BWL - Band 5 - Unterweisung 131


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 131:
(Ostersamstag)
1. An diesem Tage, an dem die Glocken läuten, um der Welt zu
verkünden, dass der Himmel sich geöffnet hat, um Christus zu
empfangen, sage Ich euch, dass für euch diese Traditionen
Vergangenheit sind. Jetzt ist für euch innere Sammlung angebracht
statt wirres Gerede; die Erinnerung und die Meditation statt
lärmende Freudenkundgebungen. Was würde geschehen, wenn die
Jünger des Heiligen Geistes die göttlichen Lehren vermaterialisieren
würden?
2. Der Geist ist Leben, und daher wird er niemals aufhören zu
sein. Er muss sich vervollkommnen, damit er in den Himmelshöhen
wohnen kann; ihr habt euch entwickelt, der Beweis dafür ist, dass
ihr euch freiwillig von den Heiligenbildern oder Symbolen
abwendet, mit denen Mich die Menschen darzustellen versuchen,
weil ihr Mich bereits als Heiligen Geist auffasst — unendlich und
allmächtig — und Mich nicht begrenzt sehen wollt. Ihr habt
schließlich begreifen gelernt, dass es keine bessere Opfergabe vor
eurem Gott gibt als die eurer guten Werke.
3. Habe Ich euch gesagt, dass Ich am dritten Tage von den Toten
auf erstehen würde? Dann habe Ich damit ebenfalls sinnbildlich von
den zukünftigen Ereignissen zu euch gesprochen: Hier bin Ich im
Geiste zu Beginn der Dritten Zeit und tue Mich kund durch das
menschliche Verstandesorgan und bin auch zu den — für das
geistige Leben — Toten gekommen. Durch diese zu anderen Zeiten
angekündigte und verheißene Kundgabe habt ihr gehört, dass
Prunkgewänder und Zeremonien nutzlos sind, dass ihr eure Seele
mit Lauterkeit versehen sollt. Ihr habt bereits verstanden, dass es
einen Betrug bedeutet, der vom Vater nicht unbeachtet bleibt, wenn
man sich nach außen hin rein und prunkvoll zeigt, ohne das Herz
gereinigt zu haben.
4. Den Menschen, euren Bruder, könnt ihr beeindrucken und
sogar täuschen, aber Mich nicht, weil Mein durchdringender Blick
alles entdeckt und richtet. Außerdem werdet ihr erleben, wie in
dieser Zeit großen geistigen Lichtes die Menschen alles zurückweisen,
was Heuchelei in sich birgt. Ich bereite euch vor, damit ihr
euch von niemandem überrumpeln lasst, noch jemand eure
Mitmenschen betört.
5. Falls irgend jemand auftreten und behaupten sollte, dass er
der wieder-Mensch-gewordene Christus ist, so glaubt ihm nicht;
denn als Ich euch ankündigte, dass Ich wiederkommen würde, gab
Ich euch zu verstehen, dass es im Geiste sein würde. Falls jemand
euch sagen sollte: Ich bin der Gesandte Gottes — misstraut ihm,
denn die wahren Boten prahlen nicht und posaunen die Mission
nicht aus, die Ich ihnen anvertraute. Sie weisen sich nur durch ihre
Werke aus. Den Menschen kommt es zu, festzustellen, ob jener ein
Bote des Herrn ist. Erinnert ihr euch daran, dass Ich euch sagte, dass
der Baum an seinen Früchten erkannt würde?
6. Ich verbiete euch nicht, die "Früchte der Bäume" zu
probieren, aber ihr müsst zugerüstet sein, damit ihr die gute Frucht
von der schlechten zu unterscheiden wisst.
7. Jene, die die Wahrheit lieben, werde Ich als Leuchter
aufstellen, damit sie den Pfad ihrer Mitmenschen erhellen.
8. Ich habe Verlangen nach eurer Seele, jenes für eure Augen
unsichtbaren Wesens, um dessentwillen Ich einst Mensch wurde und
Mein Blut vergoss, um es zu lehren, seine Aufgabe zu erfüllen.
