BWL - Band VII - Unterweisung 199


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 199:
1. Der Friede des Heiligen Geistes sei mit euch.
2. Unermüdlich spreche Ich zu euch, weil die Prüfung für die
Jünger näher kommt, und Ich will, dass ihr dann mein Werk
bekanntzumachen versteht. Ich habe euch mit seinen Grundsätzen
vertraut gemacht, damit ihr es immer in seiner ganzen Lauterkeit
und Wahrheit darstellt.
3. Meine Lehre wird die Welt in einem einzigen Ideal vereinen,
und wenn einmal diese Vereinigung der Gedanken, der Herzen und
der Willenskräfte Wirklichkeit geworden ist, wird die Welt den
Frieden kennenlernen und etwas mehr vom Leben der Seele
erfahren.
4. Es gibt in dieser Zeit den Kampf der Weltanschauungen und
Glaubenslehren. Jeder Mensch will im Recht sein. Doch wer hat in
diesem Ringen von Egoismen und Eigeninteressen wohl recht? Wer
ist wohl Besitzer der Wahrheit?
5. Wenn jene, die von sich glauben, auf dem vollkommenen
Wege zu sein und die Wahrheit zu besitzen, darauf stolz sind ─
wahrlich, Ich sage euch, dann kennen sie den Weg noch nicht; denn
auf ihm muss man demütig sein, und es genügt schon, dass sie die
Wahrheit, die der Glaube anderer enthält, nicht anerkennen, um
nicht mehr demütig zu sein. Doch Ich sagte euch schon in der
"Zweiten Zeit": "Selig sind die von Herzen Sanftmütigen und
Demütigen."
6. Der Mensch, der den Glauben und die Überzeugung seiner
Mitmenschen verurteilt, entfernt sich vom Heil, denn in seinem
Stolz und seiner Unbesonnenheit versucht er, seinem Gott gleich zu
sein.7. Ich sage euch, dass ihr euch so zeigen sollt, wie ihr seid,
damit ihr nicht in Heuchelei verfallt. Seid aufrichtig und bedenkt,
dass euch noch vieles fehlt, um die Vollkommenheit der Seele zu
erlangen.
8. Wer die Gnadengaben, die er empfängt, in seiner Demut für
unverdient hält, wird niemals selbstherrlich werden, mit wie vielen
Ich ihn auch im Übermaß beschenke.
Eines Tages werden die Menschen einander bekämpfen. Der
Kampf wird ungleich sein. Denn während die einen ihre Forderung
auf die Gewalt der Erdenmacht stützen, präsentieren die anderen in
ihrer materiellen Armut nur die Waffen ihrer Liebe. Denn sie werden
kein anderes Vaterland haben als ihr geistiges Erbe.
9. Du weißt, mein Volk, dass Ich euch zusammengebracht und
vereinigt habe, indem Ich euch von hier und von dort ausgesucht
habe. Denn in allen Sekten und Kirchen, die wie Wege sind,
befinden sich Spiritualisten ─ Jünger, denen Ich diese Familie
geschaffen habe. Ich habe sie nicht an einem Versammlungsort,
sondern in einem Gesetze, in ein- und derselben Liebe vereinigt.
Denn jeder, der sein Herz in Liebe zu seinem Bruder schlagen fühlt,
wird Kind dieses Volkes sein. Wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet
keine Spiritualisten sein, nur weil ihr diese Versammlungsräume
betreten habt, in denen mein Wort von Spiritualismus spricht,
sondern aufgrund der Liebe, die ihr euren Mitmenschen schenkt.
10. Der Gedanke, dass ihr gegen Jahrhunderte lang bestehende
Vorstellungen, Bräuche und Irrtümer werdet kämpfen müssen, soll
euch nicht erschrecken, noch soll es für euch von Bedeutung sein,
dass eure Zahl klein ist. Ihr wisst, dass das Licht, das Ich euch
gegeben habe, die Ketten der Knechtschaft und Unwissenheit
zerbricht.
