BWL - Band VIII - Unterweisung 214


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 214:
1. Ich gebe euch mein Wort durch menschliche Lippen, weil ihr
die Botschaften, die Ich den Menschen unablässig sende, nicht
einmal wahrnehmt. Das ist der Grund dafür, weshalb Ich Mich
durch das Verstandesvermögen des Menschen kundgeben musste.
Es ist nicht so, dass Ich menschliche Instrumente benötige, um Mich
zu offenbaren. Ihr seid es, die es benötigt haben.
2. Mein liebevolles Gesetz ist nur gekommen, um Distel für
Distel von dem Pfade zu entfernen, damit ihr zu Mir gelangen
könnt.
3. Für den Vater ist nichts unmöglich oder schwierig. Daher
machte Ich aus dem Menschen selbst das Werkzeug für meine
Kundgabe, und damit bewies Ich euch meine Liebe zu euch, wobei
Ich eure Unvollkommenheiten vergab und keinen Anstoß an euren
Schandflecken nahm. Auch gab Ich euch Beweise meiner Macht, als
Ich euch mein weises, liebevolles, göttliches Wort durch ein
armseliges Verstandesvermögen und durch unreine und unbeholfene
Lippen gab.
4. Dieses Wunder habt ihr alle gesehen, als ihr gefühlt habt,
dass die Körpermaterie des Stimmträgers verschwindet, und ihr die
Gegenwart des Meisters wahrgenommen habt. Da habt ihr euch am
göttlichen Worte gefreut, habt euch in eine Welt des Lichtes versetzt
gefühlt, und habt den geistigen Frieden der Verzückung genossen.
5. Wie viel Zeit verstrich, während der Meister zu euch sprach?
Wie lange wart ihr in jenem erhöhten Zustand? Ihr könnt es nicht
sagen, denn in jener Stunde wart ihr jenseits der Zeit.
6. Danach, als das Lehrwort zu Ende war, habt ihr unendliche
Sehnsucht danach gehabt, zu eurem Heim zurückzukehren, um
Meine Worte zu wiederholen. Ihr habt den edlen Wunsch gehegt,
jemandem unterwegs zu begegnen, der euch beleidigt hat, um ihm
zu vergeben, oder irgendeinem Bedürftigen, um ihm die Frohe
Botschaft meiner Gegenwart zu überbringen.
7. Wenn ihr schließlich jemandem begegnet, dem ihr das, was
ihr gehört habt, berichten wollt, merkt ihr, dass eure Lippen zu
unbeholfen sind, um jene göttliche Unterweisung wiederzugeben,
und dann begreift ihr, dass dieses Wort wirklich tiefgründig ist, und
dass auch die Art und Weise, in der diese Stimmträger aktiv werden,
eure Beachtung verdient.
8. Der Meister sagt denen, die leiden, weil sie sich für zu
unbeholfen halten, um das göttliche Wort auszudrücken: Seid
unbesorgt, denn nach und nach werden sich eure Gaben entfalten,
bis der Tag kommt, an dem ihr nicht einmal die Kundgabe durch die
Stimmträger benötigt. Denn die Botschaft, die Ich euch sende,
werdet ihr durch die vollkommene Zwiesprache von Geist zu Geist
direkt empfangen.
9. Wenn ihr soweit seid, diesen Schritt zu tun ─ achtet genau
auf das, was Ich euch nun sage: Das Leben wird dann für eure Seele,
für eure Sinne und für euren Verstand wie ein Strom von Weisheit,
wie ein Liebeslied, wie eine Stufenleiter sein, die euch zum
Schöpfer emporführt.
10. Gelange bald auf diese Höhe, Volk, damit du in hoher,
geistiger Weise und in wahrer Harmonie mit allem Geschaffenen
lebst.
11. Derzeit seid ihr kaum kleine Kinderschüler einer an Macht
und Weisheit unendlichen Lehre. Doch Der, der sie euch lehrt, ist
der Meister aller Meister. Lasst euch willig von Ihm führen, dann
werdet ihr sehen, wie seine Liebe jede Dornenhecke und jeden
Stolperstein vom Pfade entfernen wird.