9. Fürchtet euch nicht, auf eurem Wege Menschen zu begegnen,
die Meine Gegenwart in dieser Form verneinen. Es sind Blinde, die
noch kein Licht in ihrer Seele haben. Einstens lehnten sie Mich auch
ab, doch als sie Meine Wunder sahen, mussten sie verkünden, dass
Jesus der verheißene Messias war.
10. Ihr werdet in dieser Zeit jene, die Mich geleugnet haben,
zerknirscht und reumütig vor euch sehen, ohne dass sie Worte
finden, um zu bekennen, dass diese Lehre von Gott gekommen ist.
11. An diesem Tage, an dem die Menschenscharen mit großem
Wortschwall zu ihren Kirchen eilen, um den Augenblick zu feiern,
an dem sich der Himmel öffnete, um Mich aufzunehmen, sage Ich
euch, dass all dies nur eine Tradition ist, um das Herz der Menschen
zu beeindrucken. Es sind nur Rituale, die heute Meine Göttliche
Passion materialisieren.
12. Ihr sollt nicht dieser Tendenz folgen und Altäre und Sinnbilder
aufrichten. Macht keine Darstellungen geheiligter Ereignisse,
und gebraucht auch keine besonderen Gewänder, um euch zu unterscheiden,
denn all dies ist abgöttischer Kult.
13. Ruft Mich mit dem Herzen an, erinnert euch Meiner Unterweisung
und nehmt euch Meine Beispiele zum Vorbild. Bringt Mir
den Tribut eurer Besserung dar, und ihr werdet fühlen, wie die
Pforten des Himmels sich öffnen, um euch zu empfangen.
14. Glaubt, dass ebenso wie Jesus am dritten Tag von den Toten
auferstand, Ich heute in der Dritten Zeit erneut unter den Menschen
auferstanden bin, die des Glaubens und der Gnade tot sind, um euch
mittels des menschlichen Verstandesorgans die Schönheiten des
Geistigen Lebens zu lehren.
15. Den Scharen, die Mir zuhören, sage Ich: Wozu bedeckt ihr
euch mit euren Sonntagsgewändern und mit Schmuckstücken und
bekleidet nicht lieber eure Seele mit Reinheit? Ich will bei euch nur
diese Kleidung sehen.
16. Meidet die falschen und entweihenden Darstellungen, die
man von Mir und Meiner Passion macht, denn niemand kann Mich
darstellen. Lebt Mein Vorbild und Meine Lehren. Wer so handelt,
wird seinen Meister auf Erden vertreten haben.
17. Während einige Weihrauch und Myrrhe verbrennen als
Opfergabe für Meine Göttlichkeit, lehre Ich euch, Mir das innere
Wesen eures Herzens, den Wohlgeruch eurer Seele darzubringen.
Diese geistige Opfergabe ist es, die Ich von euch will.
18. An diesem Morgen der Gnade gedenkt die Menschheit des
dritten Tages, an dem Christus auferstand, um Seine Apostel zu
trösten, und an dem Er die Schwelle des Todes überschritt, um die
geistig Bedürftigen aufzusuchen. Erinnert euch, dass Ich euch gesagt
habe: Ich bin der große Landmann oder Hirte. Diese Aufgaben sind
auch euch aufgetragen. Wer außer einem Hirten kann die Seelen
führen und die Völker lenken? Und ist der Familienvater, der
Herzen pflegt, oder ein Lehrer, der den Verstand anleitet — sind sie
etwa keine Landmänner?
19. Einem jeden ist eine Anzahl von Seelen zugeteilt, die er
führen oder pflegen soll, und diese Aufgabe ist mit dem körperlichen
Tode nicht zu Ende. Die Seele sät, kultiviert und erntet
weiterhin in der geistigen Welt ebenso wie auf der Erde. Die
größeren Seelen führen die kleineren, und diese ihrerseits andere
mit noch geringem Entwicklungsgrad, während der Herr es ist, der
sie alle zu Seiner Hürde leitet.
