BWL - Band VIII - Unterweisung 221

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 221:

1. Volk, Ich berühre nun die empfindsamsten Saiten eurer
Herzen, um euch vorzubereiten und würdig zu machen, meine
Unterweisung zu empfangen.
2. Ich spreche nun über die Göttliche Mutter zu euch, jenen
Geist, der in der Zweiten Zeit Mensch wurde, um eine hohe
Bestimmung zu erfüllen.
3. Maria wurde gesandt, um ihre Tugend, ihr Vorbild und ihre
vollkommene Göttlichkeit zu offenbaren. Sie war keine Frau wie
alle anderen unter den Menschen. Sie war eine anders beschaffene
Frau, und die Welt betrachtete ihr Leben, lernte ihre Art zu denken
und zu fühlen kennen, wusste um die Reinheit und Anmut ihrer
Seele und ihres Körpers. Sie ist ein Beispiel von Schlichtheit,
Demut, Selbstlosigkeit und Liebe. Doch obwohl ihr Leben der
damaligen Welt und den nachfolgenden Generationen bekannt
gewesen ist, gibt es viele, die ihre Tugend, ihre Jungfräulichkeit
nicht anerkennen. Sie können sich die Tatsache nicht erklären, dass
sie zugleich Jungfrau und Mutter war. Der Grund dafür ist, dass der
Mensch von Natur aus ungläubig ist und die Göttlichen Werke nicht
mit erwecktem Geiste zu beurteilen versteht. Wenn er die Schriften
studieren und die Inkarnation Marias und das Leben ihrer Vorfahren
ergründen würde, wüsste er schließlich, wer sie ist.
4. Maria ist ihrem Wesen nach göttlich, ihr Geist ist eins mit
dem Vater und mit dem Sohne. Weshalb sie menschlich beurteilen,
wo sie doch die auserwählte Tochter war, die der Menschheit von
Anbeginn der Zeiten als das reine Geschöpf angekündigt war, in
welchem sich das "Göttliche Wort" inkarnieren würde?
5. Warum lästert der Mensch dann und zweifelt an meiner
Macht und erforscht meine Werke ohne Respekt? Der Grund dafür
ist, dass er sich nicht in meine Göttliche Unterweisung vertieft hat,
nicht darüber nachgedacht hat, was die Schriften aussagen, noch
sich meinem Willen unterstellt.
6. Heute, in der "Dritten Zeit", zweifelt er gleichfalls daran, dass
Maria sich den Menschen kundgibt. Doch Ich sage euch, dass sie an
allen meinen Werken Anteil hat, weil sie die Verkörperung der
zartfühlendsten Liebe ist, die in meinem Göttlichen Geiste wohnt.
7. Ich habe euch Beweise für diese Wahrheit gegeben und habe
erlaubt, dass die Propheten aller Zeiten Maria als Universelle Mutter
bezeugten. Heute haben die, die diese Gabe besitzen, sie gleichfalls
sich in Sinnbildern oder Gleichnissen offenbaren gesehen. Ihr habt
stellvertretend ihren mütterlichen Einfluss empfunden, der euch
liebkost, ihre Ermutigung und ihren Trost, der eure Leiden lindert,
und ihr ahnt auch, dass ihre Fürbitte euch vor vielen Gefahren
bewahrt hat ─ in einer Zeit, in der die Welt in atemberaubendem
Lauf, von der Wissenschaft geführt, unterschiedliche Wege geht, in
der die Vermaterialisierung, die Eitelkeit und die Vergnügungen die
Menschen vom wahren Weg abgebracht haben.
8. Deshalb rufe Ich das Herz meines Volkes, um es zu lehren
und es danach als Botschafter dieser Frohen Botschaft auszusenden.
9. Immer sind meine Abgesandten abgelehnt worden. Doch seid
unbesorgt, denn der Allmächtige ist mit seinen Dienern. Ich Selbst
wurde verkannt; denn nicht alle vermochten in Christus die
Gegenwart Gottes zu erkennen und waren lediglich bereit, in Ihm
einen Propheten oder einen Erleuchteten zu sehen.
10. Ich musste von Mir Selbst Zeugnis ablegen durch mein Leben,
meine übermenschlichen Werke und meinen übermenschlichen
Tod. Und angesichts jener Wahrheit machten sich viele mit brennendem
Glauben in ihrem Herzen auf, die meine Lehre bezeugten.