11. Wessen könnte man das spiritualistische Volk beschuldigen,
wenn es das geistige Gesetz, das moralische Gesetz und seine
irdischen Pflichten erfüllt und auf seinem Wege eine Spur der
Tugend hinterlässt? Doch hütet euch vor all dem, was Ich nicht
gelehrt habe, damit ihr nicht zu Angeklagten der menschlichen
Justiz werdet. Heute sage Ich euch wie in der Zweiten Zeit: "Gebt
Gott, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers mit." Dann
wird niemand einen Makel an euch finden, um euch zu verurteilen.
12. Befolgt die Gesetze, die das Land regieren, in dem ihr lebt,
und habt Achtung vor jenen, die die anderen Völker regieren.
13. Ich überlasse euch mein Wort für euer Studium und euren
Erkenntnisgewinn.
14. Macht euch wie euer Hirte als Boten auf den Weg, um den
Herzen die Frohe Botschaft zu bringen.
15. Wahrlich, Ich sage euch, durch euch muss das Menschengeschlecht
gerettet werden.
16. Schritt für Schritt lenke Ich euch auf den Pfad der Liebe,
jenen schmalen Pfad, der euch jedoch mit Befriedigung und Frieden
erfüllen wird.
17. Ich will euch hinter dem Meister auf dem Wege wandeln
sehen, der zur höchster Glückseligkeit führt. Folgt nicht den Straßen
des Bösen, die euch von Mir entfernen.
18. Die, die ihren Auftrag erfüllt haben, sind jetzt um Mich.
Doch Ich bin zu euch als Vater der Liebe und Barmherzigkeit
gekommen, um euch aufs Neue zu lehren, einige Augenblicke jedes
neuen Tages Mir zu widmen.
19. "Arbeiter", strengt euch an und arbeitet, damit ihr Ende
1950 eine überreiche Ernte überreicht.
20. Schwierig ist die Aufgabe, die ihr zu erfüllen habt, die einen
in fernen Gegenden, die anderen im Schoße ihrer Familie.
21. Das Erbe, das Ich euch in dieser Zeit gegeben habe, ist
dasselbe, das ihr in den vergangenen Zeiten hattet. Doch ihr habt
den Bund der Liebe und des guten Willens, den ihr vor langer Zeit
mit Mir geschlossen habt, gebrochen, und es war nötig, zu euch
zurückzukehren, um euch an ihn zu erinnern.
22. Bedenkt, dass die Menschheit einen hohen Grad der
Verderbtheit erreicht hat. Ihr jedoch sollt reinen Herzens dienen,
dann werdet ihr euch stark fühlen und werdet inmitten des Chaos
heil sein. Vereinigt euch, damit die Gemeinden wie eine Festung
sind, wie eine feste Mauer, wie eine unzerreißbare Kette, in der
jeder ein starkes Glied ist.
23. Hebt den Gefallenen auf. Ich lasse allen meinen liebevollen
Beistand zuteil werden. Doch manche werden von den Versuchungen
der Welt gepeitscht und haben noch nicht die Stimme
ihres Gewissens vernommen. Eure Aufgabe ist es, ihnen die Hand
zu reichen und für sie ein Stab auf dem Wege zu sein, bis ihr
erreicht, dass sie meiner Liebesspur folgen.
24. Hütet, meine Kinder, die Unterweisungen des Vaters, auf
dass das Eure behütet ist.
25. Ich habe euch einen Körper gegeben, damit ihr auf Erden
eine schwierige Aufgabe erfüllt. Behütet, o Seelen, diesen Körper
mit Liebe, denn groß wird euer Schmerz sein, wenn ihr mein Gebot
nicht befolgen solltet.
26. Ihr sollt euren Körper führen, und nicht er soll es sein, der
euch vom Wege des Gehorsams abhält.
27. Sät den Samen und sorgt dafür, dass er keimt, damit er
vervielfältigt in die Kornkammern des Vaters zurückkehrt.
28. Es ist mein Wille, euch bescheiden zu sehen. Aber viele von
euch haben in ihrer Uneinsichtigkeit meine Hilfe erfleht.