20. Wenn Ich euch jetzt gesagt habe, dass die größeren Seelen
die kleineren führen, so will Ich damit nicht sagen, dass diese
Seelen von Anbeginn an groß gewesen sind und dass die zweiten
immer klein gegenüber ihren Geschwistern sein müssen. Diejenigen,
die jetzt groß sind, sind dies, weil sie sich erhoben und entfaltet
haben in der Erfüllung der edlen Aufgabe, diejenigen zu lieben,
ihnen zu dienen und beizustehen, welche jenen geistigen
Entwicklungsgrad noch nicht erreicht haben, die noch schwach sind,
jene, die sich verirrt haben, und jene, die leiden.
21. Die heute noch klein sind, werden morgen groß sein
aufgrund ihrer Beharrlichkeit auf dem Entwicklungswege.
22. Die Stufenleiter der geistigen Vervollkommnung, die Jakob
in seinem prophetischen Traum sinnbildlich dargestellt sah, ist der
Weg, der auf der Welt beginnt und im Himmel endet, der auf der
materiellen Welt seinen Anfang hat und in der Vollkommenheit des
Geistigen Lebens sein Ende.
23. Eure Kinder, eure Schüler, eure Völker werdet ihr selbst mit
dem Tode nicht verlassen, denn die Entfernung zwischen einer Welt
und der anderen ist nur scheinbar. Von der geistigen Sphäre aus
werdet ihr eure Anzahl weiterhin umsorgen, führen und betreuen
können, und oftmals werdet ihr dann so große Werke vollbringen
können, wie ihr sie auf Erden für unmöglich gehalten hättet.
24. Gesegnet ist der Weg eurer Seele, der euch täglich mit
größerer Klarheit die Liebe eures Vaters erkennen lässt und euch
lehrt, die Größe Seiner Werke zu verstehen.
25. Wird es möglich sein, dass nach diesen Unterweisungen
jemand weiterhin darauf hofft, dass der Tod ihn von seinem Kreuz
befreit, oder dass es jemand gibt, der befürchtet, dass dieser ihn
seiner Saat beraubt?
26. Alles lebt in Mir, alles verewigt sich in Mir, nichts geht
verloren.
27. In dieser Zeit suche Ich euch in eurer Heimstatt auf, denn
wenn ihr Mich sucht, so suche Ich auch euch. Ich will mit euch
sprechen, lasst Mich auf den Grund eurer Herzen eindringen und
versucht nicht, Mir weder euren Kummer noch eure Verfehlungen
zu verheimlichen.
28. Versucht, Mich in der Stille zu vernehmen, erhebt euren
Geist zu eurem Vater, dann werdet ihr bald Meine Stimme hören,
die in einer Sprache zu euch spricht, die noch nie von euch gehört
worden ist und die ihr doch zu verstehen vermögt, als ob ihr sie
schon immer vernommen hättet.
29. Ihr sollt euch darüber nicht verwundern, denn ihr müsst
verstehen, dass Ich das "Universelle Wort" bin. Ich spreche zu den
Gewissen, Ich spreche zu den Herzen, zu den Seelen, zur Vernunft
und zu den Sinnen, Ich spreche in allen Wesen, Meine Stimme
verstummt nie.
30. Lernt, Mich zu vernehmen und erforscht Meine Lektionen.
Erinnert euch, dass Ich euch gesagt habe, wer vom Wasser Meines
Wortes trinkt, wird niemals mehr Durst haben. Ich habe Meine
Weisheit auf alles Bestehende ausgegossen, damit ihr sie während
eurer ganzen Lebensreise einsammelt.
