraut. Ihr wisst, dass ihr nicht zu einem Henker oder einem
ungerechten Richter kommt, sondern dass ihr bei einem Vater seid,
der ganz Liebe und Unterweisung ist.
28. Ich gebe euch eine weitere Unterweisung, damit ihr euch
zubereitet und bis zum letzten Augenblick meine Worte nutzt, damit
ihr nach 1950 als Lehrer und Führer der Menschen zurückbleibt.
29. Die Welt ist der Prüfung unterworfen, die Nationen fühlen
die ganze Last meiner Gerechtigkeit, die auf sie fällt, und mein
Licht, meine Stimme, die euch ruft, macht sich in der ganzen
Menschheit fühlbar.
Die Menschen fühlen meine Gegenwart, nehmen meinen
Universellen Strahl wahr, der herabfällt und auf ihnen ruht; Sie
ahnen Mich, ohne dies Werk* zu kennen, ohne mein Wort gehört zu
haben, und sie erheben ihre Seelen zu Mir, um Mich zu fragen:
"Herr, in welcher Zeit leben wir? Diese Heimsuchungen und Leiden,
die die Menschen getroffen haben ─ was bedeuten sie, Vater?
Vernimmst Du etwa nicht das Klagen dieser Welt? Hast Du nicht
gesagt, dass Du wiederkommen würdest? Wann wirst Du denn
kommen, o Herr?" Und in jeder Glaubensgruppe und Religionsgemeinschaft
erhebt sich der Geist meiner Kinder, und sie suchen
Mich, bitten Mich, fragen Mich und erwarten Mich. Und wenn sie
Mich aufgrund ihrer fehlenden Zubereitung nicht zu fühlen
vermögen, wird ihr Glaube schwach, sind sie verwirrt und lästern
sie.
Doch Ich sage euch, dass es bereits an der Zeit gewesen wäre,
dass eure Abgesandten die Grenzen eurer Nation überschritten
hätten, und sie als Wegbereiter meiner Unterweisung zu ihnen
gekommen wären, ihnen die Frohe Botschaft gebracht und ihnen
geholfen hätten, den Sinn der Prüfungen, den Grund für das Chaos,
in dem die Menschheit lebt, zu verstehen.
* Die Offenbarungen Christi bei seiner Wiederkunft im Wort, in
geistiger Form, die im Jahre 1866 in Mexiko durch den Wegbereiter
Elias ihren Anfang nahm.
30. Du hast geschlafen, Volk, und hast zugelassen, dass die Zeit
dafür ungenutzt verstrich, und hast dich nur darauf beschränkt, die
Herzlichkeit meines Wortes zu genießen, meine Wunder zu
empfangen, meine Vergebung zu vernehmen, die euch ständig
liebkoste, ohne daran zu denken, dass in eben jenen Momenten, in
denen ihr den Frieden genossen habt, es Millionen eurer
Mitmenschen gibt, die am Leben irre werden und ihren Glauben
verlieren, die ihren Weg ohne Gott und ohne Gesetz gehen, die das
tägliche Brot und geistige Nahrung entbehren.
31. Während ihr euch mit euren Geschwistern, mit euren
Kindern, Gattinnen oder Gatten um einen Tisch versammelt, um
eure Mahlzeiten zu genießen, gibt es Tausende von zerstreuten
Familien, die ihre Heime durch die Kriege zerstört sehen, die die
menschlichen Leidenschaften und Machtgelüste entzündet haben.
Viele Eltern haben ihre Kinder verloren, viele Mütter haben keine
Nahrung für ihre kleinen Kinder. Es gibt viele Waisen, die schon seit
langem nicht mehr das geliebte Angesicht ihrer Eltern erblicken
konnten ─ Witwen, die aus lauter Schmerz den Verstand verloren
haben, Scharen von Männern, die gefangen genommen wurden, die
gerade einen Leidenskelch leeren und nur ein Stück Brot essen, das
nicht ausreicht, um ihren Körper zu ernähren.
32. Obwohl der körperliche Schmerz, den die Nationen
erleiden, blutig ist ─ bedenkt, wie viel größer dann der Schmerz ist,
den die Seelen derzeit erleiden. Wahrlich, Ich sage euch, sie trinken
nun die Hefen des bittersten Kelches.
