BWL - Band VIII - Unterweisung 213


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 213:
1. Das Licht meines Geistes ist bei euch, Christus ist über eurem
Geiste, und durch menschliche Lippen offenbart Er das Wort des
Lebens und der Wahrheit als einen Weg, der zu Mir führt.
2. Öffnet die Tore eures Heiligtums, damit Ich in das Reinste
eures Wesens eintrete.
3. "Sonntag der Auferstehung" nennt ihr diesen Tag, weil ihr
euch an ihm die Geschehnisse in Erinnerung ruft, die Jesus auf
seinem Erdenweg durchlebte.
4. Zieht endlich den Schleier des Geheimnisses weg, damit ihr
in das Heiligtum der Wahrheit eintretet. In dieser Unterweisung
offenbare Ich euch bedeutungsvolle Lehren, damit die dunklen
Schleier des Geheimnisses, mit denen ihr früher mein Licht
verhülltet, bei euch verschwinden. Vernehmet: Nur wer stirbt, kann
auferstehen. Glaubt ihr, Jesus sei damals "gestorben"? Habt ihr euch
euren Meister "tot" vorstellen können?
5. Der "Tod" ist nur ein Symbol. Der "Tod" existiert nur für
jene, die noch keine Erkenntnis der Wahrheit erlangt haben. Für sie
ist der Tod weiterhin ein Schreckensbild, hinter dem das Geheimnis
oder das Nichts ist. Euch aber sage Ich: Öffnet eure Augen und
begreift, dass auch ihr nicht sterben werdet. Ihr werdet euch vom
Körper trennen; doch dies bedeutet nicht, dass ihr sterben werdet.
Ihr habt, wie euer Meister, ewiges Leben.
6. Als Ich meinen Körper verließ, hielt mein Geist seinen
Einzug in die Welt der Geister, um zu ihnen mit dem Worte der
Wahrheit zu sprechen. Wie zu euch sprach Ich zu ihnen über die
Göttliche Liebe. Denn dies ist die wahre Erkenntnis des Lebens.
7. Wahrlich, Ich sage euch, der Geist Jesu war nicht einen
Augenblick lang in der Grabeshöhle, er hatte in anderen Lebenswelten
viele Liebeswerke zu tun. Mein unendlicher Geist hatte für
jene ─ wie für euch ─ viele Offenbarungen kundzutun.
8. Es gibt auch Lebenswelten, wo die geistigen Wesen nicht zu
lieben verstehen. Sie leben in der Finsternis und sehnen sich nach
Licht. Heute wissen die Menschen, dass dort, wo Lieblosigkeit und
Egoismus herrschen, Finsternis ist, dass der Krieg und die Leidenschaften
der Schlüssel sind, der das Tor des Weges verschließt, der
zum Reiche Gottes führt.
9. Die Liebe dagegen ist der Schlüssel, mit dem man das Reich
des Lichtes öffnet, welches die Wahrheit ist.
10. Hier habe Ich Mich durch menschliche Körper kundgetan,
dort habe Ich Mich mit den höherstehenden Geistwesen direkt in
Verbindung gesetzt, damit sie jene unterrichten, die nicht fähig sind,
meine Inspiration direkt zu empfangen.
11. Diese hohen, leuchtenden Wesen sind das, was hier für euch
die Stimmträger sind.
12. Jetzt versteht ihr wohl den Grund für mein Kommen zu
dieser Welt und den Grund für meinen Besuch jener Welten.
13. Ich habe zu Geistwesen gesagt: "Ihr werdet aufs neue
geboren werden. Doch bevor ihr in einem Erdenkörper sühnt, sollt
ihr eure Seele von jedem schädlichen Eindruck reinigen, damit ihr
in eurer Wiedergeburt wie brennende Fackeln seid.