29. Ich sehe, dass ihr euch mit meinen Gewändern bekleidet
habt. Ich habe sie euch überlassen, damit ihr euch vor den Unbilden
der Zeiten schützt, nicht jedoch, damit ihr sie auf halbem Wege
zurücklasst.
30. Seit 1866 habt ihr meine neue Kundgebung der Liebe unter
euch, und: Hat euch etwa irgendetwas gefehlt?
31. Wohl dem, der seinen Leidenskelch mit Geduld getrunken
hat, denn sein Schmerz wird sich in Gnade verwandeln.
32. Schmückt das Heiligtum, denn der Vater wollte schon seit
langem in ihm wohnen.
33. Nehmt den Platz ein, der euch zukommt, und alle werden
sehen, dass Christus unter euch ist.
34. Es ist mein Wille, dass ihr meinem Worte gehorcht und den
Leuten ein gutes Beispiel gebt; habt dafür meine Kraft in euch. Ich
habe euch einen Weg gegeben, und dieser ist voll Licht. Folgt
meiner Spur und ersteigt den Berg.
35. Manche bitten Mich um Geld, doch Ich sage euch: In der
Ersten Zeit hattet ihr große Reichtümer auf Erden, doch gegenüber
meinem Gesetze wart ihr ungehorsam. Heute mangelt es nicht an
Brot auf eurem Tische, doch kurz ist der Zeitabschnitt der Auftrags-
erfüllung für euch. Seid unermüdlich darin, meinen Samen an eure
Mitmenschen weiterzugeben, damit ihr Mir am Ende des Lebensweges
den Samen vervielfältigt vorzeigen könnt.
36. Fürchtet nicht den Erdenbewohner, fürchtet meine göttliche
Gerechtigkeit.
37. Ihr alle seid meine Kinder, und ihr alle werdet zu Mir
kommen, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist.
38. Durch euch, die ihr dem Meister näher kommt, gebe Ich
allen, für wie ferne ihr sie auch haltet.
39. Bestellt die durch den Hirten vorbereiteten Felder, welches
die Herzen der Menschen sind.
40. Wenn der Hirte wahrnimmt, dass ein Schaf klagend blökt,
eilt er zu ihm hin und bringt es zur Schafhürde.
41. Schweren Prüfungen bist du unterworfen, "Israel". Doch der
Vater gibt euch Kraft, damit ihr sie besteht.
42. Wenn ihr eure Aufgabe auf Erden erfüllt, erwartet euch
großer Jubel im Jenseits.
43. Die Türen des Himmelreiches sind offen und laden jeden
ein, der in ihm leben möchte. Diese Türen werdet ihr in eurem
Gewissen finden.
44. Heute setze Ich euch an meinen Tisch der Liebe, um euch
das Mahl des Geistes zu geben.
45. Kinder meiner Göttlichkeit, Jünger des Meisters, lasst bis
ins Innerste eurer Seele das Licht der Botschaft eindringen, die
meine Liebe euch sendet.
46. Sei willkommen, o Volk, das müde, krank und mit betrübter
Seele zu Mir kommt.
47. Sei willkommen im Lichte meines göttlichen Strahles, denn
in ihm wirst du Kraft, Heilung und Freude finden.
48. Warum gibt es einige unter euch, denen es seltsam erscheint,
dass Ich in dieser Weise komme?
49. Ich habe euch nicht gesagt, dass Ich Mich in diesem Körper
befinde. Nein, Ich habe euch nur gesagt, dass dieser Verstand meine
Inspiration aufnimmt. Ich gebe den Menschen derzeit eine neue
Botschaft, vergleichbar mit einer riesigen Quelle, die ihren Inhalt
über durstige Felder und Gärten ergießt. Bedenkt, dass euer
Verstand der Hort meiner Weisheit ist, in den Ich mein Licht
ergieße.
50. Ich habe meine Gedanken in Worte gefasst, die Liebe und
Herzlichkeit verströmen, damit ihr in ihnen den Balsam findet, der
eure Seele und euren Körper heilt. Auch habe Ich euch gelehrt,
euren Gott auf dem Altar der Wahrheit anzubeten, nicht auf den
Altären der Schatten, der Abgötterei und des Fanatismus.
