BWL - Band 5 - Unterweisung 136


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 136:
1. Erfreut euch an Meinem Wort, lasst die Körperhülle ruhen,
während euer Geist sich an Meinem Himmlischen Festmahl ergötzt.
Entfernt euren Verstand für einige Augenblicke von seinem ehrgeizigen,
irdischen Streben und lasst zu, dass sich die Augen des
Geistes öffnen.
2. Denkt und lebt geistig in diesen Minuten, die Meine Kundgebung
unter euch dauert. Ich bringe wirkliche Schätze für euren
Geist. Haltet diese Momente nicht für verloren. Vergesst nicht, dass
euch das, was ihr von der Erde benötigt, obendrein gegeben werden
wird, und dass es deshalb nicht das Wesentliche in eurem Dasein ist.
3. Um diese Unterweisungen wahrhaft zu verstehen, ist es
notwendig, absoluten Glauben an Mich zu haben.
4. Ich will, dass ihr wisst, was Glaube ist, damit ihr versteht,
dass, wer ihn besitzt, Eigentümer eines unvergleichlichen Schatzes
ist.
5. Wer von diesem inneren Licht erleuchtet lebt — so arm die
Welt ihn auch hält wird sich niemals ausgestoßen, verlassen,
schwach oder verloren fühlen. Sein Glaube an den Vater, an das
Leben, an seine Bestimmung, und auch an sich selbst, wird ihn im
Lebenskampf niemals untergehen lassen, und er wird außerdem
immer fähig sein, große und staunenswerte Werke zu vollbringen.
6. Wenn ihr diese Belehrungen hört, seufzt ihr bei dem
Gedanken, dass ihr noch nicht die wahren Kinder des Glaubens seid.
7. Männer, Frauen, Greise und Kinder erheben sich geistig zu
Mir und bitten Mich, dass Ich in ihrem Herzen diese göttliche
Flamme anfache; dazu bin Ich gekommen, und darum spreche Ich
zu euch.
8. Ihr entbehrt nicht ganz des Glaubens, Meine Kinder, der
Beweis dafür ist, wenn ihr zu Mir kommt, dass ihr in Meiner
Gegenwart all eure Klagen, eure Schmerzen, euer schweres Kreuz
niederlegt; die Herzen öffnen sich und zeigen Mir ihre Sorgen,
Probleme, Enttäuschungen, ihren Überdruss, ihre Schwächen,
Leiden und viele Nöte mehr.
9. Was fehlt dann eurem Glauben, um Wunder vollbringen zu
können? Dass er wachse, dass er zunehme, dass er überquelle: Dann
werden es nicht Nöte sein, die ihr Mir vorzeigt, noch Tränen, die ihr
Mir anbietet, sondern Danksagung, Befriedigung, Ergebenheit,
Vertrauen, Freude, Stärke und Hoffnung.
10. Wenn immer euch Glauben fehlt oder dieser sehr schwach
ist, verleugnet ihr Mich bei jedem Schritt, ohne dass ihr euch dessen
bewusst seid, und bei vielen eurer Worte legt ihr Zeugnis gegen
Mich ab. Ich sage euch dies, damit ihr eure Handlungsweisen gut
beobachtet und ihre Wirkungen ermesst — nicht nur die materiellen,
sondern auch die geistigen.
11. Ihr seid Meine Jünger, die Ich zubereite, damit ihr das große
Zeugnis von Meiner Kundgebung ablegt sowie von Meinen
Offenbarungen in dieser Zeit, welches die Menschheit von denen
fordern wird, die die Offenbarungen empfingen.
12. Es gibt nicht einen unter Meinen Jüngern, der nicht das
Erblühen und die Fruchtbarkeit dieser Lehre auf Erden sehnlichst
wünscht, und ihr sollt wissen, dass es zum Teil von eurer Arbeit,
eurer Lauterkeit und von der Liebe abhängt, die ihr in eure Handlungen
legt; wenn ihr also tut, werdet ihr den Triumph der
Vergeistigung unter den Menschen erleben.