12. Mein Wort in dieser Dritten Zeit will die unermessliche
Leere ausfüllen, die in den Seelen der Menschen vorhanden ist ─
eine Leere, die die Menschen niemals durch menschliche Liebe,
durch Reichtümer der Welt, durch veräußerlichte Riten und Kulte
ausfüllen konnten.
13. Zu euch ist die ersehnte Botschaft nun gekommen, diejenigen
segnend, die sie erwartet haben, und die erweckend, die
schlafen. Meine Botschaft ist für alle, und alle werden sie kennen-
lernen zu der Stunde, in der sie nach und nach jedes Herz, jedes
Volk und jede Nation erreicht.
14. Mein Wort ist Licht der Wahrheit und Gerechtigkeit, das in
der Finsternis dieser Menschheit erstrahlt. Es spricht zu eurer Seele
und regt sie dazu an, nachzudenken, damit sie den Grund für mein
Kommen und die Aufklärung jedes Geheimnisses erfährt.
15. Damit der Mensch einen Hymnus des Friedens anstimmen
kann, muss er lieben und vergeben. Nährt nicht länger die Selbstsucht,
noch den Groll, den Hass oder die Verblendung. Denn dann
haltet ihr meinen Geist auf, der zu euch kommen möchte, um unter
den Menschen sein Friedensreich zu schaffen.
16. Ja, Volk ─ obwohl du nur ein kleiner Teil der Menschheit
bist, kennst du die moralische und materielle Zerrüttung, die besteht.
Du siehst ihr Elend und ihre Bedürftigkeit, ihre Trübsal und
Verzweiflung. Dieses Elend und diesen Schmerz erleidet nicht nur
der Körper, sondern auch die Seele, die an Mangel an Verdiensten
schwach geworden ist.
17. Seid Führer eurer Mitmenschen, seid meine Wegbereiter.
Fühlt meine Liebe und liebt bedingungslos und selbstlos. Werdet
erleuchtet und tragt dies Licht durch die Welt. Inspiriert euch an der
Wahrheit und vertieft euch in die großen Offenbarungen, die Ich
euch über die Zeiten hin gegeben habe, und bringt dieses Wissen
denen, die weniger als ihr wissen.
18. Dringt mit diesem Lichte in euch selbst ein und entdeckt die
Befähigung, mit der Ich eure Seele ausgestattet habe. Wenn ihr dann
den Wert dieser Gaben nutzt, werdet ihr das Leben zu lieben
verstehen, und schon in diesem Erdentale, in dem ihr wohnt, werdet
ihr das ewige Leben lieben und erkennen.
19. Liebt und vergebt viel, wenn ihr euch meine Apostel nennen
wollt. Denkt an Mich, dann wird eure Trübsal verschwinden. Fühlt
keinen Schmerz, wenn man euch beleidigt. Segnet und überlasst
eure Sache Mir. Dann werdet ihr euch glücklicher fühlen als jene,
die sich wegen ihrer Reichtümer für reich halten. Denn dann habt
ihr vergeben. Ihr wisst nicht, ob diese Vergebung nicht der Preis für
eure Rettung ist. Mit diesem Akt werdet ihr die Seele dessen
erleuchten können, der euch Leid verursachte, und damit habt ihr
auch ihn errettet.
20. Liebt alles, selbst die Luft, die ihr atmet, denn in ihr ist
meine Liebe, wie sie in der ganzen Schöpfung ist. Liebt die Zeit und
die Stunde, in der ihr lebt, denn in allem ist mein Geist manifestiert.
Fühlt ihr nicht, wie die Natur, die euch umgibt, um Frieden und
Liebe bittet? Ich werde alle Naturkräfte wieder auf die rechte Bahn
bringen, werde alle Geschöpfe wiederherstellen. Der Mensch jedoch
wird alle Folgen seiner Fehler durchleiden müssen, welche Ursache
der Zerstörung waren.
