BWL - Band VII - Unterweisung 201


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 201:
1. Volk: In dieser Ära, in der der Geist der Wahrheit sein Licht
auf jede Seele ergießt, will Ich, dass die, die dazu bestimmt sind,
Mich in dieser Form zu vernehmen, sich konzentrieren und
nachdenken, denn nur so werden sie die göttliche Botschaft
verstehen können, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe. Diese
Botschaft ist das Buch, das Ich in eure Seele präge, es ist die
göttliche Interpretation des Gesetzes, das die Menschheit schon in
den ersten Zeiten empfing, ist die Essenz dessen, was "das Buch der
sieben Siegel" enthält, dessen Geheimnis Ich euch nach und nach
enthülle, indem Ich eure Seele durch das Licht meines Wortes
erleuchte.
2. Morgen, wenn ihr meine Unterweisung verstanden habt, wird
der Kampf beginnen. Ihr werdet mein Wort nicht mehr in dieser
Form haben, aber ihr werdet meine Gegenwart in eurem Herzen
fühlen.
3. In der Ersten Zeit schrieb Gott das Gesetz durch Moses in
Stein. Das Wort Jesu wurde mit Blut in das Herz des Menschen
geschrieben. Und in dieser Ära werde Ich meine Offenbarungen
durch das Licht der Inspiration in eure Seele schreiben.
4. Wenn ihr angesichts der Unvollkommenheiten jener
Übermittler, durch die Ich Mich kundtue, zweifelt, so verharrt nicht
in dieser Verunsicherung. Denkt nach, beruhigt euch und schreitet
voran, denn mein Wunsch ist, dass ihr euch der Größe und
Wahrhaftigkeit bewusst werdet, die meine Offenbarung enthält.
5. Es ist notwendig, dass dies Volk stark und vergeistigt ist,
wenn es sich auf den Weg macht zu den Provinzen, Volksstämmen,
Dörfern und selbst zu den Nationen, um die Frohe Botschaft zu
verkünden. Heute seid ihr noch unwissende Kinder, die den
Augenblick der Erfüllung ihrer Mission herbeisehnen, die jedoch
noch nicht die Fallstricke und Prüfungen kennen, die sie auf dem
Wege erwarten. Aber jeder, der von Glaube und Liebe erfüllt ist,
wird den Stürmen trotzen können und wird gegenüber dem eigenen
Schmerz gefühllos sein, aber nicht gleichgültig gegenüber den
Nöten der Menschen.
6. Meine Unterweisung in dieser Zeit ist von langer Dauer
gewesen, weil Ich Gelegenheit dazu geben wollte, dass Mich viele
vernehmen, um auf diese Weise die Verheißung zu erfüllen, die Ich
euch in vergangenen Zeiten machte, dass jedes Auge, ob sündig oder
nicht sündig, Mich geistig schauen würde, um so eure Hoffnung und
euer Vertrauen auf Mich neu zu beleben.
7. Es ist mein Wille gewesen, dass das Wort niedergeschrieben
wird, das Ich euch übergebe, weil es in ihm Voraussagen, Ankündigungen,
Botschaften gibt, die den Menschen von morgen bekannt
sein sollen. Denn oftmals lässt euch euer Gedächtnis im Stich.
8. Mein Wort bildet ein erleuchtetes Volk heran, zu dem Männer
und Frauen auf der ganzen Welt gehören, und ihre Kraft wird in
ihrer Spiritualität begründet sein. Diesem Volke werde Ich die
Wiederherstellung des Friedens in der Welt, der Gerechtigkeit, der
Moral und des wahren Glaubens anvertrauen.
9. Heute schläft die Menschheit dem Anschein nach. Aber mit
wirklicher Überraschung werdet ihr erleben, wie einige Gemeinschaften,
wenn sie die Stimme meiner Boten hören, die Türen ihrer
Herzen öffnen werden, wie sich die Blumen öffnen, um die Wärme
und Liebkosung der Sonnenstrahlen zu empfangen. Ihr, die ihr Mir
jetzt zuhört, seid bereits ein Teil jenes Volkes, das in der Zukunft
anwachsen wird, bis es die ganze Erde bedeckt. Eure Aufgabe ist es,
die Menschen zu ermahnen, ihren Materialismus aufzugeben, die
Zwiesprache von Geist zu Geist zu predigen und eure Mitmenschen
im Glauben zu bewahren, wenn sich über ihnen die großen
Prüfungen zusammenbrauen.