13. Ich sehe, dass viele von euch meinen, dass diese
Vergeistigung in dieser Welt unmöglich ist, und ihr beschränkt euch
darauf, Mein Wort zu vernehmen, so wie jemand ein schönes
Konzert anhört und sich für kurze Zeit daran ergötzt.
14. Diese frage Ich, wann sie zum Kampfe aufbrechen wollen.
Doch sie antworten, erst wenn sie in der geistigen Sphäre wohnen,
weil auf dieser Welt alles gegen die Vergeistigung, das Gute und die
Gerechtigkeit ist.
15. O ihr furchtsamen Menschen, die ihr nicht begreift, dass ihr
gekommen seid, Verdienste zu erwerben, um im Geistigen Leben
eine höhere Stufe zu erreichen, und in dieser Inkarnation zugunsten
eures Geistes eine Wiedergutmachung zu erringen.
16. Wann werdet ihr begreifen, dass ihr gerade inmitten der jetzt
herrschenden turbulenten Zeit die größten Verdienste erwerben
könnt und wo ihr die fruchtbarsten und geeignetsten Felder finden
werdet, um Meinen Samen zu säen?
17. Ringet darum, die Last der Unvollkommenheiten, die auf
eurer Seele liegt, in dieser Welt zurückzulassen. Befreit eure Seele
hier von ihren Fehlern und sorgt dafür, dass, wenn sie ins Geistige
Reich eingeht, sie dasselbe ohne Tränen, ohne Flecken betritt.
18. Wartet auch nicht darauf, den Frieden Gottes erst dann
kennenzulernen, wenn ihr im Geiste seid. Nein, schon hier auf
dieser Erde, die durch eure Irrtümer in ein Tal der Tränen
verwandelt wurde, werdet ihr im voraus ein wenig von jenem vollkommenen
Frieden haben können.
19. Bleibt niemals stehen in eurem geistigen Fortschritt, ob ihr
auf dieser oder einer anderen Welt seid.
20. Ihr habt erreicht, euch geistig zu entwickeln. Wenn ihr wollt,
dass Ich euch Beweise dafür gebe, frage Ich euch: Wo sind die
Götter, die ihr gestern angebetet habt? Wo bleiben die Opfergaben
und die Opfer? Selbst seit der Kenntnis des wahren Gottes — wie
viele Veränderungen haben eure Art zu denken erfahren, eure
Glaubensüberzeugungen, Anbetungsformen und kultischen Handlungen!
21. Aus diesem Grund, und als einen weiteren Beweis, dass ihr
euch gewiss fortentwickelt habt, bin Ich in dieser Neuen Zeit zu
euch gekommen, in welcher der Geist sich in allem gegenüber der
Materie durchsetzen wird, bis er die direkte Verbindung mit Jenem
erlangt, Der ihm das Dasein gab.
22. Ich habe euch in dieser Dritten Zeit hierher gesandt, um ein
weiteres Mal auf der Erde zu leben — diesem Boden, auf den zuvor
der Segen Gottes niederging, damit ihr hernach auf ihm wohnen
solltet und das Gesetz erfüllen würdet.
23. Unter allen Ländern, großen und kleinen, erwählte Ich
dieses, in welchem Ich euch Meine Unterweisung gebe, damit es der
Schauplatz Meiner neuen Kundgebung sei.
24. Wie wenige sind derer, die innegehalten haben, um über die
Geschichte dieses Volkes nachzudenken, über die Verhältnisse, in
denen es Jahrhundert um Jahrhundert gelebt hat!
25. Andere Menschen aus fernen Ländern werden mit größerer
Klarheit als ihr alle Zeichen erkennen, die der Menschheit Meine
Gegenwart und das Kommen einer Neuen Zeit bemerkbar gemacht
haben. Mein Königswort musste in Erfüllung gehen, denn nur
Menschenwort ist wandelbar.
26. Hier bin Ich, Volk, nicht nur für euch, denn im Wesen
Meines Wortes bin Ich bei allen.
27. Leidvoll war eure Wiedergutmachung, um die Ankunft
dieser Zeit zu empfangen; das Leben war wie ein Schmelztiegel, in
dem eure Seele geschmolzen wurde, und ein Amboss, auf dem euer
Herz geschmiedet wurde.