51. Bereitet euch vor, damit ihr den Reichtum empfangt, den Ich
euch bringe. Lasst zu, dass heute jener Schleier zerreißt, damit ihr
den ganzen Sinngehalt meiner neuen Botschaft verstehen könnt.
52. Ich lasse euch ohne Bücher und nur mit dem Geist
begreifen. Ich lehre euch, den Sinngehalt aller Offenbarungen auszulegen.
Auf diese Weise werdet ihr nicht mehr in Abgötterei
verfallen, denn ihr werdet euch nicht damit begnügen, euch mit dem
Sinnbild zu befassen, sondern ihr werdet auf den Grund der Lehre
vorzudringen verstehen, um ihre Wahrheit zu deuten.
53. Ihr habt gehört, dass die Engel im Himmel ewig das
göttliche Konzert vernehmen. Wenn ihr über dies Sinnbild
nachdenkt, dann hütet euch davor, zu glauben, dass man auch im
Himmel Musikstücke ähnlich jenen vernimmt, die ihr auf Erden zu
hören gewohnt seid. Wer so denkt, ist einem völligen Irrtum des
Materialismus erlegen. Wer dagegen ─ wenn er von der Musik des
Himmels und von der Seligkeit der Engel beim Hören derselben
sprechen hört ─ an die Harmonie mit Gott bei diesem göttlichen
Konzert denkt, der wird in der Wahrheit sein.
54. Doch wie kommt es, dass manche dies nicht so auffassen,
obwohl jedem von euch in seiner Seele ein Ton des Universellen
Konzertes innewohnt? Wie kommt es, dass mancher, der dies Wort
vernimmt, es nicht begreift, es nicht erfühlt oder es falsch auslegt?
55. O geliebte Kinder, die ihr schwach seid in eurem Auffassungsvermögen
─ sucht im Gebet das Licht. Fragt Mich in euren
Meditationen; denn so weitgehend eure Fragestellungen auch sein
mögen, Ich werde euch aus der Ewigkeit zu antworten wissen. Ich
werde euch meinerseits gleichfalls Fragen stellen, damit zwischen
dem Meister und den Jüngern das Licht der Wahrheit aufgeht.
56. Die himmlische Musik ist die Gegenwart Gottes in euch,
und inmitten jenes Konzertes wird euer Ton erklingen, wenn ihr
einmal die wahre Erhebung erreicht habt, welches die geistige
Schönheit ist. Dies ist die Himmelsmusik und der Gesang der Engel.
Wenn ihr es so erlebt und fühlt, wird die Wahrheit in eurem Wesen
widerstrahlen, und ihr werdet fühlen, dass Gott in euch ist. Das
Leben wird euch ein ewiges und göttliches Konzert darbieten, und
in jedem seiner Töne werdet ihr eine Offenbarung entdecken.
Noch habt ihr die schönen Töne nicht in ihrer vollkommenen
Harmonie vernommen ─ liebliche Töne zuweilen, andere kraftvoll.
Wenn ihr sie zufällig einmal wahrnehmt, werden sie euch als
unbestimmte Töne erscheinen, die ihr nicht vereinen könnt. Ihr seid
euch der Schönheit, die sie enthalten, nicht völlig bewusst geworden.
Ihr müsst die Sinne, die Leidenschaften und die Schatten
des Materialismus hinter euch lassen, um das Konzert Gottes in
eurer Seele vernehmen zu können.
57. Warum haltet ihr meine Zwiesprache mit euch für unmöglich,
obwohl ihr die Kundgabe des Universums empfangt? Wie kann
euch die Schwingung meines Geistes über das menschliche Denkvermögen
unmöglich erscheinen, obwohl ihr alle voll der Gedanken
Gottes seid? Wie sollte es unmöglich sein, dass Gott heimlich zu
euch spricht, obwohl die Engel, die Welten, die Welträume und alles
Geschaffene voll von ihm sind. Warum sollte Ich Mich nicht eurer
Seele bemächtigen, oder warum sollte Ich sie sich selbst überlassen?