10. Die Menschenscharen, die mein Wort in dieser Zeit
vernommen haben, sind nur ein kleiner Teil des Volkes, das morgen
erstehen wird. Seine Pflicht ist es, vereint zu bleiben, trotz der
Prüfungen und der Unwetter, die es peitschen können. Falls es sich
zerstreut, wäre die Schlacht verloren, wäre der Stern verschwunden,
der es bis dahin geleitet hat, und es würde sich in der unermesslichen
Einsamkeit der Wüste verirren. Was wäre das Zeugnis, das es
von meiner Wahrheit ablegen würde? Wie wäre das Beispiel, das es
seinen Mitmenschen geben würde?
11. Geliebte Jünger, bedenkt: Da Ich herniedergekommen bin,
um zu euch zu sprechen, indem Ich meine göttliche Gegenwart und
mein Wort durch euch wahrnehmbar machte, muss euer Meister eine
große Heilstat beabsichtigen. Doch ihr, die Ich gelehrt und geliebt
habe, dürft meine göttliche Lehre in keiner Weise seiner Kraft
berauben.
12. Jünger, wenn ihr Geistesgaben besitzen wollt, so lasst die
Liebe und der Wunsch, Gutes zu tun, das sein, was euch diesen
Wunsch eingibt. Sucht meine Gnade nicht nur in der Absicht zu
besitzen, eurer Eitelkeit zu schmeicheln, weil ihr euch dann etwas
über euren Mitmenschen stehend fühlt. Sucht durch diese Gaben
auch nicht euer Glück zu machen mittels Wucher.
Wahrlich, Ich sage euch, sobald die Liebe irgendeine Bezahlung
erwartet, hört sie von diesem Augenblick an auf, Liebe zu sein. Und
sobald eine Wohltat, die man erweist, den Zweck hat, eine
Belohnung dafür zu erhalten, ist sie keine Wohltat mehr. Deshalb
weise Ich euch darauf hin, dass, wenn ihr den Wunsch habt, eine
dieser Gaben zu besitzen, es die Liebe sein muss, die euch dies
eingibt.
13. Jeder, der Mir auf diesem Wege nachfolgen will, muss sein
Herz von jedem Eigennutz, von jedem Egoismus und jeder Eitelkeit
freimachen. Nur mit einem reinen Herzen kann man meine Liebe
fühlen.
14. Wenn Ich entdecke, dass einer von euch mit der Ausführung
einer guten Tat beschäftigt ist, im Gebet erhoben für einen notleidenden
Mitmenschen bittet, und Ich sehe, dass sein Herz voll
Kummer ist wegen des Schmerzes seines Nächsten, dann lässt ihm
meine göttliche Liebe einen Tropfen meines Heilbalsams zuteil
werden, und Ich gewähre ihm das Wunder, um das er gebeten hat.
15. In diesem Augenblick durchströmt das Kind, das für seinen
Mitmenschen beim Vater Fürbitte eingelegt hat, eine sehr große
Wonne, weil dieser das, was von ihm erbeten wurde, dem Notleidenden,
der meine Wohltat empfing, hat zuteil werden lassen.
Wenn dagegen jener, der die Aufgabe hat, auf seinem Lebenswege
tätige Nächstenliebe zu üben, seine Gaben für selbstsüchtige
Zwecke missbraucht, so hat er sich, ohne sich dessen bewusst zu
werden, der Gnade des Vaters beraubt und kann dann nichts mehr
geben; er betrügt sich dann selbst und betrügt seine Mitmenschen.
Dieser schlechte "Arbeiter" sät auf seinem Wege statt Weizen nur
Unkraut. Nachdem er seine schlechten Werke vollbracht hat, bleibt
bei ihm ein sehr bitterer Geschmack, eine Unzufriedenheit, eine
Unruhe zurück, und er kann im gütigen Antlitz seines Vaters nicht
jenes liebevolle Lächeln entdecken, das seine Werke segnet und
bestätigt, noch vermag er bei seinem Bruder den Einfluss seiner
Geistesgaben fühlbar zu machen.
