BWL - Band 5 - Unterweisung 133


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 133:
1. Seid willkommen, Meine Lieben, die ihr euch einfindet, um
Mein Wort zu hören. Hier ist der Meister der Menschheit. Jetzt tue
Ich Mich durch diese Stimmträger kund, so wie Ich zu einer anderen
Zeit durch den Mund der Propheten zu den Völkern sprach.
2. Findet ihr unter den Menschen etwas Größeres als das, was
euch euer Gott offenbart hat? — Nein. Warum folgt ihr dann irreführenden
Pfaden, obwohl Ich euch einen geraden Weg vor Augen
gestellt habe? Ich allein kann euch offenbaren, was für euch
Geheimnisse gewesen sind. Wer sonst kann in den Ratschlüssen
Gottes vermitteln? Nur Mein Göttliches Licht konnte euch offenbaren,
dass euch euer gegenwärtiges Leben gewährt worden ist, um
vergangene Verfehlungen zu sühnen, die euer Herz nicht kennt. Mit
diesem bitteren Kelch sühnt ihr Fehler, um eure Seele zu läutern und
Aufwärtsentwicklung zu erreichen.
3. Vergesst nicht, dass euer Dasein nicht auf euren materiellen
Körper beschränkt ist. Wenn daher dieser zu leben aufhört, stirbt
eure Seele nicht. Habt ihr vergessen, dass die Seele ein Samen der
Ewigkeit ist?
4. Begrenzt Mich auch nicht in der Gestalt Jesu. Wenn ihr
Meiner gedenken oder über Mein Auftreten als Mensch nachdenken
wollt, so tut es durch Erinnerung an Meine Lehren, Meine Werke.
Begreift Mich als unendlich; erkennt den ersten Liebesbeweis, den
Ich euch gab, als Ich Mich euch ähnlich machte, damit ihr durch die
Ausübung der Tugenden hernach Meiner Göttlichkeit ähnlich
würdet, indem ihr Meinem Vorbild nacheifert. Ich spreche nur
deshalb in dieser Weise zu euch, weil ihr bereits fähig seid, Mich zu
verstehen.
5. Ich bin ganz Geist, doch in allen Meinen Werken bin Ich
gegenwärtig. Wenn ihr Mich in allem, was euch auf Erden umgibt,
sucht — in der Luft, im Weltraum, im Lichte —, so werdet ihr Mich
dort sehen. Wenn ihr Meine Gegenwart in der unbedeutendsten
Schöpfung sucht — im Blatt eines Baumes, den der Lufthauch
bewegt, oder im Duft einer Blume ─, so werdet ihr Mich dort
finden, ihr werdet dort die Spur der Liebe entdecken, mit der der
Schöpfer alle seine Werke besiegelt. Viele Wunderdinge hat eure
Wissenschaft entdeckt und geschaffen, doch der Mensch hat nicht
alles allein gemacht, denn Ich legte in ihn die Grundbegriffe des
Lebens. Die Grundlage von allem liegt in Meiner Vaterliebe. Der
Geist ist mittels des menschlichen Verstandes ein Spiegel, welcher
das Licht und die Macht der Gottheit zurückstrahlt. Je hochstehender
der Geist und je entwickelter der Verstand ist, desto
größere Offenbarungen wird er widerspiegeln. Wenn euch eure
Wissenschaft heute sehr bittere Früchte beschert hat, so deshalb,
weil ihr dies Licht nur auf den Weg des Freien Willens (oder
Willkür) gelenkt habt.
6. Habe Ich euch nicht gesagt, dass ihr verirrte Schafe seid?
Dies ist der Grund, weshalb Ich euch nachgehe, um euch
zurückzuholen. Wenn ihr auf dem wahren Weg zu Meiner Hürde
zurückkehrt, wird die Harmonie zwischen euch und dem Vater
bewirken, dass ihr der Menschheit wahrhaftige Früchte des Lebens
schenkt. Weshalb solltet ihr immerzu auf krummen Wegen gehen,
obwohl die Stimme eures inneren Richters niemals müde wird, zu
euch zu sprechen? Warum solltet ihr nicht das Gute umarmen, wenn
eure Seele — immer, sooft ihr eine gute Tat tut — vor Freude
überschwemmt wird?