Seid ihr euch nicht bewusst geworden, dass dies tatsächlich
unmöglich wäre?
58. Hört Mir gut zu: Ich bin der Meister, dieser Planet ist eine
Schule für die Seele. Das Leben und meine Unterweisungen stellen
den vollkommenen Unterrichtsstoff dar. Könnt ihr wirklich glauben,
dass Ich meine Pflichten im Stich lassen würde, und dass Ich meine
Schüler vergessen könnte?
59. Volk, Ich wiederhole für dich, dass die Töne des göttlichen
Konzertes um euch schwingen, und dass es unbedingt nötig ist, dass
eure Seelen sich erheben, um ihre Harmonie wahrzunehmen. Wenn
es nicht so ist, werdet ihr zulassen, dass jene Klänge in den
Welträumen weiterschwingen in Erwartung anderer, die sie sehr
wohl zu vernehmen verstehen.
60. Ich will, dass ihr die Empfänglichkeit für das Geistige
erwerbt, damit ihr damit eure Trübseligkeit hier auf dieser Erde
versüßt, wo ihr soviel weint und leidet.
61. Hört nicht auf jene, die die Wahrheit dessen leugnen, dass
Ich in euch und mit euch bin. Erwacht und vernehmt jenen Teil
meines Konzertes, den Ich euch heute zu hören gewähre. Eure
Ohren sind bisher nur bereit gewesen, den Widerhall der Klagen und
des Getöses der Kriege dieser Menschheit zu vernehmen, die der
beste Beweis für eure Uneinigkeit und euren Mangel an Harmonie
sind. Diesen Beweis könnt ihr überall und auf allen Gebieten eures
menschlichen Lebens finden.
62. Der brudermörderische Krieg und der Krieg der Ideologien
haben ihren Höhepunkt erreicht. Große und Kleine, Starke und
Schwache, Gläubige und Ungläubige treiben in einem Meer von
Verwirrungen umher. Aber der Baumschnitt ist nahe, und wahrlich,
Ich sage euch, jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird
beschnitten werden.
63. Der Schmerz, die Zeit und die Wahrheit werden die
unerbittliche Sichel sein, die das Unkraut an der Wurzel
abschneidet, das später in das Feuer der Weisheit geworfen wird, wo
alles, was falsch ist, verzehrt wird.
64. Inmitten dieses Chaos gibt es auch solche, die an meiner
Liebe zweifeln. Dazu sage Ich euch: Wie sollte Ich diese Welt im
Stich lassen, obwohl Ich allein die Wogen dieses aufgewühlten
Meeres besänftigen kann?
65. Vergesst nicht, dass immer, wenn ihr euch im Dunkeln
befindet, Ich euch zu Hilfe eilen werde, weil Ich das Licht der Welt
bin.
66. Die Menschen sind es, die die Unwetter hervorrufen; aber
meine Pflicht ist es, sie zu lehren, Frieden zu schließen. Und dies ist
eben das, was Ich zurzeit mit meiner Lehre tue, die zu allen Zeiten
als ein liebliches und harmonievolles Konzert herabgekommen ist,
als eine Botschaft, die von jenem Reich der Liebe und Gerechtigkeit
kam.67. Ich werde weiterhin zu euren Herzen sprechen. Auch der
Himmel will sich in eurer Welt kundgeben. Lasst ihn dies durch euer
Verstandesvermögen tun.
68. Eine Trennung des Schöpfers von seinen Geschöpfen ist
unmöglich, es ist unmöglich, dass es zwischen Christus und den
Menschen eine Distanz gibt, so wie kein Körper ohne Kopf
existieren kann, noch eine Sonne ohne Planeten.
69. Wenn ihr die Wahrheit liebt, wird die Schönheit, derer ihr
euch in eurem Dasein erfreut, groß sein. Und wenn ihr jene heilige
Freiheit erlangt, die Ich eurer Seele anbiete, werdet ihr mittels eures
Denkvermögens durch Himmel, Welträume und Welten reisen.