11. Obwohl Ich gestorben war, verließ Ich euch nicht. Denn
nach dem Opfertod offenbarte Ich Mich geistig voller Leben. Ich
kam zu meinem Volke im "Geistigen Tal", und dort bereitete Ich es
vor, hüllte es in mein Licht, bekleidete es mit mit dem weißen
Gewand der Reinheit und sandte es zur Welt, um erneut Mensch zu
werden. Doch es kam die Zeit, die Stämme meines Volkes zu
vereinigen, und so rief Ich sie zu diesem Winkel der Erde. Denn ihr
seid wirklich das Volk Israel, jedoch nicht blutsmäßig, sondern
geistmäßig. Mein Reich ist nicht von dieser Welt, noch ist eure
ewige Heimat auf der Erde.
12. Seht euren König und Herrn, wie Er voll Demut und Liebe
zur menschlichen Verderbtheit herabkommt, um den für das Licht
der Dritten Zeit Toten seine Unterweisung zu bringen.
13. Sucht Mich nicht mehr in abgöttischen Kulten. Es ist ist
nicht mehr die Zeit, Mich auf fanatische Weise zu lieben. Von den
frühesten Zeiten an habe Ich diese üblen Neigungen unter euch
bekämpft und euch die direkte Zwiesprache mit meinem Geiste
mittels des Gebetes offenbart.
14. Die Schriften der vergangenen Zeiten könnten euch das
offenbaren, was Ich heute für euch wiederhole; aber der Mensch hat
es gewagt, meine Wahrheiten zu fälschen, um sie verfälscht zu
verbreiten. Und so habt ihr nun eine seelisch kranke, müde und
vereinsamte Menschheit.
15. Darum lässt sich mein Weckruf durch den Stimmträger
vernehmen, weil Ich nicht will, dass ihr in Verwirrung geratet.
16. Auf dem Wege, den Ich euch derzeit vorzeichne, werdet ihr
jenen entdecken können, den Ich euch in den vergangenen Zeiten
lehrte; denn sie alle sind ein-und-derselbe.
17. Die Menschen gehen ihren Weg mit Sehnsucht, im
Verlangen nach Gerechtigkeit, nach Wahrheit, nach Barmherzigkeit
und Liebe. Sie straucheln und stürzen aufgrund der menschlichen
Gleichgültigkeit. Doch die, die diese Stimme in der Dritten Zeit
gehört haben, haben meine Gegenwart gefühlt, und an meiner
geistigen Essenz haben sie Hunger, Durst und Schmerz gestillt.
Dennoch gibt es unter denen, die Zeugen meiner Kundgebung
gewesen sind, jene, die sie leugnen, weil sie es für unmöglich
halten, dass Gott sich herablässt, sich durch einen sündigen
Menschen kundzutun.
Dem Ungläubigen sage Ich, dass das reinste Licht der
Göttlichkeit durch menschliche Sündenhaftigkeit nicht trübe wird,
weil mein Licht unendlich weit über den guten oder schlechten
Werken der Menschen steht, und Ich außerdem gekommen bin, um
dem Licht zu spenden, der im Dunkeln wohnt.
18. Es ist eine göttliche Freude, zum Sünder zu kommen, sein
Herz zu trösten, ihn die Warmherzigkeit des Vaters fühlen zu lassen
und ihn den Wohlgeschmack des Brotes des ewigen Lebens
kennenlernen zu lassen.
19. Ihr, die ihr Mich hört und wisst, dass ihr das Volk des Herrn
bildet ─ begreift, dass ihr die Mission, die der Vater euch seit
Anbeginn der Zeiten anwies, bisher nicht erfüllt habt, dass ihr das
Gesetz verheimlicht und die Wege mit Schmerz besät habt. Aber die
Bitternis und die Schicksalsschläge haben euch den Schmerz
kennenlernen lassen, damit ihr eure Schwester, die Menschheit,
verstehen und lieben könnt.
20. Mein Wort ist universell. Doch wenn es nicht von der
ganzen Welt vernommen wird, geschieht dies infolge ihres Materialismus,
der die Augen der Menschen wie eine dunkle Binde bedeckt,
und weil ihr geistiges Gehör die Empfindsamkeit verloren hat, um
das göttliche Wort zu vernehmen.