31. Auch wenn es keine Religionen auf der Welt gäbe, würde es
genügen, euch auf den Grund eures Wesens zu konzentrieren, um
Meine Gegenwart in eurem inneren Tempel zu finden. Auch sage
Ich euch, dass es genügen würde, alles, was das Leben euch darbietet,
zu beobachten, um in ihm das Buch der Weisheit zu
entdecken, das euch fortwährend seine schönsten Seiten und seine
tiefsten Lehren zeigt.
32. Ihr werdet dann begreifen, dass es nicht gerecht ist, dass die
Welt in die Irre geht, während sie den rechten Weg in ihrem Herzen
trägt, noch dass sie in der Finsternis der Unwissenheit umherirrt,
obwohl sie inmitten so viel Lichtes lebt.
33. Ich bin nicht gekommen, euch zu richten mit dem
ausschließlichen Ziel, über jeden Sünder einen Urteilsspruch zu
fällen. Ich bin gekommen, euch zu richten, jedoch nicht ohne euch
zuvor eine neue Gelegenheit anzubieten, eure Seele von all ihren
Verfehlungen frei zu machen.
34. Ich rufe alle, denn Ich will Mich umringt sehen von dieser
großen Familie, welche für Mich die Menschheit ist, der Ich so viel
Wohlwollen und Zärtlichkeit zuteil werden ließ in einem solchen
Ausmaß, dass Ich Mich zu einem ihrer Söhne machte.
35. Ihr, die ihr die Gelegenheit gehabt habt, Mich in dieser
Form zu vernehmen, sollt wissen, dass ihr zur rechten Zeit
gekommen seid. Weder bin Ich vor oder nach dem richtigen
Zeitpunkt gekommen, noch seid ihr allzu spät oder allzu früh
eingetroffen. Dies ist die Zeit, die eurem Geiste seit den fernsten
Zeiten verheißen worden ist, damit er in ihr die Fortsetzung einer
Unterweisung erhalte, die in früheren Zeiten kaum begonnen hat.
36. Ihr konntet nicht zu Mir zurückkehren, ohne zuvor alle
Früchte des Lebens gekostet zu haben und euch an allen
Vergnügungen ergötzt zu haben. Wie wenige Wesen sind es, die treu
und rein an der Seite des Vaters zu bleiben verstanden! Sie haben
nur Seinen Willen getan. Doch ihr, die ihr viele Male in euren
Gebeten wiederholt habt: "Herr, Dein Wille geschehe, wie im
Himmel, also auch auf Erden" — es ist Lüge, dass ihr immer nach
Meinem Willen gehandelt habt. Aufgrund dessen, dass ihr nach
eurem Willen gelebt habt, welcher unvollkommen ist, habt ihr so
schwere Fehler begangen, die ihr jetzt mit großen Bitterkeiten,
Krankheiten und Nöten bezahlt. Doch ihr werdet nicht länger euren
Willen durchsetzen und euch einer göttlichen Autorität unterstellen,
die alles mit Weisheit und Gerechtigkeit lenkt. Dann werdet ihr
keine Irrtümer mehr begehen und um ihrer willen leiden.
37. Betet und sucht die Einsamkeit und Stille eures inneren
Heiligtums, dann werden bei diesem Gebet die derzeit noch
schlummernden Sinne und Fähigkeiten im Inneren eures Wesens in
Erscheinung treten und zu euch von den früheren Unterweisungen
und den zukünftigen Ereignissen sprechen, die heute für euren
Verstand unerreichbar sind. Dann werdet ihr erfahren, dass ihr eine
Arbeit beenden müsst, die ihr in früheren Leben ohne Abschluss
gelassen habt. In der heutigen Zeit beginnt der Mensch sich geistig
selbst zu erkennen. Schon steht er vor der Pforte des Heiligtums, wo
er die Erklärung für alle Geheimnisse finden wird, die ihn bisher
umgeben haben, ohne dass er sie sich erklären konnte. Doch wehe
jenen, die trotz Meines beständigen Rufens sich taub oder
unempfindlich für die Stimme erweisen, die in unablässiger Weise
an die Türen ihrer Herzen klopft, denn es wird in ihnen Lebensüberdruss
und eine Schwermut sein, die bisher unvorstellbar waren.
