BWL - Band VIII - Unterweisung 216


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 216:
euch, den Demütigen, dieses Geistige Werk früher
als den Wissenschaftlern offenbart, weil Ich unter euch Lauterkeit
und Unschuld, Glauben und den Willen gefunden habe, meinen
Unterweisungen zu folgen ─ die Bereitschaft, diesen Samen zum
Herzen eurer Mitmenschen zu tragen. Darum habe Ich euch erwählt,
denn ihr seid die Armen, die Trübsal gefühlt haben, die auf Erden
nicht Bequemlichkeit gesucht haben, noch deren Vergnügungen.
Denn ihr wisst, dass jenseits dieser Welt der wahre geistige Friede
existiert, das Gute und die Freude. Ihr habt euch nicht durch falsche
Größe täuschen lassen, habt nicht die zeitliche Macht erstrebt, die
Freuden, die nur einen Augenblick währen. Ihr sehnt euch nach
mehr als allem, was euch diese Welt bieten kann. Liebt Mich und
vertraut darauf, dass Ich euch zu dem Heim zurückkehren lasse, das
euch erwartet, zu dem Schoße, aus dem ihr hervorgegangen seid,
und wo ihr mein Reich besitzen werdet.
3. Diese Hoffnung macht euch stark in den Drangsalen und
unbesiegbar in eurem Kampfe. Wenn ihr bei eurer Auftragserfüllung
weiterhin treu bleibt, werdet ihr bald den Sieg des Geistes über das
Fleisch erreichen, weil ihr zugelassen habt, dass euer Gott auf euer
Leben einwirkt. In der Schlichtheit eures Lebens könnt ihr meine
Unterweisungen besser wahrnehmen, werdet ihr euch durch sie
erleuchten lassen und von den anderen unerwartete Wonnen
erfahren.
4. Daher folgt ihr Mir nach, und nichts kann euch nun von Mir
trennen. Ihr fühlt euch von der vollkommenen Liebe geliebt und
seid glücklich. Ihr liebt Mich, und darauf gründet sich eure Freude.
Wahrlich, Ich sage euch, ebenso liebten Mich meine Jünger der
Zweiten Zeit und all jene, die Mir nachgefolgt sind. Deshalb verletzt
euch der Zweifel oder der Spott eurer Mitmenschen nicht. Der
Schmerz, welcher Prüfstein für die Seele ist, lässt euch nicht
zurückweichen. Ihr wisst, dass ihr ein vergängliches Leben lebt, und
sucht Verdienste zu erwerben, um zu dem Ziele zu gelangen, das ─
wie ihr wisst ─ euch erwartet.
5. Bereitet euch vor, denn Ich werde euch als Wächter der
Menschheit zurücklassen. Eure Gaben sind latent vorhanden, damit
ihr guten Gebrauch von ihnen macht. Ihr alle werdet am letzten
Tage des Jahres 1950 mit euren Werken und mit euren Gaben
gegenwärtig sein, um von Mir gerichtet zu werden. Die einen im
Geiste und die anderen im Erdenkörper werdet ihr bei Mir sein, um
meine letzten Aufträge zu empfangen. Danach werden für euch die
Wege offenstehen, auf denen ihr euch verstreuen werdet, um die
Frohe Botschaft zu bringen und im Herzen der Menschen das
Zeugnis von meinem Kommen in dieser Zeit zurücklassen.
6. Ich verlange von euch keine Opfer oder Werke, die über eure
Kräfte gehen. Ich bitte euch nur um eure Liebe, mit der Ich euch
beschenkt habe, um Demut und Geduld, damit ihr die Erfüllung
eurer Mission vollbringen könnt.
7. Meine Kundgebung wird am letzten Tag des Jahres 1950
enden, um die Jünger auszuwählen, die Ich mit meinen Gnadengaben
beschenkt habe. Der Meister wird eure Werke überwachen,
und Ich werde in meinem Eifer, euch zur Erfüllung aller meiner
Aufträge zu veranlassen, nicht nachlassen.