21. Gefährliche Zeiten kommen auf euch zu. Der Krieg mit
seinem unermesslichen Schmerz, Elend und Trauer wird die
Menschen ein weiteres Mal erschüttern. Die Gedanken und die
Gefühle werden in Bestürzung geraten, und all dies wird die
Menschheit auf ihren Mangel an Gehorsam gegenüber meinen
Gesetzen der Liebe und Gerechtigkeit hinweisen. Doch Ich als
liebevoller Vater werde Mich dem Chaos entgegenstellen und werde
mein Licht wie eine Morgenröte des Friedens und der Erlösung am
Firmament aufleuchten lassen.
22. Ich bereite euch vor, damit ihr morgen das Licht der Welt
seid, damit ihr Leben und Brot, Barmherzigkeit und Liebe unter
euren Mitmenschen seid.
23. Dringt in mein Wort ein, und ihr werdet Mich in seinem
Sinngehalt finden.
24. Mein Wort, welches Licht und Frieden für die Seele ist,
kommt in diesen Augenblicken zu euren Herzen herab. Mein Licht
verlangt nach diesem Volke, das meine göttlichen Offenbarungen in
den "Drei Zeiten" empfangen hat.
25. Israel schlief, als plötzlich die Zeichen meiner Ankunft es
aufzuwecken und zu beunruhigen begannen. Ich stellte Mich unter
den Menschen ein und eröffnete für sie ein neues Zeitalter.
26. Ich brachte in meinen neuen Unterweisungen umfassendere
Lehren als die der vergangenen Zeiten, weil Ich in den Verstandesorganen
mehr Aufnahmefähigkeit und in den Seelen eine größere
Entwicklung antraf.
27. Fasst die Tatsache, dass Ich ein Volk der Erde unter den
anderen erwählt habe, nicht als eine Bevorzugung auf: Ich liebe alle
meine Kinder und die Völker, die sie gebildet haben, gleichermaßen.
28. Jedes Volk bringt eine Mission zur Erde mit, und die
Bestimmung, die "Israel" mitgebracht hat, ist jene, unter den
Menschen der Prophet Gottes, der Leuchtturm des Glaubens und der
Weg zur Vollkommenheit zu sein.
29. Meine Prophetien und Offenbarungen, die Ich euch seit den
ersten Zeiten gegeben habe, wurden nicht richtig ausgelegt, weil die
Stunde noch nicht gekommen war, in der die Menschheit sie
verstanden hätte.
30. Früher war "Israel" ein Volk der Erde; heute sind es über die
Welt verstreute Menschen; morgen wird das Volk Gottes aus allen
Seelen bestehen, welche zusammen mit ihrem Vater in vollkommener
Harmonie die Göttliche Familie bilden werden.
31. Mein Wort ist das Buch der Weisheit, das den Menschen in
ein unbekanntes, höheres und schöneres Leben eintreten lassen
wird. Er wird dessen Essenz kennenlernen, und durch seinen Geist
wird er die Offenbarungen verstehen, die ihm früher als unergründliche
Geheimnisse erschienen, die der Vater ihnen jedoch offenbaren
wollte, wenn die Stunde dafür gekommen war.
32. Ihr werdet die geistigen Unterweisungen suchen und lieben,
und indem ihr nach diesem Ideal strebt, werdet ihr fühlen, dass euer
Lebensweg auf Erden leichter wird. Jede Stunde, die vergeht, jeder
Tag und jedes Jahr, die vorübergehen, bringen euch dem Höhepunkt
dieser Zeit näher.
33. Ich teile mein Wort überreichlich aus, damit ihr, wenn es
nicht mehr zu hören ist, nicht in Verwirrung geratet. Ich will nicht,
dass jener Tag "die Ersten" und "die Letzten" unvorbereitet
überrascht. Mit welcher Zuversicht werdet ihr euch danach eurer
Auftragserfüllung widmen können, wenn ihr meine Weisungen zu
verstehen und zu befolgen wisst!
34. Ihr müsst noch viele Bräuche ablegen, die euer Leben und
euren Gottesdienst noch immer verdunkeln. Ihr müsst euch darum
bemühen, euer Dasein zu erhöhen, damit ihr in dem göttlichen
Buche lesen lernt, das es in Mir gibt.