38. O Frauen dieses Volkes, die ihr Mein Wort hört, das die
tiefsten und edelsten Saiten eurer Herzen anrührt — wachet für die
Euren, haltet in ihnen die Flamme des Glaubens brennend, pflegt die
Tugend, den Frieden und die Brüderlichkeit.
Ich wende Mich an euch, denn euer Herz ist empfänglicher für
Mein Wort, obschon euer Geist dem aller Menschen gleich ist.
39. Ich will aus euch allen die geliebten Jünger machen, die zu
berichtigen lernen, ohne jemand zu verletzen oder zu richten —
jene, die eine Wunde zu heilen verstehen, ohne sie zum Bluten zu
bringen, die zu vergeben wissen, ohne Demütigungen zu verursachen.
Wenn ihr so zubereitet seid, werde Ich euch zu den Nationen
senden als Berater, als Boten des Friedens, als Herolde dieser
Frohen Botschaft, als würdige Jünger Dessen, Der euch so vieles
gelehrt hat. Doch dürft ihr nicht vergessen, dass der einzige, der
geben kann, der Vater ist, und Er ist auch der Einzige, der der Seele
alles zurückgeben kann, was sie verloren hat.
40. Nach 1950, wenn Meine Kundgebung in dieser Form zu
Ende sein wird, werde Ich euch nicht allein lassen. Ich werde in
anderer Form weiterhin gegenwärtig sein, auf eine feinfühligere Art,
und wenn ihr in Wahrheit über den Unterweisungen wacht, die Ich
euch anvertraut habe, und ihr euch vergeistigt, werdet ihr Meine
Gegenwart euch noch näher fühlen. Wenn ihr Glauben habt, werdet
ihr Mich mit euren geistigen Augen schauen, und wenn ihr euch als
Geschwister in Meinem Werke vereinigt, werden die Menschen zu
euch strömen, wie sie in dieser Zeit herbeigeeilt sind, in der Ich
Mich durch Stimmträger kundgetan habe.
41. Niemand wird diesen Samen aus eurem Herzen reißen
können, denn er wird von einer Generation auf die andere
übergehen.
42. Es wird Kampf geben: Die Gottlosen und die Heuchler
werden auf euch zeigen und euch verfolgen, weil ihr dieser Spur
folgt. Doch nichts wird dies Volk zum Zurückweichen bringen
können, weil dieser Same, der von Mir in eure Herzen gesät wurde,
in den Augenblicken der Prüfung aufgehen wird, als Wort des
Lichtes auf den Lippen eurer Kinder.
43. So, wie es dem Christentum gelang, Meine Lehre der Liebe
bekanntzumachen in den Zeiten, in denen es den Menschen
schwerfiel, Liebe füreinander zu empfinden, ebenso wird in dieser
Zeit der Spiritualismus in einer Epoche kämpfen, in der der
Materialismus die Herzen der Menschen versteinert hat. Und wenn
in jenen Zeiten das Wort Christi das Leben der Menschen in ihren
Grundfesten erschütterte, so wird auch jetzt dies Licht die empfindsamsten
Saiten ihrer Herzen erzittern lassen. Es wird Zeitabschnitte
geben, in denen Meine Saat scheinbar verschwunden sein wird.
Doch sie wird erfolgreich sein und inmitten aller Ereignisse auf
Erden fortbestehen.
44. Wenn es einigen gelingt, Meine Wahrheit zu verbergen, so
werden andere sich dafür einsetzen, sie bekanntzumachen. Wenn die
Eltern schweigen sollten, so werden die Kinder sprechen. Aber
Mein Wort wird über die Lippen Meiner Jünger fließen, und die
Zeugnisse werden überall auftauchen. Doch verlangt nicht, die
Erfüllung all dessen zu erleben, was Ich euch derzeit ankündige.