14. Die Menschen, die das Licht meines Heiligen Geistes in sich
tragen, sind wie brennende Fackeln. Jene, die die Wahrheit nicht
kennenlernen wollen, sind wie erloschene Fackeln, die nicht
brennen, weil sie sich nicht am Feuer meiner Weisheit entzündet
haben.
15. Ich will nicht, dass ihr erloschene Fackeln seid, denn dann
werdet ihr eure Bestimmung nicht erfüllen können, das heißt, der
Mission eures Geistes.
16. Wahrlich, Ich sage euch, in den Augenblicken, in denen
mein Wort das Verstandesvermögen des Menschen durchstrahlt, sind
hier Tausende und Abertausende von entkörperten Wesenheiten, die
meiner Kundgebung beiwohnen und meine Stimme vernehmen. Ihre
Anzahl ist immer größer als die, die körperlich anwesend sind. Wie
ihr, steigen sie langsam aus der Finsternis empor, um in das Reich
des Lichtes einzugehen.
17. Ihr seid unsterblich, habe Ich euch gesagt. Wenn die Zellen
eures Körpers sterben, bedeutet dies nicht, dass auch die Seele
stirbt.
18. Dieser Tag der Erinnerung und des Gedenkens ist das
Sinnbild der Herrlichkeit der Seele, der Auferstehung, des Lichtes
eures Leuchters.
19. Es hat Mir gefallen, Mich in diesen Tagen des Gedenkens
unter euch kundzugeben, um in euren Herzen Gefühle des Glaubens,
des Mitgefühls, der Vergeistigung zu erwecken. Ich habe diese
Stunden genutzt, um eure Herzen reinzuwaschen und zu läutern.
20. Warum habt ihr euch befleckt? Weil ihr euch nicht von der
Macht des Geistes habt leiten lassen, dessen Kraft ihr mit der eures
menschlichen Willens, eurer Eitelkeiten und Launen verwechselt
habt.
21. Es ist notwendig, dass ihr in euer Herz, in euer Inneres
eindringt, damit ihr erfahrt, bis zu welchem Grade ihr auf die
Stimme des Gewissens hört, in welcher Liebesverfassung ihr
gegenüber euren Nächsten seid. Dann werdet ihr wissen, inwieweit
ihr brennende Fackeln oder erloschene Fackeln seid.
22. Ich sage euch: Eurer Liebe entsprechend wird auch die
Kraft, die Güte und das Licht sein, das ihr besitzt.
23. Auch ihr werdet euren Tag der Befreiung und euren Tag der
Verherrlichung haben. Welcher Tag wird das sein? Jener, an dem ihr
auf dem Schlachtfeld eures Lebens siegt.
24. Die Erde ist ein Kampfplatz, da gibt es viel zu lernen. Wenn
es nicht so wäre, würden euch einige Lebensjahre auf diesem
Planeten genügen, und ihr würdet nicht ein ums andere Mal ausgesandt
werden, um aufs Neue geboren zu werden. Es gibt keine
düsterere und dunklere Grabeshöhle für den Geist, als sein eigener
Körper, wenn diesem Schmutz und Materialismus anhaftet.
25. Mein Wort erhebt euch aus diesem Grab und gibt euch
hernach Flügel, damit ihr euch zu den Regionen des Friedens und
geistigen Lichtes aufschwingt.
26. In dem Maße, in dem eure Seele über die Finsternis siegt
und Hindernisse überwindet, erscheint in ihr das Licht. Daher
werden die einen den Weg in längerer Zeit zurücklegen als die
anderen.
27. Groß wird der sein, der der Spur des geistigen Fortschritts
folgt, und, während er die Erdenlebenszeiten und die Zeitalter
durchlebt, das Licht, die Erfahrung und die Aufwärtsentwicklung
erlangt.
28. Nach diesem Kampf, den Anstrengungen und Tränen werdet
ihr eure Befreiung erleben und euren Himmel ─ jenen, in dem ihr
durch das Licht des Geistes voll erstrahlend aufsteigt.