21. Dies Brot, das Ich euch derzeit gebe, ist die Nahrung, die die
Menschheit braucht ─ die einzige, die sie stärken kann. Empfangt es
mit Liebe, und werdet stark durch dasselbe, damit ihr eure Aufgabe
erfüllt.
22. Lebt euer Leben voll und ganz, lebt zuversichtlich und
geduldig, damit ihr euren Glauben beweist. Fürchtet nichts, Ich bin
bei euch. Wenn ihr stark seid, werdet ihr eure Stadt Stein um Stein
einstürzen sehen können und nicht verzagen. Denn in euch ist die
göttliche Kraft, jener Teil meines Geistes, mit dem ihr Großes im
Herzen eurer Mitmenschen bewirken könnt. Ihr könnt den Betrübten
Freude schenken, könnt Tränen trocknen, ein niedergeschlagenes
Gemüt wiederaufrichten. Das Werk, das ihr mit Glauben und Liebe
schafft, wird groß und unzerstörbar sein.
23. Lasst euch von meiner Liebe zum ewigen Leben führen.
Öffnet eure Augen und habt Teil an den Herrlichkeiten und
Schönheiten, die Ich für die Glückseligkeit aller meiner Kinder
geschaffen habe. Mein Segen gelangt zu allen, zu Gläubigen und
Ungläubigen. Ich mache den Weg frei von Dornen, damit ihr eure
Füße nicht mehr verletzt und im Gehorsam gegenüber eurem
Himmlischen Vater immer sicher voranschreitet.
24. In meinem Worte bringe Ich euch Heilung für eure Leiden,
in euer Wort lege Ich den Balsam für die Kranken. Aber begreife,
Volk, dass dieser Balsam nicht nur für den Körper da ist, sondern
auch für die Seele. Nicht nur für den, der auf der Welt lebt, sondern
auch für den, der im Geistigen ist.
25. Zuweilen, wenn Ich durch diese Stimmträger zu euch
spreche, sehe Ich, dass die einen von verwirrten Seelenwesen umgeben
sind, andere von ihnen besessen, und wieder andere von
ihnen verfolgt werden. Diese beherrschen euren Willen, verwirren
euren Verstand oder machen euren Körper krank. Dann spreche Ich
zu ihnen in der Sprache des Geistes und entferne sie von eurem
Wege. Aber nicht alles muss der Meister tun. Ich will, dass ihr wisst,
was der Grund dafür ist, dass diese Wesen, eure Geistgeschwister, in
euer irdisches Leben eindringen, und was ihr tun müsst, um euch
von ihren schlechten Einflüssen frei zu machen und in jenen Seelen,
die euer Mitgefühl verdienen, zugleich Licht zu machen.
26. Jene Seelen, die nicht mehr zum menschlichen Leben
gehören, kommen zu den Menschen und leben noch mit ihnen
zusammen. Darüber gab Ich euch viele Lektionen in der Zweiten
Zeit, als Ich die Fälle nutzte, in denen man einige Besessene zu Mir
brachte. Aber jenes Volk und seine Priester vermochten den Sinn
jener Offenbarungen nicht zu begreifen und beurteilten Mich gemäß
ihrer schlechten Meinung.
27. Jetzt erweitere Ich meine Unterweisung, damit ihr dieses
Wissen besitzt, und um euch Waffen zu geben, damit ihr die
Verwirrung bekämpft und besiegt.
28. Jünger: Der Grund, der die Gegenwart der verwirrten
Geister ohne Frieden und ohne Licht unter euch veranlasst, sind die
schlechten Gedanken, die schlechten Worte, die niederen Leidenschaften,
die schlechten Sitten, die Laster. Das alles ist wie eine
Kraft, die all jene anzieht, die ─ weil sie sich nicht geläutert haben
─ unreine "Wohnungen" suchen müssen, um darin zu wohnen. Es
sind Wesen, die bereits ohne Erdenkörper sind, die in ihrer Verwirrtheit
fremde Körper suchen, um sich durch sie auszudrücken.