7. Menschheit, niemals habe Ich gewollt, dass du verloren gehst.
Es ist ungerecht, dass du diese Vorstellung von Mir hast, dass du
denkst, dass Ich Wesen erschaffen habe, die unumgänglich verloren
gehen müssen, dass Ich den Kindern Gottes diese Bestimmung
zugeteilt habe. Begreift, dass eure Bestimmung eine andere ist — es
ist die, ewig zu leben — und nicht nur einige wenige, sondern alle,
weil ihr alle Meine Kinder seid. Wenn Ich zur Welt herabkam und
Mensch wurde, so geschah es, um euch an den Beispielen jenes
Opfers die Erfüllung der Mission zu zeigen, die durch Meine
Göttlichkeit angeordnet war. Ich sage euch, dass dies Blut vergossen
wurde, um den Pfad zur Wiederbringung aller Meiner Kinder
abzustecken, und dass, falls irgendeines diese Wohltat nicht erlangt
haben sollte, Ich für dieses allein erneut Mensch werden und Mein
Blut hingeben würde, um es zu retten.
8. Es gibt keine Gerechtigkeit, die so vollkommen ist wie die
Meine. Wenn ihr euch heute beklagt, dass Unschuldige verurteilt
werden und dass es andererseits manche Schuldige gibt, ohne dass
sie die Gerechtigkeit der Welt bestraft hat, so seid unbesorgt, doch
richtet sie nicht. Bedenkt, dass alles seine Grenze hat, dass nichts
vor Mir verborgen bleibt, und dass außerdem alles ein Ende hat auf
Erden. Geht voran, Meine Kinder, haltet euch nicht auf, aber geht
auf dem Wege, den euch Mein Gesetz vorgezeichnet hat. Sagt Mir,
dass ihr Mich liebt, doch nicht mit Worten, sondern mit Taten, mit
Werken der Liebe für eure Mitmenschen. Errichtet Mir keine
materiellen Altäre, um Mich anzubeten. Doch wenn ihr einen Altar
benötigt, um euch inspirieren zu können, so betrachtet diese
wunderbare Natur, die euch umgibt, und liebt Mich in ihr; auf diese
Weise werdet ihr zu Mir gelangen.
9. Geliebte Jünger, wann immer ihr euch Mir naht, an Seele und
Leib zubereitet, werdet ihr Meine Kraft und Meinen Trost
empfangen, euer Kummer wird weichen, und ihr werdet Milch und
Honig genießen. Legt alles bei Mir nieder, was euer Herz bedrückt,
und Ich werde in eurem Leben verfügen, wie es Mein Wille ist. Ich
will, dass ihr alle kämpft, dass niemand erschlafft, dass ihr eifrig
seid und mit Ergebenheit und Gehorsam arbeitet, denn jetzt ist die
Zeit der Erfüllung und Wiedergutmachung, und eure Arbeitsgeräte
werden erst nach dem Arbeitskampf Glanz erlangen.
10. Die Menschheit erwartet Meine neuen Jünger; doch wenn
ihr, die ihr Meine Arbeiter seid, das Saatkorn und die Ackergeräte
aus Furcht vor der Meinung der Welt im Stich lasst — was soll dann
aus dieser Menschheit werden? Habt ihr nicht die Verantwortung für
euren Auftrag empfunden? Euer Gewissen betrügt euch niemals,
und es wird euch immer sagen, ob ihr eure Pflicht erfüllt habt. Diese
Unruhe, die ihr erlebt, ist ein Zeichen dafür, dass ihr Meine Gebote
nicht befolgt habt.
11. Ich habe euch die Gabe des Friedens gegeben, und ihr habt
ihn nicht in die Herzen eurer Mitmenschen gesät. Ihr habt mit euren
Gedanken und Gebeten keinen Einfluss ausgeübt, den Schmerz der
Nationen, die sich im Krieg befinden, zu lindern. Seid nicht wie
Blinde, die andere Blinde führen; erinnert euch, dass Ich euch
gesagt habe, dass ihr das Licht der Welt seid. Euer Auftrag wird
nicht schwer sein, wenn ihr Liebe zu dieser Sache habt. Wenn ihr
Mir gute Vorsätze zeigt, werde Ich euch beistehen. Es wird nicht
nötig sein, dass ihr euch auf die Suche nach Kranken macht, sondern
ihr werdet begehrt sein. Ich werde sie euch zuführen, und auf diese
Weise werdet ihr diese gesegnete Aufgabe, zu trösten, erfüllen
können. Die zu euch kommen, werden von Mir zubereitet sein,
damit ihr nicht auf harte Herzen stoßet und Mir sagt: "Wie schwer
ist der Auftrag, den Du mir gegeben hast, Vater, und wie hart die
Felder, die ich bearbeite." Ich habe alles angeordnet, damit ihr mit
Liebe wirkt und euch vervollkommnet.