33. Mache dich auf, o Volk, bereite dich im Gebet, damit du mit
deinen Gedanken als Friedenstauben zu jenen Nationen gelangst
und jenen Völkern die Tore zum Licht, zur Vernunft und zur
Gerechtigkeit öffnest. Ich bereite euch nun vor, aber vorher wollte
Ich euch läutern. Erinnert euch: Um zu Mir zu gelangen ─ wie viele
Prüfungen musstet ihr durchleben, und welche Bitternis geißelte
eure Seele und euren Körper! Bei den einen war es Krankheit, bei
anderen Not, die Ablehnung der Angehörigen, ihre Vernachlässigung
oder ihr Weggang. Der Schmerz in all seinen Formen wurde von
euch wie ein sehr bitterer Kelch getrunken, um euch schließlich zu
läutern. Euer Herz öffnete sich im tiefsten Schmerz, der euch
läuterte, um Mich erkennen und lieben zu können.
34. Als ihr zu Mir kamt, geführt von Elias, dem Guten Hirten,
seid ihr sehr demütig herbeigekommen, um Mich zu fragen, was Ich
mit euch anfangen werde. Denn ihr batet Mich demütig, dass Ich
meinen Willen in euch vollziehe. Und mein Will ist es gewesen,
euch die Liebe, die Vergebung und die Barmherzigkeit in all ihren
Formen zu lehren. Dafür habe Ich euch Geistesgaben, Befähigungen
und Gnadengaben verliehen.
35. Ich bleibe noch unter euch, weil ihr meine göttliche
Unterweisung noch nicht in ihrer ganzen Größe zu begreifen
vermochtet. Noch seid ihr nicht für den Kampf ausgerüstet, und
daher werde Ich bis Ende 1950 weiterhin zu euch sprechen.
36. Diese Lehre soll nicht nur mein erwähltes Volk retten,
sondern alle Nationen der Erde. Ich werde meine Kinder aus jeder
Knechtschaft oder Gefangenschaft befreien, damit sie sich als ihre
eigenen Herren fühlen und nicht erneut in die Gefangenschaft der
Unwissenheit oder des Fanatismus geraten. Wenn sie dann die
uneingeschränkte Befreiung erreicht haben, können sie darangehen,
ihre Mitmenschen zu befreien. Heute säubert ihr noch eure
Gebräuche und Kulthandlungen ─ sowohl die geistigen, als auch die
menschlichen. Danach sollt ihr das gleiche Werk unter der
Menschheit durchführen. Ich muss euch jedoch darauf hinweisen,
dass ihr es mit Demut tun müsst, ohne mit seelischer Erhebung zu
prahlen ─ mit Sanftmut, welche die Lauterkeit eurer Absichten
durch wahre Liebe in euren Werken offenbart.
37. Erfüllt eure Mission voll Standhaftigkeit und Vertrauen auf
Mich und tut all das, was ihr in vergangenen Zeiten nicht getan habt,
damit ihr euer Werk abgeschlossen zurücklasst, und ihr endlich zur
seelischen Vollendung gelangen könnt, die euch erwartet.
38. Wenn diese Welt bisher ein Tal der Tränen war, ist dies
darauf zurückzuführen, dass der Mensch sich von meinem Gesetze
entfernt hat. Ich schuf für ihn ein Paradies und veranlasste, dass
viele der ersten Geister in die ersten Erdenkörper inkarnierten, ohne
dass sie aufhörten, Engel zu sein. Ich wollte, dass sie, wenn sie zur
Erde kamen, nicht ihre Anmut verlieren würden und in Frieden und
Ergebung leben würden. Doch der Mensch wollte es nicht so, und
seine Schwachheit und Undankbarkeit, sein Mangel an Geistigkeit
legten den Grund für eine Welt der Schmerzen und der Kämpfe.
39. Der Mann hat gelitten, um das tägliche Brot zu erarbeiten,
und die Frau hat ihm auf seinem Weg der Schmerzen und der
Missgeschicke beigestanden. Doch diese Welt, die während sovieler
Zeitalter ein Tränental gewesen ist, wird zu einem Tal des Friedens
werden, wenn ihr, meine ersten Jünger, heil geworden seid und
überall hingeht, um mit euren guten Werken von Mir Zeugnis
abzulegen.