28. Auf euren Geist und Körper sauste die Peitsche der Hochmütigen
nieder, die Knechtschaft mit ihrer Kette aus Demütigungen,
Elend und Unwissenheit.
29. Kriege, Unterdrückung, Leiden bildeten euren Kelch der
Bitterkeit; all dies war geistig nicht unfruchtbar, denn ihr wurdet
gestärkt für den Kampf voller Glauben und befähigt, die Leiden
anderer zu fühlen und zu begreifen.
30. Alles war vorhergesagt, die Prophetien waren in euren
Büchern niedergeschrieben. Daher, als alle vorausgehenden Zeichen
erfüllt waren, war der Zeitpunkt gekommen, der Neuen Zeit die Tore
zu öffnen und das Verstandesorgan des Menschen durch Meine
Liebe zu berühren, um Mein Licht durch seinen Geist vibrieren zu
lassen und die Menschheit damit zu erleuchten.
31. Auf dieselbe Weise wurde in vergangenen Zeiten ein Volk
vorbereitet, um in seinem Schoße die Anwesenheit des Sohnes des
Allerhöchsten zu empfangen. Die Sehnsucht, dass Er kommen
möge, entsprang seinem Schmerz, seiner Trauer über die Knechtschaft
und Erniedrigung, in die es geraten war; und die Verheißung
des Herrn für dieses Volk ging in Erfüllung. Da ihm ein gerechter,
reiner und lauterer Mensch als Heiland verheißen worden war, war
es natürlich, dass Sein Körper aus einem keuschen Schoße
hervorging. Und so geschah es, denn Maria, jene, welche
"gebenedeit unter den Frauen" genannt wurde, war eine himmlische
Blume, die durch den Willen Gottes auf die Erde verpflanzt wurde,
damit sie in den befleckten und betrübten Herzen der Menschen den
Duft ihrer mütterlichen Zärtlichkeit, ihres göttlichen Trostes
zurücklassen würde.
32. Jesus wurde geboren und wuchs unter den Menschen auf.
Doch als die Stunde Seiner Predigten nahte, kam ein Mann mit
Namen Johannes, der in der Wüste lebte, herab in die Städte, um
den Menschen das Kommen des Himmelreiches anzukündigen. Er
bereitete sie vor und mahnte zur Besserung, damit sein Meister sie
zugerüstet fände.
33. Er war die Stimme, die in der Wüste rief, der größte
Prophet, der Wegbereiter. Es war der Geist Elias', welcher den
Menschen ankündigte, dass sich vor ihren materiellen und geistigen
Augen die Tore zu einer neuen Zeitepoche öffneten.
34. Johannes goß das Wasser des Jordans auf das Haupt der
Menschen, als eine symbolische Handlung, dass sie sich für die
Ankunft des Meisters läutern sollten. Ich unterwarf Meinen Körper
ebenfalls diesem Akt, als ein Beispiel von Demut und Sanftmut,
womit Ich euch zu verstehen geben wollte, dass dann, wenn der
Mensch fühlt, dass alle seine Fähigkeiten ihre vollständige
Entwicklung erreicht haben und dass sein Wesen die Harmonie
zwischen der Seele und ihrer Körperhülle erlangt hat, dies die rechte
Stunde ist, um die größten und edelsten Werke im Leben zu
vollbringen, weil er die Reife, die Seelenstärke, das Ideal, den
inneren Frieden erreicht hat.
35. Indem Ich euch an vergangene Lektionen erinnere, lehre Ich
euch die neuen. In dieser Zeit hatte Mein Kommen gleichfalls einen
Wegbereiter, materiell verkörpert in einem Mann namens Roque
Rojas, welcher geistig erleuchtet war vom Geiste Elias', der sich
durch den Verstand jenes Mannes kundgab und durch seinen Mund
sprach.
36. Elias war früher gewesen und musste wieder zugegen sein,
denn er ist der Gottesstrahl, der die Verbindung zwischen den
Kindern und dem Vater herstellt, der die Wege bereitet und eben
macht, der die Seelen in Ordnung bringt und die Herzen wach und
in Erwartung hält.