12. Ich habe euch erwählt, um euch diese Aufgabe
anzuvertrauen, weil ihr Mich liebt und Mir eure Demut und
Ergebung gezeigt habt. Doch will Ich nicht — nachdem Ich euch als
Vermittler gebraucht habe, um Meine Barmherzigkeit auf die
Bedürftigen zu ergießen —, dass ihr euch euren Mitmenschen
überlegen fühlt und Mich verleugnet.
13. Um eure Seele zu erheben, müsst ihr auf die überflüssigen
Vergnügungen dieser Welt verzichten. Mein Weg ist eng, und es ist
notwendig, zu wachen und zu beten. Doch wenn ihr Mich in
Wahrheit liebt, wird es kein Opfer für euch sein, euch von diesen
menschlichen Erbärmlichkeiten zu trennen. Ich habe euer Kreuz
leicht gemacht und habe die erleuchtet, die euch umgeben, damit sie
keine Hindernisse auf eurem Wege sind.
14. Morgen wird es einen Krieg der Lehren und Ideen geben.
Viele eurer Mitmenschen, der falschen Versprechungen müde,
werden auf der Suche nach Wahrheit zu euch kommen, und falls ihr
dann nicht vorbereitet sein solltet, wird euch die Gegenwart jener
Menschen einschüchtern.
15. Kämpft für die Rettung der Menschen und nutzt diese Zeit,
denn schon rückt 1950 näher, und Ich werde dann nicht mehr durch
die Stimmträger sprechen. Viele von euch werden Mir noch vor
jenem Jahr dienen und andere danach. Nach jenem Jahr werdet ihr,
die ihr Mein Wort übermittelt habt, nicht mehr in Verzückung fallen,
und ihr, die ihr in der gegenwärtigen Zeit die "Geistige Welt"
(Schutzgeister) sich kundgeben ließet, werdet deren Eingebungen
gehorchen und euch in jedem Augenblick beschützt fühlen. Ich
werde mit allen Meinen Kindern sein, damit ihr den Menschen
weiterhin Meine Unterweisungen bekanntmacht. In jener Zeit
werden eure Feinde bestrebt sein, euch zu vernichten und
Hindernisse für die Entfaltung Meines Werkes errichten. Wenn ihr
dann uneinig seid, werdet ihr euch geschwächt fühlen. Doch viele
jener Verfolger werden, wenn sie den Sinngehalt Meiner Lehre
kennenlernen, Mich anerkennen, sich bekehren und Meine
Unterweisungen zu anderen Nationen und Ländern bringen.
16. Ich will, dass ihr dies Licht allen Meinen Kindern bringt,
den geringen und den mächtigen, dass ihr euch um ihre Seelen
bemüht, die stöhnen, und ihnen den Weg weist, und dass ihr, die ihr
ungebildet gewesen seid, Meinen Willen vor der Welt auszulegen
versteht.
17. Ein jeder ist an dem Platz, den Ich ihm angewiesen habe.
Lästert nicht über jene, die Ich als Meine Sprachrohre, als
Verantwortliche für die Menschenscharen vor euch gestellt habe,
helft ihnen vielmehr mit euren guten Gedanken. Wenn Ich sie
ausgesucht habe, um ihnen einen wichtigen Auftrag zu geben, so
betet für sie, damit sie ihre schwierige Aufgabe vollbringen.
18. Ihr, die ihr die Prüfungen erlitten habt, die eure Herzen
gestählt haben, könnt nun den verstehen, der leidet, und könnt in die
Geheimkammer eindringen — welche das menschliche Herz ist —
und das Leid oder das Übel entdecken, das ihn bedrückt, um ihn zu
trösten.
19. Verstehe Mich, Volk, und denke daran: Wenn Ich Mein Wort
materiell hörbar gemacht habe, geschah es nur deshalb, weil Ich
euch liebe und will, dass ihr Mein Verlangen kennt, dass ihr euch
untereinander liebt.
20. Reicht euch als Beweis der Freundschaft die Hände, doch
tut es mit Aufrichtigkeit. Wie wollt ihr Geschwister sein, wenn ihr
nicht verstanden habt, Freunde zu sein?