Lasst den Samen zuerst keimen, dann, dass die Pflanze die ersehnte
Frucht bringt, und selbst hernach noch sollt ihr zulassen, dass die
Frucht ausreift. Dann werdet ihr erleben, wie alle Meine Prophetien,
eine nach der anderen, Wirklichkeit werden. Einige von euch sind
eifrig, andere nachlässig; doch Ich sage euch, dass ihr alle geduldig
und beharrlich sein müsst.
45. Wenn ihr wisst, was es kostet, eine Frucht oder einen Samen
zu ernten, nachdem ihr ihn gehegt und gepflegt habt, so werdet ihr
wahre Liebe zu ihm haben. Deshalb will Ich, dass Mein Samen
durch eure Hände geht, damit ihr ihn gern habt und ihm seinen
ganzen Wert zuerkennt. Um euch bei der Erfüllung eurer Aufgabe zu
helfen, stärke Ich euch für den Kampf.
46. Der Hirte bringt die Herde liebevoll zur Hürde seiner Liebe,
was für die Seelen der Schoß des Herrn ist.
47. Schreitet voran, sagt euch Meine Stimme, bleibt nicht auf
dem Wege stehen. Liebt die Zeit gleich einem kostbaren Schatz,
nutzt sie in der Erfüllung der Pflichten eures Geistes und in denen,
die euch eure irdischen Verpflichtungen auferlegen. Gebraucht sie
bei all dem, was Mein Gesetz befiehlt, und der Lohn, den ihr
erlangen werdet, wird Licht und Frieden für euren Geist sein.
48. Für viele Menschen dieser Zeit geht ihre Sühne auf Erden
ihrem Ende zu. Ihr, die ihr diese Offenbarungen vernehmt und nicht
wisst, ob ihr zu der Zahl jener Auserwählten gehört — nutzt selbst
den letzten Augenblick eures Daseins, überprüft ihn im Lichte eures
Gewissens. Erforscht eure Prüfungen, die ihr zu durchleiden habt,
begleicht so weitgehend wie möglich alle eure (geistigen) Schulden,
und ihr werdet mit dieser Vorbereitung eine erfreuliche Frucht
erlangen, die eure Seele ernten wird, sobald sie die Schwelle des
geistigen Lebens überschreitet.
49. Denkt nicht an den Tod, damit das Unbekannte für euch
nicht zu einer niederdrückenden fixen Idee wird. Denkt daran, dass
ihr leben werdet, und seid gewiss, dass, wenn ihr den Weg der
geistigen Sphäre erblickt, eure Seele froh und überrascht ausrufen
wird: Es kommt mir so vor, als ob ich schon einmal hier gewesen
bin!
50. Studiert und legt Meine Unterweisungen richtig aus, denn
wenn ihr dies nicht tun solltet, würdet ihr in Fanatismus geraten
infolge der schlechten Wiedergabe, die ihr Meinen Lehrern der
Vergeistigung gebt, und da diese die Erhebung des Geistes ist, lässt
sie keine Irrtümer zu.
51. Lebt rein, demütig, einfach. Erfüllt alles, was im
menschlichen Bereich gerecht ist, ebenso wie alles, was euren Geist
anbelangt. Entfernt aus eurem Leben das Überflüssige, das Künstliche,
das Schädliche, und erquickt euch stattdessen an allem, was
sich an Gutem in eurem Dasein findet.
52. Der Weg ist so eben und die Last des Kreuzes ist so leicht,
wenn ihr bereits zu leben gelernt habt, so dass es euch leicht
erscheinen wird, eure Sühnepflicht zu erfüllen. Doch für jenen, der
schwere Lasten trägt und Ketten mit sich durch die Welt schleppt,
hat es den Anschein, dass es unmöglich ist, den Weg des Herrn
einzuschlagen und den Spuren zu folgen, die Er hinterließ.