29. Der Himmel ist kein bestimmter Ort, der Himmel ist das
Endziel der Entwicklung der Seele. Da dieser Himmel kein
bestimmter Ort ist, müsst ihr begreifen, warum diejenigen, die an
der Existenz der Lichtseele zweifeln, sagen: "Ich werde sterben" und
an den Tod wie an ein Ende denken. Die jedoch an das ewige Leben
glauben, sagen: "Ich werde immerdar leben."
30. Wer seinen Glauben und seine Religionsausübung
vermaterialisiert, begreift und sucht Gott in begrenzter Form.
31. Der Spiritualist weiß, dass der Allmächtige in allem ist, dass
die Welt, das Universum und die Unendlichkeit von meiner Essenz
und meiner Gegenwart durchdrungen sind.
32. Wer mich so erkennt und auffasst, ist ein lebendiger Tempel
Gottes und wird die Offenbarungen des Geistes nicht mehr durch
Symbole oder Bildnisse vermaterialisieren.
33. Sagt nicht mehr, dass es nur einen Himmel und eine Erde
gibt, und dass dies bestimmte Orte sind. Es gibt Milliarden von
Welten. Vergesst nicht, was Ich in Jesus sagte: "Im Hause meines
Vaters gibt es viele Wohnungen."
34. Es ist gut, dass ihr euch im materiellen Leben an die
Gesetze eurer Natur haltet. Begreift jedoch auch, dass die besagten
Gesetze nicht ewig sind.
35. Ich bin wiederum zu den Demütigen gekommen, denn sie
sind es, die diese Worte am besten verstehen. Erinnert euch, dass
Ich sagte: "Wer erniedrigt worden ist, wird erhöht werden."
An diesem Tag, den ihr Auferstehungstag nennt, vergeistigt
euch, damit ihr sagen könnt: "Ich bin der Tempel und der Leuchter,
ich bin die Opfergabe."
Liebt einander, ja Volk, denn der, der liebt, trägt den Himmel in
sich.Gesegnetes Volk, Seelen der zwölf Stämme Israels, in dieser
Zeit inkarniert, um den Schild der Menschheit zu bilden ─ Ich
bereite euch seelisch und körperlich zu, um aus euch ein williges
Werkzeug zu machen und euch auf diesen Weg zu bringen, den Ich
euch vorzeichne, damit ihr euer Beispiel den neuen Generationen
hinterlasst.
36. Unter euch sind die Nachfahren von Ruben, Dan, Juda und
Levi, von Isazaar und Zebulon und allen Stammvätern der Stämme,
und als starke Seelen, die ihr seid, sollt ihr diese Stärke und den
Glauben an euren Gott weiterhin bekunden.
37. Der Name "Israel" kann nicht ausgelöscht werden, und
obschon dies Volk beneidet, geprüft und verfolgt worden ist, wird es
nicht untergehen, weil es der Same eurer Urväter ist, die Stamm und
Leben vieler Generationen waren. Heute seht ihr diese Rasse
dekadent und in hohem Maße degeneriert, da sie ihr "Fleisch" mehr
geliebt hat als ihre Seele und auf ihre Gaben stolz geworden ist.
Daher habe Ich euch in einem anderen Land, in einer anderen Rasse
inkarnieren lassen, damit ihr nicht in diese Fehler verfallt.
38. Die Vergeistigung wurde euch seit Anbeginn der Zeiten
inspiriert. Sie ist ein Same, der euch gegeben wurde, damit ihr ihn
sorgsam pflegt, und Ich habe euch die Aufgabe anvertraut, ihn allen
Völkern ohne Unterscheidung von Rassen zu übermitteln. Heute,
auf dem Höhepunkt der Zeiten, komme Ich zu euch, um von euch
Rechenschaft zu fordern bezüglich dieses Samens.