21. Wenn ihr wollt, dass der Vater unter euch weilt, so müsst ihr
lernen, als Brüder und Schwestern zu leben. Wenn ihr diesen Schritt
auf dem Weg der Brüderlichkeit tut, wird euer Sieg zur Belohnung
die Verbindung von Geist zu Geist sein. Viele Geistesgaben habe Ich
euch gewährt, und Ich kündige euch an: Wenn ihr im Willen und im
Denken geeint seid, werde Ich euch gewähren, dass ihr euch mittels
Inspiration mit euren Geschwistern verbindet, die jenseits eurer Welt
leben.
22. Mein Werk ist aus Licht, Meine Wahrheit ist klar, weshalb
Ich euch sage, dass niemand im Finstern wandeln kann und
behaupten, dass Ich dort bin.
23. Damals, als Ich als Mensch unter euch lebte, geschah es
häufig, dass in den Nächten, wenn alle ruhten, immer wieder
Menschen Mich suchten und geheim zu Mir kamen, da sie
fürchteten, entdeckt zu werden. Sie suchten Mich auf, weil sie
Gewissensbisse hatten, da sie gegen Mich geschrien und Ärgernis
erregt hatten, während Ich zu den Menschenmassen sprach, und ihre
Gewissensbisse waren stärker, als sie feststellten, dass Mein Wort in
ihren Herzen ein Geschenk des Friedens und des Lichtes
hinterlassen hatte und Ich in ihren Körper Meinen Heilbalsam hatte
einströmen lassen.
24. Mit gesenktem Kopf fanden sie sich bei Mir ein und sagten
Mir: "Meister, vergib uns, wir haben erkannt, dass Wahrheit in
Deinem Worte ist." — Ich habe ihnen geantwortet: "Wenn ihr
entdeckt habt, dass Ich nur die Wahrheit spreche — warum verbergt
ihr euch dann? Geht ihr nicht ins Freie, um die Strahlen der Sonne
zu empfangen, wenn diese erscheint, und wann habt ihr euch dessen
geschämt?"
25. Wer die Wahrheit liebt, verheimlicht sie niemals, noch
verleugnet er sie, und schämt sich auch ihrer nicht.
26. Ich sage euch dies, weil Ich sehe, dass viele heimlich
herbeikommen, um Mich zu hören, aber lügen, wohin sie gegangen
sind, und verheimlichen, was sie gehört haben, manchmal sogar
leugnen, dass sie bei Mir gewesen sind. Wessen schämt ihr euch?
27. Es ist notwendig, dass ihr lernt, von Meinem Werk und
Meinem Wort auf solche Weise zu sprechen, dass ihr keine
Veranlassung gebt, dass man über euch spottet oder auf euch zeigt.
Auch müsst ihr aufrichtig sein, damit, wenn ihr von Mir Zeugnis
ablegt, ihr dies mit Worten tut, die zum Ausdruck bringen, dass sie
von Herzen kommen. Dies ist der Same, der immer aufgeht, weil er
Wahrheitsgehalt besitzt, welcher das Herz berührt und zur Seele
gelangt.
28. Meine göttliche Botschaft, wenn Ich sie in euch lege, muss
sich in brüderliche Botschaft verwandeln. Doch damit diese das
materialistische und skeptische Herz der heutigen Menschen
beeindruckt und bewegt, muss sie von der Wahrheit durchdrungen
sein, die Ich euch offenbart habe. Wenn ihr etwas verbergt oder
verschweigt, werdet ihr kein volles Zeugnis dessen gegeben haben,
was Meine Offenbarung in der Dritten Zeit gewesen ist, und infolge
dessen wird man euch nicht glauben.
29. Ich habe euch bewiesen, dass man dem Unwissenden oder
Verblendeten die Binde der Finsternis wegnehmen kann, ohne ihm
Schaden zuzufügen, ohne ihn zu beleidigen, ihn zu kränken oder zu
verwunden, und so will Ich, dass ihr es auch tut. Ich habe es an euch
selbst bewiesen, dass die Liebe, die Vergebung, die Geduld und die
Nachsicht mehr Macht haben als die Härte, die Verdammungen oder
die Gewaltanwendung.
30. Bewahrt diese Lektion, Jünger, und vergesst nicht, dass,
wenn ihr euch zu Recht Brüder eurer Nächsten nennen wollt, ihr
viel Güte und Tugenden besitzen müsst, um dieselben in sie
einströmen zu lassen. Ich verspreche euch, dass dann, wenn auf
Erden das Licht der Brüderlichkeit erglänzt, Ich Meine Gegenwart
in kraftvoller Weise fühlbar machen werde.