8. Jünger, Ich warne euch. Wie oft werdet ihr die Wissenschaftler
dies Werk ablehnen sehen! Aber ihr werdet ihnen vergeben
und euren Weg fortsetzen. Wenn ihr so verfahrt, werde Ich die
Menschheit überraschen, indem Ich euch gewähre, dass ihr durch
euren Geist das entdeckt, was die Menschen mit all ihrer Wissenschaft
nicht zu entdecken vermochten.
9. Ich nenne euch ständig "Jünger", um euch im Kampfe zu
ermutigen, um aus eurem Herzen die Vorstellung von Minderwertigkeit
zu verbannen, die die Armut und die Demütigungen in
euch hinterlassen haben. Ich will euch groß machen in der
Erkenntnis des Geistigen, damit ihr die Menschen zu einem höheren
Leben erweckt, zu einem vollkommenen Leben, in dem sich das
Gesetz des Geistes harmonisch mit jenen Gesetzen verbinden, die
das materielle Leben regieren.
10. Ihr seid nicht die einzigen Treuhänder meiner Geheimnisse,
noch die einzig Würdigen eines geistigen Erbes. Ich sage euch dies,
damit ihr niemals damit prahlt, die Würdigsten und Geliebtesten zu
sein, und damit in eurem Herzen niemals Eitelkeit aufkeimt. Wenn
ihr zulassen solltet, dass solche Gefühle in eurem Wesen hochkommen,
wärt ihr in Gefahr, die erlangte Gnade zu verlieren.
11. Menschen, eurer Eifer und eure Liebe werden euch zu
ewigen Besitzern der Gaben des Geistes machen. Ich will, dass ihr
immer demütig, eifrig im Guten, im Gesetze, in der Wahrheit seid,
gütig mit der Güte des Geistes, die über der des Herzens steht.
12. Meine Lehre ist das Licht, von dem alle Weisheit, alle
Kenntnisse, Offenbarungen und Wissenschaften ausgehen. Es offenbart
alles in schlichter Weise. Wenn es einmal der Geist ist, der die
Schritte der Menschen lenkt, werdet ihr feststellen können, dass das,
was die Wissenschaftler erst nach langer Zeit des Studiums und
großer Opfer und Mühen zu entdecken vermochten, durch die
seelische Erhebung, durch das Gebet, durch die Meditation in Gott
und durch die Inspiration am Guten leicht erlangt werden kann. Die
Geheimnisse werden euch offenbart werden und die verborgenen
Schatzkammern aufgetan, in die der Mensch mit anderen Mitteln
niemals hätte eindringen können.
13. Vieles von dem, was ich in dieser Zeit zu euch gesprochen
habe, ist Prophetie, die sich mal auf die nächsten Zeiten, mal auf
zukünftige Zeiten bezieht. Deshalb wollen viele Menschen dieser
göttlichen Botschaft keine Bedeutung beimessen. Dies Wort wird
jedoch voller Licht unter den Menschen der kommenden Zeiten
auferstehen, welche in ihm große Offenbarungen erkennen und
entdecken werden, deren Genauigkeit und Vollkommenheit die
Wissenschaftler in Erstaunen setzen werden.
14. Dies ist der Grund dafür, dass Ich euch angewiesen habe,
mein Wort aufzuschreiben, damit es, wenn ihr von diesem Leben in
eine anderes geht, oder wenn dies Volk meine Unterweisungen nach
und nach vergisst, getreulich und unauslöschlich in einem Buche
niedergeschrieben ist.
15. Für dich, Volk, ist nun die richtige Zeit, um aufzubrechen
und Beweise für diese Wahrheit zu liefern, indem ihr mit den
Gaben, die Ich euch enthüllt habe, Wunder tut.
16. Schlaft nicht in Erwartung jener Zeiten, von denen ich zu
euch gesprochen habe, um euch dann erst zu erheben und den
Menschen zu sagen: Das, was ihr nun vor Augen habt, wurde bereits
vorausgesagt. Nein, Volk, es ist unbedingt notwendig, dass du es im
voraus ankündigst, dass du es prophezeist, dass du den Weg für das
Eintreffen all dessen ebnest, was ich euch vorausgesagt und verheißen
habe. Dann werdet ihr eure Mission als Wegbereiter der
Vergeistigung auf Erden erfüllt haben. Wenn dann auf der Welt
Wunderdinge in Erscheinung zu treten beginnen und der Geist des
Herrn zu euch durch nie gesehene Ereignisse spricht, und wenn der
Geist des Menschen nie geahnte Gaben und Fähigkeiten zu
offenbaren beginnt, werdet ihr erleben, wie alle Glaubensbekenntnisse,
Theorien, Normen, Institutionen und Wissenschaften
erschüttert werden. Und dann wird die Menschheit bekennen, dass
jene, die in Demut eine scheinbar fremdartige Lehre predigten,
Recht hatten, weil ihre Worte bestätigt wurden, als sie in Erfüllung
gingen.