39. Ihr Menschen tragt alle diesen Samen in euch; denn bevor
ihr einen Erdenkörper annahmt, seid ihr Geistwesen gewesen, und
die Vergeistigung ist der Weg, der euch bestimmt ist, auf dem ihr
euch vervollkommnen sollt.
40. Ihr seid das begnadetste Volk. Dennoch habt ihr eure Gaben
nicht zu nutzen verstanden, habt ihr meinen Willen nicht deuten
wollen. Diese Welt, die Ich zur Erquickung, zur Entfaltung und zum
Segen für eure Seele vorbereitet habe, habt ihr so geliebt, als ob sie
eure ewige Heimstatt wäre, und habt tiefe Wurzeln in ihr
geschlagen. Ihr vergesst das Geistige Leben und bereitet euer
Eingehen in dies "Tal", das euch erwartet, nicht vor.
41. Seht, jene Welt ist mit Seelen bevölkert, die wegen ihres
Mangels an Vergeistigung, an Zubereitung nur wenige Verdienste
haben. Doch wie viel Schmerz, wie viel Reue nimmt sie gefangen.
Ihr dürft jene Welt nicht bewohnen, ohne jenen Seelen zuvor ein
Weiterkommen zu ermöglichen, die ─ sei es aus Unwissenheit oder
aus Widersetzlichkeit ─ ihren Aufstieg nicht zu bewirken
verstanden.
42. Was die Menschheit Fortschritt nennt, ist es nicht für die
Seelen. Denn wenn sie erhoben wären, würden sie Mich mehr als
alles Geschaffene lieben und es gäbe Frieden und Harmonie unter
den Menschen. Diese bieten Mir aber nur ihre geistige Bedürftigkeit
und Unwissenheit dar.
43. Wie schwer fällt es den Menschen, sich zum Guten zu
bekehren. Ihr haltet euch nicht an meine Gesetze und wollt euer
Leben nicht ändern. Euch kränkt mein Wort, wenn Ich zu euch von
Erneuerung spreche. Wieso wollt ihr, dass Ich schweige, obwohl ihr
gerettet seid?
44. Sei stark, Israel, bekämpfe das Böse. Geht auch gegen euch
selbst vor, wenn ihr Spuren des Bösen an euch habt. Reinigt die
Atmosphäre, die ihr einatmet, überwindet jeden fremden Einfluss,
macht Gebrauch von euren Fähigkeiten und Möglichkeiten, wachet
und betet.
45. Festigt den Glauben der Menschen und errichtet mit ihm
einen so hohen Turm, dass er das Himmlische erreicht, während sein
Fundament unerschütterlich ist.
46. Mit eurem Gebet und mit geistigen Werken könnt ihr die
Zunahme der zerstörerischen Naturgewalten aufhalten. Denn nach
1950 werden sie mit größerer Macht als heute entfesselt sein. Die
Menschheit wird sich läutern, damit sie die Frohe Botschaft
empfangen kann, und nach ihrem großen Schmerz wird sie den
Regenbogen des Friedens leuchten sehen und meinen Ruf fühlen,
der sie einlädt, in ein neues Leben einzugehen.
47. Heute, da ihr zur Erde zurückgekehrt seid, bezeugt ihr
meine Gegenwart. Es ist eine der Aufgaben, die ihr schon immer
gehabt habt. Doch ihr seid überrascht, wenn Ich in dieser Weise zu
euch spreche, weil ihr keine Kenntnis der Vergangenheit eurer Seele
zu haben glaubt. Aber diese Spur ist so tief, dass weder ihr noch die
Zeit eure Lebensgeschichte auslöschen kann.
48. Ich unterweise euch, damit ihr später meine Unterweisung
predigt. Jene, die euch hören werden, werden von euren Worten
überrascht sein und euch für die neuen Propheten und Apostel
halten. Dann werden sie euch lieben.