31. Der Geist dessen, der sich vorzubereiten versteht, gerät bei
der Betrachtung der geistigen Unterweisungen, welche durch das
Wort des Meisters inspiriert sind, in Verzückung. Das Erdreich eures
Herzens ist nicht unfruchtbar gewesen, und bald wird der Weizen
Frucht tragen.
32. Mein Licht hat die dichte Finsternis eurer Unwissenheit
zerrissen, euer Herz wurde gerührt, um Mich zu lieben, und euer
Verstand hat sich erhellt, um Meine Offenbarung zu verstehen. Dies
Licht hat euch die Herrlichkeit des Lebens schauen lassen, die
Vollkommenheiten der Schöpfung, die Wunder der Natur und die
Weisheit, mit der jedes Schicksal vorgezeichnet worden ist.
33. Manchmal sagt ihr Mir: "Meister, leicht ist es, Deine
Lektion zu lernen, aber schwer, sie in die Tat umzusetzen." —
Infolgedessen ermutigt euch der Meister, und mit Seiner Liebe flößt
Er euch Vertrauen ein. Dann legt Er euch in eurem täglichen Leben
Prüfungen auf, im Bereich eurer Bewältigungsfähigkeit. Und so
beginnt ihr unbemerkt, die Lehren des Meisters auszuüben.
Verständnis, Glaube und Liebe ist alles, was ihr benötigt, um auf
diesem Weg zu gehen.
34. Erinnert euch: Als ihr in Meine Gegenwart kamt, und bevor
Ich von euch verlangte, dass ihr sofort mit der Erfüllung irgendeiner
Aufgabe beginnt, ließ Ich zu, dass ihr Mir zuhört, damit ihr euch an
Meinem Worte sättigt, welches Weisheit und Kraft, Balsam und
Frieden ist. Ich habe euch zuerst Meine Wahrheit suchen lassen, bis
ihr sie fandet, Ich ließ euch Mein Werk erforschen und in dasselbe
eindringen, soweit ihr wolltet; so wie Ich Thomas sagte, dass er
seine Finger in die Wunde an Meiner Seite legen solle, damit er
glauben könne. Nur so werdet ihr bei dem Kampf, der euch
erwartet, standhaft und beharrlich sein können.
35. Ich ließ euch Mein Wort unzählige Male hören und bei
Meinen Lehrstunden euch als Jünger fühlen. Meine Göttlichkeit hat
sich manifestiert, und Ich habe zugelassen, dass Meine "Geistige
Welt" für ihre Anwesenheit Beweise gab, indem sie Wunder unter
euch getan hat.
36. Wenn ihr alles, was Ich euch gewährt habe, recht zu
begreifen und zu sehen versteht, werdet ihr euch überzeugen, dass
ihr keinen Hunger und kein Verlangen mehr nach Beweisen und
Wundern habt.
37. Ihr habt bei euch selbst oder bei euren Geschwistern die
Wunder sich verwirklichen sehen, und diese Wunder waren es, die
die Flamme eures Glaubens entzündet haben und in euren Herzen
einen Altar der Liebe aufgebaut haben.
38. Alles habt ihr, damit ihr Meine Lehre mit der Lauterkeit und
Erhebung ausüben könnt, die ihr nun versteht.
39. Heute stellt ihr Mir fortwährend Fragen, morgen werdet ihr
jene sein, die die Fragen beantworten, die euch eure Mitmenschen
stellen.
40. Schwierig und schön ist die Aufgabe, die Ich euch anvertraue.
Es ist das Kreuz der Liebe, unter dem ihr zusammenbrechen
werdet und das euch dann mit seiner Kraft wieder aufrichten wird.
41. Wer kann durch dieses Leben gehen, ohne ein Kreuz zu
tragen? Und wer derjenige, welcher es trägt und nicht zusammenbricht,
zuweilen erschöpft von seiner Last?
42. Vergesst nicht, dass Ich, euer Messias, euer Erlöser, auch
Mein Kreuz auf Erden hatte und unter seinem Gewicht mehrfach
zusammenbrechen musste. Doch wahrlich, Ich sage euch, dass das
Fleisch gebeugt werden kann und unter der Last des Schmerzes, der
Erschöpfung und des Todeskampfes zusammenbrechen; doch der
Geist wird nicht besiegt werden, denn nach jedem Sturz richtet er
sich höher empor, in jeder Klage wird er seine Bestimmung segnen,
und selbst im Tode wird er sich zum Lichte des wahren Lebens
erheben.