Aber infolge ihrer Verwirrtheit und ihrer Einflussnahme ist das
einzige, was sie erreichen: den Frieden stören, den Verstand trüben
oder jene krank zu machen, denen sie sich nähern.
29. Jene Geister sind der Inbegriff von Krankheit, sind die
Bewohner der Schattenreiche, die weder wissen, was Leben ist,
noch was Tod ist.
30. Ich, der Ich das Licht des Geistes bin, suche einen
Verlorenen nach dem anderen, einen nach dem andern von den für
das Geistige Leben Toten, um sie aus ihrer Qual zu retten und sie
den Frieden fühlen zu lassen ─ jenen Frieden, der aus dem
Verständnis erwächst. Doch Ich sage euch noch einmal, dass nicht
nur der Meister, sondern auch die Jünger jenen Wesen Licht bringen
müssen, die ─ wenngleich für eure irdischen Augen unsichtbar,
doch für die Sensibilität dessen wahrnehmbar sind, der sich vorzubereiten
versteht.
31. Die rechte Art und Weise, gegen die schlechten Einflüsse
jener Welt zu kämpfen, die zahlreicher und stärker ist als die eure,
ist die, zu beten, den Weisungen meiner Lehre treu zu bleiben und
die Beharrlichkeit im Guten. Wer mit diesen Waffen kämpft, befreit
nicht nur sich selbst, sondern er rettet und befreit auch seine
Geistgeschwister.
32. Wie könntet ihr Spiritualisten sein, wenn ihr diese Unterweisung
nicht kennen würdet? Wie hätte die Heilweise, die Jesus
ausübte, vollständig sein können, wenn Er nicht die Heilung der
Besessenen offenbart hätte?
33. Studiert meine Worte gründlich und versucht nicht, aus
meinen Unterweisungen Wissenschaften zu machen, noch euch
dessen, was Ich euch gelehrt habe, um euch zu befreien, zu
bedienen, ohne die zu lieben, die euch vielleicht in Bestürzung
versetzt haben, denn dann werdet ihr zusammen mit ihnen in die
Finsternis fallen.
34. Wann werdet ihr durch eure guten Werke aus dieser Erde
eine Welt machen, aus der jeder der sie verstört durchlebt, später
voll Licht weiterzieht? Wann werdet ihr endlich kein geeigneter
Aufenthaltsort mehr sein für die Anwesenheit jener Welt schlechter
Einflüsse?
35. Wenn ihr diese Realität nicht zur Kenntnis nehmt, werdet
ihr euch nie von jenen Fallstricken befreien können, noch werdet ihr
irgendetwas zum Wohle der großen Zahl armer Seelen tun können.
Ihr werdet ─ die einen wie die anderen ─ Kranke sein, die sich
fortwährend ihre Krankheiten übertragen.
36. Denkt also an den Zweck meiner Unterweisungen, an den
Sinn meines erneuten Kommens, an all das, was mein Wort mit
seinem Lichte in sich birgt, damit ihr euch nicht mehr als einzige
Bewohner dieser Welt betrachtet. Seht alles, was euch umgibt, und
werdet wirklich zu Kindern des Lichtes.
37. Hört auf Mich, ergründet mein Wort, und Ich versichere
euch, dass ihr dann schnell zu Jüngern des Meisters aller Zeitalter
und aller Epochen werden werdet.
38. Volk Israel: Du bist zu allen Zeiten in vielen Kämpfen
gestählt worden, hast die Widrigkeiten der Sklaverei, der Verfolgung,
der langen Wanderschaft erfahren. Ruhe dich aus, und sei
jetzt frei auf dieser Erde, die Ich dir als vorübergehende Heimstatt
gebe. In dieser Zeit wirst du dich nicht auf die Suche nach einem
Land machen, in dem Milch und Honig fließt, noch werdet ihr nach
Samaria aufbrechen, sondern mein Geistiges Reich suchen. Ihr
werdet zu diesem unermesslich großen "Tale" kommen, das euch
dazu einlädt, Frieden zu genießen, euch vom Lichte meiner Weisheit
umfangen zu lassen und eure verlorenen Kräfte wiederzugewinnen.