35. Ich spreche mehr zum Geiste als zum Herzen, denn dieser
ist es, der begreifen kann, was Erhebung und Ewigkeit bedeutet.
Doch denen, die aus dieser Erde ihre "ewige" Heimstatt gemacht
haben und in ihr Ruhm, Ehrungen, Vergnügungen und Macht
suchen, sage Ich: Seht eure Welt an, wie sie vom Schmerz
erschüttert ist, voll Jammer und Elend, und von den trügerischen
Lichtern einer selbstsüchtigen und eitlen Wissenschaft bestrahlt!
36. Das ganze Leben und alle Werke der Menschen werden in
diesen Augenblicken gerichtet. Selbst die Natur sucht die Seelen
durch ihre Elemente heim und spricht zu den Herzen.
37. Ich werde jedes Geschöpf fragen, wie die Frucht seiner
Aufgabe beschaffen ist. Wie wird seine Antwort gegenüber dem
Ewigen sein? Und ihr Menschenscharen, die ihr meine Stimme in
dieser Zeit gehört habt und wisst, dass ihr mit jedem meiner Worte
einen Auftrag erhalten habt ─ was werdet ihr antworten, wenn die
Stunde gekommen ist?
38. Wahrlich, Ich sage euch, Ich gewähre den einen wie den
anderen die notwendige Zeit, damit sie sich nicht nackt, befleckt
oder elend bei Mir einstellen. Ich will euch stark sehen, damit ihr
gegenüber den Missgeschicken, den großen Lektionen des Lebens,
den Versuchungen bestehen könnt.
39. Wahrlich, Ich sage euch, ihr seid stärker als ihr glaubt, aber
ihr müsst noch mehr in meine Lehre eindringen, damit ihr in eurem
Inneren den seelischen Schatz zu entdecken vermögt, mit dem jedes
menschliche Geschöpf ausgestattet ist.
40. Ihr könnt Konflikte lösen, Finsternisse vertreiben und Licht
machen, das Böse beseitigen und das Gute anziehen.
41. Soldaten Gottes werden diejenigen genannt werden, die ihre
Waffen zu ergreifen und mit ihnen jede Gegnerschaft zu besiegen
verstehen. Die entwickelteren Seelen werden unwillkürlich ihre
schwächeren Geschwister beschützen, und diese werden ihrerseits
ahnen, bei welchem Herzen sie sich sicherer fühlen werden.
42. Die Größe eines Menschen wird man nicht mehr nach
seinen irdischen Besitztümern, noch nach seinen Titeln, noch nach
seiner Kleidung bemessen. In einem Armen wird eine durch ihre
Entwicklung und Vergeistigung hochstehende Seele sein können,
und unter diesen gibt es viele, die der Menschheit die ewige
Wahrheit offenbaren werden.
43. Diese Stunde, in der ihr euch mit Mir vereinigt, ist für euch
ein Augenblick geistiger Wonne, weil ihr euch bereitmacht, meine
Wortinspiration und meine Aufträge zu empfangen. Eure Seele hat
sich gereinigt, um die Essenz dieser Unterweisung zu empfangen
und sie zu verstehen.
44. Die einen unter euch sind willig und bereit gewesen, Mich
zu vernehmen, andere haben sich darauf versteift, Mich nicht
anzuerkennen. Doch Ich warte geduldig auf das Erwachen dieser
Jünger. Ich bin als Streiter gekommen und habe Mich in den Kampf
um die Eroberung der Seelen gestürzt, weil sie meine Kinder sind.
Nicht Strenge wird es sein, die ihre Widerspenstigkeit besiegt,
sondern meine Liebe und meine Geduld. Ich will, dass ihr Mich
schaut, dass ihr Mich erkennt, damit ihr Mich lieben könnt und
wisst, dass ihr innerhalb eines Universums lebt, das Ich wachsam
regiere, und dass ihr dem Wege der Rechtschaffenheit folgen müsst,
den Ich für euch vorgesehen habe.
45. Ich habe euch das Gesetz gegeben und habe eure Befolgung
desselben erwartet, gegründet auf das, was euch euer Gewissen sagt.