43. Christus verschmähte es nicht, Sein Kreuz auf sich zu
nehmen. Indem Er es auf Seinen Schultern bis Golgatha trug und an
ihm Sein Leben aushauchte, gab Er euch das größte Beispiel von
Demut, und danach war Er zur Rechten des Vaters.
44. Jenes Kreuz war die Feder, mit der Ich Meine Passion in die
Herzen der Menschen schrieb.
45. O Volk, dem Ich die Mission anvertraut habe, Licht und
Rettung für die Menschheit zu sein. Du bist Jünger der Drei Zeiten,
welcher jetzt, in der Dritten, Meister werden wird.
46. Heute seid ihr vereint und bildet Gemeinden, Mengen und
Gruppen; morgen werdet ihr euch auf verschiedene Wege begeben,
um Meine Lehre zu bezeugen und zu unterrichten. Doch geistig
werdet ihr nicht voneinander entfernt sein.
47. Selbst wenn ihr durch Meere und weite Länder getrennt sein
solltet, werden eure Herzen nahe beieinander schlagen, vereint
durch das Ideal, eure Mission zu erfüllen.
48. Die Vereinigung dieses Volkes wird nach 1950 kommen,
und die Freude des Vaters wird sehr groß sein, wenn Er die
Befruchtung des Samens sieht, den Er mit Seinem Worte züchtete,
das wie fruchtbarmachender Tau war und welches das Volk von
1866 bis 1950 empfing.
49. Schon naht sich der Zeitpunkt, Volk, an dem du deinem
Vater Jehova am Fuße des neuen Berges Sinai die ersten Früchte
deiner Mission darbringen musst.
50. Ich will, dass ihr in jener gesegneten Stunde dem Vater jene
Einigkeit vorzeigt, die ihr in vergangenen Zeiten verloren habt und
um die Ich euch in der Gegenwart so sehr gebeten habe. Kommt
nicht zu Ihm mit Fanatismus oder Abgötterei in euren Herzen und
der Frucht der Täuschung in euren Händen.
51. Wie könnte jener, der Götzen anbetet, seinen Irrtum
entdecken, wenn er euch antrifft, wie auch ihr ähnliche Gegenstände
vergöttert?
52. Meine fürsorgliche Liebe macht alle Felder fruchtbar, damit
der Same der Vergeistigung auf sie fällt.
53. Fürchte nicht deine Bestimmung, Volk. In dieser deiner
Missionsaufgabe gibt es keine Knechtschaft, weder ist diese
"Hürde" (Geistesgemeinschaft) ein Gefängnis, noch sind die
Aufträge, die Ich euch anvertraut habe, Ketten.
54. Wohl denen, die gläubig und guten Willens in dieser Arche
Zuflucht suchen, denn sie werden aus den Versuchungen dieser Zeit
errettet werden, sie werden stark sein, denn in ihrem Schmerz
werden sie den Heilbalsam haben, in ihren Armseligkeiten werden
sie den Schatz dieses Werkes haben, und wenn sie Undankbarkeit
und Verleumdung verfolgt, werden sie den Trost Meines Wortes der
Liebe haben.
55. Ich verlange von euch keine übermenschlichen Opfer. Ich
habe weder den Mann aufgefordert, nicht mehr Mann zu sein, um
Mir nachzufolgen, noch habe Ich von der Frau verlangt, dies nicht
mehr zu sein, um eine geistige Aufgabe zu erfüllen. Den Gatten
habe Ich nicht von seiner Gefährtin getrennt, noch habe Ich diese
von ihrem Gatten entfernt, damit sie Mir dienen könne, noch habe
Ich den Eltern gesagt, dass sie ihre Kinder verlassen oder dass sie
ihre Arbeit aufgeben, um Mir nachfolgen zu können.
56. Den einen wie den anderen habe Ich begreiflich gemacht,
als Ich sie zu Arbeitern auf diesem Weinberge machte, dass sie —
um Meine Diener zu sein — nicht aufhören, Mensch zu sein, und
dass sie darum verstehen müssen, Gott zu geben, was Gottes ist, und
der Welt, was ihr zukommt.
57. Ich sage euch nur, dass ihr keine der Gelegenheiten
verstreichen lassen sollt, die Ich auf euren Lebensweg lege, damit
ihr die Liebesmission erfüllt, die Ich euch gelehrt habe.