39. Entfaltet eure Seele, denn ihr lebt in einer neuen Zeit, und
als erstgeborener Sohn des Vaters habt ihr unter der Menschheit
diese Etappe der Vergeistigung eingeleitet, die euch gemäß ist.
40. Bevor ihr eure Mission beginnt, hört Mir zu und lernt von
Mir. Mein Wort ist das Lehrbuch, und wenn ihr seine Lektionen
verstanden habt, geht zu euren Mitmenschen, predigt und fügt euren
Worten eure Werke hinzu. Betet und setzt euch in Verbindung mit
Mir und mit euren Schutzengeln, damit eure Inspiration fruchtbar
ist. Ich lade euch ein, ein Leben der inneren Betrachtung zu
beginnen, damit ihr bei eurer Auftragserfüllung alle eure Kräfte
konzentrieren könnt. Dann werdet ihr in kurzer Zeit die Umwandlung
eures Wesens erleben. Ihr werdet eure Bestimmung klar
erkennen und werdet wie ein Leuchtfeuer sein, das den Pfad eurer
Mitmenschen erhellen wird.
41. Ihr werdet die Zukunft nicht fürchten, weil ihr wisst, dass
Ich eurer Führer bin, und dass Ich alles mit Gerechtigkeit bereitgestellt
habe. Der Augenblick wird kommen, in der ihr euch von
Mir inspiriert fühlen werdet, und von eurem Geiste getrieben,
werdet ihr die Kranken aufsuchen und ihnen Trost spenden. Ihr
werdet euch an die wenden, die Hunger und Durst nach wahrem
Wissen haben, und ihnen werdet ihr das Wort geben, welches Licht
ist. Ihr werdet auch zu den Enterbten, den Gedemütigten gehen, und
auch ihnen werdet ihr eure Hand reichen. Dann werdet ihr euch bald
in Ratgeber, in Führer und Fürsprecher der Menschen verwandelt
sehen.
42. Je größer das Verderben ist, in das eure Mitmenschen
geraten sind, desto größer soll eure Geduld und euer Mitgefühl mit
ihnen sein.
43. Ihr wisst, dass ihr alle ursprünglich rein gewesen seid, und
dass ihr es am Ende wieder sein werdet. Vergesst nicht euren
Ursprung, und beeilt euch auf dem Wege, damit ihr schnell zu Mir
zurückkehrt.
44. Die Menschheit hat sich der Zahl nach vervielfacht, und die
Erde ist voll von diesem Samen. Der Mensch hat mein Gebot erfüllt,
dass Ich ihm im Anbeginn der Zeiten gegeben habe. Doch es gibt
viele Gesetze, die er nicht zu befolgen verstand. Es ist nicht die
Liebe, die ihn dazu bewegt, große Werke in Angriff zu nehmen. Es
ist nicht die Vernunft, durch die er sich abgeplagt hat. Seine Seele
ist sehr gesunken, und in ihrem Fall hat sie das Gleichgewicht
verloren. Doch Ich halte sie an und lasse sie zu der Ebene
zurückkehren, die ihr zukommt Die Tugenden, die Ich in die Seele
gelegt habe, sind so groß, dass ─ wenn sie bereit gewesen wäre, von
ihnen Gebrauch zu machen ─ sie auf einer sehr hohen Stufe wäre,
und der Schmerz sich ihrer nicht bemächtigt hätte, um sie leiden zu
lassen.
45. Noch könnt ihr das zurückgewinnen, was ihr verloren habt.
Deshalb bin Ich zu euch gekommen und gebe euch alle Mittel, eure
Erhöhung zu erreichen.
46. Komm zu Mir, Menschheit, bitte Mich, und Ich werde dir
geben. Meine Gnadengaben haben nicht aufgehört, die Quelle fließt
über an Gnade für jeden, der sie erfleht. Ich vergebe euch und
mache euch rein, damit ihr mit eurer Auftragserfüllung beginnt.