37. Heute braucht ihr keine Symbole, sondern nur Licht,
Glaube, Willen, Liebe. All dies wird die beste, die vollständigste
Läuterung der Seele und des Fleisches sein, um euch in den
leuchtenden Pfad der Vergeistigung einzuführen.
38. Geliebte Jünger, heute zeigt ihr Mir euer Herz nach
Wahrheit dürstend, und darum lade Ich euch ein, euch dieser Quelle
der Liebe zu nähern, damit ihr trinkt, bis ihr befriedigt seid.
39. Bedenkt, dass Ich Mich nur bis zu einer bestimmten Grenze
in Meinem Worte materialisiere. Demzufolge liegt es an euch,
Meine Unterweisung zu ergründen und über alles nachzudenken,
was ihr gehört habt.
40. Betet, befragt euren Vater in eurem Gebet, dann werdet ihr
in eurer Meditation einen Funken Meines unendlichen Lichtes
empfangen. Erwartet nicht, in einem einzigen Augenblick die ganze
Wahrheit zu erhalten. Es gibt Seelen, die schon seit langem auf der
Suche nach Wahrheit sind, die forschen und in alle Geheimnisse
einzudringen versuchen und doch noch nicht das ersehnte Ziel
erreicht haben.
41. Christus, der Gesalbte, zeigte euch den Weg mit den Worten:
"Liebet einander". Könnt ihr euch die Tragweite dieses erhabenen
Gebotes vorstellen? Das ganze Leben der Menschen würde
verwandelt werden, wenn ihr nach dieser Lehre leben würdet. Nur
die Liebe wird euch die Wahrheiten der Göttlichen Geheimnisse
offenbaren können, weil sie der Ursprung eures Lebens und allen
Geschaffenen ist.
42. Suchet mit Eifer die Wahrheit, sucht nach dem Sinn des
Lebens, liebt und werdet stark im Guten, und ihr werdet erleben,
wie Schritt für Schritt alles von eurem Wesen abfallen wird, das
falsch, unlauter oder unvollkommen war. Seid von Tag zu Tag
empfindsamer für das Licht der Göttlichen Gnade, dann werdet ihr
euren Herrn direkt nach all dem fragen können, was ihr wissen wollt
und was euer Geist benötigt, um die höchste Wahrheit zu erreichen.
43. Arbeitet auf Erden wie bisher und widmet euch gläubig
euren Pflichten. Doch sucht immer nach dem Wesenskern oder dem
Sinn all dessen, was euch widerfährt, oder dessen, was ihr auf eurem
Lebenswege tut, damit euer irdisches Leben nicht unfruchtbar für
euren Geist ist.
44. Betet das schlichte Gebet, das aus der höchsten Reinheit
eurer Seele hervorbricht, und überprüft eure Werke mit Hilfe eures
Gewissens, und erfreut euch Meiner Gegenwart.
45. Bei dieser Verbindung des Geistes werdet ihr mehr Licht
empfangen, damit ihr das Leben besser versteht, ihr werdet die
Inspiration haben, die euch dazu anhält, euch zu bessern, indem ihr
eure Gefühle läutert und euer Herz für die Nächstenliebe erweckt.
Dies sind die Momente, in denen die Fähigkeiten und Gaben des
Geistes erwachen und sich darauf vorbereiten, ihre verschiedenen
Aufgaben zu erfüllen durch den, der sie besitzt.
46. Die Intuition, welche geistiges Schauen, Ahnungsvermögen
und Prophetie ist, erhellt den Verstand und lässt das Herz für die
Botschaften und Stimmen, die es aus der Unendlichkeit empfängt,
höher schlagen.
47. Wenn der Mensch gelernt hat, sich mittels des Geistes mit
dem Vater zu verbinden, braucht er ganz gewiss keine Bücher mehr
zu befragen, noch etwas auf Erden zu Rate ziehen.
48. Heute befragen die Menschen noch jene, von denen sie
glauben, dass sie mehr wissen, oder sie sind hinter Texten und
Dokumenten her im Verlangen, die Wahrheit zu finden. Doch Ich
bringe euch wahre geistige Reichtümer, damit ihr niemals mehr
Hunger oder Durst in eurem Geiste fühlt.