58. Ihr werdet finden, dass eure geistigen und materiellen
Pflichten miteinander verknüpft sind, und oftmals werdet ihr
gleichzeitig beide Gesetze erfüllen.
59. Sieben geistige Etappen wird eure Seele zurücklegen
müssen, um ihre Vollkommenheit zu erreichen. Heute, da ihr auf
Erden lebt, wisst ihr nicht, auf welcher Stufe der Entwicklungsleiter
ihr euch befindet.
60. Obwohl Ich die Antwort auf diese Frage eures Geistes weiß,
darf Ich sie euch vorläufig nicht sagen.
61. Arbeitet mit großem Eifer, damit — wenn der Tod kommt
und ihr die Augen eures Körpers für dieses Leben schließt — eure
Seele sich von sich aus emporgehoben fühlt, bis sie zu der Heimstatt
gelangt, die sie durch ihre Verdienste erreicht hat.
62. Die Jünger dieses Werkes werden beim Eintritt des
körperlichen Todes erfahren, wie leicht die Bande zerreißen, die die
Seele und den Körper verbinden. Es wird kein Schmerz in ihm sein,
weil er die Annehmlichkeiten der Erde verlassen muss. Seine Seele
wird nicht als Schatten unter den Menschen umherirren und von Tür
zu Tür, von Herz zu Herz anklopfen im Verlangen nach Licht, nach
Liebe und Frieden.
63. Wachet und betet, seht, wie dort in anderen Nationen der
Krieg Trostlosigkeit auf seinem Wege sät, während unter euch Mein
Wort voller Güte und Frieden herabkommt.
64. Bete für die Welt, Volk.
65. Ihr Männer, wenn ihr mit eiligen Schritten zu eurem Heim
zurückkehrt, weil ihr die Gattin in eure Arme schließen oder euch in
den Augen eurer Kinder erblicken wollt, und ihr Freude im Herzen
habt, weil ihr euren Angehörigen die Früchte der Arbeit übergeben
wollt — dann betet für jene Männer, die sich auf den Feldern des
Todes befinden und nicht mehr werden zurückkehren können, um
ihr Heim aufzusuchen, weil dieses dem Erdboden gleichgemacht
wurde.
66. Wenn ihr etwas Freudiges erlebt, sollt ihr nicht vergessen,
dass es zu derselben Stunde viele gibt, die weinen.
67. Ihr Frauen und Mütter, wenn ihr euer Gesicht herabneigt,
um die Stirne des Kindes zu küssen, das in der Wiege lieblich
schlummert, so denkt an jene Mütter, die früher wie Lerchen waren
und jetzt ihr Nest, den Gefährten und ihre Kinder verloren haben,
weil der Krieg wie ein Orkan alles zerstörte.
68. Wenn ihr die Haustüre schließt und die wohlige Wärme des
Heimes und seinen Schutz fühlt, so denkt auch an jene Mütter, die
im Inneren der Erde einen Platz suchen, um ihre Kinder vor dem
Tode zu beschützen. Denkt an die kleinen Kinder, die nach den
Eltern rufen, ohne Antwort zu erhalten, und an jene, die nur ein
Wort stammeln: Brot.
69. Doch während die Menschen sich weiterhin vernichten, sollt
ihr beten, und euer Gebet soll wie ein Engel des Friedens sein, der
über jenen Völkern schwebt.
70. Ich habe zu euch als Meister zum Jünger und als Vater zum
Kind gesprochen. Denkt über Mein Wort nach.
71. Die Gemeinschaft, die ihr zusammen mit Meiner Göttlichkeit
bildet, ist wie ein mächtiger Baum, der den Wanderer zur
Rast einlädt. Ich bin die Wurzel und der Stamm jenes Baumes, und
ihr die ausgebreiteten Äste voller Laub. Ich nähre euch mit dem
Saft, und ihr empfangt mit ihm Leben und Kraft. Denkt darüber
nach, ob ihr von Mir losgelöst leben könntet. — Ihr sagt Mir
manchmal, dass ihr schwach geworden seid und dass ihr leidet, weil
sich die Zeiten geändert haben. Doch Ich sage euch, dass die Zeiten
die gleichen geblieben sind; was sich geändert hat, ist euer Herz,
weil es nicht verstanden hat, in der Liebe, in der Eintracht und im
Frieden zu leben und zu beharren, und dies ist der Grund für euren
Kummer.