17. Ihr werdet dann erleben, dass die Völker der Erde an der
geistigen Unterweisung interessiert sind, dass die Theologen die
Lehren Christi mit den neuen Offenbarungen vergleichen. Und ihr
werdet viele, die immer gleichgültig gegenüber dem Geistigen
gewesen waren, sich lebhaft für das Studium der Offenbarungen
dieser und vergangener Zeiten interessieren sehen.
18. Heute könnt ihr, obwohl ihr es möchtet, nicht die Erfüllung
all dessen erblicken, was Ich euch ankündige. Aber wenn ihr
wirklich an mein Wort glaubt, werdet ihr mit dem Blick eures
Glaubens viele Ereignisse der Zukunft schauen können, und wenn
ihr zubereitet seid, werden euch eure Träume, eure Gesichte und
Inspirationen nicht betrügen.
19. Hört Mir mit tiefer Aufmerksamkeit zu: Wenn Ich aufhöre,
in dieser Form zu euch zu sprechen, dann sammelt mein Wort, das
ihr in Niederschriften festgehalten habt, mit Liebe, um es als
Zeugnis dessen, was Ich in dieser Zeit zu euch gesprochen habe, den
kommenden Generationen zu hinterlassen.
20. Betrachtet mein Wort als einen Samen, damit ihr nicht
zulasst, dass man ihm die geringste Unreinheit beimischt.
21. Die Äcker, die die Herzen dieser Menschheit sind, werden
bald gesäubert und bereit für die Aussaat sein, und wäre es gerecht,
dass diese rein sind, die Saat es jedoch nicht wäre?
22. Denkt über mein Wort nach, geliebte Jünger. Durch dieses
verwandelt und reinigt ihr euch nach und nach für die gute
Durchführung eurer Mission.
23. Jetzt bin Ich zu den Menschen zurückgekehrt, um ihnen in
ihren gegenwärtigen Prüfungen beizustehen. Der Meister sagt euch:
Beunruhigt euch nicht nach 1950, wenn ihr die Zeichen meines
Kommens in Herrlichkeit erscheinen seht. Freut euch dann vielmehr,
weil Ich euch ermöglicht habe, diese Offenbarungen direkt
mitzuerleben.
24. So, wie Ich in der Zweiten Zeit nach dem Opfertod Mich im
Geiste Magdalena zeigte und sie überrascht und zugleich voll
Freude ausrief: "Herr, sei für immer gepriesen und verherrlicht", so
bin Ich heute bei euch erschienen, als ihr glaubtet, dass der Meister
abwesend oder gleichgültig gegenüber euren Leiden wäre; doch
nach eurer Überraschung habt ihr Mich gesegnet. Ihr habt in eurer
Seele mein Licht empfangen, und nachdem ihr so große Gnade
empfangen hattet, habt ihr euch an eure Mitmenschen erinnert und
habt für sie gebeten mit den Worten: "Ich habe das Glück, Dein
Wort zu vernehmen, während andere diese Unterweisungen nicht
kennen." Doch der Meister sagt euch: Ich habe meinen Geist auf
unterschiedliche Weise in allen Nationen offenbart. Diejenigen, die
sich vorbereitet haben, erkennen, dass sie eine Zeit der Gnade und
der Gerechtigkeit durchleben, und haben meine Gegenwart
empfunden.
25. So, wie Ich Magdalena vergab, vergebe Ich euch. Doch Ich
will, dass ihr euch so wie sie meiner würdig macht.