Sorgt dafür, dass euer Werk Früchte trägt. Sät nicht auf unfruchtbares
Land, setzt mein Werk nicht dem Spott aus. Seid klug und seid
denen gefällig, die euch bitten und vergebt denen, die euch nicht zu
empfangen verstehen.
49. Mein Wort hat in eurer ganzen Gedankenwelt Widerhall
gefunden, und mein Geist als Meister freut sich, wenn er meine
neuen Jünger unterweist.
50. Wenn ihr gründlich nachdenkt, werdet ihr entdecken, dass
Ich immer bei euch gewesen bin, und dass meine Botschaft die
Menschen von der ersten Offenbarung an auf den Weg zur Vergeistigung
lenkte. Es ist nur natürlich, dass nach einigen tausend
Jahren, in denen Menschenseelen auf dieser Erde leben, Ich euch
eine Lehre mit größerem Offenbarungsgehalt bringe als die, die ihr
jetzt habt.
51. Meine Lehre, die zu allen Zeiten die Erklärung des Gesetzes
ist, ist zu euch als Weg zum Lichte gekommen, als sichere Bresche
für die Seele. Dennoch haben die Menschen, indem sie von der
Willensfreiheit Gebrauch machten, mit der sie ausgestattet worden
sind, und im Verlangen nach einem Weg für ihr Leben, immer den
leichten Weg der Vermaterialisierung gewählt, wobei manche den
Rufen des Gewissens, die immer zum Geistigen hinlenken, absolut
kein Gehör schenkten, und andere Kulte und Riten schufen, um sich
glauben zu machen, dass sie festen Schrittes auf dem geistigen Wege
gehen, während sie in Wahrheit ebenso egoistisch sind wie jene, die
meinen Namen und mein Wort aus ihrem Leben verbannt haben.
52. Wenn ihr von hier aus das "Geistige Tal" sehen könntet, wo
die vermaterialisierten Wesen wohnen ─ jene, die nichts für die
geistige Reise nach diesem Leben erarbeitet haben ─ wärt ihr
entsetzt. Aber nicht einen Augenblick lang würdet ihr sagen: "Wie
furchtbar ist die Gerechtigkeit Gottes!" Nein, stattdessen würdet ihr
ausrufen: "Wie hartherzig, wie ungerecht und grausam sind wir mit
uns selbst! Wie gleichgültig gegenüber unserer Seele, und wie kalt
sind wir gewesen als Jünger Jesu!"
53. Deshalb hat der Vater zugelassen, dass jene Wesen sich
manchmal in eurem Leben bekunden und euch die schmerzliche,
beklemmende Kunde von ihrem dunklen und friedlosen Leben
bringen. Sie sind Bewohner einer Welt, die weder das strahlende
Licht der geistigen Heimstätten hat, noch die Schönheiten der Erde,
die sie bewohnt haben.
54. Jenes weite "Tal" voll Verwirrung, Reue, Schmerz, Trübsal
und Verzweiflung wird nur vom Lichte des Gewissens erhellt, das
eines nach dem andern von jenen Wesen erweckt. Wenn dies Licht
schließlich die ganze Seele durchdringt, erkennt diese ihren Weg,
entledigt sie sich des Gewandes der Vermaterialisierung, das sie
noch an sich hatte, fühlt sie wieder, dass sie lebt, dass sie wieder
auferstanden ist, dass sie eine Stimme aus der Unendlichkeit ruft,
und dass diese Stimme die des Vaters ist, der ihr von Anbeginn der
Zeiten den Pfad zum Lichte und zur Glückseligkeit vorzeichnete.
55. Niemand von euch wolle im Dunkel der Verwirrung
wohnen, noch den Kelch der Reuetränen trinken.
56. Um euch jene unendliche Bitternis zu ersparen, habt
Erbarmen mit eurer Seele, tut wahre Werke der Liebe, keine scheinbaren
Werke, mit denen ihr euch selbst zu betrügen versucht.