72. Meine Unterweisung erneuert den Glauben eures Geistes,
gibt euch neue Kräfte und erleuchtet euch. Mein Wort ist
kristallklares Wasser, das den Durst löscht und sich unerschöpflich
auf euch ergießt. Ich gebe euch "Weizen" im Überfluss, damit ihr
ihn im Herzen eurer Mitmenschen anbaut. Ich will, dass so, wie Ich
euch liebe, ihr euch untereinander liebt und auch euch selbst; denn
Ich habe euch nicht nur die Führung und Leitung einer Anzahl von
Menschen anvertraut, sondern die erste Pflicht, die ihr Mir gegenüber
habt, ist das Wachen über euch selbst. Ihr sollt euch lieben in
der Erkenntnis, dass ihr das lebende Abbild eures Schöpfers seid.
73. Die Ernte, die ihr Mir bis heute darbringt, besteht aus
Schmerz und geringer Erkenntnis Meines Gesetzes; doch Ich habe
euch diesen Kelch nicht zu trinken gegeben. Ich habe euch gesagt:
Wenn ihr Weizen sät, werdet ihr auch Weizen ernten. Doch müsst ihr
das Saatkorn pflegen, das ihr aussät. Heute ist Erntezeit, und ein
jeder wird seine Ernte einholen. Danach wird die Erde wieder
sauber sein, und der Mensch wird ein neues Leben beginnen, und
Ich werde ihm sehr nahe sein und sein Herz inspirieren. Es wird das
Reich des Friedens sein, von dem Ich vieles zu euch gesprochen
habe, geliebte Jünger, und für das Ich derzeit alle Seelen zubereite.
74. Ich will euch wie kleine Kinder um Meinen Tisch geschart
sehen, wie ihr Mir zuhört und euch nährt, mit Mir Gemeinschaft
habt, und während ihr Meine Belehrungen empfangt, Vorsätze fasst,
sie zu befolgen. Ich will, dass ihr euren Mitmenschen dient. Ich
werde euch zu ihnen senden, sobald die Liebe und Barmherzigkeit
in euren Herzen erblüht sind. Euer Leben soll wie ein reiner Spiegel
sein, damit sich in ihm eure Taten widerspiegeln und ihr wisst, ob
ihr richtig gehandelt habt oder ob ihr gefehlt habt.
75. Die Entfaltung der Tugenden Meiner Jünger wird Ansporn
für jene sein, durch die Ich Mich kundtue. Die Inspiration wird
reichlich sein, und Meine Gnade und Meine Wundertaten werden
sich über die Menschen ergießen. Eure geistigen Geschwister
werden — durch eure Zurüstung wohlgesinnt — euch beistehen,
euren Weg leicht und eure Arbeit angenehm machen. Euer Einfluss
wird über euer Heim, euren Landstrich oder eure Nation hinausreichen
und anderen Herzen helfen. Das Gute hat eine Macht, die
ihr noch nicht kennt.
76. Ich habe Mein Wort durch Vermittlung schlichter und
unwissender Menschen gegeben. Doch unter denen, die Mir
zuhören, sind auch Wissenschaftler, solche mit geschultem Verstand,
die in der Demut dieses Wortes Meine göttliche Essenz zu
entdecken verstanden. Ich habe eure Herzen Tag für Tag bearbeitet,
um sie für Meine Kundgaben empfänglich zu machen, und Meine
Liebe hat gesiegt. Aus dem Felsen, den ihr Mir in eurem Herzen
gezeigt habt, habe Ich einen Tempel gemacht, in welchem ihr Mir
eine Verehrung der Liebe darbringt.
77. Ich vertraue euch Mein Werk an, verteidigt es, denn es ist
ein Kleinod von unschätzbarem Wert. Seid Wächter und wachet
darüber, dass es geachtet und verstanden wird. Nichts soll euch auf
dem Wege zurückweichen lassen. Geht immer voran.
78. Immer, wenn euer Herz nach Liebe dürstet, erhebt euch zu
Mir. Wenn das Leid wie eine schwere Last ist, so erinnert euch, dass
es einen Vater gibt, der euch liebt und bereit ist, euch zu trösten.
Wenn ihr an Mich denkt, werdet ihr fühlen, dass die Furcht und der
Kummer schwinden. Vertraut Mir eure Kranken an, und Ich werde
sie heilen.
79. Der Baum des Lebens hat seine Äste ausgebreitet, um euch
Erholung und Kühle zu spenden, und seine Früchte haben eure
Herzen liebevoll gemacht.
Mein Friede sei mit euch!

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