49. Wie ein Regenbogen des Friedens bin Ich "auf der Wolke"
zu den Menschen gekommen, die Ich zerstritten antreffe, beschäftigt
mit Kriegen der Nationen untereinander.
50. Hier bin Ich und lehre euch, Mich mit dem Geiste zu
suchen, und entferne aus eurem Herzen schädliche Gewohnheiten.
Ich habe euch die geistigen Waffen offenbart, die ihr besitzt, um das
Böse zu besiegen und die Versuchungen abzuwehren.
51. Nur die wahren Apostel, die wahren "Ärzte", werden in
dieser Zeit die Menschheit retten können. Mit Meiner Unterweisung
bereite Ich die großen Scharen vor, aus denen die guten Soldaten
hervorgehen werden. Diese werden ihre Eltern, ihre Ehefrauen und
ihre Kinder verlassen, um in andere Landstriche zu gehen und die
Frohe Botschaft hinzubringen. Doch wenn Ich euch sage, dass ihr
die Euren verlassen sollt, will Ich euch zu verstehen geben, dass ihr
die Bequemlichkeiten und die Befriedigungen aufgeben müsst, die
euch die Zuneigungen bescheren, doch nicht, dass ihr die Euren in
der Schutzlosigkeit und Verlassenheit zurücklasst. Erforscht
gründlich Meinen Samen, bevor ihr ihn aussät, damit ihr vom
Guten, das ihr tut, überzeugt seid. Wenn ihr Meine Saatkörner nach
Meinem Willen sät, wird eure Ernte befriedigend und erfreulich
sein.52. Seit 1866 ertönt in euren Ohren diese Unterweisung. Elias,
der gute Hirte der im Körper und außerhalb desselben Lebenden,
ebnete und bahnte die Wege, indem er eure Herzen und Seelen in
Ordnung brachte, damit ihr die Nähe des Himmelreiches fühlen
könntet. Seit damals hat sich Mein Same sehr vermehrt, die Scharen
sind gewachsen, die Zahl der Gekennzeichneten wird täglich größer,
und überall – in Gauen, Provinzen und Dörfern — entstehen Räume
als Orte, die für eure Zusammenkünfte bestimmt sind und um die
tägliche Unterweisung zu hören.
53. Ich bin gekommen, der Welt Leben zu geben, damit sie ihre
Augen dem Lichte dieser Zeit öffnet.
54. Während die großen Nationen sich im Krieg befinden, habe
Ich dies Volk im Frieden bewahrt, damit es Meine Botschaft
empfangen kann und es sich vorbereitet, denn hier in seiner Mitte
werden die sogenannten Ausländer Zuflucht suchen.
55. Erhebt euch mittels eures Gehorsams. Wartet nicht, bis die
Naturgewalten über eure Nation hereinbrechen, um euch an eure
Aufgaben zu erinnern, noch wartet, bis der Tod und der Krieg euch
umlauern, damit ihr euch Meiner erinnert. Nutzt diese Augenblicke,
denn ihr wisst nicht, ob sie wiederkommen.
56. Das Jahr 1950 rückt näher, das nach Meinem Willen für
Meinen Abschied bestimmt wurde. Wenn ihr zu jener Zeit
zugerüstet seid, werdet ihr große Werke vollbringen und große
Wunder greifbar erleben können. Doch Ich sage euch: Während
dann die einen frohlocken werden, weil sie ihre Pflicht erfüllt haben,
werden die anderen weinen. Schon jetzt kündige Ich euch an, dass
Mein Abschied in allen Versammlungsstätten erfolgen wird, und
dass man ihn an allen Orten fühlen wird — in den Städten, in den
Straßen und selbst auf den Bergen. Dann werde Ich euch sagen:
Fühlt euch nicht als Waisen, nur euer materielles Gehör wird Mein
Wort nicht mehr vernehmen; doch eure Seele, zusammen mit eurer
Körperhülle, wird aufgrund ihrer Erhebung weiterhin inspiriert
werden. Es wird keinen Grund geben, an jenem Tage Tränen zu
vergießen. Der Meister bereitet euch vor, denn zu jenem Zeitpunkt
werde Ich so zu euch sprechen. Derzeit schule Ich die
Verstandesorgane, durch die ihr Mein letztes Wort vernehmen
werdet. Dafür verlange Ich von ihnen zu jedem Augenblick mehr
geistige Erhebung.