53. Erkennt, dass der Meister nichts Unmögliches von euch
verlangt. Ich sage euch nicht einmal, dass ihr euer Leben in einem
Augenblick umwandeln sollt. Befreit euer Herz von materiellen
Dingen, macht es frei vom Egoismus, und ihr werdet auf dem Wege
vorankommen, den Ich euch mit Sanftmut und Liebe absteckte.
54. Nicht die sind Meine Diener, die mit eitlen Worten Mir zu
dienen vorgeben und dabei mit Wissen prahlen oder die Werke ihrer
Mitmenschen richten. Meine Diener, Meine Jünger, Meine Soldaten
sind jene, die mit einem reinen, arbeitsamen und nützlichen Leben
auf ihrem Wege Mein Licht säen und eine Spur der Tugend und von
Beispielen des Guten hinterlassen.
55. Niemand ist berechtigt, das Tun seiner Mitmenschen zu
richten, denn wenn der, welcher rein ist, es nicht tut — warum sollte
es dann der tun dürfen, der in seinem Herzen Schandflecken trägt?
56. Ich sage euch dies, weil ihr immerzu darauf aus seid, die
Saat eures Bruders zu erforschen, in der Hoffnung, an ihr Fehler zu
finden, um ihm dann eure Saat zu zeigen und ihn zu demütigen,
indem ihr ihm sagt, dass eure Arbeit reiner und vollkommener ist.
57. Der einzige Richter, der eure Werke abzuwägen versteht, ist
euer Vater, der im Himmel wohnt. Wenn Er mit Seiner Waage
erscheint, wird in Seinen Augen nicht der größeres Verdienst haben,
der mehr versteht, sondern der, welcher verstanden hat, ein Bruder
seiner Mitmenschen und ein Kind seines Herrn zu sein.
58. Es ist notwendig, dass Mein Volk unter den Nationen in
Erscheinung tritt und ein Beispiel von Brüderlichkeit, Harmonie,
Nächstenliebe und Verständnis gibt, als ein Soldat des Friedens
unter jenen, die erneut die göttlichen Unterweisungen missbrauchen,
um sich zu streiten, einander zu verletzen und um sich das Leben zu
nehmen.
59. Zu Meinen Kindern aller Vereinigungen, Kirchen und
Sekten spreche Ich durch ihr Gewissen. Ich ermahne sie zur
Versöhnung und inspiriere sie mit großen Gedanken voller Licht.
Doch ist es unerlässlich, dass ihr wisst, dass Ich ihnen durch euch
eine Botschaft hinterlasse, die ihr ihnen in Meinem Namen überbringen
müsst.
60. Ihr müsst demütig sein. Es darf euch nichts ausmachen,
wenn man euch beleidigt. Seid sanftmütig. Man wird euch Demütigungen
und Leiden zufügen. Aber euer Wort, das meine Botschaft
sein wird, werden sie nicht aus ihrem Geiste verbannen können.
Deshalb sage Ich euch: Wenn manche unempfindlich und taub für
euren Ruf bleiben, werden dafür andere aus ihrem langen Schlaf
erwachen und sich aufmachen, um voranzuschreiten und ihr Leben
auf den rechten Weg der Erneuerung und der Reue zu bringen.
61. Wappnet euch mit Mut, Glauben und Stärke, damit ihr euch
dem Kampfe stellen könnt. Doch Ich mache euch darauf aufmerksam:
Lasst euch nicht einschüchtern, wenn ihr mit einem eurer
Mitmenschen sprecht, weil ihr ihn gut angezogen seht oder weil
man ihn mit Fürst, Herr oder Minister anspricht.
62. Nehmt euch ein Beispiel an Paulus und Petrus, die ihre
Stimme vor denen erhoben, die die Welt Herren nannte. Sie waren
groß in ihrem Geiste, und dennoch brüsteten sie sich niemandem
gegenüber, dass sie Herren waren; vielmehr bekundeten sie, dass sie
Diener seien. Folgt ihrem Beispiel und bezeugt Meine Wahrheit
durch die Liebe eurer Werke.
Mein Friede sei mit euch!

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