26. Wie viele nachahmenswerte Beispiele könnt ihr von euren
Geschwistern aus anderen Zeiten erhalten! Ihr Werk ist wie ein
offenes Buch. Doch ihr ─ wollt ihr nicht, dass auch euer Beispiel
schriftlich erhalten bleibt? Ich werde von euren Werken nur die
aufgreifen, die Ich für würdig befinde, um sie euren Nachkommen
vor Augen zu führen. Ihr jedoch werdet heute, da ihr noch im
Fleische lebt, weder Ruhm noch Verehrung ernten. Seid demütig
und lasst andere eure Werke bewerten.
27. Bei dem großen Tagewerk, das euch erwartet, werde ich
euer Kyreneus* sein. Meine Lehre wird große Umwälzungen auf der
Welt verursachen. Es wird große Veränderungen in den Sitten und
Vorstellungen geben, und selbst in der Natur werden Umwandlungen
stattfinden. All dies wird den Beginn eines neuen Zeitalters
für die Menschheit anzeigen, und die Geister, die ich in Kürze zur
Erde senden werde, werden von all diesen Prophezeiungen
sprechen, um zur Wiederherstellung und Aufwärtsentwicklung
dieser Welt beizutragen. Sie werden mein Wort erläutern und die
Geschehnisse deuten.
* Simon von Kyrene trug das Kreuz von Jesus (Mark. 15:21)
28. Kommt und vernehmt Mich, konzentriert euch auf den
Grund eures Herzens, und Ich versichere euch: So gering euer
Glaube an meine Gegenwart auch sei, ihr werdet Mich fühlen.
29. Ich verurteile euren Mangel an Glauben nicht, im Gegenteil,
Ich vergebe es, weil ihr nicht vorbereitet wart, um Mich zu
empfangen. Denn die Menschheit schlief jahrhundertelang einen
tiefen Schlaf, verblendet durch Fanatismus und Abgötterei, durch
Materialismus.
30. Wer hatte euch daran erinnert, dass Ich angekündigt hatte,
zurückzukehren, und dass ihr daher wachen musstet, um Mich zu
erwarten? Etwa eure Eltern? Etwa eure Pfarrer? Wer hielt euch
wach?
31. Nur wenige lebten in Erwartung der Ereignisse, im
Verlangen, dass die symbolische "Wolke" meiner Verheißung am
Horizont erscheinen würde, eure Seele erleuchten, euren Körper
stärken und euch offenbaren würde, dass meine Wiederkunft im
Geiste ist.
32. Daher ist euer Kampf, um meine Gegenwart in dieser Zeit
zu begreifen, groß gewesen, und ihr hattet viele Hindernisse zu
überwinden, um zu Mir zu gelangen. Aber all dies ist verdienstvoll,
Ich halte es euch zugute und sage euch fürwahr, dass keine der
Bitternisse, die ihr erlitten haben mögt, um Mir auf diesem Wege
nachzufolgen, ohne eine Belohnung bleiben wird.
33. Was, glaubt ihr, ist die Entschädigung für eure Geduld, um
Spott und Verachtung selbst innerhalb eurer Familie zu ertragen?:
die Bekehrung eurer Angehörigen! Da ihr jedoch genug Geduld
hattet, um ihre Verständnislosigkeit zu ertragen, so habt sie auch,
um den Zeitpunkt abzuwarten, an dem sich ihr Glaube entzündet.
Um dies zu erreichen, müsst ihr euch sehr viel Mühe geben mit
Werken, mit Worten, Gebeten und guten Gedanken. Aber
schließlich werdet ihr das Wunder Wirklichkeit werden sehen.
34. Euch werde Ich die Mission übertragen, euren Mitmenschen
meine Wiederkunft zu verkünden. Ich vertraue euch die Botschaft
oder frohe Kunde meiner geistigen Kommunikation mit der
Menschheit an. Erfreut euch an dem Gedanken, dass ihr die
Überbringer einer so kostbaren Botschaft seid, und lasst diese
Freude der Balsam für die Wunden sein, die ihr auf dem Kampfesweg
empfangt.