16. Falls der Kranke gesund wurde, oder der Betrübte Trost
empfing oder ein Wunder geschah, so war dies Wunder nicht jenem
"Arbeiter" zu verdanken, sondern dem unendlichen Mitgefühl des
Vaters für den Notleidenden, der in seiner Unwissenheit sein ganzes
Vertrauen auf den schlechten Jünger des Herrn setzte. Dennoch
schreibt der schlechte Diener das Wunder, wenn es geschehen ist,
seinen Fürbitten zu, seinen Geistesgaben und benützt jenes Zeugnis
dazu, die Zahl derer zu vermehren, die auf ihn vertrauen. Diese
muss dann meine Gerechtigkeit heimsuchen, damit sie ihre in die
Irre führenden Schritte zügeln, über das Falsche ihrer Werke
nachdenken und zum rechten Weg zurückkehren.
17. Wohl denen, die bei der ersten Heimsuchung durch meine
Gerechtigkeit ihre Verfehlungen bereut haben, sich dagegen
entschieden haben, dem Weg ihrer Verirrungen zu folgen, und sich
darum bemüht haben, alle ihre Verstöße wiedergutzumachen, weil
sie damit bewiesen haben, dass die Befriedigungen der Seele
gegenüber denen der Erde unvergleichlich sind. Die anderen haben
den Frieden, den ein gutes Werk im Herzen hinterlässt, gering
geschätzt, haben Schmeichelei oder armselige Bezahlung mit einem
Geldstück angenommen und haben zu spät erkannt, dass das erstere
die Seele groß macht und das zweite sie klein macht und erniedrigt.
18. Jeder, der "Arbeiter auf meinen Feldern" ist, muss wissen,
dass Ich ihn aussandte, um von Mir Zeugnis abzulegen. Doch damit
sein Zeugnis wahrhaftig ist, muss er durch seine Werke, durch Taten
der Nächstenliebe, gute Worte und gute Gedanken gerechtfertigt
werden, womit er dafür sorgt, dass sein Herz rein bleibt, damit Ich
Mich in ihm kundgebe.
19. Einst sagte Ich euch: "Wer den Sohn kennt, kennt den
Vater", womit Ich euch sagen wollte, dass ihr an meinen Werken auf
Erden die Liebe erkennen könntet, die euer Vater immerdar auf euch
herabgestrahlt hat. Jetzt sage Ich euch, dass Ich an den Werken
meiner Jünger erkannt werden möchte.
20. Wenn dies Volk Mich schließlich versteht und sein Leben
nach dieser Unterweisung richtet und sein Kreuz mit wahrer Liebe
umarmt, werden die Menschen erwachen, sich ihrer Werke bewusst
werden und sich davon überzeugen müssen, dass es die Wahrheit ist,
die sie leitet. Dann werden sie mein Werk als eine göttliche
Offenbarung betrachten, ebenso werden sie sie Religion, Lehre oder
Weltanschauung nennen.
21. Erfahrt und begreift, o Jünger, worin die Mission besteht,
die Ich euch angezeigt habe. Denkt an eure Verantwortung und prüft
jedes eurer Werke, damit sie alle sich nach der Wahrheit meiner
Lehre richten.
22. In vielen Gesellschaften, Orden und Gemeinden pflegen die
Menschen sich "Bruder" zu nennen. Ihre Lippen sprechen das
liebevolle Wort "Bruder" aus, meistens ohne es im Herzen zu
fühlen.
23. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch die Zeit nehmen
würdet, euch in die Bedeutung dieses Wortes zu vertiefen, könntet
ihr die Quelle des Lebens entdecken, aus der ihr hervorgegangen
seid. Ihr würdet meine göttliche Zärtlichkeit begreifen, und all dies
würde euch vor Reue erzittern lassen, wenn ihr an die Distanziertheit
denkt, in der ihr untereinander gelebt habt, an die Gleichgültigkeit,
mit der ihr auf jene schaut, die ihr Fremde nennt, und an
die Kränkungen, die ihr euch ständig gegenseitig zufügt.