57. Später wird die Zeit kommen, in der Sekten und
Religionsgemeinschaften von der Welt verschwinden und im Herzen
der Menschen nur die Lehre Christi verbleibt, welche Liebe,
Gerechtigkeit und Friede ist.
58. Auf der Welt glauben manche, dass Ich im Begriff bin zu
kommen, ohne zu wissen, dass die Stunde Meines Abschieds in
dieser Form der Kundgebung bereits nahe ist. Wenn die Menschheit
erfährt, dass Ich in der Kundgabe durch das menschliche Verstandesorgan
unter euch gewesen bin, wird sie sich fragen: "Wie ist
es möglich, dass diese Gott gehört haben?" — Dann sollt ihr die Art
und Weise erklären, in der Ich Mich kundgab, und mit euren Werken
der Liebe Beweise von eurem Fortschritt und eurer Erneuerung
geben.
59. Sagt der Welt: Wenn Christus in jener Zeit Mensch wurde,
um mit euch auf eurer Welt zu leben, werdet ihr euch jetzt von hier
aus erheben, um geistig in die Region vorzudringen, wo Er wohnt.
Betrachtet die Spur, die Ich mit Blut für euch bahnte, jetzt
umgewandelt in eine Spur des Lichtes.
60. Wie in der Zweiten Zeit war Mein Wort von großen Werken
begleitet, um euren Glauben zu erwecken; aber es waren mehr die
geistigen Wunder als die materiellen, denn jetzt seid ihr besser
befähigt, Mir zu glauben und Mich auf eine höhere Art zu begreifen.
61. Manche erwarten, dass der Heilige Geist in dieser Zeit sich
in Synagogen oder Kirchen manifestieren würde; doch Ich kam auf
der Suche nach Bescheidenheit und Einfachheit, denn Gold, Reichtümer
oder Eitelkeiten schmeicheln Dem nicht, welcher Eigentümer
der ganzen Schöpfung ist.
62. Erinnert euch, dass seinerzeit Johannes, der Prophet, der
Täufer, der die Herzen bereitete, damit in sie das Himmelreich
einzöge, den Menschen sagte: "Christus wird kommen." Denn er
wusste, dass der Meister kommen würde, um im Herzen der
Menschen Seinen Tempel zu errichten.
63. Hier bin Ich und suche das Heiligtum im Reinsten eures
Wesens. Bedenkt, dass ihr den Ort vorbereiten müsst, damit er
immer Meiner Gegenwart würdig ist. Wie oft wird es der Schmerz
sein müssen, der euch läutert, der eure Flecken abwäscht? Ich will
euch mit einem weißen Gewand bekleiden; aber zuvor muss sich
eure Seele reinigen, um desselben würdig zu sein.
64. Jünger, in der Zweiten Zeit fragten Mich Meine Apostel, wie
sie beten sollten, und Ich lehrte sie das vollkommene Gebet, das ihr
das "Vaterunser" nennt. Nun sage Ich euch: Inspiriert euch an
diesem Gebet, an seinem Sinngehalt, an seiner Demut und an
seinem Glauben, damit euer Geist sich mit dem Meinen verbindet;
denn es werden nicht mehr die körperlichen Lippen sein, die jene
gesegneten Worte sprechen, sondern der Geist, der mit der ihm
eigenen Sprache zu Mir spricht.
65. Mein Strahl ist zu dir herabgekommen, Mein geliebtes Volk,
sein Licht verwandelt sich in menschliches Wort, und der Glanz
dieser Manifestation befindet sich in der Essenz Meiner
Lehransprache. Dies Wort ist wie kristallklares Wasser; doch wenn
beim Durchlaufen des menschlichen Stimmträgers dieser irgendeine
Unlauterkeit beimischen sollte, dann soll euer Verstand wie ein
Filter sein, damit Meine Unterweisung in ihrer ursprünglichen
Lauterkeit zum Geiste gelangt.