35. Einige sind zu der Kundgebung meines Wortes mit der
Unschuld jener Hirten von Bethlehem gekommen, ihre schlichte
Gläubigkeit war die bescheidene Opfergabe ihrer Herzen. Andere
sind im Verlangen nach Beweisen von Mir gekommen, um glauben
zu können. Es waren die Kranken, die seit langer Zeit und von Tür
zu Tür die Gesundheit gesucht hatten, ohne sie zu finden. Wieder
andere kommen wie die Schriftgelehrten und die Pharisäer, um
Mich auszuforschen, Mich zu befragen und auf die Probe zu stellen,
wobei sie immer fürchten, dass die Wahrheit ihre Heuchelei und ihre
Falschheit aufdeckt. Alle habe Ich empfangen, für alle hatte Ich eine
Liebkosung, eine Demonstration meiner Macht, einen Beweis
meiner Wahrheit.
36. Auch muss Ich euch sagen, dass von all denen, die Ich
erwähnt habe, viele geblieben sind, um Mir nachzufolgen, weil ihr
Herz voller Dank war, und ihre Seele vom Lichte meines Wortes
erleuchtet wurde in dem Verlangen, zu lernen, wie man die Wahrheit
aussät und kultiviert.
37. Aus einer kleinen Schar, die sich versammelte, um meine
ersten Unterweisungen zu vernehmen, seid ihr bereits zu Menschenmengen
geworden, die eine Gemeinschaft bilden. Doch vorerst
werden nicht alle zu wahren Aposteln dieser Botschaft der
Vergeistigung werden können.
38. Unter diesen Menschenscharen gibt es Menschen jeder
Gemütsart und Verfassung, so wie es unter ihnen auch Seelen von
unterschiedlicher Entwicklung gibt. Damit jedoch diese göttliche
Offenbarung, diese Botschaft, die Ich in meinem Worte gebracht
habe, unter dem Volke, das meinen Kundgebungen beiwohnte,
schließlich geklärt und klar erfasst wird, wird es viele Prüfungen
durchmachen, viele innere Kämpfe bestehen und viele "Schmelztiegel"
erleiden müssen, bis es aus ihnen als ein wahrer Jünger des
Spiritualismus hervorgeht.
39. Es wird nicht das erste Mal sein, dass die Menschen darum
ringen, eine göttliche Offenbarung zu deuten oder Klarheit in einer
Sache zu erlangen, die sich ihren Augen als ein Geheimnis
präsentiert. Schon in der "Zweiten Zeit" beratschlagten sich die
Menschen nach meiner Predigttätigkeit auf der Welt über die
Persönlichkeit Jesu und wollten wissen, ob er göttlich sei oder nicht,
ob er eins mit dem Vater ist oder eine von ihm verschiedene Person.
Auf alle Arten beurteilten und erforschten sie meine Lehre.
40. Jetzt werde ich wiederum Gegenstand von Deutungen,
Erörterungen, Auseinandersetzungen und Untersuchungen sein.
41. Man wird prüfen, ob der Geist Christi, als er sich kundtat,
unabhängig vom Geist des Vaters war. Und es wird andere geben,
die sagen, dass es der Heilige Geist war, der gesprochen hat, und
nicht der Vater, noch der Sohn.
42. Doch was ihr "Heiliger Geist" nennt, ist das Licht Gottes,
und was ihr "Sohn" nennt, ist sein "Wort". Wenn ihr also dies Wort
hier vernehmt, wenn ihr von meiner Lehre der "Zweiten Zeit"
Gebrauch macht oder an das Gesetz und die Offenbarungen der
"Ersten Zeit" denkt, so seid euch bewusst, dass ihr in der Gegenwart
des Einen Gottes seid, sein Wort vernehmt und das Licht seines
Geistes empfangt.
43. Es ist an der Zeit, dass ihr diese Offenbarung studiert, damit,
wenn ihr befragt und auf die Probe gestellt werdet, ihr mit Worten
wahren Lichtes zu antworten vermögt und Frieden und Wonne in
jedem Herzen hinterlasst, in das ihr die Essenz meines Wortes und
das Licht eurer Auslegung legt.
44. Ich habe Hunger und Durst nach eurer Liebe, Volk. Lasst
Mich einige Augenblicke bei euch sein, denn Ich habe euch etwas
zu sagen.
45. Warum sucht ihr Mich nur, wenn euch eure Leiden
niederdrücken? Würde es euch nicht gefallen, Mir auch eure
Freuden, eure Siege und Befriedigungen darzubringen?