40. Dieser Planet, welcher Seelen von unterschiedlichem
Entwicklungsgrad empfangen hat, von denen der größte Teil zurückgeblieben
war, wird in seinem Schoße Wesen von großer
Entwicklungshöhe empfangen, die mit Mir von Geist zu Geist in
Verbindung treten können. Jede kommende Generation wird mit
größerer Reinheit leben, bis das Himmelreich in die Herzen der
Menschen eingezogen ist.
41. Um all dies zu erreichen, werdet ihr in eurem eigenen Heim
kämpfen müssen, damit ihr aus ihm einen Tempel der Liebe und der
Unterweisung in meinem Gesetze macht, wo die Eltern für ihre
Kinder meine Stellvertreter auf Erden sind, und die Kinder für ihre
Eltern Juwelen von großem Wert ─ zarte Pflanzen, die mit Liebe
gepflegt werden müssen. Der Mann soll bei seiner Feldbestellung,
bei der Arbeit, die ihm zugewiesen ist, mutig die Erfüllung seiner
Aufgabe als Banner vorantragen. Die Frau soll die liebevolle
Gefährtin des Mannes und opferbereite Mutter sein, damit beide,
zusammen mit ihren Kindern, das Brot segnen, das ihnen Nahrung
gibt.
42. Ich will, dass ihr überallhin, wohin ihr geht, das Brot meiner
Unterweisung bringt und mit Demut predigt. Denn manche werden,
wenn sie euer Leben betrachten, sich neugierig fragen: Wer sind
wohl diese, die mit so viel Liebe und Schlichtheit zu leben
verstehen? Wer sind diese, die mit einem Stück Brot glücklich sind,
und die sich trotz ihrer Armut gesund und stark zeigen und nicht
nötig haben, sich im Verlangen nach Rat und Gesundheit an die
Wissenschaftler zu wenden?
Doch wenn sie euch schließlich fragen, wer euch gelehrt hat,
sollt ihr ihnen sagen: Der Göttliche Meister "im Geiste", der in der
Dritten Zeit zu uns gekommen ist in Erfüllung seiner Verheißung,
die Er in vergangenen Zeiten gegeben hat.
Ich will, dass ihr mit euren Taten von Mir Zeugnis ablegt, denn
die Menschheit ist der Worte überdrüssig. Da gibt es viele eurer
Mitmenschen, die sich abmühen, das Evangelium zu predigen, und
die ─ obwohl es das Wort ist, das Ich euch in der Zweiten Zeit gab
─ die Menschheit dieser Dritten Zeit nicht zu retten vermochten,
weil ihnen die Ausübung der guten Werke, das Beispielhafte, gefehlt
hat. Für eben diese Worte gaben meine Apostel ihr Leben hin. Sie
verstanden sehr wohl, Mich zum Vorbild zu nehmen, und
besiegelten ihre Auftragserfüllung mit ihrem Blute.
43. Heute fordere ich nicht euer Blut, dass ihr euer Leben
opfert. Was Ich von euch verlange, ist Liebe, Aufrichtigkeit,
Wahrhaftigkeit, Selbstlosigkeit.
44. So lehre Ich euch, und darin unterweise Ich euch und
erziehe dadurch die Jünger meiner Göttlichkeit in dieser Dritten
Zeit; denn ich sehe euch den Lauf der Welt gleichgültig betrachten,
und zwar deshalb, weil ihr euch nicht in das Herz der Menschen zu
versetzen versteht, wo es so viel Elend und so viel Schmerz gibt. Es
herrscht große Ungleichheit; denn Ich sehe Herren, denen nur die
Krone fehlt, um sich Könige nennen zu können, und Ich sehe
Untergebene, die wahre Sklaven sind. Daraus ist ein Kampf
entbrannt. Unter jenen auf der Welt reich gewordenen Herren gibt es
viele, die sich Christen nennen, doch Ich sage euch, dass sie kaum
meinen Namen kennen.
45. Jene, die in den Mitmenschen nicht ihren Nächsten sehen,
die Reichtümer anhäufen und sich dessen bemächtigen, was anderen
gehört, sind keine Christen, weil sie kein Mitgefühl kennen. Der
Kampf zwischen dem Geistigen und dem Materiellen wird kommen,
die Menschheit wird in diese Auseinandersetzung hineingeraten.
Doch wie viele Leiden wird sie zu ertragen haben, damit der Sieg
der Gerechtigkeit kommt!