47. Seid willkommen am Quell der Inspiration, wo ihr euren
Durst löscht und die Ermattung schwindet. In Mir ist jenes kristallklares
Wasser, das den Durst der Seelen nach Liebe löscht.
48. In dieser Zeit ist euer Lebensweg gefährlich geworden und
das Tagewerk hart. Daher bin Ich gekommen, um eure Pilgerschaft
mit dem Lichte meines Wortes, welches Hoffnung ist, zu erhellen.
In meiner Unterweisung ermutige Ich euch unablässig, weiterzugehen,
und erinnere euch immerzu daran, das Vergängliche eures
Daseins nicht zu vergessen, nach welchem euch ein Jenseits
erwartet, um euch in seinem Frieden einzuhüllen.
49. Ihr seid wirklich Wüstenwanderer, die sich von der Essenz
meines Wortes nähren, und ermutigt durch den Glauben eurer Seele
strebt ihr dem Ziele entgegen, das ihr erreichen müsst.
50. Der Glaube ist eine Kraft, die erhebt, die verwandelt und
erleuchtet. Durch sie kann der Mensch sich zu seinem Schöpfer
aufschwingen. Denn sein Licht erhellt den Weg des Gesetzes, auf
dem man zum Vater gelangt.
51. Auf diese Weise, mit diesem Glauben geht ihr euren Weg
und nehmt dabei mit vollem Einverständnis der Seele und des
Körpers die Fallstricke und Schicksalsschläge in Kauf, die diese
Zeit mit sich bringt. Doch der Tag wird kommen, an dem ihr von
Mir sprechen und Zeugnis ablegen werdet, von der Art und Weise,
in der Ich bei euch gewesen bin, wie ihr Mich gehört und geschaut
habt, und auch, wie ihr meine Inspirationsdurchgabe empfangen
habt. Ich kündige euch an, dass ihr die Menschen vorbereitet
antreffen werdet, um die Unterweisung der Vergeistigung zu
verstehen. Heute könnt ihr nicht ausposaunen, dass der Meister
unter euch ist, denn sie würden euch nicht glauben und euch für
verrückt halten.
52. Seht auf die Geschichte, wie die von Gott Inspirierten
immer verkannt wurden, weil die Menschen, von Materialismus
bedeckt, die Wahrheit nicht erkennen können.
53. Das Gleiche wird euch passieren, wenn ihr von meinem
Werke sprecht, wenn ihr mit denen zusammenstoßt, die in Fanatismus,
Unwissenheit und Materialismus geraten sind. Bei ihnen
werdet ihr meine Lehre erklären und jeder wird sie seiner seelischen
Entwicklung gemäß auffassen. Doch am Ende wird diese Wahrheit
erstrahlen, weil Ich die Wahrheit bin.
54. Wenn die Menschen einmal Frieden erlangt haben, wird die
Zeit gekommen sein, in der der Meister euch große Unterweisungen
für die Seele offenbart ─ Offenbarungen, die von den kommenden
Generationen verstanden werden, die eine größere Entwicklung
haben werden.
55. Ihr seid bei Mir und lernt, zu säen, wohl wissend, dass die
Früchte jene genießen werden, die nach euch kommen, obwohl sie
nicht auf die Hindernisse stoßen werden, die ihr angetroffen habt.
Aber sie werden dennoch eure Werke beurteilen. Hinterlasst daher
auf dem Wege eine Spur der Liebe und Barmherzigkeit, damit ihr
im Geistigen die Befriedigung haben könnt, das Gesetz erfüllt zu
haben, das Ich euch lehrte. Ergründet mein Wort und lasst Mich
euch richten. Unterdessen bessert euer Leben und eure Werke.
56. Wenn ihr wollt, dass eure Mitmenschen entdecken, dass ihr
meine Jünger seid, so lasst es sie durch die Edelmütigkeit eures
Herzens erfahren. Lasst die Demut sich in euren Handlungen widerspiegeln;
denn wer von Herzen sanft ist, ist es auch der Seele nach.