70. Ich tröste euch in dieser Zeit der Trübsale, die schon vor
langer Zeit von den Propheten angekündigt worden ist. Roque
Rojas, mein Bote in dieser Zeit, sprach zu euch von den Prüfungen,
die bald kommen würden, und von meinem ersten Stimmträger an
machte Ich euch bekannt, dass die Prophetien nun in Erfüllung
gehen würden.
Diejenigen, die Mich schon in jenen Tagen vernahmen, werden
sich erinnern, dass der Meister euch sagte: Siehe, das Leben wird
sich ändern, und die Menschheit wird einen sehr bitteren Kelch
trinken. Die Nationen werden sich missachten. Die Eltern werden
ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern verkennen. Der Mann wird
seine Frau zurückweisen, und diese wird sich ihrerseits am Lebensgefährten
versündigen, und viele Kinder werden, obwohl sie Eltern
haben, wie Waisen aufwachsen. Infolge der Lasterhaftigkeit, die sich
ausbreiten wird, und des Hungers und der Sünde, die sich mehren
werden, werden viele Leute sterben.
71. Und siehe da, innerhalb weniger Jahre werden all diese
unheilvollen Ereignisse wie ein reißender Wildbach Leben, Heime,
Völker, Glaubensüberzeugungen und Institutionen niederreißen.
Immerzu sage Ich denen, die Mir zuhören, dass sie wachen und
beten sollen, damit sie sich nicht von diesem Wildbach mitreißen
lassen.
72. Wachet über der Tugend eurer Familien und dem Frieden
eurer Heime. Seht, wie selbst die Ärmsten Eigentümer dieses
Schatzes sein können.
Erkennet, dass die menschliche Familie eine Verkörperung der
Geistigen Familie ist: in ihr wird der Mann zum Vater, wodurch er
wirkliche Ähnlichkeit mit seinem Himmlischen Vater hat. Die Frau
mit ihrem mütterlichen Herzen voller Zärtlichkeit ist Abbild der
Liebe der Göttlichen Mutter, und die Familie, die sie zusammen
bilden, ist eine Verkörperung der Geistigen Familie des Schöpfers.
Das Heim ist der Tempel, in dem ihr am besten lernen könnt,
meine Gesetze zu erfüllen, wenn die Eltern bereit waren, an sich zu
arbeiten.
73. Das Geschick der Eltern und der Kinder ist in Mir. Doch
den einen wie den anderen kommt es zu, sich gegenseitig in ihren
Aufgaben und ihren Sühnepflichten beizustehen.
74. Wie leicht wäre das Kreuz und erträglich das Dasein, wenn
alle Eltern und Kinder sich liebten! Die schwersten Prüfungen
würden durch die Liebe und das Verständnis vermindert. Ihre
Ergebung gegenüber dem göttlichen Willen würden sie mit Frieden
belohnt sehen.
75. Die erste Institution auf Erden war die Ehe, denn diese
Vereinigung war seit der ersten Frau und dem ersten Mann durch
den Schöpfer geheiligt. Zu allen Zeiten haben mein Gesetz und
meine Offenbarungen von der Größe dieser Aufgabe zu euch
gesprochen.
Als Ich bei euch auf der Erde war, gefiel es Mir, die Eheleute
und die Familien zu besuchen. Meine Gegenwart in den Heimen
heiligte jene Vereinigung und segnete ihre Früchte. Ich sprach zu
den Kindern, den Jugendlichen und den Erwachsenen, sprach zum
Hausburschen und zum Familienvater, zur Magd, zur Hausfrau und
zur Mutter. Denn es war notwendig, alles wiederherzustellen und
neue Lichter über die Lebensweise auf dieser Welt zu geben, die ein
Entwicklungsabschnitt des geistigen Lebens ist.
Mein Wort war für alle bestimmt. Wann immer Ich also sprach,
kamen die Mütter mit ihren Kindern an der Hand oder auf dem Arm
eilig herbei. Als jene schlichten Herzen Jesus vernahmen, der ihnen
sagte: "Wer den Sohn kennt, kennt den Vater", fühlten sie, dass sie
in jenem Worte Gott hörten, und aus dem Grunde ihres Herzens
sagten sie dem Meister: "Halleluja, Du bist der Messias, den wir
erwartet haben! Gelobt sei Jener, in dessen Namen Du kommst."