Ich habe euch nicht meinen Willen aufgezwungen, da Ich euch einen
eigenen Willen, Willensfreiheit, Fähigkeiten gegeben habe, um euch
Mir ähnlich zu machen. Doch wenn ihr mein Verlangen wissen
wollt, sage Ich euch, dass Ich euch nun achtsam innerhalb der
Gesetze der Gerechtigkeit wandeln sehen möchte, frei von
Verfehlungen, damit ihr euren Nachkommen eine gute Saat, ein
klares Vorbild, einen leuchtenden Pfad hinterlasst.
46. Die Unterweisung, die Ich euch heute zu eurer Vervollkommnung
hinterlasse, bildet einen Teil des Buches meines Wortes,
in welchem meine Weisheit enthalten ist, damit sie studiert und
empfunden wird ─ mehr mit dem Geiste, als mit dem Verstand oder
dem Herzen.
47. Es gibt viel Armut in der Seele der Menschen infolge ihrer
geringen Vergeistigung. Daher stammt die Traurigkeit, das Verlassenheitsgefühl,
der Hunger. Diese Menschheit, die Ich so sehr
liebe, muss sich von Weisheit, von reiner Essenz nähren, und nur das
göttliche Wort wird sie stärken. Damit die Menschheit das Zeugnis
des Volkes, das Mich gehört hat, erhält, muss sie eure Zubereitung
und Hingabe zur Erfüllung eurer Mission abwarten.
48. Ich habe euch gelehrt, mit dem Geiste zu wirken, damit euer
Werk reich an Wohltaten ist. Ich habe euch gesagt, dass dort, wohin
eure Füße nicht gehen können, weil die Entfernung zu groß ist, euer
Geist eure Botschaft hintragen kann und die Lage von Völkern und
Nationen, die sich in Gefahr befinden, von Heimen, in die das Leid
Einzug gehalten hat, oder von Kranken, die um Barmherzigkeit bitten,
verbessern kann. All dies könnt ihr in meinem Namen tun, Ich
erlaube es euch, damit ihr Mir größere Verdienste vorweisen könnt.
49. Für den Geist gibt es keine Entfernung, die er nicht
überwinden kann. Ihr könnt euren Mitmenschen euer Gebet oder
einen guten Wunsch zusenden, und ihr werdet keinem Hindernis
begegnen, das euch in eurem Verlangen aufhält, anderen eure
Botschaft guten Willens zu senden.
50. Euer Geist ahnt, dass nun die Zeit nahe ist, in der er in einen
Zeitabschnitt größerer Erhebung eintritt, in der er das Verständnis
seiner Gaben in ihrer ganzen Bedeutung erreichen muss.
51. Ich will euch nicht zurücklassen, ohne selbst die letzte der
Lektionen, die Ich euch zu übergeben habe, empfangen zu haben.
Ich werde euch mein Werk in dieser Zeit vom ersten bis zum letzten
Teil zur Kenntnis bringen, damit ihr euch imstande fühlt, der
Menschheit das Zeugnis meines Wortes mit euren Werken der Liebe
vor Augen zu führen.
52. Ich habe euch beten gelehrt, damit ihr lernt, mit Mir in
Verbindung zu sein, und ihr meine Inspiration empfangen könnt, die
euch in den Augenblicken der Prüfung erleuchten wird. Denn die
Menschen werden sich in ein Chaos stürzen, das größer ist als jenes,
das sie derzeit durchleben, und daher ist es notwendig, dass ihr für
alle eure Mitmenschen betet.
53. Ich schreibe die Geschichte der Menschheit nieder. In
diesem Buch wird alles festgehalten sein, was ihr auf der Welt getan
habt. Wollt ihr Beispiele von Folgsamkeit und von Geduld vorweisen,
oder zieht ihr es vor, ein Erbe von Ungehorsam und
Aufbegehren zu hinterlassen?
54. Viele von euch werden keine neue Gelegenheit haben, zur
Erde zurückzukehren, um auf ihr eure Verfehlungen wiedergutzumachen.
Ihr werdet jenes Werkzeug, das ihr heute habt und das
euer Körper ist, auf den ihr euch stützt, nicht mehr besitzen. Ihr
müsst begreifen, dass das Kommen zur Welt für die Seele ein
Privileg ist, es niemals eine Strafe ist. Deshalb müsst ihr diese
Gnade nutzen.
55. Nach diesem Leben werdet ihr zu anderen Welten gehen, um
neue Lektionen zu empfangen, und dort werdet ihr neue Gelegenheiten
finden, um weiter aufzusteigen und euch zu vervollkommnen.