Der Stolze und Eitle scheint stark zu sein, doch in Wirklichkeit ist er
seelisch arm.
57. Der Spiritualismus zerstört Bräuche und Traditionen, die
von Menschen eingeführt wurden und die den Geist aufgehalten
haben. Spiritualismus ist ununterbrochene Entwicklung und Erhebung
des Geistes, der sich mittels seiner Fähigkeiten und Eigenschaften
läutert und vervollkommnet, bis er zu seinem Schöpfer
gelangt. Der Spiritualismus zeigt die Art und Weise, in der der Geist
seinen Herrn zum Ausdruck bringt, ihn fühlt und empfängt. Der
Spiritualismus befreit den Geist und bringt ihn zur Entfaltung.
58. Das Geistige ist universelle Kraft und universelles Licht, das
in allem ist und allen gehört. Niemandem werden meine Unterweisungen
fremdartig erscheinen.
59. Die Eigenschaften des Geistes sind unwandelbar, weil sie
Tugenden meiner Göttlichkeit sind, ewige Kräfte. Begreift jedoch,
dass je nachdem, wie ihr gelebt habt, die Reinheit, die ihr vorweisen
könnt, größer oder geringer sein wird.
60. Wenn ihr Schandflecken auf die Reinheit eurer Seele
gebracht habt und diese den Vorwurf des Gewissens vernimmt,
fürchtet sie sich vor dem Göttlichen, welches Quelle der Läuterung,
der Erlösung und der Vergebung ist.
61. Meine Lehre öffnet sich wie ein Buch erneut vor dieser
Menschheit, damit sie sich in dem reinen Wasser dieser Unterweisung
badet und ihr Leben umwandelt, sich von den materialistischen
Neigungen abkehrt und sich im Verlangen nach dem
ewigen Leben aufwärtszuentwickeln bemüht.
62. Wenn ihr einmal das höhere Leben kennenlernt, werdet ihr
─ ohne dieses, in dem ihr lebt, zu missachten ─ jenes über alle
Eitelkeiten zu stellen verstehen, und die Menschen werden sich von
allem Überflüssigen und Nutzlosem trennen. Dies wird ein Zeichen
dafür sein, dass die Menschheit die Sehnsucht zu fühlen beginnt, die
geistigen Regionen zu erreichen.
63. Meine Lehre wird bewirken, dass es auf dieser Welt eine
vollkommenere Vorstellung vom Leben gibt.
64. Bis ihr diese Welt erreicht habt, lastet auf euch ein Auftrag,
welcher das Kreuz eurer Bestimmung ist, mit dem ihr bis zum
Gipfel des Berges gelangen werdet.
65. Versteht Mich und verzagt nicht, denn die Lehre, die ihr
bald predigen werdet, ist keine Phantasie, weil das Geistige in allen
Menschen vibriert, da alle Geist haben.
66. Wahrlich, Ich sage euch, wenn der Spiritualismus auf der
Erde regiert, werden die Menschen die Fundamente für den wahren
Frieden gelegt haben.
67. Ihr werdet jenes Zeitalter nicht von der Erde aus betrachten,
aber ihr bereitet es jetzt vor, und wenn es dann auf dem Höhepunkt
ist, wird Friede und Wonne auch in eurer Seele sein
68. Es wird das Früchtetragen des Samens sein, den Christus in
der Zweiten Zeit auf den Feldern säte, die schon in der Ersten Ära
vorbereitet wurden.
69. Heute ist der Weizen noch mit Unkraut vermischt. Doch
wenn dieses vernichtet ist und der Weizen mit goldenen Ähren
emporsprießt, wird das von der Menschheit erwartete Zeitalter
kommen.
70. Ich bin der Weg, geht auf ihm, und ihr werdet immerdar bei
Mir sein.
Mein Friede sei mit euch!

Beliebte Posts aus diesem Blog

BWL - Band IV - Unterweisung 109

BWL - Band 6 - Unterweisung 161