76. Mit meinem Kommen ist nun ein neues Zeitalter angebrochen,
doch mein Wort ist im Kern dasselbe. Es erinnert euch an
das Vergessene, lehrt euch neue Unterweisungen und erhebt euer
Leben, indem es dasselbe der Vollkommenheit näherbringt.
77. Wenn ihr in meinem Gesetze leben würdet ─ meint ihr, Ich
hätte Mich dann materialisiert, indem Ich Mich in dieser Form
kundgebe?
78. Ich pflege mit meinem Worte den Samen, den Ich zu
anderen Zeiten säte. Doch in dieser Form werde Ich nur bis 1950
sprechen. Danach werde Ich weiterhin eure Seele pflegen, aber
meine Bekundung wird subtiler und hochstehender sein.
Heute bin Ich gekommen, um euch an einige Prinzipien zu
erinnern, die von den Menschen mit Füßen getreten worden sind.
Mit meinen himmlischen Ratschlägen segne Ich nun ein weiteres
Mal die Ehe und die Familie. Doch um eure geistigen Horizonte zu
erweitern und zu verhindern, dass ihr in Selbstsucht verfallt, lehre
Ich euch, damit zu beginnen, in diesem Volke eine wahre geistige
Familie zu bilden, dessen Vater ihr in der Unendlichkeit erblicken
werdet, und auf der Welt werdet ihr dann alle eure Nächsten als
Geschwister betrachten.
79. Meint ihr nicht, dass der, der seine Aufgabe gegenüber
seinen Angehörigen erfüllt hat, sich stärker und würdiger fühlen
wird, sein Heim, sein Volk und selbst seine Nation zu verlassen, um
mit seinem Worte und seinem Vorbild meine Unterweisung zu
verbreiten?
Macht euch keine Sorgen, weil Ich euch sage, dass ihr euer
Heim und eure Heimat verlassen müsst. Ich sage euch, dass Ich über
das, was ihr zurücklasst, wachen werde, und es nicht nötig sein
wird, ein zweites Reisebündel mitzunehmen.
Ich werde zuvor die Wege, die Türen, die Herzen vorbereiten,
damit ihr eure Mission erfüllen könnt. Euch erwartet kein Blutopfer,
wenngleich ihr einige eurer Befriedigungen werdet opfern müssen.
Die Familie, von der eines ihrer Kinder weggeht, um zu den
Provinzen aufzubrechen, wird gesegnet sein.
Ich spreche zu euch über diese zukünftigen Dinge, weil nur noch
drei Jahre übrig sind, in denen Ich euch mein Wort gebe, und Ich
will euch vorbereitet zurücklassen, damit euch niemand betört. Eure
Gabe der Intuition wird euch in jenen Zeiten leiten, damit ihr wisst,
an welchen Ort und auf welchem Wege ihr gehen müsst.
Die Jünger werden nicht alleine gehen, über ihnen wird eine
große Legion von Lichtgeistern zu ihrer Unterstützung mitziehen,
und über allen wird Elias, der geistige Hirte, die Wege erhellen und
seine Schafe behüten. Mein Wille wird in euren Werken offenbar
werden.
80. Ihr seid nicht die einzigen, auf denen dies Werk ruhen wird.
Im Jenseits stehen schon jene bereit, die nach euch inkarnieren
werden, um eure Aussaat fortzusetzen. Die Welt wird sich wandeln,
doch wird es nicht in einem Augenblicke sein.
81. Denkt über mein Wort nach, damit es in eurem Verstande
licht wird. Ihr Menschen, wenn ihr einmal den Platz kennt, den ihr
in der Schöpfung des Vaters einnehmt, und die Aufgabe, die ihr
habt, dann werdet ihr wissen, dass eure Bestimmung ist, immerdar
zu lieben und zu segnen.
Mein Friede sei mit euch!

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