Wenn ihr eure Pflichten als Menschen getan habt, werdet ihr diese
Welt mit Befriedigung verlassen, weil ihr eure Aufgabe erfüllt habt,
und in eurer Seele wird Friede sein.
56. In dieser Zeit habe Ich euch nicht nur dazu ausgesandt,
damit ihr euch rettet, sondern weil Ich euch eine Legion von
inkarnierten und nicht mehr inkarnierten Wesen anvertraut habe, für
die ihr Führer und Wächter sein sollt.
57. Allen müsst ihr mein Wort mit der gleichen Reinheit
bringen, mit der Ich es euch gegeben habe ─ schlicht in seiner
äußeren Form, doch tief in seinem Kern, gehaltvoll, voll von
Offenbarungen für alle, ob es sich dabei um Gebildete oder um
Ungebildete handelt. Nach den großen Auseinandersetzungen, die
auf der Suche nach der Wahrheit auf der Welt entbrennen, wird
meine Lehre siegen, wird sich eine einzige Weltanschauung
durchsetzen. Die Anbetungsformen der Menschen für Gott werden
sich vereinfachen, um geistig zu werden. Ihr werdet alle Wege
kennengelernt haben und werdet den kürzesten gewählt haben, um
zu Mir zu gelangen.
58. Mein Werk wird die Anstrengung all jener krönen, die in
Erwartung meiner Rückkehr opferbereit gelebt haben. Es wird viele
der Geheimnisse aufklären, die der Mensch noch nicht zu begreifen
vermochte, es wird eine machtvolle Waffe in den Händen jener sein,
die das Gute und die Gerechtigkeit lieben, und wird die Herzen mit
Freude erfüllen.
59. Ihr werdet erleben, wie sich die großen "Fürsten" zu meiner
Unterweisung bekehren und ihre Herrschaft, ihre zeitliche Macht
aufgeben, um die des Geistes zu erlangen ─ jene, die niemals
vergeht. Ebenso werdet ihr Kirchen zusammenbrechen sehen, die
vorher in ihrem Hochmut und ihrer Eitelkeit prangten, um dann
meiner Spur der Demut zu folgen. Die Hungernden werden selbst
im letzten meiner Worte gierig den Geist der Wahrheit, den Tröster,
den Meister suchen, der siegreich zurückkehrt, um in der Seele der
Menschen sein Reich wiederaufzurichten.
60. Bevor all dies geschieht, wird jeder Betrug und alles Falsche
gebrandmarkt werden. Ihr werdet keine Verfälschungen mehr
zulassen. Die Bücher, in denen nicht die Wahrheit enthalten ist,
werden verschwinden, und nur das eine Buch wird bleiben, das Ich
den Menschen anvertraut habe, und das seit Anbeginn der Zeiten in
ihre eigene Seele geschrieben worden ist.
61. Immer, wenn die Menschheit in Gefahr war, bin Ich
gekommen, um sie zu retten. Heute bereite Ich mein Volk vor, damit
es das Bollwerk dieser Menschheit ist, die sich in so viele Kämpfe
verstrickt hat, die in ein Chaos geraten ist, aus dem sie sich nicht zu
erheben vermochte. Wenn diese Prüfung vorüber ist, wird der
Regenbogen des Friedens erstrahlen.
62. Welche von euch werden zu dieser Zeit auf Erden sein?
Welche werden dieses Zeitalter des Friedens miterleben? Wahrlich,
ich sage euch, dieser Tag ist nicht mehr ferne, und dann wird diese
Welt ein Abbild des Landes der Verheißung sein, das im Jenseits
existiert.
63. Die Liebe, die der Ursprung und der Daseinszweck von
euch ist, wird in allen Herzen sein, aus denen sich eine schlichte und
reine Gottesverehrung erheben wird, die zu Mir gelangen wird.
64. Ihr habt nicht an morgen gedacht und wartet die Ereignisse
ruhig ab. Ihr vertraut darauf, dass der Meister sein Werk verteidigen
wird. Doch ihr müsst euch daran erinnern, dass es der Mensch ist,
den Ich mit meinem Werke retten will. Ich habe Mich immer gegen
seine Feinde gewandt, doch diese sind seine Eitelkeit, seine Selbstsucht,
seine Liebe zur Welt, sein Materialismus, und Ich will, dass
ihr in diesem Kampfe unbesiegbare Soldaten seid, damit ihr das
Böse, das heute in euch wohnt, aufhaltet und vernichtet.