24. Als Ich zur Welt kam, um mit den Menschen zu leben, tat
Ich es, um euch zu lehren, Brüder zu sein. Ich nahm Fleisch an in
Maria und nannte euch meine Brüder, um euch zu zeigen, wie ihr
euch untereinander lieben solltet. Meine ganze Lehre bezog sich
darauf, euch jenes göttliche und einzige Gesetz vor Augen zu
führen, durch das ihr den Vater lieben und verherrlichen könntet.
Wie könntet ihr Mich lieben, ohne euch untereinander zu lieben?
Wahrlich, Ich sage euch, es ist besser, all das, was ihr Mir darbringt,
unter euren Mitmenschen zu verteilen. Denn der Vater besitzt alles,
euch dagegen fehlt alles.
25. Inspiriert euer ganzes Leben und eure Werke an meinem
Vorbild, und wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr dies tut, werdet ihr
Mich auf all euren Wegen verherrlichen und wahre Beweise eurer
Liebe geben. Wenn die Menschen all ihre Fähigkeiten mit dem Ziel,
ihr Dasein anzuheben, vereinigen würden, würden sie meine Gegenwart
unter ihnen voll und ganz fühlen. Die einen würden ihr Wissen
zur Verfügung stellen, andere ihre Liebe verschenken, wieder andere
ihre Hilfsbereitschaft, ihre Wissenschaft, ihre Inspiration beisteuern,
und andere ihre Macht zur Geltung bringen. Dann würde eine starke
und einige Menschheit erstehen, als ob sie von einem einzigen
erleuchteten, großen, guten und daher mächtigen Menschen geschaffen
worden wäre. Dies ist der Mensch, in den Ich schon seit
langer Zeit mein Liebesgesetz meißle.
26. Hart ist der Felsen seines Herzens, aber er wird der Schärfe
des göttlichen Meißels meines Wortes nicht widerstehen.
27. Ich kündige euch eine Zeit der Harmonie unter der Menschheit
an. Dies kündigten euch auch meine Propheten vor langer Zeit
an. Dann werdet ihr die Nationen sich verbrüdern sehen, ihr Brot,
ihre Macht und ihr Wissen teilen sehen. Ihr werdet erleben, wie die
Menschen dort Frieden stiften, wo man zuvor nur in Kriegen und
Feindschaften zu leben verstand. Ihr werdet erleben, wie man als
wirkliche Ärzte der Menschen den Kranken Trost bringt.
28. Erkennt ihr nun, dass ihr es in Wahrheit noch nicht geschafft
habt, als Geschwister in meinem Gesetze zu leben? Begreift ihr,
weshalb Ich euch schon in damaliger Zeit sagte, dass mein höchstes
Gebot ist: "Liebet einander?"
29. Ich bin in dieser Zeit nicht gekommen, um jenes Höchstgebot
aus eurem Herzen zu löschen, noch es durch ein anderes zu
ersetzen. Es ist unerschütterlich und unwandelbar. Ich erläutere es
euch nur, damit ihr seine Tragweite begreift und seinen Sinngehalt
erkennt, welcher meine Weisheit ist.
30. Wann wird diese Menschheit verstehen, dass in der
Erfüllung jenes Gesetzes der Friede liegt, den sie so sehr benötigt,
die Gesundheit, an der es ihr heute mangelt, und das Glück, das sie
nie gefunden hat?
31. Ich weiß, dass die Menschen sich, ohne es zu wissen, auf
jenen Punkt zubewegen, an dem sie, wenn sie ihn erreicht haben,
endlich ihre Augen dem Lichte der Wahrheit öffnen werden.
32. Nachdem Ich euch all dies gesagt habe, möchte Ich, dass,
wenn ihr einen eurer Nächsten "Bruder" nennt, ihr das begreift, was
dies Wort bedeutet, und euch darum bemüht, die Wahrheit dessen,
was Ich euch heute offenbart habe, zu empfinden.
33. Ich empfange euch in meiner Vaterliebe. Obschon die Zahl
derer, die Mich vernehmen, klein ist, höre Ich deshalb nicht auf,
Mich mit Liebe kundzutun.