46. Inmitten dieses Streites von Doktrinen und Weltanschauungen
wird meine Unterweisung Geltung erlangen, als ob
das Licht eines Leuchtturms mitten in einem Gewittersturm
erscheint. Begreift aufgrund meines Wortes die Situation, die die
Menschheit niederdrücken wird. Dann werdet ihr mit besserem
Urteilsvermögen urteilen und werdet wissen, was ihr tun müsst, um
nicht tatenlos zu bleiben.
47. Begreift, dass der einzige geistige Schatz, für den ihr
kämpfen müsst, der meines Gesetzes ist. Ihr habt die Symbole
geopfert, durch die ihr Mich früher verehrt habt, um einer
vollkommeneren Vorstellung Eingang zu verschaffen. Dennoch ─
seht, wie sich noch in dieser Zeit Völker erheben und sich den
Besitz jenes Landes und jener Orte streitig machen, wo Ich Mich in
vergangenen Zeiten offenbarte. Viele Symbole habe Ich zwar verschwinden
lassen, aber den Menschen gehen die Gründe für ihre
Abgötterei und ihren Fanatismus nicht aus.
Ich sage euch: Bevor die kommenden Generationen sich vor den
Götzenbildern von heute verneigen, wird meine Gerechtigkeit sie
zerstören, und die einzigen Säulen, die der Macht meiner
Gerechtigkeit standhalten, werden jene sein, die die Heiligtümer
tragen, die auf dem Grunde eures Herzens errichtet sind ─
Heiligtümer des Glaubens, des Friedens und der Brüderlichkeit.
Denn das Geistige ist unzerstörbar.
48. Wenn die Erde dann vorbereitet ist, wird meine geistige
Lehre in der Dritten Zeit sanft in das Herz der Menschen gelangen,
ihr Sieg wird nicht durch Blut, noch durch Beleidigungen erreicht
werden. Der Spiritualismus wird durch gegenseitiges Verständnis
Einzug halten. Niemand, der meine Lehre mit Gewalt aufzuzwingen
versucht, wird ein Soldat der Wahrheit sein, weil meine Lehre nicht
auf dem Wege einer materiellen Eroberung kommt.
Denn wenn Ich euch in der Zweiten Zeit, in der Ich euch
vorbereitete, um in euren Herzen zu regieren, sagte, dass mein Reich
nicht von dieser Welt ist ─ wie könnte Ich euch dann heute, da Ich
eure Seele erhebe, um in ihr zu regieren, das Gegenteil sagen?
Meine Lehre ruht auf Fundamenten der Liebe. Aber ihr habt dies
vergessen, und deshalb habe Ich euch gesagt, dass es notwendig sein
würde, dass Ich unter die Menschen zurückkomme, um sie an das
vergessene Gesetz zu erinnern ─ jenes, das eure Vorgänger liebten,
und für das viele Märtyrer und Apostel starben im 
Gedanken an euch.
49. Mein Opfer jener Zeit genügte nicht, und so bin Ich erneut
hier bei euch. Neue Apostel werden benötigt, und bald werde Ich sie
mit dem göttlichen Samen aussenden. Wie die Winde, die von einem
Ende der Erde zum anderen ziehen, so wird sich meine Lehre
ausbreiten. Meine Sendboten werden nicht allein gehen, eine Welt
von unsichtbaren Wesen wird sie als Heerscharen des Lichtes
begleiten, um ihren Weg noch wunderbarer zu machen, und sie
werden wahrlich von allen vernommen werden.
50. Jünger, lernet von Mir, bis der Zeitpunkt kommt, in dem ihr
euch aufmachen müsst, um eure Mitmenschen meine Unterweisung
zu lehren. Erfahret schon jetzt, dass, wenn das Jahr 1950 vorüber ist,
ihr nicht mehr in diese Verzückung geraten werdet, um zu sprechen,
dass es dann genügen wird, eure Gedanken mit jener Zubereitung zu
Mir zu erheben, die Ich euch gelehrt habe, damit Worte des Lichtes
von euren Lippen kommen. Entfaltet eure Geistesgaben, damit ihr
meine Inspiration zu empfangen vermögt.
51. Ich gebe euch diese Anleitung, damit ihr sie gründlich
studiert und ihren Sinngehalt erfasst, der euch morgen von Nutzen
sein wird, wenn ihr eure Mitmenschen von meiner Lehre der Liebe
unterrichten müsst.
Mein Friede sei mit euch!

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