65. Die Reue als reinigendes Wasser wäscht nun die Seelen rein,
und das Licht, die Anerkennung meiner Gebote, dringt in sie ein.
Die guten Vorsätze haben zu keimen begonnen.
66. Ich segne alle Werke und guten Gedanken meiner Kinder.
67. Ich komme, euch das zu gewähren, was euch fehlt. Was
können euch schon jene Geschöpfe geben, durch die Ich Mich
kundtue, um eure Seele zu nähren? Obwohl sie wie ihr ein Ebenbild
von Mir sind und meine Tugenden in sich tragen, sind sie nicht
fähig, euch das Brot des Geistes anzubieten. Betrachtet sie nur als
meine Werkzeuge für diese Form der Kundgabe, die Ich mit dem
Menschen eingegangen bin.
68. Die Seele "Israels" hat sich entwickelt. Dennoch hat sie
nicht die völlige Vergeistigung erreicht und ist es notwendig
gewesen, dass Ich euch meine Unterweisung in vernehmbaren
Worten durch das menschliche Verstandesvermögen gebe, um Mich
euch verständlich zu machen.
69. Die Zeiten, in denen Jesus, mein inkarniertes "Wort", sich
den Menschen offenbarte, sind vorüber. Er ist nun Vorbild für die
Stimmträger von heute, und wenn diese ihm nacheifern, werden sie
große Einsprachen erlangen, und große Menschenmengen werden
ihnen nachfolgen.
70. Nicht alle haben mein Werk verstanden, das mit Buchstaben
niedergeschrieben wurde, die über die Zeiten hinweg unauslöschlich
waren. Daher nahe Ich Mich euch, um euch zu helfen, meine
Unterweisung vergangener Zeiten zu erfassen und die gegenwärtigen
Offenbarungen zu studieren. Befreie dich Volk, keine
weitere Knechtschaft noch Gefangenschaft soll bestehen bleiben.
Sei frei, um zu lieben, zu glauben, zu denken und für das weltweite
Wohl zu arbeiten.
71. Sucht und erkennt in euch die Ähnlichkeit, die ihr mit Mir
habt, damit ihr machtvolle Werke vollbringt und in euren Liebeswerken
für eure Mitmenschen mein Ebenbild erkennen lasst. Wenn
ihr euch dagegen vom rechten Weg entfernt, entfernt ihr euch von
eurem Schöpfer und werdet ihr nicht zulassen, dass sich mein Geist
in euren Werken offenbart. Ihr werdet dann die Kräfte, mit denen
Ich euch ausgestattet habe, begrenzen, werdet die Richtung verlieren
und nicht wissen, woher ihr gekommen seid, wohin ihr geht, und
wann eure Rückkehr zu Mir sein wird.
72. Der Geist der Menschen ist hungrig, er sucht die Nahrung,
die ihm fehlt, in Religionen, Weltanschauungen oder Lehren. Er
fühlt den Ruf seines Vaters und weiß nicht, wo er Ihn finden kann.
Ich sprach zu seinem Geiste vom Berge herab, damit er lerne, sich
aufwärtszuentwickeln, und er die direkte Zwiesprache mit meinem
Geiste erlangt.
73. Alle lade Ich in meine Heimstatt ein, und da es viele gibt,
die Mich nicht zu suchen verstehen, habe Ich meine Manifestationen
direkt wahrnehmbar gemacht. Als guter Hirte mache Ich die Hürde,
welche mein Schoß ist, erkennbar, um die Seelen in ihm ausruhen
zu lassen.
74. Alles werde Ich euch für den Rückweg zu Mir bereitstellen.
Erfasst den Sinngehalt meines Wortes, dann werdet ihr in ihm die
notwendige Kenntnis und Ermutigung haben.
75. Grenzt niemanden aus, auf allen Wegen gibt es Menschen
guten Willens ─ Seelen, die Mich lieben und meine Gaben zu
empfangen verstehen. Habt immer mein Gebot vor Augen, das euch
sagt: "Liebet einander."
Mein Friede sei mit euch!

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