46. In der Zweiten Zeit inspirierte Ich euch Liebe und Vertrauen,
damit ihr euch Mir ohne Furcht nähern würdet. Warum zweifelt ihr
dann manchmal an meiner Liebe oder an meiner Vergebung? O ihr
"verlorenen Söhne", die ihr euch fürchtet, zum Vaterhause zurückzukehren!
Ich wusste: Trotz der Beweise unendlicher Liebe, die Ich
euch damals gab, war es notwendig, zurückzukehren, um euch zu
suchen ─ nicht, damit ihr Mich nochmals als Mensch sehen würdet,
sondern damit ihr Mich innen, tief innen in eurer Seele fühlen
würdet.
47. Schart euch wieder um Mich wie meine Jünger von damals,
folgt Mir wieder nach, wie es die großen Menschenmassen taten,
denn Ich werde euch das Himmlische Konzert meines Wortes
vernehmen lassen und zugleich jene Werke der Liebe tun, die ihr
Wunder nennt.
48. Ich komme als Vater, damit alle, die auf der Welt Liebe,
Zuneigung, Zärtlichkeit entbehrt haben, bei Mir die göttliche Wärme
finden.
49. Ich komme als Arzt, damit ihr eure Krankheiten, eure
Sorgen und alle heimlichen Leiden, die eure Seele und zugleich den
Körper krank gemacht haben, Mir übergebt.
50. Ich komme als Freund, damit ihr Mir eure tiefsten
Geheimnisse, Kämpfe und Sehnsüchte anvertraut und Mich an eurer
Seite gehen lasst.
51. Ich komme als Meister, weil Ich vor euch das Buch der
Weisheit und des Lebens aufschlagen will.
52. Ich komme als Richter, um ─ wie ihr sagt ─ die Lebenden
und die Toten zu richten, wie Ich sage: die Inkarnierten und die
Entkörperten, ohne dass meiner Gerechtigkeit das kleinste eurer
Werke entgeht.
53. Unter den Menschenscharen, die in den schlichten Versammlungsräumen
zusammen kommen, um Mich zu vernehmen,
gibt es viele, die dies Wort verstehen und fühlen. Es sind die auf den
weiten Wegen des Kampfes, der Prüfungen, der Erfahrungen
entwickelten und in den schweren Zeiten des Schmerzes geläuterten
Seelen. Sie verstehen Mich und bitten Mich nicht um weltliche
Güter. Sie wissen, dass in ihrer Seele ein Buch des Wissens
existiert, und erwarten vom Meister nur jene göttliche Unterweisung,
durch die sie die Vorgehensweise kennenlernen können,
wie man das Licht, das die Seele in sich trägt, denen übermittelt, die
Erfahrung und Unterweisung benötigen.
54. Hier sind auch solche, die, ohne lange Wege zurückgelegt zu
haben, mein Wort als Weg nutzen werden, um nicht in die Irre zu
gehen, und ihre Liebe wird ihnen unendliche Leiden für ihre Seele
ersparen.
55. Die große Mehrheit der Menschen hier hat in ihrem Herzen
ein einziges Gebet: das ihres Schmerzes. Sie alle kommen, um Mir
zu sagen, dass ihre Last sehr schwer ist, und ihr Kelch allzu bitter.
Sie vergegenwärtigen Mir ihre Einsamkeit, Enttäuschungen,
Mühsal, Schwachheiten, Elend, Krankheiten, Trauer und viele
andere Nöte. Aber nicht nur sie leiden, der Schmerz ist in der
ganzen Menschheit gegenwärtig. Sie wissen nicht, dass jetzt die Zeit
der Läuterung ist, in der Seelen und Menschen ihre Schandflecken
reinwaschen, um danach einen Schritt vorwärts zum Gipfel des
Berges hin zu tun. Wenn diese Flecken getilgt sind, werdet ihr nicht
einen Augenblick des Schmerzes mehr erfahren, weil der Heilbalsam
der Erneuerung euch dann jene Gesundheit zurückgegeben
hat, die der Herr in seine Geschöpfe hineinlegte, als sie aus seinem
Schoße hervorgingen.
Mein Friede sei mit euch!

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