57. Meine Lehre vermittelt Vergeistigung, und Vergeistigung
bedeutet Wahrhaftigkeit, Lauterkeit, Licht, Aufrichtigkeit und Liebe.
58. Dies ist mein Weg, der einzigartige ─ jener, der euch von
Anbeginn vorgezeichnet wurde und in jedem Gewissen geschrieben
steht.
59. Meine Stimme, die erneut im Verborgensten eures Wesens
ertönt, ruft euch auf den verlorenen Weg, auf den vergessenen Pfad,
damit ihr Verdienste erwerbt, welche Licht, Befriedigungen und
Erhebung für eure Seele sein werden, wenn sie den Nebelschleier
passieren muss, der zwischen dem Materiellen und dem Geistigen
besteht.
60. Ich spreche zu euch von diesem Schleier, weil eure geringe
seelische Entwicklungshöhe euch noch nicht befähigt, alle
existierenden Lebenswelten in einer einzigen zu vereinen. So wie
euer Mangel an Brüderlichkeit euch auf der Erde in Völker und
Nationen geteilt hat, so haben sich im Universum die unreifen
Wesen durch Welten, Heimatplaneten und Welträume getrennt
gesehen.
61. Die Zeit wird kommen, in der die Grenzen dieser Welt
durch die Liebe aufgehoben werden und in der die Welten einander
durch die Vergeistigung näherkommen.
62. Bis dahin wird der Kampf zwischen dem Gewissen und der
Willensfreiheit weitergehen, die der Mensch dazu gebrauchen und
nutzen wird, um aus seinem Leben das zu machen, was ihm gefällt.
63. Das Ringen zwischen diesen beiden Kräften wird seinen
Höhepunkt erreichen, und der Sieg wird sich der Seite des Geistes
zuneigen, welcher in einer absoluten Liebeshingabe an seinen Vater
zu ihm sagen wird: "Herr, ich verzichte auf meine Willensfreiheit,
vollbringe in mir allein Deinen Willen".
64. Ich werde den, der so vor mich gelangt, segnen und ihn in
mein Licht hüllen. Doch Ich werde ihn wissen lassen, dass Ich ihm
niemals jene gesegnete Freiheit, mit der er beschenkt wurde, wieder
entziehen werde. Denn wer den Willen seines Vaters tut, wer treu
und gehorsam ist, ist des Vertrauens seines Herrn würdig.
65. Ihr habt doch verstanden, was Ich euch über das Geistige
leben gesagt habe? Seht, wie einfach und klar das Geistige ist, im
Gegensatz zu euren Lehren und Unterweisungen, die alles
komplizieren.
66. Denkt darüber nach, Jünger.
67. Meine geheime Schatzkammer öffnet sich, und etwas aus ihr
lasse Ich den Menschen durch den Stimmträger offenbaren.
68. Im Jahre 1866 erstrahlte ein Stern wie jener, der die Geburt
des Messias ankündigte. Nur wenige sahen ihn, weil die Welt im
Schlafe lag.
69. Dieser Stern war Elias, und mit seiner Kundgebung durch
das Verstandesvermögen von Roque Rojas wurde ein neues geistiges
Zeitalter eröffnet. Mit seinem Lichte erhellte er den Weg, um die
Menschen zu führen und ihnen eine Zeit großer Offenbarungen
anzukündigen. Da Elias jedoch mein Prophet und mein Wegbereiter
ist, prophezeite Ich durch seinen Geist die Zeit meiner Kundgabe in
der gleichen Weise.
70. Die ersten Zuhörer, die ersten Zeugen jener Kundgebung
waren überrascht, als sie vernahmen, dass die Worte, die Roque
Rojas aussprach, nicht aus ihm kamen, sondern aus dem Jenseits,
dass es ein Wort voll Trost, Verheißungen und Hoffnung war.