34. Euer Verstand wird von meinem Lichte durchflutet sein, und
dieses wird jeden Zweifel beseitigen, den ihr haben könntet.
35. Klein ist die Zahl derer, die Mir nachfolgen, und noch
immer sehe Ich sie kraftlos. Doch siehe da, mein Wort wird sie in
standhafte Soldaten voller Kraft verwandeln, die dereinst, obschon
müde und verwundet, bis ans Ziel gelangen werden, in ihrer
Rechten die Fahne schwingend, ein Symbol des Friedens und der
Brüderlichkeit. Euer Triumph muss viele dazu ermutigen, euch zu
folgen.
36. Wohl dem, der seine Mission erkennt und erfüllt. Die Seele
benötigt für ihre Entwicklung feste Vorsätze, Kraft und Willen.
Wenn dies fehlt, ist der Fortschritt langsam und sie benötigt viele
Erdenleben für ihre Vervollkommnung. Die Menschen müssen
meine ganze Unterweisung kennen, die der Weg der Seele hin zur
Vollkommenheit ist. Die Intuition genügt nicht, sie brauchen auch
Wissen, damit sie niemals auf dem Wege stehenbleiben, damit sie
der Zeit und den Gelegenheiten den Wert zuerkennen, den diese
haben, und sie nicht mehr seelisch Tote sind.
37. Das Leben soll sich mehr in der Seele als im Körper
offenbaren. Wie viele haben schon auf dieser Welt gelebt; doch wie
wenige haben geistig gelebt, haben die Gnade zum Ausdruck
gebracht, die in jedem Menschenwesen existiert, in jenem göttlichen
Funken, den der Schöpfer in den Menschen legte.
38. Wenn die Menschen die Hellsichtigkeit in ihrem Geiste zu
bewahren vermöchten, könnten sie durch sie ihre Vergangenheit,
ihre Gegenwart und ihre Zukunft schauen.
39. Der Geist gleicht meinem Buche der Göttlichen Weisheit.
Wie vieles enthält er! Fort und fort hat er euch etwas zu enthüllen ─
manchmal so tiefe Offenbarungen, dass sie für euch unbegreiflich
sind.40. Jener Lichtfunke, der in jedem Menschenwesen vorhanden
ist, ist das Band, das den Menschen mit dem Geistigen verbindet, ist
das, was ihn in Kontakt mit dem Jenseits und mit seinem Vater
bringt.
41. Wenn ihr aufmerksam seid, werdet ihr verstehen, dass alles
mit dem ewigen Leben verbunden ist ─ jenem, das euch erwartet
und dem ihr jeden Tag oder in jedem Augenblick, der vergeht, näher
kommt.
42. Ich brauche auf meinen Feldern Arbeiter, die diesen Samen
zu säen und zu pflegen lernen, klare Köpfe und Herzen voll guten
Willens. Denn viele, die meine Gaben empfingen, wurden zu
"verlorenen Söhnen", die nur eine Zeitlang beim Vater blieben und
hernach den Vergnügungen nachjagten. Aber mein Wort wird in
Erfüllung gehen, und sie werden zurückkehren. Sie werden auf
ihrem Wege meiner unerbittlichen Gerechtigkeit begegnen; aber
wenn sie zu Mir zurückkehren, werden sie Mich wie immer als
gütigen Vater antreffen.
43. Ihr Menschenscharen, macht euch auf den Weg und geht als
Boten dieses Werkes hinaus und bringt die Frohe Botschaft allen
euren Brüdern. Habt Glauben an mein Wort, und ihr werdet Wunder
vollbringen. Dies Licht wird die Menschheit aus ihrem Schlafe
erwecken.
44. Geht auf dem Wege Schritt für Schritt voran, damit ihr ihn
kennenlernt. Es ist der weite Weg meines Gesetzes. Der Kampf auf
ihm geht immer weiter. Manchmal werdet ihr sehr bittere Kelche
trinken, doch ihr werdet auch unendliche Befriedigungen erleben,
wenn ihr in eurer Seele den Frieden des Herrn erfahrt.