66. Ich bringe eurer Seele das Wasser, das sie wieder belebt,
denn der Durst dörrt sie auf ihrem langen Weg durch die Wüste aus.
67. Nur wer gewacht und Mich erwartet hat, hat den Widerhall
Meiner Schritte vernommen. Wie können die Materialisten
erwarten, dass Meine Wiederkunft ostentativ sein soll, wenn Ich
doch im Geiste komme?
68. Ich hatte für euch die Wonne Meiner Manifestation
zurückgehalten, doch sie musste zum rechten Zeitpunkt zu euch
kommen.
69. Mein Vaterwort ist unter euch, die ihr verhärmt wart,
weintet und euch einsam fühltet, während ihr es nie gewesen seid.
Doch dies ist die Zeit, die nach meinem Willen dazu bestimmt ist,
dass man Meine Stimme in ihrer ganzen Wirksamkeit durch euer
Gewissen hört.
70. Bisher bin Ich mehr euer Diener als euer Herr gewesen. Ich
habe eure Stimme vernommen, die sich beschwert, die befiehlt und
fordert, Ich habe Beleidigungen und Lästerungen empfangen, die
wie Peitschenhiebe gewesen sind.
71. Heute verschafft sich Meine universelle Sprache bei allen
Gehör, um ihnen zu sagen: Obwohl Ich in jedem von euch bin, soll
niemand sagen, dass Gott innerhalb des Menschen ist, denn es sind
die Wesen und alles Geschaffene, das sich innerhalb Gottes befindet.
72. Ich bin der Herr, ihr seine Geschöpfe. Ich will euch nicht
Diener, sondern Kinder nennen; doch erkennt, dass Ich vorher bin.
Liebt Meinen Willen, und beachtet Mein Gesetz, seid euch bewusst,
dass in Meinen Anordnungen keine Unvollkommenheit noch ein
Irrtum möglich sind.
73. Ihr habt die Möglichkeit, einen entscheidenden Schritt zu
tun, euch emporzuschwingen und sehr hoch zu steigen; eure
Entwicklung befähigt euch hierzu.
74. Meine geheime Schatzkammer steht offen. Kommt und
schaut, tretet ein. Ich werde nicht darüber richten, ob ihr früher zu
denen gehörtet, die ihren Willen oder ihre Stimme gegen Mich
erhoben haben.
75. Bereut eure Vergangenheit, wascht eure Schandflecken und
schaut dann hinein in Meine geheime Schatzkammer, damit ihr das
Leben in seiner ganzen Wahrheit betrachtet.
76. Zögert nicht, weil ihr denkt, dass ihr Meiner Gnade nicht
würdig seid.
77. Auf den oberen Stufen der Entwicklungsleiter befinden sich
viele, die auf Erden Brudermörder, Verräter, Abtrünnige und
Lästerer waren. Wieso haben sie aufsteigen können? Weil sie den
Weg der Reue, der Erneuerung und der Barmherzigkeit beschritten.
Nehmt sie euch zum Vorbild, sagt euch der Meister.
78. Wie nahe euren Augen tut sich das Buch des Lebens auf,
und wie viel Licht habt ihr, um seine Zeichen zu verstehen.
79. In den fernen Zeiten eures geistigen Stammelns empfinget
ihr das Göttliche Gesetz in Stein gemeißelt, wie es eurer geringen
Entwicklung entsprach. Die Zeiten vergingen, und jenes Gesetz, das
in Stein gemeißelt war, wurde zu Mensch in Jesus und sprach zu
euch von Liebe. Jetzt werdet ihr zubereitet, um Mein ewiges Gesetz
durch Inspiration des Geistes zu empfangen. Dort, in eurem
Gewissen, werde Ich Mein Wort in dieser Zeit niederschreiben.
80. O ihr bescheidenen Kleinen, die ihr mangels Studiums der
Bücher der Erde das Leben gehabt habt, um Meine Liebe zu
empfangen und das Endziel eurer Bestimmung begreifen zu lernen!
81. Empfanget Meine väterliche Liebe.
Mein Friede sei mit euch!

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