71. Die kleine Zahl der Schüler wuchs und wurde zu einer
großen Schar, die, als sie später durch neue Stimmträger die Gegenwart
des Meisters empfing, in dem Worte eine Frucht von
göttlichem Geschmack und geistiger Essenz erkannte, welche die
einzige war, die ihren Durst löschen und ihren Hunger stillen
konnte.
72. Eine neue Apostelschar entstand in dieser Gemeinschaft,
bestehend aus schlichten und demütigen Herzen, die jedoch von
Liebe und Glauben erfüllt waren, um mir nachzufolgen. Natürlich
fehlte unter ihnen nicht ein neuer Thomas, der sehen musste, um an
meine Gegenwart zu glauben ─ ein neuer Petrus, der, obwohl er an
mich glaubte, mich aus Furcht vor den Menschen verleugnen würde,
und ein neuer Judas Ischariot, der mich verraten würde, indem er
mein Wort und meine Wahrheit für Geld und Schmeicheleien
verfälscht.
73. Die Scharen, die dies Volk bilden, vermehrten sich immerzu
und verzweigten sich über Städte, Landstriche und Dörfer hinweg;
und aus diesem Volk erstanden Apostel der Wahrheit und der
Rechtschaffenheit, aufopferungsvolle Arbeiter voll Eifer in der
Lehre ihres Herrn, und Propheten mit reinem Herzen, die die
Wahrheit sprachen.
74. Ich setze sie an einen unermesslich großen, unsichtbaren
geistigen Tisch, damit sie mein Himmlisches Brot essen und meinen
Wein der Ewigkeit trinken, damit ihnen niemals die Kraft fehlt bei
ihrer Mission. Während manche beim Zuhören seelisch teilnahmslos
bleiben, gibt es auch solche, die Mich unaufhörlich befragen, weil
sie wissbegierig sind. Diese fragen Mich, warum Ich Mich der
Menschheit in dieser Form offenbare, warum Elias zuvor kam, wer
Elias ist und wer Roque Rojas, und wer die Sieben Siegel löste.
75. Ich antworte und unterweise alle mit der Liebe des
vollkommenen Meisters. Wenn manche verwirrt sind, weil Ich nicht
inmitten von prächtigen Altären oder prunkvollen Zeremonien
komme, so sagt anderen ihre Vergeistigung, dass Jesus niemals
Prunk, noch Eitelkeiten suchte, sondern Herzen.
76. Immer bin Ich im Verlangen nach eurer Seele gekommen,
nicht nach eurem Körper. Denn die Körpermaterie gehört der Erde
an, deren Schoß nach ihr verlangt, während die Seele durch ihr
Gewissen immer die göttliche Stimme hören wird, die sie ruft.
77. Die Zeit meines Predigens bei meinem jetzigen, letzten
Kommen ist lange-während. Sie umfasst die Zeitspanne von 1866
bis 1950.
78. Die ersten Früchte meiner Unterweisung sollen die eurer
seelischen und körperlichen Erneuerung sein, indem ihr Abgötterei,
Fanatismus, Aberglaube, falsche Auslegungen und auch Selbstsucht,
Übelwollen, Laster und jeden Makel beseitigt. Wenn dies geschieht,
werdet ihr von meinem Gesetze sprechen können, ohne jemanden zu
verwirren. Ihr werdet dann meiner Lehre nicht eure Irrtümer
aufprägen, und sie auch nicht zu verbergen versuchen, indem ihr sie
nur für euch reserviert.
79. Erhebt eure Seele durch eine vollkommenere Religionsausübung,
und erhebt euer Herz durch ein tugendsames Leben, dann
werdet ihr wie der Anfang einer neuen Welt, einer neuen Menschheit
sein, die sich auf den Fundamenten der Vergeistigung zu
erheben verstand, die Ich euch in meiner Offenbarung der Dritten
Zeit bringe.
Mein Friede sei mit euch!

Beliebte Posts aus diesem Blog

BWL - Band IV - Unterweisung 109

BWL - Band 6 - Unterweisung 161