45. Ich gehe voran und markiere den Weg. Ihr sollt so folgsam
sein wie Schafe, dann werdet ihr nicht straucheln. Wenn ihr Mich
fragt, wohin Ich euch führe, werde Ich euch antworten: zur höchsten
Glückseligkeit der Seele. Wer könnte auf dem Lebensweg zugrunde
gehen, wenn er das Kreuz der Liebe auf seinen Schultern trägt?
Denkt nicht, dass Ich von euch verlange, dass ihr Mir alle Stunden
eures Lebens widmet. Ihr habt eure Pflichten auf Erden, die ihr
erfüllen müsst, und ihr sollt wissen, dass auch sie geheiligt sind und
einen Teil eurer geistigen Bestimmung darstellen.
46. Für Mich erbitte Ich nur ein kurzes geistiges Gebet an jedem
Tag. Aber in jenen Augenblicken, die ihr Mir weiht, sollt ihr euch
von allen menschlichen Armseligkeiten und Erbärmlichkeiten
freimachen, damit ihr wirklich in meine Gegenwart gelangt und
euch meiner Liebkosung und meines Friedens erfreut.
47. Ihr alle habt geistig verschiedenartige Aufgaben zu erfüllen.
Die einen werden die Gegend, in der sie gelebt haben, nicht
verlassen, die anderen werden aufbrechen und sich auf den Weg zu
anderen Ländern machen. Die einen werden sich von ihren Angehörigen
entfernen, um ihr Werk durchzuführen, andere werden ihre
Aufgabe im Schoße ihrer Familie haben.
48. Manche glauben, dass der Meister euch erst in dieser Zeit
eine geistige Aufgabe anvertraut hat. Doch sie befinden sich in
einem schweren Irrtum, denn eure Seele hat von ihrem Ursprung her
ihren Entwicklungsweg in sich vorgezeichnet mitgebracht. In dieser
Zeit, ebenso wie in vergangenen Zeiten, habe Ich euch nur an den
Pakt erinnert, den eure Seele mit ihrem Vater schloss, bevor sie auf
diese Erde kam.
49. Umarmt eure Aufgabe mit Liebe, o Jünger, damit ihr
erreicht, dass eure Mitmenschen meiner Fußspur folgen. Ihr müsst
euch bewusst werden, dass ihr alles Notwendige habt, um Sämänner
dieses Saatgutes zu sein. In eurer Seele und eurem Körper habt ihr
alle Fähigkeiten, um in den Prüfungen zu bestehen und im Kampfe
zu siegen.
50. Eure Seele soll das Steuer eures Körpers sein, und das Licht
eures Geistes soll euren Weg erhellen, und die Leidenschaften und
Impulse des Fleisches beherrschen. Dann wird die Erfüllung eurer
Aufgabe leicht sein.
51. Bedenkt, dass ihr den geistigen Samen, der jedem anvertraut
worden ist, vervielfältigt zurückgeben müsst, um in meinen Kornkammern
aufbewahrt zu werden. Damit sollt ihr begreifen, dass ihr
die Zeit, die euch zur Verfügung steht, nützen müsst.
52. Wohl dem, der den Leidenskelch, den der Kampf ihm
darreicht, geduldig trinkt, denn am Ende wird sich sein Schmerz in
Glück verwandeln. Seid voller Glauben und Mut, dann werdet ihr
die Urteile der Menschen nicht fürchten. Fürchtet euch vor euch
selbst, denn eine Schwachheit oder ein Irrtum kann schwerwiegende
Folgen für euch haben. Wenn einer eurer Mitmenschen, der gerade
durch die Finsternis, die die Welt bedeckt, blind geworden euch
tückisch im Herzen verletzt, so vergebt ihm und kommt zu Mir,
damit Ich eure Wunde mit meiner Liebe schließe.
53. Tragt die Last eures Kreuzes mit Geduld und wisset, dass
dieses Dasein und die Durchführung eurer schwierigen geistigen
Mission dazu dient, dass ihr eure Seele zu dem Reiche emporzuheben
vermögt, das ihr zusteht.
54. Wenn ihr eure Aufgabe auf Erden erfüllt, werdet ihr sie auch
im Jenseits erfüllen.
Mein Friede sei mit euch!

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